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Wiener Morgenzeitung · 1926-11-16 · Heft 2773 (16.11.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2773 (16.11.1926)
Date
1926-11-16
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Men, Dienstag Wiener Mvrgenzett««s kV. OovemVer K8N ' ■Ät. 277? _ — Tagesbericht. Zer Tod des Wunderrabbi von Belz. Dl-' Inthronisation des neuen „Pelzer". Rabbi Ssocher Beer Rokach ist tot. Dumpf schlägt - ' Ul)i‘ die elfte Stunde. Inbrünstiges Beten der Mcitigeit versammelten Familienmitglieder und Getteuen mischt sich iitit unterdrücktem Weinen und Klagclauten ans den anstoßenden Fvauengemächern. Kein lautes Wort der Berzloeiflung, fctm befreiender Schmierzensruf schafft Linderung der krampfhaft zusammengepreßten Kehle und Brust. Denn zu Ende war die Woche und an den breiten Pforten des Hofes klopft der frohe Bote des gottgelveihten Festtages: Sabbat. Wer wird es wagen, Gott seinen Lag zu nehmen und in die allumfassende Freude des Weltalls die traurige Mär von des Menschen Leben und Tod zu tragen. Wie ein schwerer Borhang senken sich die schwarzen Fittiche des Todesengels um das Gemach der Trauer, das furchtbare Wissen um den Tod des Rabbi vor der Außenwelt verborgen. K«iner der vielen tausend Getreuen hat in dieser Rächt ein Auge geschlossen. Sie schleppen sich mühsam durch die dunklen. Gassen, füllen bis ans letzte Plätzchen die riesigen Hallen des Bethauses und Hofes, mit zuckenden, blutleeren Lippen Gebete murmelnd. Sa geht es nun seit Tagen.;, und nicht nur hier, in der Residenz des Wunderrabbi. In stillen, verfallenen Schulen, und Klausen der weiten polnischen Lande, in Amsterdam, Frankfurt und Köln. — An der uralten Klagemauer in Jerusalem erschallt iurittcrnachts auf Befehl des Großrabbinats die traurige Weise der Krankengebetc. — Ucbernächtigl, mit glühenden Augen, die bleichen Gesichter krankhaft gerötet, betreten. Scharen der Chassidim die Halle des samstägigen Festgebetes und verrichten mit kraftvoll verhaltener Inbrunst die vorgeschriebene Lithurgie. Sie sitzen beim großen Tisch, dem „Tisch des Rabbi", speisen vom Mahle der Freude, singen, mit sanfter hingebungsvoller Stimme, die schlvermütigen chassidischen Linier, schauen mit tranenum-- slyrtem Blick zum Platze des Rabbi empor — der leer ist. Ein unwirkliches Bild! Dunkle Pilgergestalten wandeln durch die Stadt, lagern in Hallen, Gängen und ärmlichen Stuben und keiner wagt einen Blick zu werfen nach dem Himmel, der hinter blauem 'Schleier das Geheimnis, die Rettung von umvahrscheinlicher Folter birgt. Ercklich, nach, qualvollen Stunden, blitzt am Horizont der erste Stern. Vorüber ist der Sabbat, chie Atarter der Freude, langsam lösen sich die starren Finger der übermächtigen Gotteshand von des Menschen verkrampftem, zusammengepreßtein Herzen. Wie sturmgepeitschte Meereswellen fluten die schwarzen Massen, reißen «in die Pforten des Hofes, laut erhebt sich vor der Tiire des Totengemaches Weinen und Klagegeschrei. Rabbi Ssocher Beer Rokach ist tot . . . Jniimer mehr sind es der Sterne, die am. Firmament« ,'urkeln, «ine wunderbar wavmo Herbstnacht legt ihren Mantel auf weite Auen mtb