Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2867 (20.2.1927)
- Date
- 1927-02-20
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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gfeapsr -«i-ch ’&tntug iO. lSäT tsm*' >Wi»i GOchW LITERATURB EILAGE DER MORGENZEITCTn & GeWge «Me». Arthur Lchntywr: Der Seist im WottmchMGeist in '. itot- ZÄt.' (1937. ,G. Fricker Verlag, VMn.) Der Dichter seelischer Nuanctn hatin etsttt kleinen Ährift Len! Versuch gttnacht, einSchema dtt TLÄtzpen des inenschlicheN Geistes' auszustellen. Er selbst Utstnt seine DstriegUng „vorläufige Bemerkungen" cknd MM in der kurzen Einleitung zu dieser Evörterüng nachdrüMM darauf hin, dich diese seine „Bemerkungen" -auf.':ÄUW«digRit öder gär Endgültigkeit keinen Anspruch echeM. Pas versprüht sehr deutlich mehr, es verspricht eine eingehende Untersuchung Über die 'Kategorien deö/'Menschlichen Wstes, Merkwürdiger. .Fall — dem dichtetlWn, Seelenanälytiker genügt die Hunte Vielfältigkeit der Menschlichen T^elenregungen, die er in seinen Werken wiederzugcbcn versucht hat/ nicht, mehr; er will sie auf. (phWöphische?) Formel bringen. . ' / . .! ' Schnitzlers „vorläufige Bemerkungen./sprich«» dem menWichen Geist, sowohl "insoferne er sich ' durch das. Wort, als auch insoserne er sich, durch die.Tv t kundzugeben vetchag, zwei GtuNdgebiete zu, -ein pvMves, das ins Göttliche, ein negatives, das ins TeusliM "gerichtet ist.. Diese beiden GruWbiete menWichei: Weistesverfassnng, hie, wie Schnitzler in einer eigentümlich schürf dualistischen. Einstellung behauptet, als/vollEv Ge g e n s atz e bestehen/ umfassen eine Anzahl^ hon Typen und zwar das positive, (göttliche) wie das negative (teuflische) Gebiet die gleiche Zahl. Der Geist imMort manifestiert sich nach der? positiven (göttlichen). Histe zu als die Geistesverfasfungdes Pr re st e x s und »es Philof ophen, des Staatsm anns und des H M o rikers (ÄontinualisteA),. des Dichters. und, — am goktüachsten — des P r o p h e t e. p; nach! der negativen - (tepMchen Seite entsprechen' diesen,^tyWchen Geistesverfassungen' - die des Pf.affen/pich.des Sq^phisten, des Polttik.ers und des Jo.u-r.staTMW'(Mtua!listen^ des Liter.äteu und.: — dem teuflischen Urquell am nächsten! —' . des Tü ckeb'Mds' (BöseWichtS):!!Jn! gleichem Schemaläßtr Schnitzler den Geist in der Tat .sich positiv als - Geistesverfassung des Seefahrers (Entdeckers) und. des. Ä.rückenb a u e r s (Diathematikers), des F e l.d Herrn! (Führers) und des Naturforschers (Heilkünstlers)/ des Hel-, d e it und wieder, als, am gottnächstcn, des P r.ö p h e t c n rnanifestierett; das negative (teuflische) Prinzip, hurchdringt dis Geistesverfassung des Abenteurers UUH Kös Spekula n t en, des Diktators und des Quacksälbers, Schwindlers. (Hochstaplers) und neuerlich des. TückeboldH Diese Kategörisierung . betrifft --. so HM. Schnitzler hervor — in keiner Weise Beruf oder spezifische Begabung, im Gegenteil, die genannten G e ist ts V e r f a ssungen such öon spezifischer Begabung oder' Beruf, die zu ihnen „eine größere oder geringere MjniM.besitzen" und auf die diese. Geistesverfassungen (also' dochl). nur dispositionell wirkest, wohl zu unterscheiden. Diestz! Geistesverfassungen, steten jede angeboren, einheitlich und unveränderlich ist, faßt