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Wiener Morgenzeitung · 1927-02-22 · Heft 2869 (22.2.1927) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2869 (22.2.1927)
Date
1927-02-22
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seft-e 4 Wien, Dienstag Wresee Mvrge«-ettU»s SB. tzetzMvV 1667 Nr. 2889 difchen Eherecht die Zustimmung von IM Rabbürern zur ScheLung zu erlange»!, um diese dann durchführen zu können. Borenstein »vandte sich zn diesem Zwecke an den Oderrabbmer von Basel, Dr. Wohl, dem er darlegie und durch zwei Zeugen bestätigen ließ, daß seine Frau, von der er sich scheiden lassen »volle, wahnsinnig sei. Auf Grund eines Schreibens des Dr. Wohl, das den von Borenstein dargelegten und durch Zeugen bekräftige ten Ehetrennungsgrund des Wahnsi»»ns darlegte, erhielt Borenstein die Unterschriften von 99 Rabbinern in Polar, und die Ehe wurde gegen de»» Willen der Frau geschieden. Run hat die Frau die Gerichte angerufen, um feststetten zu lassen, daß sie nicht »vahnsinnig ft», und in ihrer Vertretung hat der Lodzer Advokat gegen IM Rabbiner, die das Scheidungsgutachten abgaven, eine Klage emgerei^' Wie»' 22. Februar. Da- Wette. Der Frost war gefteiu» stärker als an den beiden voran« gegangenen Tagen; im Westen ist Schnee gefallen. Die Vor« her sage larriet: Ende der Kalte Periode, Niederschläge, dn Gebirge Law i n e nge f ab r. Eine 103 Jahre alte jüdische (.»'»eisin < e'lsrHeu. Im Versorgungshaus der Wiener israelitischen Kultusgemeinde in der Seegasse ist Samstag eine Frau gestorben, toelchc das mlgewöhnliche Alter von 103 Jahren erlangte. Die Verstorbene, T-ebohra Löwenthal, »st im Jahre 1823 in Zloczow geboren. Ihr Schwiegersohn Moses Auerbach, ein in Wien wohnhafter jüdischer Privatlehrer, zählt bereits 77 Jahre. Deborah Lölventhal kam im Jahre 1911 nach Wien und toar feit dem 17. September 1924 tm Versoraungshaus in der Seegasse untergebracht. Die alte Frau, welche bis vor einem halben Jahre noch bei vollen Geisteskräften war, wurde mit besonderer Fürsorge bedacht und hat sich auch in der Seegasse sehr wohl gefühlt. Sie roar bis in die letzte Zeit äußerst gesprächig und mit ihrem, allerdings schon mumienhaften Gesicht, eine markante Figur des Ber- ^c^ungshaufes, in welchem sich gegenwärtig 335 Pfleglinge E Todesfall. Am 20. d. M. starb der Haupüehrer des israeliechen Taubstummemnstitutes i. R., Herr Maximilian Weiß« marrdl. Die Beerdigung firtdet morgen, Mittwoch, um A12 Uhr, von der Zeremonieichäfle des Wiener ZentrakfrftdhoseS, S. Tor, cmS, statt. Do« Gläubiger ermorvrt. AuS Pinkafeld wird uns gemeldet: Am W. November 1936 wurde der La»»dwirt Johann Thier in der Nähe der Zigeunerkolonie Grafenschachen auf der Straße erschlage» aufgefunden. .Vom Täter fehlte jede Spur. Nach langen und schwierigen Erhebungen des Postens Pinkafeld ist es nun gelungen, als Täter den Landwirt Josef Schweitzer und als Mitschuldigen den Hilfsarbeiter K e rh le r auszuforfthen und zu verhaften. Die Ersabungen gestalteten sich besonders deshalb so schwierig, »veil die Bevölkerung gegen Schweitzer nicht aussagen wollte und die Meinung zum Ausdrucke brachte, der Täter bekäme nur eine kurze Frecheitsstrafe und könne sich nach seiner Freilassung durch Brandlegung oder eine andere Gewalttat rüchem Schweitzer hat den Mord begangen, weil er Thier schon seir. längerer Zeit 1000 SchiMng schuldete. Auch hatte