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Wiener Morgenzeitung · 1927-02-10 · Heft 2857 (10.2.1927) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2857 (10.2.1927)
Date
1927-02-10
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Skr. 888' Wien, LomiseStag Wiener Mergenzeitung 10. FrLruar 1027 mit 8 Smfter SuRaaB Geotg SimBm*. Wie Las „Berliner Tageblatt* aus Kopenhagen meldet, ist die Besserung in dem Befinden Georg Brandes nicht anhaltend geblieben. Der Erkrankte hat gestern einen Rückfall erlitten. Sein Zustand ist ernst. * ..tanbed, der in den letzten Monaten, abgesehen von Alterserscheinungen, an einem Magenübel leidet, verbrachte seinen Geburtstag außerhalb des Bettes. Er empfing jedoch auf ärztlichen Rat niemand von den vielen sich meldenden Gratulanten, außer seiner Tochter Edith und seinem Schwiegersohn Philipp sowie deren Kindern. Aus Dänemark und dem Ausland trafen mehrere hundert Telegramme und viele Mumm ein. — Nun scheinen die Aufregungen der Geburtstagsseierlichkeiten auf den Gesundhoitsgustand des hochibetagten Schriftstellers ungünstig zurückgewirkt zu haben. Moden» Zenfclsanstreiettna I« Serlitt. Berlin, 9. Februar. In Berlin-Norden, in einem yuinfe <wn Woding, fand heute eine regelrechte Teufelsaustreibung statt. Ein Händler hatte in einnm Gasthaus ein Gespräch zwischen Mei Männern an>g>'«hört. die sich über Teufelsaustreibuingen unterhielten. Aus d:m Gespräch der beiden Männer schloss er, dass auch seine Frau vom Teufel besessen sein miisse, da er sich nicht erklären könne, weslhalb ste i h m f o wenig.Freiheit einräume. Er vertraute sich LeÄhaV den beiden Männern an und bat sie, seiner Frau, die von einer krankhaften Zanüsucht bescssen sei. den Teufel auszutreiben. Dies würbe nun heute morgens ausgeführt. Um 5 Uhr erschienen die bergen Männer in der Wch-mmg des Händlers. Alle drei begaben sich zunächst in eine benachbarte Fnüib'wirtischaft, wo sie b i s 9 U h r k n e i p t e n. Dann bcgcben sich die beiden Männer in die Wrlhn.ung, des Händlers, packten d r e Frau, sticssen sie mehrmals gegen die Wand und zwangen sie-, eine V i o r t e lft u n de lang Kniebeuge n zu machen. Dann legten sie die Frau m i t dem Rücken auf den F u ss«b§ d e n, einer packte ste am Kopfe, der andere an Len Füssen und beide zogen aus Leibeskräften an, um, wie sie sagten, durch das Strecken den Teufel ausgutreikben. Dann setzten sie die Frau auf einen StrHl, heben diesen wiederholt mtt5a,'nt der Frau und sticssen iihu dann mit voller Wucht aus den Boden auf. . Durch den furchtbaren Lärm und die Hilferufe der Frau wu'.tde eine Nachbarin aufmevbsam. die zur Polizei eilte. Die beiden Männer setzten die Austreibung so lange fort bis die Pol i 3 eib e a m t e ner 1 chiencn und Mistellken, dass die Leiden Setans-säger erst vor kurzem, aus eine r - Ne rvenheilanstaltentla s s e n worden waren. Der Händler s:M war die ganze Zeit über in der Krreive ^Llirben. wo er die Mttnlurg i:6er den Erfolg der Tci'felsaustre'bN'ng akiwarten wollte. Statt der beiden Männer kam aber seine Frau perfbn'lich. um ithn abzulholen. Der dreifache Raudmo-d a«r SMoh Äamfest. La» gtotttautt in fflien? Im Zusammenhänge mit dem dreifachen Raubmord an dem Direktor der Haugwitzschcn Domänen in N am je st Heinrich Till, seiner Frau Anna und ihrer Hausgehilfin