Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2761 (3.11.1926)
- Date
- 1926-11-03
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Btc. 2761 Wien, Mittwock Wiener Morgenzeitung 8. ALBenBer 1SÄ6 Serbe 6 * Auf dem Friedhof gestorben. Montag, den 1. d. M. gegen halb 5 Uhr nachmittags ist die Gattin des Wiener Nervenarztes Dr. Max Weiß, Frau Jennh Weiß, auf dem Zentralfriedhofe, als sie ein Grab anfsuchen wollte, einem Herzschläge erlegen. * Die KindeSleiche iw Hotel. Vorgestern um Z Uhr suchte die 24jährige, derzeit unterstandslose Hausgehilfin, Betty Steiner aus Taxenbach das Hotel „Lloyd" in der Großen Mohrengasse auf. Um 9 Uhr vormittags nahnr die Wirtschafterin des Hotels lvahr, daß das Bett und die Waschschüssel im Zimmer voll Blut waren. Eine vom Kommissariat Leopoldstadt entsendete Kommission erschien im Hotel und die Steiner gab auf Befragen an, sie sei, .als sie nachts durch die Praterstraße ging, von starken Uebelkeiten und Kreuzschmerzen befallen worden. Im Hotel sei sie von Geburtswohen überrascht worden und habe einen toten Knaben zur Welt gebracht,', die Leiche habe sie in ein Handtuch gehüllt und im Waschtisch verwahrt. Die Steiner wurde ins Spital gebracht. Die Leiche des Neugeborenen zeigte keine Spuren einer Geivaltanwendnng. Ta der Verdacht einer strafbaren Handlung aber nicht ausgeschlossen erscheint, wurde die gerichtliche Oeffnnng der Leiche beantragt. * Einbrüche. In den letzten vierzehn Tagen wurden dem Emaguel Schinagl aus der Wohnung, Arenbergring.10 durch Einbruch ein ePlatinkette mit drer großen Brillanten und Brillantsplittern, eine goldene Toppelmantel-Omega- Uhr nrit dünner Gliederkette, ein Diadem ans Perlen und Diamanten, ein Paar Vrillantohrgehänge und verschiedene Aktien, zusammen 6000 Schilling wert, gestohlen. — Gestern nachts wurden ans der Auslage des Modehauses Moses Vogelfänger drei Pelze und verschiedene Kleidnngdstückc im Werte von 2000 Schilling gestohlen. E Eine große Kraftreserve können Sie sammeln, wenn Sie sich mit Löwen-Franzvranntwein mit Menthol täglich, gut einreiben. Ueberall erhältlich! * Geringer Rückgang der Arbeitslosigkeit. Irr der zweiten Oktoberhälfte ist der Stand der unterstützten Arbeitslosen in Wien um 67 2 auf 75.192 zu ruckgegangen. Im Baugewerbe ist unter dem Einfluge der vorgerückten Saison die Zahl der Uitterstützten, um 611 auf 6416 gestiegen. Beim Arbeitsnachweise der Textil-, Hut- und Bekleidungsindustrie ist die Zahl der Unterstützten um 7 0.1 auf 6392 gesunken. Saisongemäß ist der Stand der unterstützten Hotel-, Gast- und KasfechausangesteNten um 402 auf 2207 'gestiegen. * Jüdisches Zentrum der Sozialen Hilssgemetnschirrft Anitta Müller. Im Rahmen des jüdischen Zentrums wurde eine ärztliche Beratungsstelle nur für Mittellose errichtet. Die Leitung liegt .in den Händen des Dr. Isidor K l a b e r. Sprechstunden Montag und Donnerstag zwischen 2 und 3 Uhr nachmittags im Sekretariat, 2. Bez., Untere Augartenstraße 35. * Was ist Physiognomik? Ueber Einladung des Kulturbundes hält der bekannte Philosoph Dr. Rudolf Kaßn e r h e u t e, Mittwoch, um halb 8 Uhr abends im Vortragssaal, 1. Bez., Annagafse 5, einen Vortrag über Dieses Thema. * Tie schlanke Mode und die Tuberkulose. Nach einer Erklärung eines bekannten Internisten in Netvhvrk hat die Anzahl von Tubcrkuloscerkrankungen unter jungen Frauen und Mädchen seit dem Uebevhandnehmen der „schlanken, knabenhaften" Mode in erschreckendenk Maße zügelt o m m e n. * Fünfzehnte östervsichische Klassenlottevie. Bei der gestern abgehalltencir Ziehung gewannen in Schilling: 8000 das Los Nr. 76.492; 5000 das Los Nr. 87.847; 4000 das Los Nr. 87.389; 3090 das Los Nr. 73.588; je 2000 die Lase Nr. 33.101, 40.200, 40.407, 47.738, 49.478; je 1000 die Lose Nr. 26.844, 28.476, 56.200 69.666, 73.097, 85.360, 0&091. Außerdem wurden 2184 Gewinne Zwischen 500 und 160 Schilling ausgelost.