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Wiener Morgenzeitung · 1927-02-01 · Heft 2848 (1.2.1927) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2848 (1.2.1927)
Date
1927-02-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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r . 1 , -«'«WVMßWWWSWMNSW wmmmmm Gerte 4 Wien, Dtm-ba- Wi««k MsrgWWtt«V 1. FcSrirar 100? Nr. 88A Der Heren Hajessod-Drlre hat begonnen! Zionisten, stellet Euch als Mitarbeiter zur Vertilgung. Juden, denket an den Palästina-Aufbau und erfüllet Eure Keren Hajessod-Pflicht, Ser Strafaufschub für Mrander Welrz. Der Anwalt des gewesenen Ch.sreoalteurs des „Abe'.rd" Alexander Weiß hat gestern mittags bei Gericht die erlangte Kaution von 20.000 Gch-illing erlegt, so daß nunmehr der Strafaufschub von drei Monaten endgültig bewilligt erscheint. Maßngrluug eines Mische« gonrnallflen in Kowoo. Kowno, 30. Jänner. (I. T. A.). Das Präsidium des .^uuischen Sejm beschloß, den langjährigen Sejm-Berichtecft<itt:c der Tageszeitung „Mische Stime". Herrn Szofer, vom Besuch der Sejm-Sitzungen auszuschließen. Herr Szoser war der Vorsitzende der Sejm-Berichterstatter Litauens. Die Tageszeitung „Mische Stime" wandte sich in einem ossenen Schreiben an den Präsidenten der litauischen Republik, Smetona, und den Mnisberpräsidenten Woldemaras mit der Anfrage, wie sie es dulden können, daß die offiziöse „L i e t u v i 3" unablässig eine antisemitische Hetze betreibt. Sur polulfchr Konsulat ko BalSftlua. Deputierter Dr. Reich über das Revirement. Warschau, 30. Jänner. Bei der Beratung deS Budgets des Außenministeriums im Se,M nahm der jüdische Deputierte Dr. Reich Las Wort: er legte dar, daß die Außenpolitik Polens einer einheitlichen Linie bsdürfe, und gab dann eine kritisch? Analyse d?r Bezieh-ungen zu den anderen Staaten. Bei der Besprechung des Verhältnisses zu Rumänien wies Dr. Reich daranf hin, daß (wie wir' bereits gemeldet halben. — Die Red.) m Paris von n i cht jü d i s ch e r Seite, nämlich von der Liga für Menschenrechte, eine große ProtcisLkundgebu-ng gegen. die von den rumänischen Studenten veriMen a n t i j ü d i s ch e n Exzesse statbfinden werde. Am Schlüsse seiner Rede. Mrte Deputierter Dr. Reich an, daß die Konsuln der polnischen Republik in Berlin und Czernowitz die Interessen der pvlnisZM Bürger, soweit es I u d e n seien, nicht gehörig wahrnehmen, und besprach dann den (von uns geistern gemeldeten. — Die Red.) Wechsel im Polnischen Konsulat in Jerusalem: ,Zch habe" —führte Redner aus — „die besten Nachrichten über die Tätigkeit des bisherigen Konsuls in Jerusalccn, Herrn Hub icki; er hat die beste Qualr« fAation und vollstes Verständnis für ferne Aufgaben. Leider kann ich dasselHe nicht von seinem Nachfolger, -dem bisherigen Vizekonsul, sagen." Die Schweiz errichtet ein Hooorarkonsulot. Bern, 30. Jänner. Der Buntesrat hat die Errichtung eines schweizerischen Honorarkonsulats in Jaffa beschlossen. Der neue Konsul erhält die Jurisdiktion in Palästina und Transjordanien. Das Honorarkonsulat ist dom in Palästina geborenen Kaufmann Kübler, A-ebürt-D aus Moten in der Schweiz, Vertragen worden. Kinoblindheit. Aus London wi'-d uns getrieben: Die plötzliche Erblindung des Ballettänzers Anton D o l i n Ivährend einer Filmaufnahme, die er bei Silberblenden und elektrischen Reflektoren zu vollsühren hatte, erregt hier ln weiten Kreisen lebhafte Teilnahme für den befähigten Bühucnlünstler. Der Fall selbst aber ist nur ei» Glied in der Reihe von Unfällen, die seit dem Aufkommen der Filmkunst infolge der dabei auch am hellichten