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Wiener Morgenzeitung · 1926-11-26 · Heft 2783 (26.11.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2783 (26.11.1926)
Date
1926-11-26
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Men, Freitag Wiener Morgenzeitung 36. November 1926 Nr. 2783 - Länge urrd krassesten Farben, wenigstens eine gewiss« plunrpe, rtrtale Vitalität. Dieser Kolportageschmöker „Claudta Particel'a oder di« beliebte des Kardinals", den Mussolini damals von Fort-- i'tnmg zu Fortsetzung für den „II Popolo" schrieb," war für das Vlatt ein tvahrer Segen. Trotzdem verlor der launische Erzeuger dieser Kardinalgeliebten von Zeit zu Zeit die Gedttll» und hatte dann nicht übel Lust, dieses von seinem Geist spielerisch in die Welt gesetzte Kind, das ihm MN über den Kopf wuchs, einfach zu töten. Aber bann kamen Briefe von Cesare Battisti mit Verboten uitb Bitten: „Bring sie nur ja nicht um, nm himmelswillen, das Äbkrnnement müst erneuert werden. Gib ihr noch ein wenig Sauerstoff, denn das Bezugsjahr läuft ah." Solchermaßen gezwungen die Heldin zu verschonen, hielt - sich dann sein Mordinstlnkt cnr dm Nebenpersonen schadlos, die er grcru-- sam niedermeuchelte. Die Nähmädchen aber, die Handwerker und Handelsge-- tzilsen deS schönen Städtchens am Fuße der Berg«, fieberten jeden Morgen darnach, schnell die Zeitung auszuschlagen, um nme Tragödien zu erleben, und die von Mussolini vergossenen neuen Tintenströme mit Strömen von Tränen zu denetzen. Jte Erdrutsche in Südfrankrelch. Paris, 26. November. Die Nettungsarbeiten in R o e - «suebtlliere mußten heut« eingestellt werden, da weitere Erdrutsche drohen. Bis jetzt konnte kein einziges Opfer der Katastrophe geborgen werden. Die gesamte Bevölkerung des Dorfes, auch die in abseitsliegenden Teilen, hat ihre Häuf er verlass e n. Auch die Straße, die talaufwärts führt, ist an mehreren Stellen unterbrochen. Mehrere höher gelegene Dörfer sind dadurch isoliert und ihre Verproviantierung stößt auf große Schwierigkeiten. Das Doitt B e I v e d e r e, wo bisher nur einige Häuser Risse aüfwresen, mußte jetzt ebenfalls geräumt werden, da inzwischen zwei Häuser einstürzten und so wie in Rocquebilliere ein tieferRißtnderErde 'Ich längst des Dorfes gebildet hat. Jas verNner Schachturnier. Berlin, 25. November. In der heutigen siebenten Rund e des Schachturniers waren vor der Panse bereits drei Partien beendet. Johner machte im Nach-ug einer Reii- Sröffnung gegen Bogoijubow im 39. Zug einen Fehler, der ihn eine Figur lüstete. Johner gab sofovt auf. Sorgfältige, ruyvge Positionen zeigten die Partien List gegen Säms s ch und G r u n f e l d gegen Spielmann. Beide Partien wurden in ausgeglichener Stellung remis. Eolle stellte in einer englischen Partie gegenAhueS frühzeitig die Qualität ein, verlor einen Bauer» leistete dann Hber zähen Widerstand. Die Partie wurde abgebrochen. Tier Held der Ru>Ä»e war Hoizhaufen. Im Anzug einer italienischen Partie engte ex den Großmeister N u h i n st e i n mit einer Figur völlig ein, so daß derselbe nur im eigenen Lager herumgiehen konnte. Das ganze Interesse des zahlreichen Publikums konzentrierte sich auf diese Partie. Die Partie wurde in besserer Stellung für Holzhausen abgebrochen. Stand: Bogolju-baw ÖJ4, Rubinstein 4 (1 Hängepartie), GrünfeN» 4, List 9% (1), Johner S54, Samisch und Spielmamr 8, Coüe und Ahnes 2 (1), Holthausen IH (1). Sin iyterkonfeffioneller WohltSÜgkeitsschwindler. Aus