Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2823 (7.1.1927)
- Date
- 1927-01-07
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien, Freitag Wiener Mrorgen-eitnng 7. Jänner 1927 Seite 8 Letzte Nachrichten. krhöhnug de« polnische« Budgets. 8V Millionen Zloty Heeres usgaben gestrichen. Warschau, 6. Jänner. Drr Ministerrat hat de schlossen, entsprechend dem Wunsche des B n d g e t a u Z - schufses kcs Sejm die ordentlichen Ausgaben im Bn'dget, die bisher mit 1.869,000.000 Zloty prälimin'ert ivaren, auf 1.670,000.000 Zloty zu erhöhen. Gleichzeitig werden auch die ordentlicheir Einnahmen entsprechend erhöht werden. Nach Mitteilungen von informierter Seite sollte die Erhöhung d?r Ausgaben auch noch weitere 8 0 M i l - Honen Z'loty Mi r lli o Armee umfassen, die jedoch, ebenso wie 65 Millionen Zloty, die für öffentliche Arbeiten prälim'iuiert waren, gestrichen wurden. Das abgländerte Budget wird nun dem Budg-üausschus; vorgelegt und dürfte um den 16. Jänner vor das Plcmnn des Seim kommen. getroffen sind, mit dessen Ausbruch unbedingt zu rcchn c n ist, falls nicht in allernächster Zeit bett Forderungen der Aerzteschasr nach gesetzlicher Sicherstellung ihrer erworbenen Rechte Rechnung getragen wird. Der Zirkus Adolf: hat sich zürn neuer: Jahr mit einen: schenswerien und ütfligeit Programm eingestellt, das der Flndigeeit der Ar- -tsten miib Dresseure alle Ehre macht. Eirr Ceelowe jongliert, irer Illusionist M olh r Mrt einen ganzen Tierhof, inunter uw) springlcTenöig aus einenr lochenden Topf heraus, die drei Cavallrnis exekutieren einer: Boxkampf mh Schellengeläute, der Trunsen'bo.'d Strody torkelt auf dem Tanzseil und Direktor Adolf: läßt seine Pferde tanzen. Die Lichteffeikte, die der Ingenieur Pickardt aus seinen Wasserschainspielen he rau-holt, sin) trertdWffend schön. Besonderes Lc>b gebührt den Kopf alten der K.vei Per las und den Bösen-Br'ibcn-Turnerercn der vier QuirotS. Das Programm sei allen, die drei Stunden lache,: und schauen wollen, empfohlen. (veldschmuiMi nach Oesterreich. Wie das „Prager Tageblatt" aus Brünn rnewei, wurde Sonntag bei der Pcrßrcvisim: in Lundenburg der angebliche Privatsekretär Ernst Bassel aus Wien an gehalten. Man ifünd bei ihm 1L8.000 Kronen, die nach Oesterreich qa s ch in u g g -e l t werden sollten.' Der Angchaltene, dessen Name richtig Schulstnger lautet, verweigert jede Auskunft darüber, in wessen Auftrag der Schlimme! dnrchaeführt werden sollte. Ec wurde der FinangbeZirksSirütim! Ungarisch-Hradisch eingeliefert. Zionistischer Block „Aufbau". Sonntag, den 9. Jänner 1927, um 8 llhr abends, im Lokale der Zionistischen Sektion Prater, Jnngstrahe 8, Versammlung. Einleitender Vortrag: Was bezweckt der „Zionistische.Block „Aufbau"? Referent: Dr. Israel Tanb>e s. AnschÄetzeckd 'SiMupn. Zionisten wiMomme-n!; Der Schatten eines großen Namens Aus einer Stadl in Thüringen wurde folgendes berichtet: Ein Gewerbetreibender fühlt sich wegen eines Steuerbescheids veranlaßt. auf dem Finanzamt dorznsprecheu. Er wird an ein Bureau gewiesen, an dessen Türe angeschlagen steht: „Sprechstunden Montags, Mittwochs und Freitags von 10 bis 12 Uhr. Eintritt ohne anzuktopfen. Finanzasse',sor Gütz von