Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2774 (17.11.1926)
- Date
- 1926-11-17
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Rr. 2774 Wm, Mittwoch Wleirer Morgenzettung ft. ModenBvr 1966 general SchSnakch Über PMftlna. Heute, um/ 8 Uhr abends, spricht Ln den Olyurpiasälen, Wien, 1. Bez-, Rothgasse, Generalmajor a. D. Dr.h.c. Freiherr von SchSnaich über „Palästina-Reise-Eindrücke eines Pazifisten"; der Bortrag ruft allgemeines Interesse hervor. Restliche Karten an der Abendkassa. Klub der radikalen zianistea. Der heutige Vortag des Herrn Dr. Leo GM- Hammer beginnt wegen des Vortrages Schönaich (Olympicvsäle) nicht um &9. UHr, sondern erst um 9 Uhr abends. Wien, 17. November 1926. * Das Wetter. Das ungewöhnlich warme, heitere Wetter hat auch gestern angehalton. Die Voraussage lautet: Mildes Wetter noch andauernd, vorwiegend heiter, Morgennebel. * Der 70. Geburtstag des Hosrates Dr. Frankfurter. Anäülich seines 70. Geburtstages sind dem Jubilar unter zahleichen anderen Glückwunschschreiben herzliche Briefe des Bun- /sministers für Unterricht, des Bürgermeisters von Wien, des 'iinsters a. D. Professor Dr. Josef Redlich und des Dirokrs der Universitätsbibliothek Hosrat Dr. Crüwell zugegann, in denen auf die großen Verdienste des Jubilars hingetvie- :n und der Wunsch ausgesprochen wird, daß es Hosrat Frankurter vergönnt sein möge, noch lange seine geistigen Kräfte •! den Dienst der Wissenschaft zu stellen. * Mord und Selbstmord aus unglücklicher Liebe. Montag früh wurde Lar 26jährige Installateur Hans Neubauer nutz die 27jährige Strickerin Anna Han u s ch in einem Zim» iier eines Hotels in der Lindauevgasse tot aufgefunden. ''ieubauec hatte zuerst die Strickerin getökei und dann^bie Waffe gegen sich selbst gerichtet. Da§ Motiv der Tat dürfte unglückliche Liebe sein. U Tod durch elektrischen Strom. In einer Bäckerei in Och wurde ein Knecht durch den"elektrischen Licht- :ironr getötet. Er stand von: dam Backofen auif einer (Lisenplatte un,d> sank Plötzlich tot um. Er hatte mit dem Elll'ogen die Fassung einer elektrischen Lampe, aus der die Glühbirne herauAgkschvauIbt war, berührt^ so daß der Stvom durch ihn hindurchgi-ng. * Die Lebensmüden. Der DWrige Kaufmann Albert Brandl aus Matter Sb u rg, wslcher wegen Urttorschilagung von 16.000 Schilling steckbrieflich verfolgt wurde, hat sich gestern irr eine.ru Hotel am Semmering durch einen Revolverfchnß irr die Schläfe getötet. — Geistern früh wurde auf dein Bcchngelcise zwischen der Haltestelle Bern>d.or.f und Pottentein ein Mann >rmt vollständig aibgetrenntem Kops und sehendem rechtem Unterschenkel aufgefunden. Die Leiche wurde ts der 18jährige FranA Grill aus Berndovf agnosziert. Er soll die Tat arrS unglücklicher Liebe zu eiiner Schülerin Lesungen häberr. — Montag mitags hat sich der 16jährige Elekirornechaniiker Friedrich Reindl in seirner Wohnung mit Leuchtgasvergistet. Er dürfte die Tat aus Krämnng über seine Entlassung begangen haben. * Ein vermißtes Mädchen. Sei>t dem 10. d. M. ist die 17jährige -Rosa Hofbauer aus der Wohnung ihrer Pflege- 'ltern Morawek, Längenfeldgasse 12, spurlos verschwur:- on. Das Mädchen, das schon einmal auf der psychiatrischen linvk in Aehanltlung gestanden und dann gegen Revers ent- .sson worden ist, ist schon öfters durchgegangen und dürfte .