Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2846 (30.1.1927)
- Date
- 1927-01-30
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Wion, Sonntag Wie«er Mvrsrrrzettmrg 30. Jänner 1927 Nr. 2846 Dar Mammen über die Aewish Ageney. Ein SesprSlk, mit Sokolow. Pari-, Ät. Jänner. T.' >A.) «Auf Befragen des Pariser & CT. A.-V-ertrcters äußerte sich der Präsident der Zionistischen Exekutive Nnchnm 3 o f o! o w, der sich «gegenwärtig in Paris anfhäli. nngesiihr in folgender Weise über das Abkommen Mischen We»g »n <rnn n i» b Marshnll: nistisäx Organisation Oie Iewqh Agency repräsentiert, bis eine Institution. die das gange jüdische Volk repräsentieri. eingesetzt ist. «Lo-lml-d die neue Agency konstitniert ist, wird nur noch dibrig bleiben, «die Mandatsinacht davon in Kenntnis gr» -setze»,. - - Das Abkommen ist nur eine Bekräftigung der vor Mei Jahren getroffenen Abmachung.. Der Bericht der nach Palästina gu entsendenden -Lächverständigen-Ki>mmlsfton wird au dem Abkommen nichts «Indern könne»». Die Vorarbeiten zur endgiiltigen Bildung der .Jewifh Agency werden schon jatzt i»» den verschiedenen Ländern geführt; die Konsti'ruierung der Agency wird sofort nach Vorlegung des Sachverständigen-Berichtes stattfinüen. Die Entsendung der Kommission hat die Ausarbeitung eines praktischen ArbeitSprog ramme S -mn Ziel. Dis AmerÄaner wünschen eine konikreie Darstellung der A'rbeitsvufgaiben, um eine Kare Vorstellung von dem zu gewinnen, IvaS in Palästina zn» vollbringen sei. Auf die Frage, ob das Abkommen durch den nächsten Kougretz M Bestätigen sei, erwiderte Herr Sokolow: Die Konstituierung der Agency^ die ja erst n a ch d e r R ü ck k « h r der Kommission erfolgen soll, wird wohl vorher noch den Kongreß beschäftigen. Zur Frage der Beziehungen der neuen Jewifh Agency K»r MandatSiuacht fkchrte SoLoldw aus: DaS MandatsstatNt besagt, daß die Zio- Für Purim - Aufführungen empfehlen wir HAMANS ■niiiin«iiiiiii!anihitiiiiiiiiniiiaiiiiiiimtuiitimiii»ii!iiriinini>iijifiii»iniiiii/; F L U CHT - «B>nHmMraaiwmtiiinaHiiiiiiiiiiuaua,uuiiiiiMUBii>i»tniniKaHiua* von.. , . SAMMY GRONEMANN Ein entzückender, kleiner Purimscherz In 5 Szenen ‘ Ein Märchenspiel, voll launiger Einfätfe, lustiger Verse und wirbelnder Situationen - PREIS 1 SCHILLING Buchhandlung R. LÖWIT WIEN, I., ROTENTURMSTR. 22 Der I. T. A.-Berrreter fragte, ob der PussuS im Ne»vyovker Telegramm, daß die Kommission die Möglichkeit einer ’ Erweiterung der Kolonisationstätigkeit auf die Nachbarländer zu stridieren haben wird, auf eine mögliche Kolonisation in Syrien anspielt. Herr Sskolow erwiderte: ES kann »»icht eine sofortige Kolonisationstätigkeit in Syrien gemeint sein. Ich vermute, daß der Kommission obliegen solle, die Moglichkett der Handelsbeziehungen mit den Nachbarländern, insbesondere mit Syrien und Transjovtanien, zu studieren, mit dem Ziele, der palästinensischen Industrie Betätigungsfelder zu verschaffen. Mar Wassermann Mrt »achPalSstlna Berlin, 29. Jänner. HI. T. A.) Dem Vernchmen nach wird der Präsident der Keren Hajeffod-Kommiffion in Deutschland, Herr OSkar Wassermann, Direktor der Deutschen Bank, im Frühjahr eine Reise nach Palästina antvchen. Auch andere deutsche Wirtschaftsführer planen für; diesevZeit.«ine.Mise-'ygch.. Palästina. ' e verblüffead wirken die sensationell billigen 'Angebote des Warenhauses Brüder Sch iffm a n tüftt Rahmen der populären „Weißen Woche", welche wegen des außerordentlich großen Zuspruches neuerlich prolongiert wird. In dem Bestreben, ihren Kunden wieder etwas Besonderes zu bringen, haben Brüder Schiffmann für die Zeit vom 81. Jänyer bis 5. 