Budapest wird berichtet: Di« Polizei verhaftete heute den Advokaten Dr. Georg Fekete weg?n großangelegier Schwindeleien, di« F:ket« im Verein mit mehreren, noch nicht ausgeforschten Komplicen durch Mißbrauch der öffentlichen Wohltätigikeit veriM hat. FeSete und seine Spießg-esellen ließen Formulare drucken, die die Bevölkerung zu Spenden für wohltätige Zwecke aufforderten. Einmal sammelte Dr. Fokete für die Kirche vom Heligen Herzen Jesu, das andevemal für die Budapester „Cihewra Kadischa". Zahllose Leichtgläubige gingen dem Gauner auf den Leim und spendeten Lielbesgaden und Bargeld für katholische, protestantische, jlüdisiche und sonstige Wohlfahrtsinstitute. Dr, Fokete setzte sich auf dies« Avt in den Besitz von zirka 406 Millionen Kronen, die er für sich verwendete. Dr. Georg Fekete hatte während des Franefälscher- Prozesses den französischem Emissären zwei Steinklischees geliefevt, von denen damals söstge-stellt wurde, haß sie bei der Herstellung der falschen Frankennoten nicht verwendet wurden. Später behauptete Fekete, im Besitze eines Briefes zu sein, dessen Inhalt Dr den Minister- Präsidenten kompromittierend sei. Auch dieser Brief erwies sich als eine grobe FäWnng, mit der Fekete eine Erpreßung an dem Ministerprästdenten versuchen wollte. 8i« BegrSbni» nach altiigWischem Ritual. Bor kurzem verstarb in dem noch amerikanischen Staate Ohio die Multimillionär!» Lueie Ravul. Zum Universalerben ihres Vermögens, das sich auf etwa 75 Millionen Gvldmark beläuft, setzte sie ihren einzigen Neffen ein. Doch hatte es der „unglückliche Erbe" nicht leicht, zu seinem Mammon zu kommen. Die Verstorbene hatte nämlich eine wunderliche Bedingung an die Auszählung des Geldes geknüpft: Sie wollte „ein original altägyptisches Begräbnis nach streng Pharaonischem Retual" haben. Nicht genug damit, hatte die wohl etwas „spleenige" Dame mich noch ausdrücklich vermerkt, daß man W eine Pyramide aufs Groch bauen müsse. Da der Erbe nun gern zu seinem Geld« kommen ivoltts, zugleich aber kein« Tlhnung von Aegyptologie hatte, ließ er sich aus London einen Fachmann altägypttschsr Beerdigungssttten kommen. Dieser schien aber auch nicht so ganz auf der Höhe zu sein; denn er mußte erst eine ungeheure Anzahl von Papyri wälzen, bis er sich gründlich informiert hatte. Endlich waren alle Schwierigkeiten überwunden. tote Aegyptophilin wurde nach Papyrusrezepten mumifiziert und außerdem noch in seine Leintücher eingewiMt; dann wurde sie in einem „echt altägyptisch" hergerichteten Sarg zur ewigen Ruhe gebettet. Zum Glück für den Erben hatte die Erblasserin es vergessen, die Höhe der von chr gewünschten Grabpyramide anzugeben; es wird jedoch mit Bestimmtheit versichert, daß der Erbe keineswegs die Absicht habe, ein Bauwerk von den Ausmaßen der Cheops-Pyramide aufführen zu lassen. Um aber den Wunsch feiner verstorbenen Tante bis ins kleinste zu erfüllen, gab ihr der Nesse noch alle kosmttischen Hilfsmittel einer modernen Dame mit ins Grab, damit die Tante im besseren Jenseits gleich alles zur Hand habe, falls dies erforderlich sei. Schließlich aber mußte — ebenfalls nach ägyptischen Vorschriften — auch der Lieblingskater der Verstorbenen daran glauben, indem man ihn vergiftete und zu Füßen seiner Herrin beisetzte. Mord a« einer Siebzehnjährigen. Aus verschmähter Hiebe. Gütern abends zeigte ein junges Mädchen einem Wachmann in Favoriten ganz aufgeregt an, daß ein junger Bursche ihre