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Wiener Morgenzeitung · 1926-12-04 · Heft 2791 (4.12.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2791 (4.12.1926)
Date
1926-12-04
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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GMeS Men, GemiSVsg Wie«« M-rAOWOttmq 4. Dezember IMS Ade. Ml Bühne und Kunst. «naß de» Aindesalters. Die merknrütvlge Ausstellung „Das UinstH'che Ge- ,'raltcir des Kindes", welche augenblicklich in dnr Räunten des Oestcrr. MuscumS noch zu sehen ist, sollte von ^edenn Pädagogen, Kinöcrpsycholozen und Maer besucht rvecden. Sie ist di»s Resultat jahi.zehn'e"<r:rg:r hegenlEc Hingabe, Wy bei die Lehrer freilich im wesentlichen sich begnügten, Bovbachter zu sein, mit unbedingter Ehrfurcht vor der Freiheit, tvelche im Schöpferischen der Kindes'ee e wal>et, also die ihnen anvertrauten Kinder — Knaben zwe'er Schulen in Baden ruck» in Mödling — aus freier Lust malen ließen Anfänglich vor den B icken der Schulb.chörde versteckt), seber vielleicht nur dadurch wirkten, daß sie da waren, entgegennehmend, anregend, füllt ite'ttb. Das Resultat: Erzeugnisse, welche «ruf den unteren Altersstufen vor allem di« seltsam verschlungenen Hintergründe des kind'ichen Seelenlebens als ßolchc .nach. außen projizieren, bis zu Schönhcitswerken, welche, aus einem in jedem Menschen irgendwie schummernden Born, der schließlich allem Menschlichen verwandt ist, vhire jede äußere Anknüpfung, es sei denn die vager Eindrücke aus Haus, Kirche und Straße, Epochen und Stile von Zeiten und Völkern reproduzieren und sogar aus naiv selbst-. gefundenen Kunstpriuzit tat künst erisch Neues hinstellen. Deutlich kann man innerhalb der Zeit vor der Pubertät verschiedene Altersstufen unterscheiden, und die Wendepunkte um das neunte und zwölfte Lebensjahr, rate sie die Pädagogik Rudolf Steiners annimmt, scheinen hiebei von Bedeutung zu sein. Die Produktionen der K einen sind noch ganz phantastisch aus Farbeustrichen buchstäblich zusammengesetzt; das Kind tastet sich gleichsam erst in die Wirklichkeit als Ausbruckssvrm hinein und forntt hiebei seine eigene, ganz aUders geartete Innenwelt nach außen: So entstehen abenteuerliche Lintengebilde, welche, allntählich erst zu phantastischen Gestalten werben, die manchmal noch an menschliche Organs Ä>er an kosmische Gebilde erinnerit und dennoch oft mit verblüffender Ausdruckswahrheit Stimmungen wiedergebeu können (z. B. ein „Frühling", der außer einem riesigen knospenartigen Gebilde nur ein Gewebe stark leuchtender Farbenlinien enthält). Dann k inqen Märchmhastes. Dramatisches, nnkayische oder chin sifch-ja. anisch: M^ti e an. Die Bilder der Reiferen gehören ganz anderen Stilsormen an. Auf den ersten Blick ist man erstaunt über die außerordentliche Lebenssülle der Farben, über die wie aus großen Stilprinzipien geschöpften Formen, über die Orisina ität^der zeichnerischen und malerischen Motive. Auch die Darstellungen sirw noch ganz unrealistisch, denn das realistische Sehen der. Welt beginnt wesentlich erst mit der Pubertät. Wohl aber wird jetzt der Stoff bedeutsam -7 daß dieser/vovzugsweise religiöser Art ist, war im Sinne kunsthistorischer Kontinuität und in der Richtung see'ischer Verinnerichung gewiß nur föckerich. Dennoch unterscheiden sich diese