Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2853 (6.2.1927)
- Date
- 1927-02-06
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Leit« M Wien, Komevag Wiener Morgenzettnsg 6. Februar 19^7 9ir. 2853 Richter, verurteilte den Bühnenmeister zu J^et Gel d strafe von 20 Schilling, eventuell zu 48 Stunden Arrest, jedoch bedingt unter Einräumung einer einjährigen Bewährungsfrist. In der Begründung des Urteils bemerkte der Rich ter, daß der Hauptschuldtragende an dem Unfall nicht so sehr der Angeklagte, als vielmehr die Direktion des Akademictheaters bzw. die Generaldirektion der Bundestheaktzr sei. Gegen keine Vieser Behörden wurde aber von der Staatsanwaltschaft eine Anklage erhoben. Bei aller Würdigung der Ersparuugspolitik dürfe man dennoch nicht so »veit gehen, daß dadurch die körperliche Sicherheit der Einwohner gefährdet wird. Das Verschulden das Angeklagten liege hauptsächlich darin, daß er es unterlassen habe, in energischer Weise seine Vorgesetzte Behörde auf die Gefahr aufmerksam zu machen und für die Nichterfüllung seiner Forderung dieBcrantwortung abzulehnen. Als mildernd bei der Strafbemessung komme in Betracht, daß der Beschuldigte nur das getan, was seine Vorgesetzte Behörde stillschweigend gedulde' habe. Drer Monate Gefängnis für Beschimpfung Rachenaus» Aus B e r t i n tverd gemeldet: Der Verantwortliche Redakteur des „Deutschen Tageblattes" Dr. Lippert, der erst kürzlich wegen Beleidigung des WahlsahrtSmlnisters Hirtfiefer eine Strafe erhielt, wurde vom SchöffenZett.cht Berlin-Mitte weeen Vergehens gegen das Republikfuchtzgefetz zu drei Monaten Ywfängnis verurteilt. Er hatte einen Brief veröffentlicht, der schwere B e f ch i m P fn ng c tt Walter Rathen auS enthielt. Acht Monate Gefängnis für die Ermordung zweier Juden. Das Warschauer Militärgericht verurteilte chen Leutnant Petrulewitcz wogen Ermordung zweier Juden zu acht Monaten Gefängnis. Der Angeklagte attnkierte auf der Fahrt über die Landstraße zwei in einem Wagen aus der entgegengesetzten Richtung fahrende angesehene jüdische Kausteute, indem er mit einer Peitsche auf sie einschlug. Die Juden verbaten .sich diese Behandlung energisch, worauHin Leutnant Petrulewktcz mehrere Schüsse auf sie abgab, die sie tödlich verletzten. // Magen- und Darmkelven werden durch eine ein. fache Demcin-Trinkkur erfolgreich bekämpft. 4 Die nächsten Premieren im Theater l» der JofeffiaOt, vormittags halb 12 Uhr, findet zugunsten der Rettungsgesellstlmst eine Liedermatinee Julia Ginzkey-Enlp statt. 'AV erste Beranstalltung des „Theater des Neuen" in der Msterbens" von Franz Theodor Cfokor, vorbereitet. Das oieSMriaen Spieheit wird das Schauspiel „Stunde des Wert wird im Rahmen einer Matinee, Sonntag, den 20. d. M., in Szene gehen. Regie: Herbert Wantok. Für Ende des Monats ist bie österreichische Erstaufführung der Komödie „Nickel und die 36 Gerechten" von Hans I. Rehftsch vorgesehen. Im Anschluß daran werden „Frau WarrenS Gewerbe" von Bernard Shaw, deutsch von Siegfried Ttebikfch, sowie der Schwank „Die Perle" (Le cordon bleu) von Tristan Bernard, deutsch von Joseph Ehaoiro aufgeführt werden. Regie: Emil Geher. 