Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1927-02-20 · Heft 2867 (20.2.1927) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2867 (20.2.1927)
Date
1927-02-20
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
79% known words query
IRI
…/2979076-2981905-2981955--29155-3017257
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

a*>. Aedryar 198T mu s .. Dr<«« MorgrODttADS M» mgsff - ÄWi' Sühne und Kunst. Salat Fach« Warle«. Schmerzlos und plötzlich ist Pöstttn R o b^e r t Fuchs si est o r b e n, vier Tage nach der Feier seines, achtzigsten GchUrtStages, und Wien hat die Genugtuung, den großen Mitbürger noch z« Lebzeiten herzlich und würdig gefeiert zu haben. Er wohnte noch Freitag abends-dem ihm zu. Ehren veranstalteten Festkonzerte dK Wiener Frauenorchist«pS bei,'das. sich näch/AltffShruNgseiner E-Dnr-^Symphonte M _eintr leidenschastlschen Ovation ' für den greifen TonMchter gestaltete. Die stummen Grüße, die der Meister aus der Loge dem Publikum zuwinkte, waren feine Abschiedsgrüße von der Welt. Ms'er gestern, einige Minuten nach 10 Uhr vormittags; mit einem seiner Schüler übsr.die .Wiedenpr Hanptstrqße ging, sank er dem Begleiter Plötzlich in die Arme und rvar wenige Minuten später leblos. Der Tod dürste durch Herzschlag erfolgt fein. .QttnfcatK." Aademie-Theacher. Tote Franzosen sind meistens noch iminer Fiel lebendiger und lustiger, als so manche Vertreter zeitgenössischen Humors. Darum sind solche- Ausgrabungen wie „Cyprierme" dank^rre Aufgaben., Wischt man den Staub von Sardüus Komödie, übersieht man die Technik der Requisiten und Monologe, bleibt noch immer: glänzende Situationen und ein sprudelnder Dialog, kurz: ein anmutiges Lustspiel. Wenndie vön der allgemeinen Scheidungsgr.chpe, erfaßte Cyprienne ^angesichts eines . jugendlichen Eintänzers von ihrem Manne wegstrebt, um' ihm, je größer-die äußere Distgnz,zu sein-scheint, desto mehr wieder näher zu. kommen/und zum Schluffe im Separee vom Gatten dem Lebejüngljng wieder den-Laufpaß geben läßt, so/geschieht .dies alles wirklich sehr amüsant und findet auch heute noch volles-Verständni-s. - Das. Burgtheater stellt hiezu ein flottes Ensemble, da^ die. Komödie „neu emstüdiert" hat und den Dialog slchsig unreibungslos, aber auf kaltem Wege präsentiert. Erquickendere Töne fand dafür Frau Maria Mayen, die/der HaGtffguy schalkhafte Grazie verlich. Herr HInnings war ein sehr, korrekter Lehrmeister seiner Frau, Herr Mustsi gab den,„Salonlöwen" gut parodistisch, Hausse r m a n n'einen Separeekellner sehr witzig.. Tsie^onstige Umwelt Ihpriepnes fiel etwas matt-aus. Wtzr PHüDördou erwies sich als mnyerwüstlich und siebte 0M'-. bei iki mitunter * etwas zu Akademischen Därstellüng/y »I« SchauftüÄrr und die Nollr? ' .ReaeMw-rBüh«.. : Sie Schauspielerin Grit Reddy und der LüstHneld.ichter Sascha Beseo/ der iri seirckn Lustspielen