- * Goldfieber in Schweden. Aus Stockholm wird berichtet: Die Funde gold- und kuvserihaltige^ Erze in der Nähe von Stell es t e« hcrenb in Nordschweden ein gewisses Gold sieb er hervorgerusen, denn alle, sogar die Keinen Kinder aus dein SchuÄvege, sammeln jetzt Erze. Der Wert der Erze lvivd durchschnittlich mit 46 Oere pro Programm angegeveir; man hofft, mit Hilfe der bisher gebauten Anlagen jährlich eure Tonne Gold und sechs Tonnen Kupfer gewinnen zu können. Trotz dieser geringen Mengen erhoffen alle von diesen Funden eine goldige Zukunft der Gegend, zuinckl die Futlde ausgedehnier zu sein scheinen, als ursprünglich angenommen wurde. Die Stadt Melleftea hat daraus begannen, sich eine neue Kirche, neue Hotels und andere würdige Anlagen zu bauen. * Der größte Rubin der Welt — wertlos. Aus Stockholm wird berichtet: Der bekannte russische Mineraloge Fersman hat auf Grund einer Untersuchung festgestellt, daß der sich im russischen Kronschatz befindende, oft als der größte Rubin der Welt bezeichnte Rubin von 250 Karat ein wertloser Rubellit sei. Dieser Stein wurde der Kaiserin Katharina II. von König Gustav UI. von Schweden zum Geschenk gemacht. Man hält es nicht für ausgeschlossen, daß der echte Stein, den die Schweden zuruckerwerben wollten, im Laufe der Jahre gegen den wertlosen Rubellit ausgetauscht worden und somit in unberufene Hände gewandert ist. * Wie wilde Tiere auf Musik reagiere«. Eine wahrhaft rührende Geschichte tischt dos „Pshchtc Magazine" seinen Lesern auf. Nicht nur auf das menschliche Nervensystem übt die Musik eine beruhigende und heilende Wirkung aus» die Amerikaner, die kühne Versuche lieben, haben ergründen wollen, wie wilde Tiere auf musikalische Darbietungen reagieren. Im Newhorker Zoologischen Garten wurde kürzlich ein Konzert veranstaltet, wobei die Käfige der wilden Tiere um das aus sechzig Musikern bestehende Orchester ausgestellt wurden. Man sollte nicht glauben, was geschah! Zunächst wurde ein Marsch gespielt. Ein Elefant vergoß Tränen, als die Musik einsetzte. Zwei Löwen, die gerade ein mächtiges Stück Fleisch vertilgten, ließen von dieser materiellen Beschäftigung ab und hörten mit sichtlicher Aufmerksamkeit zu. Die Wölfe und die Tiger schlossen die Augenlider und schienen in einen ekstasischen Rauschzustand zu gevatonj Bären richteten sicl) auf und riskierten ein Tänzchen. Ungeahnte Wirkungen hatte ein Walzer von Strauß. Er lullte die Tiere in eine süße Schläftigkeit ein, während Chopins Trauermarsch den wilden Bestien heulende Töne entlockte. Notruf. Eine junge kranke Frau, KPiöavrAwiÄoe, die in Wien keine Arbeit finden kann, wendet sich an die jüdische OesfenUichkeit, ihr die Mttel für eine Reife nach Pommern zu beschaffe», wo sie bei Verwandten Unterkunft und Beschäftigung zu finden hofft. Spenden an die Administration lses Blattes. Das gefährdete jüdische Kind. Jüdische sittliche und soziale Gefährdung. Ueber