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Wiener Morgenzeitung · 1926-12-03 · Heft 2790 (3.12.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2790 (3.12.1926)
Date
1926-12-03
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien, Freitag Mene* T7orserrzemms Rr. s7S0 S. KtzziemVer ® Uadtntt Vreitner über Anleihe- Allsfichten. In der sestrvgen Sitzung des Finanzausschusses Ses Wiener Gemeinderates stellte Abgeordneter Stadtrat Kunschak den Antrag, daß die Gemeinde W'm die Wasserkraftabgabe abschaffe, und forderte, daß die Gemeinde und das ElektriKrtätsw^rk, das den Betrieb der „W a g" führt, eine Anleihe aufnehme, woraus die Schuld an die Gemeinde zurückgezahlt werden könnte. Die Aufbringung der Verzinsung und Tilgung dieser Anleihe würde -war auch!m Strompreise zum Ausdruck kommen, aber keineswegs eine so hohe Belastung bilden, wie derzeit die Wasserkra-ftabgabe. Stadtrat B r e i t n e r antwortete, daß die Gemeinde der „W a g" rund 7 0 Millionen Schilling als Ba-ukapital vorgeschossen habe. Dieser Betrag müsse wieder in die Geiminoskasse zurückfließen. Grundsätzlich sei gewiß nichts dagegen einzuwendeu, daß diese Schuld auch durch eine Anleihe gedeckt werde, doch ist gerade jetzt, nach all den sehr unliebsamen Erörterungen, die sich im Ausland insbesondere an den Postsparkassenskandal geknüpft haben, die Aussicht, ein« günstige Anleihe zu bekommen, sehr gerürg. Im Inland, wo noch vor einigen Wochen die Möglichkeit vorhanden war, eine Anleihe aufizulegen, ist nun der Markt durch die Zentralbankanloihe gesperrt. Der F'mangreferent stellte auch fest, daß die Gemeinde Wien derzeit nicht die Absicht hat, neue Wasserkraftwerke zu bauen. Wenn sich Finanggesell-schaften finden, die ein Donaukraftwerk errichten wollen, wird die Gemeinde Wien dies schon im Interesse der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sehr gern sehen. ftabiaettsiuüfit. Den ganzen gestrigen Tag über beriet der Budget- Ausschuß das Kapitel Justiz" des Bundesvoranschlages. Vormittags fprach nur der Sozialdemokrat Doktor Eisler, der u. a. die Begnadigungspraxis der letzten Zeit scharf kritisierte und sich inSbesonders gegen die gnaden weisen Niederschlagungen von Strafverfahren aussprach. Er zitierte den Fall eines deutschnationalen Rechtsanwalts, der dem jDr. Wutte nahesteht. Das gegen ihn eingeleitete Verfahren wegen Wuchers wurde unmittelbar vor der HauipLverhandlung niedergeschlagen. Der Fall Fried mute wie eine Justizposse an. Doktor Eisler fragte den JiOizminister, ob es richtig sei, daß das wegen der Krida d e r I n d u st r i e« und Handelsbank eingelcitete Strasverfahren über höhere Verfügung eingestellt worden sei. Schließlich sprach Dr. Eisler in eigener Sache. Bekanntlich macht man es ihm zum Vorwurf, daß er als oppositioneller Abgeordneter der Steiermark die Vertretung der in ihrer Mehrheit christlichsozialen steirischen Landesregierung geführt und dabei einen Honoraranspruch von 80.000 Schilling erworben habe. Doktor Eisler verlangte Nun, daß bei einer Reform der Anwaltsordnung das Verbot der Vertretung derjenigen Gebietskorperschaften festzulegen sei, in deren politischer ^Vertretung der betreffende Anwalt selbst sitzt. In der Nachmittagssitzung führte Abg. Auster» litz bog große Wort. Er behauptete, daß unter Doktor W a b e r die Kabinettsjustiz förmlich in ein System gebracht wurde. Die hervorragendsten Männer der Mehrheitsparteien hätten, veranlaßt durch die Ergebnisse des Weisz - Prozesses. eine Prehgesetz- Novelle eingebracht. Der