Gefilde, umschließt in duftloser Stille Häuser, Menschen und Tiere- Nur den Tausenden, die nach Belz zur Sabbatfeier gekommen, ist keine Ruhe vergönnt. Jnttner lauter werdest die Wehxufe, immer verzweifelter die Gebärden, aufgelöst in Schnrerz und trostlos die Bewegung. Die Stadt macht den Eindruck eines großen, weitverzweigten Trauerhauses, die Straßen sind wie schmale Gänge und Plätze —7 dinnpfe, enge stuber:, in denen sich die Massen der. Chassidim stauen. — Im Zinttner des Zaddik halten alle amvesenden Rabbi neu , cs sind ihrer zwölf, die. Totenwacht. Verschwunden ist der weiße Kittel des bekannten Lemberger Internisten Dr. Setzer, der in den letzten Tage« das Krankenzimimr beherrschte, in grausiger Stille simtmen ßw-sf.gebückte, schwarze Gestalten Totengebete. Während des Vormittags treffen in halbstündigen Intervallen vier Extrazüge ein, welche von der Eisenbähitverwaltung in kluger Voraussicht des Massenverkehves, nach Belz dirigiert :m:rden. Außerdemdie fahrplarrmäßigen Trains der LeKNberg-Warschaner Lime. In dichten Scharell wallen tausende Chassidim zur Stadt. Sie sehen einander verblüffend ähnlich, alte bärtig, in langen, dunklen Bckeschen und Kaftans, schwarzen Samthüten und kleinen russischen Tnchkapplen — ein schwarzes uniformiertes Heer'. Bald sind alle Gassen und Plätze des Städtchens, wie auch die Hallen des Hofes vollgestopft. Und Stunde für Stunde bringen, überfüllte Züge Trauergäste, Eyassidim ans allen Landesteilen nnd den Gebirgsbtzzirken der Slowakei. Plötzlich geht ein gewaltiger Ruck durch di« unabsehbare Menschenmenge: der tote Rabbi verläßt seinen Hof. Die Söhne, Schwiegersöhne nnd einige , führende. Rabbiner tragen den Toten, in das. gegenüberliegende Bethaus. 'Der 60/ Schritte weite Weg dauert lange, lange Minuten. Weinend und laut wehklagend klammetit sich die Getreuen an die irdischen Re'-ie ihres Herrschers, wälzen sich im Staube und küssen in schmerzlicher, verzweifelter Extase den Saun: des weißen Totentuches. Endlich geling es den Schreitenden sich Weg zu bahnen und sie bahren den Toten auf dem tribünenartigen Podium, in der Mitte der Halle auf. Langsam besteigt eine gebückte, schmächtige Gestatt mit wällendein, weißen Bart die Stufen. Es ist der greise' Brüher des Verstorbenen, der Rabbi von Magierow. Totenstille. _ L-eisc, singende Worte, wie sanft vibrierendes Saitenspiel zittern in der Luft, verklingen an der himmelblauen Kuppel der Halle. Es sprechen weiter die Hespedim, der älteste, 42jährige Sohn — der Thronfolger, die drei weiteren Söhne der jüngste, halb ein Knabe, remitiert mit lauter, klangvoller Stimme -- die. Schwiegersöhne: zwei ehrwürdige Rabbi ne n, eän junger Enkel mit wunderbar feinen: Gesicht Und träumerischen, schwarzen Sanrtaugen, der Bräutigam der jüngsten Tochter" und dessen Vater, der greise Rabbi von Lublin. Rein klingen die Stimmen, wie feinstes Orgelspiel, keine'Träne,' kein Schnckrzenszittern durchbricht den klaren Ton. Nun erhebt sich die mächtige Gestalt des Vorsitzenden, der jüdischen Ortsgemeircke und verkmcket, zum Toten gewendet, daß mm der älteste Sohn, der dynastischen Nachfolgeordnung gemäß, den Rabbinerthronzu Belz bestiegen hat. Der erste Minister des Hofes, der Oberste der Gabarm, bringt die Rabbinenkrone, eine hohe, dunkle Zobelkappe: den Kolpak, setzt ihn auf den Kopf des neuen Rabbi nnd übergibt ihm eine Pergamenturkunde. Eilt Erzittern der Verzückung geht durch die schwarzen Massen der Getreuen. Aus zehntausend Kehlen dringt der mächtige 'Ruf:- Masel Tow (Glück auf!)