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Wiener Morgenzeitung · 1926-10-31 · Heft 2759 (31.10.1926) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2759 (31.10.1926)
Date
1926-10-31
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Wr. 2M WWt, Synwbtrg .- ■ 11,..7-7! -n,-,-,' .■•■■■; rreKrlse Des amerttaaMeu Resor«juoentum» In der letzten Sitzung des Kttratoetums VW Verbandes der ameriranischen ReßsrmgeAeinden DerrasDv der Vorsitzende Dr. Ludwig Vogeksche-in Sie Anlvesenden mit der Mitteilung, daß der Verband in eine schwere finanzielle Krise geraten sei, die ihn zwingen müßte, die wichtigsten Tätigkeitsberichte des amerikanischen Reformjudentnms avzubanen. Bei der sparsamsten Budgetierung habe der Verband der Neformgemeinden ein effektives Defizit von 100.000 Dollar,^ das keine DeMng findet. Das Kuratorium stehe daher vor der Notmtz^igkeit, gerade in den wichtigsten Posten Abstriche vorzunehmen. So werde das Seminar des Reformjudentnms tu Cincinnati den'Lehrkörper reduzieren, was die Zukunft der Anstalt bedrohen würde. Dies wäre eine uMso größere Kalamität, als die Zahl der Männer, , die sich für den Lchrberuf an jüdischen Hochschulen eignen, in der ganzen Welt eine sehr beschränkte ist. Durch diesen Abbau wäre die Ausbildung eines Nachwuchses gefährdet. Damit im Zusammenhänge müßte auch die Zahl we-r Hörer an dieser Hochschule herabgesetzt werden. Schwerwiegend, wäre auch die weitere Folge, daß das Seminar gezwung "re, die weitere Erwerbung von Büchern für ihre Bi . aie nach den letzten Erwerbungen sich zu einem Z. Mischer Kultur iu Amerika entwickelt habe emgeftellt werden müßte. Etwas übertrieben ist die weitere Behauptung Doktor Vogelscheins, daß in Europa die höheren jüdischen Lehranstalten praktisch genommen zerfallen sind; ihre Lehrer find in alle Wegt zerstreut, die Bibliotheken sozusagen zerstört. Die jüdische Welt blicke jetzt nach A m e r i k a als der künftigen Heimstätte der jüdischen Wissenschaft Ohne die Bücher, die uns Kunde von der Kultur der Juden in. der Vergangenheit, ans welche sich unsere Gegenwart und die Zukünst aufbauen, könne von einer ernsten wissenschaftlichen Arbeit nicht die Rede sein. Auch die Sonrmerschulcn des Verbandes der Reformjnden, die sich so bewährt hätten, müßten geschlossen werden. Zu einem Beschlüsse, wie dieser finanziellen Krise gesteuert und die Zukunft des amerikanischen Reformjudentums dauernt gesichert werden könnte, /ft es nach dem uns vorliegenden Bericht nicht gekommen. Wirmr WdßsgerWtßMW Sin Wischer MWnigenekal 1» Srankreich. Wie das französische AmtMatt verlautbart, wurde der Kabinettchef im KriegsmichsterWn, BÄgadegeneral C a r e n c«, zum Divisionsgeneral ^fördert. C a r e n c e ist Hude; er entftamnrt einer attM frai,rö'ftch.H';>sschKrr Familie. SchatzMifter Levitan wiederseviihlt Wie uns aus R e w y o c k gemeldet ivird, wurde der erste Schatzmeister des Staates WisMtnftn, SalomoU Liviimt, bei der jüngst stattgefundeheN Neuwahl gegen eine,! sehr starken Gegenkandidaten wiedergewählt. Levitall führt scholl seit einer Reihe von Amtsperwdeit das Finanzivesen des zum großeil Teile von Farniern bewohnteil Staates. Seine Amtsführung gilt für die Finanzverwaltlrngen vieler anderer amerikanischer Staaten als Muster. Minister Levitan nimmt an allen jüdischen Beivegungen, besonders an der jüdischen Farmerbewegung, des Staates regen Anteil. tzooiidge prSftdiert beim 8mätmigsabei>i> für Wekrma««. Ans. Newyork wird'uns berrHet: Dar Präsident der Vereiiligten