Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2759 (31.10.1926)
- Date
- 1926-10-31
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2979076-2981549-2981846--28027-3016022- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
HBtaü, ÄlWlAnv Wlerrer M-WW-ewm- 31. Mover IM MNs 't -r. 2789 Ischias - Salbenpackungen (SpsUtraifiAtttt Dt. Smm») Met «e«B HMMiäi«* a*0 AjaMmlslen, geaen. Rh«amatl mus u. dielt« ÄMr- «fld Schltmmhtett, herepaekiagto. Di*tfcf>rmi*,fl*lllt!l. ÄfchM«#»»*, KiülwMserkuren, Köhlensäurab&der, Entfettne«1jiir*n ,g tigHah ,rt S-, m TBEBMlA-mtlTÜt,)., frans JoMfi-Itl 1, 1»lvW*l*fy Uns 1001 Rächt. Hochzeit bei« «uhan von Marokko In Medina hat dieser Lage die Vermählung der drei Söhne des SuuanS von Marokko Mulch Jussuf stattgefunden. lieber die Vorbereitungen dieses Festes berichten französische Blätter: Dkan rechnet mit drei- bis vierynnderttausend Gästen, die an den Feierlichkeiten teilnehmen sollen. Sämtliche marokkanischen Paschas, Kadis, Hauptleute und sonstigen großen Persönlichkeiten werden aus ganz Marokka zusammenströmen. Allein für Feuerwerk und Illuminationen sollen nicht weniger als 8 Millionen Franken auSgegeven werden. 800.660 Franken wenden die Wachskerzen der Pilgrime kosten, die am Abend vor dem Hochzeitsfeste durch Medinas Straßen wandern. 100.O0O Franken läßt man sich die Einrichtung von lichtistrahlenden Springwassern kosten und ganze. Vermögen werden aufgewanvt für GiSsorSbets und Tee mit Pfefferminzessenz, mit denen die Armen abgespeist werden! Am Hochzeitstage werden die SultanSsöhne gekrönt, dann in wundersame Trachten gekleidet und von ihren Freunden im Triumph nach dem kaiserlichen Palast geleitet. Schlag 12 Uhr um Mitternacht treten die Bräute in die Brautgemächer und die Türen zu den Brautkammern werden allesamt mit einemmal geschlossen. Unterdessen wird das große Volksfest fortgesetzt. Da werden die Sängerinnen des« Palastes mit ihren Saiteninstrunienten musizieren, und bis zum Morgengrauen werden die Säulengewölbe von ihrem mit steigendem Fanatismus gesungenen „w-iu" wwechallen. Wieder ei» Erdbeben in Armeale«. Aus Moskau wird gemeldet: Leu in o kan in Russisch-Armenien, das erst kürzlich von einem heftigen Erdbeben heimgesucht wurde, ist neuerlich von Erdstößen mittlerer Stärke erschüttert worden. Unter der Bevölkerung spielten sich S ch r e ck e n s s z e n e n ab. Man getraut 'sich nicht ein Obdach zu suchen und kampiert im Freien. Das Elend wird durch Schnee fall und irrt-n-' sive Kälte verschärft. Ar Serie der franröstsche« Slfenbahakalastrophen. Wie die Agence Hava^ berichtet, ist ein auZ Bon-' logne-sur-mer kommender Schnellzug, der die aus England «mtrefsenden Reiftnden nach Paris beförderte, gestern abend in der Nähe von Cr eil aus den,Perfonenzug Parts—Ätl.'e aus gefahren. Zwei Reiseilde wurden getötet, 14 schwer und 30 leicht verletzt. Dal Unglück soll auf den herrschenden Nebel zurückzuführen sein. In Sa inteS ist ein Personenzug 800 Meter vom - Bahnhose Sanjon entfernt mit einem Leerzug zusammeu> gestoßen, der ihm anscheinend infolge irrtümliche Freigabe der eingleisig m Strecke entgegen gssahren war. Mehoerv Wagen wurden schwer beschädigt. Ein Eisenbahnbeamter wurde getötet. Man hat bisher 10 Verletzte, darunter drei Schwerverletzte geborgen. Versuchter Anschlag auf d-u D-Zug Paris— Berti«. Brüssel, 86. Oktober. In der vergangenen Nacht wurden bei einer Station der Eisenbahnlinie Namur-Lüttich kurz vor der Ankunst des D-Zuges Paris-Berlin zwei Leute dabei überrascht, als sie die Schraubeit von den Schienen entfernten. DieAttentäter flüchwten und gaben auf ihre Verfolg:r Revolvers chüssa ab. Man vermutet, daß sie den D-Zug zur Entgleisung bringen wollten, um die ReiseUden auszuplündern. 