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Wiener Morgenzeitung · 1926-12-13 · Heft 2800 (13.12.1926) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2800 (13.12.1926)
Date
1926-12-13
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Men. Monkoy Wiener Msr-en-e^nn- ^8. Dezemiber 10S8 «Seit 2 M ■ ' '.»■■"■ Vor der Grenze. 3nt Ar-lfetzn«s dr» K-ren Kaj,«-th Seifrael. Von Erpst Davis, Jerusalem. Diese Zeilen find kein Jubiläumsartikel. Sie stehen nur in sehr äußerlichen, Zusammenhang mit der Tatsache, daß der Keren KvjsMth jetzt öas ßö. Jahr seines Bestehens feiert. Sie werden nur deswegen bei dieser Gelegenheit geschrieben, weis sie ein« Prüfung der Strategie des Fonds mehr Aufmerksamkeit sichert als die gewöhnliche W.'rktagsstimmung. Aber im übrigen ist d'.ese Prüfung mehr deswegen notwendig, weil sich jetzt, nach 6 Jahren seiner Nachkriegszeit unter allen möglichen Verhältnissen während Hausse und Baisse der Kolonisation, ein höchst wichtiges Material für die Verteilung seines Weges aufgehäuft hat. gß deswegen, weil bie ganzen 25 Jahre seiner Existenz ein besonders Resume erfordern. Seit dem Jahre 1920 verfolgte der Keren Kaiemeth das Ziel der Geulath Haarez durch daß direkte und einleuchtende Mittel, den Ankauf nchglick,st großer Landstrecken. Er hat es erreicht, daß fein Bodenbesitz von 20.000 Dunam im Jahre 1914 auf rund 200.000 Dunam in diesem Jahre angewachscn ist, sich also verzehnfacht hat. Man kann darüber streiten, ob er nicht bei Anwendung neuer und elastischer Methoden noch mehr hätte erreichen, ob er nicht insbesondere seine Terrains in den Städten ganz wesentlich hätte vergrößern können, aber es läßt ftäfc nicht leugnen, daß er seine Arbeit mit zielstrebiger Energie und Konsequenz dnrchfiiichrte. Indes gerade deswegen, weil niemand seine Tatkraft in Abrede stellen kann, zeigt seine jetzige Politik um so schlüssiger, daß sie innerlich unmöglich ist und den» Fonds in eine Sackgasse bringt. Oder, um einen anderen Vergleich zu wählen, da dieses Bild nicht sehr glücklich ist. haß sie an einer bestimmten St-lle, der er sich nreMch nähert, seinem Vormarsch eine Schranke zieht. Diese Grewzlinie wird bestimmt durch die GegerMirkung der Bo, ' denshekulation, die der Fonds unter der gegenwärtigen Rechtsordnung durch seine Tätigkeit unvepmeid-liK automatisch selbst mitgroßZiehen müßte, Einfach deswegen, weil ex Boden kaufte und der Latifund'renbcsiher wußte, daß er kaufen will und daher seine Forderungen herauffetzte. Wie weit der Fonds h.'rssts hiß jetzt durch diese Preissteigerung i.n seiner Tätigkeit gehemmt wurde, läßt sich wenigstens ungefähr in Ziffern aushrücken. Imletzten Friedensjahve, 1013, betrugen seine Einnahmen eine Million Francs, also 40.000 Pfund, im jüdischen Jahre 5685 (von Oktober 1924 bis Septembrr 1925) 260.000 Pfund, also sechseinhalbma! mehr. Da sich in demselben Zeitraum fein Landbesitz verzehnfacht«, sieht es so aus, als ob seine Käufe durch die Entwicklung auf dem Grundstückmarkt in der Nachkriegszeit nicht nur nicht behindert, sondern schar erlexchtsrt worden wären. Wenn man aber diese Zahlen ein wenig analysiert, dann ergibt sich ein ganz anderes Bild. Erstens sind die vierzigtausend Pfund ein Biel' faches des Betrages der im Jahre 1913 stlr Bodenkäufe