Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2827 (11.1.1927)
- Date
- 1927-01-11
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Wien, Dienstag Wiener Morgenzeitnng Der Philosoph der FM. - -y, Wien. 11. Jänner 1927. Houston Slermad lil)auil>cvtati!, f>ou kürz', ich totgcsagte, ij't wotivjtpnt gestorben. Ec ist ein-.' N?>- markantesten Figuren des Krieg^deutschland gewesen, einer der Schriftsteller, die wirklich den politischen Willen einer Zeitrpoche beherrsche, ja;u einem guten Teil sogar selbst gebildet haben; den Wil len zum .Haß und zurck ewigen Streit. Goethe-, Kant-, Wäg-- ner-Fvrscher ist er. gewesen, hat sich aber mit diesen Arbeiten keinen so tveitreichenden Ruf crivOrbeck, wie mit seinen ..Grundlagen des 19. Jahrhunderts", diesem Zentrabverk anauf den antijüdischen Zweck eingerichteten Rasseiftheorie. Mi zwei dicken Banden hatte or 1899 seine Lehren niedergelegt und in der Vorrede, wie in; Buch seW immer wicdev betont, er sei nur als Dilettant an seine. 'Darstellung der oteschichtsphilosophie herangezangen. Sein Buch blieb cmsanKs ziemlich unbeachtet. Erst 1902 wurde es plötzlich populär. Der politische Dilettant Kaiser Wilhelm. II. hatte den sehrbvheu Betrag von 200.000 Mar? ausgeworfen, nm den Ehamberlainschen Ideen Verbreitung zu schaffen. Das Buch sollte vor allem durch die Bolksbibliotheken hinausgetragen nrrden und so erlebten die „Grundlagen" nüt einen! Schlage eine Massenauflage, wie sie nicht einmal Haeckels „Monismus" aufzuweiseu hatte. Diese „Grundlagen" waren irw schlechtesten Ginn das Buch ihrer Zeit, einer Zeit, die auch yeilte, noch nicht abgeschlossen ist. In ihrem Ungeist nmrde die deutsche Jugend der adeligen und reichen bürgerlichen Häuser erzogen, ans diesem Buch bezog der germanische Imperialismus seine geistigen Waffen. Heute verschimmeln diese ^Grundlagen" in den Läden und Bibliotheken. Sie haben ihre Aufgabe getan, haben tausend gleich beflissene.Adepten zu ähnlichen Leistungen befeuert und sind nicht mehr uottpendig. Chamberlain legte die Grundlagen. D-? deutsche Wissenschaft baute eifrig, gründlich und gesirmungssest nxk tat, Chaurberlain konnte iu>df) 1918 einen Nachguß liefern, den er.,'-Rasse und Nation" nannte. Dann blieb er gelähmt in, seinem Heim in Bayreuth bis an sein seliges Ende-. - Was Chainverlain verkündete, war in den Umrissen nicht neu. Wer die bestechende Darstellung, hie mit gut klingenden Paradoxen nicht sparte und kein Mittel, auch nicht das des .falschen und verdrehten Zitats vernrieden hat, schuf ihm eine ganz unglaubliche Macht. Viele griffen , zu. sti? nem Buch, weil sie die Flagge des „Dilettanten", der angebliche Trotz gegen die zünftige Kathederwissenschaft angezogen hatte. Sie glaubten es mit einem revolutionären Erneuerer-Zu tun zu haben.und unterläget! dann, der Diktion- und der Wirkung des fabelhaften Literaturverzeichnisses,-das Hunderte 'von Seiteck füllt. Es waren brave deutsche.'Leser, für die. eine. Fußnote schon an sich ein Beweis ist, güt Verzvgime Feldtvehelseelen^ die sich protz der.EftiM ihrer. SeM irgendwie ndch Kritik sehnten,, aber, doch das Stra.nuNfteM nicht Unterlassen konnten, wenn. Seine Majestät höchstselbst das Zeichen gab. Zudem entsprach das, tvas ihnen