Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-11-17 · Heft 2774 (17.11.1926) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2774 (17.11.1926)
Date
1926-11-17
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981861--28183-3016193
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 6 Dietter Morgrnzertuttg 17. November 1926 Nr. 2774 Wien, Mittwoch Bühne und Kunst. „Aas Prinzip." Akademrc-Lheatrr. «v^lttg spät kommt diese heitere, gutartige Veruicung des nikotin-koffeiil-alkoholsreien, des vcgetürisch-theosophisch-fveisozialiftischen Aposteltums in das Burgtheater. Nicht z usspät. Alle drei Akte des Stückes' bmHerin' ann Bahr ein seltener Fall — enthalten echte Lustspiel-- essenz, die ihm Erfolg sichert, auch wenn das Thema überholt ist. Und einige ausgezeichnete Künstler erhöhen die Wirkung. Frau Albach Retty übt als Gattin des MenschenbefrcierS Dr. Esch anmutige, aber überlegen-eindringliche Kritik an ihm/- Sie meistert die Künst, bezaubernd „ja" zu sagen und doch ein kräftig „nein" zum Ausdruck zu bringen. Wie sie ihn kennt, den braven, einfältigen, weltfremden Weltverbesserer, den Versammlungs-Star! Schulbeispiel, daß Persönlichkeit eine Rolle zweiter Ordnung zum Hauptpart erhöht. Lotte Medelsky wendet die Lene mit Glück ins Wienerische. Eine resche, riegelsame Köchin, grundehrlich, anständig, genußsroh und gottlob praktisch veranlagt. Schade, daß man das eingangs erwähnte Bedauern wiederholen muß, angenehm, daß man die Einschränkung beifügen darf: Ein wenig spät kriegt sie die Bombenrolle, doch mcht zu spät. Von allen guten Geistern der Jugend, der Frische, der liebenswerten Knaben-Frechhcit bedacht der Gymnasiast des HerrNslM n s s i. Eine dankbare Aufgabe, aber man muß doch dasiZeug dazu haben. Prachtvoll in Episoden die Damen Mayer und Witt, diese persiflierend, jene gestalterw. .Den iraisoniere»den Weingroßhändler gibt Herr Siebert sehr lustig, aber um eine Nuance zu knallig. In bezug auf die gewaltige, rotglühende Nase sogar um etliche Nuancen. Sie leuchtet im Trinkerantlitz, als hätte ihr Besitzer das Heidelberger Faß in einem Zuge leergesoffen. Der berühmte, verwöhnte Dr. Esch des Herrn Marr ist ein Philosoph, der sichtlich an der Oberfläche der Dinge haften bleibt. Ein Zusatz hochmögenden Aposteltums, ein Rändchen Heiligenschein käme der Lustspielsigur zustatten. Mit Frau Seidler und Herrn Zeska eine treffliche Aufführung, die noch trefflicher wäre, wenn man die Rolle des Kellners von Herrn König an Herrn Huber oder Herrn Reimers junior zu übertragen sich eiligst entschlösse.! O. A. Am de» Theatern. B u rg thea t e r. Morgen, halb 8 Uhr, „Vas« n i afc n a". LHeate rgemoinde Serie B, blau. Akademie theater. Morgen, halb 8 Uhr, „Da L Prinzip". Deutsches VolksLhea ter. Samstag, nachmittags, „Das Mädel aus der Vorstadt"; Sonn-tag, nachmittags, „Heuchler". Ein jüdischer Schauspieleroerein in Wien. Am 3. ds. wurde in Wien ein jüdischer Schauspielerverem mit dem Sitz 2. Bez., Taborstraße 8 b, gegründet. Der Zweck des Vereines ist die Pflege der kulturellen Angelegenheiten und die. Hebung der wirstchaftlichen Lage der jüdischen Schauspieler in Wien. Dem Verein gehören bereits 40 Mitglieder an. Verein für freie Musik. Freitag, den 19. d. M., halb 8 Uhr abends, im Kammerfaal des Musnvereinsgebaudes, 3. Kammermusikabend des Vereines für neue Musik mit Werken von: Wiener, Peterkin, Wiener, Eisler, Kodalv, Moüssorgsky, Riisager. Kiepura verlangt von der Staatsoper für die Mitwirkung m der samstägigen Aufführung von „Turandot" 10.000 Schild ling Extrahonorar, und War für die unerlaubte Uebertragung der Vorstellung durch das Radio. Kiepura wurde überall gut gehört und hat sonders in Warschau viele Radio-Abonnenten entzückt.