Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1927-01-21 · Heft 2837 (21.1.1927) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2837 (21.1.1927)
Date
1927-01-21
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2979076-2981905-2981925--28829-3016901
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

©etfe 4 Wien, FMtag WkdE MsrgeNzrtt«« Ae Krise klingt ab. «ea-ermmen de» SeneralsekretSrr de« Waas ficimi, Herrn Ls-eraawy'. Der Generalsekretär des „Waad Leumi* Samuel Lfchernowih hat auf der Durchs reise nach Polen vorübergehend ln Wien gelveilt. Einer unserer Mitarbeiter nahm Gelegenheit den ausgezeichneten Kenner des neuen Jlfchuiv in Crez Israel und hervorragenden Schriftsteller Wer die gegenwärtige Lage in Palästina au befragen. Tschernvwitz hat seine ßhriststelle rische Laufbahn als Mitarbeiter des hebräischen Tagblattes „Hasman" ln Wilna begonnen. war von 1910 bis 1914 Redakteur der ..Hazefira", übernahm sodann in Moskau die Redaktion des „Haanr", um während des Krieges neuerdings die Redaktion der,.Hazefira" ft leiten. Dann wurde er nach Palästina vetjtfctt und ftlngiert dort als Generalsekretär des „W a a d L e u m 1". Während des Krieges schrieb Tschernoioitz seine WerauS dankenswerte Monographie über die B'nei Moscheh, lene Liga, ivclche von Achad Haam inr Jahre 1889 begründet wurde und bis zur Tagung des ersten Baseler ZlonistenkongresseS bestand. Eine Sammlung Feuilletons „Frühmorgen" erscheint soeben in Palästina. Im Nachstehenden geben wir die Aeußerungen Tschernvwitz' im lvesentlichen lvieder: Als jüngste Nachricht aus Errz Israel, das ich am 13. Jänner verlassen habe, kann ich Ihren Lesern die kirfreuliche Tatsache der erfolgten Gründung einer Plantationsgeselischast mit einenr Kapital von 200.060 Pfund durch den kanadischen Inden-Piers und den New« yorker Philantropen Israel Metz melden. Diese Gesellschaft wird kleine Orangeupflanzungen zu je 25 Dunam anlegen lassen, auf ioelchen sofort ungefähr 6000 Arbeiter Beschäftigung! finden. Nach fünf Jahren kann dann eine jüdische Familie für den Betrag von 1000 biS 1200 Pfund einen solchen Orangengarte,r erstehen, der nach fünfjähriger Kultur 30 biS 40 Pfund pro Dunam jährlich abwerfen wird. Ich habe unser Gespräch nicht ohne Absicht mit dieser Mitteilung begonnen. Die Gründung dieser Gesellschaft ist eine der guten, begrüßenswerten Folgen, toelche die palästinensische Krise mit sich.gebracht hat. Damit komme ich auf Ursache, Umfang und Wesen der Krise zu sprechen. Die Krisis des letzten Jahres war die Folge -es unglücklichen Versuches, rasch Städte in Erez Israel zu schafft«. statt sich irr der Erde zu verwurzeln.. Es mußte sich rächen, daß mm in Tel Mviw in einem Jahr einen Zuwachs von 12.000 Bewohnern und 700 Neubauten zu verzeichnen hatte und daß Tel Awiw bereits ein Konzentrattonspunkt von nrehr als 10.000 Arbeitern war. Ich betone aber sofort, daß sich die Krise auf Tel Tttviw, zum Teil auch auf Afuleh beschränkt und in den Städten Haifa und Jerusalem fast gar nicht zur Geltung kommt. Die ländlichen Siedlungen hatten von der vierten Alijah, jener Katastrophenwanderung von bemittelten Elementen, die einen vorübergehenden