Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2804 (17.12.1926)
- Date
- 1926-12-17
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seit« S Wen. Freitag Umlerae« in Rußland. —y, Wien. 1/. Dezember 1926 Herr Kalium, wv '^vüiibjut b:v 'öo.w.catitt-it, >,a. a-ti yer letzten Taglttrg der Ozet. des Verbände? für jüo-isch? .a,»divrttschastliche Kolonisation, sich in einer Rede .prinzipiell mit der Jud?nsrazc aus.inandeegcseyt. Gr erblickt in der B? zur Landanslcd nnz da.- »nächige Streben, die Na uonaiickt zu bewahren, den jüdischen Scibsterl.a u ng. trieb, oessen wirksanrstes Mittel die Einrichtung!attd.viet,chaftlicher Kommunen darstcklt. Diese Rede zeuft für eine grundlegende Wandlung in d n Anichauuni e t der russi'chen Ge fcllschast, die noch vor linem Jahre eine spezielle, posi >v zn behandelnde Juden sage überlcrw't nicht zur Kennni? -rehmer» wollte. Herr Ka i »ir rinlcrrm.ft sich den Tatsachen und der An^aß s?i»»:r Bekehr'»»» liegt im rnssischen Judentum selbst, da' aus seiner jahre'a.-gen Erstarrung zu erwachen beginnt. Di'ser Rcgcn rn i n?pr0'eß must sich seinen Weg erst bahnen. Di? cig ntüm ichen Berhä' nis'se des l olfchewi i'chen Rust and ha e u a»ch die jüdisch' Ge'el'schaf' ans eine abnorma e Entwick ungs ini: gebracht. Es ist noch nicht sichtba", ob d»?s r Zu'and d'M norma'en weicht, sicher :it, daß sich eine StimnmnMnd'rung völlzi'ht. daß da' '.n'sische Judentum wicdrr zu sich zurücksindet und es ist >'ine ironische Fügung, wenn da? zu -'Mk". acdercn Zwecken ersonnene Siedlung;proselt die Kraftigm»' dis natiomle.» Gedankens im »u'sischen Judentum znr ersten Fog? hat. Dle Sinnesänderung del Herrn Ka iitiit ist sehr tufgeuend. Er kommt sogar zu einer »Rrk.ich vorur eilsfreieu .'(ussassung des jüdischen Pobieins. Der Sowsetflca. — sagt er — hat keine Veranlassung, di.' oder jene Nation.lität zu assimi.ieren und zu zerstören. National? Unterdrückung ist Im Wesen auch »virtschascliche Knech ung. Der Antisc ruitismus basiert auf wirlschasticher Koni» reuz. und in Rußland wi d er außerdem noch durch alte Bor..r eile verschärft, die sich in der Hauptsache in der kleinbürgerlichen Intelligenz, weniger aber un er der» Bauern und Arbeitr; finden. Der große Antei, den die jüdisch? Bevölker.n , an der Revolutionsregierung Genommen hat, zeift? ihre Befähigung zum Verwalten. Er hat aber auch die Mißgunst der abseits stehendeil russischen Intelligenz erweckt, für das jüdische Volk selbst ct.te negative Bedeutung er'an.t. Den::' die Juden, die Staatsstellungen bekleiden, geh n ih.em Vo.k verloren. Das ist richtig gesehen, eben so wie ein Nichcjude, der unbefangen bleibt, unsere Fragen sicht. In dieser Stellun, Kalinins liegt auch zugleich diw sch ir'ste Verurteilung jene, kommunistischen Assimi anken. di' si.h in ih er Freude, g'ttch wertig grtvorden zu sein, zum prak.isch gehand' ablcn Verrat an ihrer eben-verlassenen. aber ihnen üherlassrnrn Ox-.' meinschaft haben trciöen lassen. . Niemals kann der An.iemilismus, und fei es seine roheste Form, das Judentum so lies sch'idrg.n, wie der Renegat. Es gibt einen jüdischen Judenhaß, und er sinücr sich nur unter Intellektuellen, der an di.' Wurzeln unsercr Existenz greift, den Haß des Arrivierten, der. sich durch, besonderen RadilacksMus auszeichnen und die Ssur sei.