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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-24 · Heft 2840 (24.1.1927) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2840 (24.1.1927)
Date
1927-01-24
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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S-ik 2 Wien, Monivg Wiener Msrgea-eUung Qi. Jütmsr 1927 Nr. 2840 Sie P-l!Ssti«east!ch.jüvrfche Arbeiter, schüft. Bott $f. Fritz Löivrnstein. Jerusalem. jü den nächsten Wochen tu-itb, voranssichtl'ch in Le» Awiw, eine Tagung statifinden, die voa» ganzen Jischuw mit größtem Interesse erwartet und totft darüber hinaus in der ganzen Zionistischen Organisation lebhaftestes Interesse finden wird. Es handelt sich um di: B. a I!- gemeine Konferenz der Histadruth Hnowdim, der nmsüssenbcn Organisalion der palästinensischen Arbeiterschaft. Je mehr der Vezr'.fs des Chalnz, wie man in der Galuch sagt, oder des Poel, des Arbeiters. Mi: man ihn in Palästina nennt, von seinem romantischen Schimmer verliert ein Prozeß, der nur zu begrüßen ist —, um so mehr vertieft sich die Ueberzeugnng von der schlechthin entscheidenden Rolle, die die Arbeiterschaft beim Ausbau gespielt hat und zu spielen haben wird. Es ist nur zu begrüßen, wenn heute die Kritik nicht vor den Leistungen der Arbeiterschaft Halt macht, wenn man daS wirtschaftliche Gebaren des Solei Boneh oder des Maschbir unter die Lupe ninnnt, wenn man auf größere R n aö.li ät der Arbeitcrwirtschast drängt. Das alles kann durchaus von Gruppen geschel)en, die den Fortgang der Arbeiterkolonisation wünschen und nur, wmn es von solchen Gruppen ausgcht, wird es An Sucht haben, von den Arbeitern gehört zu werden. Was aber außerhalb jeder Kritik steht und was allen anderen Grrrppen im Zionismus als leuchtendes Beispiel hingestellt werden muß, ist dir unbedingte Hingabe an das nationale Ideal des Ausbaues, durch das die Arbeiterschaft durchaus die stärkste moralische Kraft in Palästina ist. Die Mahlen zur 8. Konferenz der Histadruth haben dies erneut bewiesen. Es dürfte keine bürgerliche Gruppe im Zionismus geben, die eine solche leidenschaftliche Anteilnahme ihrer Mitglieder bei Wahlen aufzeigen könnte, wie sie bei diesen Wahlen zutage trat. Der Wahlkampf war heftig, hielt sich keineswegs immer frei von Demagogie, aber stand doch im ganzen auf einer großen zionistischen und moralischen Höhe und behandelte m't größtem Ernst ebenso die allgemeinen Iragen des Zionismus und des Palästina-Ausbaues, wie die Weltanschaunngsfragen, die sich aus der Verbindung von Zionismus und Sozialis-- mus ergeben, wie endlich die sehr komplizierten Fragen des inneren Lebens der Histadruth und ihrer wirtschaftlichen Unternehmungen. In der Hauptsache waren drei P a r t e i e n zu unterscheiden: der Hapoel Hazair, die Achduth Haawodah und die zahlreichen, kleinen Linksparteien, deren größte die der linken Poale Z'on war. Von ihnen hatte Achdu h Haawodah im Wahlkampf den schwersten Kampf. Diese Partei hatte die unbestrittene Führung in der Histadruth inne und gegen sie richteten sich die Angriffe von rechts und links. Es gab vor allem ein Argument gegen sie, das, so demagogisch