Triac notwendigen außerordentlichen Velichtungsmittel zu verzeichnen sind. ViLher sind ähnliche Fälle nur aus dem Bereiche der indnstricsten Arbeit bekannt, wie es die Berufstätigkeit bei Schmelzöfen oder in elektrischen Bogenlampenfabriken meistcnS ist, wo der Arbeiter berufsmäßig sehr stark dem blendenden Licht ausgesetzt ist und erst nach der Arbeit plötzlich den Verlust des Sehvermögens merkt. Im gewöhnlichen Leben find ähnliche Fälle bei längerem, dem Sonnenlicht Ausgefehtfem bekannt, wenn zum Beispiel Personen mit ungeschützten Augen eine Sonnenfinsternis beobachten. Zu dieser Kategorie gehört auch die S ch n e e b l i n dheit, die in den nördlichen Regionen von Rußland und in den arktischen Gebieten vorkommt, in ihrer Auswirkung und ihren Folgen jedoch bei weitem nicht so gefährlich ist wir die anderen Formen der temporären oder dauernden Blen^tng. In Sibirien hat man gefunden, daß die schwersten Komplikationen besonders dann eintreten. wenn das be¬ Oflomana - Matratzen Auch Teilzahlung! M. Weltz, Wie», II., Darwinsasse 39 S ■BWMMMMnaMaWBMMWMHIMaMMMWRMe treffende Individuum auch in seiner körperlichen Konstitution herabgekommen ist, und beiSkorbuterkrankung e n war oft dauernde Blindheit die Folge von Schnecblendung. Bei leichteren Füllen tritt oft die sogenannte Nachtblindheit auf, wobei die darunter Leidenden bei Tageslicht ganz gut sehen. bei Einbruch der Dämmerung aber fast vollkommen geblendet sind. Lichtbllndheit ist eine Folge der Ueberlrritation der Retina, jener empfinglichen Netzhaut, die das normale Sehvermögen ermöglicht. Man hält dafür, daß die ultravioletten Strahlen im elektrischen Licht auf diese Netzhaut einen sehr schädlichen Einfluß auSiiben. Der neueste Fall, der in England großes Aufsehen erregt, wird jedenfalls die kompetenten Fachkreise veranlassen, sich gründlicher mit dem Problem zu beschäftigen. ewapwp«wgB«BBggBgg^^ Eine Bibliothek von 300 Bänden 1 Eine PalästSnarelse I Fünf Dunam Boden in Palästina I __Das sind die enten drei Prelle der sroBen Kreuzworträtsel - Konkurrenz, die am 7. Februar in der „Wiener Morsenzel ung" beginnt. Sie umfaßt 50 Rätsel. Außer diesen drei Hauptpreisen können Sie eine ganze Reihe anderer großer Preise gewinnen. Fünfzig Rätsel — fünfzig Preise! Beachten Sie unsere weiteren Ankündigungen! Wien. 1. Februar. Bon der Wiener tschechoslowakischen Gesandtschaft. Der Logationssekretär Ler Wiener tschechischen Gesandt» schast Dr. Josef L u sk ist zur Dienstleistung in das Ministerium des Aeußern nach Prag emberufen worden. Professor Friedenthal plötzlich gestorben. Gestern nachmittags ist der Professor am Neuen Wiener Konservatorium in der Himmelpfortgass« Karl Friedenthal plötzlich vom To.« ereilt worden. Der Musiker, der an der Anstai'r Mandoline und Gitarre unterrichtete, war seit etwa fünfviertel Jahren an einem Hevzklappenfohlcr erkrankt und stand in ärztlicher Behandlung. Gestern kam er um 3 Uhr nachmittags in das Konservatorium und fiel in einem L«hrziinmer ohnmächtig zusammen. Trotz ärztlicher Hilfe ist er bald darauf gestorben. Ans der Wien« Presse. Die „Deutschösterreichische Tageszeitung" ändert, wie sie milteilen läßt, von heute an ihre Erschrinungszeit. Diese hakenkrcuzlerische Tageszeitung will von nun an am Nachmittag erscheinen. Gestern ist allerdings ihre Monlagsnummer ausgefallen, da die Arbeiterschaft wegen Nichterhalt ihrer Löhne die Arbeit eingestellt hat. Der jüdische Hochschulausschutz einen öffentlichen Vortragszyklus über das Leben des jüdischen Studenten in den einzelnen Staaten Europa«. Die iiXr.chle werden von