Awill-ingsschiwester erstochen habe. Der Wache'beamt« eilte sofort in die Einfahrt des Hauses Hofherrgasse 1, und sah dort ein junges Mädchen in einer großen Blutlache licgen. Die Verletzte ist die 1909 in Wien geborene Hilfsar<betterin Henriette Schwinger. Der Arzt der R-e-ttungsgesellschaft stellte f.st, daß die Unglückliche eine schwere Schnittwunde quer über den Bauch aufwies, so daß die Eingeweide vorgefallen waren, ferner eine tiefe Stichwunde am Hinterhaupt«, zwei Schnittwunden an der Stirne und Wange trug. Die Schwerverletzt« wurde in das Wiedener Krankenhaus gebracht, ist aber noch, bevor man an ihr eine Operation vornehmen konnte, gustorben. Die einzige Zeugin des blutigen Vorfalles war die Zwillingsschwester der Ermordeten, die angab, daß es sich um einen seit längerer Zeit ang kündigten Mord handelt, den ein junger Bursche weg-sn venfchmähter Liebe begangen hat. Er ist gedichtet und konnte bisher nicht ausgefyrfcht werden. Der Täter ist der 1903 zu Georgenthal in der Tschechoslowakei geborene, nach Steinbach in Nieder- Österreich zuständige, ledige Hilfsarbeiter Johann Buchs bäum, der im gleichen Hause woihnt. Er ist als Gewalttäter bekannt, und' schon einige Male polizeilich bestraft. Zwischen ihm und den beiden Schwestern gab es immer Unstimmigkeiten, die darauf zurückzuführen waren, daß Henriette seinen LiebeAkverHungen kein Gehör schenken wollte. In der letzten Zeit machte Buchsbaum wiederholt die Aeußerung, er werde das Mädchen noch einmal umbvingen. , Als gestern abends die beiden Zwillingsschwestern aus ihrer Arbeitsstätte heimkehrten, lauerte ihnen Buchsbaum in der Hauseinfahrt auf, der plötzlich auf Henriette zusprang, und cchn« ein Wort zu reden, die tödtlichen Stiche g:gen sie Dhrte. Als die Unglückliche wankte, packte sie Buchslbaum mit der linken Hand, beugte mit Gewalt den Kopf des Mädchens nach vorne, fast bis zur Erde, und Dhrte daraus mit aller Wucht die Stiche in den Nacken und g'gen die Sbirne. Henriette war, ohne einen Lcmt von sich zu geben, zusumm engesunken. Ihre Ziwillingsschwester Katharina war infolge der Bestürzung nicht imstande, auch nur ein Wort herauszubringen. Erst als sie sich etwas erholt hatte, konnte sie die Polizei verständigen: Der Täter war jedoch schon entkommen. Auf seiner Flucht hat er etwa 100 Schritte vom Tatort entfernt, die Movdwaff« wcggeworfen, wo sie später von der Sicherheitswache gefunden wurde. Wien, 26. November 1989. * Schkechtwetier. Der lange vorausgesagte Wettersturz istgestern eingetreten. Die Temperatur sank beträchtlich und tagsüber regnete es ohne Unterlaß in Strömen. Tte Voraussage lauter: Vorwiegend trüb, zeitweise Niederschläge, vielleicht in Schnee übergehend, etwas kälter. * Tte Lebensmüde«. Gestern hat sich der 73jährwe Geschäftsinhaber Rudo s Hagen ln seiner Wchnung, Sübensterngasse 33, wegen geschäftlicher Vorfälle in seiner Wohnung erhängt. — Am 24. d. M. hat sich eine unbekannte mittelgroße Frau von der Nordbalmbrücke in den Donaukanal gestürzt und konnte nicht mehr gerettet werden. Sie dürste die 63jährige Private Marie Pulkrabek fein, die feit dem 2i d. m. vermißt wird. Sie hat öfters Selbstmordabsichten geäußert. — Vorgestern hat' sich der 7MHrige Mich>meier Gottlieb Lichtl in seiner Wohnung erhängt. Schweres Leiden hat Ihn in den Tod getrieben. * SeWinord wegen eines ruinierten Kleide». Aus Budapest wird gemedstr Die l^jähttge Jbolyka Obstler wurde in ihrer Wohnung mit den Erscheinungen