es ist, recht Ivohl hätte Enid.uck machen können. Tausende von Arbeitern s nd arbeitslos; Achduth Haawodah hat die Macht in der Histadruth und kann' ihnen nicht helfen. Es ist einleuchtend, daß diese Argumentation Wahrscheinlich in vielen Ländern die Arbeiter in hellen Schären in das linksradikale Lager gesüh.t hätte. Die Linksgruppen argumentieren etwa so: Der konstruktive Ausbau von Palästina ist Sache und Aufgabe der zionistischen Organisation und ihrer Organe. Sache des jüdischen Arbeiters ist es, innerhalb dieses aufbauend-n Organismus seine Klasseninteressen zu vertreten. Man bekämpfte die zionistisch? Ideologie der Histadruth, man bekämpfte ihre aktive Beteiligung am Aufbauwerk in allen seinen Verzweigungen. Gegenüber dem prinzipiellen Gegensatz, der sich zwischen der Linken einerseits und Achduth Haawodah und Hapoel Hazair andererseits austat, war, grundsätzlich gesprochen, der Gegensatz dieser letzten beiden Parteien relativ bedeutungslos. Der Hapoel Hazair verlangte stärkere Garantien für die Minderheiten in der Histadruth, verlangte, daß die Kompetenzen der Histadruth scharfer abgegrenzt wurden und den politischen Parteien daneben Spielraum gelassen iverde, verlangte, daß die wirtschaftlichen Jnstitu-- tionen der Histadruth einer sorgfältigen Revision unterzogen würden. Achduth Haawodah vertrat demgegenüber den Gedanken, daß die Histadruth als oberstes Organ der Arbeiterschaft einer solchen Kompetenzbeschränkung nicht unterworfen werden dürfe und daß eine Rücksicht aus die Minderheit schließlich nichts daran ändern könne, daß in strittigen Fragen die Mehrheit entscheide. Prinzipiell aber war im Wahlkampf wohl das Richtigste, mit welchem Nachdruck die Achduth Haawodah del» zionistischen Gedanken innerhalb der Histadruth vertrat und mit welchem Nachdruck sie dafür eintrat, daß Man mit größter Aktivität innerhalb der zionistischen Organisation zu arbeiten habe und einen dementsprechenden Einfluß verlangen müsse. Gerade hier verschwanden die Unterschiede d»r beiden großer» Parteien säst völlig, und die alte Streitfrage, ob man wie Achduth Haawodah den Klassenkamps führen wolle oder, wie wenigstens ein Teil des Hapoel Hazair dem widerstrebte, war mehr oder weniger theoretisch Das Wahlresuttat stellt der Disziplin und der polttisckM Reise unserer Arbeiterschaft das denkbar beste Zeugnis aus. Bon einer Radikalisierung, die in weiten Kreisen befürchtet wurde und in der Tat so nahe tag, ist keine Spur zu finden. Gin Vergleich mit den Wahlen zur vorige» Konserenz ergibt, daß Achduth Haawodah S.4 Prozent Stimmen gewonnen hat, Hüpoel Hazair 3.7, während die LtnkSgruppen entsprechend verloren oder bestenfalls ihres Position behaupteten. Die beiden große,» Parteien haben zusammen 80 Prozent aller Mandate, Achduth Haawodah allein 63.5 Prozent, also die absolute Majorität. Im ganzen wurde» über 17.000 Stimmen abgegeben. Das Gesamtergebnis zeigt also eher einen Ruck nach rechts, denn was an Opposition gegen Achduth Haawodah vorhanden war, zeigte mehr Neigung, für den Hapoel Hazair als für die Linksparteien zu stimmen. Der nationale und zionistische Charakter der palästinensischen Arbeiterschaft