Marie Koruna, die am Wend des 3. d. M. erschlagen wurden, )var auch des Umstandes Erwähnung getan/'dass in einem großen Teile Süd-Mährens, und zwar überall dort, wo in der lebten Zeit Gewaltverbrecher verübt' worden sind, ein g e h e i m n i s v 0 l l e 2 Auto gcs. Heu wurde. Es hieß, dass am 29. v. M., um 10 Uhr nachts, drei junge Bursche in Z l i n, den Chauffeur Franz H 0 r a k zu einer Fahrt nach H olle schau .ausgenommen haben, dass das Auto' aber seither nicht zurückgekehrt ist. Es hieß, daß die drei Bursche den Chauffeur ermordet haben, um sich in den Besitz seines Autos zu setzen und, daß sie es nun zu verbrecherischen Zwecken benützen. .Als Kennzeichen des ^)lutos Ivar „P. H 733 augegebetl. ‘ Auf Grund der in beu Zeitungen über dieses g-eheimnisvolle Auto erschienene Mitteilmlgen, hat sich nun gestern im Sicherheitsbureau eilt Herr gemeldetder angibt, auf dem Franz Josefs-Kai das Auto mit der Bezeichnung „P. II 733" gesehen zu haben. Das Auto ist ein fünf-' sitzkger gedeckter Wagen mit der Marke „Alpha Praga". Es ist dunkel lackiert und hat die Motornummer 84s Großer Dlrbftohl im Mlachrr Postamt. : Graz, 9. Februar. In der heutige» Nacht wurde im P a st a m t e in Köflach von noch unbekannten Tätern e i n g e b r 0 ch e n und ein an dtss Bergdirektion der Alpinen Montangesellschaft in Köflach adressiertes, mit 1306 Schilling deklariertes Wertpa- X e t entwendet. Nach Angabe der Bergdirektion befanden sich jedoch in dem Paket österreichische B a n k w 0 t e n und M e t a l lg eld im Gesamtwerte von 26.180 S ch i l l i n g. Kein freier Geleite iiir Peklsist. Der Wiener ZeimngSherausg her Emmerich Bekessy, rvelcher, da gegen ihn eine Strafuntersuchung wegen Expressung schwebt, in Paris weilt, hat, | )uie kürzlich berichtet, um freies Geleite angesucl/t, 1 damit er hier Privatangelegenheiten ordnen könne. Diese- Gesuch ist nnmnehr abschlägig b e sch ie d e n z wwrde». vlrken vorbeugend und lindernd die ärztlich erprobten und empfohlenen •ttüWttCl KnoblaucHtropfen. Vorzüglich bei Frauen in den Wechsellatiren. Preis S 3.50. Erhältlich in allen Apotheken. , ist Erzeugung: Alte Feldapotheke, Wien. I. Stephansplatz. Meretlihalb Milliarden unterschlage«! . Flucht eine» KaMnimu »w Ale». Seit eiuigeu Tagen ist aus Wien der Kaufmann Josef Stein, 1. Bez., Biberstraßs 26, wohnhaft, nach Verübung eines Bwrnges mit einer Schadenssumme von ntttb v le reinhalb Milliarden verschwunden. Er hat durch schlaue Machenschaften sich einen Vorsprung voit sechzehn Tagelt für seine Flucht zu. sichern gemisst. Stein, der sich mit dein Handel mit Jndustriehölzern befasste, hatte im Septelnber v. I. mit der Lo:rdoner Firnm I elli nef eilten Liefenmgsvertrag abgeschlossen, dem zufolge er Hö.'zer für Möbel liefern so 'lte. Er wir mit seinem Offert erfolgreich, weil er die Lieferung zu besonders billigen Bedittgungen zu übernehmen sich anbot. Der Vertrag belief sich auf rund 900.000 Schilling. Tatsächlich lieferte er auch zum vereinbarten Preise Hölzer im Merle von 70.000 Schilling. Am 23. v. M. ist Stein von Wim angeblich in Geschästsangelegenheiten nach Prag abgereist. Altstatt aber nach Wien zurückzukehren, ließ er nach Wien die Mitteilung gelangen, daß er rwch nach Gmünd reisen müsse, um mit einem dortigen Säzewerksbesitzer abzuschffe'en. Dann kam