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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-18 · Heft 2834 (18.1.1927) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2834 (18.1.1927)
Date
1927-01-18
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Gert? 4 Wien, Dienstag Sie Grippe. Ltarke Verbreitung in Bsrarlberg. JnnsdNlck, 17. Jänner. Die „Innsbrucker jKadp tickjten" melden aus Feldkirch, am dortigen Bunde Sgy m ua f t u ut seien 1 30 und in der Stella Ma' ^ntina denr Vernehmen nach 140 Schüler an Grippe erkrankt. Die Epidemie nehme glückuchcnweise bis seht keinen bösartigen »Verlaus, jedenfalls dürfte aber bei einer weiteren Verbreitung der 0',rippe mit einer S chl i es; u n g der S ch u l e u;u rechnen sein. 11 Todesopfer in Stuttgart. Stuttgart. 17. Jänner. Nach einer Mitteilung des laotischen Grsundheitsarntes sind lner bisher elf Personen an Grippe g e st o r b e n. Tanzverdot wegen Grippe in Dänemark. Kopenhagen. 17. Jüllnrr. ^egen der stark ansge- ^rriteten Grippeepidenue hat die dänische Negierung jede öffentliche Tcnnverunstattimg verboten. Das Grippewetter. Die milde, seuchte Witterung bittt totiiec an. £jit Grippe wird dadurch leider nut noch gefördert. Die Wetterkundigen stehen überhaupt vor einem großen Rätsel, denn alle ihre Lwunchnngen, den meteorologischen Gründen des gegen'märug uuftrctenbcn Wetterphänomens nachzugehen, sind bist)er resultatlos geblieben. Wie die öffentlichen Wettcrftcllcu mittcilen, tappt die Fachwelt über die geradezu ungewöhnliche 2LitternngsenLwicklnng dieses Winters,, die völlig von der Norm abloeicht, durchaus in; Dunkeln. Marc hatte geglaubt, die seltsame Witterung durch den Einfluß der S o n e u ta t i g k e i t erklären zu tönnen, doch diese Experimente brachten keinerlei Ergebnisse. Für eine Aendernng dieses ausgesprochenen Grippcwetters sind zurzeit nicht viele Anzeichen voehcuwen. Die Wettervoraussage lautet: Trüb, stellenweise neblig, zeitweise Regen, Temperatur in er Niederung loahrscheinlrch nochüber Null. Ser SowiettommlffSr als Leusel. Ein russisches Blatt erzählt die folgende Geschichte: In einem Dorfe lebte das alte Mütterchen A r i n i a in großer Not. Eines Tages wurde sie zum S o w j e t k o mm i s s ä r gerufen. „Hast du nicht in Amerika einen Sohn, Mütterchen?" fragte sie der Kommissär. „Gewiß, Väterchen," erwiderte die Alte, „vor 15 Jahren ist er cvusgewandert und seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört." „Nun, ich kann dir die freudige Mitteilung machen, daß er dir aus Amerika 500 Rubel geschickt hat. Du mußt sie von der Post abholen." Das Postamt aber war 15 Kilometer von dem Dorf entfernt. Die Alte dachte an den langen Weg und beschloß, erst am nächsten Tag zur Post zu gehen. Spät in der Nacht aber, als die Alte aus dem Ofcu lag, der iw der russischen Bauernhütte das Bett erseht, hörte ste an der Tür klopfen. „Wer ist da?" fragte sie erschrocken. „Oeffne sofort," erwiderte eine heisere Stimme. Als die Alte die Tür öffnete, sah sie eine phantastische Gestalt mit einem zottigen, gehörnten Kopf vor sich stehen. „Mütterchen, warst du auf dem Postamt, und Haft dm das Geld geholt?" fragte die furchtbare Erscheinung. Die Alte war halbtot vor Schrecken. „Nein, ich gehe morgen hin, wenn