8 Was geht ln der Ka-ferstratze vor? Der Sensationsverkauf rm ModenpailaiS Kruipmik hat begonnen. Täglich stauen sich die Menischemiiassen vor den ekleganten Schaufenstern und Portalen dieser Firma. Das heutige Angebot ist ein erneuter Beweis der enormen Leistungsfähigkeit dieses bedeutendsten Spezialhauses Oesterreichs. L Serieninge bei Germroß. In der D-amenkonfEonS- Abteilung des Modenhauses A.Getngroß A.-G. beginnen Dienstag, den 2. November, die allen Damen wohlbekannten Serientage. Jeder Einkauf bedeutet ein großes Ersparnis. Bitte beachten Sie das Inserat auf Seite 8. z Nselialür» österr. l^andesverbanä fj ■ . ■ veranstaltet Samstag-, den 6. November um präzise 7 Uhr abends, eine AKADEMIE in den OJympiasHlen, L, Rotgasse Nr. 5 U, a. wirken mit: Mirjam HSflach-Schöabl, Gertrad Kraus, Dr. Lohner-Beda, Prof. Erich Melier, Rosa Roten, Herma Rosenberg:, Arthur Stadler, Konzert* meister Josef Zimbler. 1149g Karten cu haben bei; R. Lowit,Rotenbirmetraßo N. S R«tb, 1L, Taborstrafio 20, »Aida*» it, Taboratrafle 3, » •MHOftSm im Franz golelr-Sahnhof. Gestern gegen S Uhr vormittags wurde in der Abfahrts- Halle de» Franz Josefs-Bahnhofes ein Gasgeruch wahrgenommen. Da» BahnbetriebSamt verständigte sofort die städtischen Gaswerke. die Monteure an Ort Md Stelle entsandten. Trotz eingehender Untersuchung des ganzen Bahnhofsgebäudes war es bis abends nicht möglich, die Ursache der Gasairssteömung festzustellen. Im Zuge der Untersuchungsavbetten stieß man auch auf einen Dasserrohrbruch, der möglicherweise zu dem GaSrohrgebrechen beigetragen hat. Das Gasgebrechen hatte eine Stauung in der Abwicklung des Personenverkehrs zur Folge und auch die Dahnkassiere in der Stirnhalle mußten infolge des intensiven Gasgeruches ihre Tätigkeit teilweise einstellen. LS wurden jedoch alle entsprechenden Maßnahmen zur klaglosen Abwicklung des Zugsberkeyres getroffen. Gegenwärtig besteht kein Gefahrmoment, da die gesamte BcchnhofSgaSleituNg abgesperrt ist. f i ► MALOWAN mtf. ititowor 4 fiuifi WiBN, l, OPBRSmm P b: f"tr die heurfgc Herbst* und WintersfHson RÖCKE iiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiir tu herrschen Dessins und barben auf Seide f 10A _ g' rum Preise von.......... . a lOIJi HAARHKITB Jfl den modernsten Fassons, durchwegs mit O >DjS Seide gefüttert, dazu passend, zum Preise von » sstJ«* Strafanzeige gegen stamm rrzialrat App man«. Bier Häuser He^mrSgelockt. Gestern nachmittags wurde, wie die. Korrespondenz ,Fliegauf" meldet, gegen Kommerzialrat Otw Lippmann, Vertreter der amerikanischen Automobilfirma Cadillac, Sei der Staatsanwaltschaft im Bureau des Ersten Staatsanwaltes Dr. Nahrhaft durch den Rechtsanwalt Dr. Otto Meider als Vertreter eines Automobilfabrikanten eine Betrugsanzeige dahin erstattet, daß Lippman dem Automobilfabrikanten vier Häuser inBerlinyerausgelockt habe, indem er den Kaufpreis zur Gänze schuldig blieb und die Realitäten mit einer Hypothek belehnen ließ, die ein Vielfaches des Kaufpreises" da.'stellen. Kommerzialrat Lippmann ist, wie bekannt, mit zirka 2 8 Milliarden Passiven in das AuSgleichöberfayren gegangen. Weil Frau Lippmann unmittelbar vor Eröffnung des Ausgleichsverfahrens gegen ihren Gatten sich durch einen Notariatsakt die gesamte kostbare Einrichtung der Billa quf der Höhen Warte in ihr Eigentum übertragen ließ, wurde gegen sie eine Anzeige wegen Verdachtes der Lxekutionsvereitlung erstattet. 