dieses aktuelle. Thema Mt am Donnerstag, den 4. November, 8 Uhr abends, Herr Siegfried Abel es im „Jüdischen Zentrum", 2. Bez., Untere Aimarterhtraße 35, einen allgemein zugängjlichen Vortrag. lll JÜDISCHE WEIT Jllygi!.' -Ljjgasas -er belgische FuftizmlMer Wer die Ausweisungen von Sinwauderern. Wir umreit in der letzten Zeit wiederholt in der Lage, auf die verschärfte Handhabung des Fremdengcsetzes in Belgien hinzuweiseN. In den letzten Monaten hat diese Stelluitg der belgischen Regierung gegen die ausländischen Arbeiter, unter denen sich ein großer Teil jüdischer Arbeiter befischet, besondere Verstärkung erfahren. Sehr groß ist die Zahl der jüdischen Arbeiter, die in. den letzten Wochen ausgelviesen itmrbeit, weil ihre Visa und Aufenthaltsbewilligungen abgelaufen waren. Den Ausweisungen gingen längere Ha ft strafen voran. Die Häufung dieser Fälle veranlaßte den Justizminister, an die Zentralstelle für jüdische Wohlfahrtsangelegercheiten in Belgien, die ihren Sitz in Antwerpen hat, eine Zuschrift mit der Bitte ihrer Veröffentlichung zu richten. Die Zuschrift lautet: „Jeder Ausländer, der mit der Absicht nach Belgien kommt, im Lande zu bleiben, nmß im Besitze eines Visums des belgischen Konsuls im Ausreiselande sein.' In dem Ansuchen um das Visum muß. der Auswanderer angeben, daß er die Absicht hat, in Belgien sich dauernd nickerzulassen. Wanderer, die nach Belgien mit einen: Durchreisevisum oder mit einem zeitlich beschränkten Visum kommen, erhalten unter reinen Umständen eine Verlängerung des Visums, noch haben sie ein Recht auf Ausfolgung einer Identitätskarte. Will ein Arbeiter oder Angestellter ein belgisches Visum mit Wohnrecht erhalten, hat er dem betreffenden Konsul einen von den zuständigen belgischen Regierungsorganen bestätigten Arbeitsvertrag vorzuweifen." Die Antwerpener Zentralstelle für jüdische Wohlfahrtsangelegenheiten fügt dieser Regierungserklärung hinzu, daß sie zu ihrem großen Bedauern nicht mehr wie bisher in der Lage sein werde, für ausgewiesene jüdische Emigranten zu intervenieren. Kulturhunger jüdischer Emigranten. Wenn das Judenschiäsal einen Teil des Volkes ans alter, crbgesessener Heimat in irgend einen verborgenen Winkel der Erde verschlägt, so wird eine solche neue jüdische Siedlung stets, wie uns die Geschichte lehrt, vor allein drei Dinge beschaffen und sicherstellen: den Friedhof mit der Bildung einer Ehewra Kadischa, dre Synagoge ltub Bücher. Damit und mit der unermüdlichen toirischaftlichen Pionierarbeit in solchen oft ganz wüst und brach liegenden Siedlnngspunkten erwirbt sich der wandernde Jude sozusagen sein, erstes Ersitzungsrecht. Ein interessantes Beispiel für diese historisch oft beglaubigte Tatsache, ist ein geradezu rührender Aufruf, den eine Gruppe jüdischer Einwanderer in Camague (Cuba) durch die amerikanisch-jüdischen Blätter an die jüdischen Institutionen richtet, in welchem die von ihrer polnisch-russischen Heirnat verjagten Juden nur die Zusendung von Büchern für ihre vor ganz kurzem gegründete Bibliothek bitten. „Wir befinden uns in weiter Ferne vom pulsierenden jüdischen gesellschaftlichen Leben. Nach vieler Arbeit und Entbehrungen gelang es uns, eine Bibliothek zu schaffen, die wir jedoch infolge unserer schweren wirtschaftlichen Lage nicht so zu entwickeln vermögen, daß wir durch sie unseren großen Hunger.nach jüdischer Kultur stillen könnten. Wir bitten alle