Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2782 (25.11.1926)
- Date
- 1926-11-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2979076-2981549-2981869--28262-3016280- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 2782 Wien, Donnerstag Wiener MorgLttZLikung 26. Noveinber W26 UÄte 6 Wren, 28. November ls36. * ,Hch habe geglaubt, daß auf den Herbst der Winter folgt . Auch ich habe eS geglaubt, bester geisagt, geMrchtet. Denn mein gewenbater Mnterrock hat keine dritte Seite. ES Sam aber wieder ein Sommer and ich frsuite Mich der schönen Tage, ... zweitens wegen deS MnterrockS. Nun, ich werde mich nie mehr freuen, wenst im November die Sonne brennt. Der Kürschner Aladar Ritter aus ^egedi-n ist schuld daran. Er hat einen Vorrat an Petzen angelegt, wett er geglaubt hat, daß auf den Herbst der Muter folgt. Mbar es lachte eine wunderbare Sonne, die Petze Wiefien ihm, er sah sich ruiniert und erschoß sich. Vielleicht war die Mitgift seiner Schwester mttinvestievt oder das Geld vom Schwager, das nun unter der Novemberfonne rMnschmotz. Madar Ritter hat mir die Augen geöffnet und den Jahrmarkt des Lebens grell gegeigt. Man darf sich an der Natur nicht ergötzen^ wenn sie Daunen hat. Denn sie ist Erhaliterin, wenn sie hübsch brav bleibt, und ZeUstörerin, wenn sie den November zum Mai macht, auch wenn ia-rob ein armer geistiger i'trvefler, der keinen Petz hat, geschweige denn zu vettaufen, frohen Mutes ist. Was stnd Fortschritt und Technilk der , Menschheit, wenn die Natur sabotiert? Es bedarf keines CrdbclbenS, iom zu vernichten. Eine warme1 Sonne zur Unzeit und das Unheil ist fertig: Leder, Wolle, Felle, alles wird sinnlos und der große Krach ist da. Ich darf nicht irrehr heiter sein, wenn man im .Mnter" ohne Rock gehen kann. Ich möchte jetzt schon schnell einen Wwterrock bclstellen. Auch mein Schneider wird eS lieber sehen, selbst wenn ich ihm die Raten nicht so genau .... Madar Ritter hat mich aufge- Mart, indem er die Konsequenzen der Novemberisonne zog. Hat er nicht doch übereilt gehandelt? Konnte er nicht warten? Es kann doch Wittlich noch im kommenden IM oder August frieren und schneien .... M. * Das Wetter. Das /mitbc Schönioetter wurde vorgestern abends unterbrochen Gestern gab es leichte Niederschläge und Abkühlung .Me Voraussage meldet zunächst?eine wesentliche Veränderung. .« Tod durch LeuchlguSvergiftung. Dienstag abends wurde die 19jährige Hausgehiffin Moista Stöller in der Ki'iche ihrer Tiestgever in der Schelleingasse tot aufgefurtden Der Hahn des Gaskochers stand offen.- Offenbar hat die Stöller durch Unvorsichtigkeit ihren Tod selbst verschuldet * DtebfiM bei Professor Pribranr. Ein Einschlelchpr drang gestern in die Wohnung des Universitätsprofessors Dr Pribram, 18. Bvz., BkllrotMtraße 32 und stahl Pretiosen im Gesamtwerte von ungefähr 10 000 Schilling. * Eine ElendstEgöbie in Floridsdorf. In Floridsdorf, im Haufe Anton Denglergasse 20, in einem ausgesprochenen Elendsquartier, wurde gestern abends die 72jährige Pfründnerkn Marie Hirsch