-Habemus pavam. Und wieder wendet sich das Interesse dörN Toten zu. Nun harrt noch seiner der letzte Weg — zum außerhalb der Stadt gelegenen Friedhof. Nach uralter Chassidrmsitte wird er ohne Sarg begraben werden. Ganz unmittelbar soll er dem Mutterschoße der Erde übergeben werden, auf das sich das Wort Gottes erfülle qn ihm selbst, der Mittler war mtb Herrscher vor Gottes Angesicht. Es Kinnen Sie schon di# ffT#ndi««e TVirkmag des DIANA- - FRANZBRANNTWEIN Jeder GESUNDE and jeder KRANKE witd «« Urnen bestätigen. d*S 41# denkbar beit# Wfrkang 4*reb Diana-Franzbranntwein mit Mini ersielt wird. ÜBERALL ERHÄLTLICH! sind wieder die Schultern seiner. Nächsten in: Blute imd Geiste, die ihn zärtlich und hingebungsvoll stützen den langen Weg zum Hause des Todes hinauf. Schwer, und breit, wälzen sich die nMbsehbarei: Massen hinterher. Die .Menge ist einstweilen TO an 15.000 Köpfe angewachsen. Das Klagegeschrei nimmt jeden Augenblick an Kraft zu, geht durch die klare Herbstluft hinaus in die vergilbten Äonen Fcldpr, verscheucht 'Schwärme von Krähen, die ächzend das Weite suchen, ist. im älmkrene vion einigen Kilom'etern hörbar. Man. kann nun unmöglich an irgend etwas klar denken, die Auftmhmeapvarate der Sinne sind Völliijg lMmgelegt- Ein schwerer, saugender Dunst legt sich betäubend auf das Hirn, das sich ohnmüchttg müht, dieses.grandiose Schaufpiel zu erfassen, zu verstehen. Nun haben sie ihn ins Grab gelegt, den WmÄertätigcu, das Geschrei überschlägt sich in langen, chromatischen Wellen. <So können nur Ki über wehklagen, aus vollem, geblähten: Halse, im clen:entaren Gefühle des Schmerzes, in vollständiger Auflösung der Sinne. Sie haben tlpt in teicf)c, dämpfende Erde gelegt, de:: Herrsche:', das Gesicht hinunter, der schwarzen Allmutter in zärtlichem Kwffe dargeboten ... Simon Wol-f-K o fftler, Lemberg. Ser guwelenschatz der Königi» Hetchherer. Nach Mitteilungen aus Kairo haben die Führer der amerikanischen Expckition der Universitäten Harvard!mck Boston . in der Erforschung des tm Jahre. f025 in Sei* Gizeh-Pyramide entdeckten .Königs grab es große Kwtschritte gemacht. Dr. Rcisner Nnd Dr. W'h'eeler hoffen, bis Dezember mit der Katalogisierung der bisherigen Funde.. so weit fortgeschritten zn sein, daß 'sie m: die Grt'-- serunng des mächtigen Traghimmels über dem Wabcrstersarkophag werden schreiten können, wo dann der O'eWung dieselben nichts mehr im Wege stehell dürfte. Die Jd'enKfözierung des Grabes als jenes der Königin jHetepheres auf Grund von vier Inschriften in goldenen ^Hieroglyphen, die alle gleich lauten Nnd in einen Tragstuhl eingegraben rvaren. Demnach ist das Grab eüva Wm K8>0 Jwhre älter als jenes von Tutankhamen. Auch die Inschriften ans der goldüberzogenen Schachtel, in der die Sandä^n gefunden wurden, und auf der vergoldeten WnrffcistM