zur Verfügung stand. Der Keren Kajemeth war bekanntlich in der Vorkriegszeit der Palästinafonds der Zionistischen Organisation überhaupt, der das ganze KokonisaLlonsbudgeL zu bestreiten hatte, ähnlich, wie heute der Keren Hajessod. Zum Landerwerh wurde nur ein Bruchteil seiner Eingänge verwendet, Nach den Angaben Granow'ikys in seiner bekannten Schrift durchschnittlich 18.7 Prozent. In der Nachkriegszeit dagegen als der Fonds durch die Beschlüsse der Londoner Jahres» konfersnz von fast allen Aufgaben, die nicht mit dem Boden5au>f zusammenhängsn befreit wurde, stiegen fein. Ausgaben dafür auf durchschnittlich 77 Prozent. Die Summen, die tatsächlich in den beiden VergleichSscchren für Landkägfe ausgcworfon wurden, betrugen also 7480 sinh 200.469 Pfund, sie sind demnach um das Siebönundzwangzigfache gewachsen. Das heißt, der Geldaufwand bat sich mehr als Mieiejnhalbmal so stark vermehrt wie der Bodenb'sitz. Zweitens sind dis Neuer« Werbungen gar nicht aus den bisherigen Einnahmen bezahlt worden. Der Keren Kajemeth mußte bekanntlich, um seine Käufe durchführen zu können, ssim zukünftigen Eingänge antizipieren, das heißt Schulden machen. Nach Äranows-ky beliefen sich seine Verpflichtungen daraus am N. Äärz 1995 owf etwa 465.000 Pfund, während in seinem ganzen Landbesitz (ohne M'» 'lioratiynen usw.) Varinvesiitiomn von rund 485,000 Pfund steckten. Man kann daher annchmen, dah d!o Spendenelngänge samt den in drx KrieMrit avfge. häuften Reserven nur ausreich-ten, um ungefähr o!r 'Hälfte der hinzuerworbenen Pöd:n zu bezahlen und daraus ergibt sich — wenigstens unter der Voraussetzung, daß der Fonds im Jahre 1913 keine Schulden auf seinen Grundstücken hatte, was man aber Wohl an» nehmen darf — daß die Vermehrung feine» Bodenbk* fitzes von 1918 bis Ende März 1928 nur etwa 500 Prozent ausmacht, also rund ein Fünftel des Prozentsatzes, um den sich die für Landkäufe auSgcgebensn Summen erhöhten. Mit anderem Worten: der Keren Kajemeth muhte vier Fünftel feine« zum Vobenerwerb bestimmten Einnahmen dazu verwenden, um ,töe Stilgerung der Ärundslückprstse cmszusleichen, dis man auf Grund allgsmeinsr Beobachtungen iiAr die Pveisdewegung auf dem Markt der landwirtschaftlichen Böden erhält. Während danach vor dem Kviege ein BunarN Agrarland etwa «inmidslnvierkl Pfund kostet», ward«» fetzt dafür fünf und sechs Pfund verlangt, also das Vier- und Viereinhalbfache. Daß her Keren Kajemeth. wie hier berechnet wurde, ejwaß mehr als das Fünffache des VorkriegSsatzeS qustySstdeN wußte, erklärt sich 3M Teil daraus, daß in seinen Neuerwerbungen auch einige städtische Terrains enthalten sind, deren Preise bekanntlich in einem beinahe phantasti schau Tempo einpovschnellten, zum Teil aus der Ungsnauigkeit aller Schätzungen der BodGpresse vör und ngch dem Kriege. Diese Entwicklung macht cüne Derzimung der im Lande inbestieröen Summen äußerst schwierig, B^i einem Preise von fünf Pfund pro Dunam sind nur noch Pflanzungen mit Sicherheit rentabel, Gemüse nur mit einigen Zweifeln und Getreide überhaupt nicht. Der Kenn Kajemeth wird daher vor die Wahl gestellt, wenn die Pve.isstei-gerung noch weiter geht, entweder auf einen Keil feiner Pachtgelder zu verzichten oder den Wirblern untragbare Lasten aufizubilrden. Daß Letzte kommt natürlich