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Wiener Morgenzeitung · 1926-11-24 · Heft 2781 (24.11.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2781 (24.11.1926)
Date
1926-11-24
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Sette 4 Men, Mittwoch innerhalb der jüdischen Jugendbetoegung auZioirken könne und nicht Ln Verbünden organisiert werden muß, die eigentlich Kaders der sozialdemokratischen Partei in Oesterreich sind, die die. Mischen Bestrebungen bekämpft und mißdeutet. Svivoh! die Referate als such die Diskussionen twrcett von einem bemerkenswerten, Ernst getragen, und eS ist sehr zu begrüßen, daß die Veranstalt« solche Jngetrdnreetivgs öfters einbemfen wollen. Seipel« Wahlparole. Kienböck oder Breitner! In einer Versammlung Seim Stahlener erinnerte Dr. Seipel daran, daß er bei seiner Antrittsrede i-m Nationalrat von der Möglichkeit einer vorzeitigen Auflösung des Natlonalrates gesprochen habe. Er fürchte sich nicht vor Neuwahlen. Ob sie nun bald oder später sein werden, so überlasse er es doch getrost den Wählern und Wählerinnen, zwischen den CHristlichsozialen und den Sozialdemokraten zu entscheiden. „Wenn Sie z. B." — so schloß er — „unbedingt statt Dr. K i e n- Üöck einen Stadtrat Brcitner als Finanzminister für ganz Oesterreich haben wollen, statt eines V a u g o i n einen Deutsch, statt eines Schmitz einen GI ö d c I, dann sollen sie es probieren!" Einigung im Lohnftreit der Mckergehilse». Wie die ,^Korr. Herwei" berichtet, ist geistern in dem Lclhnstreit der Wiener Bäckerarbeiter und den Bäckerfirmen eine Einigung zustandegekommen. Im Vorjahre hatten die Bäckergehilfen eine ILprozentige Lo7)nerhöhung gefordert und nach einem meihrtägigen Streik wurde ihnen vom Einigu-ngsamte eine fiünsipvo» zentige Lohnerhöhung zugestanden, die sie unter Protest annahmen. Vor kurzem haben nun die Bäckereiarbeiter die ihnen - damals abgewogenen 7 Progent gefordert, über die gestern verhandelt wm-de. Die Unternehmer erklärten sich zu einer füllfiprozentigen Lohnerhöhung bereit. Die Bäckereiarbeiter nahmen dies unter Vor» behalt der Zustimmung ihrer Organisationen entgegen. Sa« Berliner Schachturnier. Berlin, 33. November. Im Schachturnier wurden heute bfe Hängepartien gespielt. Sämisch gab die Partie gegen Holz hausen kampflos remis. Ebenso AhueS gegen List. List hatte gegen Bogokirrbow den Bestzug abgegeben nnd verlor, ebenso Spielmann in einem Turmendspiel gegen Bogolsubow. Colle überspielte Holzhausen und gewann durch kräftige Führung des Endspieles. Sämisch gelang eS gegen AhueS durch ewiges Schach den Sieg zu erzwingen. Gegen I o h n e r erreichte er Gewinnstellung, dann aber nicht den Gewinnung und mutzte sich mit remis begnügen. Stand nach der fünften Runde. Rubinstein 4, Bogoljubow 3.6, Grünfelb und List 8, Zohrrer 2.5, Colle, Sämifch, Spielmann 2, AhueS und HolOausen L5. I» der morgigen sechsten Runde spielen Rubinstein gegen List, Sämifch gegen Grünfelb, Spielmann gegen AhueS, Colle gegen Bogoljubow, Johner gegen Holzhausen. Mn Erdbeben in Frankreich. Aus Paris wird gemeldet: In Nimes wurde vormittag ein Erdbeben verspürt. Mehrere Häuser weisen Risse in den Mauern auf. Es war sein moralisches Pathos, das ihm zum Retter wurde! Was können wir meinen, wenn