Ehamberlain vorsetzte, aller amtlich zugelassenen Weisheit; ei .!., ein zweibändiger, höchst gelehrt tuender Kommentar. zu den» „Deutschcmd, Deutschland über all.es!" Wps nicht deutsch istarisch, gemnanisch, völkisch, ist zur Leibeigenschaft.bestimmt. Aber auch innerhalb der deutschen Weit entschüdet nur die kraftvolle, schwertgegürtete Persönlichkeit. Wo sich solche in der Weltgeschichte finden, sind sie selbstverstäMich deuM. blond, büuaugig. Sie strahlen als die Sonne des Menschengeschlechtes über die Ereignisse, lenken sie und formen : sie' nach ihrem Wiltest',' Es. .gibt keine Entwicklung, es gibt, nur. die- Männer der gepanzerten Faust, .nur ihnen ist daS Recht und'das -Schicksal anvertraut. Was um sie. kreucht und fleucht, .ist-elendes Gewürm, nicht wert, daß es der Tag bescheint. Das miserabelste Element aber sind die Juden, materialistisch, ordnungsseindljch, Verleugner jedweder Autorität; nur dem Geld und dein Genuß ist ihr Wesen zugetan. Das beweist Chamberlain mit allem Raffinement und -mit einer profunden Technik, vielfach aus jWschm Zeugenaussagen selbst. „Wir sind töte Heuschrecken" zitiert er die Kuich- ' schaftermeldung aus der Bibel , und stellt dies als historisches Weweisdokumeni hin. .: ChmpberLam trug seine Gedanken mit dem Elan des Fvischgetausten vor. Der Sohn eines englischen Admirals und einer schottischen Frau .nmr zuerst , in Paris erzogen worden und hatte dann einen protestantischen Theologen zurtr Hauslehrer bekommen, der. aus ihn den stärksten Einfluß ' hatte. Er geriet m hie 'Zone der alldeuistheu Tendenzen ünd wurde von ihneit so durchsetzt, daß er als echter Neophyie in den Haß gegen England sich immer tiefer verrannte. Mit ' der eifervollen Beredsamkeit.des Proselyten predigte er die Höherwertigkeit alles' Gernranischen, für das er auch Christus' frischweg annektierte. Die bösesten Aufsätze gegen England aus der 5Lr'tegszeit stanmieu von Chamberlain, der in fei* ner- Anbetung indogermanischer schöpferischer Gestaltung auch ' den. britischen Feind von der Lifte des Erhaltenswerten gestrichen hatte. Das Hakenkreuztnm hat mit Recht Chcwvberlain als den Propheten Hitlers ausgerufen und an seiner Sphäre gesogen. Aus der Schule Chamberlaitts ist die Generation gekommen, die im Weltkrieg die Grundlagen zu. der deutschen Weltherrschaft zu legen sich vermessen hatte, dieselbe Generation, die denr Judenvolk Meltherrschaftsaspivatwnen nnkügt und sie;\\iv Ämndlage der Politik des Pcdgwins geuommerr'hat. Die Sendboten Chümberlainscher Ethik sind, über die Grenzen Deutschlands hinausgogattgen, sis haben tn Ungarn, in Polen, in Rumänien und überall ihr Licht rufgcheckt. Der jüdische Intellektuelle vor Mm fühlt dies, M - die. amerikanische EinwauderungsgeseßMung ist Eham- -erlains .Geist gedrungen und sein wehrloses Opfer ist der Armselige jüdische Immigrant. 