selbst' schaüspielert, häbm sich zur gemeinsamen Fruktifizierung ihrer Künste verehelicht. Der Mann scheibt'Rollen für die Frau und die Frau verhilft seinen.Stücken zum Erfolg. Dieser hat'in der letzten Zeit stark nachgelassen. Die Schauspielerin gibt den Stücken ihres Mannes, der Mann der sinkenden Zugkraft der Schauspielerin'die Schuld, .mit'.einem Wort', es ist alles qusgeleiert: die Stucke, die.Schauspielerin, der Mann, die Frau, die Ehe. Die Schauspielerin' sucht einen neuen Autor, 'ihr Mann eine' zugkräftige Schauspielerin. Sie findet einen /keuschen. Jüngling,. er eine weniger keusche kleine. Polin. Aber der neue Autor versagt, die neue Schauspielerin' ebenfalls.-So bleibt dem ' Ehepaar nichts übrig, als . sich zur Herbeiführung eines neuen ErfolgesMederzusammdnzutün. Er stellt, sich pünktlich ein und, um ihn auch für die' Zukunft zu sichern, boschließen die Ehegatten, sich Kompagnons zu nehmen: der Mann einen Mitautor, der der Frau , gefällt, und die Frati eine Gestensplekerin, die dem Mann gefällt. Natürlich sind's die Ersatzleute aus den: Streitintermezzo. Das Viereck ist fertig, und über drei lange, lange Akte senkt sich der Vorhang; y- , * '/• Also ein Kulissenstssck, nicht neu, verschärft bloß dadurch, daß es ein potenziertes Kuliffenstück ist. Sein Autor Wilhelm L i ch t e n b e r g erzählt Kuliffengeschichten von Sascha Guitry und Wonne Printemps, vermengt mit einem ähnlichen Wiener Fall, ist, weiß Gott, nicht'allzu diskret und befaßt sich durch hrxi Äste mit der nicht allzu neuen.Feststellung, daß man' bei einem Schauspieler, in Sonderheit aber bei einer' Schauspielerin, nie wissen kan'q, was Spiel und was'Wahrheit'ist. Darüber werden unzählige, ebenfalls nicht immer neue Bonmots, Aphorismen und Geistreichefeien gesprochen und der Endeffekt, ist -7physisches Unbehagen. Man sollte, bringt.man das Theater aufs Theater, nicht allzu indiskret wahrheitslje- Sentz fein. Die Aygelegttcheit von der Schauspielerin und ihrer' Rolle gab einer Schauspielerin (eineRolle, die bisher — mit einer nicht sehr tauglichen Ausnahme — stets auf der OperettenbÜhne stand. Es ist Mizzi Güntherdie, abgesehen von einer nicht allzu hohen Sprachkultur, sich mit den Grundelementen ihres echten Talents, der Liebenswüpdigkeit und J^ihheij-auch auf «detz-Sprechbühne einen Ersylg erspielte. Ihr Partner war Franz S ch ar.w e n k a; er Mtsebiglö sich seiner Aufgabe mit kühl-steifer Eleganz. Aq Mve Polin war. Magda Garden; sie ist verliebt in chchn degagierten Humox, Dnenr. neuen Mayr;, Hizpt Dtzehn, der den keuschen Lustspiefdichter gab, traut man 'höchstens deutsche LtkWirle zu. Sonst lief Mareel Bena r.d in einer Poiret-Maske herum, eigentlich ohne Anlaß, und Ernst Wurms er war ein Mohr aus Lerchenftsd. Es gab viel freundschaftlichen Beifall. G. S. Welch amüsantes Wiedersehen mit einem musikalischen Vaudeville aus einer Zeit, da die Textdichter noch witzig wprenünddie Komponisten noch Einfälle hatten. Meilhac vnd Mlllaud besagen Charmeund Esprit und jene duftige Lustigkeit, die jedes Gemüt mit Lavendelgeruch erMt üflv die man nicht mit einem obgefchmattt^n Thaddüdittum üllsstaffieren NAß. Und aüch'des Komponisten tzerve Musik braucht nicht mit Finalgeräusch aufzudrahn, um zu wirken. Der Oberregisseur G u t r m a n n arbeitejde - ün-.