Ausschuß habe zwei Sitzungen abgehalten. Jetzt kümmern sich die Antragsteller nicht mehr um ihren Antrag. „Seither haben sie" — sagte er — „mit diesem Herrn Alexander Weisg eine Allianz geschlossen. Sie sind vielleicht nicht seine Verbündeten, aber er ist doch unOvcifelhaft ihr Verbündeter geworden Er ist Mar kein christlichsozialer Journalist, aber er führt ihre Verleumdungsfeldgüge." Ein großer Teil der Staatsanwälte gehe nur vor, wenn es ihnen der Justizminister befiehlt, und unterlasse die Verfolgung, wenn ihnen der Juistizminister einen Wink gibt. Das Kennzeichen dieser Kabinettsjustiz sei, daß sie sich plötzlich mit Leidenschaft auf eine Sache wirft und. wenn die Konjunktur umschlägt, für denjenigen, den sie verfolgt hat» förmliche Rettungsaktionen unternimmt. Dafür sei der Fall Fried ein Musterbeispiel. Im Falle Castiglioni habe sich Aehnliches abgespielt. Das merkwürdigste Beispiel dieser Art sei aber der Fall Alexander WeiSz. Man habe alles, was daS Gesetz an Möglichkeiten bietet, gegen ihn entfesselt. Der Mann ist verurteilt worden, und heute ttmn man Überall die Meinung hören, der Oberste Gerichtshof w e r d e d a s U r t e i l a us h e b e n. Man sieht förmlich wie jetzt die öffentliche Meinung über diesen Fall mit einer ganz anderen Vorstellung erfüllt wird. Der Zweck der sehr langen Rede des Herrn Austeriitz, in der er sehr weit auScholte, damit man nicht gleich sehe, wohin er hinauswolle, scheint also doch der zu sein, dem Obersten Gerichtshof einen Wink zu geben, damit dieser Über den Fall Weisz nicht etwa unter dem Eindrücke „einer ganz anderen Vorstellung" urteile. Mit der Kabinettsjustis waren die Sozialdemokraten solange nicht einverstanden, als sie befürchten mußten, daß der von ihnen informierte Journalist, dem das Stigma der Evpressung angehäW werden sollte, übrr seine Bezie- Hungen zu den Parteibünzen nicht reinen Mund halten werde. Als man dann nach dem Urteil weniger von dem Sozialdemokraten und mehr von dem Schriftleiter Weisz sprach und als dieser vollends sein« Informatoren vor fein „Tribunal" zog, rüüten sie weit ab von ihm und schrien, er müsse ins Kriminal. Ist das, waS Austerlitz dem Obersten Gerichtshof zumutet, nicht auch KabinettSjustiz? Sin« «MSmogene Si«lN>s»l>uns der dentfchnatlonale« kisrnbahncr. Die dem großdentschen Minister für Handel und Verkehr, Dr. Schür ff, parteipolitisch nahestehende deutsche Derkehrsgewervschaft droht mit einem Eisenb a h n e r st r e i'k, d. h. sie faßte Dienstag in einer Versammlung in der Dolkshalle des Rathauses eine .,E n t s ch l i e ß u n g", an der auch viele Peuisionisten teilnahmen, in der die Anwendung dieses -gowerkfchaftsichen Kampfmittels in Aussicht gestellt wurde. Aber schon gestern nachmittags ließen . die Vertreter der deutschen VrrkehrZgewevkschaft Mitteilen, daß trotz des Beschlusffs vom Dienstag die Streikfrage derzeit nicht aktuell sei. Die Führer wollen zunächst abwarten, bis sich die Zugeständnisse, welch« die General-iroktion bei den letzten Lohnverhandlungen machte, auÄvirken, worauf dann die Eisenbahner selbst zu der Erkenntnis kommen dürften, daß das Erlangte denn doch u n zureichend ist. Avals Aand-Sedenkseicr. Anläßlich des siebenten Todestages des Führers der galizifchen Zionisten AdolfStand veranstaltcke die zionistische Sektion Prater am letzten Sonntag eine Gedenkfeier. Der Sektionsobmann Herr Kisiel Glasberg eröffnete die Veranstaltung mit einer kurzen Ansprache, worauf Herr Dr. Josef Löwen h e rz, ° Vizepräsident der israelitischen