ist durch diese Wahle,» erneut bekräftigt worden Keine Grippesefahr für Wien. Die Grippegejayr für Wie» kam: als beseitigt gelten. Trotz der Zunahme der Grippekrankheiten in der Tschechoslowakei und in Ungarn ist in Wien, nicht zuletzt dank des trockenen, kalten Wetters der letzten Tage, auch in der abgelaufenen Woche keine besondere Zunahme der Grippejälle zu verzeichnen gewesen. Die wenigen Fälle nehmen im übrigen einen guten Verlaus und sind mit der sogenannten spanischen Grippe nicht identisch. 3000 OftMKtine In Agram. In Agram wiro die Zahl oer an Grippe erkrankten Personen auf 3000 geschätzt. Auch aus Dalmatien, besonders aus de» Hafenstädten, werden zahlreiche Erkrankungen an Grippe gemeldet. In Spalato sind in den letzten Tagen ungefähr 300 Personen erkrankt. ( ONZERTDIREKTION RICHARD LANYI, WIEN Mittlerer Konzerthaussaal Sorntag, den 6. Februar, halb 8 Uhr abde. VORLESUNG DR. PRÄGER ionische schwanke (Rosinkess mit Mandlen) aus. einer unveröffentlichten Sammlung KARTEN von 70 Örosch* n bis 5 8e Illing bei R. Lanyi. I., Kärntnerstraße 44, Buchhandit'dg R e LÖwit, 1., Rotpnturmstraüe 22, und Bücher»tub Rath, il., Taborstraße 20 a ' 6000 Sllslhauer. Der dritte Teig der großen Wiener EiLsporldepa rstaltung 'bedeutete einen sportlichen und gesellschaftlichen Höhepunkt. 6000 Zuschauer batten sich auf dem Platze 2eS Wiener Eislaufveremes etngefunden. Unter der großen Zahl 26r offiziellen Gä'te befand sich auch BunteSprästden: Tcilor H a t n i s ch. Durch düs Fernbleiben Cer hervorragendsten Vertreter des KunstlauffporteS wurde die Weltmeisterschaft im Paarlaufen und die Europameisterschaft 'm Kmrstraufen für Herren eine fast österreichische Sache. Die Festtage des Wiener Eissportes werden nunmehr mir der die ganze Woche andauernden Europameisterschaft im Eishockey fortgesetzt. Die bisherigen Er g e b n I s s e waren: Weltmeisterschaft im Paarlaufen: Frau Jarosz-Szabo — Herr Wrede; E rt 'r o p a m e t ste r s cha f t im K u n st l a u» fen für Herren: Irig. Vöckl' (W. E. V.); Großer I u b! l ä u m s p r e r S. DattieNseniorcn»KimsKa.ufen: 1. Frau I a r o S z - § z a b o. 2. Frl Fritzi Burger, 3. Frl. Brunner (alle drei W. E. V), 4 Frl. Bock! (Berlin), 0. Frl. Schifferles (Brüssel); Gurschner-Preis: 1. Frl. Burger. 3. Fvl. Winter (Berlin). 3 Frl. Brunner; InternationüleS Herren-Seniorenikun ft laufen: 1. Herr Haertal (Berlin). Intsr na ttona leS Paarlaufen: Frl Kieshauer — Herr Gaste (Berlin); Internationaler Walzerwettbewerb: Frl. Klingel —1 Herr Pet: er (Kunsteisbahn Evgelmann). Der Wet'E«verb um den Schönheitspreis ergab die gleiche Klassifikation für die Belgierin Irl. Schisferles und Frl. Brunner. Beöee erhielten Preise. Die sutottnKlftnfdlaft Im siiMeli. Die gestern erfolgte Auslosung ergab fo-gends Spielet», teilet ngr Heute (Montag), 5 Uhrr Ungarn—-Oesterreich (Schiedsrichter P«>pli»nonr. Belgien). 4L9 Uhr: Deutsch, l and-—Tschechoslowakei (Schiedsrichter Loieq. Bel. gien). — Dienstag. 6 Wr: P ole r>—De u t sch la nd (Schiedsrichter Lmeq), U9 Uhr, Belgien-Tfchechoslo. wakei (Dietrichstein). — Mittwoch, 6 Uhr: Deutsch» l a n d—U n g a r n (Dr. Harrmann). %0 Uhr: Pole n— Oe ste r r e ich (Dr. HoLgboer). --Donnerstag, 5 Uhr: Deutschland—Ungarn. 