pvaktisch nicht kn Frage und es handelt sich daher nur darum, o>b er den Verlust des größten Teiles seimp Anlagen in Kauf nehmen soll oder nicht. Wenn er sich dazu entschließt und der arabische Verkäufer daher weih, daß eine Institution da ist, die zu jedem Preis Sauft, auch wenn sie daran verliert, dann hat das notwendig zur Folge, daß das ü'berhohe Preisniveau eine feste Stütze erhält und letzten Endes die Geulath Haapetz dadurch verzögert wird. Denn wenn auch her Keren Kajemeth als gemeinnütziger Fonds mit Verlust achüten kann und eß sogar muß sowie er glaubt, daß das nationale Interesse eS erfordert, können das. unmöglich die prjpqtwirtschaftlich organisierten Bodenerwerbsges'eysKaften, die mit Gewinn arbeiten oder allermiflhest ihr Kapital erhalten müssen. Gerade die. gewissenhaften unter ihnen und die unj-r öffentlichsr Kontrolle stehenden, wie die $. L. D. C. und dic , Commenwealth Zions" werden es nicht verantworten können, Boden zu einem Preise zu verkaufen, der es den Erwerbern unmöglich Mcht, sich darauf eine gesunde Existenz zu gründen und von den privaten Terra'. sellschaften werden nur die übrig bleiben, die in ihrem GäschÄtsgcbaren eine g^oße Mite des Gwissenö zeigen. Diese privatwirtschaftlich organisierten Gesellschaften spielen aber heute noch n-eben dem Keren Kajemeth eine große Rolle und hohen mindestens ebenso weit? Bodensiächen erworben wie er. Die Mittel, die Dr den Landkauf zur Versügu'Ng stehen, würden also ihrer Bedeutung nach gut um die Hälfte zusammenschmelzen, während gleichzeitig die arabischen Grundbesitzer durch ihre großen Wuch-werdienft? die Möglichkeit erhalten, GrundstÜckspekulationen zu finanz'cren und ..d-urckiztthalten", bis der Fonds mit seinen Kauf- Vorschlägen kommt. Es ist sck-on heute «in ietlsmner Widerspruch, daß der K.'ren Kal-emcth infolge der direkt ten Methode der Geulcsih^crarez Preise bewilligen muß, die den Lanö.?!geniüm'?m groß? Gnvinns-pann.n lassen, während q^ichzeit'g dse jüdischen Kolonisat-ionsinstanzen nicht gen V end Mittel b^ben, um eine umfasjrnde 'SiedlungMt-igEeit zu entfallen. Ein Widerspruch nicht deswegen, weil die Grunlibesitzer daran verdienen, sondern weil der Fonds Iroh seiner beschränkten finanziellen Poten-z dabei bewußt Verlustg. sck)äfte macht. Ter Keren Kaismeth gleicht darin siner opfemillig vorausgeeillen WaMards. deren Vsch'nduNg mit dem Gros s'hr lose geworden ist. ItnHr dm he sw den den rechtlichen Verhältnissen wird sich dieses Hi-ndern-iß kaum h. seifigen laissn. Aber es ist möglich, es wenigstens erheblnch ^u verkleinern, wenn Nlgn seinen Rückhalt schwächt, nämlich das Bewußtsiin d'ß Lmcheigen'dlimcrs Juden kaufen um jeden Pttis, auch wenn sie daran verlieren und im schlimmsterr Fall g'dt SS einen Keron Kajömeth, an den man sich halten kann". D>r Keren Kajemeth muß ganz kla^ zeigm daß ex zu Prvlsen. die um «inen best-inlmton Prozentsatz Wsr Fpledensilweau li^pen und keine rentable W'rtjchaft ermöglichen, kainen Dunam kaust, daß st es nicht nötig hat, zu solchen Dedjng-uugen zu kaufsm Das erfordert eine völlige Unlsteltu'.lg seiner biShrrigen Strategie. An Stelle der Bodeilläuse um des Bodencrwerbs willen mu"; der für die Eiuwandemn.i n .b.dingt notwendige Lmwkauf treten, und die äußerste Allsnuhung der Bodrmeinhett