Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2853 (6.2.1927)
- Date
- 1927-02-06
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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■';enf Zonntvg Wiener Morgenzeiinng 6. Februar 1W7 M. 3888 G»U>»O»>»M>WOW»>W>WSSS»»»»»W » , 8 Me neuen Schlager I unserer * BB » « « m M » £ 1 § ■ ■ s ■ ■ » ■ Upton Sinclair: Der Sumpf Hundert Prozent Jimmie higgins Man nennt mich Zimmermann Samuel, der Suchende Der Liebe Pilgerfahrt Der Industriebaron König Kohle Die Metropole Die Wechsler Nach der Sintflut 5 Bände in Kassette S 20.-. Maxim Gorki: Foma Gordejevv Drei Menschen Eine Beichte Verlorene Leute und andere Erzählungen Die Holzfiößer und andere Erzählungen Märchen der Wirklichkeit Wie ein Mensch geboren ward Der Spitzel Broschiert 8 2—, ged. S 3— pro Band. Einzelbände: Der Industriebaron König Kohle Die Metropole Die Wechsler Nach -der Sintflut ln Pappe ged.je 8 4.—, in Halbleder geh. je S 5.—. R. LÖWIT, «IRR. I. RotenturiüstraBe zz „ m 5 * 9 ** BSBeBSBBSilBBBBBflBBBBBBBBBBBBBBBBBBBSBK e Versäumen Sie nicht o-.c letzten Lage der beispic-l'losen Verkauss-Senjatton der „Weißen Woche" im Warenhaus Brüser Schiff mann. 2. Bez:. Taborstraße 48. Seit Wochen bild-en die unglaublich billigen Preise des „Weißlwarcn-Sonderoevtaufes" im populärenKau-fhaus Schisfmann das Tagesgespräch der Ler^oldstad: und bringen einen starken Käuserzustrom aus allen Wiener Gemeint-cbezirken und zahlreichen Provinzorten. Ta der Verkauf nur noch wenige Tage andauern wird, empfehlen wir jedermann,- diesen ungewöhnlichen Otkasions-Verrauf zur Deckung seines Bedarfes auszunühen. Zur Vermeidung des starken Andranges an Nachmittagen wolle möglichst .>er Vormittag zum Einkauf benützt werden. Für die Einhaltung der angeliündigten Preise uwd verläßliche' Qualität' oer: Ware» wird vollste Garantie geleistet. Nachstehend einige Prei^eißpielc: Wäsche-Chiffon, 75 Zentimeter breit, per Meter nur 6 0 Groschen, Damenhosen - K o m b in e ge n, ajour. und gestickt, nur S. 2.9 0, Damen-Hcm» den, nur S. 125. Streif -Gradl, per Meter nur 2. 1L 5. Tis ch t ü ch e r, n u r S. 3.9 v, Bett t u ch, 140 Zentimeter breir, per Meter nur S. 1.5 0, Maora s-Stoff, fiir Vorhänge, per Meter nur .08 Gros ch e n, Madras- H a I b ft o r es zu 'S. 3.00, Giäsertücher 49 G r o s ch e n, H e r r e n - H e m d e n S. 1.9 8, H o s e n - K ö p c r, SO Zentimeter ' breit, S. 1.—, H e r r c n - lK n i eu n te rh o s e S. 1.98, Herrenk rag e n. weich, weiß u. farbig, Zu 20 Groschen usw. ufto. Eine Besichtigung der sehenswerten 26 Schaufenster ist interessant und lohnend. Im Foyer lustige Schattenbilder. Die außerordentliche Popularität dieses führenden Leapoldstädter Warenhauses har die Leitung des „Jüdischen Künstler-Kabaretts" veranlaßt, im Nahmen der gegenwärtig unter allen Zeichen eines Bombenerfolges dort zur Aufführung gelangenden ersten jüdischen Revue „Von - Sychestow bis Amerika" ein sehr originelles und mit.rreffeitden humoristischen Schlagern ausgestatietes Retlamebild „Warenhaus schiffmaun" zu bringen, das beim Publikum verständnisvolle Zustimmung findet. E Seit ungefähr 2 Jahren ist ein neues, nach Erprobung