^Er fi'chlt sich durch die Radioübertragung geschäftlich benachteiligt und fordert daher die erwähnte Entschädigung. Die Angelegenheit ist bisher noch nicht geregelt worden. ' , Das Jüdische Künftlerkabarett brachte eine äußerst flott und intelligent gespielte Operette von Baumwoll: „Das Pensionsmädel". Unterhaltend, reich an sentimentalen und zigeunerfeurigen Melodien. Schauspielerisch und stimnilich alle Mitwirkenden überragend Herr Fostel als idiotischer Pechvogel. Seine Art, Schicksal mit den Augen zu gestalten (die übrigens auch in einer Solonummer: Mosche, zum Ausdruck kommt), ist ergreifend. Frau .Liebgold besitzt unzweifelhaft Stimme 'und Temperament für eine ausgezeichnete Soubrette. Frau Dreiblatt als komische Alte und Frl. Bell als Naive trugen zum Erfolg des Abends ebenso bei, wie Herr Mittler, Äe Herren Weißman n und Bell.. l. th. Richtigstellung. In dem gestrigen Konzertreferat. soll es am Ende des ersten Absatzes richtig heißen: E s (das Violinkonzert ...) plaudert, und nicht: E r (der Geiger). Der „unzüchtige" Zille. Wegen eines im „Simplictssimus" erichienenen Bildes wurde seinerzeit Professor Zille wegen Herstellung einer „unzüchtigen" Darstellung ebenso wie Verleger, Schrlftleiter und Drucker dieser Zeitschrift verurteilt, wogegen me Bestraften und die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt hatten. Nach dem „Berliner Tageblatt" hat nunmehr die Große Strafkammer - des Landgerichtes Stuttgart alle freigesprochen; gegen Prof. Zille wurde das Verfahren wegen Verjährung eingestellt. - Die Arbeiten des jüdischen Theatermuseums in Neuyork. In Neuyork besteht schon seit längerer Zeit ein jüdisches Theatermu,enm, das einzige dieser Art in der ganzen Welt. Die Direk- Uon des Museums besprach, wie aus Neuyork berichtet wird, zu veguin der Theatersaison das Arbeitsprogramm der nächsten bchmch; u. a. die Schaffung einer streng akcchemtschvlssenschaftllchen, jüdischen Monatsschrift für jübliche s The a te r w e s e n. Die erste Nummer, die in den näch- M« Tagen erscheint, ist als Jakob-Gordin-Kummer gedacht. In m Redaktion der Zeitschrift wurden gewählt die Schriftsteller rnd Theaterkritlker Dr. Mutdoni, Leon Kobrin und Dr. Jaküb Schatzki. » DWer, d^ schönste Chanuktageschenkr Die Buchhandlung st. Lowlt, Wien, 1. Bez., Notenturmstraße 28, gibl ihren stünden während ihrer großen jüdischen Bücher-Woche (vom 12. bis 30. November) Gelegenheit, Bücher besttr Autoren zu tief herabgesetzten Preisen (1 bis 5 Schilling) zu erwerben. tzerichtssaal. Ler Susammeabntch der Wirtschaftrmiter. nehmet» der Müschen Angestellten. Bor einem Schöffensenat unter Vorsitz des Hofrates Karner begann gestern der für nenn Tage anberaumte Prozeß gegen die leitenden Funktionäre der ^Winex", des Wirtschaftsunternehmens der Angestellten der Gemeinde Wien wegen Vergehens der fahrlässigen Krida. Angeklagt sind der Generaldirektor dieses Unternehmens Emil Leonhard Freund, der Präsident des Verwaltungsvates Senatsrat l P. Dr. Josef Gröll und das Verwaltungsratsmitglied Sektionsrat i. P. Dr. Emanuel Krrsny. Den Angeklagten wird zur Last gelegt, durch unkaufmännische Gebarung, leichtsinnige Kreditbenühung und Kreditgewährung, leichtfertige U!