4 Ein« Hermann Hesse-Feier. Aus Anlaß feines 60 Geburtstages findet Mittwoch, den 9. Februar, um halb 8 Uhr abends, im kleinen Saat der Wiener Urania statt, bn der ein Zyklus von Liedern des Dichters in Vertonung von Richard Maux zur Vorführung gelangen wird. Aussührende: Staatsopernsänger Hermann Gallos; am Klavier: der Komponist. Kunstsplele. Die dreiaktige Komödie „R o m e o" des i>: Deutschland bereits gut gekannten Wiener DöchtienS Lrnst Haupt, die von zwölf deutschen Bühnen zur AufnH-rung erNwrben wurde, gelangt Donnerstag, den 27. Februar, in den Kunstspielen, 1. Bez., Riemergasse 11, zur Erstaufführung. Die Regie führt Bnrgschauspicler Fritz 'tlum. Bereiue. Bokträge «ad Versammlungen. Fraaengrnppe der zionistischen Sektion Prater. Heute, hiUb 8 Uhr abends, im Heime, 2. Bez., Jungstvaße 8, Vortrag Frau Dr. Martha Ho ff mann: „Die Frau in der jüdischen Renaissance." — Zionistisch« Bezirkssektion — Zionistische Fvorrengruppe Döbling. Morgen, havb 9 Uhr abends, im Cafe Döblingerhof, 19. Bez., Billrochstratze 40, „Llchad Haam-Ge- Verckfeier". Die Gedenkrede häl: H. Dr. Davis Rothblum, Kulturreferent' des Zionistischen Landeskomitees fiir Oesterreich. Eintritt frei! Gäste herzlichst willkommen!—Zionistische Frauengruppe Mariahilf-Nonban (Sitz: Hotel Pavace, 6. Bcz^- Mariahilferstratze 96). Mittwoch, 9 Februar, 8 Uhr abends, Bortrag Oberbaurat Ing. Robert S t r i ck e r: „Aufgaben im Zionismus." Entree frei! Kein Konsumzwang! — Zionistische Bezirkssektion 12—15. Mitravoch, 8 Uhr albendö, im Festsaale des Jüdischen Turnvereines, 1ö. Bez., Herklotzgasse 31, Vortrag Dr. Heinrich Glanz. — Zionistische Bezirkssektion 4—5. Morgen, 8 ab„ 5. D., Margaretenpl., Tervassencafe, Ausschußsihung. Tagesordnung: 1. Bericht über die Keren Hajessod-Besmhe, 2.. Vorbereitung für die Purimfever. — Jüdische Moderne. Morgen, 8 Uhr abends, im Cafe Habsburg, 1. Bezirk, Rotem urmftraße 24, Vortrag Kültusrat Dr. Desider Friedman« Wer .^goPperiLyitteus und die Judenfraae."— Wiener Juristische Gesellschaft. Mittwoch, 9. Februar; nl Uhr abends, im Horsaal 38 der Wiener Universität, Vollversgmm? lang. Dagesordnung: Vortrag des Herrn Prof. Dr. Robert Mahr-Harting. Justizminister, Prag: „Die Reform des Urheberrechtes in der tf chechöslowakifchen Republik." -77 Gabelsberger Enographiekurse. Am 14. Februar beginnt ein' Ansängerkurs (System Gabelsberger) sowie ein hauptsächlich für. kaufmännische Angestellte bestimmter UebungSkurS. Kleiner Regiebeiträg. Einschreibungen Wochen rags von 6—12 Uhr und 3—6 Uhr beim Gabelsberger Stenogräphen-ZenträWer- -in, 4. Bez., Dorlaufftraße 4. Jungsein, Verjüngung und Altern. Usber die aktuelle und interessante Frage der Versünaungsversuche Steinachs und BoxonoW. wird der bekannte Führer der modernen Blutdrüsenforschung, Univ.-Prof. Dr. Arthur B i e d l (Prag), im Rahmen eines. Vorrrages über. die .biologischen Grundlagen von Jugend und Alter am Dienstag, den 8. Februar, mn ZL8 iHr abends im großen Saalder Wiener Urania sprechen. Jüdisches Zentrum der sozialen Hilfsgemeinschast Anitta vMer, 2. Bez., Untere Auaartenstraße 35. Heute, halb 5 Uhr nachm., fünfter jüdischer Dichter-Nachmittag" mit folgendem Programm: Einleitende Worte: Dr. Martha Hofmann; Ueb-r I. L. Perez: Dr. Z. F. Finkelstein; Aus den Dichtungen I. L. Perez: Mirjam Schnabel-Hoeslich, Sigmund