8uüilüum«se!er ves Lsth-Sainlvrasch. Samstag, den 23. Oktober fand die Einweihung der im Komplexe des großen LevpoidM't r Tempels liegenden, neuen Räume deS Lehrhauses „23 e4h-H amidra sch" für Wissenschaft des Judentums und g"er:hze'tig di: Feier des 66jährÜgen Jubiläums dieses vom OberrEiner Dr. J e ltittef gegründeten Institutes in Anwesenheit des Präsidiums der Jsrael'tischen Kultusgemeind? Wien, und zwar deS Präsidenten Generaloberstabsarztes Prof. Dr. .P i ck der Vizepräsidenten Dr. Ornstein und D>-. Löwen- Herz, zahlreicher Rabbrncr, Kust!l§rä!e und T.tnpelvorsteher, sowie der äußerst zahlreich erschlLr.otteu Hörerschaft statt. ' ' v * , Eingeleitet wurde die F ier durch einen meisterhaftew Psalmvootrag des Ob rkautors Fi sich er. Nach der Begrüßung der Gäste durch das Kont'le-miiglied Herrn I. Weiß, hiebt der seit 30 Jahren am Institute als Lektor wirkende Rabbiner Dr. S. Rubin einen Vortrag Über da? Thema: „Der Einfluß der Bibel auf die moderne Kultur" und entwickelte auf seinem Spez'a''gebi.'te der Vergleichung des mosaischen, babylonischen, römischen imd modern n Rechtes ganz neue Gedanken. W« Herr! Sic kaffen und müssen um ft'eir Preis gute nn'o gc. schinauvolle Kleidung tragen. Für den Erfolg im Privatttub Äeruftlebrn ist ja oft Ihr Exterieur von entscheidendem Einfluß. Entspricht Ihre Garderobe den Anforderuitgen Ihrer sozialen Stellung, dann verleiht dieses Bewußtsein Ihrem Auftreten Sichrrheit, Sie gervinnen Selbstveclvauen und wirken vercrauen.rlveckcnd. Ja,>a?er Sie?ßmicu sich nicht um jeden Preis das Notwendige anschaffen, — Sie müjsen sparen! Und glaube»,, deshalb nur KonfektionStvare kaufen zu müssen. Weit gefehlt!?onsektion ist Massen-, Dutzendivare, Klischee. Nur Maygardei eobe erzeugt guten Eindruck. Besorgen Sie sich aus dem ungemein reichhaltigen Lager deS' als billig und verläßlich öestbekanntm Warenhauses Brüder Schiffmann, 2. Bezirk, Taborstraße 48, einen erstklasjigen Qualitatsstoff zur Anfertigung von Anzügen, Ulstern, Winterröcke» usiv. Nur so sparen Sie Äerdruß und Geld. Auch Wäsche, fertig und nach Maß- Modeartikel, entzückende Samte, Seidenstoffe, Strumpf- und Wirk- »varen für Mre Da»nrn, sotrie Leinenwarrn, Teppiche, Vorhänge und alles anoere für den Haussedarf b'kommen Sie bei Brüder Schiffniann zu beispiellos billigen Preisen. <§£- Versuch Wien, 31. Oktober 1926 Die Natur ist verschnupft. Nicht naß und nicht trocken, weder Ltog-n noch ^.chnce, z,'.rijchen Herbst und Winter, düstere Tage, da ein kotiges Ettvas vorn Himmel unentwegt herunhörneselt, um dem arnien Menschen die LebenSmistte durch Schnupfen, Heiserkeit, Halsweh und Mißmut noch meyr zu versauern. Furchtbar an solchen Tagen, auSgehen zu müssen, da; einen die Straßen unwirsch cmpftmHen, als würden sie sich absichtlich gegen den Menschen verschworenhaben, um eine Ieiuang