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Wiener Morgenzeitung · 1927-02-17 · Heft 2864 (17.2.1927) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2864 (17.2.1927)
Date
1927-02-17
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Üt. 2864 uiiett, Donnerstag Wiener M-rgenzettrrrrg 17. Fcibnrar 1927 Sette S ---. . -v.--'.-.""1.1.:. ..r--r-'""- Härrde durchaus nicht gebunden s.ien. Der Minister fuhr fort: In der Affäre M>am hat sich der Senat der Universität auf den korrektesten Standpunkt gestelü, und eS gab auch keinen Konflikt zwischen dem Minister und der Universität. Der Senat hat den Anweisungen deS Ministers Geltung verschafft, und Prof. Adam ist im vollen Besitze seiner Professorenrechte. Im übrigen sei der Minister bereit, die Frage der Autonomie der Universität auf gesetzlichem Wege zu regeln, aber nicht geneigt, einen Gesetzentwurf zu schaffen, der den verantwortlich?» Minister bindet. Ueber die Haltung der Studentenschaft führte der Minister im Zusammenhang mit dem an Prof. Wam gerichteten Brief des Turulvereines, in dem Adam zum Rücktritt aufgefordert wiü> und der von zwei Aerzten unterzeichnet wurde, u. a. aus, es müsse dem Zustande ein Ende gemacht werden, daß Personen, die nicht zm Universität gehören, als Führer der Studentenschaft figurieren und diese eventuell zu einem Verhalten verleiten, das die Aussperrung von der Universität zur Folge haben könnte. Die Statuten des. TürulvereineS müßten daher entsprechend abgeändert werden, in dem Sinne, daß alle seine Mitglieder unter das Recht der Universität und des Kultusministers gestellt werden. Gegen die zwei Aerzte, die den erwähnten Brief unterzeichnet haben, sei das Verfahren eingeleitet. Nachdem der Minister die Vertrauensfrage gestellt hatte, nahmen foivohl der Interpellant (Abg. Pakots) als auch das HauS die Antwort deS Ministers zur Kenntnis. Schweres MenbahnunglüS bei Leopoldau. Gilt Fuhrwerk von einer Lokomotive erfabt. — zwei rote, ein Schwerverletzter. Gestern abends hat sich auf der Nordbahnstrecke in der Nähe der Ladestelle Leopoldau an der von Kagran über Leopoldau führenden Straße ein entsetzliches Unglück ereignet, dasztveiTodeSopfer, deren Identität infolge der grätzlichenBerstümmlungen noch nicht festgestellt werben konnte, und einen Schwerverletzten forderte. Vor dem Wächterhäuschen der Bahnübersetzung lag die gänzlich unkenntliche Leiche ein es Mannes mitten auf dem einen Geleise, 200 Schritte davon entfernt stand eine Lokomotive, hinter der ebenfalls ein schwerverletzter Mann lag. Jenseits des Bahnüberganges fand man ein gänzlich zertrümmertes Fahrzeug, in dem die Leiche eines Mannes lag. Das vor dem Wagen gespannte Pferd lag im Verenden. Die von der Polizei eingeleiteten Erhebungen ergaben, daß der Schwerverletzte mit dem 67jährigen.Kutscher Anton Stift aus Floridsdorf identisch ist. Der Unfall hat sich dadurch ereignet, daß der Kutscher mit seinem einspännigen Bauernwagen, in dem die zwei getöteten Männer saßen, beim Uebersetzen der Bahnstrecke von einer aus Wien kommenden und nach Lundenburg fahrenden einzelnen Lokomotive erfaßt worden war. Die Lokomotive hatte den Wagen in der Mitte gepackt und eine Strecke lang mitgeschleift, wobei der eine Fahrgast und der Kutscher hinausgeschleudert wurden. Erst nachdem die Maschine zum Stehen gebracht