Berlichingen." Worauf er beschließt, die Angelegenheit doch lieber schriftlich zn erledigen. Ans der Schachwelt. AuS Amsterdam wird gemeldet: Zwischen Von: Großmeister Dr. Alexander Aljechin und den: Vorkämpfer von Hollland Dr. Max E >u w c wird ein Match auLgetragen. D.e erste Partie, in der Dr. Aljechin den Anzug hatte, endete nach 42 Zügen mit Remis. Die zweite Partie gewann Dr. Aljechin bereits nach 28 Zügen. Dr. Mjcchr-n betrachtet dieses Match als Vorübung für seinen Kamips mit Cap ab lauen nm die Weltmeisterschaft, der nach Beendigung des für 1927 in New Mort geplanten G-roßinerstertnrnicrS in Buenos Aires stattfinden soll. Die Juwele» des Srrlrans. Als Sultan Mohammed VI. in: Jahre 1922 aus Konstautinopel flüchtete, ließ er dort eine Anzahl, schwerer, mit Eisen beschlagener Kisten zurück, die zum Versand bereits fertiggemacht worden, und die seinen Privatbesitz an Schmuck uno Kostbarkeiten enthielten. Erst jetzt nach über 4 Jahren, ist nun: darangegangen, einmal nach diesen Kisten zu sehen, die vor einigen Tagen in Gegenw.nl von einer Anzahl von Regierungsüeamten geöffnet wurden. Der fInhalt war überraschend, denn die Lustbarkeiten und Raritäten aller Zeiten kamen zum Vorschein. Der Gesnmtwert dieser Kisten wird auf mindestens 40 Millionen Francs geschätzt. PalnstinaMurwovtsehefZ:. Der Paleistine Lloyd Ltd. iu Ieuvsalem ha: mir seiner: R n n«d r e r s ehe f t e n für Palästina eine Neuerung auf dem Gebiet der palästinensischen Touristik geschaffen. Diese Sknnd'roisehe.ft-o sind in allen Filialen des Palestino Lloyd Ltd., in den größeren Neils eg esell schäften uno den Patästilra-Aemtern zun: Preise von 9 agypt. Pfund pro Stück erhältlich. Der Vorzug dieser Rundreisthefte ist ihre außerordentliche Billigkeit, vor allem aber die Tatsache, daß der Reisende, der sich dieser Heftchen bedient, an keinerlei Route geh ndon ist. sondern seine Reise gang nach Be'ieben Unterbrecher: kann. Die Nun-dreischefte können als der erste Versuch betrachtet tverden, den Reiseverkehr r: a ch P a l ästi na zu vorbilligen und den Bedürfnissen des jüdischen Palästina-Neisenden so weit wie irgend möglich entgegenWkomin-en. Vereine,-,s und Bersammlunger Tohttberhahe, : . ..;, TcniSgasse öS. Samstag, 7 trhr abends, Konzert. Mun-irreirde; Lcro Bondi, Leopold Birke », Frau Freud-Drucker. — Zionistische Jngendvrgarüsation Prater, 2. Bez., Jungstraße 8. Heute, 8 U>hr abends, Sichah (Theorie und Geschichte des Zionisnm-s), anschließend Zusammenkunft der Arbeitsgemeinschaft d. K. Ä. zwecks Besprechung der Jännerbüchsenleerung. — Misrachi, Wien. Samstag, 7 Uhr abends, im VoreinSlokat, 2. Bez., Praterstrnße 48, Vortrag. Bühne und Kunst. »nm 300 Male .zlkkurvrlmeifin". ein Kapitel „Wiener Kultur". Vor einen: glanzvollen, festlich gekleideten Publikum, wurde gestern die Zirlusprinzessin im Theater an der Wien znm 300. Male aufgeführt. Begeisterter Jubel, Wiederholringen, Ovationen für Autoren :md Hauptdarsteller. D>r überdies dieses Werk außerhalb Wiens vorläufig an 78 Bühnen gespielt wird und ihn: nicht mehr geschadet werden kann, darf man doch, kleinlaut und in sich gekehrt, der Verwunderung über diesen Erfolg und dieses Publikum Ausdruck geben. Denn die