Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2865 (18.2.1927)
- Date
- 1927-02-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 0866 M«. Freitag IS. Februar ISSk GM« S Wierrer Morgarrzettrm- Frau Sroiaverklt im gaqMeaWal. Frau Nelly GrofaveSe«, die sich im Jnquisiten- »pital deS Landesgerichtes befindet, konnte bereits gestern für einige Stunden das Bett verlassen und durch den Untersuchungsrichter OLGR. Dr. Katlein einem Verhör unterzogen werden, über dessen Inhalt und Ergebnis aus prozessualen Gründen nichts verlautbart werden darf. Nach dem Verhör wurde Frau Grvsaveseu roieder zu Bett gebracht, wo sie M vor sich hinzuweimn öegann. Ae Lelchenseler. Die Staatsoper teilt uns über die LeichenfeiertichkeU Grosavescus mit: Der Leichnam wird morgen um 4 Uhr nachmittags in der Kapelle des gerichtlichmedizinischen Institutes, S., Sensengasse 2, eingesegnet u,ü von dort nach Beendigung der Trau^rfeier zum f stbahnhofe überführt werdm, da der Verblichene dann cher Budapest, Arad und Temcsvar nach seinem Heimarsorte LugoS überführt wird. Dortselbst findet die Beisetzung Montag, den 21. d. M., in der Familiengruft statt. M Scheio«agspro;eß Sffmdowkki«. Der berühmte Reisefchri>tstel,«r Ferdiumrd Osfenoowskt, dessen Buch „Tiere, Menschen und Götter" soviel Aussehen erregt hat, ist seit einigen Monaten von seiner Frau geschieden und hat sich kürzlich wiederverehelicht. Wie der „Oesterreichi>sche Pressedienst" aus Warschau meldet, hat nun die er,re Frau ihn wegen Nichtzahlung der Alimente geklagt. Das Gericht hat seinerzeit 300 Zloty als monatliche Quote, festgesetzt, doch hat Ossendowski diesen Betrag nur ein paarmal, unregelmäßig und gemindert gezahlt. — Astern fand nun vor einem Senat des Landgerichtes für Warschau eine Tagsatzung statt, zu der sonwhl Professor Ossendowski als auch seine' erste Frau Anna, die jetzt ihren Mädchennamen Bogolubska trägt, persönlich erschienen firtb. Die Verhandlung gestaltete sich zu einer gesellschaftlichen Sensation Das Gerichtspräsidium hatte Eintrittskarten ausgegeben, und schon am frühen Morgen sammelten sich Hunderte Neugierige vor dem Gerichtsgebäude. Frau Ossendowski-Bogolnbska hatte bereits im Jahre 1923 beim griechisch-katholischen Konsistorium ein Gesuch um Trennung ihrer Ehe aus Alleinverschulden ihres Gatten eingereW, da dieser _ sie betrüge. Sie hat dann einen Beweis erbracht, daß Ossendowski wiederholt Ehebrüche begangen hatte, und die Ehe wurde getrennt und später gerichtlich geschieden. Nun begehrte die Frau die Nachzahlung der Alimente sowie Erhöhung des Betrages auf 660 Zloty (etwa 600 Schilling) pro. Monat. Ihr Rechtssreund legte dem Gerichte verschiedene Dokumente vor, aus denen hervorging, daß Ossendowski rund 2000 Dollar monatlich verdiene und ein überaus luxuriöses Leben führe. Auf Anregung des Richters kam ein Vergleich zustande, wonach Ossendowski sich verpflichtete, seiner geschiedenen Frau von nun an 50 Dollar monatlich zu bezahlen. Die Verhandlung gestaltete sich sehr dramatisch, da Frau Osseridowfli wiederholt in Tränen ausbrach. Das Publikum nahm mehrmals Stellung gegen Ossendowski, was der, Gerichtsvorsitzende streng rügte. Irr Stuft des Feuerfreist». Bor dem Variete-Schiedsgericht in Berlin erschien ms Kläger ein Neger. Dieser Neger hatte in einem Kabarett in einer Provinzsta-dt ein Engagement erhalten. Für eine verhältnismäßig geringe Gage in bar verpflichtete. er sich, täglich