^r Herkunft verwischen will. Ein Jude ha^ dem preußischen Junker-Antisemitismus die organische Form gegeben, die Juden in den modernen Linksparteien begnügen sich »ihr mit dem Abfall. Ihre nervöse Scheu vor der Abstammung ztvmgt sie in eine politische Hysterie hinein, die für die Dauer abstoßend wirkt und na urgemäst den in den Massen latenten Haß verstärken, must. B i''.»?.eckie/?rt.m»,...di' l-?utige österreichische Sozia demolra i - und der B? fth>e..ch'uis In diesen Personen verankert sich auch di? Gegnersch-a'l ge gen den Zionismus als das politi'ch-na , rnle Freiheitsstreben des Judentums und d'ese Gegnerschaft strahlt cüich auf ihre Umgebung aus. Kann die Masse, ob sie nun national gerichlet ist oder die soziale Befreiung er'eh t. an i ianistis h danken? Kan. » sie die nat»o:.a en und sozia en Best ebung n de? jü »sch.?:» Volkes mißverstehen, wenn sie nicht bewußt falsch und von jüdischen Personen, d neu sie doch besondere Sach.n> »tittS zutraut, falsch informi.rt wird? Dem öst rr ich!sch-deutschen Proletariat wird erziihsi, daß Jud.nlum ei l absterbendcr Begriff und Zionismus ein? ferita'e Or'.mti'alio?» ist; n» Rußlmch ist der Zionismus ein Werkzmg des engsi'chn Jmperia'ismus. Von den groß'» Leistungen 'üdi'chen Aul bauwillens in Palästina darf weder hi r no.h dort das Proletariat etwas erfahren und so ist es nicht weiter verwunde»? lich, daß Herr Kastnin zu der Ansicht g'langt ist. daß Palästina bqnrgecis ist und di' arb itmde 'irdische Be' öl'e.ung ausnützt. Er wird auch in dieser Hinsicht um'ern.n »Nüssen und wenn die afsimi aw »s hcn Führer der Soz'a'-emo'rrsie entfernt sein Werder». wird auch das Proletariat ein v'rur-» teilfreies Verhältnis zu al^en jüdischen Fragen ge .innen, und eine Verständigung von Volk zu Bo'k. .»vi? sie der Zionismus «rnstrebt, Ile Juden In Rußland. Moskau, 10. Dezember. (Pel.-Ag. d. Sowjetunion.) Asbep die jüdische Bevölkerung der Sowjetrinion werden folgende amtl'iche Dat-sn bekannt: Von den 14L Wlttonen E'-n-wohnern sind drei Millionen Juden, dir ungsiahr zehn Prozent der Stadtbevölkerung außn'^chen. Die jüdische Bevölkerung ist zr« zehn Prozent wohll-abend. fünfzig Prozent find Arbeiter, Anges^Mki Bauern, sowie wenig bemittelte .Heimarbeiter- und Klernhändlkr, etwa vierzig Prozent leben n.o ch i n A r m nt. Wiener MvrsenzsUtrttg 17. Dezember 1Ö06 Nr. 9804 Sckadum des deutschen Paläftiua- Komitees. Graf Bervstorff — O rfitz-nbee. Wie mau uns aus Berlin me.det, ha. oori am 15. Dezember die kous.ilu.'erende Versa umlung des deulschen pro Palästina-Komitees stmtgefunden. Das Konntee wird, wi? die offizielle Mitteilung besagt, „in der Ueberzeuguug. daß der Aufbau der im Pa'ästina- Mandat vorgesehenen Heimstätte für das jü'sischs Volk als ein Werk m.msch icher Wohl'ahrt und Gesi.lung Au spruch aus die deutschen Sympa hien un'r die tätige An teilnahme der deutschen Juden hat, bemüht sein, dir deutsche Oeffentlichb it über das jüdisch? Kolonisationsiverk in Palästina nu'z.lk'ären, die B'ziehun'en zwi'ch n Deutschland und Pa'ä'sina zu pflegm und allgem.in die