besteigen diese Feststellung. - Die Siegel ion der Zeichenschätzkmnmer besagen, dotz Königin Hetepheres lvöhrend der Regierung ihres Sohnes gestorben ist. Aus anderen Hinweisen geht hervor, daß 'sie nicht lange , nach der Thronbesteigung 'ihres Sohnes gestorben sein muß Und zuerst' in einer andern Leicherckarmner in der Pyramide zu DaMr neben ihrem Gemahl bestattet wurde. Doch wurde kurz darauf die GrMammer von Raü- 6ern erbrochen und der König verfügte, daß die Mü- Jerusalemer Extreme. Von Hans Ambon (Jerusalem). Dm Bristol. — Die Bresche in der Mauer. Abendstnuden in der Altstadt. — Radio Wien. — Sabbat in Jxr Jaffastratzc. Ein großes cleganres Gartrncafc. Schreiende und lärmende Jazz-Musit einer erstMaffigen Kapelle, deren Clou der trommelnde, pfeifende Neger ist. Einer der täglichen „Msternoon-Fife o^clock tea's" im Bristol in Jerusalem. Man glaubt sich in ein elegaittes Gartencafe der Ribkera versetzt, die Stimmung, die matte Lampionbeleuchlung, die grellrot ausstaffierte und hellerleuchtete Bude der Jazzband, der schöne Tai^vodcn, alles läßt sich eher vernmten, als daß man im Orient, in der „heiligen" Stadt Jerusalem ist. Aucl) das Publikum selbst läßt eher auf einen internationalen LuxuSort schließen. Engländer, Amerikaner, Franzosen, Araber, Juden usw. Doch eines ist auffällig: Die Zirkeln sind nicht ivie sonst ziemlich, streng nach dkattonen abgegrenzr. Man hört an demselben Tisch zugleich französisch, englisch, hebräisch mrd jiddisch. Es sind die eben als Engländer, Amerikaner usw. Bezeichneten zum großen Teil Juden, die zmnl Besuch des Landes gekonrmen sind und sich miteinander in allen möglichen Sprachen unterhalten. Interessant, die tanzenden Paake zu beobachten. In heller Sommerkleidung oder in kleiner Mendtoilette, Smoking, tanzen sie zu den Weisen des Jazz, Foxtrott, Onestep und -- wenig aber doch, schon beginnend — CHarleston. Rian verläßt das Cafe, diesen in jeder Hinsicht au Europa gemahnenden Treffpunkt der Eleganz, Jnternationalität und des Luxus und tritt auf die hellerleujchtete Straße. Wenige Schritte nur — vorbei üstts mit der grellen Straßenveleuchtu:rg. Wie Kolosse, gewattig, erhaben und altersgrau türmen sich die Mauern Jerusalems lvor u»w auf, leuchtet als Silhouette der schlanke- Tnnn der Davidsburg. Mr sind wieder im Orient, in seinem heiiig,.-'cn und darob umstrittensten Gebiet, vor der Aiauev des alten Jerusalem. Sie ist nur an einer Stelle unterbrochen, einer Bresche, die vom Größenwahn eines inzwischen entthronten Herrschers zeugt. Neben, dem Jaffa-Tvr mußte nämlich 'die Mauer anläßlich des Besuches Wilhelm II. durchbrochen werden, da er es nichtwie alle Herrscher vor und nach ihm, über sich bringen konnte, die Stickt zu Fuß zu betreten, sorckern einfahrcn mußte. Man betritt die Altstadt. Bis auf wenige, in letzter Zeit erst aufgestellte große Lampen am Borploch alles in tiefes Dunkel gehüllt oder durch kleine, kaum erwähnsnswerte Petroleumlämpchen spärlich erdichtet.. Es ist bereits gegen 8 Uhr abends und die Läden des allen Marktes sind größtenteils gesperrt. Trotzdem ein Lärmen, ein Stimmengewirr, das zu dem Dunkel und der Stille der übrigen Allstickt