diejenigen, in deren Händen die Interessen der jüdischen Kultur liegen, uns eine zeitweilige kulturelle Unte rstützung durch Zusendung von Büchern, O rtungen usw. angedeihen zu lassen. Wir " wollen alle Schwierigkeiten überwinden, um uns dann selbst auch auf kulturellem Gebiet zu helfen." Ghrenanttevn im Stccktmit von Dorpat sc,dacht. Er starb in der Milbe der iremnziger Jahre. Der Name WülftuS ist heute m derr 'baltischen Ländern ziemlich veick rettet und gilt als .nrchvfftlicher Mime. Die Träger dieses Namens -lirften von diesem Alexander Wlil'sins <cksiamme„. ein Muftttftadtrat. Aus Warschau wird uns geschrieben: Der Stadtrat von Lida darf wohl, tvas seine Zusammensetzung und seine Verwaltung betrifft, als ein Musterstadtrat nicht nur in Polen bezeichnet werden. Bei den letzten Gememderatswahlen in Lida wurde zwischen der jüdischen und der christlichen demokratischen Bevölkerung ein Wahlblock geschlossen, dessen Liste auch tatsächlich durch drang. Es wurden im Sinne der Vereinbarung zwölf jüdische und zwölf christliche Gemeinderäte gewählt. Im Sinne der Abmachung nmrden die leitenden Verwaltungsstellen in der Stadt paritätisch auf die jüdischen und christlichen Gemeinderäte verteilt. Der Vizebürgermeister ist ein Jude. Ebenso werden alle Subventionen in gleichem Maße an jüdische und nichtjüdische Institutionen gewährt. Geirau so wie zu den christlichen Feiertagen die christlichen Annen der Stadt besondere Unterstützungen erhalten, geschieht das mit den jüdischen. Hilfebedürftigen anläßlich der jüdischen Feiertage. Die Mmachungen werden von beiden Parteien mit solcher Genauigkeit eingehaliten, daß zun: Beispiel die in diesem Jahr gegründete städtische Bibliothek neben einet polnischen auch, eine jüdische Albteilung aufweist, welche bereits über 1000 Bände verfügt. In der Lesehalle der Bibliothek sind die jüdischen Zeitungen und Zeitschriften genau so vertreten wie die polnischen. Für die jüdische Abteilung wurde ein jiddischer Bibliothekar bestellt. Ae Wische RatkonalbMothek. Bücherspende des Internationalen Gerichtshofes. — Johannes V. Jensen sendet seine Werke. Aus Jerusalem wird uns geschrieben: , Der Ständige Internationale Gerichtshof in Haag Hai der Jüdischen Nationalbibliothek alle seine Veröffentlichungen, darunter drei Bände betreffend die M avromatis -Konzession für Jerusalem zum Geschenk gemacht. Der dänische Dichter Johannes B. Ictvjfe’n, der vor einiger Zeit in Palästina war, sandte der Bibliothek seine sämtlichen Werke. Der bekannte chassidifche Rabbiner FriednvMnn in Stesanefti in Rumänien sandte der Bibliothek seine sämtlichen Werke und sicherte ihr auch seine weitere Unterstützung zu. Außerdem erhielt die BWlsiHhek von. Herrn Dr. Fritz Kahn in Berlin, der ihr schon m-chrrmW wertvolle Zuweichungen gemacht hatte, 80 Bünde der populären naturwissenschaftlichen Sammlung Kosmos. AentraMernng der Wische« soziale« Fürsorge m üzernowitz. Aus Czerirowitz wird uns berichtet: Bor einigen Tagen fand hier in Anwesenheit von 168 Delegierten, die sechzig Vereine vertreten, eine von der Gerentschast der jüdischen Gemeinden einberufene Versammlung statt, in welcher nach einem Referate des Vorsitzenden Dr. Markus Krämer, die Gründung einer ,Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge" in Czernowitz beschloMn wurde. Das Tätigkeitsgebiet der Zentralstelle lurde ganz nach dein Arbeitsprogramm der Wiener