werden konnte, rollte das vollständig zertrümmerte Fahrzeug mit dem zweiten getöteten Fahrgast und dem schwerverletzten Pferd zur Seite. Der Kutscher war, wie die Polizei feftstellte, auf seinem Standplatz in Kagran von.zwei Männern zur Fahrt nach Gerasdorf ausgenommen worden. Er hatte schon in vollkommener Dunkelheit /ich auf den Weg gemacht und das erste Geleise der mehrgeleisigen Ladestelle Überquert, als die von Wien heranbrausende Lokomotive das Fuhrwerk erfaßte. Der Lokomotivführer sagt aus, daß er auf 100 Schritte Entferuung ein Fuhrwerk plötzlich über das Geleife kommen sah, und zwar innechalb der Dahnischranken. Er gab einen Warn u n g s p f i f f gib, der bciwivkte, daß der Kutscher, wie auch andere Zeugen beftä rgen, dem Pferde eine n Schlag mit der Peitsche v:rfetzte, um es zum schnelleren Lauf anz-utreiben, tabsächlich lief das Pferd aber direkt auf das GeleHse, auf deim die Lokomotive b-ranrollte, so daß das Unglück unvermeid«lich war. Der Bahnwärter sagit aus, daß Stift durch den bereits halb nisderblcrffenen Schranken durchgsfahren sei und so an dem Unglück schuld sei. Die Erhebungen zur genauen Feststellung des Sachoeuhaltes und der Identität der Toten sind eingeleit-t. Die beiiden Todesopfer dünsten 30 bis 35 Jahre alt und in der nahegelegenen Schottengrube angestell? gewesen sein. Gegen den fchuldtrag enden Kutscher wurde die Anzeige a n d.i e Staatsa n w a >l t f ch a f t erstattet. Zusammenstoß eines SsmrAjuges mit einem Auto. Der Chauffeur gerötet. London. 16. Februar. Der Schnellzug Cambridge London stieß bei einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern mit einem schwer beladenen Lastautomobil zusammen. Die Lokomotive entgleiste. In dem Schnrllzug wurde niemand verletzt, dagegen - wurde der Führer des Automobils getötet. Sie Tragödie Grofavesru. Die Sattln verweigert alle welkeren Aussagen. Die wegen des Eifersuchtsattentates verhaftete Nelly Grofavescu wurde im Jnquisitenspital, wohin sie wegen ihres hochgradigen Erregungszustandes gebracht worden war, in der »estrigen Nacht wiederholt Verhören unterzogen. Der Polizei handelt es sich hauptsächlich um die Feststellung, wann und zu welchen: Zwecke die Täterin die Schußwaffe an sich genommen hat. Bekanntlich konnte die einzige Kronzeugin der Tat, die Schwester des erschossenen Staatsopernsängers, nicht angeben, wann Frau Grofavescu den Revolver in die Hand genommen hat. Frau Grofavescu, die vollständig niedergebpochen ist, verweigert auf alle Fragen j e d e Auskunft. Das einzige, was sie immer wieder betont, ist: „Ja, ja ich bin schuldig. Ich habe ihn erschossen!" Es besteht nun die Annahnve, daß die Täterin, die wie nunmehr festgestcllt wurde, in der letzten Zeit wiederholt die Aeußerung gemacht hat, sie lverde ihren . Gatten noch erschießen, die Schußwaffe im Verlaufe des der Tat voran- ^egangenen Streites mit Vorbedacht an sich genommen hat. Sie Mumm der Leiche. Die Leiche Grosavescus wurde heute vormittags im Gerichtsmedizinischen Institut obduzier t. Das Ergebnis der Obduktion wurde bisher nicht bekanntgegeben, doch verspricht man sich auch davon keine weiteren Aufschlüsse über Iden Hergang der unglückseligen' Tat. Streit um einen getauften Faden. Her Vatikan gegen eine Enljchrwung des Lembrrgcr Erzbischofs. Aus Lemberg wird uns berichtet: Bor