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Wiener Morgenzeitung · 1926-12-11 · Heft 2798 (11.12.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2798 (11.12.1926)
Date
1926-12-11
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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WnWluJ ff. DezynBer 1M6 DMk H EDM^WWLMM > OWs EHM M •triCllfT «VliniglfIVgChuIIQ JÜDISCHE WEIT les UMg Sr««« dl «Werk». vdLK N e w D o r f wird uns berichtet: Mojer Tage fand in Washington die Jahresversamuüung der Delegierten des Council of Jswifh Women von Amerika statt. An der Versammlung nahmen 1500 Delegierte der verschiedene Zweigvereine in den Bereinigten Staaten teil. Dem von der Generalsekretärin Mrs. Sternberg verlesenen Bericht ist zu entnehmen, daß die Zahl der Berbandsmitglieder im Laufe der letzten sechs Jahre von 28.000 aich 51.000 angowachsen ist. Dem Verbände sind gegenwärtig.235 Lokalvereine angeschlossen. Im Verlauf der letzten drei Jahre hat der Verband 1,350.000 Dollar zur Verbesserung der Lebensbedingungen der armen jüdischen Bevölkerung verwendet. Sehr wertvoll' waren auch die Dienste des Verbandes auf dem Gebiete des Einwandererschutzes, der von einer eigenen, gut organisierten Abteiluitg besorgt wird. In den letzten drei Jahren hat dieses Departement des Verbandes in mehr als 1000 Fällen den Einwanderern Schutz und Hilfe angedeihen lassen. Auch auf der Einwanderungsinsel Ellis Island unterhält der Verband einen eigenen Dienst zur Unterstützung der auf der Emwanderungsinsel zurückgehaltenen jüdischen Ein- '--m^erer mit Rechtsbevstand und materiellen Mitteln. fe* Wische «KdemiKkhei« in Wmschen. An Warf chau nmrde vorgestern das neue jüdische MchemiDtzcheirn feierlich eröffnet. Die Feier, der zahlreiche BertrÄer dm: Unrversitätsbehörden, der Regierurrg und der Gvmestchx bsgewohut haben, farrd im Feststral des Heimes h»tt> .der.den.Ramm Professor Einsteins tragt. In der Senator Körner, der sich uml die Erbauung des Hcuchks ß e Verdienste erworben hatte, auf die umtervüen Schwierigkeiten hm, die zu überwinden waren. Nach larrtzm^BemühuTrgLn gelang es schließlich, dank einer ÄAverttivn der jüdischen Gemeinde (3000 Dollar) und der Orchodvxen (6000 Dollar) einen Platz zu kaufen, auf dem doS^WKdemikerheim. erbaut wurde. (Der Platz, den die jüdischL. Mwjrche zur Verfügung gesollt hatte, konnte nicht 6e&aüt,wechen, da er unmittelbar cm die jüdische Synagoge 2MjpMzte uM> die Orthodoxen gegen die Erbammg, des AkadeuchchcheiWes auf diesem Platz Protest erhöben.) / Im Rmuen der Warschauer Universität und aller pvlnrfchon Hvchschulen stmrch Rektor Hryniewiecki. „Die Un^erfüSt," sagte er, „Lmn noch jetzt nicht alle Sttünewrtbca, die sie besuchen wollen, ansnehmen, wir find uns cSoe, cMe m^eLer Pflicht bewußt, der studierenden Jugend jede notwendige Förderung angedeihen zu lassen." Whgeordnetoe Färb st e i n betonte, daß die jüdischen Studenten nicht i«oc Arte Äschte und Jrrgemenre, sondern auch tüchtige Frcdsn"whck«t., sollen. HvsHeim, das sich im Vorort Praga befindet, ist ein Mohes fünfstöckiges (SMxhsbe, das wle modernen Eiivüchtungsrr Nttes SttrdenLenheimLs enthält. So hat das Heim u. L. eme eiMne Studentenküche, in der alle Mahlzeiten An billigsten