Darstellungen aus der christlichen Rellgions'eschichte vou allem was die Kinder etwa in Kirche und Haus sehen konnten, wesentlich, bis in das traditionslose Schalten mit der Symbolik; sie erscheinen vor allem vergeistigter, mehr an byzantinische und Frührcnaissancekrmst eriunud: die Dinien'ionen gleichsam geistig umgeformt, die Geberden z. B. der schroebenden 'Engel oft ungeheuer, der Gesichtsansdmck von ungemeiner Keuschheit und Wesentliches.der Einfüh'ung des Beschauers überlassimd. Bei manchen Engelsgestalten sind die Gesichter überhaupt wir durch Ovalsvrmen b z ichnet ot^rr die Hände schwingenartig umiefo.rmt, manche merkwürdige Wesen-sind durch einfachste'Umrisse mit irgend einer besonders eindringlichen Farbe bezeichnet. Und was die Linienform betrifft, sei insbesondere auf eine Gruppe im Mondenschein schwebender Gestalten hiugewiesen, in welcher alles <ws der Mondsorm herauSgestallet erscheint, oder an ganz bestimmte, immer wiedcrkehrende Geberdenkurven. Dieses ganz der Märchenwelt angehörize BiS> gehört nebst einem „Abendmahl^ und m hreren Enge'gruppen, in denen sich daS religiöse Element in dramatischer Lebendigkeit ausspricht, xu den eindruckvollsten. Psychologisch merkwürdig ist e'ne Darstellung des Meeres (wohl der Meeresgrund mib einem chaotischen Gemenge von Wel'eifarben und Lebeive'en) aus der Erinnerung, welche das Kind nach dem Anhören einer anS Öhr gehaltenen Muschel behalten haben will. Und wicherum charakteristisch für die Art des Sehens von Dunkel und Licht in Formen, die ganz einfache, aber sehr charakteristische Darstellung, wohl eines jüngeren Kindes, von Einmrd Ausfahri in ein Tunnel. Bedeutsam dürsten diese Arbeiten. welche sozusagen zwischen allen Stiert schweben und die Elemente eines echten Expre'sionismus und Symbolismus in sich tragen, für die Psychologie der.Kunst sün.'Den Pädagogen aber können sie vor die ernste Fra'.e stellen, nicht was er aus dein Kinde machen soll, sondern was überhaupt die kindliche Seele in sich trägt und was in ihr wirksam ist. Ernst Müller/ «US dr» Aealrrn: . Operntheater. Morgen, 7 Uhr, „Die Macht des Schicksals". Slkademietheater. Morgen, 3 Uhr nachmittags, „Onkel Toni"; halb 8 Uhr abends. „Madelon". Burgtheater. Morgen, 8 Uhr nachmittags, „Minna von Bärnhelm"; halb 8 Uhr abends „Bolpone". Deutsches Volkstheater. Heute und morgen spielt LeopoÜ» Kramer in dem Lustspiel „Der Gatte des Fräuleins" von Gabriel Dreg^'Y. Mittwoch beginnt das Wfchiedsgastspiel Dr. Rudolf Throlts. VolkSopvr. Morgen nachmittags „Zigeunerbaron", «chends „Varmen" mit Vyarlotte Dahmen. Theater in der Josefstadt. Sonntag nachmittags .Fannys erstes Stück. Bürger theater. Heute nachmittags „Nathan tk*x 88erfe" mit Adolf Weiße in der Titelrolle. Lheatergerneinde «ob «bon»-We»tt in de« Bunde* cheater». Die Heueraldirektion der BundeStheater beabsichtigt. die Theatergemeinde für die Zeit vom 1. Jänner vis 30. Juni 192? zu verlängern. Eine ausdrückliche Neuaumeldung der bereits Im Beibande der Theatergemeinde befindlichen Mitglieder ist nicht erforderlich. Jene Mitglieder der ^Theatergemelnde, die bis zum 16. Dezember die Einzahlung der monatlichen Platzgevühr nicht geleistet haben, werden als auSgeschieden betrachtet. Freiwerdende Plätze können erst »ach dem 16. Dezember l. I. vergeben werden. Vormerkungen werde« in