<) in Wien umhertrüilben. * Wieder mehr Arbeitslose. Wie die Industrielle Be- .kskommWon Wien mitteilt, ist in der ersten Hälfte des t»'.ates November der Stand der unterstützten Arbeitslosen > Wien u.m 17 4 4 auf 7 6.8 7 6 g e st i e g e n. Bei den An- .fteilten ist die Zahl der Unterstützten um 167 größer gcworei«. Im Baugewerbe ist die Zahl der Unterstützten um 1386 . nf 6802 gestiegen. * Die Gemeinde Wien für die Herabsetzung der NadiochUhren. Die finanzielle Lage der Ravag hat sich im lau-?nüen Jahre infolge der stetigen Zunahme der Hörer sehr ünstig gestaltet und das Unternehmen konnte namafte Reserven anfammeln. Die Gemeinde Wien Hst an er Ravag beteiligt und steht auf dem Standpunkt, daß diese 'cberschüsse des Monopolbetriebes, die lediglich aus den Teil-?h»lcrgebühven herrühren, foferne sie nicht unmittelbar für 'hnische Neuerungen verwendet werden inüssen> zu einer /rmäßigullg der GebührLN dienen sollen, nsolgedessen hat die Gemeinde Wien ihre Vertreter in der 'a-vag angewiesen, auf Grund der gegenwärtig zweifellos geebenen Mögttchkettcu für eine Ermäßigung der eb ühren einzuiroten. * Ein FelSbruch bei Bad Gastein. Sa ins tag vormittags ist in Bad Gastrin .unterhalb der Schwarzenberganlage eilt Fel3Ibruch iin Ausmaße von zirka 2000 Kubikmeter erfolgt, welcher die Gästeiner Ache verlegt und KUrückgeistaut hat. Eine Gefahr für Wohnohjeikte oder öffentliche Wege besteht nicht. * Fünfzehnte österreichische Klaffenlotterie. Bai der gestern äLgehaltenen Ziehung des 20. Tages der 6. Klasse ge» '.amren in Schilling: 10.000 das Los Nr. 76.338; 6000 das 'eS Nr. 96.764; 4000 und die Prämie per 600.000 haö Los [V. 59.418; 2000 die Lose Nr. 44.867, 66.64«; 1000 die Lose ir. 31.699, 66.069, 64.386; außerdem wurden 996 Gewinne eischen 600 und 160 ^Schilling ausgelosi. Vereine. BortrSge und Berfammlnngen. Jugendklub der jüdischen Kindvrfremnbe. Heute, uim Uhr äbendö, spricht Herr Kubtusvorsteher Dr. Klaber im Ai'b, 2. Bez., Obere Donaulstraßo 91, 3. Stiege, 1. Stock, der: Krankheiten des weiblichen Organismus. — Zionistiche Bezirkssektion 16/17. Heute, 8 Uhr abends, findet im Cafe Bergmann. 16. Beiz., Ottakvingerstvaße 37, eine Generxrlhersammlung statt. — MaimonibeS-Jnstitut, 3. Bez., Hetzg. 40. Heute, 6—7 Uhr, Dr. A. Ka m in La: „Ski8 Buch Hosea"; 7—8 Uhr: Mailmonides, More Nvbuchim. — Leopoldsmdter Tempelverein, 2. Bez^ Paymaniteng. 6. Morgen, halb 8 Uhr abends, in den SchuAbkalikäten Elternabend. Vortrag Dr. S. Beer: ,/Welche Schulkrankheiten sollten die Eltern enLonnen?" — Jüdischer Verein Nord-Ost, 2. Bez^ Dalborstratze 21«. Heute, 8 Ulhr a/bends, Vortrag Dr. Oskar Rosen seid über „Jüdische Kunst." Eintritt frei. Gäste wiMomimen. — Jttd. Tischgesellschaft, Men, 8. Bezirk. Heute findet aus. Anlaß des 'i'örtmgeS des Fveiherrn von Schönaich kein We-nd statt. * Predigten ln den israelitischen Gvmeinbetempeln. ',,'reitaig finden bei dem um halb 6 Uhr boginnendon Abend- /.