Haber; Musikalische Darbietungen: Leitung Prof. Dsimitroffly; Vio.lin-Solovortrag: Kurt Fuchsgelb. — Montag: %8—9 Uhr: Hebräisch für Anfänger; H1—H8 Uhr: . Hebräisch für Vorgeschrittene I.; 8—% 10 Uhr: Hebräisch für Vorgeschrittene II.; 7—8 Uhr: Englisch für Anfänger: 2—3 Uhr: Aerztliche Beratungsstelle. — -Dienstag: 8—V2IO Uhr: Hebräisch für Vorgeschrittene, Vorlesung und Interpretation des Buches Hiob von Schloma Auerbach; 1—ß Uhr: Französisch für Anfänger; 8—9 Uhr: Französisch für Vorgeschrittene; %7—8 Uhr: Schwedisches Turnen für Frauen und Mädchen; 6—8 Uhr: Weibliche Handfertigkeiten; K8—9 Uhr: Sprüche und Erläuterungen der Wochenabschnitie der Bibel; 8—9 Uhr: Praktische Handwerkkurse; 6—7 Uhr: Juridische Beratungsstelle. Ablesekurs für Schwerhörige. Donnerstag, den 17. . Februar, eröffnet■ der Schutzverband' der Schwerhörigen Oesterreichs „B 0 x", einen neuen Kurs für Anfänger, der Dienstag und Donnerstag von 5 bis 8 Uhr abends, je nach Vereinbarung, stattfindet. Anmeldungen werden am vorgenannten Tage im KurSlokale, Wien, 9. Bez., Lazarettgaffe 27, 1. Stock (Bürgerschule), entgegengenommen. Der Verband jüdischer Hörer der Jagiel. Universität (früher Rigorysantenverband) in Krakau wendet sich auf diesem Wege an alle Mitglieder sowie Rigorosanten mit der Bitte um rascheste Begleichung aller bisher nicht ausgeglichenen Verpflichtungen. Alle Beträge wollen an die Adresse „Ognisko", Krakow, ul Zielona 7, überwiesen werden. Die Organisation Hechaluz befindet sich ab 2. Februar im Hause 3. Bez., Czerningasse 7, 2. Stiege 16. Jubiläums-Nedoute des Deutschen Volkstbeaters. Auch in diesem Jahre werden Zuschauerkarten für die Galerie zur Ausgabe gelangen, die den Torlettenvorschristen für die Redout« nicht unterliegen, jedoch zum Betreten des Dheatersaales nicht berechtigen, wohl aber von jedem Platz aus den Blick auf das sich entwickelnde Mid ermöglichen. Der Kc erkauf beginnt Mont«. ... Dle allgrMine Verständigung auf wissenschaftlicher Grund- Um, mit Dien als Ausgangspunkt. Utzber diesen Gegenstand HÄt Herr Otto Lang heut«, kalb 11 Uhr vormittags, im Festsoale des. Ingenieur- und Architekten-BereineS, 1. Bez., Efchenbachaaff« 9, einen frei zugänglichen Vortrag. Der Inhalt des Bdrsrages beruht, wie der Vortragende mitteilt, aus einem EroMi? mchr als üOjährigen Forschens, das alS „Psychisches GxävitatlonSgeseh" zu bezeichnen sei und das hinsichtlich seiner Tragtvelte dem phystkalischeu RmnitatirmSgesetz gleichkomtn«. Um Schluffe Fragenbeantwortmig Serichtssaal. Sie lebeargeWkltchell Nallffen. ttebrrtriebene Sparmaßnahmrn der Bundesthealstr. Im Akademietheater besteht seit langem der Brauch, Kulissen, die vom Burgtheatcr für die jeweilige Vorstellung geliefert werden, nach Gebrauch bis zum Wholen durch den Wagen des Burgtheaters an die rückwärtige Mauer des Konzerthauses ohne jede weitere Sicherung altzulehnen. Wiederholtwurden Klagen von Passanten, die durch die freistehenden Kulissen ztt Schaden kamen, laut, dochdie Generaldirektion der Bundestheater fand keinen Anlaß, diesem Unfug zu steuern. Durch eine Gerichtsverhandlung, die gestern beim Strafbezirksgericht 1 (OLGR. Dr. Fuchsig) abgeführt wurde, konnte man Einblick.in die durch unzweckmäßige Mbaumaßnahmen hervorgerufenen