wir behaupten, daß es unserer Zeit am spinoziflischen Pathos fehlt? Lesen wir in Spinozas unsterblichem Hauptwerk, in der „Ethik". Nie wurde ein „System" cmfgebaut von solch unerbittlicher Sachlichkeit. Me wurde rücksichtsloser die Sache abgespaltet von bet sie tragenden Persönlichkeit. Nicht den ttelnsteri Spielraum läßt unser Weltweiser für die Willkür nnd den „elan vital" des lebendigen Jchs. Nicht der kleinste Rest ist geblieben von jenem Irrtum und Wahn, von jenen so „unsachlichen" Und doch — ach! — so beglückenden Persönlichkettserlebnissen, die »vir „Sub'.eltiviÄten" nennen! Eiskalt, unpersönlich steht Spinozas Wettg.bünde vor uns, zurechtgezimmett von unerbittlicher Logik. Sollen wir uns diesen Fanakrsmus der Sachlichkeit Mm Vorbild nehmen? Getvitz nicht! Wer hier tvie so oft, sotten wir unkern „'Großen" nicht im „was" folgen, sondern im „wie". Wie der Grübler, der „Autist" Spinoza zum vom Ich weg zu den Dingen hin denkenden Philosophen wurde, wie diese feine innere Umstülpung und „Entpersönlichung" im Dienste sachlicher Wahrheit sich vollzog_ dies As, was uns Mahnung und StredungZzlel fein soll! Die Zucht seiner Selbstüberwindung, die aus dem grüblerischen 'Ichsucher den schöpferischen Sachwalter „objektive^^ Wahrheiten machte, diese Selbstzucht Spinozas soll unZ Vorbild seink Denul'ie war^La'ttfie war'Cy'cprakter! Spinozas höchstes Menschenideal war der „Homo filjet", ber freie Mensch! Aber er wußte: es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten! Und: Charakter macht frei, indem er bindet! Nur dem schwachen Selbstling erscheint dies als ein Widerspruch. Hält e r doch den Sklaven für „frei", der seine Ketten zerbrach! Ist dies nicht auch der Irrtum unseres Lebens- und Weltentages? Und war nicht Spinozas Freiheit ebfn die, die gerade unserm Zeitalter not tut, mehr als alle Revolution und äußere Befreiung? Die Freiheit, die auch der Dichter meint: „Bon dem Gesetz, das alle Wesen bindet, ‘%?reit der Mensch sich, der sich überwindet!^ Wiener Morgevzeitung Stlbstmorp ein« «dvskatin vor dr« Varls« guftijpalast. Ans Paris wird gemeldet: Bor dem Justizpalast hat gestern vormittags eine Advokatin, Mme. G o u l l e t, einen Selbstmordversuch verübt. Ihr Zustand ist hoffnungslos. Sie soll aus Gram Über den schlechten Geschäftsgang ihrer Kanzlei gehandelt haben. Wien, 24. November 1926. * Unsere C»rrro«!tzer Abonnenten verständigen wir auf diesem Wege, daß unsere Nummer vom Iß. d. M. von der Czernowitzer Zensurbehörde zurückgehalten wurde. * DnS Wetter. Gestern war das Wetter wieder heiter und warm. Dis Vorhersage lautet: Vorwiegend heiter, starke TageSWvankungen der Temperatur, Fort-- dauer des warmen Wetters wahrscheinlich. * Selbstmord. Bestem hat sich die 46jährige Schneiderin Ernestine Sladek in ihrem Wohnzimmer echängt. Tie RettungSgesellschaft konnte nur mehr den Eintritt des Todes feststellen. Die Unglückliche soll, wie Hauspatteien angeben, die Tat deshalb begangen haben, weil sie von ihrem Posten, den sie seit 27 Jahren bekleidete, entlassen worden war. * Pater Abel gestorben. Güstern fri'ch ist lster der Jesuibenpater Heinrich Abel im 89. Leibensjahre geistorben. Er ttat im JHre 1868 in den J-esuiitenorden, ein und wur!de von diesem 1870 <rtS Professor in die beikannte Er^ielhu-ngScmstalt zu Kalksburg gesendet, in der die Söhne der hohen österreichischen und ungarischen Wdelsfamilien ausgebUdet wenden. 