einiger Zeit ist hier ein Jude namens Hock zum katholischen Glauben übergetveten. Vor kurzem suchte Hock um Aufnahme als Hörer ln das Lenrberger P r i e st e r s e m i n a r an, wurde jedoch wegen seiner jüdischen Abstammung abgewiese n. Der Täuflling wandte sich hierauf mit einer. Beschwerde nach Rom und der Vatikan befürwortete die Ausbildung deS getauften Juden zun: katholischen Priester. Da jedoch Erzbischof Twardowski auf seinem ablehnenden Standpunkt verharrt, wird jetzt ein sehr leidenschaftlicher Notenwechsel zwischen Rom mü> Lemberg "m den dauernden Besitz des getauften Juden Hock geführt gioniftlschrr Parieiint. Das Zion-fft'.ische Lanidesikomibee für Oesterreich teilt mit, das; die Sitzung des Parteirates, die a.m 18. urrd 19. d. M. in Graz statffinid-sn sollte, aus techn'ischen Grünken verschrien werden mußte. Die Sitzung findet am 12. und 13, März in Graz stM. Die Tagesordnung wind demnächst be>kanntg,eg?ben werden. Wien, 17. Februar. Das Wetter. Gestern herrschte kaltes, nebeliges Wetter. Die Voraussage lautet: Meist trüb und nebelig, wahrscheinlich Schnee. Die Anmeldefrist für Musiklehrer. Die von der Landesregierung in Wien im Sinne des Ge. setzeS vom 28. Juli 1926, betreffend die Errichtung der taut* »»ermäßigen Vertretung (Zw a n gso raan isa t»o n) der Musiklehrer — „Oesterr. Musiklehrerschaf. — festgesetzte Frist zur Anmeldung der staatlich geprüften Musiklehrer läuft am 19. Februar 1927 ab. Staatlich geprüft im Sinne des Gesetzt sind alle diejenigen, die ein Reif^eugnis der Akademie für Musik und darstellende Kunst, ein Diplom der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, >ein Reifezeugnis des chemaligen Konservatoriums der Gesellschaft der Mususreunde Wien, oder ein Zeugnis über die mit Erfolg abgelegte Staatsprüfung „für Musik" (für Lehramtskandidaten) besitzen. Aste welche die angeführten Zeugnisse besitzen, müssen sich bis 19. Februar 1927 -* bei sonstiger Strafe bis zu S. 100.-in ihrem magistratischen Bezirksamt«, in der Zeit von 8 bis 8 Uhr anmalden Alle übrigen müssen vor ihrer Anmeldung sich an die Prüfungskommission ür Aufnahmsbewerber als Mitglied der Oesterr. Musiklehrer- Haft. Wien. 8 Bez., Lochringerstraße 16 (Hochschule für Muu) wenden. Ein bestohlener Dieb. Dem Molkereibediensteten Franz Madera wurde getern früh in der Ubbsstraße sein Fahrrad, dqs er vor ein Ge?, chäft gelehnt halte gestohlen. Als er nach drei Stunden nach : taufe kam, stand zu seinem größten Erstaunen, sein Rad vor einer WoonungStüre. Um so erstaunter war er aber, als nach wenigen Minuten ein junger Mann an die Türe klopfte und Madera, der sein auf so sonderbare Art wiedevgefundeneS Fahrrad in die Wohtttmg geführt hatte, fragte, ob er nich: „fein" auf dem Gange gestandenes Rad gesehen habe Madera lieh den Mann, den 23Wrigen Hilfsarbeiter Franz K r i z, festnehmen Er hatte das Rad »n der MbSstrah« gestohlen um> nun damit zu einem Bekannten auf Besuch gefahren. Ta er einen Diebstahl deS Rades befürchtete, nahm er eS mit hinauf und lehnte es an die Wohnungstüre des Bestohlenen. Ein Zufall wellte es nun, daß der Bestohlene am selben Gange wie der Bekannte deS DleoeS wohnte so daß der Besitzer aus originelle Art wie^ der zu seinem Fahrrad kam. Eitle Einbrecher. In einem KonsektionSgeschäfte in der Kaiserstraße wurden bei einem in den