zweimal Feuer zu fressen vor den Augen des Publikums, um den Leuten so angenehmes Gruseln zu verursachen. Außer der Barvergütung hatte er sich v o l lständige Verpflegung und freie Wohnung ausbedungen. Der Direktor des-Kabaretts war damit einverstanden. Vom Trinken hatte keiner der Kontrahenten bei Vertragsabschluß etwas erwähnt. Als der Vertrag nun erfüllt wurde, stellte sich heraus, daß der Neger einen ganz unheiinlichen Durst entwickelte. Zn jeder Tages- und Nachtzeit hatte er Durst, und da er vertraglich vollständige Verpflegtmg — wozu er das Löschen seines Durstes rechnete — zu verlangen hatte, machte er auch keinerlei Versuche, seinen Durst zu untevdrücken. Er trank nicht etivaSeltevwasier oder Limonade, nein, er trank nur Feuerwasser, zu deutsch „Kognak". Als der VertragSmonat herum war. zog der Direktor von der Gag« kurzerhand einen Betrag für Getränke ab. Hiemit war aber der Neger nicht einverstanden, und so kam die . Angelegenheit vor das Variete-Schiedsgericht. Der beklagte Direktor wandte ein, daß bei voller Verpflegung doch nur der „Normaldurst" mit berücksichtigt werden könne. Der Neger war aber anderer Ansicht. Nach seiner Auffassung kam der „Normaldurst" für ihn überhaupt nicht in Frage. Er war ja auch kein Normalmensch, sondern ein Feuerfresier. Und diese Tätigkeit verursachte eben jenen großen Durst, den er nur mit Feuer- Wasser löschen konnte. Die Richter bemühten sich, diesen sonderbaren Streitfall durch einen Vergleich aus der Welt zu schaffen. Ihre Bemühungen waren auch mit Erfolg gekrönt, und so wurden sie der undankbaren Aufgabe enthoben, ein Urteil über dm großen Durst zu fällen. Neu eintretettde Abonnenten erhalten dir bisher erschienenen FortsetzunM unseres Romans „Jude ans Kreuz" kostenlos nachgeliefert, ll« vas etfttimnis »er genfett, Das Problem des Lensetts bMästigt heute Amerika sehe. Für die Amerikaner ist daS Leben etwas Nebenfäch- Äches geworden. Den Tod konnten sie aber noch nicht systematisieren. Also interessiert sie der Tod. Sutton Dane, der mit einem fo kindlichen Schauspiel, „Ueberfahrt", in der ganzen Welt, besonders aber in der englisch-sprechenden, so viel Erfolg gehabt hat, ist ein Beispiel für die amerikanische Auffassung und für das amerikanische Suchen. Aber Sutton Bane doziert schließlich auch nur eine Idee, eine Theorie,- die er bis zu einem gewissen Grade selbst erfunden hat, vis zu einem gewissen Grade aus anderen Theorien zusammenschrieb. Darum hat er auch eine Anzahl von Medizinalstudenten in den Bereinigten Staaten mit seiner Schiffahrtslösung nicht befriedigt. Den menschlichen Körper kennen diese jungen Herren zur Genüge aus ihren Studien. Für sie bietet er nichts Interessantes mehr. Leben löst sich in chemische Formeln auf. Aber der Tod? Die Seele- Da liegt der Hase im Pfeffer! Da mutz inan einmal ameriVanlsich energisch dahinter gehen. So beschlossen diese jungen Wissensgierigen, die Theorien beiseite zu lassen und dafür zu handeln. Als Erster stellte sich der zwanzigjährige Noe zur Verfügung. Er wollte in Uebereinstimmung mit seinen Freunden sich an einem gewissen Tage daS Leben nehmen, um zu erfahren, wie es jenseits der dunklen ©dywelte aussehe. Er hätte das allerdings bet einem natürlichen Tode immer noch früh genug erfahren können, denken vernünftige Leute, denn um die D.lMrlle herum kommt er ja auf keinen Fall. Aber Noe wollte eben sich sofort nach dem Tode mit seinen Kameraden