Schweitzer für Thier 550 SchiMng Fuhrlohn einkafiiert und den Betrag nicht avgeliefert. Da Thier auf die Bezahlung dieser Beträge drängte, war bei Schweitzer der Entschluß gereist, sich seines Gläubigers auf diesem Wege zu entledigen. Nikolaus Kerbler toar in den Moroplan eingeweihr und Zeuge der Untat. Do« einem Auto getötet. In der Rahe deS Liebenbergderckmales wurde gestern abends der 60jährige Vertreter Heinrich Hagehöcke vom Auw A 16 498, das der Chauffeur Karl Heinemann lenkte, niedevgestotzen. Er erlitt einen Bruch ves Schädel« grundes und würde von der Rettungsgesellschaft in die Un« falöftation gebracht, wo er bei der UÄergabe gchtovben ist. Schwerer Unfall einer Wiener Skifahre-rln. Aus Baden wird uns gemeldet: Die Verkäuferin Rosa S igl aus - Wen unternahm Sonntag mit mehreren Kolleginnen eine Ckpartie auf das Eisern« Tor. Spät abends iraren sie die Abfahrt an; in der Nähe des JägerihawseS kam die (51$ zu Sturz und zag sich ein« schwere Verletzung zu. Si« wurde unter oen schwierigsten Verhältnissen mittels Tragbahre zum Waidrande gebracht und von corr mittels Rettung-- <ruto in das Rathsche Krankenhaus nach Baden überführt. Das schlechte Zeugnis. Seit dem 16. d. M. wird der 14iährig« Realschüler Otto Wenzlitschek, Sohn eines BunLeSpensionisten, aus der eltersichen Wohnung, PerchoLdSdorf, Brunnerqasse 88, oer» mißt. Der Junge hat aus Furcht vor häuslichen Vorwürfen wegen eines schlechten Zeugnisses daS Elternhaus verlasse: Gr bat sich in Brunn ein Fahrrad ausgeborgp, ist noch am IS. o. M. uno dann noch einmal am 17. d. M. bei seinem Oheim in Gloggnitz erschienen. Seither ist er verschwunden. TodeSsprung vom Eiffelturm. Aus Paris unrd gemeldet: Heute rnorgens um L Uhr bemerkten PoLzeiorgane »inen Mann, der an dem äußeren Gitterwerk de» EfffeLrurmeS hinauftietterte und bis zur Kveiten Piatform stiH. Dort zündet« er sich eine Zigarette an und wartete. Um halb 6 Uhr früh sprang er dann in die Tieft und war sofort tot. Den Unglücklichen hat ein Streit mit seiner Fra» W diesem sebisamen Selbstmord getrieben. Die Haftpflicht des Steuereinnehmers. Sine in Nancy etablierte Modist»» hat ihren WohrnmgKgeber und tiefer wieder einen im Haufe wohnenden Steuereinnehmer auf Schadenersatz geklagt, weil durch die Ansammlungen der Steuerzahler vor dem HauSeingang und im Stiegenhauft die Kunden rer Modistin verscheucht würden. Das Gericht hat tatsächlich den Steuereinnehmer zu dielsem Schadenersatz verurteilt. Ein etu-gemanerie, Goldschatz. Wie aus Warschau gemeldet wird, wurde int <&e« neralstabSgebäude auf dem Sächsischen Platz gelegenflich der Renovierung des Hause» in einem der ArbeitSgimmer eine eingemauerte Panzerkafse ewdeckt. Man fand darin zehn Barren Gold im Gesamtgewichte von 41 Kilogramm. Ws jetzt ist es noch nicht vollkommen aufgeklärt, wer den Schatz eingelagert hac uno wann dies gesche^n M. D»e Brüder Fengya uvfo Feng. Der in Kascha» wohnhafte Taselrtchrer Tr. ^engha sah vor kuyem in einem deutschen Wochenblatt das Bildnis ves christlichen chinesischen Generals y e n g, ln welchem er feinen seit vielen Ächren vermißten Bruder erkennen will. Er ließ sich die Originalphotographie des Bildnisses schicken und behauptet nun» daß General Feng sein Bruder fei. Fengya erklärt, daß sein Bruder vor Jahren nach Amerika ausgewandert ist, wo er es btt zum Kapitän, brachte. Später begab er sich nach China, tmt in die