letzten Wochen verübten Einbruch verschiedene Teint.Mayonnaise das moderne Wanoh- und Hetttpflesremittel, brlagrt, jTttitendf tivtif sftfMfviJteff jiArltatm"t»et. m. b. H., XU. , Tel. »2*3-77 »tt Parfümerien, Drogerien, Apotheken, Friseurgescliäften Waren im Werte von 5000 Schilling gestohlen. Drei Tage spater wurden der 28jährige Automcchanikcr Ferdinand Hr u s ch k a und seine Geliebte, die 25jährige Hilfsarbeiterin Marie Schiller unter Diebstahlsverdacht verhaftet. Beim Pvlizeikommissariat konnte beiden durch ihre Kleidung die Teilnahme an dem Diebstähle, den beide leugneten, nachgewiesen werden. Der Mann trug nämlich eine von dem Einbruch herrührende Hose und einen Schal, während durch den Schal der Frau ein zweiter Einbruch festgestellt werden konnte, der ebenfalls vor einigen Tagen in dem Konfektionsgeschäft Kranz in der Stumpfergaste verübt worden war. Bei der daraufhin vorgenommenen Leibesvisitation wurden bei beiden auch Unter» Wäsche und Strümpfe, die von den zwei Einbrüchen herrührten, gefunden. Durch weitere Erhebungen wurden dann noch der 24jährige Hilfsarbeiter Leopold Karonit sch und die L7jähtljje'Hilfsarbeiterin Josefine Schwarz eruiert. Alle vier-wurden dem Landesgerichte eingeliefert. Einbruch. In der Nacht zum 1b. d. M. wurde das Geschäft ..der Firma Jakob Rosenmann, 9. Bez., Servttengasse 14, erbrochen. Gestohlen wurden 2b Dutzend Paar Strümpfe und Handschuhe im Gesamtwerte von 2400 Schilling. „Auf Wiedersehen Im Jenseits!" Passanten fanden gestern früh auf dem Geländer - der Reichsdrücke einen schwarzen steifen Hut, in dem ein Zettel mit den Worten lag: „Auf Wiedersehen iin Jenseits!" Ferner fand man auf der Brücke eine leere Kognakflasche,. eine Bilsitkarre auf den Namen „Lift Sonnensche ln" und das Lichtbild einer blonden Dame im Badetrikot. Der Fund wuvd« oeim Polizeikormnisiaviat deponiert. Die eingeleiteten Erhebungen haben noch keinen Erfolg gehabt. Schwere sittliche Verfehlungen eines Pfarrers. . Aus Wiener-Neustadt wird uns gemekdet^ .Im Kurorte Fisch au an der Schneebergdahn ereignete sich gestern sine sensationell« Verhaftung, welche in der ganzen Umgebung das größte Aussehen erregte. Der dortige Pfarrer, Hermann Hi lg a r th, stand, schon lange im Vevoachtö, sowohl homosexuellen Verkehr gepflogen und sich auch an den Schulikindevn, welche ihm zum Unterrichte anverträm waren, in. sittlicher Beziehung verfehlt zu haben. Nachdem dieser Verdacht sich immer mehr verstärkte und Anzeigen bei der dortigen Gendarmerie und bei der Staatsanwaltschaft in Wiener-Neustadt e'ingelaufen waren, wurde der ' Pfarrer i überwacht, und als sich die Stichhältigkeit dieser: Anzeigen herausstellte, schritt die Gendavmerie zu dessen ^Verhaftung. Er mus'c unter großem Aufsehen aus dem Pfärrhofe Fvschau von der Gendarmerie abeskorkiert und dem Kweisg « r i ch t e in Wiener-Neustadt e i n g e l i e f e r.t, ivo die- Untersuchung gegen ihn geführt wird.; Sonn« und FeiertagS-Sportkarten für den Semmeriugi Die Generaldlre'ktion der Oesterreichischen BllndeMahuen macht «Darauf aufmerksam, daß die Gültigkeit der für. den SemmerinMerkehr -bis Mürzzuschlag an Sonn- und Feiertagen zur Ausgabe .gelangenden ermäßigten Rückfahrkarten (Cportikarten) auf die in den Ankündigüngeu bekanntgegebenen, für die Rückfahrt ab 13. Februar vermehrten Sportzüge