ütesdienste Predigten statt: 1. Bez., Seitenftettengasse 4 '?derra>bbiner Dr. H. P. ChajeS); 16. Bez., Tuvnevgasfe 36 Rabbiner Dr. I. Daglicht); 16. Bez., Hiubergasse 8 (RaWn«?r. I. M. Bach); 16. Bez., Schopenhcmerstvaße 39 (Rabbiner D. Feuchtwang). — Anr Samstag, den 29. Noveiuber I., um 8 Uhr nachmittags, findet der Juge^ndgottesdienst / die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Be« ..ri ssWagogen ftgtt. zlonWche «uttmarbett l« Sreraowltz. Seitdem die Zionisten in die Czernowitzer Kultusgemeinde eingezogen sind, hat die Kulturarbeit in dieser Stadt einen bedeutenden Aufschwung genommen. Wohl gab es schon früher die Institution der „Safah Jvriah", an deren Spitze der unermüdliche alte Borkämpfer für die hebräische. Kultur, Dr. Josef Vierer, steht, allein es fehlte die Unterstützung der Gemeinde. Immerhin ist es der unermüdlichen aufopferungsvollen Werbetätigkeit des Herrn Dr. Vierer gelungen, eine hebräische Volksschule mit Oeffentlichkeitsrecht zu gründen und zahlreiche hebräische Kindergärtm und Privatkurse zur Erlernung der hebräischen Sprache zu unterhalten. Im Zentrum des Judenviertels, anstoßend an den Theodor-Herzl-Platz, ist nunmchr eine große hebräische Volksschule gebaut worden, die in den nächsten Tagen vollendet werden tmrd. ü ' Ein neues Kapitel der hebräischen Bewegung in dieser Sticht begann mit der Berufung des Oberrabbiners Dr. Abraham Mark nach Czernowitz. Mit seinem Namen eng verbunden ist die Gründung des „Beth-Hamidrasch"> einer Institution, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Talmud und Mbel in öffentlichen Kursen zu lehren. Ferner Übernahm Dr. Mark die Leitung des von der Czernowitzer Kultusgemeinde gegründeten hebräischen Pädagogiums. Ueberdies besteht in unserer StM der Verein „Jeremias" unter der Leitung des 'Adv. Dr. Salomon Kinsbrunner, welcher sich zur Aufgabe gestellt hat, öffentliche bibelkritische Vorträge abzuhalten, die jedesmal von einem auserlesenen und gebildeten Publikum besucht wer^ den. — Zu erwähnen wäre noch», daß am gewesenen jüdischen Staatsgymnasium, nunmehr rumänischem Gymnasium, in allen Klassen Hebräisch als obligater Gegenstand unterrichtet wird. Ein sehr großer Teil unserer Jugend ist im „Schomer", im „Hechaw^r" und in dem unter Leitung des Herrn Ing. Michael Schindler stehenden ,Makkabi" organisiert. Diese Jugend bedient sich in ihren Jnsttlutionen und Körperschaften .größtenteils der hebräischen Sprache und trägt so zu ihrer Verbreüung wesentlich bei. Ein Vorschlag aus Revifion der Mischen Gesetze und Gebriinche. Aus Newyork wird uns berichtet: Der unter dem Schriststellernamen „Raw Zair" bekannte Publizist Doktor Tschernowitz eriveckte durch seinen^ im Klub„Chawruta" gehaltenen Vortrag, über jüdische G e s e tz e u n d Gebräuche großes Aufsehen. Der Vortragende übte scharfe Kritik an den Zuständen in jüdischen Gemeinden aller Richtungen, die zur Ueberzeugung führen müssen, daß die für diese Gemeinden maßgebenden jüdischen Gesetze revisionsbedürftig seien. So müsse die heutige Auffassung von der Sabbatheiligung im. Zeitalter der Elektrizität, des Telephons, Telegraphs