der Generaldtrektion entgegengenommen. — Mit 1. Jänner bis Ende Juni 1927 tritt ein neues Abonnement auf Logen, Parkett- und Parterresitze im Buratheater, Operntheater 'und Akademletheaster ein. Die näheren Bestimmungen lind beim Abonnementschalter der Generaldirektton, 1. Bez., Reitschulgasse S, 1. Stock, echäktlich. Wiedereröffnung der Ro^andbühne. Der zivischen Direktor RMer-Roland und der Sascha Filmindustrie A. G. Schwebende Rechtsstreit witrde gestern beendet. Tie Rolandvuhne dürfte demnach noch vor Jahresende wieder eröffnet werden. Eine BeechovemAuSstelktina der Gemeind« Wie». Im Rahmen der Feierlichkeiten anläßlich der hundertsten Wiederkehr des Todestages Beethovens veranstaltet die Gemeinde in den Räumen der städtischen Sammlungen eine Ausstellung. Um eine Wiederholung der im Jahre 1920 abgeba'tenen Beethoven-AuSstellrng^zu verineiden, wird diesmal Beethoven im Rahmen der Wiener Kultur seiner Zeit dargesteM werden. Siegfried Jaeobson gestorben. Im Alter von 45 Jahren ist gestern der Berliner Kritiker und Herausgeber der „Weltoühne", Siegfried Jacobson, einem Schlaganfall erlegen. Jacobson, einer der temperamentvollsten Mostreitbarsten Publizisten deutsckier Zunge, hat sich durch die .Zeitschrift, die er' führte «nv durch seine .LMM Tätigkeit -wbeü Ansehen!n den weir-si^r erwovben. Er »ereinigte seltene Begabung Chavakrerstärke und sammelte eine Schar hervorragender Mitarbeiter um sich. Nicht vergessen sei es dem allzu früh Tahingeschiedenen, daß er zu einer Zeit, da es in Mischen Literaten- und Politikerkreisen noch verpönt war, über die jüdihr nationale Bewegung zu sprechen, sein Ory«.« den Problemen der jüdischen Renaissance und des;«littsche« Zionismus Misch.« Künstlergesell schuft „Hasomir". Die AufMmng der Operette „Dus vewlonsete Schäsele" tm Saale des Zentral-Kellers (2. Bez., Taborstcaße 8 a) duvch diese Künstlerschaft hatte sehr starken Erfolg, der insbesondere der trefflichen Sängerin Adele L e r e s c u und dem Charakterdarsteller S. L e r e s c u galt. Heute Samstag und morgen Sonntag bringt das Ensemble im Zentral-Keller die Operette „Die jüdische Krone" zur Aufführung. Frau Hilda Dulltzraja, die veöannte Interpretin des Volksliedes, bringt im bunten Teil neue Lieder und Arien zum Vortrage. Eine ChÄpinfeker k« Wien. Aus Anlaß der letzten Chopin-Feierlichkeiten in Warschau findet am 9. d. M. um 12 Uhr mittags im Akademietheater unter dem Protektorate des Gesandten der Republik Polen, Dr. Karl Bader, eine Chovin-Feier statt, bei der der Rektor der Hochsc'mle für Musik und darstellende Kunst Hofra^ Doktor Marp und Herr Julius von Twardowsk! die Festreden halten werden. .Jan Smeterlin bringt eine Reihe von Cbopin-Kompositkvnen, darunter die Bälbi'^ AS-Tnr, Ovus 47 und die Polonaise Fis-Moll, Opus 41 zmn Vortrag. svorruag «tauve Farrere.' DoS Protektorat über den Vortrag des berühmten Schriftstellers Claude Farce re tom Ad- M., im großen Konzerchtnssaale?nttü?,bct' der Minister und Botschafter Frankreichs in Wien, Herr Beaumarchais, überrtonimen. | A ‘jüdische weit i 1 1 Norgrabungeu in der khaldSrrstadt Ur. Der namhafte Archäolog und Professor der Lembevger Universität, Konstantin C'h y l i n s k i, hielt vor kurzem in Lemberg einen interessanten Vortrag über Ur-Kasbim in Ghaldäa, das Vaterland des bibli' schen Abraham. Obwohl alle Länder, die b.'m Völkerbunü angeschlossen sind, auf Grund des internationalen archäologischen Rechtes bercchtigt sin-d, überallauf ei-gene Veranttvortung ärchoologische GraHünige^/vövzunshmen, so haben dach bisher von ' diesem Recht nur die Ämerikanet und Engländer Gebrauch gemacht.