einer schweren Lumina lvergiftung aufgestrndenr sie hatte Gift genommen, aus Kränkung darüber, daß ihr einziges Feiertagskleid aus lila Seide, welches sie zur Reinigung in eine chemische Putzerei gegeben hatte, so sta'.k einargurgeu war, daß sie es nicht mehr anztehen konnte, weSha'.b sie Rendezvous mit ihrem Bräutigam versäumen mußte. * Ei« vermißter HandelsangefieUter. Seit Mittwoch Ist der Zvjähcige HandelSaWeskellte Willibald Grill. Geisechergstraße S. aus seiner Wohnung verschwunden. Seine Angchörigen vermuten, baß er GeWmorv begangen hat, weil er einen Zettel htnieruetz. in dem er Gelbstmord a,vkündigt und erk a-t, er werde die Tat m seiner Heimat in Freistadt in Schlesien verüben. Er hat auch, wie festgestellt ist, seinen Reisepaß und ein Rasiermesser bei sich. * Einl-ruch. Gestern nachts sind unbekannte Täter in die Räume der Teppichabteilung der Möbelfabrik .Vach, Mariahilferstratze 99, eingedrungen und haben wertvolle Teppiche entwendet. Dje Täter sind vom Hofraum in das Geschäft gelangt und haben auf dem gleichen Wege das Lokal verlassen. * Eine «V.nde von <A«»Lrgene1n!br<cher» wrljhiUet. Der Polizei ist es gelungm, eine Bande von Auslagenein vrochern zn verhaften, denen etne Reihe von Einbrüchen mit einer Gesamt'chadenssumms von 10.0M Schl -Ing nach gewiesen merden konnte. ES sind dieder Lljähriae Hilft nrbeiter Richard Jan da, der 24jähriae Hi fta b iter Ottt Ba u d i sch, der 27jährige Hi ftarveiter Franz R o 11 c v und der 27jäbrige Diamantschleifer Robert Kwiz. Die Beute haben sie um einen Bruchteil des Wertes welterver äußert; nur ein geringer Teil konnte zustande gebracht werden. Gegen Janda, der zuletzt eine einjährige Kerkerstrafe abgebüßt htt, wird eine Untersnchung wegen Mordversuches geführt, weil er seine Geliebte nach den Worten: „Du »nutzt hin werden", angescliosfen hat. * Vergeb!i.He Müh«. Wie auS Rofenbich gemeldet wird, drangen unbekannte Täter ln das dortige Stationsgebäude ein nnd schleppten die 4V K i l v g r a m m s ch w e r e Stationskasse nngcWr einen halben Kilometer außerhalb des Gebäudes fort. In der Kasse befand sich aber kein Geld. * Langfinger auf der Straßenbahn. Der Johanna Kämpf, Glockengasse wohnhaft, nmrde gestern in einem Straßenbahnzug auf der Mariayitterstraße eine Lacklederbrieftafclie mit Monogramm „I. K.", enthaltend etwa 000 Schilling gezogen. * Aerztltch« KvLftstrhrvereinlaung Oesterreichs. Die diesjährige ordentliche Generalversannnlung findet Dienstag, den 30. November 1926, um) 7 Ilhr abends im Hörfaale des 1. öffentlichen Kinderk.ankenlnstltutes, Men» 1. Bez., Steindlgasse 2, statt. Aerztliche Kraftfahrer, welche noch nicht Mitg iedcr der ärztttchm Krastfahwereiniguna Oestetreichs sind, werden gebeten, sich ehestenbtt der Geschäftöstelle der ärztlichen Kraftfahrvereini^nng, Mion, 7. Dez., Seidengasse 2o, unter Angabe der Art ihres Fahrzeuges zu melden. B Tanz-JnMut H. Braun, 14. Bezirk, N-cinvorfgasie 42, Senioren-Kur.se Montag unv Freilag von 9—11, Sonn- und Feiertagen von 4—-547; Jnniür-en-Kurse Dienstag und DonnerS'tag von 7—11, Sonn- und Feiertagen 10—1 Uhr vormittags; Perfektionen Mittwoch, SamStag, Sonn-undFeiortagen von 7—11 Uhr. Privatstunden täglich zu jeder Zeit {3. 