Aufschwung von Tel Awiw in-, Gefolge hatte, keinen Vorteil. Sie blieben aber auch dafür von der Folge dieser vierten Alijah, der Wirtschaftskrise, vollkommen verschont. Gestatten Sie mir, an der Hand einwandfreien statistischen Ziffernmaterials darzulegen, wie schrecklich Übertrieben die Gerüchte über den Umfang und die Folgen dieser Krise sind. Zunächst das Märchen von der „massenhaften" Rücktoanderung: Vom Tage der Bälfour- Operetten sind in New Dort eine Saison-Älngel'egervheit und müssen eine Saison Lurchhalten, ob sie dem Publikum gefallen oder nicht. Da das Publikum bekanntlich noch nie gegen Operetten revoltiert hat. so tritt in dieser Gepflogenheit auif lange Sicht keine Aettderung ein. Sonst gibt es in der jüdischen Theaterwelt New Yorks lebhafte Gastijipielbewegumg und zahlreiche Tourneereisen. Die vor einigen fahren zur Mischen Bühne übepgetretene Schauspielerin Jenny Balliere, die rasch ein Liebling des New Yorker Publikums geworden ist, gastiert jetzt bei der .Milnaer Truppe" in einem reißerischen Stück mit dem Titel „Frau gegen Frau". Sonst bestreiten die „Wilnaer" vorläufig ihr Dcmergastipiel in New York init ihren, alten Repertoire; in diesem haben sie auch Gordins „Mirele Efros", ein Paradestück aller jüdischen Tragödinnen, mit Frau Alomis aüfgefrischt. Eine Reihe von New Yorker Schauspielern gastiert in der amerikanischen Provinz und dorthin entsendet New York fast allwöchentlich eine Reihe von jüdischen Gastspiel-Ensemblen. In Liesen werktäglichen Betrieb des Mischen Theaters fällt bald wieder ein Fest. In mehreren Wochen wird nämlich O s s i p D y m o w, der jetzt ganz dem jüdisch-amerikanischen Theater angehört, sein 28jähriges Dramatiker-Jubiläum feiern. Im Jahre 1901 wurde sein erstes Drama: ,,Kain oder die Stimme des Blutes" im Suwvrin-Theater in Petersburg aufgefUhrt. New York rüstet für diese- Jubiläum und das jüdische Kunsttheater hat sich zu dieser Feier bereits Dymows jüngstes Werk: ,M o v o n man nicht spricht" als Premiere gesichert. Die anderen Theater werden sich wohl mit Reprisen bescheiden. Jedenfalls wird Dymows Jubiläum für die Theater willkommener Anlaß sein, ihren wirksamsten Autor, ihm und sich an Gefallen, wirksam zu ehren. D. I. Je ffrie s. Deklaration bis jetzt haben Palästina 15.000 Einwanderer verlassen. Dieser AuÄvandecung steht eine Eimvanderuny von 105 288 Seelen gegenüber. Wachstum und Höhepunkt der Answanderungsbewegung wird durch folgende Ziffer,» beleuchtet: Im ersten Quartal 1926 hatten wir 816 Rückwanderer, im zweiten Quartal 1449, im dritten Quartal 2595 Rückwanderer, es find aber bis November 1926, also inr Laufe von zehn Monaten 14.828 Juden eingewnndert. Die Immigration in diesem Krisenjahr war größer als die des Jahres 1923 (9481 Eiiüvanderer) und 1983 (9471 Einiv-anderer) und nur um geringes lleiner als die Eiuwauderrnlg des Jahres 1924. Aus diesen Ziffern allein kann man entnehmen, daß die Palästina-Immigration gesund ist und daß der Rückschlag bloß auf die katastrophale Massenzuwanderung beö Jahres 1925 zurückzuführen ist. Die vorhin genannte Zifftr von insgesamt 15.000 Rückvanderern seit dem Tage der Balfour-Deklaration