Kultusgemeinde, in einer einstündigen Ged.nkrürc die Persönlichkeit Adolf Stands als Zionisten und jüdischen Politiker würdigte. Da der Redner lange Jahre zu den engsten Mitarbeitern Stands zählte, konnte er eine Fülle von persönlichen Erinnerungen geben, die Stands Tätigtest besonders herrochoben. Adolf Stand war nicht nur der impulsive und b-geisterte Führer der gqlizischen Zioruskn, sondern auch der Erzieher einer zionistischen Generation, die dank seiner Be i .fmssung seit Jahr er: zu den aktivsten Mitarbeitern der zionistischen Bewegung zählt. Am Schlüsse seiner eindrucksvollen Gedenkrede appellierte Dr. Löwenherz an die Versammelten, in der.zionistischen Organisation tätig zu.'s.in, denn durch zionistische Arbeit werde man Stands Andenam besten Hochhalten. .. Die Freunde Adolf Stands werden auf diesem Wege verstäiüügt, daß Sonntag, den 5. Dezember, um 11 Uhr vormittags ein Gang zu seinem Grabe stattfinden wird. Die kantoralm Fmcktio.ien hat Oberkantor Wahrmann übernommen. Treffpunkt 1. Tor. # Die „Wiener Morgenzestung" wird in ihrer Ausgabe vom 6. Dezember unbekannte Briefe Adolf Stands veröffentlichen, ivelche die Persönlichkeit des verewigten zionistischen Führers'beleuchten und für die erste Zsit des politischen Zionismus nach dein An'ireten Herzls sehr bezeichnend sind. Wien, 3. Dezember 1926. * Das Weüter. Gestern herrschte naßkaltes Wetter mit heftigen Niederschlägen. Die Voraussage, lautet: Trub, Neiguna zu Niederschlägen, etwas kälter.. Dü: alpen: Nasche BewölkungS abnahm«. * Strychninp.asinees. Frauen, die ein Kind gebären mutzten unv es dann aus sozialer Not oder im Augenblick einer physiologischen Krise mit. einem Griff getötet haben, haben sicherlich das Recht, auf unser Verständnis zu hoffen und finden es zumeist auch, wenn sie vor den Richter kommenwie die zahlreichen Freisprüche in Geschworenenprozessen gegen KindeSmörderinnen b-tv-ifirn. Der LIMrigo Schrchmacher Jakob EVerle aus Korfch (Hessen), der in Darmstavt zum Tode verurteilt wurde, ist aber ein .Kindesmörder ganz anderer Art. Zunächst spielt hier die Tatsache, daß eS sich hier um einen Mann handelt, der sein schon 13 Monate alteS Kind ermordet hat, eine große Rolle und weist darauf hin,' daß es sich mehr um ein mutwillige- Verbrochen, als um eine Tat aus innerem Zwing handelt. Die Art aber, Wie dieser 21jährige Vater sein Kind getötet hat, trsirft ein furchtbares Licht auf den Abgrund der Verkommenheit in seiner Seele. Dieser liebe Papa, der seinem Kinnen Prasinee?/ gefüllt mit Strychnin, lächelnd verabreicht, stellt den Tieftuntt auf der Stufenleiter menschlicher Gemeinheit dar. In dieser perfiden Grausamkeit, die mit Schokolade übertümht ist, finstert sich eine solche Fülle von Bosheit, Ueoerlegung, zielvewußter Zerstörungslust und Zynismus, daß man. trotz stärkster Gegnerschaft gegen Todesurteile, daS Urteil in diesem Fall doch verständlich findet. T«nn was bliebe diesem Menschenwrack auf dieser Erde noch zu tun, da ifnt nachtein Säugling, Im Mund ein süßes Pralinee, als Alptraum quälen würde... Wahrlich, es ist ein Symbol, dieses Strychniripralinee, ein Symbol, wie Menschen sind und werden können. Und die Pointe?! Solche süße Prarinee« sind manchmal auch mit bitteren Arzneien gefüllt . . . Vielleicht hat dieser Vater sogar sein Kmd geheilt: von der langen Krankheit, sein Kind zu sein ... l. th. * Der Knickebein-BetEeim gestorben. Gestern vormitagtz hat auf dem israelitischen Friedhof das Äerchen'begänanls des in der LeopolWadt ungemein populären Max Bettel- Heim