und außerordentlich günstigen Befunden hervorragender Aerzte eingeführres Heilmittel, das Sativan, in Verkehr, das von besonders vorzüglicher Wirkung gegen A'ltcrsveränderungen verschiedener Art im menschlichen Körper ist. Auch auf die in den Wechseljahren der Frauen eintretenscn Beschwerden. die zum Teil durch °. ähnliche Veränderungen veranlaßt sind. Vielt es mildernd und bsfeirigend ein. . Es genügen 40 Tropfen im Tage, entweder auf einmal oder geteilt auf zweimal genommen, um den Heileffokt zu erzielen. Am vorreilhastesten wird es schon vor dem Frühstück genommen. Das Sarivan ist bereits in allen Apotheken erhältlich!! E Bei Erkältungen» Schnupfen, Halsentzündung, Nervenschmerzen, Gliederreißen tut man. gut, mit einem halben GlaS natürlichen .Zranz-Jchef"-Bitterwassers für tägliche Darmcntleerung zu sorgen. Nach Urteilen oer UnlversitätÄIlniken zeichnet sich dos Franz-Josef-Wasser di,rch sichere Wirksamkeit bei angenehmem Gebrauch aus. E Kein Schwerhöriger versäume den Besuch der Firma I. A. Neurath, 4. Bez., Blechturmgasse 20. Dort wird unrcr Berufung auf unser Blatt jedem der Orig. Mustik-Apparat unverbindlich und unentgeltlich vorgeführt.. Die Erfindung dieser Oria^ Akustitk-Apparate kann als eine der grössten Wohltaten für Schwerhörige bezeichnet werden. E Eine Million Dieter Ulm. Tausend Kilometer Filmband, also ein Band, dessen Länge etwa der Strecke Wien—Gienua entspricht, wurde für die ersten zwei Kopien deö großen ,Metropolis"-<Film verwendet. 620.000 Meter.Negativ-Film hat man »vährend der ungefähr ern und ein halbes Jahr dauernden Aufnahmen zu dem Metropolis-Film verbraucht, den Fritz Lang inszeniert har. Cs waren acht Hauptdarsteller, 700 Episodenspieler und über 36.000 Komparsen an diesem Film-beschäftigt, ein Aufgebot, das die Stabt der Zukunft zu beleben hatte. Monumental sind nich: nur diese Zahlen, sondern auch das Werk, das zuständegckorumen ist, <>er Metropolis- Film, den man ba!o auch m Wien zu sehen bekommen wird und der ais ein Wunder der modernen üiiiotechnik zu'bezeichaen ist. k Schiffmaun-Balt. Ter diesjährige Schiftniann-Ball findet Sonntag, den'16. Februar 1927. in den Olpmpiasülcn, 1. Bez.. Rothgasse 3. statt. Es wirken u.'u. mit: Philipp Zeska IBurglheater), Sonja Linn. :>ikf?.-,r,> Eibner, Josef Koller usw. vre Tanzmusik besorg! die bc-tbelun.ue .Kapelle Geiger unter persönlicher Leitung -es Liapellnicisters Max Geiger. Original-Jaz^band. SchvnhettSpreis^Konkurrenz und zahlreiche Belustigungen. Ein eventuelles RciwerträgniZ fallt dem Hilfsfonds der Angestellren zu. Karten im Warenhaus Brüder Scknffnmnn» 2. Bez., Taborstraße 48/ E Triest-Palästina. Für die direkte PersonenbefördLrung nach den palästinensischen Hasen Jaffa und Haifa nnterhält der „Lloyd Tricstirtt." einen Spezialdienst. Allwöchentlich am Donnerstag um 18 Uhr, Abfahrt von Triest, Fahrtdaner öH Tage. E Besonders weiße Zähne bekommen Sie beim Gebrauche von W. Twerdys Dennflore-Zabnpasta. Erzeuger: Hirschenapotheke, Wien, 1. Bez., Kohlmarkt 11. E ArbeiSftthigkeit im Alter sichern Sie sich durch Vorbeugung der Arterienverkalkung: Gm ärztlich erprobtes stütz empfohlenes Mittel dazu ist R'ä dj o