Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-11-23 · Heft 2780 (23.11.1926) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2780 (23.11.1926)
Date
1926-11-23
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981867--28243-3016259
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Wien, Drenstoy Wiener Morgenzeittm- 33. NlDember 1936 Nr. 2780 L-LiLe 1 Ser zionistMe Parteirat. Das zionistische Landeskomitee für Oesterreich tM E Nachstehend gebe» wir Wahizett und Wahllokale ftr die Wahlen zum zionistischen Parteirat bekannt: Sektion 3 — Sektion 4/6: halb 9 Uhr abend-, Cast Lv-rana, 3. Bez., Löwengasse 36. — Sektion 6/8: HM 4 btt halb 6 Uhr nachmittags, 8. Bez., Bemwplatz 1a. — Sektüm 10: 8 bis 9 Uhr abends, 10. Bez., Favorilenstrahe 130. - Sektion 16/17: 6 btt 8 Uhr Abends, Cafe Bergmann, 16. Bez., Ottakringerstrahe 37. — Sektion 20: 9 btt 10 Uhr abends, 20. Bez., Jägerstraße 30. — Sektion Zwischenbrücken: 8 btt 10 Uhr abends, 20. Bez., Leystraße 81. — Jüdischer Sportverband: 8 btt 9 Uhr abends, 1. Bez., Wipplingerstraße 24 Gakorh). Wiener Anestellnng Mal-Juli 1927. Die Gemeinde Wien plant für das kommende Jahr eine große Ausstellung, di« dem Lcken und der Kultur der Stadt Wien gewidmet sein soll. In einer BesittÄhung, die gestern vormittags im Rathaus, unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Seitz unter Beteiligung von Vertretern aller an einer solchen Ausstellung interessietten Behörden, Körperschaften und Institutionen stattfand, wurde bekanntgegeben, daß die Ausstellung vom Mai btt einschließlich Juli 1927 im Messepalast in der Museumftraße veranstaltet wecken soll. Zur Beteiligung an der Ausstellung sind der Bund, die Gemeinde und alle sonstigen öffentlichen und privaten Fattoren eingeladen worden. Es werden auch ablvechselnd Spezialausstellungen aller Art veranstaltet werden. Der Besprechung wohnten auch Handelsminister Doktor Schür ff, Minister Dr. R efch, Landeshauptmann Dr. Buresch und Polizeipräsident Schober bei. Minister Dr. Schür ff sagte die Unterstützung des Bundes, Landeshauptmann Dr. Buresch jene des Landes zu. Bedenken gegen die Ausstellung wurden jedoch von den Vertretern der Handelskammer und der industriellen Kreise geäußert, und zwar mit der Begründung, daß das .Ausstellungsinteresse des Wiener Publikums derzeit durch die Wiener Messe vollkommen gedeckt wecke. Men, 23. November 1926. * Ein Vormittag ohne Breitner. Men hatte gestern drei Stunden lang eine Sensation. Stadtrat Breittner, der sonst schon am frühen Morgen, wie weiland Franz Joseph, alles reiflich erwägt, war um 7 Uhr früh noch nicht in seinem Büro erschienen. Er konnte nicht. Ein Spaßvogel hatte seine Wohnung als ohne Ablöse vermietbar inseriert und die Belagerung Breitners begann schon bei Anbruch des Dages. Der Herr. Stadtrat muhte die stürmischen Wohnungsbewecker abwehren und die große Schar der täglich um halb 7 Uhr vor seinem Bureau „gestellten- Petenten (vom Theateckirektor btt zur Apfelfrau) noch weiter zappeln lassen. Die wunderten sich sehr, was ihnen jedoch keineswegs Angstschweiß und Steuerdruck nahm. Don 7 btt 10 Uhr stand also die Breitner-Maschine still. ES konnten keine Steueynäßigungen vorgenommen Werden (wie an den übrigen 364 Dagen des Jahres),, es konnte die Abgabe der mit einigen Schilling pauschalierten kleinen Geschäftsleuten nicht aufgehoben Werdens um dafür soundsoviele höher einreihen zu können), und