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Uebrigens befestigt der Eskimo seine Hosen nicht an den Hüften, sorrdern am ' Oberschenkel; wenn er sich bückt, kommen große Flächen des Rückens und der Oberschenkel, zwischen Hose und Kittel ' zum Borsch-ein. Der ,^kullüah" «^>er Ueberrock, der ge- »»ähnlich nur' aufweiten - Winterreifen gebraucht wird, ist ein wenig länger als der Unterpelz und bleckt ziem- I lich vollständig.den offenen .Zwischenraum, um die Ken- . den. Er ist aber so rveit und hängt so losdaß, der Wind und die kalte Luft doch einströmen können. Wenn der Eskimo in der Nähe seines Zeltes arbeitet oder im Lager einen. Besuch macht, so trägt er auch im Winter »mr das Unterkleid oder Hemd. Me Eskimohandschuhe sind kurz und reichen nicht ganz bis zu den Aermeln, so daß die frische Luft zum Handgelenk Zutrüt hat. Gesicht und Stirn sind immer Unbedeckt, selbst im kältesten Winter. Der Eskimo schützt , Kopf und Ohren mit der Kapuze seines Ünterpelzes. Der größte Teil des Halses und der Kehle bleibt unbedeckt. Nur iverrn sich der Eskimo bei sehr kaltem Wetter im Freien aufhält, werden Kopf und Hals noch mehr ein? gehüllt. Zu diesem Zweck ist am Ueberpelz eine. Kapuze angebracht, die übergezogen werden kann. . . .. Wenn die Zivilisation der Weißen auf. die Eskimos abfärbt, geben sie viele ihrer Lebensgewohnheiten aulf und Pflegen sich auch zu ihrem Nachteil anders zu kleiden. Pelzhändler und Walfischfänger gehen, ihnen .oft slanellene' oder Iv-ollene Unterkleider gegeu Pelze oder Walfischtran in Zahlung. Ter Eskimo trägt diese Unterkleider im Sommer, vergißt aber, daß solche europäischen Meiduugsstücke sich nicht auf so einfache »»nd praktisch« Art reinigen lassen nsie die Pelzkleider/die man gefrieren läßt.Und dann klopft. Mit solcher Wäsche bekleidet, entbehrt der Körper des Eskimo die gewohnte Auslüftung. Infolgedessen schwitzt er, und seine Haut verschmutzt. Da er keine Gelegenheit zum Waschen und Reinigen der Unterkleider hat, bekommt er sogar Ungeziefer und Hautkrankheiten. So lange die Eskimos ihrer ftammes- .üblichen-Tracht treu bleiben, haben sie selten Ungeziefer .und kennen keine Hautkrankheiten. ' Auch die Missionäre beeinflussen wohl in ihrem moralischen Uebereifer die Kleidersitten der Eskimos. Biele -finden es unpassend, daß die Lar»destrach>t der Eskinrofrauen einen Teil des Oberschenkels und. daß der Pelzrock mit dem niedrigen Kragen den Hals frei lassen. Die Eingeborenen Westgrönlands haben im Laufe der Zeit ihre Kleidung so verändert, daß sie jetzt den ganzen Körper bedeckt. Die Hosen sind bis zu den Strümpfen hinab verlängert; die zivilisierte Eskimofrau umhüllt die -Lenden 'mit eurem Gürtel oder sie trägt ein europäisches Leinenhemd, das über die Hüften. reicht? Die Folgen sind in allen Fällen gleich: trotz Gebrauch von Wasser und eingeführter Seife vermag die Eskimofrau ihre»» Körper nicht mehr so sauber und gesund zu erhalten, wie sie es früher mit Hilfe der frischen Luft und des sinnreichen Zuschnittes ihrer Gewänder konnte. Der Grundgedanke der Eskimotracht. ist: viel ftische Luft und lose anschließende Kleider zur Förderung des Blutkreislaufes. Nach diesem Grundsatz hält der Eskimo sich sauber und gesund. So fühlt er .sich.im kältesten ' .Wetter behaglich warm, ohne bei der Arbeit und auf seinen Schlittenreisen in Schveiß zu . geraten. So viel könnten auch wir vom Eskimo für unsere Bekleidung lernen, daß es falsch ist, den-Körper durch allzu dicke Bermummuntz von allem Zustrom ftischer Luft iübzuschließen, daß lose Kleidung. und ungehemmter Blutkreislauf nötiger für dre Warmhaltung des Körpers sind als viele und dicke Unterkleider und daß Luftbäder für die Säuberung und Pflege der .Harrt genau so wichtig sind »me Seife und Wasser III MW ^M WH MWIII wirken vorbeugend und lindernd die ärztlich erviobten und empfohlenen Ss»MWv«»«H - Knoblauchtropfen. Vorzüglich bei Frauen in den Wechseljahren. Preis S 3.50. Erhältlich in-allen Apotheken. iöi Erzeugung: Alte Feldapotheke, Wien. I. Stephansplatz. 