in Verbindung setzen. So erschoß er sich wirklich an einem heiterhellen Nachmittag daheim in seiner Studierstube. Er hlntertteß einen Zettel, auf welchem er einfach begründete, daß ihn das Jenseits mehr interessiere als das Leben, daß er de^htlb von der Bühne der täglichen Ereignisse abtrete. Ferner schrieb er seinem Intimus Norton: Ich gehe nun, wie abgemacht. Aber sei bereit. Ich werde Dir ein«» Nachricht aus jener unbekannten Welt zukommen lassen. Pitz auf! Auch werde ich Dich voraussichtlich am nächsten Montag um Mittag auffuchen, sicher aber am nächsten Freitag. Ob Noe je etwas von sich hören ließ, ob er je zu Besuch aus dem Jenseits zu Norton zurückgekehrt ist, darüber schweigt die Geschichte wohlweislich. Dafür wird gemeldet, daß sich die Eltern dieser eigenartigen Sprößlinge mit Energie dahinter gemacht haben, ihren Kindern das Problem und diese doch etwas düstere Spielerei mit den» Tode aus dem Kopfe zu treiben. Ob sie es erreicht haben, wird allerdings wiederum nicht berichtet. Echt amerikanisch bleibt die Geschichte! RikokdeingSnge der Keren Hafeffod im Fiknner. Wie der Zion. Korr, aus Jerusalem belsgraphiert wird, hatte der K.'ren Hajessad auch im Jänner ein e R eko r de i n n a h me zu verzeichnen. Es sind in diesem Monat beim Hauipchurcau in Jerusalem 57.708 Psiund eingc-ganigen, gegenüber nur 33.031 Pfund im Jänner 1926. J,m Verhältnis S''.m durchschnittlichen Jännerein-gartg der letz en Jcchve ist eine Steigerung von über 50% zu verzeichnen. Wicn, 18. Februar. Das Wetter. Gestern fetzt« unvermittelt ein heftiger Sturm ein, der in der Scadt einigen Sachschaden anrich.cre. Di« Feuerwehr mußt« sogar auf dem Kvoenzl intervenieren, wo e'.n c.wa sechs Meter hoher Blechrauchfang im dortigen Hole! herabzustürzen drohte. Aibends setzte ein leichter Regen ein. Die Vorhersage laurot: Trüb, abnehmende Temperatur, lebhafte Winde wahrscheinlich Nrev«rschläge. Elektrischer Betrieb Feldkirch—-Bregenz. Gestern wurde der elektrische Betrieb auf der Strecke Feldkirch—Bregenz eröffnet. Dieses Ereignis bat insofern« besondere Bedeutung, als nunmehr auch die Elektrisierung der Borar derger BundeSbahnlmten plangemäß beendet rst und die Hauptstädte der Bundesländer Tirol und Vorarlberg durch den elektrischen Betrieb miteinander verbunden sind. Erweitenmg des Telephonverkehres mit Italien, S. H. S. und den Niederlanden. Vorgestern wurde der Sprechverkehr zwischen Wien einerseits und Abbazia. Fiume, Grado, Verona (Sprechgebühr S. 6.46). dann Bologna (S. 7.66) und Rom (S. 8.64) anderseits zeitlich unbeschränkt allgemein zugelassen. Der Fernsprechverkehr W i e n—S a raj evo (Sprechgebühr (S. 5.04) wurde vorläufig beschränkt auf di« ©tunten 81—9 Uhr zugelaflen und der Fernsprechverkehr Oestert e t ch—N »ederlande derart erweitert, daß in Hinkunft stets sämtliche auf der einen mir sämtlichen auf der anderen Seite zugclasseneii Orcen an dr-sem Verkehr terlnehmen können. Diese Zulassung erstreckt sich in Oesterreich auf Wien und Lcobersdorf, rn den Nrederlandsn auf Haag, Amsterdam, Rotterdam« und Dortr«'V (Svrechgeöühr S. 18«0 Gruppenrückführung«» Gefallener aus Italien. Die letzte derartige Expedition wird im kommenden Frühjahr stattfinden ES ist die Entsendung von 3 Staffeln geplant. Der erst« Staffel wird Entechigungen am Karst, im Uonzo- und im Piavegebiot. der zweite solche auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden, tm Bal Sugana und km