unhaltbaren Zustände gennnnen. Am 24. April v. I. umrde der 63jährige Pensionist Josef Z anett-i, als er gegen 10 Uhr vormittags am Konzerthaus vorbeiging, von einer sechs Meter lmrgen und eins« Meter hohen 15 Kilogramm, schweren Kulisse, die infolge eines Windstoßes umgefallmi war, niedergeworfcn und schtver verletzt. Außer einigen leichten Verletzungen erlitt Zanetti einen nicht unbedeutenden N e r v e n ch 0 ck. Gegen den verantwortlichen Bühnenmeister Gustav Peter tmtrde nun die Anklage wegen qualifizierter Gefährdung der körperlichen Sicherheit erhoben, weil er es unterlassen hatte, wenigstens durch eine Aufsichtsperson die Passanterl auf die ihnen drohende Gefahr aufmerksam zu machen. Zuseiner Verantwortung gab der Beschuldigte an, daß er mit vier Bühnenarbeitern den Dienst im Akademietheater versehen müsse und zur kritischen Zeit alle auf der Bühne beschäftigt waren. Seine wiederholten Vorstellungen der der Generaldirektion der Bundestheater um Zuweisung weiteren Personals blieben infolge der Ersparungsmüßnähmen erfolglos. Der VOlKSWIRTSCBAri PapjMes Petroleum. Fn. «den letzten-; Daigen Wvhgen: die. polnischen Papiore, in nist-er-Reihe--die PeLroleulMliverte,: an der Wiener Börse eine demerkenswevte Aufwärbsbewe-guwg .oin. In einer ve-EltHisWätzig^Mn Zeitz'ipanM.stieg die G a 11 c i a-Mtle dorr 1i0 aüs^i46 Schilling, also um etma 30%, während dieKarpathe n-ALtie unter Berücksichtigung ches Zu^m-menlcgun'gsverhältmffeZ seit JaHreLLPg-iml etwa eine'lb^igie' KurAbesseruN'g M verzeichnen hat. , An den polnischen PetroleunÄverten, die/ wie bekannt, nicht an den pdlni'.sckien^Börsen, sondern nur in Wien notieren,, hasten die größten^ Verluste des Wiener Platzes. Die Petrolcu.mgLseHchaften chatten die Zeit, in der 'die Mtie dias Um und Aus im Denlken und. 'Handeln jedes wirtlschaftlich Jntc-ressierten bildete, am beist-en zu nützen verstände^ Die Galizische Karpathen A. - G. stückelte daanals ilhre AGien in sieben Teilei bei einem DurckMülttIkurse von 600.000 Kronen oder 60 SckMmg; die Galizische Naphtha A.- G. „G a I i c ia", «deren ..überwiegende Aktien- Majorität sich im Besitze der Gruppe O f e n h e i m befmdet^ 'hat noch knapp vor -dem Erlöschen der „Sanie-run'gslhausse" eine .ansehnliche Poist Galicia- Mien pro gcgeniwärtig tzoftückelte Mkien z u 6 bis 7 Millionen Kronen oder 600 bis 700 Schilling cm der Wiener Börse angebracht; an Lemberger Naphtha und Fanto hiat das österreichische Publikryn itt. ähnlicher Waise Geld, verloren; die S ch 0 d n i e g-Wiktionäre wieder wuvden durch die eigenartige Ausscheidung des polnischen Substanzbesitzes und dessen Umwandlung in eine nationale Gesellschaft in orig-imeller, Weise geschädigt. Nack hem der Nahm der großen^Musse t923 längst abgeschöpst war im«d die MlI^ii^lunÄ erreichte größere Belocglichke-it und MaN^ÄrH'igkeit der Äarpathen-Mlie bei einem Kurse von 6 'Schlllmg in WrrklMeit einer fast schon Ätherischen Verdünnung gu verdanken war, mußte die Verwaltung vor kprMn den entgegengesetzten KLUB R AD1KA L ER ZIONISTEN Mittwoch, 9. Ftbruar 1927, um halb 9 Uhr abends, im Lstä Atlashof, I., Asperoplatz (Klublokal: Eingang Wiesingerstraße um die Ecke) Klubversammlung Gegenstand: 1. Möglichkeiten der landwirtschaftlichen Entwicklung K in Palästina. Referent: Herr J. PRASCHKER aus Tel Awiw 2. Uebersicht Uber die Lage im Zionismus. Fr eie Aussprache. fm Österreichischen Landesverband organisierte ■ Zionisten als Gäste willkommen! tuiittMSHiisiMwiuiiiiiiuaiuiua Prozeß e-inleiten und die Aktien wieder zusammenlegen. Das. heutige KursvollMen von 100 Schilling wäre alsa im Zeitalter der^ GeW'rlangievurrg,.