stattgesunden, der im Aster von 96 Jahren im Bersovgungshaus in der Bregasse'gestorben ist. Gr verkehrte meist m den Artistenkreisen, irt W»en er wegen feiner Erfindung der KstickeveiN-MÄer und w-eoeu tsüwi* SchaMeidünsHiM sehr pcpulär war. Dettelhcim, der aus Budapest stammte, hatte in seiner Jugend Petöft und Ludwig Kossuth persönlich gekannt. * Selbst Mordversuch durch Leuchtgas vor Publikum.. Vor dem Geschäfte der Juweliers Julius Tremboler in'der Inneren Stakt, CbuvhauSgaffe 2, gab «S gestern abends bis spät in die Nacht hinein aufgeregte S-enen. Tremboler hatte sich nach GeschaftSichluh in ftiirem Laden eingesperrt, sich in einen Klubfauteuil gesetzt und ist scheinbar eingeschlaftn. Durch die Spiegelscheibe sah man Tremvoler im Fauteuil sitzen. ES sammel-len sich Leute an und da sie einen Gasgeruch zu verspüren glaubten, war nmn der Ansicht, daß Tremboler Selbstmord verüben wolle und verständigte die NettungSgesellschaft. Diese fand jedoch keinen Anlaß einzuschreiten und mußte sich entfernen. So oft jemand sich der Türe näherte und den Juwelier auffovderte, zu öffnen, vref dieser in unwirschem Tone, man solle ihn in Ruhe Lassen. In seinem Geschäfte könne er machen, was er wolle. Auch die Frau, die inzwischen herbeigerrlfen worden war. konnte den Mann nicht veranlassen, Las Geschäft gu verlassen. Um 10 Mr herum bemerkte nran, daß sich der Juwelier aus dem Sessel erheb und zur Eingangstür gehen wollte. Dort stürzte er jedoch anscheinend bewußtlos zusammen. Die SicherheitS« wache «rrana nun mit Einwilligung der E-atttn LrembolerS nach Einschlagen der Cpiegelscheiibe der Tür in daS mit Leuchtgas erfüllte Geschäft ein. Bei Tremboler wurde eine narkotische und Le u ch tg a S v e rgi ftung festgestellt. Der Juwelier wurde in das Allgemeine Kramenhaus überführt. Im GeschäftSlosal wurden auch gftvei scharf geladene Pistolen vorgefunden. Die Ursache des offenbaren Selbstmordversuches ist noch nicht aufgeklart. . * Der. Nachfolger Professor Brechts. Der Bundesprasi. dent hat den ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule in Danzig. Dr. Paul Kluckhohn, zum ordentlichen Professor für deutsche Sprache und Literatur an der Uni. versttat in Wien ernannt. * Gestohlene Teppiche. In der Nacht zum 26. v. M. sind Einbrecher durch ein Hoffenijter in daS' Magazin der Möbelfrrma Otto Pach A-G., Mariahilferstraße 99, gedrungen und haben'Teppiche im W-erte von rund 2000 Schilling gestohlen. Sie waren dann durch das Hoffenster in den Hof geflüchtet und entkommen. Als Täter wurden der 2Sjährige Hilfsarbeiter Stefan Podworslh und der IsijÄhrige SchuhmacherlehrNng JanvarS verhaftet. Sie haben den Einbruch eingestanden. E Saöivan. (Knoblauchextrakt.) Von alterSher wird der Knoblauch in >c«r Volksmedizin als Heilmittel verwendet. Durch ein entsprechendes ExtraAivverfahren i-st es gelungen, in dem Pröparat« Sa tiva n'die wirksamen Bestandteile des Knoblauchs in konzentrierter Lösung zu erhalten. Dies macht eS möglich, durch eine relativ geringe Anzahl von Tropfen einen großen Heilefftkt auf den kranken Körper zu erzielen. Außer den von ftüher bekannten Wirkungen des Knoblauchs als harntreibendes, krämpfelindernres Mittel, wirkt das S a t i v a n günstig gegen die Beschstverden in den höheren L-ebcnSjahren, wie Tcklemmungen, Gef-iihle von Taubheit in den Extremitäten. Auch bei Frauen in den Wechseljahren werden die damit verbundienen Störungen »urch da- Sativan günstig beeinflußt. ' * Taschendiebe auf der Straßenbahn. Dem Hofrat Doktor Josef Brunnelmayer wurde