Brentatal, der dritte Staffel Exhumierungen in den ehemaligen Kriegsgefangenenlagern im Innern Italiens vornehmen. Für die Expeditionen können auch Nachforschungen und di« Einholung von Zustandsberichten angemeldet werden Da im italienischen Kampfgebiet — besonders im Gebirge — zahlreiche Gräber in größere Friedhöfe übertragen wurden, sind Nachforschungsanmeldungen zweck» Orientierung der Hinterbliebenen Wer den jetzigen neuen Grabort dringend geboten. Noch viel dringender sind aber derartige Nachforschungen über in Polen Jugoslawien und Rumänien gelegene Kriegsaräher. Alle Anmeldungen sind bis Ende Februar an das Generaljelretariat des Oester-., ktzt Fische «m gesund za bleibe». Wir empfehlen: Frische (grüne) Lertnge, Goldbarsch (Seekarpfen), Seelach-, Kabliau, Austernfisch, blutfrisch, zu bedeutend ermäßigten Preisen. Aeberzeuge« Sie ficht Deutsche Dampffischerei „Nordsee". reichlichen Schwarzen Kreuze-, Men» 1. Bez^ Herrengasie 21, zu richten. Salomo« Hermann Mosenchal. Zu dem in der gestrigen Nummer der »Wiener Morgenzeitung" erschienenen Feuilleton schreibt uns Herr RsgierungSrat Dr. Emil Adler, daß der Dichter nickt auf dem Währinger allgemeinen Friedhof, sondern neben seiner Gattin ans dem ttfcen Währinger israelitischen Friedhof bestattet Yft Frau Lea Salitry gestorben. Ein schwerer Verlust hat die Zionistische Sektion Zwischen» brücken betroffen. Ihr Mitglied, Frau Lea SaNtry, ist nach schwerer Krankheit vor einigen Tagen verschieden. Di« Verstorben«, eine bewußte Nalionaljüdin, nahm «S mit ihren zionistischen Pflichten besonders ernst. Insbesondere der Keren Kajenwth hatte in ihr eine treue Freunoin. Ihr vornehmes Wesen flößte jedermann Achtung ein. In ihrer bescheidener Art wirkte sie stets im stillen. Ehre ihrem Andenken. Tödlicher Straßenbahnunfall. Zwei alte Damen, die Schwestern Eleonore Leidenfr o sh, 73 Jahre alt aus JetzslSdorf, und di« 60jährige Rosina Reinwein aus Paniorf, die zu Besuch von Verwandten in Wien weilten, stiegen, wie bereits berichtet, auf einen unrichtigen Straßenbahnzug. sprangen mieser ab und stürzten. Während di« jünger« Schwester nur leichte Verletzungen erlitt, wurde Eleonore Leidenfrost bewußtlos in das Allgemeine Krankenhaus gebracht, wo sie gestern gestovben ist. Die Tragödie des Heimatslofon. Seit dem dl. d. M. wird der SSjahrige Hilfsarbeiter Mexancer Belajeff. zu Nikolajewsk in Rußland geboren, heimatslos, aus seiner Wohnung vermißt. Als er die Wohnung verließ, fagte er. daß er sich an einer FaHrikSÄssichtignng beteiligen wolle. Er ist aber nicht mehr zurückgekehrt. Nach Angabe seiner Angchörigen soll er darüber verzweifelt gewesen sein, daß er fein russisches HeimatSrecht verloren hat. Er hat sich auch deshalb mit Selbstmordgedanken getragen. „Concordiaball." Wie alljährlich war auch der diesjährige „Coneordiaball"» der Montag in den Konzerthaussälen stattfand, ein Repräsentatconsfest ersten Ranges. Der Präsident der Journalisten und Schrlftstellerveremigung Chefredakteur Lipschütz konn'ce den BundeSpräsiden-ten Dr. H a i n i s ch, die Mitglieder der Regierung Dr. Kienböck und T h a l e r, den Landeshauptmann Dr. B u r e s ch und den Polizeipräsidenten Schober sowie das gesamte diplomatische Korps, die hervorragendsten Persönlichkeiten der Kunst- und Schriftsteller» wett sowie des finanziellen und wirtschaftlichen Lebens Wiens begrüßen. In einer launigen Rede wies er auf das Wer- Häbcnis der Journalisten