^Sttl.der Heift ließ keine Aktualisierung,zu, und ^o-rkam ein. reizenderMsnb züftän dtz, ' voller OärMe uüd Gemütlichkeit. yv : ■ ’ , Frau Kar ta usch konnte all ihre Schalkhaftigkeit spielen laffen, die Drolerj-e ihrerAügen und Beine, die unnachahmlich/ist/ Und Da ü t e'n h a y n brilliert nach 'Hanger Zeit Wiedör in einer Rolle,.. Oe ihm Gelegenheit gibt, Komisches in ^rtester Andeutung außzudrücken, jene heute so seltrngewordeste rührende Verlegenheit zu spieen, in der stz-WjsterM/>'Egger, Flemmingi/UNd Beraum in! -einer/ gelungenen Charge ersreuten/Äug und Ohr. Eappellmeister Holzer schwang lyrisch seinen Ditigentknstab.H Mes - zusammen eine Erholung/Nach so 'ylelcn Tingeltangeloperetten - und ein Erfolg, Mmsiche Heitevk^it Und srphes/Genießen. Es ging auch ohne die lang^/Liste der Lieferanten, die sonst aus den Theaterzetteln -stehen./ , o. r. /' / KonWe. Einen in Wien noch'unbekannten . S.tr awiusky, „die Serenade" für Klavier, brachte die Pariser Pianistin Marguerita Morgan all einem Abend des „Vereines für neue Musiki zum Bortrage. Es ist-ein Klavierstück voll polyphoner Härten, witzig ünd doch. trocken,, .dessen Struktur sich'beim ersten Höven kaum offenbiar't. Die Technik ist/nicht leicht,, hie Mimmung durchaus nicht screnadenhaft/der..Mil,schp>ankt wie schon in Strawinskys KlaDierkonzer!Mh,,,-SpMte^MiMM.'He.üte' und der. vorbachischen Zeit. Im gleichonKonzert. .spielte Stefan F r e n k el. ganz. samvZ ßine/srisch drauftlos musizierende Splo-Violrnsonate uom-Wilipp/J a r n.ach, welche dem Hrrtuoseny rne^anwäryHufEsiLk bietet. EiÄneLM K-apellHÄstetz/' noch - dazu ein -weiblicher, st?W'/sich mft MMrt-, HprregMr. unt» - > Tschäikchvsky ,im pöÄÄÄSiftlällii Freude, werm auch rncht mit männlicher Energie. Mir ihren weichen Bewegungon Und der Weiblich'.'n/. Anmuf ihrer Einsätze ift'.p-e. . mt - Xgr t erie / maridant, aber sicher ist -sie/dle-MeS'^aUMendig dirigiert, eine gewiffenhäfte. tüchtigtz MpsÄerin.' ' Eine OüeM der Freüde - für hie! ZiHrer und fast npch mehr -für - 'dir- Mtttvkik'öfiden, ->'ist - /unKsr wieder - das Verdi - R e q u i'e m, die wundervollen/ dem lieben Götte gechidmete Oper. In der letztem von Rudolf N i l i u s mit wärmer - Hingabe geleiteten Aufführung stellte die „Oratorien-Bereinigung".. dep Hhor / bei, die Damen Fu ch s - Fa yer/ und/ B Pasi li d es, /bte / .Herren Marion- und •"Rqrb.rrt 'wovon die . begeisterten Solisten, welche Pch zu ei,yem gutabgestnnMten Sologuartett vereinigten. .V y " - > «ns de« Meatek«, / ,/ vT Bürgt h e-a t.c r. Morgen, |4Ö.. Uhr, H chs.ad t a-- s e n a". (Dheateraemeinde Sorre F.) AkademietheatMorgen, y28 Uhr, „Frau S ui in er". (Abonnement. 