1881 wurde er nach Men versetzt und wirkte hier an der Seite Luegers für die chrfftilich-poüitffche Bewegung. Er war einer der str-oiktavsien Redner des mächtig anffchießenden AnbiseimtiSmuS. verstand es aber, sich auch Eingang in die Häuser des reichen jüdischen Bürgertums zu verschaffen. Cr hat viele jüdische Personen der römisch. kashÄischen Kirche zugeführt und so einen werktätigen Antisemitismus betrieben. Zu seinen intimsten Freunden zähtte KunschaE. * Ein gesShrstttier Mensch. Gestem abends randaliette der Mjährige Schwssergehiffe Joses Bartl in angeheitertem Zustand in der Kleinen Stidtautgaffe. Er hatte dabei in der einen Hand ein offenes Messer, in der anderen eine Flasche. Einem Wachmann, der ihn zur Ruhe aufforderte, drohte er, die Flasche ins Gesicht zu werfen. Als der Wachmann Bartl zu entwaffnen suchte, schlug er sich mit der Flasche selbst ins Gesicht. Am Wachzimmer spuckte er den Arzt der RettungSaesellschast wiederholt an und stieß die Sanitätsgehilfen mit den Händen fort. Auch im Spital, wohin er dann gebracht wurde, benahm er sich so exzessiv, daß er wegen Verdachtes der Geistesstörung der pfhchiarrischen Klinik übergeben wurde. * DeEMurrg eines AuS^ageneinbrechrrS. Gestem naä'ts wurde bei einem Aits*a'""'inürirch in einem Belzgeschäft in der Kaiserstraße der 38jährige unterstandslose Schlofsergehilfe Stefan Kovar auf frischer Tat ertappt. Seinem Kvmplln'n eS zu Mtcht-n. Die beiden werden be- 34. NovemLer 1926 Nr. 2781 schuldigt, in derselben Nacht auch Mi Auslageneinbrüche durch das Guckloch des RollbalkenS bei Juwelieren in der Mariahilferstratze begangen zu haben. * Unfälle im Verkehre. Der Chauffeur Franz Ackerl hat gestern beim Rückwärtsfahren, wvvei er allerdings Huppensignale gab» die 39Wrige Hutmacherin Matte N a chmann niedergestoßen. Mit einer Quetschung des linken Fußes brachte Ackerl sie selbst ins Spital. — Vorgestern nachmittags stieß ein Auto der städtischen Elektrizimtswerke mit einem Lohnauto in der Bennogasse so stark zusammen, daß dieses auf das Trottoir geschleudert wurde. Die beiden Insassen des Wagens wurden auf die Straße geschleudert und erlitten leichte Verletzungen. * Eisenbahn fWrungen. Bon der BundeSbahndirektion Villach wird mitgcteiltr Infolge des anhaltenden Regens wurde die Gailtalbahn zwischen Kivchbach und Dellach an zwei Stellen unterbrochen. Der Verkehr wird beschränkt aufrecht schalten. — Auf der Linie Bleibura—Jnnichen ging eine Erdlawine nieder, die die Strecke in einer Länge von 10 Metern verschüttete. Ter Schaden ist bereits behoben. Cs wurde niemand verletzt. * Eine stürmische Versammlung des Dierschutzventtueö. Der Wiener Tiarschutzverein hatte siir gestern eme Protüst- Versammlung gvgsn die TievqEereien in Ver SMachthauöaniage in St. Marx einberufen, da die Matttiheffer angeblich den Tieren die Schwede ausreißen und mit den Fingern in die Augen fahren sollen. In der Versammlung hatten sich auch die Mattthülfer mit ihrem Obmann eingefunden. Als lder Präsident des TreüschutzvereineS die Tierauälereien besprach, und Arvelsbstrafen für die Schuldigen forderte, begannen die