den Klagen des Theaterdirektors oder der Apselfrau, das Geschäft habe um 30 Prozent nachgelassen, nicht entgegengehalten werden, daß der Rückgang nur 29Vs Prozent betrage. Also gestern zwischen 7 und 10 Uhr schwamm Men in Lustbarkeit »ohne Steuer. Mrd fte vom Herr» Stadtrat nicht nachträglich zu ho chbemeffen werden? * Heurigennacht der Reinhardt Bühne. AuS Anlaß der Anwesenheit Gerhart Hauptmanns und Tristan BeruardS in Wien, luden Dwx Reinhackt und die Künstler des Theaters in der Jofefflai t, Sonntag für 11 Uhr nachtt zu einem Heurtgenabend in die Sträntzl-Säle. Bei Gullasch und Butterteig, Wiener Bräu und Heurigem entwickelte sich warme Heiterkeit. Mit Wiener Takt zogen eS die Gastgeber vor, Hauptmann und Bernack fröhliche Stunden zu bereiten, anstatt sie anzuftrudeln. Haust Niese und Gisela Wehrbezirk, Egon Friedell» der bereits mtt einem „Dorothea Angermann-Film" auftvartete und andere Wiener Künstler improvisierten ein ausgezeichnetes Kabarettprogramm. Den Auftakt gab Hugo Th im lg mit einer launigen Ansprache, der eine Begrüßungsrede des PvSstdenten der „Concockia", L 1pschütz, in deutscher und französischer Sprache und eine kurze, insbesondere den anwesenden Schnitzler feiernde Antwort Tristan BernardS folgte. Hauptmann und Bernard wohnten der heiteren Veranstaltung btt in die dritte Morgenstunde bei. Dann wurde getanzt. Die prominenten Künstler der Mener Bühnen, die Wiener Künstler, Schriftsteller, Publizisten und Kritiker und einige Vertreter der Finanzwelt waren zu dem Abend erschienen. In der Liste der Anwesenden ftmd inan auch die Namen der Gesandten Deutschlands, der Tichechoslowaktzt Fnmkreichs, Italien-, Chinas, Amerikas und Ungarns * Das Wetter. Gestern herrschte wie am Vortag noch avmormal warmes Wetter. Die Voraussage lautet r Nockawenr WechsckK wolM, zumüchst noch warm, vielleicht Regen. Südplpe-n: Trüb, Niederschlage, warm. * Danksagung. Aus Anlaß meines 70. Geburtstages sind Io außerordentlich zahlreiche, mich ehrende und evftaueNde ßMcktvunfche und Beweise freundltcher Gesinnung zugskom- -nen, daß ich außerstande bin, allen gebührendjgu antworten und zu danken. Ich bitte sie daher, auf diesem Wege die Persicherung meines wärmsten Dankes en.igegenKUne.hmen. Hof. rat Professor Dr. FranHurter. Sk * Die große jüdische VücherMoche bei LSwit. Unter ungehenrem Zulauf des PublÄurmS hat die Aktion „Schenkt Bücher zu ChanuSka", die von der Buchhandlung 0t Löwit. Wien. 1. Bey„ Rvtentmmrstraße 29, in unserer SonntagSnummer angMndigt morden war, begonnen. Gleich am gestrigen ersten VerkaufS-bag war eine Reihe der eingeführten Bücher, namentlich aus -er Wteilung »Lüdischv Dichtung" vollkommen ausverkaustl Die Firma R. LÄvit beurüht sich, durch Auffüllung der für den Verkauf bestimmt gewüsenen Destanve allen Ansprüchen von Seiten des Publikums gerecht zu wecken. Diese Mtion hak wieder einmal gegeigt, daß der Hunger nach geistiger Nahrung gerade beim jüdischen PublÄmn unvermindert anhalt. Die unter der Leitung'des Herrn De. Präger durchgsführte Mtion hat mit vollem Verständnis der gefundenen Kaufkraft innerhalb des jüdischen PMikmnS Rechnung getragen, und konnte so schon am ersten Tage sich eines vollen E^olgeS erfreuen. * Telephonverkehr Trttst—Wien. Nach einer Trichter Meldung, ist der Telsphonverkchr Triest—Wien und Trrcht—Prag eröffnet worden. * Di« neuen Postgebühren. Die bereits feit längerer Zeit angeÄindigüe Erhöhung