und sonstiger moderner Erfindungen geändert werden. Dasselbe gelte auch von den Ehe- und Scheidungsvorschristen und den Leviratsehen. Es sei zur Rettung jüdischen Wesens und zur Beseitigung der Zersplitterung in Orthodoxe, Kon-' i i i » i Äm#r- FÜR JEDEN BAND NEUESTER FRANZÖSISCHER LITERATUR Blütenweifies Papier . Herrlicher Druck Reich illustriert DIE NEUE AUSWAHL: FARRERE: La bataüle D’HOUVILLE; Le seducteur BOURGET: Tragiques remoös BOYLESVE: Je vous ai d&iree un aoir BENJAMIN: Graudgoujon HARRY: La petite fille de Jerusalem La divine chanson TALOUX: La sin d’un beau jaur LOUYS: La femmo et le pantin MAURIAC: Le baiser au lepreux BOUTET: Le reklet de Claude Mercoeur BOURGET-D’HOUVILLE-DUVERNOIS- BENOIT: Le roman de quatre Versand nur gegen Nachnahme oder Vor ein' Sendung des Betrages von der FRANZOESISCHEN ABTEILUNG der BUCHHANDLUNG R, LÖWIT, WIEN I ROTENTURMSTRASSE 22 i m I I m I I m I m I I5li servative und Reformgem-eindeu in Anrerika unerläßlich, daß so bald als möglich ein „Großes Beth-Din" zusamnrentvete und di« Revision vornehme. Rne große SppMompartek kn der Bndapefter «nllnsgemeinde. -Aus Budapest tvird uns berichtet: Letzten Sonntag ivurde von einer Massenversammlung von Mitgliedern der Budapester Neologengemeinde die Gründung einer Oppositionspartei' gegen die derzeitige Führung der Kultusgemeinde beschlossen. Der Vorsitzende, der Budapester Stadtrat Dr. Josef Hegedüs, wies darauf hin, daß zwei Religionslehrer von der jüdischen Gemeinde deshalb entlassen wurden, weil sie den hebräischen Unterricht propagierten. Die neue Partei müsse dahin streben, daß eine der größten jüdischen Gemeinde,: der Welt, die heute autokratisch und unjMsch geführt werde, auf demokratischer Grundlage organisiert ,verde. Es tvurde eine Resolution angenommen, in welcher ausgesprochen kvird, daß er,: anschrllicher Teil der Budapester Judenschast von Mßträuen gegen die Leitung der Kultusgemeinds erfüllt ist, gegen die Entlassung der zwei Lehrer protestiert, die Reinheit und unpolitische Führung der jüdischen Gemeinde fordert und zur Durchführung dieser Ziele die Oppositionspartei ins Leben rufen wird. Der Partei gehören bereits 6000 Gemeindemitglieder an. Eine Gedenktafel in Ben Schemen für Baruch Kahaue. Der lange Jahre in Wien ansässig gewesene Herr Baruch Kahane hat vor dem Kriege eine Stiftung von 100.000 Goldkronen zugunsten des K e r e n K a j em e th errichtet. In Ausführung eines Beschlusses des Keren-KajemeH-Direktoriums wurde jetzt am Eingangstore zum Gutshofe Ben Schemen eine große Marmortasel zur Ehrung Kahanes und seiner Widmung angebracht. Die jüdische Einwanderung in Uruguay. Nachrichten, die in London aus Montevideo, der Hauptstadt von Uruguay eintveffen, sprechen von einer ununterbrochenen jüdischen Einwanderung in dieses Land. Jedes im Hasen eintreffende Schiff hat zahlreiche jüdische Einwanderer an Bord, meist junge, kräftige Leute, die jeder Arbeit gewachsen sind. Arbeitsgelegenheit ist vorhanden..Im Staate Montevideo sind einige hundert jüdische Emgewanderte als Führer, Schaffner und Arbeiter bei der S t r a ß e n b a h n beschäftigt. Traurig