kraß kontrastiert. Jetzt, im -Dunkel, diese engen Gäßchen und Straßen, die vom Markt aüzweigen, nicht auseinaickerzuhalten, mit ihren Kuppeldächern, den Bogerrverbindungen von einem Haus zum andern, dm manchmal an die Brücken der kleinen' Rios in Venedig erinnern. Aus der alten, unsagbar reizvollen Altstadt Jerusalems gcht's wieder heraus und ein ^lutobus führt uns in eines der neuen Billenvrertci, die sich um Jerusalem erheberr, wachsen mtb blühen. Wieder meint man sich aus dem Orient wegversetzt in ein modern-europäisches oder amerikanisches Cottage. Elegante, hübsche kleine Billen, ein-, höchstens zweistöckig, von Gärten und' Gärtchen umgeben, anheimelnd und einladend. Unsichtbar und doch fühlbar steht ans aller: diesen Häuschen das englisch« Nattonalsprichwort geschrieben: „My Home is my eajlle!" Wenn es aber tatsächlich geschrieben stünde, dann wäre es auf Hebräisch! Denn alles hier ringsum ist GÄiet des neuen jüdischen Lebens. Die Kinder auf der Gasse singen hebräische Lieder,« Lieder, die mit dem, was man ftützer unter jüdischen: Lied verstanden hat, nichts, ab w auch' gar nichts gemein haben. Frei sind sie von der Schwermitt Und Sentimentalität der alten Gatuth-Liede.r, fröhlich und jubelnd sind sie, richtige Kinder- und Jugendlicker! Bon einem der Häuser droht gespenstisch, einem Blitzableiter ähnlich eine Hochantenne in die Nacht. Tausende Wometer weit ist es — und doch hört man ganz nahe Wien, Paris, London, Berlin, Rom und spät, um 3 Uhr nachts, sogar Newyork. . Ein SabÜatabend bei einer seit Jahrzehnten hier ansaffigen jüdischen Familie. Der Vater kommt aus dem Tempel, in das hellerleuchtete Zimmer, in dem die Sabbätlichter feierlich leuchten. Er macht den Krddufch, wie er ihn von seinem Vater gehört hat, und dieser wieder von seinem Vater, im Singsang und in der Aielodie des askenasischen Judentums. Nach ihm ab'er der Sohn, der den Wein für seine Jungen segnet. Der Rtanu ist schon ein Sohn des Larckes, des neuen Landes. Anders ist sein Beter:, anders die Aussprache im Neuhebräischen — an einem Tisch der Unterschied zwischen Gäluth und neuen: Jischulv. — Nicht daß es weniger feierlich wäre, wie so viele sagen. Der Freitagabend, die Sabbatbraut, hat von seiner Weihe nichts eirigebüßt, in: Gegenteil. Gehn: wir hinaus, nach dem Abendeffen und „Benschm", in das sabbatliche Jerusalems > Ein Leben und Treiben herrschte hier, wie sonst che um diese Zeit. Atädchen und Jungen, Chaluzim und Chaluzoth, in festlich weißen oder glänzmcken schwarzen Chulzoth, der dem russischen Arbeitshemd ähnlichen Blu.se, ergehen ^sich in fröhlichem Bmnmiel auf der Jaffastraße. Es ist Sabbat, Feiertag. Hier trifft man feine Bekannten, Freunde, die in der ganzen Woche schwer arbeiten, im Kwisch, in den Steinbrüchen, erfrischt sich in der herbst* lich kühlen Abendlust, die von den Jernsaleni umgebenden Bergen herüberweht. — Gleiches Leben und Treiben, Mer doch eigenartig feierlich, hastlos, den gai:zen Sabbat iHter, imd Samstag Abend, an dem es seinen Höhepunkt tzw reicht. Denn es sind die letzten freien Minuten, vor dien schweren Arbeitstagen der 'Woche.

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