für die UntökbriugUNg der Jmmi ranteil. Da heißt, die rein ländwirtschaftttche Kolonlsa'ion MUß h! -t'v der städtischen und ha'blandwirtschaf llch'ii Kiir'!cktr'ten D Kenn Kajemeth muß Äs sein« nächste Aufgabe die Gchoh sung vMl Exlstsnzmöglichkeiten für etne mästichst große Anzahl vort Eimuand?rsrn in d?u Städten mrd dm großm Kolonien betrachten. Und daZ ist tatsächlich s'ine Aust labe, da es letzten Endes ein Bodenproblem ist. Damit die städtischen Arbeiter und noch mrhr, die landwirtschaftlich?" mit den Löh ien l«?a ratschen lo'.ckur.i.".<m kann, muß er ei ie Parzelle erhalten, die eS ihm ermöglicht, einen Teil seilles Unterhaltes außerhalb feiner Arbeitsstelle zu gewinnen. Wenn der Fonds in der Mhe dev Städte und der alten Kolonien Terrains für solche HäuSlersi dlnngen erwirbt, kailn er auf einem B-uchteil der Fläche, die für eine landwirtschastliche Anstedluna nötig ist, Tausenden von JmmiMnten?ine Existenz schaffen. An Stelle von 100 Dunam tvären. um etne große Ziffer zu nennen, 10 Dunanr pro Familie mehr als ausreichend. Auf seinen Ländereien-sind bisher in der NachkriegSzslt 9000 Kolonisten angs>tzt worden. Die gleiche Zahl von Arbeitern tst nach den letzten ofstziellen Mitteilungen während der Krise aus den Städten tn die Dörfer überführt worden, wo ihr» Existenz heute im we> fentlichon von dem Patriotismus -er Kolonisten abMngt, . 1k. m mrÄmjvrzmmn da sie mit den acnbische.t Löhnen nicht konkurrieren ihn? nen. Würde man sie zur dauernden Festigung ihr«? Wellung als Häusler ansiedeln, so wäre der zehnte Teil bft Fläche nötig, die für die 9000 Kolonisten im Emek bereitgestellt iveMn Müßte, NNd selbst tvenn der Boden in der Mhe der Ktgdt ptrrnml so teuer ist. wie auf dem Land, ergäbe sich noch ifftftwe eilte Geld-ersvarnls fvon den nicht den Keren Kalemefh bettefsenden geringeren 'Justalltcrunzskosten ganz abgesehen). An diesem teu eren Boden würde dex Fonds Mßeroem nichts verlieren,, selbst wenn die Pächter nicht Imstand« sein solltsn, ihm Zinsen zu zahlen, dir er durch die Besiedlung mit Arbeitern eimn vorstädtsschen Charakter bekäme und sein Wert daher automatisch steigen müßte, besonders wenn er sich in der Mhe yon Orden befindet, die eine Tendenz zur Expansion habe». Wenn der Keren Kajenieth aus diese Weife das Schwergenncht seiner Tätigkeit vom Lande weg auf die Städte und dt« großen Kolonien verlegt und so ganz unzweideutig bekundet, daß er ilicht jvilleus ist, unter den gegenwärtt'en Berhältnifsin, landwirtschastlithen Boden zu kaufen, daß es ihm überhaupt nicht mehr ans dje Zahl dev erworbenen Dunams, sondem qiwschließlich ans die Zahl her Immigranten, d?nen er eins Existenz Gschaffsn hat, an'pmiM, und daß die MajorifätSbildung auch ohne große Latsfundienkänfe in einer dstädtisrhen oder halbstädtischen Siedlung erfolgen kann ---- 'xmn wird sich vermnN ß der Einfluß dieser neuen Politik allmählich in einem 'Druck auf die Preise delandwirtschq-tlichsn Bodens im Innern der^Handes miswi.-ken und neu« Käufe zu vernünftigen Pr-eisin ermöglichen. Allerdings erfordert das eine völlige Aenberung der Anschauungen über das Wcsin des Fonds, die sich auch in der Propaganda geltend nrachrn muß. An Stelle der erworbenen Dunanl-s muß die Zahl der Einwanderer treten, denen er eine Existenz geschahen hat, an Stelle der erstrebten Bodenmajorität, sein Anteil an der Bildu'^ der Bevölkerungsmfl.'orität, ähnlich wie Granow^ly, po..