Erkenntnis zu verbr.it n daß das jüdische Auföau vert in Palästina ein hervorrag ndes M'ttel für die wirtschaftliche und kultu elle Entwick'ung des Oricn s. für die Ausb.ekiu g d.ut-ch'r Wirtschaftsbeziehungen und für di Versöhnung der Völker ist." In dem Verzeichnis' der dem Konritee beigetretenen Personen finden sich führend? Politikir und Ver.reter des dcut schen Geisteslebens. Für Oesterrcich, wo die jüdi'ch' Palästiuaarbeit entweder totge'chwi'gen oder ver'eu:id?t irird. ist es von Jntercss-, daß der preußisch? Kil'tu'minister Becker sein Sozialdemokrat) und d-r R ich?MgZpräsi''enl Loebe. ein Sozialdemokrat, ferner die Soziahemokraten Bern stein und Breit scheid, Thomas Mann und di' rechtSstehr: den Po'isikcr Frau von Oheims. Kardorff Professor Br edt. Professor Schückin^q (der beka-Ne Mi noritätsrechtler) und Professor Hoch sch dem Komitee bei getreten sind. 1 Graf Bernstor ff, der ehema'ige B.rlr'?er Deutsch-! ^ands in Washinsion hielt eine Anfprach', in der er ausführte, er beschäftige sich nicht zum ersten Ma e mit de' Paiästinafrage. Schon 1918. als D?utsck/and n'ch Ge'egenheit hatte, bre!t auf die Gestatung der Verhältnisse in Palästina im Wege der Türkei einzuwirkeu. habe er mit den türkischen Staatsmännern im Sinne der Begriind-ni eines Je wi sh National Home in Palästina verhandesi. W.nn er gegen ärli; als Politiker an diesen Bestrebungen tei'nchme. so g schiel)t da? nicht .allein darum, weil D usich'and durch seinen Einiritt in den Völkerbund direkt an dieser Frage, di? eine Angelegenheit des V ö l k e r b u n b e s srt. in ere^ iert ist sondern wsil er über das Politische hinaus vom m n'chlich^ kulturellen Standpunkt an dieser großen Angelegenheit Mitwirken wolle. ' . . Den Mittelpunkt der R.den Li dete ein' Ansprache de? Kultüsmiinsters Becker, der von dem Subfeltivisums in der . Geschlchtsauffassung aysging und mne Be'Mlnderun!: für die Bestrebungen zum Ausdruck brachte, die, gestützt au^ Jahrtausende a'te Traditionen den Aufbau des Jüdischen National Heims bezwecken. A n i h n. d e n M i n i st e r, sei man' von anderer Seite, h era n g e t re t e n, sich von diesen Bestrebungen sernz uh alten Die sem Wunsche habe er nicht ensinro-ch n beim er a's Deutsch', könne in der Tat'ach? der Anstnrg i hkeit an die gro^rrti;e üdische Vergangenheit und en 'as S'reden für eine jüdische Zukunft keinen Widerspruch zur Staats-- g e s i n n u n g yo n"be D nt'chland er" licken Jn^besinder ' müsse er. der Minier. an dem Gedan '-n des RaFstina-'Au'- banes rühmen, daß ans.inem End? d'e Idee der Humanitas stehe. - Irr Föhrertag der Iesr?I»»q JemkÄem». Hebräischer Gottesdienst in der St. Georgs-Kathedrale. J-erufrlem, 16. Dezember. (I. T. A.) In der St. Georgs-Kathedrale wurde am 9. D-?- zember, am neunten Jahrestcg der Eroberung Jerusalems durch die Cngländ'er, ein Gottesdienst abgehalten, dem Vertr-eter der Juden. Christen und Moslemiien Palästinas bsiwolmten. Der Gottesdienst wurde in hebräischer, englischer und arabischer Sprache exekutiert. Nach Schluß des Gottesdienstes gab der Oberkommissär Feldmarschall Lord Plumcr im Regierungshause einen osfi-ziell-en Empfang. Sie Sojiallietnofralen »egen die Sthöhuug de» gnftandha»u-ig«zin!es. Der Veroanv wziuchemo.ratis -er Abgeordneter und Bunde r't i t.