wieder ein Brief aus Prag, in dem Stein schrieb, daß er sich noch längere Zeit in Prag aufhalten müsse. Diese Verzögerungen und dann das Älusbleiben weiterer Nachrichten erschien bedenkst.h. Es w.irde festgest'cllt, dass Stein die Waren bedeutend billiger ab 1 eg eben hat als er sie selbst bezogen, nur um von der Londoner Firma einm ansehnlichen Vorschuß zum Einkauf des Materiales zu erlangen. Tatsächlich erhielt er auch einen solchen Vorschuß von rund 450.000 Schilling, mit denm er nun geflüchtet ist. Bei der Hausdurchs-u lnng wurde fest^eflellt,, daß Stein seine Flucht wohlvorbereitet h^t. Er hat vor seiner Abreise sämtliche Belege über seine Geschäfte vernichtet und hat auch, um seine Verfolgung zu erschweren, seine sämtlichen Photographien aus der Wohnung mitgenommen. Die Erhebungen ergaben, daß Stein in Gmünd überhaupt nicht gewesen ist. Er hat di? Reist nur vorgeschützt,, um sich einen Vorsvrungzu sichern. Auf die Ergreifung des Flüchtigen sind außer einer hohen Belohnung auch 10 Prozent des tviedererlangten Betrages, ausgesetzt. '. ,• -Sie KMe wird Vlilier. Ab heute um 7 Groschen für den Msttorzcllttvrr. Güstern fand eine Sitzung des Vereines der Kcihlengrosschändl-er statt, di-e der Neuiderechnung - des Krchlen- Preises gast. HiGei wurde beschlossen, cch heute den Preis pro ■ l.QO- Kilogramm Ru tsch-enkosile von S. 7.80 au f. S. 7.73 h e rabz usetz en. Diese Ermässsgung wurde dadurch ermöglicht, «dass die Naben° 'g»:bl'chren, z. B. die ißfoltz-e der ErriÄhruntz des Kontingendverkehres mit Polen einychobenen ZuschlLge und diverse Mainipulatiorr^g-cHü-hren, die von der deutschen und walnilsicken Eisenbahnv-erwaltung gefoudert wurden, in letzter Zeit Heraüg?s.'tzt worden sind.' Strittige Fragen der SozlawerfiSjernng. Die ParteienLeGrechuin-gen über das Arbeiter- Versicherurigslgcheh wurden gcsi-ern vormittags fortgesetzt. Es wurde zunächst die Fra-ge «der absoluten dreitägigen Karenz f r i st in der Krawlenverisicherunig in Erörterung' Mögen. Man kd.m daihin ütberein, dass durch eine gesetzliche Bestimmung verssmdert werden soll dass für die ersten drei Tage der Krankheit ein e...D o.p p e. l l -e i st u n.g in der 'Weise erfolgt, dass das Kranken'->7ld nach § 1154 et. 6. G. B. gezahlt wivd. E-egerüsier der Folld«erung^ nach Gl eichst e l l u ng -d e r L e b e n s g e f ä h r t i n m it der Ehegattin hirsichilich der Ainsprückv aus ' der Arlbeiterverstch^runig erklärte Minister Dr. 3t e s dass er dieser Forderung nicht z u sti m m e n könn-e, sicherte jedoch zu. dass die analogen B-estimmuugen der A.rV?sisPerlr>ersicherun'g auch für die Wirtschaftsfüihr'erin in., der.. Arveiterv-ersicherun'g gelten sollen. Die Frage der Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln wind!m Zusaiwonensiainige mit den peöera^u'gsbost-lmmungen beraten werden. Minister Dr. Reich stellte in Aussicht. Richtlinien hnfr^ßfend die lstbergangbestimmrmgen in un>g?fAhr acht Tagen vorzustgen. Die Partoiendeislprochurgen werden heute nachmistags fortgesetzt werden. E Bei Erkältungen, Gchmupfen, .Halsen^ünLtrmg. Nervenschnrerzen, Gliedorreissen tut man gut, mit einem halben Glas natü-rlkchen ,,Frans-J-oscf"-Bitterwasser si'ir tägliche Darmmt-leerung zu folgen. Nach Urteilen dar Unive-rsitätskliniken zeichnet sich das Franz- Josef- W.a f f e r durch