voir ihm unbelästmt zu sein. Noch peinlicher, in der kalten Stube zu sitzen, da alles hustet und innerlich und außeVtich verschnupft ist, und der Koylenmangel feine dumpfen Vorposten in Zeitungsnachrichten, die sich mit Kriegszeiterinnerungen i^rbinden, schickt... Und überhaupt, der Schnupfen! Neben Zahnweh die Krankheit mit den tiefsten seelischen Wirkungen, /tiie We t schnupft zu einem kleinen schwären Punkt zusammerr, der die Nein gewordene Hoffnung und Zuknnftsaussicht vevl schließt. Nun tre'ecnlc man, wie die Welt in diesen Tagen deS LaltwetteieS auSsifht, wenn ztvanzig, dreißig solche Menschen, die. . citt HössnungSschtound Ici’reu und vergrämt letze Türspalte und?e'cen Lufthauch fürchten, in einem Bureau zusammengepfercht . sitzkn, alle vom Tireklor über hen alten Buchhalter-üpd dicken Kassirr'ÄS Pm pfiffi-Aen Diener,^^ dessen^- PMigM 'verschleimt und dessen Awvsiäheit heiser geworden. Und in oer Elektrischen, s wo die Fe''.chti^'keit der Röcke, der Nasen und der Worte dampft, i'.nd bald zu einer kalten, eisigen Stimmung erstarrt. Ueberall-.! in dringt das undefinierbare Grau der Natur, vaS scheinbar ersundcu wurde, um dem Menschen so recht zum Bewußtsein zu lningen, daß nicht jeder Tag der Freude gehott, daß die Sonne nicht immer sich durchsetzen kann. Nur spärlich sickert Freude,, nur Wvach macht sich die Sonne * äu diesen Tagen .'bemerkbar? Der Mensch verschiebt sein Leben, bis sich die Natur - entschließen wird, ihn gütiger auszunehmen, bis.- sie sich von ihrem Schnupfen-! kuriert, damit auch er selbst seinen Katarrh loswerden kamr. Es darf nicht zu lauge dauern, denn sonst drohen neue Fackilivn-, . Staats- und Weltkatastrophen... Hervorragend bewährt zur Bekämpfung rheumatischer,! gichtischer, nervöser Schmerzen sowie gegen Kopfschmerzen. Die Dlrkuao «rw aaatltuisa» ehe. ftc<Mc schttdttchei, WcfecnmiVrnagea.' tlrmMiJ f4tirnfe bfitntart'trt. — In allen e"H>tftffrn. H«,/ ÄÄ'.Zahliing80rUlolitBruii(( Auffrischung«*Spezialverfahren, tut jedem Stack eraTchtUcht Kattapreise, Im wattHHavs fCrst, wieh wi. sininperüoMe 15 m OttchSftebesftnd 40 Jahrs / Bfgene Pel«- reparatuiWerkstätten / vixens PtitfBrbtrsi. tvirkllche Garantie nur beim Bri»t(tr WM(HWfl(M^690fl009tKH>a80000b890Q8ftfh fICGM. KORKMEHL OROSSFLE1SCHHAUERBI Zentrale; IX., Beslrk, BSrfgatea 19, Ttlephon 17-A » u. 1tt*»*»* Llefernnt für Heilanstalten Abteilung für ^^2-Fleisch unter Aufsicht des Bhiwfirdlet «emelnae :«n Rabblnats der Itr. Kultus* IX., Berggane IS XVIII., Wihrlng«ntr»ße 97 k Bei Erkältungen, Schnuip'fen, HMentzündung, Nerven 'schmerzc-n, Cäicderreißen tut man gut, mit einem hattben Gla t nalÄolichen „Franz-Jo>sef"'Wittiettvafsers für tätliche Darn> entleer»ng zu sorgen. Nach Urteilen der Umversitatsklinilc zeichnet sich das Fi.ranz-Josef«Wasser durch sichere WirHam^ bei angenehmem Ge-brauch aus. I Crepe de Chine- Kleid . L8!9'— Crepe de Chine- Kieid . 4 S 25*— Velour-Mantel i5i 3 8 29'— Velour-Mantel, mit Pelz verbrämt, L539 — Schicke Crepe de Chlne-Tanzkleider io jeder Preislagel Die Der» und lithlumhai’ia« ist harntreibender Wirkung, glänzend y . bewährt bei Nieren* und Blasenleiden. Hellt Rheumatismus. >» Vw'VttVUVV ♦ \j HVHV Angenehmer Geschmeckt Eisenfreil Erhältlich in ailew eiwacblEglyui» Geachäfteu, Apotheken und Progerien. Geschäfte Stelle: Vien, Telephon 30-66.