gestaltet sich die Lage der jüdischen Einwanderer nur, wenn sie das Schiff verlassen. Die staatlichen Quartiere für Einwanderer sind Mit Armeniern und Polen überfüllt, für jüdische Einwanderer gibt es keinerlei Absteiggelegenheit. Viele der jüdischen Einwanderer müssen längere Zeit im Freien kampieren. Es sei dringend notwendig, so besagen die erntreffenden Nachrichten, daß die jüdische Qeffentlichkeit für ein menschenwürdiges Unterkommen der jüdischen Einwanderer Sorge tragen soll. Ein Lektorat für rabbiuische Literatur in Halle.- Die Universität Halle hatte beim preußischen Kultusministerium die Schaffung eines Lektorates für rabbinische Literatur und Sprache beantragt. Der Kultusminister hat seine Zustimmung gegeben und Herrn Dr. M. W o s k-r-m- N a h a r t a b i als Lektor berufen. Ein zehnjähriger Kantor in Leipzig. In Leipzig hat sich, wie von dort berichtet wird, dieser Tage in einer Synagoge ein zehnjähriger Junge, Kalman Weitz, der Sohn des früheren Oberkantors, als Kantor produziert. Das Abendgebet, bei welchem der Knabe fungierte, wurde mit Ehorbegleitung verrichtet. Ob es aber im Interesse des kleinen Jungen gelegen ist, ihn als Wunderkind cmfmarschreren zu lassen, ist stark zu bezweifeln. Das Kulturbudget der Warschauer jüdischen Gemeinde. In einer gemeinsamen Sitzung aller Sektionen der Kulturabteilung in der Warschauer jüdischen Gemeinde wurde das Kultuvbudget für das lausende Geschäftsjahr mit 300.000 Zloty festgesetzt. Unterstützt iverden nur Institutionen, die unter Kontrolle der Gemeinde stehen. Für die Ausgestaltung der Handwerkerschule der Gemeinde wurden 20.000 Zloty eingesetzt, wovon 15.000 Zloty für die Angliederung einer technischen Anstalt zur Ausbildung qualifizierter Arbeiter für Palästrwa verwendet werden sollen. ' Keine Mischen Prozesse an jüdischen Feiertagen. Dje I. A. T. meldet aus Warschau: Der Justizmimster ließ allen Gerichtsstellen eine Verfügung zugeheu, der gemäß Gerichtsverhandlungen, in denen Juden als Parteien auftreten, nicht au Samstagen oder anderen jüdischen Feiertagen ktattfinden dürfen. Ein jüdisches Städtchen in Pole» dmch Feuer vernichtet. DasStädtchen Gawarczow, Kreis Konsk, das meist von Juden bewohnt ist, ist in den letzten Tagen fast ganz durch Feuer vernichtet worden. Zahlreiche Mische Familien blieben ohne Obdach und ohne die notwendigsten Subsistenzmittel. Ein Mischer Beirat im litauischen Justizministerium. Aus Kowno meldet I. T. A.: Der heworragenoe Mische Jurist Fridstein wurde zum Mitglied des juridischen Rates beim litauischen Justizministerium ernaMt. Fridstein war siebzehn Jahre lang Juriskonsul im russischeit Innenministerium als Nachfolger des hervorragenden Juristen Sliosberg. Fünf Jahre Israelitischer Gemeinde-»»- in Jugoslawien. Der Israelitische Gemeindebund im vereinigten Königreich Krgüflawien beging dieser Tage die Feier seines fünfjährigen Bestehens. Begründer und Präsident des Gemeindeburches ist Doktor Hugo Spitzer, der Nestor der jüdischen Gemeindepolittt in Jugoslawien; Vorsitzender der Exekutive ist Dr. Friedrich Pops; als Geuera^erretär antttert Kmk. ÄtzM Ao-ch^u.