'Das furchtbare Unheil, das ' Über das jüdische Leben im Osten hinwegMangen ist, MM km . Zeichen Vkesev „Grundlagen" verübt rtnb hinter den Mör- KLUB RADIKALER ZIONISTEN Mittwoch, den 12. Jänner 19-7, tifft halb 9 Uhr abends, im Cate Atlashof, I., Aspernplatz (Klublokal: Eingang WiesWgefStraße um die Ecke) Klubvarsammlung Thema: Der riyirlsrnne an den Mochichtiie«. Referent: H, Kindt Im öitcrreiCbischen Landcsverbind organlslertGZionfsten als OäSte willkommen. aaaäaiiaBaaaaaaataa*aa«aaaiaaaaaaaaaai der banden standen die „Protokolle der Weisen von Zion"., die- Konzentration Chamhprlainscher Proölenwtik...Dieser Prediger des zynischesten Faustrechtes hat Schaden attgerichttn, der kmnn zu bannen ist. Er hat eine Lehre begründet, dis sich Mit seinem Tode nicht erschöpft. Sie lvirkt fort und die ittternativnale Bestialität des Messers mag das Abteben ihres Prvmachos leicht verschmerzen. Sie hat es gelernt, seine Weisungen in politische Form zu gießen und ihren guten Prosit daraus zu ziehen. Ms Chamberlains Auch erschien, hatte eben eer politische Zionismus sein erstes Wort gesprochen. Diese zeitliche Parallelität ist wohl mehr als ein Zufall. Sie ist Etappe in einem politischen Enttvicklungsprozeß, der auch das jüdisch.' Volk weckte und zum Bewußtsein seines Rechtes'und seiner Stellung brachte. In der.Zeit dieser „Grundlazeu", ans denen schließlich das grausigste Blutbad aller Geschichte kam, begann auch das jüdische Volk, die Grundlagen seines neuen Seins, zu fornreu. Das ist ein Werk , des jüdischen Bekenntnisses znnl Frieden und zum Recht, lind... cs ist wohl auch kein Zufall, daß das Bekenntnis zu diesen Grundlagen zuerst im Stammland dieses Predigers des Hasses Verständnis geflmden hat. Sir Wyndham Leeds m Lemberg. Lemberg, 10- Jänner. Gestern traf hier Sir Wind- . ham Deeds in Begleitung des Sekretärs der zionistischen Exekutive in London, Dr. Laut erb ach, und des Abgeordneten Dr. R e i ch mit dein Warschauer Morgett- . zug ein. Er wurde in dem von der Staatsbahüdirektion . zur Disposition gestellten Empfangssalon vonden Vertretern aller zionistischen und älkgemeitt jüdischen Institutionen und' von den jüdischen 'Abgeordneten und Senatoren herzlichst begrüßt. Nach der Ankunft - im Hotel George gab der englische Vizrkonsnl zu Ehren des Gastes ein. Frühstück, an dem die leitenden jüdischen Persönlichtäten teilnafimn. Um die 'Miftagsstuude fand in. dem - mit-ziorHischey Etnblemsn . Mchmückiest . - Kino. „Pukace".' ein M crs-s e »*- Meeting stäkt, an;' denr tausende Männer'ünch Frauen aus allen 'Kreisen der jüdischen Gesellschaft teilnahmr-a. Nach Eröffnunü der Versammlung durch den Vorsitzenden der K. H.-Zentrale, H.' Ing. Lackdan,' hielt Abg: Dr. Re ich eine begvffierte Begrüßungsrede in hebräischer, englischer' Und polnischer Sprache, in der er die PersöN" lichkeit drs' Gastes , und seine Verdienste um unsere Sache feierte.. Dann hielt Sir Windham Deeds ein mehr als cinstündiges Referat über den gegenwärtigen Stand der Palästina-Kolonisation und über die wichiigsten Aufgaben der zionistischen' 'GegeiMrts-',''und? Zukunfts-Arbeid Die 'Ausführungen des Redners, MM ' Abg. FroZtig ins Jüdische - übersetzte,, fanden -stürmischen Beifall, v ©jr Deeds wurden am Schlüsse große Ovationen bereite7 . Irr Wnig don RnmSnlen. Bukarest, 10. Jänner. (Orient-Nadio.) Der König ist.soweit hergesteM^ daß er den Pakaft von Co.troeeni verlassen und Mi tmlttärischen VeranstälLnNigen beilvoh'nen konnte. Re SoziMerAchtt«»«. Wtrt den gestern wiederbegonnenen Beratungen des Unterausschusses für die. Ärbeiterversichernng ivurden die diesjährigen parlamentarischen Arbeiten