erhängt aufgefunden. Im Wohnraum ioeilte ihr Mann, der frühere Tachdeckergeh-ilfe Anton Hirsch. Er war stark betrunken. Die Situation schien sehr bedenklich und der Verdacht, daß ein Mord vorliege, verbreitete sich rasch. Doch wurde durch Erhebungen festgestellt, daß das Ehepaar immer sehr gut miteinander ausgekomnren war und nur wegen der ständigen Forderungen ihres im gleichen Quartier lebenden, verheirateten Enkels Streitigkeiten hatte. Beide hatten beschlossen, gemeinsam zu sterben und der Mann war noch um eine Flasche Schnaps gegangen. Als er zurückkehttö, hing die Frau schon am Nagel, worauf der Alte den Schnaps austrank. * Die BÄnnldlirng des Schlachtviehes tn St. Marx. Zn der am Menstag vom Wiener Tierschutzlverein veranstalteten Versammlung, in der über Tierquälereien im Schlachthaus St. Marx berichtet wurde, stellt die zuständige Magtstratsabteilung fest, daß in St. Marx ein ständiger Ueberwach n n g s d i e n st eingerichtet ist, der alle vorkommenden Tierquälereien sofort abstellt. Me Schnldtragenden werden mit empfindlichen Geldstrafen belegt. Bei einem Massenbetrieb kann es dennoch Vorkommen, daß in einzelnen Fällen brutal vorgegangen wird. Doch ist dies meist mit der Wildheit gewisser Tiere begründet. Auch die veralteten Anlagen lassen es oft unmöglich erscheinen, alle Vorschriften genau einzuhalten. In dem Communique wird es als univahr bezeichnet, daß marktfremde Personen, insbesondere Frauen sich an den Tierquälereien beteiligen. Bon -er Notre-Dmn-e-Kathedrake himintergestüvzt. Aus Parts wird gemeldet: Eine Mährige Frau, deren Identität bisher noch nicht festgesteM werden konnte, hat sich gestern nachmittags von der obersten Plattform oer Nötre-Dame-Kathedrale in die Tiefe gestürzt.IhrLeichnam wurde in furchtbar Verstümmeltem Zustand in die Morgue gebracht. * «Riese»tbMNd tn einem polnischen Stähtche« In ftstrzhki Dok ne brach Sonnatg nachmittags, wie aus Leinberg berichtet wird, eine Feuersbrunst aus, die sich, vom Wind begünstigt, bald über das ganze staatliche Holz-- sügewsrk „Zagroda" ausbreitete« Nur dem glücklichen Zufall, daß sich der Wind drehte, ist es zu verdanken, daß die Raffinerie der Gesellschaft „Fanto" vom Brand verschont blieb, iOG Familien, darunter zahlreiche Juden, sind durch den Brand obdachlos und 160 Menschen arbeitslos geworden Mo UMHe des Brandes konnte noch nicht einwandfrei sestgesteNt werden, es wird aber Funkenflug angenommen Bei verdorbenem Magen, Darmgärungen, Mem Mundgeschinack, Eltirnbchifschmerz. Fieber, Stuhlvevhaltung, Erbrechen oder Durchfall wirkt schon ein GlaS natürliches „Franz-Jofef"-Mtterwasser sicher, schnell, unld angenehm. Mmhafte Magenärzte Hiezsugen, daß sich der Gebrauch des Franz-Josef-Wasiers für den durch Essen mb Trinken ubertadenen Ernähruingsweg als sine wahre Wohltat erweist. * „Aus der Kinderbett Palästinas". Dar neueste Palästtna-Film ..Aus der Mnderw-lt Palästinas" wird in Verbindung mit einer Mkküöäerfeier Sonntag den 5« De- , zemvor um viertel 11 Ähr vormittagim Zontralkino (S