Zirkusprinzessin ist eine durchaus ödq, langwierige Operette, die den bescheidensten künstlerischen Allsprüchen, dem bescheidensten Geschmack des Kulturmenschen nicht genügen dürfte. Das Trägheitsprinzip triumphiert. Keine einzige dieser Melodien muß erst „ins Ohr gehen". Sie sind insgesamt schon längst drin, durch eine Unzahl von vorhergehenden, serienmäßig abgespielte,: Operetten dein lieben Publikum eingepaukt. Wie sie sich noch immer dllrch die „Lache Bajazzo"-Arte rühren lasseir, wie sie sich an den echt lvienerisckpn Liedertexten erfreuen, die etwa lauten:„Und fcee Frauen erst, Herrgott, ui jö, da staunt der Fachmann und sagt Duliöh und auch der Laie ist sehr entzückt, wmn so ein Wiener Haxerl er erblickt...", wie ihnen diese Paraden goldstrotzeiwer Unifovinen, dezent ausgezogcnen Mädrrln, feschen Witze und tränenseligen Arier: gefallen — „da staunt der Fachmann und sagt Duijö." Der Filn: hat sich enttvickelt, die Periode, in der der Kieitlbürger Kommerzansstattung, Talmiglanz, schnnerige Noblesse begaffte, ist längst vorüber, aber die Operette blieb dort stehen, wo sie in Wien der Industrie ko nzern der Librettisten, Komponisten, Direktoren und sonstigen Geschaftsteil-- llehlner fixiert hat. Es ist notwendig, daß jetcK neue OM) zumindest hundertmal in Wien eu suite geht, denn dann erst ist der Export möglich. So wird denn, dafür geforizt. Es wird immer gesagt, das Publikum habe den Erfo'ög entschieden und wem: es tatsächlich nach der „Mariza" und der '„Zirkusprinzessin" schreit, so ist eben sein Geschmack grllndverderbt uub macht Wien keine Ehre, zumal das wie-- "erische Elenrent in diesen Operetten auf ein winziges und fraavürdiges MÄnmun: r'd'-z'ar! ist. Wie aber, sollen wir die gemeine Feindseligkeit der Ssmvorins, Komaroffs, Kruschswanoffs «egen ein ganzes SSctfif versteheli, das doch ihnen persönlich nicht das geringste Leid' zugefügt hat? Siild sie nicht schlechter, nicht niedriger, nicht abscheulicherals die wilder: Kischineiver Raufbolde? Es treibt mir das Blut zum Herzen, wenn ich bedenke, daß Sie, lieber Wassili Wassiljcwitsch, gezwungen sind, in einen: solcher: Kreise von Barbaren zu leben, aus einer so schmutzigen und vergistcren Quelle, loic es die „Nowoje Wremja" ist, die Nährsäfte für sich und Ihre Familie zu schöpfen. Ich verstehe. Ihre ganze Seelenqual! Oder vielleicht kennen Sie, indem Sie in der: höchsten Sphären des Denkens schweben und „andere Weltei:" berühren, die Stürme des Lebens überhaupt rucht? Sie scheinen auch die „Nowoje Wremja" nicht, zu lesen, geschweige denn andere Zeitungen, in denen die Kischineiver Schrecken geschildert werder:; folglich kann der Schmutz an Sie nicht heran. Aber genug von diesem Thema. Ich werde nicht mehr darauf zurückkommen'." Einige Jahre später kan: Kowner dennoch auf dieses Thema zurück. In: Jahre 1907 erschienen in der Zeitschrift „DaS kirchengemeinschaftliche Leben" Bemerkungen von Nosanosf über das Judentum, die voll waren von seine.n gewohnten negativen Paradoxen und sophistischen Anklagen. Obwohl das Blatt nur tvenig verbreitet war, forderte der Wachsarne Verteidiger des Judentums de» Autor dieser „Bemerkungen" auf, sich wegen seiner gehässigen Ausfälle in: Sinne