-schgestern m't demBeM'.ßderst«i rischen Laudesmieten.ommi.sion, daß iy Steier.. a.'k der vier tausendfache Friede nSzlnsas JnstandhaltMgszins ein zuheben ist. Es wurde festgestellt, daß dieser Beschluß volii'ommen ungesetzlich Ist, da der K 12,. des Mietengesetzes ausdrücklich nur ci.re Stcigerung des Jnstandhal nw s-' sinses, genräß der Verteuerung der Bau.na erja ie» zu'äßt. Diese macht abernur öl) Prozent aus, so daß rmr ein Steigerung des gesetz i h-'n Justw' almi.g zin e^ vom h.ln-. dertfünfzigfachen aus das zweihundertsuche statthaft ist. Nachmittag spraheu die Wg ordneten Seitz, Doktor Bauer uich Dr. D a n st e h e r g beim V nde a z er Doktor Seipel und hem Vizekanzler Dr. Dinsthoser vor, ünd. verlangten, daß di? Bimdesregi?.un^ « es M'prd-r i > öageyeil unterst hlue. Der Vtz<anller ett'ärt.e. daß er be ^eit'S B«richt eingeholt habe, die ftngeie'en''eü dem Mi- ' st ist errat vorlegen und dem Verband d<r m über die Bk' fchlttsfe der Regierung Mitteilung machen «verde. , Reue Seftfmmttttnen |Bt «ibettelese Keine Unterst Ätzung für HauSgehUfinüe«. Mitte Noveniber bezogen in Oesterr.ich 158.967 Perjenen die ordeutlicli>e und 65.120 Personen die außerordentliche AtbeitSloscttutttersttttzung. Dazu kommen noch 30.000 Arbeitslose, die überhaupt k.ine Unterstützung begehen. Im Hinblick auf den unverändert großen Staub oer Erwerbslosigkeit hat sich die Regierung entschlossen, die in Geltung stehenden Bestimmungen des Arbeitsosenversicherüngsgesetzes abermals um ein Jahr zu erstrecken. Das gesclMh durch eine Novelle, die gestern vom Nationalrat in beiden Lesungen beschlossen!vurde. Das neue Gesetz beseitigt eine Reihe von H ä rt c n. So karu es vor, daß ein Arbeitsloser, der vorübergehend für kurze Zeit Arbeit fand, deS Anspruches auf >veitere Unterstützung verlustig wurde, weil er »reuiger als 20 Wochen im neuen Arbeitsverhältnis gesta»»den >var. Nach dein gestern beschlossenen Gesetz verliert er seinen Anspruch auf Unterstützung nicht. Der Unterstützungsanspruch bleibt ihrn auch ge»vahrt, lvelui er zum Zivecke der Arbeitsftlche sich zeitiveilig ins Ausland begibt. Amh im Falle unverschuldeter Untersuchungshaft gilt die Unterstützung. nur als suspendiert. Das gleiche ist der Fall bei Strafe»; nach den» Arbcitslosenversichcrungs-' gesetz.- Die schwangeren Arbeitslosen w r/e.» sich in Hinkunft um den Unterstützurrgsbettrag in den letzten Wochen ihrer Niederkunft, riicht mehr selbst anzustcllcri brauche»» uitb auch nicht mehr tu ihren Wohllungen kon- - trolliert »verde»». Ein Antrag, die Regier«»»g möge ein Gesch betreffe»»d die Ausdehnung der Arbeitslosenunterstützung auf die Hausgehilfinnen Vorleger», »vurde ab gelehnt, ebenso ein Antrag, die Forst- und Sägttverksarbeiter als Versio-rungspflichtig z»» erkläre»». * Der Sta»»d der Arbeitslosigkeit in Wien ist in der ersten Hälfte Dez'?»»»b?r. 1926 u»n 4464 auf 83.681 gestiege»». Damit ist der Stand um 5160 unter dem Stande des Vorjahres. Be» den Angestellten ist die Zahl der Unterstützten um 404 auf 11.664 zurückgegangen; hinsichtlich de>r. Beschäftigung vor» Aushilfskräften