Yez.» Taborstvaßö 8), aufgefühtt. Me Festrede hält Herr Dp David Roth blum. Kulturreforent des zionistischen Landeskvmitees. Mitwirkender BioNntzirtuose Albert Lang, Mixjam Gchnaöel-S ü fl ich, Dvörrantor Gerfött M a r g u l i ö s. Mn Teil des Rsirrrrtmges fließt dem Keren Kajemoch zu. — Karten im Borverkaufr Zioni- Wes^ Bureau, 1. Bez.,.Kärntnerstra8e S8, LöM, 1. Bz., Mtenturmstraße 22, Blicherstuve Nach, 2. Be)., Tabovstvatze 20 a, Kattenbureau Aida, S. Bez., Taborstrahe 6. — AM Sonntag, den 28. d. M., uw halb 11 Uhr vormittags Wird der Film un K'ärntnerkino (1. Bez., JohanneSgasse A aufgeMrt. Redner Herr Dr. Alfred Lvwy, Mitglied des ziomstttchen Landeskomitees. * Hahlmmlische Telegramm. Die Berliner „Weltibühne" , galMrtt . .Am nstckMn Ta^ lag auf dem Tisch des RedalkteUlS ein Tel^rainm: „landgenchtsdivsktor hier nicht eingelroffen — bin sehr besorg kl lieber gott." Letzte Sportnachrichten. «Wie- Beschlüsse de, Wiener Fußball- Verbandes. In der gestrigen Sitzung des Wiener Fußballverbandes wurde u. a. eine wichtigeNeuerung beschlossen: Es^wird im nächsten Jahre keine Winterpause mehr geben. Die Meistevschaft wird, wie in England, durchgespielt werden und schon in Mai beendet sein. — Die Spiele um den Mitteleuropäischen Cup beginnen t m H e r b st des nächsten Jahres. — Die in diesem Winter in Wien bleibenden Vereine werden um einen „Winterpokal" kämpfen. — Von den im nächsten Jahr? tn Wien auszutragenden Länderspielen wurden angesetzt: 20. März Tschechoslowakei, 10. April Ungarn, 14. und 15. Mai England, 22. Mat Belgien. Die Auslosung der Frühjahrskämpfe der Meisterschaft ergab für Hakoah folgende Paarungen: 13. Februar Rapid, 27. Februar spielfrei, 6. März Sportklub, 13. März Austria, 3. April Vienna, 17. April B. A. C., 1. Mai Rudolfshügel, 8. Mai Wacker, 20. Mai Admira, 5. Juni Simmering, 12. Juni F. A. C., 19. Juni W. A. C., 26. Juni Slovair. «XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX» Am bestell sind doch die Ceschka-hute Vli., KalssrsfraBe 123 WIEN IX., AlsersfraBe Nr. 6 OOOCXXXIOOOQOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO Bühne und Kunst. „Me, für die Mama." Modernes Thrater. Der Sohn ist gul-bürgerlch ve.heiratet 'Und wohbestallter Frauenarzt, die Mama ist aber noch imnrer ledig und *—«iHietfcing? zum zehnten Male — wohlbestallte Maitresse. Diesmal aber möchte sie endlich legitime Ehegatttn werden und alles ginge nach Wunsch,. hätte nicht knapp vor dem Hochzeitstoge ein verflucht hübschss und tatkräftiges Mng' in ihr Schicksal eingegriffen und ihr den lieben, braven, stsrnveichen Rentner abspenstig gemacht. Bekümmert und vertrauensvoll wendet sie sich an den guten Sohn. Der tut alles für Mama, macht sich an ihre weit jüngere Rivalin, steigt dem zukünftigen Stiefpapa mit Erfolg ins Kraut und bringt Mama glücklich unter die Haube. Die Intervention war ein Vergnügen. Louis Berneuil hat diesen, nicht gerade neuen Lustspiclstoff auf das Anmutigste und Heiterste abgewandelt, mit amüsanten Pointen reich garniert und gelegentlich