-Für sie ist nämlich, die-"archäologische.', 'ÄiRert gleichseitig , p o l ich i-s che Agitation. Und-so ist es nür^ dank der sehr 'mÄhselig n A rbeit d e's en>gltsche.n Vizekonsuls im Irak gelungen, die'Grenzen der 'historischen Stadt, Nr-Kas-dim festzusetzen, die an dem jetzt geänderten Lauf des Euphrat gelegen war. Jetzt ist diese Gegend am unteren Euphrat eine -Wüste, eine malerische Landschaft, von bsduinischen Araberstämmen bewohnt, die noch jetzt sehr oft von den zivilisatorischen Errungenschaften — der Einwohner der alten Stadt Gebrauch machen. Die Stadt Ur spielte zu Ende des dritten Jahrtausends eine wichtige Rolle in der Geschichte des sumnrerischen Reiches und war der Sitz einer mächitgen Dynastie, die vom König Urengur un-d seinem Sohn Dunga gegründet wurde, denen es gelang, die verschiedenen summerischen Provinzen unter ihrem Szepter zu vereinigen und sie von den arkadischen Eroberern zu befreien. Die Stadt Ur war auch der Transitort für den Handel der summerischen Stämme mit Indien. Die Ausgrabungen zeugen von der hohen Kultur dieses Volkes und von dem großen Reichtum der Bewohner der Stadt. Sine Snkelkn Montefiorer und Großnichte des ersten Loror Rothschild gestorben. Honorabll fHu». Eliot Uorke. Aus London wird uns geschrieben: Die vor einigett . Tagen auf ihrer Besitzung in H a m b l e C l i f f (Southampton) im Alter von 83 .Jahren verstorbene Mrs. Eliot Do rke war eine der interessantesten Gestalten der Londoner Gesellschaft. Sie war die jüngere Tochter des Sir Anthony de Rothschild, eines Onkel des ersten Lord. 'Rothschild. Mütterlicherseits stammte sie von Sir Moses Montef i o.r e ab und ihre ältere Schwester Constanze? ist die Lady Battersea. Ihr Mädchenname war Annie. Die beiden Schwestern Annie mid Constanze erhielten in ihrer Jugend einen guten hebräischen Un!erricht und schrieben später gemeinsam ein Buch „Die Geschichte und Literatur der Israeliten" zum Gebrauch des Unterrichts in der jüdischen freiert Schule. Auch sonst verriet Mrs. Borke Talente auf mehreren Gebieten, so auch in der Porträtma'erei/ Jm Jahre 1873 heiratete sie Honorare EliotHorke, den. vierte» Sohlt des Ea rl 0 f H ardwicke. In ihren „Reminiscences" schreibt Lady Battersea über diese Heirat ihrer Schwester: „Es war das erste Mal, daß ein Mitglitt» unserer Familie außerhalb des angestammten Glaubens geheiratet hat, ohne'den Glauben'des Mannes anzünehmen. Es war auch der erste Fall, daß ■ i.i 1 i.i .... .wr.'.». .- « -»- .. . .. Die „WIENER MORGENZEITUNG" — das einzige jüdische Weitblatt! «ooowaaasassaEmsaEmaaemayaasoEsaasooos der Sohn eines eng^ischeit Peers sich mit einer jüdischen Fami'ie verschw'ig rte un> die Frau ihrem eigenen Glauben treu blieb." Diese Ehesch'ießtlng halte seinerzeit in der jüdischen Gemeinde einen recht unangenehmen Ei.rdruck gemacht und Sir Anthony -de Rothschild trug dieser Sttmmnng dadurch Rechnung, daß er seine sämtlichen Ehrenst e l l e n in der jüdischen Gemeinde, so auch seine Stelle als Präsident der United Synagoge, n i