einzelner PoWobühren tritt am 1. Dezember rn WuckfamLeit. Hiernach wird im Inlandsverkehre und im Verkehre nach Deutschland die Gebühr für Briefe bis Sv Gramm 16 Groschen, bis 260 Gramm, 30 Groschen, biS 600 Gramm 50 Groschen, bis 1000 Gramm 1 Schilling, bis 2000 Gramm 3 Schilling und die Gebühr für die PchÄarte 10 Groschen betragen. Die Gebühr für Drucksachen wick bis 60 Gramm 5 Groschen, bis 100 Gramm 10 Groschen, btt 260 Gramm 16 Groschen, bis 600 Gramm 80 Groschen, bis 1000 Gramm 46 Groschen, bis 2000 Gramm 75 Groschen betragen; die bloß im Jnlandvverkehre geldende niederste Gebühr von 2 Groschen wirb auf Drucksachen btt 10 Gramm eiuseschränkt. Die nieder sie Postanwei« sungsgebühr im Jnlandsverkehre wick von 10 auf 15 Groschen, der für diese Gebühr übevwrisbare Betrag von 20 auf 26 Schilling erhöht. * Sterbefäll«. Am 10. November ist in Berlin im 75. Lebensjahre Frau Fanny Einstein, die Schwiegermutter und Tante von Professor Albert Einstein, gestöcken. — In Men ist gestern hochbetagt Frau Sprinze Nebenzahl, geborene Lindenbaum, die Mutter unseres geschätzten zionistischen Freundes David Nebenzahl, gestöcken. Das LeicheUbegangnis findet Mittwoch, den 24. d. um Kll Uhr vormittag, am Zentvavfriedhof (8. Tor) statt. * Lysol statt Rum? Sonntag abends fand die SchuhmacherSgattin LoopoHdine A r n o t s cb, ihre Mutter, die 66jährige HÄfsürbeiterin Joseifa Vej«t, in ihrer Wohnung mit Verätzungen im Geisichte und im Munde tot aus. Neben der Leiche lag eine fast geleerte Lysolflasche. Frau Best hat niemals AeuHerungen, die aulf Selbstmord schließen lassen, gemacht, und man nimmt an, daß Verwechslung mit einer Rum flasche vorliegt. * Kasseneinbruch. Gestern nachts haben unbokannte Täter in den Raumien des Wäschegeschäftes Gams in der Nußdorferstraße einen Kanal-Einbruch verübt. Die Schränker haben eine eiserne Kasse aufgesprengt und einen Betrag von 6000 Schilling erbeutet. *) „Der Fremde von Distinktion." Die Polizei hat dieser Tage einen Hochstapler verhaftet, der in verischiedenen Hotels und Restaurants Zechfch.Men machte, und bann verschwand. Der Schwindler, der ein sehr diistinguiertes Aeußeres hat, stellte sich als Engländer vor und sprach nur sehr gebrochen Deutsch. Er ist der 4Sjährige angebliche Kaufmann Hubert Querenser. Ter Schaden bürste 30.000 Schilling übersteigen. * Eine chemische Uhr. In einer Londoner Sammlung befindet sich, wie in der „Chemiker-Zeitung" berichtet wird, eine eigenartige Uhr. Sie wird nicht durch eine Uhrfeder oder Gewichte angetrieben, sondern durch einen chemischen Prozeß. Aus Zink und Schwefelsäure entwickelter Wasserstoff sammelt sich unter einer Glasglocke und hebt diese dadurch empor. Die Bewegung der GiockL überträgt sich auf das Räderweck der Uhr und hält diese dadurch in Gang. Hat die Glocke ihren höchsten Stand erreicht, so entweicht der Wasserstoff durch ein Ventil und die Glocke fällt wieder in ihre alte Lago zurück. Gleichzeitig fällt ein neues Stückchen Zink in die Säure, um die Wafferstoffentivicklunig aufrecht zu erhalten. Bei genügend großem Vorrat kann di« Uhr sehr lange gehen. Das Gange hat natürlich nur die Bedeutung einer Spielerei, besonders da das Problem, das forttvährende Aufziehen der Uhr zu vermeiden, heute in den sich selbst anziehenden, an das Leitungsnetz angeschlossencn Uhren geWst ist. * Die gefährlichen ZlgaketteN'Ra»u«herlnnen. Auf der jährlichen Versammlung des anrerlkanischen