ich noch am Leben bleibe. Wer bist du?" — „Ich bin der Teufel," antwortete der unheimliche Gast, „und befehle dir: Hole da 7 Geld mtb erwarte mich morgen um dieselbe Zeit!" „(j5iu, "üiterchen Teufel," antwortete die Alte, wird alles gemaust." Am nächsten Tage begab sich Mütterchen Arinla zur Post, wo man ihr die 500 Rubel auszahlen wollte. Die Alte bat aber, ihr vorläufig nur 50 Rubel auSzuhändigen und den Nest zu behalten. Als man nach dem Grund ihres sonderbaren Wunsches forschte, sagte sie: „Der Teufel wird heute nacht k o m rn e n, um sich das C3elb zu holen. Ich will ihn: aber nicht alles geben!" — „Was für ein Teufel?" fragte der Postmeister verwundert. Die Alte erzählte die ganze Geschichte; der Postmeister glaubte aber «nicht an höllische Erscheinungen. Er begab sich vielmehr z u r P o l i z e i der nächsten Kreisstadt, «in der Sache auf den Grund zu gehen. Zwei Polizisten verbargen sich nun in ihrer Hütte und warteten auf dsn Teufel, der zur angegebenen Zeit auch tatsächlich erschien. Er wurde gefaßt, seine MaSke wurde ihnr abgerissen — und siehe da: wer steckte dahinter? Kein anderer als der Herr Dorskomm issär selbst! Das Gericht verurteilte ihn zu einer merkwürdigen Strafe: Als Teufel verkleidet, wurde er einen Monat fort# im ganzen Bezirk dem staunenden Bol? gezeigt. Dann eskortierte man ihn sogar in seinem Tenselskostiim nach Moskau. Boltesftlmme. In einer Stadt im Staate W e st v i r g i«i a hat die Frage. vb Damen auf der Straße in B r e e ch e s h o s e n gehen dürfen, zu einer Bo lt Sab ft immun g geführt. In dieser Stadt hat sich die Sitte hergusgebildet, das; die jungen Damen, wenn sie zum Sport gingen, bereits zu Hause die Breeches anzogeu. Derart angetan, liefen sie über -die Straße nnd die Herren l-atten nirbts dagegen. Aber etliche Beamte im Polizeibureau fanden den Aufzug der jungen Damen unpassend. Sie nahmen daran sozusagen Anstoß und haben es durchgesetzt, daß die Damen die Röcke überziehen mußten. Aber die jungen Damen von Westvioginia nahmen das Verbot nicht schiveigenld hin. Sie feu«im einen langen Schreibebrief, der garniert lvac mit anmutigen Drohungen, an bei! <örnemlstaatLanivalt. Der Wiener Morgeirzeltirng Gcneralstaatsanivalt ist ein verheirateter Mann. Also untersteht er den; Selbstbestimmungsrecht der Ehefrau. Und diese Frau war für die Hosen. Sie wollte aber nicht, daß man gering von den: Gatten denke. Deshalb erlaubte sie ihm. eine Volksabstimmung unter den Frauen zu veranstalten und den bewegten Meinungsstreit auf demokratische Art zu schlichten. Das Plebiszit ergab eine S t i m m e M e h rb e i t f ü r id i e D r e e ch e 8. Da wurde, das Po lizeiv erbot zurückgezogen. Aber die jrnigen Damen gehen doch nicht in Breeches Wer die Straße. Sie haben keinen Spaß mehr dabei. Denn was erlaubt ilt, ist la u lneit w. . Wien. 18. Jänner. VS.V4^ Arbeitslose in Wien. Ter Santd der Arbeitslosigkeit ist in der ersteu H.llste des Monates Jänner 10L7 u m Ü 0 U 7 auf 9 5.0 4 8 g c ft i e* gen. Der Stand ist somit um 5525 niedriger als der des Vorjahres. Eine gute Beschäftigung ist mir in den mechanischen Sch neidereib etrt eben zu finden, in der S t r v ay ttr i n d ustr i e, Wäscheerzerrgttng: bet cimgen anderen Gruppen ist. eine nur ganz geringfügige Besserung