Dienstag in einem Straßenbahnzug zwischen der Eschenbachgaste rnd der Sezession eine golden« Schasfhauseimhr im Wert« von 600 Schilling gestohlen. * Berhaft'.mg eines Defraudanten. Aus Sotz bei Baden ist der 39jährige Eisenlabncr' Karl Gaßler nach Veruntreuung von 11.200 Schilling geflüchtet. Am 1. d. M. nachmittags wurde er in der Ottalringerstraße derhaftet. Ein Teil des Geldes wuvd« bei ihm gefunden. * Explosion in einem Heizhaus. Aus Salzburg wird gemeldet: Heute mittag ist im Heizhaus 1 des hiesigen Bahnhofes eine Sauerstafflasche aus bisher unbekannter Ursache explodiert. Hielbei wurden zehn Personen verletzt, darunter zwei schwer. * Ausgestaltung der elektrischen Straßenbeleuchtung. Bon heute ab werden folgende Straßen elektrisch belAichtet: Leopoldstadt-. Fevdinandkstraße, Leopoldsgasse, Karmelitergass«. Große Sperlgasse, Engerchstraße (Sackgasse Teüfenbachgaste); Mariahilf: Morizgasse, Dominnanergaffe, Mollaödgass'e; Favoriten: Favoritenstratze von Trcstgasse bis Lehmgasse; Ottakring: Huttengasse. * Josef Popper-Lynkeus Denkmal. An größeren Spenden für das. am 21. Dezeniber 19L6 zur Aufstellung gelangende Denkmal sind bis jetzt eingelaufen von: Direktor Max Kaßner S. 600.—, Felix Frankl S. 800.—, Anna Wszkanazy S. 200.—, Margit Ornstein S. 200.—. Paquita Asriel S. 100.—, Friedcnsloge Nr. 1 des Od^'-Fellow«Orden» S. 60.—. Weiterer SpendenauSweiS folgt. — In das D?nlmal!komitee sind kooptiert worden: Chefredakteur Dr Ernst Benedi'kt, Redakteur Dr. Max ErmerS, Johann Ferch. Dr. Egon Friedell, Doktor Ludwig Getter, Lifette Gelber, Heinrich GlückSmann, BroiüLlav Hubermann, Hugo v. HoffmannShhal, Chefredakteur Ludwig Lipfchütz, Walther Marcus, Siegfried Plvler. Doktor Max Präger. Professor Arnold Rose. Inspektor Georg Schmiedl, Chefredakteur Maximilian Schreier, Redakteur Marcell Zappler. * „AuS der Kinderwelt Palästinas." Die Press« und Erstaufführung des allerneuesten Palästinafilmes „Aus der Kinderwe-lt Palästinas" in Verbindung mit einer Makkaüäerfeier finö&t Sonntag, den 5. Dezember. %ll Uhr vormittags, im Ce-ntraMno. 2. Bez., Tabvistrahe 8, statt. Festredner Dr. David Rothblum. Kulturrrkerent des Zionistischen Landeskomitees. Mitwir?ende: Violinvirtuose Albevt Lang, VortvagMnstlerin Mirjam Schnabel-Höflich, Oberkantor Gevson MargulieS^ OSkar.Te l le r. Ein Teil der Reinertrages fließt dem Keren Kajemetb zu. Kinder hiben Zutritt. Karten im Vorverkauf: Zionistische Büros. 1. Bcz., Kävntnevstraße 88; R. Löwit, 1. Bez., Rotenturmstraße 28; Bücherstube Rath, 3. Bez., Daborstraße 20 a; Kartenbüro „Acha". Taborstraße 6 * 60 Jahre Tempelverel« Favoriten. Der israelitische «Tempel- und Schulberein für den 10. Gemeindebezirk Favoriten in Wien veranstaltet morgen um halb 9 llhr vormittags anläßlich seines 60jährigen Bestandes un" des SSjährigen Dienstjubilaums seines Rabbiners, Herrn Professor Doktor A. L. Mandel, im Tempel, 10. Bez^ Hunibyldtigaift 37, einen FestgotteSdiensti Aus demselben Ankasse findet am gleichen Tage um halb. 9 Uhr abends im Restaurant DarschoL 2. Bez., Große Schiffgasse 3. ein Festvauktt statt. * «o kam sie zur Pensinn . . . Der Msenvahnveam« Hans H. wartete Im SclietdungStemln vor dem Slbev» fold er Landgericht auf die Bernindung des SchetdungSfprucheS. .. " " . sgmmen. ...... .... ... aASaesvroüien ist, die Pension avhe. ..... ,—. -wer Minuten später gestorben, so wäre sie dieser Pension verlustig gegangen, weil das Gericht gerade dabei war, den Spruch zu verkünden.

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