graziös ins Nachdenkliche gewendot. (Ein Beispiel: Sohn: „Warum verlierst du alle Männer?" M a m a: „Wahrscheinlich deshalb, weil 'ich sie allegeliebt habe. ..") — Märe "die sentimentale, Einlage des dritten Aktes kurzweiliger geraten und hätte Herr Blum, der Ueberfetzer, einige klobigzotige, dem humorvoll-pikanten , Spiel schlecht zu Gesicht Wende Wortwitze anzubringen unterlassew — die Freude an diesem Mend tväre ung.'trübt. Frau Rofar überrascht als „Mama" durch feinsten Lustspielton uNd geistige Beweglichkeit, Herr Behal, als phlegmatischer Rentier in roman ifche Liebeshänöel gercüend, ist zwerchfellerschütternd, Herr Hardtmut in der unvermeidlichen Rollo des „Psetdes" ausgezeichnet, Herr Smith als opfervoller Sohn von gewinnender Natürlichkeit (nur nicht gerade mit Temperament gesegnet), die Damen Weber und Meixner sowie Herr Friedrich sind vortrefflich und die Gesamtaufführung ist nrit kundiger Hand bis zu den wirbelnden Schlußszenen wirkungsvoll gesteigert. — Es war ein voller Erfolg, der Dauer verspricht. D'.N Der neueste Mrandello. „Diana und die Tudia" — Uraufführung Iw Zürich. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeiituws".) Im Züricher Schauspielhaus fand am Samstag, den 20. November, die Uraufführung von Pirandellos neuestem Drama „Diana und die Tuda" bei persönlicher Anwesenheit des Dichters statt. Me Handlung ist einfach und durchsichtig. Kunst und Leben sind als feindliche Gegensätze gefaßt. Der junge Bildhauer Sirio Dossi lvill nichts vom Leben wissen, er kennt nur eines, als Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens eine Diana- Statue zu vollenden, zu der ihm ein junges, blühendes Geschöpf aus dem Volke, die Tuda, Modell steht. Sie liebt ihn, er heiratet sie, nur um sie als Modell sich ' zu sichern. Sie entflieht schließlich dieser eisig-starren Existenz, kehtt aber zerstört wieder, im Wahnsinn auf die. gehaßte Statue eindringend. Sirio, bereit, sie zu töten, tvird von dem alten Bildhauer Giüneano erwürgt, dev das «Sinnbild des Lebeics, das die Tuda für ihn darstellt, an der verz-hrenden Macht der Kunst zu rächen glaubt. Das Stück ist reich an dramatischen Szenen, und wie alle Werke Pirandellos, durchbebt von einer aufreizend gespannten Atmosphäre. In der Rolle der Tuda bot Mea Hauser eine bemerkmswerte Leisttmg. Die weniger dankbare Rolle ihrer Gegenspieleritt Sara Merrdel wurde von Lilly Karo ly kreiert, Dossi wurde vou Lohkamp, Giuncano von Kuli sch verkörpert. Ein überfülltes Haus bereitete den Künstlern, dem Direktor Rvsenheiin' rmd dem Dichter eine rauschende Ovation. W.