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Wiener Morgenzeitung · 1926-12-05 · Heft 2792 (5.12.1926) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2792 (5.12.1926)
Date
1926-12-05
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Wiener Morgsnzerrung 4e..ei,.l,-r wsn -g^ 13 schöne Mann", .iOütöcic von Alexander Engel» „Tic Schauspielerin und ihre Nolle" von Wilhelm Lichtenberq', „Sei- Kr. Z8ien, Sonntag Ser Goldene Schekel. DK zionistische Exekutive, London, er- Gefinn«NßSgen»ffe«! Die Schekelaktton für das Jahr 5687 (1936/27) ist tot Gange. Ihr gebührt die tätige Anteilnahme aller Zionisten. Der Kauf des Schekels bod-entet Bekenntnis zur zionistischen Organisation, zum Glauben an unsere nationale Idee; an der Zahl der Schekalim mißt die Welt die Macht und Bedeutung unserer Kemegung. Bon den Schekeleingängen hängt die Aufrochterhaltung und Ausdehnung der Tätigkeit der zionistischen Exekutive ab. Kongreffe, Lamdeskonferenzen, zahllose Zionisten aller Länder verlangen seit Jahren, daß der Exekutive die Möglichkeit gegeben wird, ihre politische und propagandistische Aktion zu erweitern und organisatorisch fühlbarer zu machen. Das ist — immer wieder muß es gesagt werden — zu einem wesentlichen Teil eine Frage der verfügbaren finanziellen Mittel. Auch eine erfolgreiche Schekelkampagne kan« nur einen Teil der Mittel liefern, die hiefür notwendig sind. Deshalb ist StfM flUUfdl zefchaffrrr worden. Der Mindestbeitrag des Goldenen Schekels i>. ein enMchei PsnnS. Wer an die entscheidende Bedeutung der Organifatton für das Gelinge« unseres großen Werkes glaubt, darf sich der Verpflichtung zur Zahlung dieses wichtigen OrganifationSbeitrages nicht entziehen. Jeder Zionist, dessen BermägenSverhäldnisse es gestatten, ist verpflichtet, ein Mehrfaches des Mindestbeitrages zu entrichten. Schon zahlen viele Gefin-mmgsgenoffen in allen Ländern den Goldenen Schekel. Ihre Zahl mutz wachsen. Die Landesverbände müssen die Aufbringung zahlreicher Goldener Schekalim als eine wichtige Aufgabe in Angriff nehmen und durchführen. Das ganze Jahr gehöre der energischen Arbeit für den Goldenen Schekel! Euere Leistung, Zio-m'sten, wird m einer gesteigerten Tätigkeit Gnver Leitung ihr Entgelt finden. Exekutive der ziouistischen Organisation London—Jerusalem. E Rmenmgen Dct Satatreate r« Weihnachten 19L8. , Die Täbalregre bringt für Weihnachten — nutzer einer neuen importierten echten Havana-Z«igarr« der Firma Dock y Ca." Habana Bouquet" zum Preise von 60 S. pro Kistchen mit 26 Stück und neuer importierter englischer Rauchtabak« „Standard Mixture", mil-d — eine Reihe neuer Fabrikate rn verschiedenen Preislagen auf den Markt. Bor allem soll durch di« Einslührung erniger neuen Zigarrensorten der schon lang gehegte Wunsch vieler Raucher nach leichten und milden Zigarren erfüllt werden. Die JllustreS zu 90 Aroma ticoS. zu 70 g., Victorias zu 60 g. per Stück sind hochfeine Qualitätszigarren mit elegantem Ringen in Kistchen zu 20 Stück. Eine feine Spezialitätzigarre wird unter dem Namen „S e n o r especial" zum Preise von 26 g. per Stück angeboten mit einem hübschen Ring und ebenfalls in Kistchen zu 20 Stück sowie in Fensterkartons zu 6 Stück. Die D a m a S - Zigarre zum Stückpreise von 19 g. in Kistchen zu 60 Stück und in Schubertaschen zu 10 Stück kommt wieder in Vertrieb. Auch eine billige Sorte unter 'dom Namen „Senor" zum Preis« von 19 g. per Stück, in Kartons zu 100 Stück und zu 6 Sdück wird bald in den Vertrieb kommen. Ebenso wird neben der Birginier e special die von nun an tn Kistchen zu 60 Stück als Virginier e special 1" zum Preise von L4 g. 