Markthelfer durch laute Ztwischenruife das Refcrevt zu stören. Sie pffffen auf Schlüsseln und schrien „Schwei ukett". „LauSbulb", „Saujud" und „ordinärer Dackel"; tlie Tierfreunde blieben die Antwort nicht schuMa. Der Krawall wurde so arg, daß die Polizei einschreiten unv .die Versammlung auflvsan mußte. * Schicksal und WMenssrcthrit. Der bekannte Denker und Mvstiker Dr. Max Kemmerich (München), hält über Ernladung des Kulturbundes heute, Mittwoch, um hlüb 8 Uhr abends im Festsaale des JndnstriohauseS, 3. Bez., Schwarzenbergplatz 4, einen Vortrag Wer „Schicksal und Willensfreiheit". Gäste willkommen. 8 Der Löwe ist da8 Symbol der Kraft. Kraft und Ausdauer können Sie erreichen durch tägliche Benützung von Löwen-Franzbranntwein mit Menthol. Uöberall evhälklich. * Die Frau mit dem Strick. Die Mederherlftellung der Todesstrafe in Italien durch Mussolini bar im Lande großes Aufsehen erregt. DaS zeigte sich auch in den verschiedenen Go« 'suchen «um Uöibertragung der Henkerwürde, die an die Negierung gerichtet worden sind. 16 Italiener hcchen sich beretts um den Pasten des Henkers beworben, und außerdem auch ein« Frau. In ihrem Beav-erbungöschreiibLn eEärt diese unternehmende Dame, sie sei eine Georgierin, die bereits in ihrer Heimat die Dienste des Henkers auSgauibt halbe; sie hohe nicht die geringste Furcht vor Blut u-nd fühle sich allen Anfordevungen gewachsen. Als weitere Gmipfehlung für ihre Anstellung fügt sie menschenfreundlich hinzu, daß sie glaube, «S müsse „für einen Mann angenehmer sein, von der Hand einer Frau zu sterben." JÜDISCHE WEIT mnmwii'iiiiLTumn Sie grSßte Wische Wohlsahrtrinstitut on. Die jüdische Zentrale sozialer Fürsorige in New-Iork. AuS N-ew-Do rk wird uns geschviüben: Anläßlich der neuon Kampagne der unter dem Namen „Gharity Federation" tätigen Zentralstelle jüdischer sozialer Fürsorge zur Anslbringuwg von fünf Millionen Dollar Dr die verschiedenen Zwecke der Federation wird es nicht uninteressant sein, einiges Wer die gigantische Täkiglkeit dieser größten jüdischen Wo'hlfahrtsorganisation der Welt zu erfahren. Die neue Kampagne wurde zur Erinnerung an den eben vollendeten zehnjährigen Bestand der Federation in Angriff genommen. Der Federation gehören gegenwärtig 91 verschiedene jüdische Jnistitutionen an, in deren Wirkungskreis die Schaltung von Spitälern, Waisenanstalten, AltersversorgungAheimen, Fachschulen, .Talmud Dhora, Ferienheimen, ErholungsHttmen, Hilfskassen, religiösen Anstalten, verschiedenen Gemeindezentren und anderen ähnlichen Anstalten fällt. Unter diesen 91 Organilsationen befinden sich mchreve solche, die selbst zu den. größten Institutionen ihrer Art in der Welt zählen. So z. B. das weltberühmte Mount Sinai-Hospital u. a. Im Verlause der zehn Jahre hat die Federation durch jährliche Sammekkampagne nnd regetmäßige Beiträge von ihren Mitssliedern die Summe von 31 Millionen Dollar ausgcbracÄ, welche den größten Teil des jährlichen Budgets de: der Federation angegl'iederten Jrvstitutionen deckte. Die ZM der Mitglieder der Föderation wuchs von 12.096 im Jahre 1617 auf rund 81.000 im Jahre 1926. Auch die Organisierung der heurigen Kampagne zur Aufbringung der fünf Millionen Dollar ist tn geradezu imposanter Weise durchgesiülhrt. Me Klassen der