-St^ «m de« Lheatemi Burgtyeater. Morgen, halb 8 Uhr, „Der Bauer als Millionär-. Akademietheater. Morgen, halb 8 Uhr, ^Spiel im Schloß" (Abonnement 3. Gruppe). Operntheater. Morgen, halb 8 Uhr, „T-urandot" mit Jan Ktepura als Gast. Deutsches Bolkstheater. Samstag nachmittags > „S a p p >h 0 . Volk8oper. Morgen ^Der Maskenball". In der Zeit vom 6. bis 28, Dazember findet ein Lortzing-Zhklus, in dessen Rahmen „Undine" gegeben wird, statt. Der Kartcnvorverkanf für das um 2b Prozent ermäßigte Monnement beginnt heute und endet Mittwoch, den 1. Dszemver. Theater in der Josef st ad t. «Samstag, 7 Uhr abends, „Viktoria". Farce von W. S. Maugham, deutsch von Mimi Zoff. Regie fWrt Max Reinhardt. Modernes Theater. Samstag imchmitwas, als erste Märchenvorstellung ,^8rüder Lustig". Eine Oper mit JazzwusiL Marco Franr, der Kom» ponist der an der Volksoper aufgeftitzrten Oper „Das Bildnis der Madonna", steift im Begriffe, eine neue einaktige Oper, „Me Galeere" #u vollenden. In diesem Werk, das wahrstlieinlich in Wien zur Erstausführung gelangen loird, verwendet der Komponist Jazzmusik, Höher gets nimmer! Ein Kammernmfik-Avend findet am 2. Dezember im mittleren Konzerthaussaal statt, - Das Programm umfaßt Beethoven (Trio, Op. 121a), die Urauftth-rung einer Sonate von Paul Pisk und das Trio von Dvorak, Miüvirkende: Annie Bock-Walters, Ernst Mo rave c und Friedrich Buxbaum. Hakoah-Orchester. Im Wege der Nenrorganiisatton des ^cckaah-OrchesterS hat der A-uSfchutz im-Verenr mit dem Drrigenten für die heurige Saison sich entschlossen, ein großzügiges Kongertprogramm zu stüldieren, welches außer der Pflege Mischer MiM eine ReHhe gemäßigt-moderner Werke vorsieht. Die MaMer werden nvueinftudiert. Das gegenwärtige Stuldienprogramm uMifatzt einen tschechischen Abend, bestehend aus: «Snreiana'S Ouveetüre W „Der Kuß", I. B. Förster: „In den Bergen", Lustgartens Baarbeitung slowakischer Votts-lieder und Dvoraik: Nachgelassene Polonaise für Cello und Orchester. Weiters wick momentan BvaunfeD' Vorspiel u.nd Prolog der Nachtigall aus „Die Vögel" und Wachsmann's Ouvertüre zum neuen Fcvust geprobt. Es wäre noch zu erwähnen, daß das Orchester sein« Kr<vst .crn Regmcek, WeiA, PisL, Schrecker. MoussovgM, Diadow» Ravel, MÄhaud, Dckbussy, Smith unld Malipiero erproben w-ill. Me Proben beginnen pünktlich u>m halb 10 Uhr vormittags. Zu spät kommende Mitglieder werden gemäß den gefaßten Beschlüssen in der betreffondon Prüde nicht mibspielen.können. KompositionsaLentz. Schriftsteller und Komponist Josef Heller, veranstaltet am 27. d. M. in der „Urania" ein Kompositionskonzevt. Mitwirkende: Erika Heller (Gsfang), EM AEanasi (Klavier) und der Komponist als Kaltton« viMnose. Erstausführung vsn Webers ,Mrron" in der Bea-ribei^ tung Gustav Mahlers. Freitag, halb 8 Uhr abends findet im Großen Saal der „Urania" die Wiener Erstänfführung der Bearbeitung Gustav Mahlers vou Webers: „Oberon" in konzertmäßiger Form statt. Neuer Wiener Orchesterverein unter Mitwirkung von Bläsern der WU-- harmoniker. Dirigent: Gottfried Kassowitz. ' Madach's „Tragödie des Menschen" im Deutschen Bollstheater. Direktor Beer, der die Wstcht hat, das berühmte uligarische Drama „Die Traaöldie löes Menschen" Von Emerich M ad ach im Deutschen ÄoNstheater herausuubringen, hat der Ausführung dieser DichMng tm Dudapester Nationaltheater-beigewohnt. Das Dvämy, welches zu tum klassischen Wetten der Welüiteratur gehört, ist als Mrchdrama sehr bekannt, da es häufig ins Deutsche