'per Stück verkauft wird, in «der Folge eine neue, um 4 Zentimeter kürzere Virginier gleicher Qualität unter dem Namen „Birginier especial 2" auch in Kistchen zu 50 Stück zum Preise von 20 g. aingeführt werdend Als Weihnachtsgeschenke eignen sich ganz besonders die verschiedenen En-tottt-eas von Zigarren oder Zigaretten, die in sehr eleganter Aufmachung in allen Verschlcißgeschäflen zu haben sind, und zwar: 1. Eine neue Kollektion hochfeiner LuxuSzigarren mit je 3 Olympicos. JllustreS, AromatieoS, Victorias, Graciosas und je 4 Coronas, EntreactoS »nv JnfanteS in aparten Kartons zum Preise von 20 S. 2. Die neu au-gestattete Kollektion feinster Zigarren mit je 6 Regatta Favorita, Qperas espeüial, Pörtorico especial, Havana-Virginier, Regalitas und Birginier in hübscher Holzkassette, zum Preise von 19 S. 3. Eine neue Kollektion von feinen Zigarren mit je 6 Regalitas und Operas, ferner je 6 Trabueos, Britanica. und Birginier in buntem Karton zum Preise von 8 S. 4. Die Kollektion hochfeiner Zigaretten mit je 6 Coronas, Sphinx, Harun, Amneris, Dheba und M, ferner 16 Khedive in grauem Karton zmn Preise von 6 S. 60 g. 8. Eine Kollektion feiner Zigaretten mit je K Amneris, Mirjam und Divia. ferner je 10 Ggyptische 2er S, Eghptische Set S und Memphis in rotem Karton zmn Preise von 4 S. 20 g. und endttch 6. Tine Kollckttian feinster Damenzi-cneetten «K je 8 La Favorite, AmneriS, Theiba, Morris und 34 Dametz in «blauem Karton zum Preise vo« 3 S.?0 g. Bühne und Kunst. ^iethml der Weste". Deutsches v»tt«1heater. Der edle Kesstng möge eS uns verzech«, — aver sein Drama, dieses hohe Lied der DuLung und alkbrüderlichen Menschenliebe ist für uns Juden ein Danaevgoschenk geworden. „... Wir haben beide uns imser Bott nicht auserlesen, sind wir unser Bokk? WaS Hecht denn BoÜ? Sind Christ und Jude eher Christ «nv Jude als Mansch? . . Die Kinder, sie hören es gerne und lauschen andächtig, wie bei der Samstag-Predigt in der Reform-Synagoge. Wann immer die Judenfrage zu ihnen, den Gesicherten, hinüberzüngelt, kommen sie mit der „Geschichte von den drei Ringen" (unter uns gesagt, ein dialektisches Manöver, mit dem sich Nathan unbedenklich aus einer bedenklichen Affäre zieht) und JEut nichts, der Jude wird verbrannt" rufen fi« mit Emphase, wenn di« Judercheit, gottlob anderswo, verfolgt wird. Leopold Kramer, der geschätzte Gast, macht den Nathan dem Gvotzstadt- Jsraelitan mundgerecht. Er spricht ihn. nämlich im Prager Judendeu-tsch. Dieser «bärtige, orientalisch kostümierte Herr ist ein Prager Kafinote oder ein Wiener Deutschdemokrat vom Salzgries aus den Neunzigerjahren. Aber Nathan, «der Weise, lebte weit ab. vom deutsch-jüdischen Milieu der altliberalen Aera,. war in. Jerusalem wohnhaft, aus anderen: Holze geschnitzt und sprach, auch seelisch, ein anderes Idiom. — Um die von Direktor Beer sorgsam inszenierte Aufführung macht sich niMst den Damen Lvov's.kh, Gutmann und Fässer sowie den Herren Me de row, Kutscher« Schmale und Brandt, ganz besonders Herr Lessen als Klosterbruder, verdient. O. A. Siefteretifffaintg der Stetten Wiener Böhne. Intendant Bolkner eröffnet am 33. Dezember l. I. die vollständig renovierte '„Neue Wiener Bühne" mit der Uraufführung von Hans Müllers „Menschen ohne Erde" mit IM Grüning, Hanna Ralph, Charlotte Waldow, Elfriede Halden, Max Landa, Hans Jarah, Theo Shall, Ernst Wurmser. Else.Lehmann wurde flir die weibliche Hauptrolle