Ü> kontrolt o f c Wirtschaft und durch die Sucht, den Betrieb trotz der ungünstigen Geschäftslage zu vergrößern, den Ruin der „Winex" herbeigeführt zu haben. In den f ü n f I a h r e n ihres Bestehens hat die „Winex" fast dreißig Milliarden Kronen verwirtschaftet. Geschädigt sind der „Verdank» der städtischen Angestellten" mit 22 Milliarden, die „Treuga-Bank A. G." mit 9.5 Mil- Harden, und die Postsparkasse mit über vier. Milliarden Kronen. , Am 17. April 1920 wurde die „Winex" als kleines Exportgeschäft von Leonhard Freund gegründet. Durch den Magistratsbeamten Paßecker trat Freund mit dem „Verband der städtischen Angestellten" in Verbindung, der das Unternehmen finanzierte, wofür die leitenden Funktionäre dieses Verbandes unentgeltlich Geschäftsanteile erhielten. In Wien wurden 20 Zweigstellen errichtet und als Prokuristen sechs geschäftsunkundige Beamte und Lehrer angestellt. Im Jahre 1923 wurde in. der Hoffnung auf beträchtlichen Aktienagiogewinn das Unternehmen mit Hilfe der inWischen verkrachten Allgemeinen Jndustriebank in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Trotz des schlechten Geschäftsganges wurden eine Schuhfabrik, eine Strumpffabrik und eine Schokoladenfabrik angekauft, bei denen die „Winex" Milliarden eingebüßt hat. Als Ursache des Zusammenbruches bezeichnet die Anklagefchrift den Umstand, daß' Dr. Gröll als Leiter der „Kreditanstalt der Gemeinde Wien für städtische Angestellte" und erster Schriftführer des „Verbandes städtischer Angestellter" diese Körperschaften bewogen hat, ihre Gelder bei der Industriebau! einzulegen, um dann sofort für die „Winex" Kredite zu bekommen. Infolge dieses Junktims hatte die Jndustriebank ein Interesse an der Höhe der Kredite, weil sie an der Spannung der Verzinsung zwischen Einlagen und Kredit verdiente. Bei der „-Winex" herrschte eine unglaubliche Günstlingswirtschaft. Die Direktoren bezogen Gehälter von 110.000 Schilling im Jahr, an Vertrauensmänner der verschiedenen städtischen Betriebe wurden hohe Provisionen und wertvolle Geschenke verabreicht, um diese zu veranlassen, die städtischen Bediensteten der „Winex" als Kunden zuzuführen. Um die Höhe der Direktionsgehälter zu verschleiern, führte das Mitglied des Verwaltungsrates, Frau Hermine G i e g l, ein geheimes Deckkonto und ein Geher mb uch für Warenbezüge an ikmmmwmmmm——————i—■ Perwand tc der Direktoren. Aus einer „Nebenkasse", die .Frau Giegl verwaltete, fehl t e.il 26.100 Schilling, weshalb gegen die Genannte die Untersuchung wegen Veruntreuung eingeleitet wurde, die jedoch mangels an Beweisen eingestellt lvevden mußte. Die Anklage schließt mit dem Hintveis, daß die Geschäftsführung bei der „Winex" in einer an betrügerische Gesiitnung grenzenden Gleichgültigkeit gegen das Eigentum ihrer Gläubiger geführt wurde. Ms erster wurde der Angeklagte Freund verhört. Er erklärte sich n i ch t s ch u l d i g. Der Angeklagte berichtet über die Entstehungsgeschichte der „Winex" und erklärt, daß der günstige Geschäftsgang in der ersten Zeit dazu ermutigt habe, aus der bisherigen Gesellschaft m. b. H. eine Aktiengesellschaft zu machen. Der Vorsitzende hält dem Angeklagten vor, daß schon im Jahre 1923 eine „frisierte" Bilanz vorgelegt wurde. Im Verhör kommt auch zur Sprache, daß bei der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft an die Vorstandsmitglieder des „Verbandes der städtischen Angestellten" unentgeltlich Anteile verabfolgt wurden, von denen je zwei einen Wert von 60 Million en Kronen repräsentieren. Nach dem Gutachten der Sachverständigen hat der teure Verwaltungsapparat mehr Gold verschlungen als die ganzen Bruttoeinnahmen betrugen. Sämtliche Direktionsmitglieder ließen sich monatlich Waren in der Höhe Vis zu 200 Schilling unentgeltlich ausfolgen. Das Verhör bezieht sich sodann auf die Fabrikserwerbungen der „Winex". — Vors.: Um diese Zeit gründeten Sie ein neues Unternehmen, die „Zög". Sie hatten sich lieber um einen tüchtigen Liquidator umsehen sollen. Die „Winex" hätte etwas vorsichtiger sein sollen,' denn sie hat vorwiegend mit fremden Geldern gewirtschastet. — Angekl.: Das waren nicht fremde Gelder, denn der Verband der städtischen Angestellten war doch der Eigentümer. — Vors.: Es entsteht nun die Frage, ab der Verband berechtigt war, seine Gelder der „Winex" zur Verfügung zu stellen. —Angekl.: Er war doch der Geldgeber. — Bors.: Nein, der Geldgeber war die Jndustriebank, von. der die „Winex" die Kredite erhalten hat. Allerdings hat sie das Geld vom Verband bekommen, der statutenmäßig für Industrien kein Geld hergeben durste. Der Angeklagte behauptet nun, daß die „Winex" anfangs 1925 noch aktiv gewesen sei. Das Aktivum bestand in den Substanzwerten ihrer Unternehmungen. Der Vorsitzende hält ihm vor, daß die „Winex" zu jener Zeit bereits einen Schuldenstand von 35 Milliarden Kronen hatte, und War schuldete sie den städtischen Körperschaften 24 Milliarden, der Postsparkasse und der Treugabank- A.-G. 11 Milliarden. Damals wollten sich die Gläubiger mit 40 Prozent ausgleichen; doch fehlten auch dle Mittel zum Ausgleich. Der Angeklagte beruft sich in seiner Verantwortung wiederholt auf den inWischen verstorbenen sozialdemokratischen Präsidenten des Verbandes der städtischen Angestellten, Nationalrat Schul z, und behauptet, dieser habe in den Geschäftsgang der „Winex" vollen Einblick gehabt. Nationalrat Schulz hat auch mit Stadtrat Breitner über die Schwierigkeiten der „Winex" verhandelt. Letzterer soll sich hiebei über die Art der Geschäftsführung ungünstig ausgesprochen haben. Die Verhandlung wurde um 3 Uhr nachmittags unterbrochen und wird heute fortgesetzt. Yolkswlrf schaff. Kar polnische Naphthakartell verlllagert. Wie wir erfahren, haben die in den letzten Tagen in W t e u geführten Verhandlungen über das polnische Naphthakartell zu dem Ergebnis geführt, daß das Kartell auf fünf Jahre verlängert wurde. Die Grundlagen der neuen Vereinbarung unterscheiden sich nicht wesentlich von denen des alten Kartells.' 6i» lllbeschiffahrtstruft? Der vor kurzem gemeldete Erwerb der Aktienmajorität der Vereinigten Elbeschiffahrts-A.-G. durch die Neue Nord-deutsche Dampffchiffahrtsgesellschaft in Hamburg ist, wie aus Berlin berichtet wird, als Vorläufer zu einem Elbeschiffahrtstrust gedacht, dem bis auf eine Aktien- und eine Privatreederei sämtliche deut sche Elb eschi fsah r ts-Gefellscha ften angehöreZ sollen. Zu diesem Zwecke ist die Errichtung einer Dachgesellschaft geplant, für welche die Neue Norddeutsche Flußdampffchlffahrts-GeisLllschaft, die Bereinigte Elbeschfffahrts-Gesellschast, die Neue Deutsch-Böhmische Flußdampfschiffahrts-Gesellschaft, die Schlesische Dampfer Compagnie und die Reederei Krümmling ihren gesamten