Preisen ausgegeben weiden. Sehr viele LebenAmrttclhändker Warscharch haben sich bereit erklärt, die Mche mit Lebensmitteln zum Teil ganz kostenlos und zum TÄt'DWt. Selbstkostenpreis zu versorgen. Das Heim ist bereits im Betrieb und wird von vierzig Studenten bewohnt. Insgesamt werden im Heim 300 Studenten wohnen können. HUne und Kunst. „Ser Siftotor." Modernes Theater. Ju Arvaga, der Re-sidenzstadt des sagenhaften kleinen Kmrigreiches, alliwo die Generäle phantastische Uniformen und , spanische Namen tragen, die Operettenlibretti und Kinosujtzts blühen, fanden die Herren Lichtenberg und Gott Wald den Stoff zu ihrer Komödie vom Diktator, der wider Willen von dem König dazu gemacht wird. Es ist, Gott sei's geklagt, eine Satire. Revolutionen werden von eifersüchtigen Weibern und geschäftstüchtigen Kanonenfabrikanten gemacht, das Regieren lernt man von der Kokotte des hiesigen Regenten, mit Gold begeistert man die Untertanen, usw. Die Erzeuger der Novität legen einen so gutartigen, ahnungslosen Dilettantismus an den Tag, sind von'der Durchschlagskraft ihres launigen Witzes so überzeugt (man merkt's an der Ausführlichkeit der drei Akte), daß man ihnen nicht böse sein kann. Was hinwiederum für Herrn Direktor Körner nicht vorteilhaft ist, denn aller Unwille entlädt sich auf sein schuldbeladenes Haupt, weil er den „Diktator" angenommen hat. Mimi Kött versucht sich als rassige Salonschlange, Camilla Weber (was dem lieben Kinde nicht glückt) als Kokottchen, das die Zügirl der Regierung in den kleinen, verruchten..Häpden hält, den ekegfinten,.soignierten.König spielt'Herr B a l b e r g, und die Rollen der „Revölutio- , nären" haben die Herren F a l k e n h a u s e n, Körner, Behal und Hardtmuth irme. O. A. WoPBepta Liebgold» die beliebte jüdische Soubrette, hat ihr erfolgreiches Gastspiel im «Jüdischen Künstler kabavett" Ve- «rdetund «tt4e*mnwnt eine Gastppieltonrnee in die Dschecho- Wische SlttWattfterttttfl in Kanada. Dieser Soge erschien der Bericht des kanadischen Einwandenmgsmntes für das erste Halbjahr 1036, darnach sind m den ersten sechs Monaten dieses Jahves insgesamt 77.900 Personen rn Kanada erngewandert, dmmnter 1792 (2.3o/o) Juden. Der größte Teil ter Emwmrdever Meiste sich in ben MstWvvmzen von Kanada an. Die Synagoge von RavMch. MS Lodz nürd mrS berichtet: Das hiesige Rabbinat erhielt dieser Tage vom Bürgermeister Weigt der Stadt Rawitsch im Posener Bezirk eine Zuschrift, in welcher dieser bekannt gibt, daß er wegen seiner Stellungnahnre zugunsten der Juden seiner Stadt, vonr Woüvodcn des Bezirkes beim Gericht angeklagt worden sei. Es handelt sich hier um einen Konflikt Mischen dev jüdischen Gemeinde in Rawitsch und dem Skrdtmagistvat wogen BeschlagnahmederRawitscherSynagoge und aller öfferrtlichen Anstalten der jüdischen Gemeinde. Diese Beschlagnahme wurde mit solcher Strenge dnrchgeführt, daß den Juden anläßlich der letzten hohen Feiertage die Benützung der Synagoge für gottesdienstliche Zwecke fast unmöglich gemacht wurde. .