8.60). * Mirrachi-Abend zu Ehren des Prof. Pick. Der MlSrachi in Men veranstaltete anläßlich der Anwesenheit des MSrach'lst'vhrers Prot. H Pick, MitglÜed der zionistischen Executive und Letter oes Mijah-Departements, ihm zu Ehren am 22. d. int Nöstcn.rant S! agel einen gßisch'ossenen KommerS. Aach der Begrüßung durch Herrn M. Groß hie-lt Prof. P i ck eine längere Ansprache, in welcher er die LelistuNgen und die überaus erfolgreiche Arbeit oeS MiSrachi tn Palästina schiLerte und zu tatkräftiger, organisatorischer Avbeit M!tffov.'ertL. Durch eine Ansprache des Herrn Dr. Sqmutt Rapaport veranlaßt, ergriff Herr Prof. Pick noch einmal das Wort, um sich über die Prcbleme der vierten Aitah auöführbich zu äußern. * Ein Riesenleuchtturm au Ehren des C olumbus. Das Parlament der Tominikanischen Republik hat für den Ban eines RlesenleuchlturmeS einen Kredit von 300.000 Dollars bewilligt. Ter Turm soll an der Stelle errichtet werden, wo ColumbuS mit seinen Begleltem auf seiner ersten Entdcckungsfah.t im Tezember 1492 den Boden der Insel betrat, und so das Andenken an den großen Seefahrer verewigen. Die Gesamlkosten des Baues sollen sich auf eine Million Dollars belaufen. Der Leuchlturm wird eine Höhe von 120 Meter austveisen und soll als Krönung euren riesigen Globus erhalten. Iso^^ooQoooaoooooow^^ooooooSSoooOQO^ FuzenWhrerkurse de» Kultmamtr» der ziontjttsche» Lanüeskomiteer. Zwecks Ausbildung der Mitglieder von zionistischen Ju» gendgruppen, die berufen sind, ihre Gruppen zu führen, richtet das K u l t u r a m t des Zionistischen LandeSlomitees eine Reihe von Kursen ein. Diese Kurse bezwecken, den Teilnehmern Anregungen zu vermitteln, die es ihnen ermöglichen, nach beendeten Kursen sich zionlstych weiter fortzuibilden. Die Dauer der Zßurse ist kür 6 Monate geplant. Sie sollen fünfmal wöchend l t ch stattfinden. Lehrgegenständer 1. Hebräisch (täglich eine Stunde); es stll so intensiv Ve» trieben werden, daß nach Ablauf von 6 Monaten die Teilnehmer tn die Lage versetzt werden, mit Hilfe des Wörterbuches sich allein weiter fortzubilden. 8. Palüstinakunde (eine Stunde wöchentlich). 3. Ausgewählte Kapitel aus der Wischen Geschichte (80 Stunden). 4. Geschichte der Juden Wiens (6 Stunden). B. Führungen durch daS jüdische Wien. 6. DaS Wesen des Zionismus und seine Geschichte (zu» sammen 24 Stunden). 7. Die zionistische Organisatlon, iHre Institutionen; zionistische Persönlichkeiten (10 Stunden). 8. Die jüdische Autonomie, Kultusgemeinde und Minorirätenrechte (10 Stunden). 9. Hebrädche Literatur (28 Stunden). 10. Ein Abschnitt aus dem Dalwuü in deutscher Sprache. U. Ein historisches Buch der Bibel und Lektüre eine-' bar Propheten. 18. Jüdisch-religiöse LelhenSbräuche (6 Stunden). Anmeldungen werden bis Ende November im Sekretariat des Zionistischen LandeSlomUeeS, 1. Bez. Kärntnerstraße 89, entaegengenommen. Alls Teilnehmer müssen sich verpflichten, an diesen Kursen während der ganzen Zeit teilzunehmen. Sollte der Versuch glücken, so ist geplant, aus dieser Institution eine ständig« zu machen und ihr Forlblldunaskurso anzuglledern. Als Lehrer werden alle führenden Männer der Organisation fungieren. und zwar jeder in seinem Gebiete. Die Namen der Vortragenden werden nächstens bekannlgegeben. Bisher teilen wir die NaMN folaenider Vortragenden mit: Dr. Leo Gold Hammer (Palästinakunde); Dr. Destder Friedmann (Nationale Autonomie, Kultusgemeinde und MlnorttätSrechte); Dr. N. M. Gelber (Geschichte); Dr. D. Rothblum und Dr. Chalm Tartakower (Hebräische Literatur): Präs. Kästen bäum (8 Stunden wöchentlich Hebräische Grammatik). ^XWQQOOOOOQOOOOOOOOOOOOOQOOOQOQQOO^ ±

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