eines philosophischer: Antisenütismus zu rechtfertigen. „. . . Abgesehen davon, baß ich überhaupt bei keinem Volke wirklich typische Züge anerkenne, daß, meiner Ansicht nach, zweifellos eigerttümliche Züge dieses oder jenes Volkes rlicht in dessen Blut, in dessen Physiologie liegen, sonderr: vielmehr in seiner historischen Entwicklung und den Daseinsbedingunger:, derren es unterworfen gewesen, die sich unter den: Einnfluß selbst zufälliger Faktoren rasch verändern (dafür habe ich und haben auch Sie viele Betveise), leugne ich entschieden die von Ihnen erdachte Rolle der Inder: iu der Weltgeschichte. Die Juden sind keine „Phagozyten", keirre Feiglinge, keine Sklaven und um so weniger „Blutsauger", sondern von altersher verfolgte Mer:- schon, die um ihr arrnseliges Dasein kärnpfen. Da sie einmal aus ihren: vermeintlicher: Vaterlande vertrieben sind, da sie weder ein Territorium, noch eine Sprache ihr Eigen nennen, wären sie schon längst als Nation und als Typus vorn Erdboden verschwurrden, hätten nicht die anderen Nationen, unter denen sie sich zeigen, ihre Isoliertheit und darnit folglich auch den Fanatismus und den Haß durch die geger: sie gerichteten Ausschließ,rngsgesetze aufrechter^ Das Publikum! Es gibt noch ein anderes Wiener PMik»m, etwa jenes, welches unsere Konzertsäle bei den Nass: schen Sonn ag-Rachmit azs-Kvn'er en bis auf das le t.' P ätz chen füllt und oft >im Ueberrock bei Beethoven. Bach, Schubert, bei Gustav Mahler und Richard Strauß, bei Kant menmlsik und Oratorien sitzt, Mil es nicht über das Garderobsgeld verfügt und den. letzten Groschen für die Eintrittskarte gab. Hier sitzt das kulturelle Wie,: und hoffentlich das Wim der Zukunft. Nicht dort, wo gestern zum 300. Male der Refrain mitgesnngen wurde: „Wo gibts so goldige, süße, herzige, g'nn'sse Mädcrln und Frau er: n* in Wien?" A Aru de« Lheatero. Burgtyeater. Morgen, halb 8 Uhr, „Bolpo^r: e". Aka d e m i e thea t e r. Morgen, haÄ» 8 Uhr, „Sties. m n m a". OPer nth ea ter. Morgen, halb 8 Uhr, unter musttalischer Leitung Dr. Richard Strauß' Josephs-Legende", hierauf „SchlagckberS". Volksoper. Morgen Tristan und Isolde". Der Tenor der Lemterger und Warschauer SraatSoper, Herr Jnjo Mann, tritt Dienstag, den 11. d., als Cavaradossi in „Tosca" auf. Rolandbühne. Movgen MS Uhr, Uraufführung des rnilitäri'schen Spieles in 10 Bildern «Edelknaben" von Jchann Ferch, Musk! von I. W. Gangiiberger. Ka m>m erfp:e lv. LV heute bis inkl. Sonntag gelang: Verneuil's Lustspiel „Kopf oder Schrift" zur Aufsüb rung. Die nächsteu Novitäten des Deutsch-en VoUSthearorö. Arn 18. Jänner gelangt zur Feier des 125. GsburtstageZ Bauernfelds das Lustspiel „Großjährig" zur Aufführung. Dry» wird Naoul Auernhermers einaktiges Lustspiel „Das ältere Fach" gegeben. Am 23. Jänner wird unter Leitung Paul Meüerows Grillparzers „Bruderzwist in Ha-bs<burg" in vollkommener Muin'szenierung zur Aufführung gelangen. In diesem Stücke spielen zum ersten iwnlc wieder die langjährigen Mitglieder dieser Bühne, Wilhelm Klitsch und Fevdmand O n n o. Am 29. Jänner erfolgt gleichzeitig mit der Berliner Reinhardt-Wi'hne die Erstaufführung tcS jünglsten Werkes von John Galsworkhys „Fl.ucht" (Escape)/ worin Anton