zum Publikum hin; wenn es nicht immer das Beste ist, so trägt in den meisten Fällen das PublÄum die Schuld, weil es der Wahrheitsliebe der Journalisten oft Schranken ziehen möchte. Finanzmimster Doktor. Kienböck wies auf die Bedeutung der Presse für das öffentliche LKen hin. Berstümmelung deS Bozener Kaiserin Elisabeth-Denkmals. Den ,Innsbrucker Nachrichten" wird aus Meran berichtet: Vom Denkmal der Kaiserin Elisabeth tout&e in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch der Kopf abgeschlagen. Der Kopf wurde nachher in der Passer gefunden. Der PrHekt oon Bozen mißbilligt in einem Maueranfchlag die ruchlose Tat. verspricht die strengste Ahndung deS Verbrechens und fordert die Unterbehörden auf, das DenSmal sofort wie-" der herzu st eilen. Der Kellner als Assessor. Aus Berlin wird gemeldet: Auf Veranlassung «i-neS Berliner Rechtsanwaltes wurde der frühere Kellner Achim Euch verhaftet, der als Assessor bei einer ganzen Reihe von Berliner Rechtsanwälten tätig war und sie vielfach vor Gericht vertrat, so u. a. ken an der MtendiebstahlSaffäre beteiligen Dr. Ludwig Meyer und einen sehr bekannten Strafverteidiger. Guih trat in den laufenden Prozessen der betreffenden Anwälte auf und verstand es, die Fälle zwar nicht zu föritern, aber doch immerhin Vertagung zu erreichen, so daß seine mangelnden juristischen Kenntnisse nicht allzu schnell auffielen. Personen als „Paten" von Wörtern. Dietz führt in der „Rundschau" einte ganz« Reihe von Wörtern an. die aus Persrmemnnnvn entstanden sind. So kommt die Bezeichnung des Dabakgistes „Nikotin" von dem Namen des französischen Gesandten in Liffabon, Jean Nicot, der 1660 den Tabak in Frankreich oinsührte, und nach dem dl« Dabakpflamze den Namen „Herba nicotiana" erhielt. Ebenso trägt die Mansarde ihren Namen nach dem Baumeister Francois Ma>n,savd (1693—1666) der cvls erster das gebrochene Dach einsührte. Dar Wort „Gobelin" kommt von dem Färber Gilles Gobelin in Paris, das Wort „Feuilleton" soll nicht von „feuille" (Blatt), sondern von dem Namen deS Schriftstellers Oetave Feuillet abgeleitet sein Die „Litfaßsäulen" verdanken ihren Namen dem Berliner Buchdrucker Litfaß und der „Tattersall" ist kein falsch geschriebener Saal, sondern eine Schöpfung deS 1796 gestorbenen Lord Tattersall in London. Kurs für hebräische GtenvgraMe. Im Rahmen des Moadon iwri veranstaltet das Kulturamt des zionistischen Landeskomitees einen Mstündigen Kurs für hebräische Stenographie unter Leitung des Herrn Paeminger. Der Kursbeitrag beträgt 10 Schillinge, doch werden Ermäßigungen oder Befreiungen nach Möglichkeit gervährt. Die erste Unterrichtsstunde findet am Samstag, den 26. d. M., 7 Uhr, »m Settionsheim. 2. Bez., Zirkusgasse 33, statt. Einschreibungen erfolgen dortselhst oder in den Vormittagsstunden beim Kulturamt, 1. Bez., Kärntnerstraße 26. E Alles ist schon dagewesen, aber di« wirkungsvolle Qualität von Löwen-Franzbranntwein mit Menthol ist von niemandem erreicht worden. Ueberall erhältlich.' E Sativan MerSveränderungen deS Körpers zu verhüten, und, wenn solche schon bestehen, zu verringern, ist «in lang ersehntes Ziel. Die Anwendung des SativanS ermöglicht die Erreichung dieps Zieles, wie es die Erprobung durch ärztliche Autoritäten und die allgemeine Anerkennung beweist. Das Mittel ist in allen Apotheken erhältlich und verdient durch die er« probte Wirksamkeit und vollkommene Unschädlichkeit allgemeine Verwendung.