in der österreichischen Uraufführung von R e h f i s chT Tragikomödie „R a z z i a" verpfliöstet Im März gastiert Sari Fedok kn der Uraufführung von Selwhn'S „Tanzende Mütter", deutsche Bearbeitung von Felix Salten. — Dem ständigen Ensemble gehören ferner an: Ruch Beckmeister, Marcel Benard, Kurt Daehn, Peter Elsholz, Ludwig Habit, Hermann Haller, Ellh Kollo, Auguste Liedermann, Franz Scharwenka, Guido Wieland, Rudolf Zeisel. An Stücken wurden ferner eÄvorbenr „Inflation in Paris", Komödie in 3 Akten von Felix Dörmann, „Der denftrümpfe", Lustspiel nach dem Englischen von Sil Bara, „Das Land der Beheißung" von Maugham, „Patrioten" von Marcel Pagnol mrd Paul Nivoix, deutsche Bearbeitung von Fred A. Angermayer, „Medea von Shanghai" von John Cotton. Konzerte. Jascha Heifetz—Julius Wslfsohn. Der erste Eindruck, welchen das Spiel Jascha Heifetz erweckt, ist der der UnfehLbarkeit. Da gibt es seine unreinar Töne, keine unsauberen Läuse, keine fehlgeschlagene Bravourstelle. D.r süße, große Ton verrät einen jugendliche,: Meister, der alles kann, was er nur will. Sv meistert er auch technisch restlos das Beeihoven'sche Violinkonzert. Er spielt die hohe Schule der Geigerkunst, wenn auch bisweilen eine gewisse Fahrigkeit im Ausdruck fühlbar wird, vielleicht eine Folge des unsteten Wanderlebens des amerikanisierten Stars, welcher dem Geschma.ke Amerikas feilten Tribut entrichten mußte. Ganz prachtvoll spielte er kleine Piecen, Paraphrasen und von «Schwierigkeiten strotzende B-irtuosenstücke, ferner eine „Hebräische Melodie" des bekannten russischjüdischen Tondichters Joseph A ch r o n, der schon wertvollere bvaiqne". Das Grundübel, an welchem die vier lose zusainmenhängeuden «Sätze kranken, ist ihre übermäßige Länge. Ein Problem, das nicht von heute auf morgen gelöst werden kann! Auch Julius Wolfsohn hat dazu Won gelungenere Beiträge geleistet als feine neue „Suite he- Versuche zu dem Problem der Wiedererweckung "der jüdischen Musik angestellt hat. Die Wvlfsohn'sche, in OrrentakÄmen tastende Kompofitionstechnik ist für umfangreichere Gebilde noch lange nicht genügend entwickelt. Sv gerät er denn in seiner Suite, welche Motive aus dem Ghetto mit Erfolg nutzt, immer wieder aus seinem judaisierenden Idiom Heraus in den Bereich der Chopin'schen Klangwelt und „beim Wmrderrabbi" vernnttint man Liszt'sche Paraphrasen. Äne radikale MrMng, vielleicht auch eine Umarbeitung des „Liebesliedes" wäre dem pianistisch dallkbaren Werke förderlich, dessen vrientalisierender Musikboden von dem Unkraut willkürlicher Passagen und stilverfälschender abendländischer Figuration«: überwuchert erscheint. Die Suite wurde von Wolfsohn jm imutigentz Kamps« gegen eine ihn bedrängende Angina famos gespielt. Auch sonst stellte er trotz Krankheit seirwn Mann. Besonders schön gelangen seiner Filigrantechnik kleine, feine Piecen des Jung» italieners Alfredo Casella und eine elegante ^iekvsenmusik des Russen Liadoff, deren WirderMnng Hv^mal vom Publikum eMnmgen wurde. „. Ans den Theaterm Burgtheater. Morgen, Y%8 Uhr, „TlBe rVde Mühle". (Lheatergemeinde Serie B, blau.) — Freitag.findet die Erstaufführung von „E g m 0 n t" statt. — Me . erste Aufführung der neueinstudierten „Phädra" von Racine, übersetzt von Schiller, mit Jda Roland und Paul Hartman» 4p für den 18. d. M. geplant. Akademietheater. Morgen, %8 Uhr, .