VeckaudeS der Versicherungsagenten, die jetzt in Atlantic City abgehalten wurdehob der frühere Präsident des ameriikanischen BundeSaufiichtSratsamtes für Feuerversicherungen« John B. Movtan. hervor, daß die ftandgie Zunahme der Feuerschäden in den Vereinigten Staaton, wesentlich auf das Rauchen der Frauen zurückzuiführon sei. Die Berichte der FouervevsicherungSgescstschaften zeigten, daß ein großer Teil unheilvoller Brände tn den Boudoirs und Schlafzimmern von Frauen entstehen die die brennenden Zigaretten achtlos wsggowovfen hatten. E Eine Flasche LLwen<Hranz'branntweiri mit Menthol e*- seht Ihnen eine Hausapotheke. Ueberall erhältlichl Vereine. BortrSge und Versammlungen. Wiener Bet-Hamldrasch, 2. Beg^ Tempelgasse 3. 6 Uhr: Lektor Dr. S. Gelbhaus: »^Historische Psalmen". — Indischer Frauenbund und Organistrtion zionistischer Frauorr lKulturstelle). Heute, HS Uhr abends. Jüdisches Zentrum, 2. Bez., Augartenstraße 36, Fr. Esther Mieses: BÄ cloortrag „Die Sprüche". Eintritt frei. Gäste willkommen. >— Zionistische Bezirkssektion Brigittenau. Heute, Dienstag, 8 U>hr abends, im Sektionslheim, 20. Bez., Jägerstraße 30. evster Vortrag Dr. Gelber im ZMus „Der ZioniSinus vor Herzl". — Freitag, den 26. d. M, 8 Uhr, Vortrag Mockechai Gerstl über talmnQische Literatur. — Zeire Mismchi, Wien. Der langjährige ^Mitarbeiter des Zerre Misrachi, Herr Benzion Tauber übersiedelt nach Palästina. Abreise morgen, 7.45 äbendS vom Südbahnhof. Gesinnungsgenossen und Freunde finden sich dorbfelbst zum Abschied ein. — Zronisttsche Bezirkssektton Lcopoldstädt. Heute, Dienstag, 8 Uhr aberlts, im Heime, 2. Bez., Zirkusgasse 36, DiSkussionsabem» über die Durchfi'chrung der Schekelpropaganda. — Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Mittwoch, den 24. d. H9 Uhr abends, Vortrag des Dr. David Rothblum: «Jüdische Religtonssekten im 18. Jahrhundert". t . „Jiddischer Kulturkreis." Das OvaanrsaNonskomüee des ,.Ji>:dischen Kuilturkreises" teilt mit, daß am Mittwoch, den 24. d. H6 Uhr abends, int eigenem Lokale, 2. Bez., Hollandistrahe 8 (Cafe Komärz) die gründende Versammlung stattfirvdet. Zionistische FrtlMenovgminisation OestevvolchS und Zentralstelle für Kulturarbeit der „Wizo". Morgen, pünktlich 245 Uhr nachmittags, im KSüibheim der Hakoah, 1. Bez, Wipplingevstraße 24 (Eingang durch den Hausflur), Dortrag Rabbiner Dr. Feuchtwang über „Die Frau in der hebräischen Antike". Gäste willkommen. Jüdische» Zentrum der sogalen Hllssgemeinschuft Anitta Müller. 2. »BeZ., Nut. Augartenstt. 3S. Heute beginnt der Kurs für Weibliche Handfertigkeiten und kunstgetveckliche Arbeiten zwischen 6—8 Uhr äbends. Leitung Frau Liese Jranyi Hofmann. Um halb 8 Uhr abends Vortrag Arm: Ester Mieses-Rapapsrt: Bibel die FrM. . ..- JÜDISCHE WEIT BBaaWBWBBBBfl—M aonaaauBBRBa 3 Ser Kantor von Montreal vrozesstert »m die gnsel Labrador. Eine Schenkungsurkunde des Königs Wilhelm des Dritten. Der sephackische Chafan der Montrealer jüdischen Gemeinde, Jsak de la Penha, hat, wie aus Montreal gemeldet wird, im Einvernehmen mit den übrigen Mitgliedern der Familie beim britischen Priby Council eine Klage angestrengt, die sowohl in Kanada als auch in London große Sensation hervorruft. Jsak de la Penha reklamiert in dieser Klage den Besitz der Insel Labrador für sich und seine Familie. Ueber die Grmcklagen dieses Rechtsanspruches äußerte sich de la Penha wie folgt: Die Insel Labrador wurde meinem Urgroßvater