6.- .Gruppe). Theater an d er Ä i e n. Zugunsten der Notleidenden Schülerlade der. Bundetzreälschule im 15. Wiener GeMindebezi« findet Samstag, düi'6. llllärz, nächmittägs 8 Uhr, e.lnie Festvorstellung von „Der Zigeunerbaron" unter - Miltrörkung der Kammersängerinnen Wanoa Achsel-Clemens, Karcha I o v a n o v i c. Hermine K i t 111 fokvie des Kaynnersänger's Hubert L eu e-r statt: y. , -- - . Büvgertheätsr. Donnerstag ErstaufW'rüng der neueinstüdierten Revue-Operette „Journal der Li e b e" von Karl Farkas und Ficitz G r ü n B a u m, Musik von Dr. - Egon Neu mann. Johann-Strauß-Theater. Freitag Erstausführung der Operette „Glück i.U der Liebe" von:Michael Kräüsz. Der Kopipönist wird -die. Zwischenspiele dirigieren. D H e a t e r i n. d e r I h s e f. st a d t. Infolge. Bcurlauhung der Herren.R a m a n o w s k y und' R o m b e r g wird „D e st e rreichi scheKomö di e 'vue noch heute'undMittwoch, „Bittoria" nur noch Montag, Freitag und Sonntag nachmittags * aufgeführt. Sonytag, den 27. d. M.. vormittags 11 Uhr, gelangt als erste Veranstaltung des „T h e a t e i b e S Neuen" Franz Theodor.C so r or s „Gl un b'e d e s'Ab st erben s" zur Uraufft'rhrung. T Die niichsten Novftätru des B»rstheäterS. Im Burgtheäter.. findet Samstag/ den 26. h. W.;; .die. erste Aufführung twn „Z u - eben/ r Er de u.yd er ster Sio ck" von Restroh, Musik < von Julius'Bittner. statt. -7- Im Mademietheater gelangt Montag. der: 21. d. M., anläßlich des 60. Geburtstages Karl Schyn-' herrs „Frau Suittner" zur Aufführung. Die nächste- Novität"ist"die Tragödie „Liebe" von Anton Wttdgans. -— Im Burgtheater sticket zugunsten des Humanitären Hilfsfonds r qm 4. März eine .Veranstaltung uwter dem Titel „Fasching; jm Burgtheäter" M.-: ... v .. - - vereine, Lortrikae «»d »ersammlm»««. Zipttistifche BezittSsektion, Aiouimsche FrauengkUPPe Mlings Montch. y39 Uhr abenpS. Case Döhlingerhof. iV.Be'z.. Pittrothstraße 40. Vortra.i Gemeinderat Dr. Leopold Plaschte s: „Das j üd i sche- M i.y 0r itäten p r 0bl em" — Wiener Bet.Hamidrasch. 2. Bez., Tempetzasse 3. Morgen. 3 Uhr, Lektor Dr. <3. N ub-i n: „Der Gott der Gnade." 6önn* tag/5 Uhr. Lektor Dr. S. Gelbbausr „Mechilta." 6 Uhr Latoie Dr. S. Rubm: Midrasch, nach den Oüellen erläutert und interpretiert. Asnistifche BeztMektivn Jnnere Studt. Dienstag. den 22. d. M., l/zü' Uhr abends, im Klubsaal des Cafe Häbsburg. 1. Bez.. Rotenturmsträße 24, 1. Stock (Hotelem« gchg Adlergaffe), Votträg ,des W-nDr Leo Gold Hammer: „KolonrsattsnSproblemL.. — HUachduth. Jugend, 2. Bez.. Glockengüsse 30. Morgen. %8 Uhr abends, findet das Seimnar für Mische Literatur von Dr. Z. Z. FiE« -'steM statt: An-flys DnM und Sie goldene Kejt VM Perez. Wiener '■ Juristische Gesellschaft. Mittwoch, den 23. d.