sk k e r i n, welches die Blutzirkulation in den Pulsadern fördert, das Blut verdünnt, die Adern elastisch macht und dadurch den Kalkablagerungen untz allen damit zusammenhängenden Alterserscheinungen vorge'beugt, bezftv. Idie geistige und körperliche Arbeitsfähigkeit auffrischt Und erhält Die frei veruinflichen radiumhaltigen Namoftkerintablelten sind auch als Linderungsmittel bewährr und erprobt. Der Natziumgehalt wrrd amtlich geprüft. Hauptdcpot: Apotheke Bayer, Wien, 1. Bez., Wollzcile 13. E Bei Fettsucht, Gicht Mid Zuckerharnruhr verbessert daS natürliche „Franz-Josof"-Bitterwasser die Magen- und SES Herz der «dmer -Sh« doch«. So traget, ghr Fr««, die Asse VMM? - Solks Äikllner-erz!n Skstase geratev. So beizet in -aber-Wg den -rat«. Uevtratt er-LttUch. Darmtätigkeit und fördert nachhaltig die Verdauung. Forscher auf dem Gebiete der Stoffwechselheilkunde erklären, mit den Franz-Fosef-Wasser glänzende Ergebnisse erzielt zu haben. E Die Buchhandlung Hermann Tuchner, Wien, 8. Bezirk, Große Stadtgutgafse 7, Ecke Taborstratze 62, gibt uns bekannt, daß sie an unsere Leser zu sehr ermäßigten, die Konkurrenz schlagenden Preisen einen größeren Posten guter Bücher und Werke jeder Literaturrichtung abstöht. Kataloge stehen ernsten Interessenten kostenlos zur Verfügung. Unsere Leser werden auf diese Gelegenheit besonders aufmerksam gemacht und gebeten, davon recht ausgiebig Gebrauch zu machen. E Reiseburcau der Hamburg-Amerika--Linie. Verkauf von Schiffs-. Eisenbahn- und Schlastvagenkarten für In- und Ausland, Flugscheine, Auskünfte über Hotels, fachmännsiche Veranstaltungen von Gesellschafts- und Vereinsfahrten. Geldwechsel. Dnreaustunden ununterbrochen von 9 bis & Uhr nachmittags lSamstkig von 9 bis 2 Uhr), Wien, 1. Bez., Kärntnerstratze 98. eCOTeQS(?QW998«W9WSWQS9W«8t JÜDISCHE WEIT SelbstmordeWemle unter den Juden Rublandr. Die in Moskau vor einigen Tagen veröffentlichte amtliche Statistik übir die Zahl der Selbstmorde stellt ein tveiteres Anwachsen der Selbstmordfälle in Sotvjetrußland fest. In Leningrad allein haben irn Jahre 1020 insgesamt 960, und zwar'670 männliche und 390 weibliche Personen Selbstmord verübt. Der größte Teil der Selbstmörder stand im Mer von 18 bis 25 Jahren. Unter den Nationalitäten nehmen die Juden in dieser Tabelle der Verzweiflung den ersten Platz - Sr- Hugo Spitzer — 30 Jto&te Präsident der Wischen Semeiude Lsiset. Tiefer Tage war in O^ije k fGjfeg, Jugoslawien) ein seltenes Jubiläum zu' verzeichnen: Dr. Hugo Spitzer hat die Feier seiner breißig'jährigen Präs id e n t e n s chaf t der Osijeker Kültüsgemeinde begangen. — Rechtsanwalt Dr. Hugo Spitzer ist eine führende Persönlichkeit im jügöslätvischen Judentüm. Schon in den An-' sängen des politischen Zionismus,- in der ersten Zeit Herzls, hat er sicher z i oist sti s che n B ewe-g ü n g-'angeschlossen. Er ist einer der Gründer der zionistischenj Bewegung in den südslawischen Ländern, leitete lange Jahre als Präsident den jugoslalvischen Zionistcnverband und ist jetzt sein Ehrenpräsident. Än vielen zionistischen Weltkongressen hat Dr. Hugo Spitzer als Delegierter teilgenoinmen und war auch Mitglied des' Z i o n i st i s