chinesische Armee ein und heiratete die Tochter einechlnesischen Prinzen. Fengya versucht nun mit seinem angeblichen Bruder aits diplomatischem Wege 1« Verbindung zu treten. E Wie die Haut rationell gepflegt wird und in war die natürliche Hautpflege, die die Jugendfrische bewahrt und wieder herstellt, besteht, beschreibt der durch feine wissenschaftlichen Entdeckungen und Arbeiten bekannte Dr. Edmund Weidner ln seiner Broschüre „Die Wiedergeburt der Schönheit-. Ueber diese natürlich« Amtpfleg« ersöhre« Eie näherein der heutigen BeiNge der Firma Dr. Weidner u. Comp., MÜHlau 60, Tirol. Die Firma versendet auf Wunsch kostenlos und unverbindlich aufllärende Druckschriften und eine Grattsprobe der auf Grund der Forschungen Dr. WeidnerS hergefiellten Hortiflor-Crem«, die sich tausendfach bewährt hat. E Eatioan. MterSveränderungen der Körperzu verhüte»», und, »venn solche schon bestehen, zu verringern, ist «in lang ersehntes Ziel. Die Anwendung des Cativan ermöglicht die Erreichung dieses Zieles, wie eS die Erprobung durch ärztliche Autoritäten und die allgemeine Anerkennung beweist. Das Mittel ist in allen Apotheken erhältlich und verdient durch die erprobte Wirksamkeit und vollkommene Unschädlichkeit allgemeine Verwendung. Unserer heutige» Anfrage liegt ein Prospekt über Hortiflor-Ereme bet. Bühne und Kunst. Fllvtlche Bühne. „Rußland und Amerika" heißt die Pöeoe, mit der die «Jüdische Bühne" in der Laborstraße jetzt «inan starken PublikmnSevfolg erhielt. DaS Stück hieß ursprünglich „Derele BosiaL", so benannt nach ter Hauptfigur, einem waschechten Odessaer jüdischen Gassenjungen, der seinan nach Am-erAa auSgewandert-en und dort reich gewordenen Vater auf humorvoll« Weift zwingt. d»e Ghagemeinfchaft mir der verlasianen Mutter wieber aufzunehmen. Frau Glücksmann kn der Hosenrolle Stercie, eine be« deutende Künstlerin, ist sehr temperamentvoll, geht nur leider dem Publikum zuliebe mit ihren Anzüglichkeiten zu weit. Jona ReiSmann spielt einen jüdischen groben Jing", wie er leibt and lebt, bleibt sich auch in Amerika treu, obwohl er di« russische Tellermütze arit einem New Aorker Gartenhut vertauscht hat. Reis.nann, diesmal besonders ausgeräurm. ist in dieser Rolle einfach glänzend. Das Verbindungsglied zwischen und der alten Heimat ist der „Delegat" Mr. Samuel, vom Regisseur des Ensembles Herrn Jungwirth, mit vornehmer Zurückhaltung gefpielt,' wie es sich für einen arnerikanistert«n Juden gezieam, der bereits ,Kultur" anger'mmen hat. Er ermöglicht Derele und ferner Mutter die vebersabrt nach Amerika und dort bringt man den windigen Ehegatten a la .^hamle:". nämlich mit Hilfe eines ^«»ter». auf dem Theater zur tä^gen Reue. Verdienstlich ferner die Damen G l a t t st e i n. Landau und Braetawsky. sowie Herr Lehrer. Hingegen ist die Besetzung des jugendlichen Liebhabers mit Herrn Nachbar wohl mir eine Notbefttzung. T i g. Ans den Lheatern. DolkSoper. Heute uns mormn „Orpheus in der Unterwelt". TheaterinderJoftfstadt. Heute Ers^a isü-rung der Komödie „S ch w a r z u n d W e l tzvon Scul.a G.iitry. StaatSoper. Heute findet wegen Indisposition der Frau Angerer statt der anflekündi^ten Borstell-mi „Die Macht deS Srlsicksnls" eine AufftMikng ser Oper „C armen" statt. Morgen. 