8 Ühr: Polen—Tschechoslowate: V Uhr.: Bel gt e n—H este rre ich. — Freitag. ü Uhr: Tschechosidwakei—^Ungarn. 8 Uhr: Belgien—Polen. 0 Uhr: De u tsch la nd—Oe ste t» reich. — Samstag, v Uhr: Belgien—Deutsch» land, 8 Uhr: Ungarn—Polen. 0 Uhr: Tschechoflowakei—Oesterreich. "-^77^-!-----:...-:-:.■r.i:".- „ ,„Vi,";BiSgJBf,l;Wtga Raubmord an einem Sottclier. Schmucksachen um 60.000 Mark getauft» Frankfurt am Main, 23. Jänner. Heute vormittags wmÄü der Jn.vel':-sr Josef. G raven au in seinem Laden in der Ka^eostraße mit schweren Kopfverletzungen und mehreren Stichwunden tot cmfgesun'den. Der ur 6'kannte Tater hat Schmuckfachen im Worte von 6 0.0 0 0 M a r k gerauibt. «lest«« SchoeelMe in RnmSnirn. Zahlreiche Cisenk.rhnlinl-en undrrbrvchen. Bukarest, 33. Mnnar. In: stüussn La>nv sinÄ riesige Sch n ee sä l le Nkedcrg gaugru. Zahlreiche E i >s e n b a h n l i n s e r: sind unter- H r o ch e n. Der S i m p l ou - E xpr e tz kc«nwts nicht von Dukurest adg-^gsfen werden. Wien, 24. Zännew Eine mysteriöse Ftaschenpsst im Donaukanal. Samstag fand der Arbeiter Jch'nn Aßrtnger am Ufer des Dvnaukanais bei der FranzensörÜcke eine leere Weinflasche mit einem Zet'el, auf dem mit Bleistift, anscheinend von Frauenhand. folgende Worte geschrieben waren: „helfet mir, ich werde im 1. Bezirk. Kantgasse, mit Gewalt festgchrlten. Termine Rosen mann/' DaS Stadtkommissariat h:t in den vier Häusern der Kant. gasse ElhebUMN gepflogeU. die jedoch kein Ergebnis hatten. ES würs für die polizek^ichen Nwhfarfchungen von größter Wichtigkeit, wenn sich Lsnte, die eine Frau oder ein Mädchen namens Nosenmann kennen, bei der Polizei melden würden. Ein Rockdied. Vor einigen Tagen wurde in der Gemeinfchastrküche „Akazier.h.f" einem Studenten ein Ulster gestöh cn. Bei einer Nach-.',au im ErkennungSamte der Wiener Volizet» dlrettion erkannte nun btc Sekretärin der Küche in dem als Rrckdieb bereit) borbeftrasten und in Evidenz ftchmden pvstenioien Bu/iha trr August Sebel den mutmaglicheu Tater. Dieser wurde nun von Kriminalbeamten in einem Cafe verhaftet. Er hvt den Diebstahl bereits eingestanden. Diebstahl in einer Delilatesiei/'aNdlung. Vorgestern nachts haben unbekannte Täter in dem Delikate.ftngeschust des Ignaz Spitzer, in der Dampfstrafte 17, einen Elnbmch verDt und 40 Kilogramm E m m e n t a l e r k ä s e, 15 große Schachteln Sardinen und 3 Kilogramm Butter gestoh.'en. 4 Die österrekchkZ^/en Zisniften-Revifioniften. In der am 20. Jänner stattaefundsnen Sitzung des Verbandes dcr Zionisten-Revssiontsten OesterrethS wurde zur Leitung der Gekäste und der OrganisatioNSarbeiten ein Tireltorium gcwäh t, das aus den Herren Michael Gou ra rh, Dr. Daul Di a m a n t und Dr. Samuel Schmer!er bestchc. In Tuvchsührung der Beschlüsse der Pariser Konserenz wird eine rege VersammlungStätigkeit zwecks Verbreitung der re‘a t-!r4!Vr ~ -en und der Vors er ltu eg ter Kongreß wirft len ei'r'e' en B.r^aNd; okak: 1. Bez.. Schottenring 15 (Cafe Aiülter). SekretariatsstuN-> denr Montag 8 AS iv Uhr abends. Iuteresiantcr hlstorißhrr Fund in Prmg. Aus Prag wird gemeldet: In einem Prager Stadtteil stießen Arbeiter