Vertretern der einzelnen Ländern erstattet. Der erste Vortrag findet morgen. Mittwoch, den 2. Februar, um halb 9 Uhr abends im Verbandsheim (9. Bez., Alserstraße Nr. 16, base Schlössclhoks statt. Es wird über das Leben der Mischen Studenten in Polen und Rumänien berichtet werden. Der schmuggelnd« Salzburger Polizeirat pensioniert. Ans Salzburg wird telegraphiert: Das gegen den RsIierungSrat der Polizeidirektion in Salzburg Wilhelm Friedrich wegen Zollhinterziehung eingeleitete Disziplinarverfahren hat nunmehr durch den Spruch der Disziplinaroterkommi'ssion beim BundeS'anzleramte in Wien seinen rechtskräftigen Abschluß gefunden. Uc'bcr Friedrich wurde die Strafe der Versetzung in den dauernden Ruhestand mit um 19 Prozent geminderten Ruhestandsbezügen verhängt. Warnung vor brr Wahl de» Theaterberufes. Der KarteÜverband deutscher Bühnenanoehörigen hat in ferner gestrigen Sitzung die Berichte über die wirsschaftliche Lage der Theater in Deutschland, Oesterreich, in der Tschechoslowakei und 'n der Schweiz entgegengenommen und hat fostgestellt. daß der Zulauf zum Theaterberuf in immer größerem Umfange erfolgt, während die Möglichst. MOne nana« still: e u,nt«rzubrin>7en. immer geringer wirs.' Alljährlich werben immer mehr Schauspieler au^ebklcct. Vs ist völlig ausgeschlossen, daß diese vielen Anfänger, bei den «Lheaterunternehmurinen untergetrackt werden können. Dies« Umstände vera.nlassen den Kortellverdand. an alle Ettern. an die Lehvkörver alfer Schulen und an die Berufs- KevalungSstellen die dringen?« Bitte zu richten, alle Jugendlichen aus das Eindringlichste vor der Ergreifung deS Theaterberufes zu warnen« DoppeljuVttämn. Am Sonntag, den 6. Februar l. I.» feiert der Julvelier Michael Kohn mit feiner Gattin Klara, geborene Levit, das Fest der goldenen Hochzeit sowie d'as 60jährige Geschaftsjubilüum im dritten Bezirk. Der Jubilar und dessen Gattin erfreuen sich in dem Bezirk einer allgemeinen Hochschätzung und genießen den Ruf von angesehenen Kau.fleuten. Der Brt ausverein, dem der Jrbilar al) Ebrcnmitglicd und Bct. auSdorstand seit der G.undung angehört, veranstaltet aus diesem Anlaß in feinem Betrau.' (6. Bezirk, ErdbergstraZe 16) mn 4 Uhr nachmittags einen fcier- Udjeit FestgottsSdienst. Ein neues Metall? Aus London wird berichtet, baß ein englischer Chemiker namens Kelley ein Metall gefunden haben soll, dar i n j c der gewünschten Härte hergestellt wen'en kann und überall dort verwendet werden könnte, wo man jetzt Platin benötige. Kelley, der das neu« Metall Soli um nennch erklärt, es fei eine Legierung von Oryden verschiedener Metall«; außerdem sei es gänz-lich Unempfindlich gegen Feuchtig. keit. Ein Kongreß der Propheten und Erlöser. Die Londoner '«Philanthropische Gesellschaft* beruft für das laufende Jahr einen Kongreß der Propheten und Erlöser der Menschheit ein. Diesen vielversprechenden Namen geben sich nämlich einm« Künder neuer Religionen teils indischen, meistens aber ratfeühaf'.en Ursprungs. Unter den Teilnehmern des Kongreßes ragen besonders Krifchna Murti und der 14jährige Baspae« hervor, in welch letzterem ein» indische Sette eine neue Inkarnation Buddhas verehrt. «Ban Dycks Sohn" — vernrleltt. Vor der Pariser Strafkammer fand der Progetz deS „ScihneS des großen Malers ran Dyck" statt. Ein kaum 20« jährlger Schwind.cr hat dem reichen Amerilaner Hall übel «itgesplelt. Er näherte sich lhm in einem mondänen C-is» Hans, gab sich als der Sohn des großen Malers van Dyck ans und bat um ein Darlehen von 20.000 Francs, die der zurzeit mit licm Porträtmalcn von Mi ffolini in Nom boschästtgle