WMamkeit, bei angenehmem Gebrauch auS, Men, 10. Febnmr. DaS Wetter. - Die Temperatur ist asstern infolge zunehmende» Bewölkung gefallen. Die. Vorhersatte lautet: Vo«vie< gend heiter, morgens leichter Frost. Gchvere Echneestürme In Jngoflamteu. Wia aus Belgrad berichtet wird, haben schwer« Schneestürme Im Süden und Sü)«e'ten des Landes großen Schaden verursm'«t. An der Eisen'bahnstrecke Spa lato liegt stellenweise Schnee bis zu sechs Meter Höhe. Im rrcatlV-.en Küstenland sind einzelne Gegenden von jeder Verbindung a^ge<',nit'en. In Belgrad hti der Sturm Zahlreiche Dächer abgerissen. Aus Montenegro fehlen alle Nachrichten. In Bosnien und der Herzegomtua sind Wolfs Herden in die Dörfer eingebrochen. Fahrkar ßenautonmten bei der Stratzenbahn. Die Direktion der städtischen Straßenbahnen plant die Er rkchtnng non Fahrkartenautomaten in allen Wiener Bezirken, die zur Entlastung der Borverkaussstellen dienen sollen Da? Vroiekt. das mit allem Eifer betrieben wird, ist zwar über das Stadium der ersten technischen Versuche noch nicht binausgedie^ den. da cs Schwierigkeiten macht, den richtigen nnd unbedingt klaglos funktionierenden Automaten zu finden. Doch dürfte es noch im Laufe des heurigen Jahre? verwirklicht und durchge< führt werden Tödlicher Autonmfall. Am 4 d. M wu^de» wie berichtet, der 40j8brige Retlame, zetielansträger Emil Kohn, Kleine Pfarroasse 20. beim Fe&er* stben der.^ollandstraße von einem vom Cbauffeur Karl Reiß aelenllen Auw niederaestosten Er e^itt schwere Verlekungen. denen er gestern erlegen ist. Nach Zeugenaussagen soll Kahn die Schuld an dem Unfälle treffen. Fenstersturz im FleberdeNrium. Gellern ist die öliahriae Private Antonie Schäfer, Blattaalle 8, aus einem ^enller ihrer im 2. Stockwerk geleae-- nen Mohnnna in den L'illßbof hinabgestürzt und zog sich mehrfache Knockenbrücke -u. Nach Anaabe des Gatten dürfte sich die ^-an. d^ SVwii mit hohem Fi»ber krank zu Bett lag, im Fieberdelirinm zu weit aus dem Fenster gebeugt haben und in die Tiefe gestürzt sein. Beratung ei,«8 Konti onsLetrücrers. Ans Grund eines .^aftbetehkes des Landesaerichtes Wien l wurde der an-'ebsick'e Architekt Iwan Förller wegen Verbrechens des Kautian^betruaes im 5°>anse Stollberaiafsa 19, wo unöro',m<*rl>et wohnte, verhaftet. Es konnten ihm Bet^uaskakwn mit einer G e sa m i f cha d en s s u m me von 65.999 Schilling nachgewiesen werden Eine Mutder zündet ihr Kind an. In Bartelsdorf in Schlesien hat sich eine schreckliche Familientr^ädie abgesvik'lt. In ibrer VerMeiflnna über Familien?lwistigkeiten beaost die Briefira-wrs^attin Sophie H a v l asek ihre dr^ijähri^ Tochter mit Spiritus und zündete diesen an. Hie-auf begoß sie sich selbst mit S>'ir!>us', ihre Kleider ge- "i-t-n in Flammen Ans dip Hilferufe der Mutter und de? Kindes ei^-n die Aochbarn b-^bei und versuchten, die klammen solchen Mu"er und Tochter erl'twn schwere Brand- und in dnK K-piwl nach Mähriscb-Oltrgv überführt, wo f,(r§ vnwr fin'chtkgmn Schm"rzen den Brandwunden erlag. Die Mutter ringt mit dem Tode. Eine scheintote durch Zufall vor dem LebendbegMbe» gerettet. ' Me auS Lemberg gemeldet wird, ereignete M in Brzezanv ein i^te^effanter Fall eines Scheintodes.