Josef de la Penha vom König Wilhelm dem Dritten dafür zum Geschenk gemacht, weil er das Leben des Königs vom sicheren Ertrinkungstod gerettet hat. Josef de la Penha war ein sehr reicher Handelsmann. Er besaß sehr viele Schiffe, die den Transport der Handelsartikel in die verschiedenen Länder besorgten. Einmal, als König Wilhelm der Dritte auf seiner Jacht auf hoher So« war. entstand ein furchtbarer Sturm und des Königs Schiff begann zu sinken. Der König wäre ertrunken, wenn ihn nicht Josef de la Penha rnit eigener Lebensgefahr gerettet hätte. Nachdem der König sich erholt hatte, fragte er seinen Netter, womit er sich ihm dankbar erweisen könnte. Dieser antwortete: „Ich verlange nichts und bin auch auf nichts angewiesen. Die beste Belohnung für mich ist mein Bewußtsein, das Leben des Königs gerettet zu haben." Um jene Zeit ivar die Insel Labrador entdertt worden. Die Insel gehörte England. „Ich schenke dir die Insel Labrador" — sagte nun der König — „und solltest du auch selbst noch nicht Nutzen ziehen können aus der Insel, so wecken aber deine Nachkormnen sicher ihr Eigentumsrecht auf diese Insel fruktifizieren können." Bald damuf erließ der König ein Handschreiben, durch welches die Insel Labrador mit allem, tvas sich auf ihr befindet, in daA Eigentum Josef de la Penhas übertragen wurde. Dieses Dokrunent befindet sich noch bis zum heutigen Tage in Holland, dessen Staatsbürger Josef de la Penha war. Die Nachkommen Josef de la Penha waren zum groß- - ten Teile sehr reiche Kaufleute. Aus diesem Grunde wurde das Anspcuchsrecht der Familie auf die Insel Labrador während mehrerer Generationen nicht geltend gemacht. Jetzt aber, so schließt der Chafan Jscck de la Penha seine aufsehenerregenden Ausführungen — habe ich im Einvernehmen mit den übrigen Mitgliedern der Familie de la Penha beschlossen, unser rechtmäßiges Eigentumsrecht im Einklang mit der Schenkungsurkunde des Königs WiHelm des Dritten an Josef de la Penha beim höchsten englischen Gericht, dem Privy Council zu reklamieren und mit allen zulässigen Mitteln durchzusetzen. M Nobelpreisträger Sam« Stand. Bekanntlich hat Professor James Franck, der Ot dinariuS für Experimentalphysik an der altberühmten nra> thematisch-naturtvissenfchaftlichen Fakultät der GMrgia- Augusta-'Universität zu Böttingen, den Nobelpvett für Physik erhalten. Hierzu schreibt R.-A. Walter Pro Skauer (Göttingm) in der „C.-V.-Zritung": „Groß ist die Freude der kleinen Göttinger jüdischen Gemeinde, einen Göttinger jüdischen Professor dieser höchsten internationalen wissenschaftlichen Anerkennung teilhastig zu sehen. Die mathematisch-naturivissenschastliche Fakultät der Georgia Augusta kennt keine völkischen Bestrebungen. Ihr gehören mehrere bckeutende jüdisch« Gelehrte an. Aber ivenn andertoärts der Ruf nach Freihaltung von jüdischen Lehrern echoben wird, so mag neben anderen auch James Franck als Beispiel daflir dienen, was der deutsche Jude der deutschen Wissenschaft gewesen ist Franck ist als Nachfolger Debyes hiecher gekommen. Debye, der berühmte Atomtheoretiker, hatte in Gemeinschaft mit dem genialen Mathematiker Hilbert grundlegende Forschungen über die Struktur der Materie angesteltt. James Frank mit seinen Arbeiten Über den Aufbau der Materie, Über die Elektronenstöße>, die Gasionen und die Spektralanalpse ist der üeüebene Nackttlaer keines Woraä-iES a**

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.