Vater, der große Mka-ier van Dyck, nach seiner NÄck'ehr bezahlen werde. Als Pfand für das Twrlehen lieferte der Mann feine Cchmuckfachen aus. Erst nach einigen Monaten ging c-ec Amerikaner zur Polizei, wo ihm mitgetcilt worden ist, daß van Dyck vor einigen hundert Jahren gestorben ist u,ü> Cie Schmucksachen bloß den D?ert von zwei PapicrfrancS haben. Dem Schwindler gelang es damals, zu entkommen. Er war aber so »invorsichttg, auch m der Provrnz^ unter dem Namen van Dyck auf-zutreten. Er wurde verhaftet und zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. E Rcifol':reau der Hamburg-Anverika-Linie. Verkauf von Schiffs-, Eisenbahn- und Cchlafwagenkarten für In« und Ausland, Flugscheine, Auskünfte über Hotels, fachmännische Veranstaklungen von GesellschaftS- und VereinSfar,7!rn. Geblwechsel. Vurcaustundcn ununterbrochen von 9 bis 5 Uhr nachmittags (SamStag von 6 LiS 3 Uhr), Wien, 1. Bezirk, Kärntnerstraße 38. E „Reformallon" gilt auf der gangen Linie, eine Meformatic.a ist Lcwcn-lFranzbranntwein mir Menthol. Ueberall erhältlich! - HBctBbcto Säe sciamia diBe „Wiener Plorgenzeifnng“ OTBsonwalertf? k. . >m , ,s««a > iniiii 0 ilil v»» E «»» AustrUte aus dem Fudenlum. i Pauline Kraus, 87. Juli 190b, Wien, ledig, Privat^ 1. Bezirk, Plankengasse 0; Johann W a l l f 1 i ch, 20. Aua gust 1901, Wien, ledig, 20. Bezirk, Othmar« gasse Nr. 36; Dr. Gustav Steiner 27. Februar 1898, Wien, led., 16. B.. Hofzeil« 18; Jda Lauser, 23. öft. 1887, Wien, led., 9. Bez-, Eiseng. 16; Nosabia Petrowna S ch ust e r geb. Schichmann, 6. Oktober 1804, Klein-Brailmva, verh., 14. Dez.» Poutongasse 23; WiHelmine Klara Neubauer, 24. Februar 1889. K.arenfurt. led.. BunCeSbeanvttn, 18. Bez^ DdeM-ofgaise 13; Kurt Herzog, 1. Oktcber 1910, Wien, led.. 2. Dez.. Zwerg.Msse 1; JacqreS Tuschak, 9. SWar» 1908, Wien, led., 6. Bez.. Barnab:tengasse 4; Friedrich Kalmus, 7. Oktober MS. Wien led.. 0. Bez., Linlle Wienzeile 76; Anna Schlesinger geb. Dlümel» 20. Jänner 1939. Easlstn, verw., 3. Bez.. Stammgasse 6; Emil Ble d y, 12. Dezember 1871, Wien, gesch., 7 Bez.. Zitahcsgafse 4: Rest Werner, 6. Ott. 1801, Cobotist. 1.. Hausbesorgerin. 1. B., Passauerpl. 3. Otmar Spiegel, 23. März 1904, Budapest, 1., Artist, V. Bez., Spitalgasse 23. Erich Felix, 13. Mai ISN» Wien, l., Mittelschüler, 12. Bez.. Steinackergasse 2. Julia I n d i) ch, 11. März 1939, Wierl l., 6. Bez., Amcriinggajse 9. Grete Schäfer, 26. Mär, 18N. Va'ti-n, l.. 2. Bez.. Große Stadt.iutgasie 31. Cl)aim Wolf, 4. Dkärz 1888, Leopvldoli», l., ,. Bez., Renvaugasse 50. Jenni Deutsch, ü. Mai 1589, Wien. I, 14. Bez., Nauchf^ngre^rergasse 10. Elsa Schnu r, 19. Ottover 1933, Wien, L 2. Bez., Glockengasse 29. Ella Freund, 1. November 1903, Wien, 7. Bez., Spittolberg« gaffe 14. Karl Sternberg, 16. März 1900. Wien. I., Schauspieler, 4. Bez., Schelleingasso 28. Plcsia Fried» ni a n n, geb. Nybn, 29. Dezember 1683, Jicin. verh. iH Bez., Untere Weißgäröcrstraße §0., Leo Neu hause r» L?. Februar 1893, Wien, Verb.. Chauffeur, 20. Leithast-as'.e 19. Alfred N e u h a u f e r. IS. April 1920, Wien, l., selbe Adresse. Abraham Adolf Flieg, 60. März 18'«7, Lembera, verh., 14. Bez., Graumannzasse 4. Walter Tarnay. 2 August 1910, Berlin. I, 7. Bez.. Schottenferkmasse. M.rrg.,reche Kältest, 25. Februar 1900.!.. 2. Bez. Iosefinnez. 12. Wilb«!m tzirfch, 6. November 1892, Nlederfladultz, verh.. 8. Bez,, Lierchenfelderstrabe 62. Krt)i Hirsch, 1. Dezember 1878. Berbo, verh., svwe Adresse. e rdeumattschen Drschroerden mehr nach einer «In« ejiwin^rlnfe&iirl

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