Staaten, CooÜdge, hat zugesagt, das PräsidilMl für einen Enlpfangsabend zu übernehmen, der zrl Ehreil des Präsiden teil der Zionistischen Organisation, Prof. Weizmailn, anläßlich seiner großen Proptmandatnurnee durch die Vereiiligten Staaten ftattsinden wird. Ae Palöftina-Aklilm in Sinrinnati. '10.000 Dollars gezeichnet. In Cincinnati fand, dieser Tage in Verbindung mit dem diesjährigen Palästina-Drive, zu welchen: die Stadt 450.000 Dollar veizuftenern hat, ein Bankett statt, in dessen Berlarif 810.000 Dollar von beit Antvesenden gezeichnet wurden. Es wuvde ein a u s -Nichtjuden bestehendes Können -g-.-L-Mwr, dem Gedrge T. Grabbs, Fred A. Geier nnd Ich/n Om Wake angehören, von denen jeder D'/tlrir zeichnete. Voll den anderen AI. Oktober <020 Serie st Beitragenden sind erwähnen Henry Meist mit 12.000 Dollar,Oskar Berman mit 6000 Dollar, Edwar Senior nrit 6600 Dollar, M. I. Frciberg, A. Joseph, Maurice Joseph, S. Marens Fechheiiner mit je 6000 Dollar. Gharles P. Taft, der Bruder oes E-.-prüfidenten Taft und Herausgeber des „Tinres-Su'.r", sandte einen Scheck ans 10.000 Dollar itr:> vimfr»?. >'iN"N Appell an die. Mchtjttde«, das große jüdische Werk zu lrmccstüßen. Die Natiounlkonftrenz des Itnileb Palestiue Appeal für das Jahr 1027, der oj' Ans^ringung voll 7,500:000 Dollar 'für der« Poläsliila-'.-uioali zum Ziele hat, wird durch eine am 20. uns 21. Noveu.her in Boston znsanlmclltretende. Konferenz eröffnet Weesen. Der Präsident der Ziorristischen Weltoraanisatiorl, Dr. E'harm Weizyi ä n n, llnd mel-rere. zioninische 3>; '" ' '-erlkas nutz Enropas werden das Wort ergu ifen. I. X. %) \-- SiebzigMiriges Jubiläum des Tchriftsteücrs hwldbe.g l„JarnalSas"'Z. Die jüdische Abteiluitg des KuUnrinstitnts für Weißrußland gibt ein Sammelwerk zu Ehren des unter dem Schriftstellerl'.amell „Jaknahas" bekanntell jüdischen Schriftstellers R. Goldberg heraus, der jetzt sein siebzigjähriges Jubiläum begeht, Goldberg lebte ständig in Minsk und war in seinen jüngeren Jahren als Erzähler und Essayist unter den jüdischen Leserll sehr populär. In der letzten Zeit erschienen nur noch ad nrld zn in der jüdischelt Presse Sowjetrußlands kllrze Skizzen von ihnt. „Jaknahas" bezieht als „Arbeitsunfähiger" von der Sowjetregieruttg eine Staatspension. Die fmnzösische Regierung für die SchwEizer Judengemeinden. In der Schweiz besteht bekanntlich schon seit einigen Jahren ein Schächtverbot, das seinerzeit die Antisemiten durch ein Ucverrumpelungsmanöver erreicht haben. Seither haben die religiös lebenden Juden große Schwierigkeiten in der Beschaffung voll Koscherfleisch aus dem Auslände zu überwinden. Nun hat der französische Ministerrar in einer seiner letzten Sitzungen beschlossen, die Ausfuhr von K o sch er fl ei sch für die jüdischen Gemeinden in der Schweiz zu bewilligen.' Es wird ein Quantum von monatlich 800 Doppelzentner frisches Koscherfleisch zur Ausfuhr freigegcven. Auszeichnung eines jüdischen Tempelchordirigenten. Die italienische Akademie in Florenz wählte dieser Tage den musikalischen Leiter des Tempels „Emanuel-El", der in der Fisch Avenue gelegenen reichsten Shnagvge in Newhork, Lazare S a m i n s ki, in Anerkennung seiner Verdienste um die moderne Musik zu ihrem' Mitgliede. im Tiefparterre: Inter-t/elDurs- Biirchentblinen gwhreift. . . . . .81 Qfl in Modelm«» . 8 L70 J.SU IGntei-Velosn-BaitM- Wi .'. . .Sc.50, S 4.20 :flr atorlio Frauon . »8 7.Y0 -i'wichüNMIIttllMIIIIllllttttNNIIlMttll» tms gutem ’Winter- K8M! 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