^M., yst llhr abends, im Hsrsaal 33 der Wiener Universität Vortrag Dr. Rudolf Schuster, Präsides des ungarischen Patentiobkraerichtes/Bitdapest: „Ueber die Mörm.des ungattsche» bürgerlichen Rechtes, insbesondere' des Sachenünd Obligationetv' rechtes." Vortrag Alice Schülek. Alice Schale!, wird Sonntag, den 27. d. M.. abends '/r8.Mr,.tn per. Urania einen Lichwlldervortrag über ihre letzte Mittelmeerreise halten, der mtt eigenen farbigen Bildern aus Griechenland, Konstaniinopel, RhoduS und Balona illustriert sein wird. ' - Jüdisches Zentrum der Sozialen Hilfsgememschast Anitta Müller, 2. Bez., Untere Äugartenstraße 36. Heute, fA5 Uhr nachuilt't'ägs, 6 „M8Mr D'ichter-Nächmittäg"' mit foltzendem Programm: EimeiteM Worte: Dr.: Martha Hofmanni über Ch. N. Bialik spricht Dr. Ernst Müller» aus dett.Dich--, tungen Bialiks liest Esti.Freud--Drucker; Gesang: Hannah S ch 'w a r z (BoÜSoper). Montag, . 1^5 Uhr nachmittags,. 2. Kittder-LlchtLWer-Rachmrttäg. Fortsetzung des 1. Bortrages „MSscheh- - Rabenu": SiStzfriob Abeks; - Vorlesungen: Sabine Abeles/Musik,, Scherzmärchen. . >: . .Wische BoÜSMliother „Ziqu^ 2. Bez./GloSozrgasfe.W: In Mter Zeit wurden neue Bücher , erworben. . .sWiliqthcks^ stunden' sowie EinschreivüNgen.-Montag, Dienstag, 'Mittwüch, Donnerstag von bis V^9 Uhr abends und Sonntag-von 11 biS >/z12'Uhr vormittags. - - > Internationaler Verband der Fachpresse, Sektion Ocfte** reich. Am 10. d. M. fand die Gründungsversamtylung-. des Berbmrdes statt, in welcher.die Gründung beschlossen , und. nachstehende .Funktionäre -gewählt wurdest:" Prästdent HöMMN Singer. Vizepräsidenten Dr. Hans Heger und-Minrich Schwarz. Vorstandsmitglieder: Berthold Erb, 'Kümm.-Rat Oskar Fischer,- C. I. Pappenheim, Ludwig Weiß, Ignaz Töüger-und -Jsmene Kvispranic. Revisoren: -Artur.. Grün, - Detha Steiper.. Schiod.s/ rrchEer:..Redakteur Fritz:Porges, .Komm.-Rat.Kraus, Direktor Schwoner und Dr. Lädmm. Der Zweck des Verbeutde's, welcher, der' „'Federation'International de la Presse Technique" .änge- ' hört,'-ist die Vere-inigung der'fachlichen Presse bchnfsvWahrrmg^ der gemeinsamen geistigen und wirtschaftlichen Standesintereffen und die Förderung der..internationalen,Verbindungen ICrV*' HMti. Ler z«s«M«eybr»ch des eotltfieont*. Frau Direktor Eibenschütz haftet für die rückständigen Gagen.! .Gestern kam. -«nach -Mehnfachen^ Vertagungen^ stör - he-m .-M: i werbegorichtlichen. Me^stfungSsenK /des .ZiviIAndesgsr,i'chtes.-;>untex ^WNsitz/des- V^seP-EiP^vtiM -,D.r.7.H"a -lung.'-üh'e-k diei Klage zUm^Wsschftrtz,.Mlche-^-;'-WvstlL«ssche.' '-und-tlWry'Me -Personal des.-.C-axliheaterS,-, insgesamt 11S.»'Per// 5sonen,-gegen die .frühere Direktorin .der Bühne, Frau Dora. E ich. t n f ch ü tz wegen vor'zelüger Auflösung des Dlenftiver- HSLrnisseS- und Zahlung der. Mferttgunge-n in der Höhe von- .1 M i l l i a c d e angestrengt/hatte, Das Gerverbegericht. hatte- -dem Grunde nach diese-n Klagen statisgogeben.