der Beschäftigung einqctretcn. Wiener Lehranstalt für Nähr«,»-»- und Gemtßmitterrunde. Der Wiener Stadtschulrat hat die Errichtung einer Lehranstalt für Nahrung-- und Genußmittelkimde unter der Direktion des Fachmannes Dr. S. Tuchner gench nrigt. Diese für ganz Oesterreich wichtige Lehranstalt, dere.lt Kanzlei 1. Bez., Graben 17, ist, wird nach Schweizer und deutschem Muster den für Levensmittelhandel- und Industrie wichtigen Lernstoff innnd ausländischen Schülern in gründlicher Weise vermitteln. Als Dozent für die Lebensmittelgesctze usw. wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Wilhelm Stecher genehmigt. Durch das Fenster geflogen. Gestern mittags wurde die Rettungsgefellschaft in das Haus Taborstraße 85 gerufen; dort fand sie den Wjäyrigen Schuhmachergehilfen Eduard Pvkorny mit Berletzuugen der Sprunggelenre beider Füße vor und brachte ihn rn das Spital. (Sr war kurz vorher von der Gattin des im Hanse wohnhaften Schuhhändlers Nußbaum gegen seinen Willen in einem Raume eingesperrt worden und ist durch das Fenster geflohen. Die Erhebungen der Polizei ergaben, daß Pokornh bis Samstag bei Nußbaum beschäftigt war, jedoch wegen Unstimmigkeiten mit seinem Meister den Dienst verlassen hatte, gestern war er wieder bei Nntzbaum erschienen, um etwas zu besprechen. Die Frau des Rußbaum 18. Jaimer 1927 tät. 2831 verlangte von ihm die Unterschrift auf eine Verzichterklärung. Als er sich weigerte, sperrte ihn Iran Nußbaum gegen seinen Willen in den Raum ein, uni ihren Gatten zu holen. Pokorny aber sprang aus dem Fenster, wobei er sich die Verletzungen znzog. Gegen Fran Nnßbaum tmrrddie StrasamtShandlung eingelcitet. Ein tätlicher Absturz vorn Sonmvendstkin. Der I7jährige Graf Bela Szechenyi, der im Sana' torium Maria Schutz zur Kur weilte, ist Sonntag bei einer., Spaziergang am Sonnwendstein info.ge eines Schmim delanfalleö abgestürzt nnd blieb tot liegen. Die Streildrohnng der Kassenärzte. Wie erinnerlich hatten die Krankenkassenärzte in bei Besorgnis, daß durch das neue Angestelltenversicherungs - gesetz und das Krankenkassenlönzentrationsgesetz einzelne Kassen aufgelöst und minderleistung-fähige Kassen gebildet und dadurch erworbene Rechte der Acrzte geschädigt werden könnten, mit dem Streik gedroht. Samstag fand nun im Ministerium für soziale Verwaltung eine Aussprache mit den Vorstehern der Aerzteürganisationen statt, in der auch ein Projekt betreffend die L-chafsnirg eines vvit den JUattfcitEa,f:u zu a.imeilticreitten G.ir -> t'cf^nds zum Schutt der Rechte jener Kassenärzte vorgelcgt wurde» die durch Auflistung, Sprengeländerung oder Mitgliederverlust ihrer Zkassen eine materielle Einbuße befürchten mü.seu. Der Borfivende, Se'ctivnSchef Dr. Kretschmer versprach, mit eiucm engeren Komitee von Aerztevrrtketern die Frar zu untersuchen, wie die berechtigten WÜnsckw der Aerzte erfüllt werden könnten. Sechsfacher Raubmord bei Warßck^au. In einem Torfe in der Nähe von Warschau lrnrdc wie von dort gemeldet wird, Sonntag nachts ein Mordenschlag auf eine Banernfamilie verübt. Vier Personen winden tot und zwei in hoffnungswsem Zustande aufgefuuden. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Raubmord Tie Verfolgung der bisher noch nubekannten Täter ist anfgenoimnen. Eine neue Derbstnwrdart in Japan. Um. zrr verhindern, daß die Lebensmüden sich in den Krater des großen Vulkans Aso stürzen, hat der Polizctpräfekt von Nagasaki verschiedene Projekte geprüft, welche ihin von Ingenieuren unterbreitet worden sind. Eines dieser Projekte sieht die Errichtung eines hohen Gitters um den Krater herum vor. Im Laufe des der vergangenen Jahres haben sich nämlich 60 Personen ur selbstmörderischer Absicht in den Zkrater des?lso-Bnlkan^ gestlirzt. E Löwen-Frangbrannkoein mit Menthol stärkt bk Mu'le'n und Nerven, gibt Kraft nnd Energie. Uoberall erhältlich. (I. Tvrtsrtzung.) Capyclgth by Georg Müller Verlag A. G, München 7927 &te fremden Jatkre. Sine astjfiBMacfiic XeäemtKc von Swnif ‘SQtovnftavdl &ofm. 3)a sieht Reb Ellje, daß cs ein Traum gclvesen und erholt sich allmähliche Wie er aber den Bochw anfieht, ist es ihm, als blickte der Mt ganz bösen Augen auf ihn hevab, gleich als hätte er ihm Gott weiß etwas angetan. Und Neb Eilje w'.rd den Traum nicht los: „Ich habe einer: Traum geträumt," sagt er sich, „aber den Deuter habe ich nicht." Und. er fragt sich: „Warum hat sie getpeint? Und warrrm ist sie nrrfgestandelt? Es rrnlß doch mn sehr großer Kunnner sein, der 'sie drückte? Und ich bin e's, der ihr diesen K'ummer bereitet hat. Denn 'hat sie isicht erst zu menen ang'angen, als sie mich in der Tür sah?" ßlstt solchen Gedanken gunlt sich Reb Cilje den gmizen Tag nnd noch viel Tage dazu. Und denkt an die fröhliche Hochzeit und fragt sich tveiter: ,,5pab' ich ihr das genommen? Und wenn ich es nalM, wie mach' ich es gut? Und noch einmal, wenn ich cs nahm, was nahm ich denn da? Ja» dieser Traum, den ich träumte, <nw wessen Leben ivar er denn? Aus meinem etwa? Wie denn? Saß ich nicht auf thront Platze? Hielt der Bräutigmn nicht meine Hand, nachdem er vorher ihre gehalten? Erviger Gott, lob' ich denn noch mein eigenes Leben?" So Ivühlt es in Red Eilje, er hat keine Ruhe, niehr zu sitzen, sondern wandert durch sein HauS. und, wenn ec in die 9tähe des Bochers komntt, blickt er zu Boden und es ist ihm jedcömäl, als läge Schmelkes Auge böse aus ihm. Am nächsten Morgen steht Reb Eilje ans, ruft die Weiber des Städtchens in der Schul zusammen und fragt: „Ist tvohl eine Jungfrau am Ort, die mannbar ist, daß wir sic verheiraten?" Und nmn nennt ihiu eine mit Nameir Ssoschc. Da läßt sie Reb Eilje kormnen rnrd redet mit ihr hin und her. Danrr geht er zcun Bocher und spricht mit ihm von bem utib jenem nnd schließlich: „Ich habe eine Braut für dich, Schmelke." Mer dcr kommt er gut an. Der arme Schmelke fährt irr die Höhe, schießt einer: giftigen Blick ab und zischt: «Ich will nicht!" Da flattert Reb Eilje das Herzt und ec färcg't den Tramn ein wenig zu Vogreifen an. Gerr: wüßte er, ob ft: jener Nacht auch der Bocher geträumt, aber zu fragen ivagt er rncht. Nur iveh ist ihm, sehr weh urn das tote Mädcher: ur:d auch um den armen Bocher ist ihm tveh. mit denr er schon so lange Tisch und Bücher teilt. Die Leute in der Gasse aber verwundern sich sehr, als sie sehen, daß der Row die Bevheiratung eines avnwn Mädchens betreibt. Denn solches ist vor: ihm nicht kund geworden in den langen Jahren, die er mit ihnen lebt. Bon jetzt an aber läuft Reb Eilje mit einer ivahren Wut hinter dieser Mizwo her, als