qualifiziert sich alö eiM unteriwrmvv MiVwaMnmgsztffkk. Die Rückwanderung beträgt nämlich bloß 20 Prozent der Alijah seit dem Jahre 1919. In anderen Jmmigrationsländern, wie Amerika und Brasilien, betrug die Rückwanderung in den Jahren 1916 biS 1925 durchschnittlich 33 Prozent, in Krisenjahren aber 50 Prozent bis 67 Prozent, in Brasilien sogar 77 Prozent. Man möge doch diesen Rückwanderungsziffern entgcgenhalteu, daß sich die Zahl der jüdischen Bewohner Palästinas innerhalb der letzten vier Jahve verdoppelt hat. Laut der letzten Novemberstatistik beträgt die jüdische Einwohnerzahl 168.000 Seelen. Im Jahre 1922 betrug sie 83.600 Seelen. Ich sagte schon, daß die Krise einen sehr wichtigen Erfolg hat, nämlich die erfreuliche Erkenntnis, die in der Parole „Zurück zur Erde" ihren Ausdruck findet. Wie Pilze sind die kleinen landwirtschaftlichen Siedlungen, die Schunoth, rund u,nl Tel Awiw aus dem Boden geschossen. Alle diese neuen Gartendörser haben eine große Zukunft. Tel Alviw verbraucht jährlich 400.000 Pfund für Milch, Gemüse, Früchte und Fleisch. Die Gartendörfer Magdiel, Kfar Saba, Herzlia usw. beteiligen sich an diesen Lieferungen. Rutenberg bringt ihnen mit seinem Elektrizitätswerk das Wasser des Jarkonftusses, sie pflanzen Gemüse, Obst, treiben Milchwirtschaft, pflanzen Orangengärten u,rd auf einem Grundo von 20 bis 25 Dunam wird eine Familie jährlich 400 bis 500 Pfund erzielen. Dadurch werden die Existenzen gesünder, die sich dort ansiedeln, und Tel LKviw wird gesünder, weil es an diese Gartendörfer Einwohner abgibt. Aber auch in den Gegenden der alten Kolonien Rechoboth, Nes Ziona, Petach Tikwah, Ksar Saba und Magdiel blühen! seit Einsetzen dev Krise neue Plantationen auf, welche insbesondere aus Orangengä.ten bestehen. Die Vorliebe für die Orangenzüchtung ist begreiflich, denn sie hat ein ausgezeichnetes Ergebnis. Pttach Tikwah allein erzielte bei der letzten Orangenernte einen Gewinn von einer Viertelmillion Pfund; zählt man die Orangenpflanzer von Chedera, Rechobith, Neß Ziona, Rischon le Zion und En Ganim hinzu, so beträgt daS Ernteergebnis der Orangenzncht dieser Kolonien im heurigen Jahre 460.000 Pfund. Ich durste betonen, das; die Landwirtschaft von der Krise nicht betroffen ist und darf die Lage der Moschaw Owdinv (Einzelwirtschaften) und Kwuzoth) (Gen,.inwirtschaften) als ziemlich gut bezeichnen. Nehmen war beispielsweise Nahalal. Zeder Kolonist von Nahalal hatte im letzten Jahre Bruttoeinkünste von 300 bis 400 Pfund. Nahalal ist nach fünf Jahren vollständig selbständig geworden und bedarf der Unterstützung durch den Keren Hajessod nicht mehr. Bekanntlich ist auch die Malaria, die ursprünglich 70 Prozent der Siedler befiel, auf Null gesunken Hingegen ist die Lage der Weinbauern infolge der diesjährigen schlechten Ernte insbesondere in Rischon le Zion sehr schwierig. Häufig begegnet man dem Einwand, daß die Orangenkultur, die jetzt überaus intensiv gepflegt wird, zu einer neuerlichen Krise führen könnte. Diesbezüglich, kann man beruhigt fein. Auch bei sehr starken, Anwachsen der Orangenpflanzungen wird die Jaffa-Orange in den nächsten zehn Jahren konkurrenzfähig bleiben, sie hat sogar