che n Äktiorlskomi'tee.s. Uni die.Organisierung der jndischeu K u l t u s g e m e i n d e n in Kroatien und später in Jugoslawien hat er sich die größten Verdienste erworben. Er war Hauptinitiätor und Vorsitzender des V e r b a n d e s der jüdischen Kultus ge meinden Jugoslawiens. Dr. Hugo Spitzer ist nicht, nur in den jüdischen, sondern auch in nichtjüdischen Kreisen eine angesehene Persönlichkeit. Er ist Nestor der jugoslawischen Juristen sowie langjähriges Mitglied der Advokatenkaminer. Seit einigen Dezennien gehört er dein Osijeker Gemeinderat an. | flEGM. KORNMEHL | GROSSFLEISCHHAUEREI X Zentrale: IX., Bezirk, Berggasse 19, Telephon 17-3-99 u. 16-9-34 9 Lieferant fflr Heilanstalten | Abteilung fiir •"i^Q-Fleisch 5 ernter Aufsicht des Ehiwördlgen Rabbinats der lsr. Kultus- ® gemeinte Wien.. 40 3 IX., Berggasse 15 XVIII., Währingerstraße 97 »vvvsvvvvvvvvvvvavvsvvvvvvvvovvvvvsoosS Bebende in feinsten Ledersorten zu sehr Preisen) Schuh DORN 2» Bez*^ Taborstraße 30--. 401 Inventur-Verkauf in hoch wertigen Einzelpaaren zu * I2JO 17.50 is. 10.30 BBBBBBBBBBBBBBBBBSBBSBBBBBBBBBBBBBBBBB Ottomane - Natrafzen Auch Teilzahlung! H. Weltz, Wien, II., Darwlngassn 39 S aBHBBBBBBBBBBSBBBIIBBBBBBSBBBBBBBBBBBBBB NeuerSemoiterbeginn! beh ^en. ItlOilistBnsiihule Lampe!, i„ ButeiituroistP. 31 Lehrzeit )'/.• Jahre wrivatkiirse Das dreißigjährige Jubiläum! Dr. Spitzers wurde unte^ den Teilnahme führender jüdischer und nichtjüdischer Kreise Osijeks begangen. Bei dieser Gelegenheit ^tvurde Dr. Spitzer auch das Diplom seiner Eintragung in das Goldene Buch des Jüdischen NationalfondS überreicht. Ehrung des Budapester Advokaten Dr. Elias Pollak Aus Budapest wird uns berichtet: Die Budapester Advokatenkamnier hat in ihrer letzten Sihung den Nestor der Budapester Rechtsanwälte, Dr. Elias Pollak, zum Ehrenmitglied der Kammer geivählt. Dr. Pol ak ist der Sohn der verstorbenen Oberlehrers der jüdischen Volksschule in Papa in Ungarn und hat sich als Verfasser juristischer und rechtsphilosophischer Arbeiten einen großen Namen erworben. In den letzten Ta^en erschien von ihm ein dramatisches Gedicht „Lueefers Fluch". Dr. Pollak erinnert sich in seinen Gesprächen oft an seine Jugendjahre, die ihnr nur^ dadurch vergällt waren, daß sein Vater, gleichfalls ein philosophisch geschulter Pädagoge, sehr viel von dem; damaligen Kchilla-Pascha, dem Greisler Scl.ime Süß, per Präsident der Schulkrmvmifsion und daher' unmittelbare" Voraescßter des alten Poklak war, zu leiden hatte. Doktor Pollak erzählt, wie in späteren Jahren, als er bereits 'in bekannter Rechtsanwalt in Budapest. Ivar, ein kleiner Mann in defekter Kleidung bei ihm vorsprach, in dein er Schime Süß wieder erkannte. Auf seine Frage nach seinen! Vegchp,' antwortete Süß: „W.'zn es leugnen? Ich b i n ein Schnorrer geworden und gehe.cb.cn schnorren." Dr.' Pollak überreichte ihm einen Betrag und nicht ohne Bitterkeit füate er hinzu: „Gehen Sie zurück nach Papa'und sagen Sie den Papaer. Juden, daß jeder, der zu mir schnorren kommt, zwanzig Gulden erbalten kann." Dr. Pollak wurde bei der Ucberreichung des Ehrcndiploms in der Festsitzung von den angesehensten Juristen Budapests