gelte eö, alle Mädchen Wolhyniens unter den Baldachin zu. bringe::. Dabei tut er es kurzcch und mit der alten Strenge, die die Leute an ihm kennen, und duldet keinen Widerspruch. Nur zu dem Bocher kommt nie wieder ein Wort aus seinem Munde dteserhalb. Kau>n ein Jahr ist vevgangen, da erfährt Reb Eilje an sich einen ztyeiten Ruf. Eirres Abends hat er dm Bocher zur Ruhe geschickt und sitzt selbst noch einige Augenblicke Über den Büchern. - Da hört er, wie unter feinen: Fenster einer — tuapjS trapp — die Gasse hiuuntecläust. Dann ist e§ still, nacij einer Weile aber läuft eS wieder vorbei und lxrld darauf ein drittes Dkal. Reb Eilje loird unruhig und blickt zum Fenster hinaus. Wer beschreibt sein Erstaunen, als es der Bocher selber ist, der so atemlos die Häuser ablauft und nicht zu Ende kommt. Reb Eilje eitt die Stiege hinab, folgt den: Bocher und rnst ihn an: „Schn:elke!" ruft er, „Schmclk-c. was soll das?" Antwortet Schinelke ft: aller Hast uivd lveiterlaufend'. „Ro!v, Row, ich kann keine Wehmutter für sie finden!" — und ganz, als wäre es selbstverständlich, folgt Reb Eilje seinen: Bocher, und iviedcr.geht eS gaßauf und gaßab und Schmelke hält sich beim Laufen die Seiten und stöhnt und Reb Eilje folgt ihm in großen Aengsten und bitterer Not. So geht es zun: Städtchen hinaus und in den Wald hincirc, und Reb Eilje merkt, daß es der Weg zun: Dobrzaner WaldhauS ist, und lvundert sich gar nicht, daß der Bocher immer schneller und sch::eller läuft. Da hobt ein Sturm an über dem Walde, die Wipfel bmusen, die alte«: Riesenstänrm-e knarre::, rmd bei jeden: Knarr schaudert Reb Eiljes Herz in Aengsten cnrf. Und wie das Brausen hin und wider wandert, hört er auf einmal einen Schrei und dann ivieder einen rmd dann ivird es still. Reb Eilje bleibt zitternd und in Schweiß gebadet stehen. Schmelke ist plötztlich ft: der Dunkelheit verschwunden. Reb Cilje ruft, aber da ist weder Stftnme noch Antwort in: ganzen Walde. Lange noch steht er mit bangen: Herzen, dann macht er sich auf den Heimweg. Wie er zu Hause ankonmtt, liegt alles in: tiefen Schlaf. Er horcht an Schmelkes Kmmner, der aber schläft rmd nicht einmal seinen Atem hört inan. Rob Eilje geht zur Ruhe. Er fühlt sich zerschlagen an allen Gliedern rmd fällt aufs Bett wie ein toter Leib. Das erste, ivas Reb Eilje am nächsten Morgen sieht, ist, daß sein Bocher totenblaß ausschaut und ganz elend rmd abigehännt. Davor: erschrickt er so, daß er erst gar nicht Mit ihm zu reden toagt. Dann aber fängt er doch zu fragen an. „Schinelke,'" fragt ^r, „tvaL rvar das gestern abend auf der Gaffe?" «Weiß nicht!" sagt Schmelke und sagt es so üerz, daß Reb Cilje ganz betreten ist. Nach einer Weile beginnt er von neuem: „Du hast gestern abend geivacht. Schmelke?" „Nein!" sagt Schruelke wtb Web Eilje flattert wiederum das Herz, ivie er's hört. Er stöhnt, schweigt eine Weile, dann fängt n hon Vorne an: „Du fastest zu viel, Schinelke!" „Ich fast' nicht!" zischt Schmelke, rind es klingt beinahe frech, ivie es Neb Cil^vm: dem gute,: Bocher nie gu hören gewohnt ist. Erstaunt c», kt er ihn an und sieht zum ersten Male, wie eingeschruinpft und kümincr'üch sein Bocher im letzten Jahre gelvocden ist. lortfetziulg solgc.)

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