^ anderen Gesichtswl.iktett misgehend, auf Seide 22 seines Buches schreibt; ,,Nicht so sehr die Gröiie der Fläch: ist das?'usschlaggcbende, als die Zahl der Menschen, die zur Am fiedlung gelonieu und für welche Existenzmöglichkeiten im Lande geschaffen Wochen." Senator ftlligtt über die Suza-Kc-e. Bukarest, 12. Dezembox. Im Verlaufs her Adrsß» d.aatte des rumänisck-en Senates besprach der jüdiscko Vertreter, Senator Karl Klüger, neuerlich die aytisrmitischen Exzess. Er x. agierte auf die Vsmerkung des Innenministers Goga, dvr gelegentlich der Beantwortung seiner Jnterp-llation betont hatte, daß daS rtmlän'sche Volk gegen die Juden Toleranz bekunde und daß auch die Studenten jetzt im großen und ganzen sich ruhig verhalten. Senator Klüge.r verwies au>f die Mißhandlung jüdi» scher Reisender und auf die Malträtierun-g jüdischer Studenten an der Bukar.-stkr medizinischm FakuM, wodurch die Juden von der Universität via fdctl ausgeschlossen werden. Redn-er sagte: ,,Es darf nicht geduldet werden, daß unsere Jungen wie Parias aus den Unlveusiläten gejagt werden. Soll auch das Geblot dsr Wissenschaft, zu deren S-Hätzen die Juden der gan-en W.'lj iß so he,vorragend>em Matz beigstrag n haben, Kit uns mit Stachsldraht aögcgrenzt werden? Liegt die AnSschasiung dsS W ttbcwevbes der Golster im Interesse deS Staates? Oas hat Bsrgfon fsinom französischen E i n st e i n soinem deutschen, Freud seinem ösierreich'schLN Vaterlands g^sck-adöi? WaS aber die Toleranz anbetpisst, lassen Sie sich sagen, daß Toleranz einon bitteren Beigeschmiack hat- Sind wir Juden wivkl'ch so beschaffen, daß in -der ganzen Skala der Mfühle für uns nichts wahr übrig bleibt als Toleranz? Wir verlangen ein Plätzchen an der Sonne als Staatsbürger, verlangen dis Wahrung uns res Ncchtss zu leben ~ abör nicht Toleranz!" Feier Ses Keren Aalemrth-MUiknmr in Loniion. Eine Rode Sokolows. Am 7. Dezember abends wurde zur Feier des 3MHrigen Bestehens des Jüdischen NationalsondS eine BSrsammlung in London nbgehnlten, dl« Massenhaft besucht war. Herr Philip GuedaNa, der Präsident der englischen -ionlstischen Organisation, der den Vorsitz führte, führte aus. die Velfammlung kenne feine Unterschiede zwischen englischen und ausländischen Juden. Jedem Juden müsse die Arbeit für den NationalsondS heilig sttw Dar dlufbau Palästinas sei nur möglich auf der BaflS von Landwkrischatt. Als zweiter sprach Mr. L. Eisen, der Präsident der NattonälfondS-Kommisston für England. Nev. I. K. G o l d b l o o m, Vizepräsident der englischen zionistischen Föderation, verlas ein« vom Präsidenten deS Jüdischen NationalsondS, M. M. Usfischkin, s!ngotroffene Kundgebung, in der Ussischkin betonte, die Lösung des Problems des Jüdischen Nationalheims hänge eng mit dem Problem der Erlösung deS Landes zusammen. Bon dem Bestehen di's Jüdischen NütioNnlheimS bänqt aber die Existenz des jüdischen Volkes in der Zukunft ab. Zum Schluß ergriff der Präsident der Zionistischen Wsltexekutive RälüM Eükolow das Wort, dem die Versammlung eine stürmische Ovation hevettete. Er zog «ine ParaMe zwischen de« Zeit der MO«

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