Edthoser Hauptrolle verkörpert. Am 10. Februar wird in Anwesenheit Georg Kaisers dessen jünoisteö Werk „Papiermühle" zur Uraufführung gebracht. Die Sprelleitung hat Franz Theodor C so kor inue. Eine offizielle Voetboven-Hundcrljahkfetsr in Frankreich. Aus Paris wird gemeldet: Im Ministerrat hat die Negierung 'beschlossen, anläßlich des 100. Jahrestages des Totes Beethovens eine Feier zu veranstalten. halten , . . Schafft die abscheulichen Gesetze gegen die Iw den ab, und diese werden (natürlich verhältnismäßig) rasch mit den sie umgebenden Völkerschaften iu eins zusammenfließen; es wird bald schwer sein, sie voneinander zu unterscheiden, auch werden unter den Juden sowohl Talente wie Genies in nicht geringerer Zahl als bei den anderen Nationen auftauchen. Ihr vergesset, daß der Lichtblick in der düsteren Existenz der russischen Juden im ganzen nur etwa zwanzig Jahre gedauert hat (von den Sechziger- bis zu den Achziger-Jahren des vorigen Jahrhunderts), und ihr verlangt von ihnen Puschkins, Turgeniesfs, Tolstois, Botkins, Pirogoffs! Wenn hundert Millionen Christen ein so winziges Häuflein Talente ergaben, wie kann man von drei bis vier Millionen verfolgter, verstoßener Sklaven Genies erwarten? Und doch, seht nur, wie viele wahrhaft talentierte Inden in diesen Zwanzig Jahren zutage traten? Ich habe einige davon in meinem „Memorandum" an Murawjoff aufgezählt; Sie haben es gelesen, und ich wundere mich, daß Sie die von mir darin erwähnten Fakten ignorieren. Aber genug von dieser verfluchten Angelegenheit! Ich kann nicht umhin, den Unterschied Zwischen Ihnen und Ssolowjoff, was die jüdische Frage betrifft, zu bemerken. Der Letztgenannte, Ssowivjosf nämlich, beschuldigte die Christen gerade wegen der unglücklichen, sonst den Juden zugeschriebenen, Eigentümlichkeiten, und indem er die jüdische Geschichte von einem sehr wüten Gesichtspunkt aus betrachtete, erkannte er, daß nicht sie allein „Phagozyten", Mützenmacher (?), Makler und feige Sklaven seien; Sie aber, der Sie die Juden auf Ihre Art lieben und von ihrer geschichtlichen Rolle überzeugt sind, verharren dennoch bei der Ansicht, daß es ihre eigene Schuld sei, wenn ihr Typus und ihre Rasse keine Talente u::d Genies hervorbringen können." So ist der beiseite geschobene Publizist im Laufe ntehrerer Jahre mit seltener Hartnäckigkeit und ungeschwächtem Schwllng bemüht, auf den in gewissen Kreisen einflußreichen Schriftsteller einzulvirken, indem er versucht, dessen vorgefaßten Standpunkt zu ändern nud ihm andere, gerechtere und menschlichere Anschauungen betzubrurgen. Die HartiMigkeit seiner Ermahnungen, die Zuversichtlichkeit seiner Argumente, der Reichtum an Gründe«. Beöspielerr, Jllr:stmtionen und, vor alle»:, die unerschütterliche Ueberzeugung von der Gerechtigkeit seiner Eoche uub der außerordentlichen Dringlichkeit seines Themas« verleihen diesen unbekannten Briefen Kowners eine hervorragende Bedeutung innerhalb der umfangreichen, internarionawK Literatur üb.' ' dieses tausend Jahre alte Problenr. (Erche.) eopj-riebt by ß. Piper & Co., (Schluß,) München. 1027. . Jli£ iüeicfifc eines Juden. . ':<V.on JSeanid Srossmann. Merausgegeben von Stene &ülöp-2ftlUlet und Friedrich Eckstein.