7 Uhr, „Der Ba^viervon Bagdad" und „Das lachende Phantom". ■ Deutsches BolkStheater. Freitag findet zur Feier des 60. Geburtstage) Karl Schvnherrs die festlkche Ausführung seiner Tragödie „Glaube und Helmat" statt, an die fiel) eine Beglückwünschung durch Behlrden und Korporationen airßchließt. Buratheater. Morgen, halb S Uhr, „Leonie". Lustspieltheater. Freitag, den 25. d. M., remiere der amerikanischen Sensationskomödie „Flüsternde rähte". Modernes Theater. Freitag, den 88. d. Mr, 6 Uhr abends, Erstaufführung von Frank Wrdekindr S-iwuspiel „S ch l o ß W e t t e r st e i n". Für die Rolke der „Efsie" wurde Eddie Pepler verpflichtet. K a m m e r s p ie l e. Freitag, den 25. d. M., Premiere der Komödie „BenuS im Völkerbund" von Rudolf L a u ck n e r. Johann Strauß-Theater. Fr ftlhrung oer Operette „MlückinderLleb Krauß. Musikalische Leitung» Mots Dostal. dirigiert vom Komponisten. eitag Srstaufe" von Michael Zwisäjenfpiele ff glline rh«u«otischrn Beschwerden mehr nach ein» einfachenDenecinFrinkßur \ Mische Welt. ücte fbittrttt BinUfiuB ans dem Kuratorium der hedrikilcheu Univ^rfitlt. Professor Albert Einstein ermächtigt dis Jüdische Telegraphen-Age»»t»»r, die Nachricht d«S Netvyorker „The Dah" vvn seinem Austritt aus dem Kuratorium der hebräischen Universität zu dementiere»». Professor Einstein erklärt, er beabsichtige auch nicht trotz der bestehenden Unstimmigkeiten auSzutteten. Answandu«ig,erllh«ermlg für 91a' blnet nach Amerika. Aus Warschau wird uns berichtet: Der amer!ka»»ische Konsul gLt bekannt, daß er von nun an nur an solche Rabbiner außerhalb der Quote Nciscvifa erteilen werde, welche eine Hochschule für Rabbiner absolviert, ferner an solche, die wenigstens zwei Jahre hindurch als Rabbiner in einer polnischen Stadt tätig waren und drittens an solche, welche ein offizielles Anstellungsdekret einer legalisierten Synagogengcmeinde in Amerika vorwelsen können. Ler .Ialmud-9lohllng' 83 Fahre alt. AuS Prager Blättcrn erfährt man, daß der kacholüsche Tchcologieprosessor Johann Der.n>harH Awgust Rohling am 15. F<Lr»»ar feinen 88. G:burtSt.Lg feiert«. ,ß&x ,o<l)ling" lebt noch?" werden viele arrsr.u«fen. die sich noch der traurigen Roll« erin-, nern, die der einst von den Antisemiten starlk girierte Theolcy? in den Neunzigerjahren vm berUmten B!och-Nohling-Pros«b ges-pielt hat. Rohling-, der einer der exponiertesten Vertreter der streitbaren Kirckie war. gla-ubbe, der nach dam Tihza-Eszlarer Ritualmo'.tzplwseß entstandenen anlibilimudistilschen Konjunktur ensisiprechenH, auch sein Teil zur verle-umd-erkschen Literatur gegen die Juiden beitragen zu iwüssen. Er tat dies in ftinem Buch „Der Taklmudjuide", geriet dadurch mit dem damaligen NeichsratSalbgsoridneten und hervorragenden TabmuLikeniner Dr. Jcisef Samuel Bloch m einen Progetz, der sowclhl in der pol»tischen als auch in der Geichrtenwelt ungeheures Austs^hen erregt halt«, und im Verlauft d?ssen Dr. Bloch den NackMiS führen^ konirte, daß das Buch Nchlings teils Entfiell u n g e n der Urtexte enthält, teils alber das Pr-oduckt krasser Unwissenheit des Autors ist. DaS wissei.schaftliche Aif hen Prof. R o>h l i ng s iist unter den Ergebnissen dic.ses von Dr. Bloch mit viel Tomperament. a!b?r auch mit ung«'heurer Kenntnis der Materie gef.