ßpiel inu Schl 0 ß". (Abonnement erste Gruppe.) — Als nächste Neuheit gelangt das Lustspiel „Stiefmama" von Ludw^ HtchhsÄd und Paul Frank zur Uraufführung. Operntheater. Morgen, Y28 Uhr, „Madaiove Butterfly". (Theatergemeinde, Serie F.) — Dienstag wird unter musikalischer Leitung Dr. Richard Strauß ltts Gast, dessen „E l e k t r a" aufgeführt. — Für die Zugend werden Märchenvorstellungen mit Kräften des Burgcheaters mrd mit dem Opernballett vorbereitet. Deutsches Volkstheater. Mittwoch, %4 Uhr nachmittags „Der G'wifsenswurm". Abends, %,8 «fit, beginnt das Abschiedsehrengastspiel Dr. Rudolf Throlts in „Das vierte Geb0?. Raimundtheater. Dienstag findet die WO. Aufführung der Operette „Das Schwalbennest" statt. .Modernes Theater. In Abänderung des Spielplanes gelangt beute nachmittags „Die Büchse der Pandora" zur Aufführung. Die Premiere der satyrischen Komödie „D e r D i k t a t 0 r" von Wilhelm Lichtenberg und Fritz Gottwald findet Donnerstag statt. Renaissance-Bühne. Menstag, Premiere des Lustspieles „Das Recht aus Liebe" von Pierre WoU und Henri Duvernois. Kammerspiele. Morgen bleibt das Theater wegen Vorbereitungen zu der Mitttvoch stattsind enden Premiere der Komödie von Galsworthy „Der Familienhäuptling" und der Menstag stattsindenden Erstaufführung dar ABC- Revue von Beda und Kätscher geschlossen. Lustspieltheater. Donnerstag, Premiere des Luststrieles „Der 18. Liebhaber" (Ca). Lustspiel von Claud-c Gevel, deutsch von Richard Wilde. «Pr>eiSa«Sfchrewen des Deutsche« BokMhoateeS. De: Verein und die Direkttou des Deutschen BolkstheatescS schreiben einen Preis für Volksstücke, das beißt für Bühnentoerke aus, deren 'historische oder erdichtete Handlung von dem Verständnis des Volkes, der Liebe für das Volk erfüllt ist. Ter erste Preis beträgt 1000 Schilling. Die Direktion verpflichtet sich, das preisgekrönte Stück im Laufe der :Msten Spielzeit Mr Aufführung zu bringen. Die Ber» fasset der beiden zunächst in Betracht kvnrmenden Werke erhalten Anerkennungspreise von 300 und 200 Schilling. Webers „Oberon" in der Bearbeitung von Gustav Mahler hat in den Wiener Qperntheatern trotz der genialen Einffühlung Mahlers in Webers Art bisher keinen Platz finden können. Es vst ein« Schande für Wien» daß erst nach mehr als -wanzig Jahren »in« konzertmäßige AuMürung in der „Urania" dem Publikum die Kenntnis dioses Werkes vermitteln mußt«, ein« noch größere «Schande, daß di« AafführuM schwach «besucht war. Me Wiodevgabe des Werses stand trotz «firiger Bemühuna des Mrigenten Gottfried Kaffowitz nicht auf höchsster Höhe, da dem Orchester des Neuen Wiener Orchestervereines vor allem Mlle des Streichertons «fehlt (in der von Mahler stammenden Egen« des Puck in: zweiten Mt, deve» PiccioatSbeglettung gang außerordentlich wirken müßte, kenn dieser Mangel besonders zum Ausdruck), da ferner von den sieben Stimmen, die der ,F>veron" bvaucA, raum zwei (Fr. Sophie Munteann unld J.Schmeidl-Grauitt den Mi^-malanforderungen des Werkes entsprechen. NichtMelstoweniger kamen die Schönheiten des Werkes zu Gehör und Wien reichen Beifall aus. -»fe. / Ein einziges Mal nur sollten Herren Direktoren ihre Vervielfältigungen selbst machen müssen l Noch heute stünde in jedem Büro ein „Gestetner" 1 Lassen Sie sich zeigen, wie er 2000 Briefe In einer Stunde schreibt, wie er Formulare um die Hälfte billiger als der Drucker liefert und Zeichnungen mit allen Feinheiten wiedergibt 1 (Ohne Typen, Wachapapter, Klischees, etc.) Eine prachtvolle Erfindung! Bitte! Fordern Sie die unverbindliche Vorlage von Muter* drucken und Refereaien von der IX Rotary Go«, mu b. H«, Wfen* L RknorgMM

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