(Wir haben darüber ausführlich bericUet.) Bürgermeister Weigt richtete wegen dieser Willkürakte des Magistrats eine Protestemgabe an den Wviwoden, in welcher er das Unrecht, das an der jüdischen Gemeinde begangen würbe, in krassen Worten schildert. Als Antwort auf diese Stellungnahme tvUrde nun Bürgermeister Weigt in den Atz kl agezu stand versetzt. Er wendet sich mm an das Lodzer Rabbinat, das sich seinerzeit auch zugunsten der Nawitscher Gemeinde ins Mittel gelegt chatte, mit dem Ersuchen, ihm das für seine Verteidigung erforderliche Akteunraterial zur Verfügung zu stettm und mit dom jüdischen Sejmklub die Angelegenheit zu besprechen. Die russischen Rabbiner gegen die Sowjetfchulen. Die Sckvjetpresie greift Sie orthodoxen Rabbiner in Rußland an, weil bisse angeblich einen intensiven Kampf gegen das SovojetschuÄvosen führen. Einige Rabbiner sollen die Losung aus- .gegeben haben: Kein jüdisches Kind darf eine Sowjetschule betreten. Wie die Presse weiter mitteilt,-soll diese Propaganda schon das Resultat erbracht haben, daß in dissem Jahre in mehreren Sowjetschulen in den kleineren und größeren Städten kaum 16 bis 20 Prozent der jüdischen Kinder anzutreffen sind; die übrigen besuchen die jüdischen Chedarim. Die Presse fordert die Oeffenmch'kett in Sowjetrußland auf, dieser 'Erscheinung ein besonderes Augenmerk zu widmen. (I. T. A.) Ein Jude tschechoslowakischer Konful in. Winipeg. Herr Max Steinkopf, ein führendes Mitglied der jüdischen Gemeinde voü Winipeg, wurde Zum Honorarkonisul der Tschechoslowakei für Winipeg (British-Columbia) ernannt. Herr Steinkopf ist in Prag geboren und kam noch als Kind mit seinen Eltern nach Kanada. Er ist in vislcn philantrapischen Institutionen urrd im Orden Dnei Brith. sowie im Komitee für Erziehung der jüdischen Waisenkinder in Europa hervorragend tätig. Das erste Konzert in der Warschauer Synagoge. Aus Warschau wird uns geschrieben: Als Dokument zur Entwicklungsgeschichte der Warschauer Jüdengemeinde verdient die Veranstaltung des ersten Konzerts in der großen Synagoge in der Tlomackigaffe vermerkt zu werden. Das Konzert farvd im Anschluß an den Chanukahgottesrienfft statt und brachte in 18 Nummern außer den Ehanukahgesängen auch Haydns „Schöpfung", ferner Gesänge von Stradella, Rosowfti, Novakowfli u. a. Das Konzert wurde vom Oberkantor Sirota mit einem für diesen Zweck verstärkten Chor ausgeführt. Diese Neuerung hat beim Publikum großen Anklang gefunden. „Der 18. Lieohaber " Lustspiettheater. Hörner aufgesetzt zu bekommen, ist peinlich; das Bewußtsein aber, auch in dieser Beziehung nur der allgemein Mtigen Gesetzlichkeit unterworfen zu sein, tröstet. Doch leider: Herr Plantin, der betrogene Philofophieprofessor muß beim 18. Liebhaber seiner Frau erfahren, daß das Gesetz doch nicht so allgemein gilt und daß es Ausnahmen gibt. Des 18. Liebhabers, eines sportgestählten Börseaners Frau betrügt ihn nur darum nicht, weil der Hausfreund, der in Betracht käme, nur ein begeisterter Dichter, nur ein Theoretiker der Liebe ist. Lucienne sehnt sich' aber nach einem „kompletten" Liebhaber, der gleichzeitig sprechen und handeln kann. Diese Gedanken von Ehebruch und Liebe kleidet Claude Gevel in ein einfallsreiches, sehr unterhaltendes, zart-pikantes Lustspiiel ein (von Richard Wilde ins Deutsche übertragen). Die Gestalten sind lebendig, die Situationen komisch, die Pointen sitzen gut und das Ganze hat einen Sinn. An dem großen Erfolg des Stückes