gegen die hochwertige spanische Orange ihre Stellung auf dem großen englischen Markt behauptet und ist in England außerordentlich populär. DaS englische Militär, welches während des Krieges in Palästina iveilte, hat zu dieser Popularisierung sehr viel beigetragen. Eine loeitere günstige Folge der Krise ist eine sichtliche Arndrrung der Politik E^landS. Der Ueberschuß, ioelchen die Palästina-Regierung in der Periode 1921 bis 1986 erzielte (er betrug 470.604 Pfund), war durchaus ein Ergebnis jüdischer Arbeit und jüdisch:« Kapitals. Di« Juden haben um diese Zeit rund acht Millionen Pfund ins Land gebracht. Die Regierung erkennt nun, daß durch Verminderung des Zuströmen» von jüdischem Kapital und jüdischer Arbeit und durch Verschlechterung der Wirtschaftslage im Laude sich auch ihre Einkünfte vermindern. Sie zjeht ihre Folgerungen und beginnt den jüdischen Jischuw zu fördern. Einige Beispiele: Die Geineinde Tel Awiw erhielt zur Bl. Jänner M? Nr. AM Deckung des Defizits «ine Regierungsanleihe von 50.000 Pfund. Peinlich ist, daß die Regierung eine Kontrolle der Finanzgebarung der Gemeindeverwaltung Tel Awiw in einer Form forderte, welche sich alS eine Verletzung der Autonomie von Tel Awiw darsteNt. Weiters lourde für den Bau der Straß« Tel Awiw—Petach Tikwah ein Betrag von 40.000 Pfund Regierungsgeldern beige stellt, welche diese Siedlungen mit Tel Awiw verbinden und den raschen, billigen Transport der Marktprodukte nach Tel Awiw ermöglichen wird. Für den Straßenban werden durchaus jüdische Arbeiter verwendet. Die Differenz zwischen den Löhnen der Araber uitb dem der Lebenshaltung des Chalnz entsprechenden höheren Existenzminimum leistet die Zionistische Exekutiv? aus Mitteln des Keren Hajessod. Noch ein Wort über die Knlturfrage. DaS Kulturbndget beträgt 137.000 Pfund und der neue Jischuw trägt bereits 42 Prozent desselben. Dennoch muß bedauernd sestgestellt werden, daß von den 5000 neuen Schülern, die sich in diesem Jahre zur Aufnahme in unsren Schulen meldeten, bloß 3000 Aufnahme finden konnten. Die anderen mußten in den Schulen der Agudah, Alltam usto. eingeschrieben werden. . . Daraus geht hervor, daß das Kultnrbudget unbedingt erhöht werden muß, damit dt jüdische Jugeild uns nicht verloren geht. Ae Anrglelchslagsatzung de« krsten Meae» Kooiumvereine«. Im großen GchwurgerichtSsaal mußte gestern die AuS» gwichstagsatzung de» Ersten Wiener Konsnnwereines unter Leidung des Vorsitzenden des Konlkurssenates Hofrat Dotter Laub, «rbgsha'lten werden, weil lein anderer Saal die große Zahl der Gläubiger hätte fassen können. ES gelangte zunächst der Bericht des AusAeichSverwalterS Kommerzialrat Sild und de-S GebarungSpvüferS Direktor Josef Po Hans zur Verlesung. Demnach betragen die Aktiven insgesamt 4,152.606 S.» denen Passiven in der Höhe von 7,084.748 S. gegenüberstehen. Der Bericht findet, daß die'Insolvenz dadurch verursacht worden sei, daß die Regie im Verhältnis znm Umsatz zu hoch war. Am 1. Jänner 1936 stanken 773 Personen im Dienste des Vereines. Bisnun wurde der Beamtensband aus 400 Angestellte restringiert, was eine jährliche Ersparnis von 860.000 S. ergibt. Der Bericht schließt mit dem Hinweis