8er Raltenkamvllag. Das Ergebnis der beibett Großkampftage gegen die Wiener Ratte»» ist sehr »nagcr ausgefallcir. Nur in den Unratskanälen rauften sich die hungrigen Nager um die Giftköder, »vährend überall dort, »vo die Ratten leichit ihnen besser zusagende Nahrung sir»dcn konnte»», die Köder verschmäht »vurden. In »nanch^n Bczirken konnte nicht eine einzige tote Ratte seflgestellt norden. Dagegen »var in einzelne»» Häuser»»- die stark rattenve.smcht sind, die Strecke besser. Man schreibt den halbe» Erfolg des Großkampftages dem Umstand zu, daß Wie,» gut kanalisiert ist und einzelne alte Häuser, in denen Stallungen oder; Magazine ängebaut sind, von drr Rattenplage stärker heimgesucht sind. Daß schließlich so wenige Ratle»»kadaver. gefunden wurden, mag auch darauf.zurückzuführen sein,', daß sich die vergifteten Tiere vor ihrem Verende»» i,r Löcher verkrochen. ee»ftm»rddM«leine« Mermuleg«». Gestern versuchte sich der ZLjährige Stukmteurgchilfe. Leopold Schmied in feiner Wohnung durch Rattengift »vegen häuslicher Z:r»vürfn»sse zu töten und mußte durch die Rettungsgesellschaft i»» das Wilhelminenspital gebracht »rerdeni- Schmied »var bei einer UltgLziefervertilgungssirma als K ö d e r a u s l e g er beschäftigt u,»d auch im Besitze einer amtlichen Legitimation. Ler Znflaenza-BaMm ge!unden? Paris, 29. Jä»»ner. Wie aus London gemeldet wird, sei es den Brüdern David u»»d Robert Tvrnson, die am St. Paul-Spital tätig sind, gclünge»», den I r» f lnen z a- - Bazillus zu isolieren. Die Arbeiten »verden noch fort-' gesetzt. Demnächst »verde ein Bericht über die'EntdeckuiH^? erstattet »verden. : .*•'- &iid. J£imadermii4icfwen womöglich mit etwas hebräischen* Sprach* Kenntnissen, verläßlich und per rciuens* . würdig, das schon bei SKindem war, ivird auf genommen. Schriftl. Offerte zu richten an: SKail Schwarz, Xederhändlung, Qr a z, Brückenkopfgasse 7, Aedrohung alter indischer FrlevhSfe durch die Stadtregulieruug von Rew Aar». Wie bereits berichtet wurde, wird jetzt eine gründ- . liche Aenderung des Newyorker. Stadtbildes auf der Ost--- seite dnrchgeführt. Durch die gepla»»ten Radialstraßen im East-End sollen nach den vorliegende»»..Planen die älte^- . sten jüdischen Friedhöfe in diesen Teilen von N^tvyork durchquert, und zur»» Teile ganz vernichtet werden.. Gegen diese Pla»»sühru»»g »st ur»ter den J»»de»»'von Nelv» - York eine Beioegung entstände»», die sich auf das jüdische Pietätsgefühl beruft, aber auch den historischen Wert betont. Es wird erklärt, daß diese Friedhöfe und die Grabsteine überaus 'tvertvolles Material für die. Geschichte yo»r Amerika im allgeme»»»en und für die Entwicklung vor» - Neivyork u»»d des Anteils der Juden an diese»" Entwicklung bilden. Der Bürgerineister von Newyork versprach den .Wünschen der jüdischen Bevölkerung nach Tunlichkeit Rech?. nung zu tragen und hat bereits eine Enquete von Fachleuten, behufs Stell»»ngnahme z»» dieser Frage ei»»^ berufe»». „Weiße Wochen Diese von Gerngrotz in Oesterreich eingeführte und zu»n, ' populärsten Verkaufsereignis ausgebaute Vevanstaltu»»g beginnt dieses Kaufhaus Heuer arn 14. Februar. Es wird alles bisher Gebotene bezüglich Qualität, Auswahl und.billiger» Preiserr überbieten. Warten Sie daher mit Ihren Einkäufen, Sie sparen. » I » ■ ■ Wer alle möglichen M m Ü oürchzcmacht hat uno trotz großer otätrichev »L»»t° tehruniien keine Gewichtsabnahme erzielen konnte, versuche Dr. Hoffbauer' EntfertunaStablette», die vor allem keine Aenderung der gewohnten Lebensweise verlangen und in kürzester Zeii Gewichtsverminderung bewirken. — Depot r Apotheke H. Bayer, Wottzeile Nr. IS