wieder ausgenommen. Den Verhandlungen dieses. Unterausschusses kommt erheblich« Bedeutung zu, weil von der F e'r tigstellung der Arheiierversicherung bis züm 15. März die Entscheidung abhängt,' ob der Nationalrat noch vor Ablauf seiner Funktionsdauer aufgelöst lvird oder die Neuwahlen erst i w- Herbst stattfinden werden. - ' In der gestrigen Sitzung des Unterausschuß machte der Minister für soziale Verwaltung Dr. R e sch Mitteilung davon, daß er ein Gesetz über die K r a n k e n - Versicherung der Land- und Forstarbeiter im Nationalrat eingebracht habe. Dieses , soll durch Ein^ bau der Alters- und Jnvasiditätsbersicherung zu einem rmheitttchen Syndergesch Über die Sozialversicherung der Land- und Forstarbeiter ausgestaltet werden, i ' Sodann wurde die Spezialdebatte über die Regier ^tngsvorlage bis einschließlich § ii durchgeführt Der Unterausschuß beschloß, eine höchste Lohnttasse mit einem Tagesverdienst von über Schilling zu. ischasfen. Die unterste Lohntläsfe würde gestrichen.. Me sogenannten Stückmelster in der Heimarbeit' nnttden nach dem Beschluß des Unterausschusses für den Fall perficherungsfrei erklärt, sobald sie einen famtlienfremden Hilssarbeitsr beschäftigen. Beschäftigen sie nur einen Lehrling, so bleiben sie versicherungspflichLtg. Die Beratung wird heute fortgesetzt. rr. Jänner. 1827 Ar. 2827 2er Streit um den gnftaadhaltnna«itll>. Tie niederösterreichlsche LandeSmietenkommisston gut Festsetzung des Jnstaudha'ltungsziirses trat gestern zu einer Sitzung zusamlnen. Die Absicht, der Ntchrheit der Kommission eine Geschäft-ordmmg zu gebe», konnte infolge der scharfen Ablehnung durch die sozialdeniokratischen Mietervcrtretcr n i ch i d ri c ch g e f ü h r t werden. Zu Beginn der Sitzung ivnrde mikgeteilt, daß an Stelle des gurÜckgetreieneN Mitgliedes P amperl als Vertreter der christlich-deutschen Mieterschaft, Dr. Hans S ch i d l a. vom Landesyaupimaun bestätigt ward<it Md. auch erschienen sei. 'Der .sozialdemokratische Abgeordirete S ch ii c idinadl protestierte gegen die Entsendung des Dr. Schidla^ da Erknn-- digmigen-er^ben.staben, bas-, weder im Vereinsregister det Be-zirkshauptinaniischnsr Baden, noch irgendwo in Niedeköster/ reich ein Verband, dep christlich-deutschen Mieterschaft drifte ttagen sei. Hierauf stellte der Vertreter der Hansüesitzerschafi Doktor Otto S o ch g e.z e. w s f i-.S ch e s \ au<- M o d l i n g einen Antrag ans Schaffung einer ■ G c f ch ä f t s v r d n n n g der LandesmtetenkoMtüssibn. Abg. Schn ei dma ol legte den schärfsten Protest ge. gen diesen Antrag ei» und fiitjrtü dabei aus: In ganz Oesterreich hat keine Landesmietcukommission eine Geschäftsordnung. Wenn die Mehrheit eine solche haben ivolle, dann nmsse sic trachten, daß das M i-e t en-g-e se-tz in dem ihnen entsprechenden Sinne abgeändert wird. Mach der 'Pvcistiindigen Rede des Abg. Schneid m <x dl zog Dr. S o ch a e z c!v 's k i seinen Antrag zurück. - Der Vertreter der christlich-deutschen Mieterschaft Doktor S ch i d l a meinte, daßdie Erhöhung des JnstanohaltimgLzinses, welche die Hansbesitzerschast und' die Vertreter der Handelskammer in öer letzten Sitzung - borgeschlageu f2000fache FrivdenZmiete) zn hoch sei und bemfträgte eine Erhöhung ans das 1 8,0 0 