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Wiener Morgenzeitung · 1926-10-28 · Heft 2756 (28.10.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2756 (28.10.1926)
Date
1926-10-28
Page
Seite 6 (sequence 8)
Language
German
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Oeke 6 WiM, Domrerstctg Wiener Morgenzettung 28. Oktvbßr 1926 Nr. 2786 Ar Prager SeasalioarassSre. Politifor in dir Angclciirnheit Pri»,, Knrill — Dr. Eisler verwickelt? Aus P r ü ti wiird berichtet: Prinz Cyrill von Bnlfturieu 'ist hsute Hier eiugetwsfen itn-d fx'it sich im Hotel als Gmf Cyrill Sokolski, Diplomat ans Sofia >MmcDtt. Die Blätter verzoiicksnen in der stanzsn Kobürg Wen Affäre die sensationellsten Gerüchte. „Pvcrvo Lidu" -berichtet, daß einer der he rvor ragenidst an Politiker .'m die AngelLgenheit verwickelt fei. Es sei sicher, daß die Berl^ftnng Eislers in einer großen politischen Partei gemeint ist die A g r a r P a r t e i — Panik itnt'b Schrecken l-ervorgevu-fen habe. Tatsache ist, daß sogar die P etika, der Wnferansschuß der tschpchischen roiitisckM Parteien, -nährend der allnabioncklen Negierung für die Sache Cyrills interessert wunde. .'Halbamtlich 4nird mitgetsilt, daß die Grundlage für die Einleitung der strasgenichtlichen Unterfiichnng gegen Dr. Eisler ein Protokoll sei, in dem festgeftellfc wird, daß Dr. Eisler von Cyrill indu Koburg GÄd unter »der Vorgabe verlangte, 'daß man Beamte des rt i it a n 3 m >i n t st e r i n mt s irnd des Acker b a -um i n i st >c r i n -m s besteche it ni'iisse. Ae Banknotensülscher von Llasz-Llszka. Aus Budapest wird gemeldet: Die königliche Dasal von Dedreczin stillte heirte in zweiter Instanz das Utfckl im Prozeß gegen die Million-Kronen-Falscher von Olasz- Jiszka. Die Tafel bestätigte das Urteil des Strafgerichts, wonach Salom o n F r ie.dl.ä nde xzu 1 % Jahren Z-uchdhaus verurteilt >wivd, der zweite Söhn, Heinrich Fr i e dl ä n d e r n-n'd der Bankdirektor Bettel hei m fveiges'prochen tverden. Die Strafe des KammerÄleners Desidox C z i n k wurde, .vchi 2 Moirateu auf 6 'Wochen Hesängms Herabgesetzt. ' r" 7 */;' " V - ~ vebersall in einer Wohnnng. Ein 'brutaler Uebersall wurde , vorgestern in der WohiMg des Fuhrwerksbesitzerß Josef, Seidler, % Bezirk, Im Werd Nr. 6, ausgeführt. Um die Mittagsstunde drangen plötzlich drei Männer in die Wohnung fielen über Sewber-Her, verletzten ihn mit einer Hacke und einem Schlagring und warfen ihn zu Boden. Nachdenr sie auch mehrere Einrichtungsgegenstände demoliert hatten, stahlen.- sie eine .Anzahl Sachen und 'Geld und flüchteten. Dieaufi.Grund Anzeige 'eingeleiteten Erhebungen ergaben folgendes: Den' UeLersalt hat der. 28jährige Fuhrwerksbesitzer Philipp Bidla zusammen mit dem 31jährigen HilfscyLeiter Karl Eisenhold und dem 27jährigen Kutscher Johann Svehla ausgeführt. Me drei Personen ÄWden verhaftet. Der NnMfiw'IreE Ueberfälles ist der Kutscher Svehla; er war bei Seidler bchienstet, waraber gekündigt lvorden, weil er drei Ballen Dachpappe gestohlen haben soll. Um 'sich . zu lachen, arrangierte er nun den Ueberfall. Die Ber- Wiäen wurden dem- Landesgerichte /eingeliefert. Ae Hochschule für Welthandel Der Hörerstreik beendet. .... Gestern vormittag fand eine.Versammlung der Hörer der Hochschule für Welthandel statt, in der die Studenten sich mü. den von seiten sbes Handelsmimsters gegebenen Zusicherungen.betreffs Ausbaues der Studienordnung mch Verleihung des Promotionsrechtes einverstanden erklären und beschlossen, den I nskripti o ns streik. Lbzubreche.n. Vormittags fanden bereits Inskriptionen statt. Auch wurden die ersten Vorlesungen abgehalten. Der nomale Betrieb wird hertte einsetzen. Revorskeier ohne Wichs. Gestern vormittag erschienen die Vertreter der nationalen Verbindungen beim Rektor der Universität Hofrat Mo lisch, der ihnen mitteilte, daß [et genötyt sei, 'das Aufzugsrecht für Chargierte zur stattfindenden RektorsinauguräLio n nicht zu erteilen, da zwWen den «einzelnen Studentengruppen keine Einigung zustande gekommen sei. Eine Teilnahme der Chargierten stvüre {.tut* bann möglich gewesen, wenn Vertreter aller Verbindungen io f f iz iell in Wichs an der Feier Wteu Leilnehmen können. Dies fcfL jedoch infolge der Weigerung tz er nationalen Vertreter, gemeinsam mst denen der jüdischen Assrmilanten vlfzn,stehen, rmmöglich. lchmückungen, Lichtbildaufnahmen und Heimführungen vorwerden vis Ettde des Jahres entgegengenmnmen. * Tfchechoslotvakische Visa. Die Paßsammelstello der tfchechosiowvNschen Handelskaammcr in Wien, 1. Bez., Herrengasse 12 (Palais der Zivnostenska Banka, Schalter 8 Und 9) empfiehlt den Parteien, welche zu Weihnachten in die Tschechoslowakei zu reisen beabsichtigen, sich das tfchechosloivaklsche Vistmr bereits in der nächsten Zeit gelegentlich zu vesorgen und damit zur Vermeidung des großen Andranges bei den Paßstellen knapp vor den Feiertagen im eigenen und allgemeinen Interesse beizutragen. Die Bisa zur einmaligen Einreise werden auf die Dauer von H Monaten ausgestellt. Die Dienststunden der Paßsammelstelle sind von 8 bi« 18 Uhr täglich, Samstag von 8 bis 13 Uhv. * Keren Kajemeth. Donnerstag, den 4..