Mischen Gesellschaft wurden in den Dienst gestellt. Von den grüßten Kaufleuten, Fahrtkanten und Gewerbetreibenden bis zu dem geringsten Gassenhausierer auf der QMeite helfen bsi dieser Arbeit mit. Sie tragen selbst tot Ver- 'hältnis zu ihrem Vermögen bei un>d muntern iihre Be« kannten und Verwandten, auch ihre Geschäftsfreunde auf, dieser großen Wohlfahrtsaktton einen Beitrag zu leisten. Üitte Spende RoSeMerS für die „Chariiy Federation^. Reuyork, 88. November (Reuter). John D. Rockefel k-s r j u n. hat bei der Subskription anläßlich des Jahrestages der Gründung der „Chartth Federation" eine Spende von 00.000 Dollar gewidmet. Buduprster Pseudojudeulum. Ueber zwei traurige Vorfälle in Budapest macht sich das vorzüglich redigierte neue jüdische Blatt „OrszagoS Egyetertes" („Landes-Eintracht") mtt Rocht lustig. Am Allerseelentag — schreibt Alexander Farago — bot der jüdische Friedhof das Bild eines FAnfuhrteeS in der Hall des Ritz-Hotels. Man sah dort die vornelhmen Familien der Budapestcr Leopvldstadt, die Barone Kornfeld, Hatvany, Herzog, Madarassy-Beck und U l l m a n n Die lebeMgen Toten hatten sich hier Rendezvous gegeben, um ihren Toten auf dem jüdischen Friedhof einen Besuch abzustatten. Dort lungerten diese 8lbttünnigen, gebannt an ihre eigene Vergangenheit, die sie von ihrem Stmnmbaum nicht wegzuradieren vermögen. Die lebeMg-toten Inden suchten die wahren Ahnm auf, die das Judentum nicht verlassen haben, nicht durchgebrannt sind und nicht ihren Gott verrieten, sondern nach arbeitsamem, ehrlich:m Leben in jüdischem Sterbegewand, in einfachem weißen Totenlinnen ins Grab gesenkt wurden. Wären sie jetzt, am Atterseelentage der Christen, auserstandm, dann hätten sie ihre abtrünnigen Nachkommen aus dem Friedhof gejagt, die Kränze in Stücke zerrissen ulch die Blumen in den Kot gestampft. Es war zumindest unschicklich, die ehrlichen jüdischen Ahnen zu stören. Die Marannen waren doch ganz anders geartet. Sie führten daheim ein jüdisches Leben und wollten mit ihrem Scheinchristentum bloß ihr Leben, rettm. Die ungarischen Marannen aber tragen nur ihr unruhiges Go< lMen in den jüdischen Friedhof... Der zweite Fall ist schon drolliger. Der jüdische Kaffee» sieder Edmund Groß fand keinett ruhigen Schlaf, weil der judenfressettsche Franefälfcher und ehemalige Landespolizeichef N a d o s s h im Gefängnis schmachten muß. Er vernachlässigte sein Geschäft und stellte sich an die Spitze einer Aktion zur Begnadigung des zynischesten Judenhassers, der hunherte jüdischer Exlstenzm zugrunde gerichtet, Hunderte jüdischer Familien, die fett Jahrzehnten in Ungarn lebten, aus dem Lande getrieben hat. Edmund Groß arbeitete Tag und Nacht an der Befteiung Nadossys. Er war nicht wenig stolz darauf, daß es ihm in seinem Eifer gelungen war, ein halbes Tausend zumejst jMscher Unterschriften für das Begnadigungsgesuch zusammenzutragen.' Dann wollte er sich bei Nadossy seine Belobung Holm und meldete sich bei ihm im Gefängnis zur Audimz. Nadoffy empfängt nämlich auch im Gefängnis. Jeden entlarvten und noch nicht mtlarvten Lumpen, Aber denjüdischen Kaffeefieder Edmund Groß wollte Nadossy nicht empfangen. Gelbst ün Gefängnis mag er keinen Juden schm. .Arm«r Ed-

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