s tt ch e. . Der sozialdemokratische Abg. Schlesinger ertlürle sich bereit, einer Erhöhung : des. JnstaiidhaltungSzinsed run 100 Prozent auf das D r c i y rr n d c r t f a ch c zuzustimmeu. Der Hausherrenbertrercr Dr. S o ch ä c z e w s k i - Sch ef f stellte zn den, vorliegenden .Anträgen des Vertreters' der Handelskammer Neumann, der den 2000fachen, und dem Anträge des christlich-dcntscheri MietcrbertccterS derben 1 0 0 0 f a ch e n I n st an d ha l t un g sz i nL verlangt, einen Zusatz, womft ausdrücklich erklärt , wird, daß diese Erhöhung rrur ei.ue vorläufige uni Rücksicht auf die gegenwärtig.e...lvirtschaftliche Lägest der Bevölkerung bedingte sei. Dr. Sochaczewski stellte, im woiteren'Verlauf dea Antrag, mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Lageden Jift. standhaltungsgins mit dem 20 0 Q f ach en. Betrage der FriedlMsmiete und im .Falle der-Ablehnung mit dem 10 Y O - fach c n festzusetzen. Abg. Schneid m a d l 'ptotcfttett 'ge>- geil diesen Antrag und bchaccpteie, die Kümmisston habe nur zu. prüfen, pb^dcr Jnstanlchaltungs-zins tatsächlich dem Barte' iudex angemessen sei. .. Ilm 9 Uhr abends. wuick>e die Beratung untcrbro. ch e.n und nach einer halbstündigen Pause setzte Abg. Schneid--, madl seine, Obstrukti onö.rede fort. Kurz nach 12 Uhr leitete der Vorsitzende LGR. Iaitn e r neuerdings. V e r g l e i ch s b e r y a n d l u n g e n ein, die damit endeten, daß.ein BorWag des Abg. Schlesinger angenommen würde, wonach die Baumaterial i.e.np re ise und. Löhne neuerdings' von Sachverständigen geprüft Werden .sollen. Die sozialdemokratischen. Vertreter schliigen das Stadtbauamt der Stadt Wien» das 'Ministeruun für soziale.'Verwaltung.und die niederösterreichlsche Landesregierung vor. Um halb 1 Uhr nachts wurden die Verhandlungen abgebrochen. -.7 . . '. Zoltpölitische Börkehrungön. llever Einladung und Unter dem Vorsitze des Bundeökanz'lexs^ Dr. S eipe l fand gestern eine mehrMndige Beratung statt, an der die Minister Dr. Kienböck und Thal er und die Führer der christlichsozialen Agrarier teUnahmen. 8>re nahezu ft'lnf Stunden wahrende Aussprache ergab eine'Fülle von Anregungen, wie die Absatzkrise, die sich gegenwärtig so stark fühlbar macht, erleichtert rm-d drirch Inte n s-i vite r u n g d e r l a n'd w i rte s ch a f i - lich en Produktiv n sowie durch V o r k e h r u n g c n z oll p o l i t i s ch e r Natur und durch Gewährung von S t e n e r b e.'g ü n st i g u n g e n der Gefähr einer dauernden Schädigung' der Landwirtschaft entgegengvlvirkt" werden könnte. ' .... Spaltung der Zfroletr SozkaiSemokriltie. In Innsbruck fand gestern die gründende Borsammlung der treuen nationalen „Tiroler A rb e i t e r 6 e w egu n g" statt, deren Führer der ehemalige sozialdemokratische Landtagsabgeordriete. Karl Lapper ist. Die'Gruppe Lapper hat sich mit der Tiroler Arbeitergewerkschaft zusammen geschlossen mtö tritt nun unter der Bezeichnung „Tiroler Arbeiterbewegltftl'i" ins politische Leben ein.. , ein Erdbeben in der SAweir. Aus Zürich Wird berichtete Zwischen de« Gtättotten Zürich und Chur würbe Samstag morgens, um 8 Uhr 17, ein Erdbeben verspürt, dessen AusgattgsPlE ' zwischen F r e i b n r g und B e r rt liegt, Wo der Swtz deutlich verspürt würde.