geehrt. Jüdische Abgeordnete in der tschochvslowadifchrn VottS« Vertretung. Zu unserer Mitteilung vom 2. Februar ist richtigzustellen, daß der Senator Dr. Johann Po lach, der sozialdemokratischen (nicht nationaldemokvatifchen) Partei angchört. Die jüdischen Bauern in Weißrußland. Vor der Revolution waren 3 Prozent der jüdischen Bevölkerung Weißrußlands in der Landwirtschaft beschäftigt. Sie bearbeiteten insgesamt 13.300 Deßjatin Boden. Jetzt sind 8.6 Prozent der Judenschaft Weißnißländs Bauern. Die Boden- Tliädje, die sie bearbeiten, betragt jetzt 42.000 De*ßfatin. Der für das Jahr 1926 vorgesehene Siedlungsplan wurde bis zu 95 Prozent durchgesührt. In den kommenden fünf Jahren sollen laut dem Plan in Weißrußland 6860 jüdische Faniilien aus 32.000 Deßjatin Boden angesiedelt werden. Zwei neue Bnet Bri^-Logen in Berlin. Aus B e r l i n wird berichtet: Nah Gründung der Julius Fenchel-Loge soll nunmchr eine weitere Loge des Ordens Bnei Brith ' in Berlin begründet werden. Diese neue Loge wird den Namen Abraham Geiger-Loge tragen. Fünfztgsemestriges Stiftungsfest der Jüdifth--akademisichen Lese» und Redehakke in Brünu. Aus B r ü n v wird uns berichtet: Nächste Woche begeht, wie schon angevündigt, die hiesige Jüdisch-akademische Lese- und Nodehalle die Feier ihres fünfzigsemestrigen Bestandes. Es find hicbei verschiedene Veranstaltungen in Aussicht genommen. 16. Februar wird Max B r o d einen Bortrag über „Jüdische Renaissance einst und jetzt" halten. Zugleich mit dem Stiftungsfest findet, die Kartelltagung der Jüdisch-akademischen Lese- und Redehallen von Wien, Prag und Brünn statt. Am 19. Februar treten die alten Herren zusanlmen. Ein Repräsentationsball am Abend des 19. Februar, wird das Fest beschließen. Die jüdische GartnerMule in Czenstach»« bedroht. Seit dreißig Jahren, existiert in Czenstochau in Polen eine jüdisäie Gärtnerschule, die schon eine sehr große ZaW von jüdischen Gärtnern aller Kategorien ausgebildet. hat. Die Absolventen dieser Schulle sind wegen ihrer vorzüglichen Ausbildung sehr gesucht. Die Anstalt besitzt mehrere Wohn- und. Wirtschaftsgebäude, eigene Glashäuser und sonstige ' moderne gärtnerische Einrichtungen und ein reichhaltiges Inventar. Wie nun Herr Nathan Ko hm, derüberaus rührige Präsident des Komitees, welches für die Erhaltung dieser Anstalt zu sorgen hat, berichtet, ist diese Anstalt in eine schwere Krise geraten, toeil sie trotz seiner Bemühungen von keiner der großen jüdischen Organi- >- sattonen effektive sinanziellle Förderung erfährt. Die jüdische Genieinde von Czenstochau hat wohl eine Jahressubvention von 1000 Zlorh votiert, aber nicht flüssig ge macht. Die „Jea" hat eine Subventionierung abgelehnt, wöil ihr die Anstalt, die.von 40 Schülern besucht wird und, jährlich durchschnittlich 15 nusgebildete Gärtner entläßt, geringfügig epscheinr. Auch der „Joint" hat ein Snbventkvnsgesuch der, Anstalt abgelehnt. Herr Kohn gibt nun in den Warschauer jüdischeu Blättern bekannt, daß, falls niä)t bald der Weiterbestand der Anstalt gesichert ioerde,' das Kuratorium gezwungen sein werde, die älteste jüdi^e Gärtnerschule vor Beginn des Sormnersemesters zu schließen. 2617192932