üll)rten Progesscs völlig Kulsammeng:brochen. Rohling, der bald darmrs im Jahre 1899 nach dreißislÄhriger akademischer Lar'sda'hn — wovon er 23 Jahre lang als Professor an der Deutschen Universitätin Prag wirkte — in den R».il>:sta»'vd trat. l:lbt seit etwa zchn Jahren in völliger Zurüchgrgogenheit in Salzburg. Sine Abordnung der Gesellschaft „Siet" für Ameiika. Die unparteiische Goftllschaft für jüdische Kolonisation in Rußland „Oz«t" hat beschlossen, den Ingenieur Samu«l Weizmann, einen Bruder des Präsidenten der Zionistischen Weltorganifatkon, Dr. Chakm Weizmann, sowie den Schriftsteller I. Weinstein (Jerackmiel) nach den Vereinigten Staaten zu entsenden, damit st« in der jüdischen Oess-cntlichkcit Amerikas für das Werk von „Ozet" Propaganda machen. (Die „Ozot" setzt sich in der Hauptsache für die Krim-Kolonisation ein.) Sine Bne» Brlih-Loge in S^Dnstadt. In K r o n st a d t (Gtebenbürgeu) fand in diesen Tagen die Eröffnung der Bnei Drtth-Loge „Mwah" (Brüderstk-ast) statt. Die Loge wurde unter Mitwirkung der Klauftnburger flöge „Schalem" gegründet. Der Feier wohnten der Oborrabviweu von Rumänien Dr. Niemlrower sowie Vertreter der B»rei' Brich Logen in Bukarest und Ploesti bei. D»e «okauvbahue. welche einige Zeit al» „Arische« Theater" der deutschen Kunstgemeinftiast geführt wurde und unter der Lertunei tz erdegen - stand, wurde nunmehr von Herm Direktor Richter-Roland wieder in eigene Regie übernommen, Herdegen.ist zurückgetreten. Die Abendvorstellungen werden nicht mehr von der (hakenkreuzlerisck»en) Deutschen Knnstgemeinschast veranstaltet. Direktor Beor bereitet eine Wiener Volksbühne vor. Das Rat mund-Theater, web.'es Dire.tir Beer sei.derzeit in ein Gpreä-theater mit llteraristhem Proarmmn verwandelt hatte, später mit „Antonia^ und der Sari Fedak über Wasser hielt, ging vor Jahresfrist in den Besitz MariMaS über und wurde wieder Operettenbühne. Nun sott zu Beginn der kommenden Spielzeit das Raimund- Theater neuerdings als Sprechthcater geführt werden. Wie Dr. Beer in der letzten Generalversammlung des Raimund- Thea tervereines aMührt, plant er die Gründung einer Volksbühne nÄ Berliner Muster. ibtne Berliner Trauerftier für Joel Enge». Sonntag, den 27. Februar, lp.lb 12 Uhr rü^i)mittags, findet ln Berlin im Logenhaus, Kleisisiraße 10, eine Trauerftier für den in Tel Awiw verstorbenen, hervorragenden Komponisten Joel Engel statt. Ansprachen «erden halten Prof. S. Dübnvw, Saul Tschernichowski. Arno Nadel, Dr. BrutzkuS und Hermann Swet. »«eine, Bartrllge and Versammlungen. Wiener Bet-Hawidrach, 2. Be^.. Tempel^asse S. Tier»»« tag. den LS. Februar, ü Uhr: Lektor Dr. S. GelbhauSr .Llstvriftje Psalmen". — Zionisttstze Vezlrttsettion Inner« Stadt. Heute, halb 9 Uhr abends.im Klubsaale des Taft HabSburg, 1. Bez., Rotentur»nstraue 84, 1. Strock (Hotelelngang Adlergasse), Vottrag des Herrn Dr. Leo Goldhamm er» „KolonisationSproblcme". Gäste Willkommei». -- Jüdischer Frauenbrut) und Zionistisch« Fmuenorganla satio». (Kulturstelle). > Heute, hatv S Uhr, Jüdisches Zentrum, 2., Bez., Untere Auga tenstraße 86. Bibelvortrag der §ra»» Esther Miefe Sr „Die Sprüche^ - Ztontittsche Organisation, Bezir«settkon BrigltteuaHeute Dien-tag,? tthr abends, im Helme, 80. Bez., Jügsrstraße 30, Vortrag: Markus Gottfried über fajÄW. -7- Mai. LS. d. M., findet im Kluvlokal des jüdischen Hoch sch >.uSftiusies, Tass Sä.tts.elhof, Alierstraße 1ö. ein Boit-ag deS Herrn Dr. Schmerl er über die Jewifh Agency statt. — Am 9. März 1037 findet ein RepMntatlonSdall der jüdischen Studentenschaft statt. Das ReinerträgntS fließt der Mensa academla iudalea zu.

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