haben insbesondere Paul Mahr in der Charakterrolle des betrogenen Professors, Louis M i tz n e g g als „männliche Jungfrau" und die noch ein wenig unsichere Lilly Lenz Anteil. Aber auch Rolf G e r t h, Lotte E X o l, . Nessy P u cher, Daisy Hol m und Pvldi R u s i t s k a fügten sich gut in das von Dp. Egon S t e l z e r geführte. Gnsemhle ei.n. Endlich einmal wieder, nach längerer Pause) ein gutes französisches Lustspiel oder „Geduld bringt Rosen". X th. Die Bühne der Jungen bringt am Mittwoch, den 16. Dezember, Rudolf Leonhards vieraktiges Schauspiel ,Segel n m Horizo n i" zur Wiener Erstaufführung. Die einzige Wedecholimg findet Donnerstag, den 16, «statt. «« vrn rhenttrn. Operutheater. Morgen, 7 Uhr, „Carmen". Burgthea tc r. Morgen,'nachmittags, halb 3 Uhr, «Dic f ü n f F ran k f u r t e r". Abends,? Uhr, ,,E g m o n t" (Abonnement 6. Gruppe). — Die Direktion des Burgtheaters macht darauf aufmerksam, daß das im Modernen Theater aufgefüh,'te Stück „Der Diktator" nicht identisch ist mit der gleichnamigen Komödie von Jules Romains, die Mitte Jänner im Burg« theater zur ersten Aufführung gelangt. Akademietheater. Morgen, rmchmittags, 3 Uhr. „Candida". Abends, halb 8 Uhr, „Mädel von heute". K a m in e r s p i e l e. Die heutige Premiere von Galswortbys Komödie „Der Familienhäaptling" (A Krmlly Man), deutsch von Leon Schalst, beginnt um 7 Uhr. Täglich 10 Uhr 10 Min. „A-B-C-Revue". . Theater in der Jofefstadt. Morgen nachmittags, halb 4 Uhr, „Fannys erstes Stück". Lustspieltheater. Morgen nachmittags, halb 4 Uhr, „Das tapfere Schneiderlein". Deutsches BolkSthoater. Morgen „Großstadtluft" mit Hr. Tyrolt als Crusius. Apollo-Theater. Sonntag, nachmittags, 3 1%. große Familien- und Kindervorstellung bei kleiuen Preisen. Mnrchenvorsteilungen im Operntheater. Am 18. Dezember, halb 3 Uhr nachmittags, gelangt als gemeinsame Beratt--, staltung des Burgtheaters und. Opernthealers die erste Mär-, chemiorstellung von „Peterchens Mond fahrt", ein Spiel von Gerdt Passowitz, zur Aufführung. Die Hauptrollen' werden von ersten Mitgliedern des Burgtheaters dargestellt, die Tänze vom Qpernballett ausgeführt. Für die erste Vorstellung, die der Wohltätigkeit gewidmet ist, sinket t ein Ä a t» tenverkauf statt. Wiederholungen finden am Sonntag, den 19„ und Mittwoch, den 23., statt. Internationale MusiAusftettung in Genf. Für die im Mai 1927 in Gen^ stattfindende internationale MusikaüSstellung hat sich, wie aus Genf gemeldet wird, ein Ehrenkomitee gebildet, dem die hervorragendsten Vertreter beS modernen Musiklebens aus ganz Europa und Amerika ange- - hören. Deutschland ist durch Dr. Richard Strauß und Dr. Hans Pfttzner, Oesterreich durch Arnold SchöUv e r g vertreten. Die Ausstellung wird eine hochinteressante historisctie Abteilung aufwttseu, zu der europäische Museen und bedeutende private Sammlungen wertvolle Leihgaben zur Verfügung stellen werden. , Ein Erfolg der palästinensisch-jüdischen Kunst. Zu den sechs Preisträgern des internationalen musikalischen Wettbewerbes in Philadelphia gehört auch ein Palästinenser, nämlich Prof. Jakob Weinberg aus Jerusalem, für seine Opern-Kantate „An Even in g in Pa lest ine". Der vom Tondichter selbst verfaßte Text ist hebräisch. Die