- Rach-. Einvernahme des PrÄsiL'enwn Stärk vom Bühnenverein/-des Prä- 1'identen H a s e l b r -u, tt n e r vom Muistkerver-Land und des - Schauspielers 'Luis Ekeu ma n n -sowie/der 'Frau E j -b. e ft»: schütz rrmrde die Berufung abgewi-e-sen -und -das erst-.. richterliche Urteil ibestati.gt. . - 7 In -der Begründung wurde au-sgeführt,-daß 'die von -ÜtV' '.Beklagten behauptete - A rb e i tsgemei n'scha f t ..st«-'ch, p e n Z^ug ena u s-sagen -nicht.besta nde n habe', - sondern, daß Frau Eitenschütz als Inhaberin der Konzession-den- Betrieb geführt -habe und deshalb für die rückstastdigen Gagen hafte. Die -Höhe und zeitliche Dauer der'Haftung bleibt der' Entscheidung der ersten Instanz Vorbehalten.' ' ' Moöchwiugvekbkaunt. Die Ünterschl«rgungen einer Postücamttn. j Vor einem 'Schoffensenat-^«S-Wr.-Metistädter KreiSgerich.'- feS hatte sich die ZSjährtge Postexpedientm. Helen« R ö nt e-b au<S'Frohnsdorf wegen des Verbrechens der Amisve r-u 11* t re u ung zu verantworte.^ Die Römer, war söhon seit Iah-- ijrett bei dem genannten Postamt als Expedientin a ng esteilt > iund -bezog als,.solche anfängliche^70, später 85 'und zutetzt'160.S.--' mo-natliches Eirckommen.- Ihr war nebst allen anderen. Agey» .den auch die ganze Geldgebarung gnvertraut und so war es kein Wunder, daß auch einmal ein Malheur paffiert-e. Sie er-. iHielt Teinen Wdrt'bxiof mit 3000.S. Inhalt und -warf'durch, ein .- Ersehen, den Brief mit dam' Geld .in -den ib r cn.it e.-n de n O se n. Aus Angstt ihre Exist-euz zu-verlieren, machte die Otö-/' mer niemgn» daivstn Mitteilung, sondern' -begann 'täglich die - größere^ mtttels ErMschein e-ingezahlten Beträge #ii befzau* bieten. Als die Sache auskam, 'stellte die Postdirektion fest». daß die Römer insgesamt 0070.- S. u n te r s ch l 4 g e n :hattze/-' von düintzn sie 1000 S. .für ihre Person: verlvendet.hat. Die .Angeklagte war früher Ergieherin und hat ein neunjährige? MStichen^ welches in eMem Institut in der Nähe von Graz untergebracht ist, dem sie von ihxem kärglichen. LAn. moqat. sich. Sy . S. . zum LeVenSünierhalt' beistellenmüßte./Die./Pgst- . beamtin, e-ine s ch w e r e Mo r p h i n i st/ n-,- wurde, duxch.ihre; Machten-.finanziellen' DerhMlliffe urrd durch den UnMckSsäll' mit den?3Ö00 -S^ auf die schiefe Bahn stedkängt. Sie legte'.'ein. vemnütiges Geständnis-ab, konyt»- aber, nicht angeben, 'maf.-' mit tem Rest der Schadensspnune geschehen sei. Der.GeuchtS- Hof varnrteilte die.Ängekläg'te'y'nter Einrechnnng der Unter-. st'chütttzShaft zu einer s i e b e n m 0 n a t i g e n K e r k e r - - strafe, verschärf: in:rch einen Fasttag rnonaN'iel'. Die Römer nah«: das milde Urteil -dankend an

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.