- hei dem die betrogene Person nur durch einen ZuM davoraeretwt mn"de. lebendig bea^a^en zu werdet Nyr einigen Tgaen l^arb in der Ortrhalt die Kaufmannsgattin R u ss. $-1 ihre Tochter nicht zumverabredeten Termin Mnr LeV'eckLe^ängnis Eintreffen konnte, musste dieses auf den nässten Tag verschoben werden. Zunr grösiten ZÄhrecken und Staunen der Famikienan^ehöriaen erhob sich die Totgeglaubte am Margen des nächsten Tages von, Totenbette. Sie dankt ihr Leben lediglich dem verspäteten Eintreffen il)rer Tochter. Maaenuntersttchuttaen an Mumien. Englische Gelehrte baben den Mageninhalt einer Anzahl äghvtisckier Mumien untersucht, um daraus Schlüffe auf den Stand der Zivilisation unter den aghpt'fhen Dhnastien und weiter zunick zu ziehen. Professor Elliot Smith olaubt aus dielen Untersuchungen den Zeitpunkt der Cinsüh-nng des Weizens in Aegypten bestimmen zn können. Allerdings ma^t der Wekzensachverständige Professor Percival daratrs aufmerksam, dass das Fehlen von Weizenhüllen kein Beweis fei, da die Aeohpter vermutlich den Weizen von vornherein enchülst gegessen hätten. Der Ltebesgltttmesfer. Ist der elektÄ'che Strom imstande, auch feesifche Erreaungen zu de'-raten? 5sin Feyruarbeft von Vellhagen u. Klasines Monatsheften bildet Dr. Albe't Neuburger einen Tlppa-at ab, der. von einem Amerikaner konstruiert, imstande ist. gewisse Veränderungen des Blutdruckes au? elektrischem Wege zu übert-agen und auszuzeichnen. Der Bräutigam kann der Braut ufcfrt erzähle», er liebe sie, wenn dies nicht tatsächlich der Fall ist. Der Apparat verrät, dass seine. Gefüh le erheuchelt sind. Die Wahcheit kommt an den Tag. Nichts bleibt verborgen. Sonnenklar werden unsere innersten Regungen offenbart. Phantasien oder nicht — wer vermöchte es heute zu sagen? Wir leben nur ein einziges Leben, da? si l'^n der Geburt bis zum Tode in ununterbrochener Fvl-^e a'»spielt. Bon den indischen Fakiren behauvtet man. dass sie sich emgraben lassen. Nach Jahren gräbt man sie wieder aus und sie leben wieder weiter, als ob ihr Dasein nicht unterhrocher' aerve'en wäre. Bei manchen Tieren,.insbesondere bei Fisven. lässt sich durch die, Anwendung von Kälte ähnliches erreichen. Man bringt sie zum Frieren. Sie werden steinhart und lassen sich mit dem Kammer zerschlagen wie Glas. Jede Os'bensrätigkeit hört auf. Taut man sie aber vorsichtis .wieder auf, so leben sie weiter. Man kann sie auch öfter frieren lassen. Ein ähnlicher Verbuch mit dem Meni hen würde vielleicht ähnliches ergeben.- Gefällt einem dann die Zeit nssbt mehr, so lässt man sich einfneren. Nach fünfzig oder hundert Jahren lässt man sich wieder auftauen. Sind dann die Zeiten sckchner und besser, so lebt man, solange nun, Freude daran hat, um dann wieder 100 oder 200 Jahre auszuruhen. Das Leben in Fortsetzungeri - Phantasie - oder bald Wirklichkeit? E Schissmann-Ball. Der diesjährige Schisfmaim-Baü sin. det Sonntag den 13. Februar 1V27, in den Olympiasälen 1. Bez.. Rothgasse 3, statt. Er wirken u. a. mit: Philipp Zeslc lBurgtheater), Sonja Linn, Richard Eiüner, Josef Koller nstv. Die Tanzmustk besorgt die bestbekannte Kapelle Geiger unle: persönlicher Leitung des Kapellmeisters Max Geiger. Original- Jazzband. Schönheitspreis-Konkurrenz und zahlreiche Belustigungen Eln eventuelles Neinerträgnis fällt dem Hilfsfonds der Angestellten zu Karten im Warenhaus Brüder Schiffmanu. 3. Bez., Taborstrasse 4L

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