für das WeihnachtsgesckM zeigt sich eüle Besserung der Lage. Im Baugewerbe ist die Zahl der Unterstützte»» saisongemäß > rrm 8292, auf 10.636, in der Textil-, BekleidungS- und Hutiudustrie um 1035 &\i\' 7744 gestiegen. Ahrer ist vereitert. - „United Preß" bnngt eine Uniec»eea»m ihtetz Vertreters 'in-. H a v a n it a mit htm so plötzlich aus Steier-i mark verjchptmndünen Exjürauzmiuister Dr. Ahrer^Aus i diesem Juttrpiero erfährt mal», daß Ahrer auf sei»»?»stes Telegramn», das Dr. Seipel im Nationalrat veriesen hat, »eine Antwort erhielt. Er verlangte darin sei»»«' .'omrrlissa'risa-e Einvernahme vor de»»» österreichische,» Ge- / :»ecalko»»sut und erbat sich die schriftliche Vorlage vor» Fräg-en d?:r.hdcn parlarni?rckamischen Uutersuchurrgsausschuß. . Ahrer hat, wie er erzählt, da er ohr»e Antrvort blieb, ^ine zweite Depesche an Dr. Seipel abge^ j a n d t. Ueber diese ist bisher n»cl-ts »nitgeteilt »vorden,.?benso»ven»g über allfüiiige Frage»», die der Unter- .uch-ungsa»»sschuß z»». stelle» hät»e. Dieser scheiut sich vorerst bei den in Wie n »wilcubeti Ptttrvisserr» genauere Kenntnis über die Vorgänge bei der Postsparkasse verfcl-asfen zu ivolte»»,' ehe er Ahrer schriftlich inquiriert. ' Ju diesem Behufs »vurden bereits Basel, Exgouverneur Dr. Schuster und Vizegouv?r»»eur a. D. Dr. Kl i m es ch von der Postsparkasse vor den Ausschuß geladen. Daß die Bosel-Postjpar!asstn-'Asfäre im Auslartde.. alles ehe^c den»» eine»» günstigen Eindruck über die Verhältnisse in Oesü5rrL»ch, h rvocgeruse!l hat, geht auch aus Anern Pajjus dos zitierten Jlü^rvietvL hervor. M/rer ivendel sich darin gegen alle Gerückste, »velche die wirtschaftliche ur»d finaliziell« Lage Oesterreichs als u»»s i ch e r hinstslleu. Dirse Gerüchte seien völlig unbegründet, Oosterr.'ichs Lage bessere sich täglich. (Der reinste Coueismus!) Er sei nur a»»s persö»»lichen Gründen gegenwärtig verbittert. SWruttlon im Wien« Srmelnvera». hu lau/iicijc Art u^c Budge^raruug iu der rortttlpoch» jitzung hat gchern einer endlosen. Rederei Pich gemacht, die der Airjang ei»»er ch r i st l i ch s o z i a l e n O b st r u ktion sein sollte. Die Atirloriiät hat nämlich dem Bürgerinetster Seitz ein Uitimaturn überreicht, in de»n sie -die Erledigung des Budgets bis Jahresschiuß von einer Reihe von Forderungen abhängig malchte. In dem Memorandum heißt es, daß die Minorität infolge der Ablehnung ihrer Anträge im Finanzausschuß und im Stadtsv»»at stur dann eine rasihr Erledigu»»g des Budgets ermöglichen lverde, »venu die Majorität die Fürsorgeabgabe von auf 4 Prozent herabsetzi (»vas bercits zugestande»; nmrd.-, üenn die Sun»M der Steuereingänge um mstidestens 20 Millionen Schilling herabgesetzt wird und »venn ln 'brr Persoiialpo.'itik jede Be»»ächtetlignng dev Mknoriiät in Zukunft a»»fhört. Diese Forderungen »vurden von Bür- Mmcifter Seitz ab gelehnt, n^eShalh bcreils gestern mit - der Obstruktion begonnen »vurde. Dje Christlichsozialen . Zimmerl, Dr. Motzko u»»d Angermayor »eierten st,»ndenläng ihre alle,» Walzen ab. : Die Obstruktion dürste aller .Voraussicht nach i« tzem Momente. zusammMrech?n, in dem die lHo.ftaldemökrate,» im Parlament-mit Gegenmaßnahmen einseHm.