Wertragen wurde, konnte aber bisher die deutsche BMne nicht erobern. Einem Budapester Journalisten gegenüber äußerte sich Direktor Beer, daß er die deutsche Nachdichtung DoezHs zu benützen, aber eine Deavbeitu.na des Dramas durch einen erstrangigen deutschen Schriftsteller vorzunehmen beabsichtige. „Habimah" gastiert gegenwärtig mit großem künstlerischen Erfolge in Leipzig. Aus Anlaß ihres „Dhbuk - Abends schreiben die „Leipziger Neuesten Nachrichten": „Unerhörte Kraft Des künstlerischen Wagens und BoWringens einer Gruppe, die bewußt ihre eigenen Wege wandÄt, 'spricht ju uns aus dem StimmungÄreis. der Talmudschujl«, ans dsrn phantaftisch-gefliensterhaftLn Lang der zur HöMsit geladenen Bettler, aus der mystischen Szene beim Wupder-Rckbbi. Ihre Kunst stammt aus den Empfindungsbiefen jüdischen Volkstums; sie prägt sich in die Seele ein. Dies alles im Gewände der hebräischen Sprache, die hier ans der Whne, aus dem gleichen Willen zur jüdischen Erneuerung ihrer Äuserstehung erlebt, wie heute in den Tälern PcMrsttnaS." Vereine. Vorträge und BerfamMnngen. Landesverband der 'tonistvn-RovistonisteN. Heute, um halb 9 Uhr» im KÜMislm, Cafe Müller» 1. Bez.» Schottenring. Ausschuß- und KommWonssitzung. — Misvachi, Wien. Sgmstag, den 27. t». 2JL 7 Uhr abends, im Misvachiloikal (L. Bez., Prätevstr. 48) Vortrag des KuAuSvorstchers Mtov Bauminger über „Die Jbeolog-ie des Misrachi." DiÄkuslston. Gäste wiMommsn. — Jüdisch-akademischer Juristenverein. Samstag, halb 7 Uhr. jm LoLa'Ie des ^Zentrums" (Anitta Miller). 2. Beg>. Untere Äivgartenstraho Nr. 36, Vortrag Dr. G oldste kn: „Grundlagen des jüdischen Vermögensdrechtes." — Zionistische BezirkSsettion Leopoldstadt, 8. Bvz., Zittnsgasie 38. Heute, Donnerstag, 8 Uhr abends, Vortrag Gemeinderat Dr. Plaschretzr ^Zionismvs und Sozialdemokratie." DiÄuGon. — Wiener Beth- Hamldrasch, 8. Bez., Tempelgasse 8. Heute, 6 Uhr, Letttov Dr. S. GelbhauS: historische Psalmen." Maimani do-»Jnstitnt, 8. Bez., Hetzgasse 40. Heilte, Donnerstag, 6 M 7 Uhr, Dr. N. Gofdstetn? »Ker^chiHh rahba"; 7-8 WrS „TaKnuvisches Eherecht." Versammlung der Hebtäischsppöchetthrn. Das Kntturanü chss Zionistischen Landsskomitees veranstaltet am Bamsöay, den Sk. d. M.. um. 7 Uhr abends, ftn großen Saale der Mr. Bozirkssektion 2, 2. Bez„ Zivdnsgasse 88, eine Zusammenkunft der HehraischsprecheMön. Tagesordnung: 1. Vortrag Pros. Meier Charkinor: HuMräth hag'vamim hamsschutak-inl (Reaktivisruna der toten Konsonanten im modernen Hebräisch). Nachher Aussprüche über di« 8"eorganifismng der HchrmschsprechOchen. Fünfundzwanzig Wm ^chwürzwaldschnle. Eier Komitee ehemaliger Schüler und Schülerinnen beabsichtigt, zur Feier das SSMrkgen BsstUndss der SchMe in der Zeit vom 8. bis 3Ml 17. Dezember eine Reihe Von Festlichkeiten »U vetarrstalten. Um Einladungen versenden zu können, bittet das Komitee alle, ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, Lehr« und Freunde der Pcmrle um Zusendmng ihrer Adresse an .das Sekretariat der MWV 1* MstMGrM ft. * MMVMWWWMWxWABM«M»dMWEMWMKWW