Schnitzler/ als das wesentlichste, tiefste Element der menschlichen, Persönlichkeit auf; sie treten in den Urtypen der geistiges Menschen, wie sie Schnitzler in zwei Diagrarmnen daWÜt, zutage. Nicht Begabung, sondern Geistesverfassung gilt stem Autor als. die Grundlage.der.Persönlichkeit. . / /:! Die schmqle Schrift Schnitzlers ist: merhoüstdig: sie ringt —7 und das.merkt Man an jeder! Zeike. um eine phKsoWsche Kategörisierung, die in keiner Einsicht vox dsm Uriheil der Willkürlichkeit bewahrt, ist. MilÜürlich schon, daß das Typenfchema, das Schnitzler qüfbäut, ein ausschließlich männliches ist („Das Mib ist eine gqnz atchtzpe Tiergattgng als der Mann" — sägteeinsttäl jemand ebenso geistreich wie unphilosophisch); lvillkürluy:Mt Statuietung der geistigen Manifestationen durch Hort uttb Tat, willkürlich die in diese beiden Gebiete gstichzeüjg eingeordnete Phrophetie als Geistesv?rfasspstg. Ras der bedächtigen Schrift aber Eigenart gibt, ist Pemühep, vom ewigen Mtsel der menschlichen Persönlichkeit den Schleier zu heben. Darin liegt Glaube und Giarwe ist in manche« Hinsicht mehr als Erkenntnis. Siegfried ~jfi! im IO., Jahrhundert" erWiyt und in 34 Bänden. (H Bände Pur«, 13 Bände Oper lmd-Piittett) die theatergeschichtliKe Peripde der beiden StaatSth^ayr ' vtzn der Gründung hiS zum.Umsturz wiedergibt. Generaldirektor S ch n e v derha« .steht der HrrquSaabe deS Werkes förderlich Mr Gew. Der erste Bänd liegt bereits abgcschlosten Hör ustd Alangt dem nächst zur HttauSgäbe. Der Herausgeber W WesckeS ifi Meran, der Du sch nitz. 1 . - H.G. WELLS DER ... I, BIS 20. TAUSEND 3$4 Sdun. GanzleinenbkHil S f.fo Hy« geniale 'Eingebung eiddioglicht et Wellt, aut der Perspektiye. eiliiis spateren, glücklicheren JaHrtautendä Unter Zeit* Öfter zu. schildern. So wiM .dieses Budb, reich an anö«ordenüichchr, - chschüttexn^ den Schicksalen npd - hsrschadernsvert. durch seine- Arvüartige .Objektivität, ra:;;6!Ä:o &se r ' zIiJä o man PAUL 280MM / BERLIN MMDSdischrr Wm«m. O. KentzeS: Jiidels erste Wandlung (aps dem Ungarischen übertragen von'Jgkob schutzz). Verlag -HchM' u. Äplimwinn, Wien. Ins Tokajer.GM«t, wo die Msngutsh^rren Hausen' und di« Bauern eine Art Urzeitloöi!n-fKhren> in die Z^it,/ wo der jüdische Dorfgchör. mit der Ämg-rlpfeife die qüdlosen Straßen durchwanderte,' führt/btt Roma» «ines in Ungarn hochgsschätzten. - SchriftsteÜeM und Ppblizisten <8. F e n y 'e s,' den Jaköb Krau dem deuMleseiidSN/ Publikum zu Da stk .übertragen hat: Da^Buch vdN/„Züdels erster Wandlung^ ist der Anfang tziNer Trilogie, ttt1 der der Autor drei Inkarnationen der jüdischen •Seefe wieder« HgWH. versucht. Die erste'Inkarnation, der erste „Mgirl" Jüdeis ist das Lirben eineS Bdttt» Md Mutterlosen', zugleich aber das Leben des Judöst/ dtt durch seinen Gott den Sistn der Welt sucht, der allem Geschshen gegenüber mit fich selbst im (Streife?ticgt urib damit nie zu Rate kommt. ' / / '' - // Der Autor Hot' den Rvmsü als einen autMograMichen bezeichnet, mit dieser Autobiographie ist aber änch eine sehr stark tendenziös gefärbte jüdische Philosophie vetbrrndon. Diese beiden Elemente des Romans verbinden sich nicht immer harmonisch miteinander, Und! gär niaU-' ches Symbol, mit dem dieses Buch arbeitet, stammt aus zweiter und dritter Hand; echt