baschränikt ilst. Bei Benützu-ng anderer Züga verliert die Sportkarte ihre Gültigkeit. DSch kättn der Relsenve um Die Fahrgeldrückerstattung einkommen,' wenn er sich die Nichtbenutzung der Karte von der Bahn ‘ bestätigen läßt. In den Bahnhofen Wien-Südbahnhof und Meidling wird eine solche Karte entweder gegen eine anlere umgetauscht oder es wird der früher bezahlte Betrag ^zürückerstattet, sonst ist um die Nückerstattung bei der G«neraldirektion der Oesterreichischen Bundesbahnen unter Wej'schluß «der Karte einzuschxeiten. . . .. Cachin in Basel angchalten/ ■ .. Wie die „Korr. Herzog" meldet, erwariete,m Montag einige Kömmunlsten auf dem Wiener Westbahnchöf die Ankunft des französischen kommunistischen Deputierten; C a chi n>. Als der Schnellzug' ankam, erfuhr man, daß .'Mach l n ' in Basel von der Sck.lveizer Polizei aus dem,Zuge geholt und an die frangössche Grenze zurückga<- brach t worden sei. Kerenstys Zeitung eingegangen. , V. Aus Paris wird uns berichtet: Die seit einigen Jahre» hier von A P. Kercnfly herausgcgebene und dirigierte Dageszeitung ,.Dnij" („Tage"), dl« frmjer in Berlin erschienen war, hat aus finanziellen Gründen ihr Erscheinen eingestellt. Das Blatt war das Organ der russischen Sozialisten-Revolu-tionären, die in diesem Organ ihren Kampf gegen den BolschÄvismus ^führten, und wie sie stets gerne betonten, ihre eigene. Linie eiuhalten. Finanziell wurde die Zeitung vom linken-Flügel^ der früher sehr starken und einflußreichen Organisation/der Sozialisten-Nevolutionären gestützt, denen .es beim Ausbruch der bolichewikischen Revolution und dem Sturz Kerenskys '.gelungen .war, mit sehr großen Geldmitteln rechtzeitig ins'LluSländ zu flüchten, und die bis nun von diesem Schatz ein ziemlich gutes Leben führten. Dieser Geldvorrat scheint mm völlig.versiegt zu sein, und da auch der Anhang sich im Ausland völlig verlaufen hat, mußte Kerensky sein Blatt einstellen. Die Jüdenfrage hat , für die Macher der „Dnij" überhaupt nicht existiert. .Mit auffälliger Peinlichkeit wurde in diesen Wättern das Wort ,^Jude" stets 'vermieden, obgleich, wie das auch bei andereu. ähnlichen Zeitungen der Fall zu fein pflegt, eine Anzahl von . Juden 'tot der Pevaktlon des Kerensty-OrganeS saßen. Der Fußballer als WahNelter. AuS P a r i S wird gemeldet: Ein intevesiauter Prozeß fpiek .sich jetzt vor dem Gerichtshof in Nimes ab. Der LÄter-estner Wah'lkommWon in einem Vororte von Nimes hattet bei den letzten Wahlen das Bureau der Wahllkommi'ssion drei Ptuyden lang, sperren lasten und an der Türe einen Zeltol anäebracht, mft der Mitteilun? daß er sich bei einem Fußballmatch befindet. Infolge der Fußbakleidenschaft des Mahlpräsidenten .konnten van 200 eingeschriebenen Wählern des Spvengels.'nur etwa'6 zur Wahlurne gelangen. Et« Jubiläum des Kaffees. In ganz Brasilien tourde Ende Januar ein Jubiläum des Kasfces gefeiert. Es sind nämlich 200 Jahre.vergangen. Jeli die erste Kaffeepflanze auf brastlianiflliem Bode« angemlanzt worden ist, und in diesen zwei Jahrhunderte« har M/der Kaffeeanbau zur wichtigsten Stütze des. vrasMM' schen Wohlstandes herausgebildet. Auf allen großen Kamps Plantagen fanden Erinneruugsfeste statt, und in Eavv v i n h o, dem ersten Anpflanzungsort, wurde eine Gedenk tatet erriichtet

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