auf einen interefsantc» Fund, der nach dem Gutachten der Fachleute auS einer Zeit stammt, die mindestens 5000 Jahre vor C7xeistus zurücklieat. Es ist eine Grabstätte, die zwei zusammengekauerie Gertpve und zwei Gefäße enthü't. Interessant sind die beiden Halsbänder, die an den Gerivpen gesunden wurden. Sie bestehen aus fast 1030 Stück Schmuckgegenständen, wie. Muschel». Hundezt'hnen und allen möglichen AuhäMeln. Die itr.ttenifcsts Auswanderung. Während des Jahres 1920 sind 279.887 Italiener auSaewandert. Die Uebersee- Auswanderung ist mit 117.393 Personen ungefähr gleich geblieben ivie im Jahre 1925 die Zahl der kmt '^ntalen Auswanderer, die 161.905 beträgt, dagegen ist sie im Vergleich zum Vorjahre um rund 46.009 Per litten zurückgegangen. Indische h'.erinnen. An den kürzlich in Indien vorgenvmmenen Wahle» haben sich die Frauen sehr lebhaft betet.lgt, und man beginnt mit ihnen als nt!t einem wichtigen polltftchen Faktor zu rechnen. Vielen macht die Technik des Wäh^ens noch etwas Mühe; so wurde eS z. B. in South Canara erlaubt, daß in jeder Wahlzelle eine mit der Wa.-ltochnik vertraute Frau war, welche die Wü'h'erinnen untericl)tet, aber an anderen Orten wurde dies nicht zugelagen. Bet den Wahlen für den gesetzgebenden Senat von Madras erhlett eine 5<anvidatin, Shrimati Kamala Devl EhattopadWva, 4461 Stimmen gegen 4900 Stimmen des männlichen Kandidaten, der gcwlih.t wurde. Handel" mit eigenen Frauen. In Havanna wurde kürzlich ein Pole namenS R o« [aufu verhafret, der mit feinen eigenen Frauen einen Ichwungvollen Handel getrieben hatte. Nachdem er einem Landsmann, de: auf Kuba wohnte, feine erste Frau für 8000 Dollar rerkaust hatte, Üterließ er leine zweite, eine bildhübsche Wiener Modts.ln einem brasilianischen Plantagenbesitzer säe 3000 Dollar und reräufterte schließlich die dritte für den gleichen Betrag an eine» mexikanischen Neger. Er hatte sich außerdem durch einen formellen Vertrag zur „Lieferung" von sieben jungen Blondinen verpflichtet, von denen keine daS 81. Lebensjahr überschritten haben sollte. Für diese- Geschäft hatte er sich elne Summe von 30.000 Dollar ausbedungen und zugesichert erhalten: ater noch ehe die Lieferung erfolgen konnte, hatte man den tüchtigen Kaufmann gefaßt, der in absehbarer Zeit kaum Gelegenheit finden dürfte, seinen lohnenden Geschäftszweig weiterzupslegen. Das gefilmte Atom. Die Atomzertrümmerungsversuche Rutherfords, der Mit Hilfe von Alphastrahlen das Stickstossatom zerschossen und daraus Splitter vom Wassavstosfkern erhalten hat. sind nunmehr auch gefilmt worden. Der Physiker A. Wilson ha) mit Hilfe seiner Nebelmethode ein Verfahren ausgearbvltet. wodurch die Bahn, die die Alphateilchen nehmen, ausgenommen werden können. Freilich es geschieht nicht allzu oft, daß solche Alphageschosse inS Innere eines A^om'erns drmgen. Bon 88.000 ktnomatoaraphifchen Aufnahmen wellen nur acht ein solches Emdrlngen ins Innere deS Atom'ernS und ein Ae« splittern de» Waiserstosstern» auf. Zu der künstlichen Zertrümmerung gesellen sich bereits Versuche zur Umgestaltung bes innereu Atomkern-, also zum Aufbau der Elemente.

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