und ursprünglich aber ist dqcin .die Liebe zur Landschaft und die Liebe zur! kleinen Kreatur, auch zu jener keinen' jüdischen Kreatur, hie in jenem .Tokajer Gebiet zu finden war und irgendwie zu dieser . Landschaft - gehörte. An diesen Stellen unMittelbättr und nUßpekulativer Anteilnahme ist der Rmnjan Än /stärksten.Port erweckt er die echte. LescrteilnahMe; Menth •: gutes Buch immer wieder 'hervorbringt.' DeshM./känn man Fenyes' Buch mehrmals lesen. A 'G. Fried. . . ' H. G- Wells' großer Zeitroman. „D e r. D ra u m" > ist foeSen in einer Erstauffage von 20.000 Exerftp^est im , Lenäg Paul Zfolnäy heränSgekommen. Dieser. RpmÄn diS welchekannten Romancters, ..der mit seiner,"auchin' ünsereÄ Blakte,/ eingehend gewürdigten „Geschichte unserer ' WeM große Erfolge erzielt hat, dürfte die! litemrische Sensation.. des' Frühjahrs werden. ' . . . ' . Dlstattt «nd Gladltone betttett sich ein Buch, das der Äarlaä für Kultur-Politik, Berlin, soeben btrrgusgebvüht:' hat. Sein Autor, Dr. E. Some.rvellS. Mkdett-dannden. Lebensroman zweier ganz Großer. und. Artste.rblich'er, Volk Humor, Spannung und Feinheit. Zwei Genies, aventeuttlich in ihrem Aufftieg, faszinierend, nicht My als starke ' Männer, sondern auch als Dichter, als verWhnte' Lieb»' ltnae .und äls Vertraute der Königin Viktoriar! -. . ' berühmte Propyläen-Goeche-Ausgab«, vom Georg? Müllep-Verlag, München, begründet mch 'dann vom Pr»» PWen-Berlag Berlin übernommen,' erscheint mit dem föcfett .* FeMttvangers „Kid Süß" ist üach seinern-groKen deüt- Uew. Erfow ein Weltersolg gewvxden. Die. eftglM-äErf» - fa»Me .. Pusgaoe. wurde .von - Publikum und < Presst.-:bsgeistert austzenommen, ebenso die ungarische;. eiste! Mlststdische und schwedische stehen bevor. . r ^.^Eine rünstlerische Peflmh-Ha«adah. Im Berlog.,Lalkut7. Berlin, ist eme neue yaggadah für das -PasiaW-st erschienen; die, mit Strichzeichnungen. Hon-Htto..Ga?Äm a-r geschmückt ist. In der dom gleichen Verlag tzrrhusgeachenen hebräischen Tasthenbibliothek 'werden vier neue Bändchen angekündigt, und-zwar: Behinathowm^Meffrsaty. Peschanm, Schemonah Perakim, Miwhar tzapetzinim. .. < BÜCHEREINLAUF, "S»>'FEstystS: „Jüdels erste Wandlung!" lRuttan, mK . demrvngaristl)en übersetzt von Jakob Kraufz!) Verwa Mm «. . Goltzmann, Wien, t Bez. - .- f ,,: ■;.- . •; .(qnaeordnet und ittastttert von Ottp/,Gttsmar). Verlag ,^Jalttkt",. .Bexlin-E^MtchMAtz. , WrklS: „Der Traum". (Roman.) BeMV/Wnl!. . ÄMnay, Wien. ' .^Oas.deutsche Gesicht?, 1. Jahrgang, 1. HM Viertel-' r Eu - - - Leipzig, . . .. _ Georg H- Mahiow: Neue Wege durch die griechisch Sprach« und Dichtung. Verlag Walter de Gnrvter u. W BetM Und Leipzig. Russen Tolstoi Dostojewski |<!!it(|l.heitf Knahenjahr^ Jugepdreit Ein Werdender, Roman iii 2 Bänden! Krieg und Frieden; Rdnaan in 4 Bälden : Dämonen, Roman in 2 Bänden Anna Karenfna, Romiri in 2 Bänden Der ldiot, Roman m 2 BHndcn Auferstehung, R^mäh 1 fand Aufzeichnungen aus einem Toten- Dei’ Dboffwl, ’ Der Ttpinwfndmesser^; r hatise Chadschi-Murat, Eraäjilungen Erniedrigte und Beleidigte, RomanTn Volkserzählyngon, Dramen I Rand aerrilrke v»i>rl«»c>Ulise «u r««>rt«r eeraomunü ,« »mem»«»««, PlStl -^ai $SMfii if Mita MltncMrii ä Schilling $ ni|i bei BudaHafenalliinsS R. EHwii. Wl«ai I.» ^.Ätzntur'MssIt'stSs 3L.