Zsewtw anstelle für jüdische soziale Fürsorge abgesteckt. Der erste Wische Student a« der Jorpater Universität. Die Doripater Universität gehörte von jeher zu den angesehensten europäischen Hochschulen und war das herßerseHnte Ziel vieler Stack lercke>flißenLr. Unter den zaristischm Regime hatten in Dorpat außer den Familien der NikoLajew-SMaten bloß jüdische Kranke, die die berühmten Dorpater Klmrkcn zu Heilzwecken cmf-- suchten, und jüdische Studenten für die Zeit der Studien Wohnrecht. Andeve Inden erhielten nicht einmal vombergehend eine AufentlhaitsLewillitzung. Auch der jüdWe Student mußte nach Abs-olbierung seiner Studien Dorpat wieder verlassen. Interessant gestaltete sich das Leben des ersten jüdischen Studenten an der Dorpater Universität, des Juviisten Mexander Wulfiu s aus Miau. Saut den Aufzeichnungen M Archiv der Dorpater jüdischen Gemeinde Layt Mexander WuLfiuS im Jahre 1840 cvn die Dorpater Mivsvsitat, wo er die juristische FakulM bezog. Er beendete seine Studien im. Jahre 1846, verließ jedoch nicht Dorpat, svndew nahm die Dause und blich in der Universitätsstadt als Rechtsanwalt ansässig. Mexander - Wulfius führte in vielen Beziohungen das Löben eines Marannen, der innerlich dem Judentum nicht entsagen konnte. Eine ganze Anzahl jüdischer Institutionen in Dorpat verdaM ihr Entstehen seiner Munis izenz. Auch sonst bekundete er seine Zugehörigkeit zum Judentum in ostentativer Weise. Ms - RechtsanwM wurde er bald beAamrt und wiederholt rmt Die Zeitungen PaMinaS. Die jüdische National- und Universitätsbibliothek hat als Sep-rratabdruck aus ihrer bibliographischen Vierteuahrschrist „Kirjath Sepher" ein Verzeichnis sämtlicher zur Zeit in Palästina erscheinenden Zeitschriften herausgegeben. Demnach erscheinen in PaMina 97- .Zeitungen und Zeitschriften, darunter 62 MDrsche, 25 arabische, 8 englische» 3 jiddische, 3 deutsche, 3 französische. 1 griechische. 1 italienische,' 1 spanische. Edmonb de RoMhiws PalWiM-Zuwendnugeu. Aus faris wird uns berichtet: Pariser Blätter brachten anßlich der Geburt des ersten Enkelkindes des Barons Eamond de Rothschild die Nachricht, daß der Bawn infolge dieses Familienzuwachses sein leistes Testament geändert und bei dieser Gelegenheit die in seinem Testament für Palästinazwecke bestimmt gewesenen Beträge reduziert Hütte. Aus Baron Edmond nahestenden Kreisen wird deshalb Gewicht darauf gelegt, ftstzusteUen, daß diese Mitteilungen vöMg unbegründet seien. Baron Edmond de Rothschild hat sein Vermächtnis, soweit es sich auf Palästina bezivU, völlig unverändert gelassen. Im einigen Tagen erst der Mözzothfabrik in Palästina, die im vorigen Jahre ihre Kampagne sehr gut abgeschlossen hatte, neuerlich 40.000 Pfund Sterling zur Verfügung gestellt hat, um die Produktion dieser Fabrik schon in der bevorstehenden Saison zu erhöhen. Gin falscher Rabbiner. Die I. T. A. versendet die folgende Warnung; Ein Mann, der sich Grand- Rabin Hanania Havid Azulah nennt und vorgibt, Gelder fiir eine Talmud-Uebersetzung zu sammeln, hat in Berlin und in anderen Städten Deutschlands mehrere Personen unr erhebliche Beträge geschädigt. Es handelt sich um einen Schwindler, der darauf ausgeyt, die erlangten Beträge für persönliche Zwecke zu verwenden. Er spricht französisch und hebräisch, ist von kleiner Statur nnd hat einen besonders auffälligen Typus. ES tofcb davor gewarnt, ihm irgendwelche Bettage MMveMWM.