e d e r'l e g t e. Im übrigen hat Mrs. Eliot Yorke, die wohl Mitglied der jüdischen Gemeinde war, an jüdischen ösfeot'iheit Arbeiten nicht teilgenornmen. Sr: wurde auf dein jMschen Friedhof in Wille'drn begrab n. Die Zer.monie vollzog Rabbii.ec Michael Adler. . ' -j j Ike Keren Haieffad-Slmahmrn im Sklober. Das Haupbbureau des Keren Hajessod hat im Oktober 1926 insgosamt 6*7.44& Pfund Sterling Einnahmen gehabt, eine Summe, die bisher nur ein einziges Mal in den Annalen der Keren Hajessod überschritten worden ist. Hierzu bemerkt die Keren-Hajessod-Leitung: Dieses Resultat im'ersten Monat nach der Uebersiedlung des tzauptbureaus nach Jerusalem ist höchst befriedigend. Nur wenn auch in den kommenden Monaten zum mindesten gleiche Summen eingehen, wird die im Budget vorgesehene Aufbauarbeit in die Tat umgesetzt und ein Weg gefunden werden können, um aus der gegenwärtigen wirtschaftlichen Krisis zu normalen Verhältnissen zu gelangen. Die Oktober-Eingänge sind doppelt so groß wie im gleichen Monat des Vorjahres, in dem sie 31.678 Pfd. St. betrugen. Die erreichten Resultate sind in erster Linie der Spende des Herrn Bernard Baron in der Höhe von 25.000 Pfd. St. zu verdanken, und zweitens der Notkampagrre, die "man in den meisten europäischen Ländern eingeleitet hat. England überwies, abgesehen von den erwähnten 25.000 Pfd. St. weitere, hauptsächlich aus der Notkampagne stammende 2035 Pfd. St. Die 25.035 Pfd. Sterling aus den Vereinigten Staaten sind vor allem dem United Palestine Appeal des letzten Jahres zuzuschreiben, da die diesjährige Aktion erst in den letzten Tagen des Oktober begonnen wurde. Südafrika überwies 5000 Pf. St., einenBetrag, der in den letzten Monaten regelmäßig in den Listen figurierte. Die 2048 Pfd. St. aus Deutschland zeigen den Beginn der durch Herrn N. S 0 k 0 l 0 w begonnenen Kampagne an. C a n a d a und Rumänien haben beide über 1000 Pfd. St. erbracht. Die diesjährige Kampagne hat kn den meisten Ländern erst im November eingesetzt, so daß man die Eingänge des Oktober den vorjährigen Spenden noch gutäuschreiben hat. Die gesamten Einnahmen des Keren Hajessod bis zum 31. Oktober 1926 beziffern sich auf 2,634.645 Pfd. St. tag m Berlin seine war von zahlreichen Ortsgruppen besucht. Telcgiertentag des Neichsbundes jüdischer Frontsoldate«. Der ReichSvund jüdischer Frontsoldaten, der in etwa 500 Ortsgruppen 40.000 Mitglieder umfaßt, hielt letzten Sonnahresversammlung ab. Tie Tagung delegierten der LandeSvetbände und Im Sinne seines Programmehat der Verband auch im avgelaufenen Jahre in folgender Richtung eine ersprießliche Tätigkeit auSgeübtr BerufSumschichtung der deutschen Juden durch Schaffung von Siedlungsmögltchkeiten auf dem Lande, Abwehrkampf gegen den immer stärker werdenden Antisemitismus, Ausbau der sozialen Organisation für seine Mitglieder und ihre Angehörigen. sportliche Ertüchttgung der jüdischen Jugend. Der NenhSverband jüdischer Fronttoldaten gibt ein VerbaudSorgan «Der Schild" heraus. Er ist die einzige Organisation aktiver KttegSteilnehmer, die nur solche in ihre Rechen aufnimmt, und die durch ihre stttkte polittÄe Neutralität jedem ehemaligen jüdischen Frontkämpfer die Möglichkeit ivt. in seinen Reihen auarveit zu leisten. positiven Z'lsammenschlutz und ±

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