erneute hebräische Sprache nahm zum. ersten Male an einem , internationalen Wettbewerb teil. <Ähr bemerkenswert ist ferner, daß diese Kantate, der ungewöhnliche Schönheit und Eigenart/ nachgerühmt wird, das Leben des jüdischen Pioniers, des Chäluz rn der Kwuzah zum Gegenstand hat. Das preisgekrönte Tonwerk „Ein Abend in Palästina" wird gemäß den Bedin- : gungen des Wettbewerbes zunächst in Philadelphia (in engliv cher Uebersetzung) aufgeführt werden. Jakob Weinberg ist ein / Schüler S. I. Toncjews. Sein Erfolg ist um so bemerkenswerter, als sich an dem Preisausschreiben nicht weniger als 140 Komponisten beteiligt haben. (Hn RebjehnWkiger erschlägt seine ftattet Der Theaterbesuch als Alibi. Mm 23. April d. I. lvuvde g>sgen 9 Uhr die bet>> : toiitoctc Anna Rehak in sterbendem Zustande . rnft sieben Hackenschlägen im Kopfe am Traunufer in Wels gefunden. Da die Frau im Begriffe stand, sich nochmals zu verheiraten, wurde gegen ihren Verehrer der Verdacht, sie ermordet zu haben, erhoben, doch stellte W bald heraus, daß die Tat von ihrem 17 i ä Ij'r i'jj e.ri , Sohne Erich Bittend e r gr einem HandÄs-ipraktiikanten in Linz, verübt worden war.. Dittenbtzvg. war seiner Mutter über 600 Schillinge, die sie ihm gegen hohe Zinsen geliehen hatte, schuldig. Da die Mutter auf Zahlung gedrängt hatte und mit der Anzeige g-egen ihn drohte, kam er aus den Gedankerr, durch Ermordung der Mutter sich seiner Schuld zu entledigen. Während eines Fußballspieles faßte ex den Plan,- aus der Wohnung seiner Großmutter. in Linz eine Hacke mitzunehmen und mit dieser die Mutter zu töten. In Wels, locke erdie Mutter unter der Vorspiegelung, daß ein Freund ihm das Geld dorthin bringen werde, an das Traunufer und versetzte ihr dort die tödlichen Hiebe. Die Welser Geschworenen sprachen den Angeklagten, welcher, um sich ein Alibi zu verschaffen, nach der Tat in das Theater gegangen war, einstimmig des Verwandten morde^ schuldig, worauf ihn der Gerichtshof zu sieben Jahren schweren Kerkers verurteilte. Gestern beschäftigte sich der Oberste Gerichtshof mit der Nichtigkeitsbeschwerde des Vormundes des jugendlichen Verurteilten, die jödocb als unbegründet abgewiel"- wurde.. Vrobierfräuleins sind kaufmännische Angestellte. Ein Senat des Gewevbeqerichtes hatte sich göstern mit >der Frage zu befassen, ob die in den Modesalons tätigen Mannequins als Hanidelsangestellte dem Angestelltengesetz oder der weniger günstigen Gewerbeordnung unterstehen. Gin bei der Damenkonfettionsfirma Brertonfeld u. Co. angsstelltes Pvobierfräulein hatte die Firma auf Entschädiaurrg für nicht quartälsmätzrg erfolgte Kündigung, und auf Abfertigung geklagt/ Die Firma stellte sich auf den Stanvpunlkt, daß ein Pvobierfräuleiu weder kaufmännische, noch höhere mchtkaufmännische Dienste leiste und daher keinen Anspruch' auf Abfertigung habe. Das Gewerbogoricht sprach der Kkägje-' rin die e.ingeklagten Beträge z-u. Fn der Begründung VSS' Urteils wird hervorgchoben, daß die Kli .win kaufmännische Dienste geleistet habe, weil sie durch das Borführe» von Toiletten die Vorzüge der KleidunMtücke herbovgehcchen und die Verbindung zwischen den Kunden und der Wrmä Argestellt habe. /

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