— der „BUlanGnahcheit" — kein Hindernis mehr stir die Marktgäng:gke.it der Kar^ thenMie; auch war es sehr , leicht,, einen. ..Grunh hür - ld ' Jahre 1023 ' eingeleiteten Pro-zesses ausfindig zu machest: es lwnr dies eben die Goldüilahqierung und. 'die Ermittlung des auf e>ine Mtie j.m Ncminale von '3500 poln. Mcvvk entfallenden Zloty-Kapitals. Die Umstellung aus die Goldbi'lainzierung, die nach den Intentionen des Gesetzgebers unter Vödvchtnahwe auf e>ine Sicherung der Rentabilitätserfordormsse erfolgen sollte, hinderte jedoch die Gcselvfchaiften nicht, ihre Aktien durch eine Reihe von Jahrendivid enden los zu lassen. Die „Galieia" schüttete für die Geschästssahre 1923/64, 19l24W, 1926/20, die Karpathen A.-G. pro 1924/26, 1925/26 reinen Gcovinn« anbei! aus, jedesmal wurden die W-ionäre auf das kommende Jahr vertröstet, so daß auch jetzt, z. B. der Karpathen A.-G. pro 1924/26, 19(25/26 keinen Gewinntung hofft, »daß sie nümb'.ch Pro 1926/37 die Dlvrdendenzcchlung werde auifnehmen können. Wenn n.un m einer Periode sinEenden Zinsfußes und geftugerter Rentahilitätsar^pr,li,ch^ seit Jahren dividendenlcse Aktien trotzdem in einer Kursaufwertung 'begriffen sind, so müssen (Isel'tzst wenn man davon noch so viel auf das Konto dessen setzt, 'daß eine. Petroleum- Äie ohne einen starken fpekulat-iven Einschlag nicht 'denkbar ist) hie für gang besondere Gründe maßgebend sein. Die KnMe Dividendenlosigikeit wurde von der Bevwaltung der Petrolemngesellschaften mit der fiskalischen Poll 1 ik der polnischen Regierung begründet, deren Maßnaihmen es den Gesellfchasten rall'üMtsr ekischeinen ließen, die Gew-inne Ä u t h e f a u r i e r e n. Mit dem Thesaur ierungs» Moment ist der Mtionär immer zu kooptivieren gewesen, er ist es vielleicht m-ehr denn je gerade zu einer Zeit, in der das RentabilitätsprinFip über das Substanz- 'prinzip Lberhand gewonnen hat, weil in einer solchen Zeit -die Rentvbllitä'tslcsigEelt nur eine vorübergehende Elscheinung zu sein verspricht, also daß das magere Jahr von einem recht fetten abgelcst »verden würde. Di« „fiHkalilschen Maßnahmen" der polnischen Regierung und die ^hesaurie-rungsmethcden" der polnischen Petroleunwerwaltungen m allen Ehren! Trotzdem wind man doch an beiden nicht unkritisch vor übergehen können. Als Maß'stab der Kritik wird aber der reelle Erfolg angcwendet werden müssell. Jene fiÄkallschen Maßwaihmen, so sehr sie mit ihren Einfuhrdrasstlungen und einschränkenden Deviisendesti mmungen -in den polnischen Außenhandel ein Element der Unsicherheit gebracht hahen, das speziell den csterreichischen Wirttschaftslkressen enovmen Schaden zuge-tüigt hat, jene fiskalischen Maßnahmen haben jedenfalls Posen vor einer Awoiten Val-utavwnichtung bewahrt. Nachdem die polnische HandelkLiklW auch danE der Polen «war von ungesÄhr in den Schoß gefallenen, von ihm jedoch