Schiffspark zur Verfügung stellen sollen. Außerhalb dieser Kombination würden dann nur die Elbedampsschiffahrts-Goselljchaft, die. Privatreederei Behm u. Mewes und die Tschechoslowakische Dampsschiffahrts-Gesellschaft stehen. Es besteht aber Grund zur Annahme, daß cntzch mit Liesen Gesellschaften Vereinbarungen über die Schiffsraten. usw. getroffen werden könnten. Reedereitechnisch verspricht man sich von dem ..neuen Trust, der in der deutschen Binnenschiffahrt, etwas ganz Neues darstellt, außerordentlich viel; man erhofft bessere Ausnützung der Schiffsräume und eine größere Umschlagsgeschwindigkeit. Auf diese Weise glaubt man sogar, eine Ermäßigung der F rach raten durchführen zu können. Es liegt auch bereits ein Bau Prag ramm vor, wonach der Elbcschiffsraum in erheblichem Maße verstärkt werden soll. Es dürfte sich um geplante Neubauten, vor allem Motorschiffe von einigen Millionen Mark handeln. ras Rohftahllartell und die Werke der Rach- Der Beitritt der österreichischen, 'tschechoslowakischen und ungarischen Effenwerke zum wefteuropäischen RMMartey ist, wie seinerzeit gemeldet wurde, bisher nicht zustandegekommen, da mit der WalWerkf-irma Hahn keine Einigung über ihre Quote erzielt werden konnte. Nunmehr werden, wie wir erfahren, noch im Lause dieser.Woche in Wien die Besprechungen Wischen den Eisenwerken der drei oben genannten Nachfolgestaaten wieder ausgenommen, um die Bedingungen für ihr;n Beitritt zum deutsch-französisch-belgischen Stahlkartell zu formulieren. Die Besprechungen sollen jetzt aus der Balls geführt werden, daß die mitteleuropäischen Betriebe selbständige Quoten zugewiesen erhalten. Die .Besprechungen werden dadurch errchwert, daß die tschechoslwvakischen Werke unteremande-: noch nicht einig sind, denn die Firma Hahn hat noch keinen neuen akzeptablen Vorschlag vorgelegt. Immerhin ist man der Ansicht, daß auch diese Schwierigkeit in absehbarer Zeit beseitigt wird. Stöttens innere Anleihe. Das römiische AlmtMatt veröffeM-icht eine Verordnung oetveffe-nd die Büstimmmpgen >ßür die Zeichnung ider durch das GefetzdÄret, vonr 6. NovemZber d. I. geschaffenen itylieniischLN öpwzentigen konsolidierten Nntionalanleihe. Die Zeichnungen werden vom 18. NÄve-mLer d. I. bis 18. Jänner 10M erfolgen. Der Gmiffionspveis D mit 67.60 »für 100 Lire Nommake festgesetzt. Die Verzinsung beginnt am 1. Jänner 1627. In Europa und in den Ländern Ides Mtt'te'lmeevbeckLns werden die Zeichnungen bis 18. Jchrner 19GJ7, in anderen Ländevu bis 31. März 1627 erfolgen. D've Banoa dlJtalia ist ermächtigt, ZahLungeN Gold zu einem am lZahilnrigstaige festgesetzten offiziellen Durchschni-ttsplveis entgegenKunehmen. Die Zeichner können den .Betrag der gezeichneten §«u/m>me auch in Obligationerr der konsoliidievten Stcvatsischulden, die am 1. Jänner 1667 zur Einlösung gelangen, erLegen. Diese Obligationeir werden wie Bargeld entgegengenommen werden und eibenso als Zcchürrxg für die am 1. Jänner 1627 rüchzahlibaren Obllgationen der öffentlichen Schulden. Die Bswrdn-nwg ficht für Zeichnungen im Betrage von mehr als 1000 Lire die Möglichkeit von, dtp Zahlungen In drei Skaten zu lbcwerDelliigen, itexep letzte a?n 30. Juni 1627 zu erlegen ist. Wiener Warenbörse. An der gsstrigen Wdrsnbörse kva«' Harz billiger erhältlich, fxauz. W. -W. notteck S. 114.-—-«A iklMo. F, ßj. <g. 104.—. NoodiameribrnWeS

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.