darauf, daß die Lage trotz der verminderten Kaufkraft Mittelstandes nicht hoffnungslos sei. Sodann begann der Vorsitzende mit der Verlesung folgender AusgleichSvorschlüge: GläMiger, deren Forderungen ein Vorrecht genießen, werden voll befriedigt, die übrigen Gläubiger erhalten nach ihrer Wahl enttveder eine Quote von 35 Prozent, zahlbar in z eh n Monatsraten oder eine Quo te von 60 Prozent, zahlbar in 22 Monatsraten oder 100 Prozent in Obligationen. Während der Rede des RechtSanwalteI Dt. Zalmann, der für die Annahme des Ausgleichsverfahrens eintrat, entspann sich eine levhaft< Debatte. Hieraus wurde die Abstimmung vorgenommen, die jedoch gestern nicht zu Ende geführt werden konnte. Nach den bisherigen Ergebnissen läßt sich jedoch eine Annahme.des AuögleichSantrages erwarten. (Hne Fahne Napoleons anfaestmdea. In einem kleinen Städtchen Gap (Hau-teZ Alpes) ist ein denkwürdiger historischer Fund gemacht worden. In den Bodenrämnen eines Schneidermeisters wurde bet dem Wbrnch eine? alten Hauses eine grün seidene Fahne entdeckt, über deren Herkunft man sich keine Vorstellung machen konnte. ES tvurde cm daS Kriegsmrnisterimn nach Paris berichtet, wo durch die Beschreibung des Fahnentuches iestgestellt wurde, daß es sich um die seit jeher vermißte Fahne handelte, welche Napoleon I. bei seiner Rückkehr vonderJnselElba führte. Napoleon l. hatte in Gap diese Spezialstandarte, die ec nur auf Elba geführt hatte, gurückgelassen, um von seiner Rückkehr nach Frankreich an wieder die Trikolore zu führen. Er hatte im Eifer der kriegerischen Handlungen die Fahne völlig vergessen und späterhin nicht nrehr Gelegenheit gefunden, sich darrmr -jk kümmern. Ile Atefte RepuM dcr We». Die Republik Andorra, die älteste der Welt, hat ihren neuen Präsidenten gelväylt, aber nirgends in der Welt ist dieses Ereignis einer Würdigung unterzogen worden. Man kümmert sich eben nicht um dieses vor 1200 Iah cm entstandene Gemeinivesen. daS begründet wurde, als die Mauren siegreich in Spanien vordvangen und eine Anzahl spanischer Bauern vor rhnerr in die pyreNäischen Berge flüchtete. Das Ländchen Andorra liegt .ruhig zwischen Frankreich und Spanien, zwischen der GaScogne und Katalonien. Es steht unter dev wirtschaftlichen Souveränität Frankreichs, das daxauö einen jährlichen Nutzen von 600 Francs zieht, während Spanien die religiösen Interessen vertritt und die Geistlichen ernennt. Jedes ztveite Jahr kommen drei Mitglieder des allgemeinen Rates von Andorra, der aus 24 Mitgliedern besteht, nach Frankreich, um. den Jahrestribut zu entrichten und in die Hände des Präfekten der Ostpyrenäen den Treueid abzulegen. Die Hauptstadt der Republik, Andorra la Veija, mit ihrm 600 Einwohnern will von der modemen Lebensweise nichts wissen. Deshalb fährt dorthir» keine Eisenbahn und gibt es dort weder Theater rioch Kino, ein Umstand, der den Andorresen ein gewisses Maß von AuSgoglichenheit verleiht. Zu großer Ausgaben file die Bureaukratie macht man sich in Andorra auch nicht schuldig, denn die Emolumente dos „Generalsekretärs" der Republik überschreiten nicht den Betrag von 18 Schilling wöchentlich.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.