-November 1926, Hl Uhr abends, findet hv den Zionistischen Bureaus, 1. Bcz., Kärntuerstraße 28, eine Sitzung der $)l i t« r'6 c i fce r des KorenKajemeth statt. Tagesordnung: Besprechung des Arbeitsprogramms für das Jahr 6687. * Gegen Hartleibigkeit und Hämorrhoiden, Magen- und Darmstorungen, Leber« und Milzanschwellung, Rücken- und Kreuzschmerzen ist das natürliche „Franz-Iofef" -B i t t e rwa ss e r, täglich mehrmals genomen, ein herrliches Mittel. Aorztliche Prüfungen bei Erkrankungen der Unterleibsorganö haben festgestellt, daß das Franz-Josef«W<lsscr sicher lösend und immer gelinde ableitenid wirkt. Erhältlich in Apotheken u. Drogerien. * Artistenprüfnng Im „Apollo-Theater". Samstag, den 6. November 1926, um 3 Mrs nachmittags findet die nächste Ausnahmsprüfung neuer Mitglieder der „Internationalen Nrtistenorgantsatlon" in Wien, im „Apollo-Dheater" statt. Es werden wieder eine Reich« internationaler Varietekünstler Mitwirken. * Rawchee — die besten Aebeiter. 'Langjährige Versuche, die Wirkungen des Rauchens auf die GesundHsit und die Arbeitsleistung zu erforschen, haben den Professor für experimentelle Psychologie an der amerikanischen J'hns- Hopklns-Unidersität zu dem Ergebnis geführt, daß der Tabak für den menschlichen Organismus nicht schädl i ch ist. Die Erhöhung des Blutdrucks, die durch den Tabakgenuh hervorgerufen wird, ist nicht größer als die, die durch 'die Freude über einen guten 'Witz bewirkt wird. Der Professor glaubt, durch seine Arbeiten den Belveis liefern zu können» daß Männer, die rauchen, zuverlässigere und eifrigere Arbeiter sind als Nichtraucher. * Omngenrcifttng mit Elektri sttüt. In den großen. Südfruchtplantagen Kaliforniens ist beabsichtigt, die charaktcrrstische goldgelbe Färbung der Apfelsinen durch Berwcndung von elektrischem Strom zu beschleunigen. Unter Aufsicht des Ackerbaudepartements der Vereinigten Staaten srnd Versuche mit! Heizkörvern zu 400 und GOO Watt angcstl'lit worden, die zu sebr günstigen Resultaten geführt haben. Diese künstliche Reifung soll icht überall "dnrchgeführt werden, wo Strom erhältlich ist.' JÜDISCHE WEIT Wien, 28. Ortober 1926. - * - Steuerschläge. In Oesterrsich sind gestern überall Neverschläge gefallen, am stärksten am Oijtvarrd der Alpen. In Wren seBbft herrschte besseres Wetter. Vorhersage: Neuerliche Emtrübung nnt nachsoligenden Nieserschlägerl, trüb, wbihäfte Westwinde gegen Süd/ wieder nach Nordwest dveHend. * Professor 'Sostaric tovzertiert für arbeitslose Schauspieler. Der bekannte FlügekhornviMase Professor Dr. Mar' Sosta-ri c, veranstaltet zu.r Unier!stützung von arbeitslosen Bühnerunjigliebern und arbeitslosen Artisten eine Reihe von muisktalischen AMührungen. Die evste dieser Veranstaltungen firtdet im Kirro'Mt-Wien am Ronnweg statt; weitere Veran- Mtüngen im Margar ein er Orpheum fvlgen. * Nachforjichongen rmch KriegSgräber» und HeimMrunge». Im nächsten' Frühjahre entsendet das Oesterreichische.SMvarze Kreuz abermals Expeditionen nach I t alien und Polen, bei welchen Nachforschungen, Grapschmückungen, Lichtbilderausnahmen und Heimführnngen vorgenommen werden. Anmeldungen, die an das GeneralfetzMarkat, Men, 1. Boz., Herrengasse 21 zu rühten find, Mische Sruüereken in Prag. In «dar vor kurzem in Prog -aibgehalLen^n Bu-chansstellung errogie die j ü d i sch e A 'b t e >i I u n,g allgsmsin LesonÄeres Interesse. Di-e oltsn Mischen DruckeMUigniisse Loben in ihrer We-rsichtlichen JrvsamnionstellU'Nig ein anschcmliches BÄd von der Vultiurellen Entwicklung der Juden in Prag, einer der ältesten Judeustädte der Welt. Die erste jiüldisir^e Druckerei wurde von G e r s o w . 'b e n Salomo C ö h e n im Jahre 1613 gegründet. Die ersten Erzeugnisse dieser Druckerei lvaren Gebet- . bücher für den Alling und für die Festtage, sowie Bibel für die jüdischen Schulen. Im 17. und 18. Jahrhundert; wurden in den Ddischen Druckereien bereits jüdische Bücher sowohl religiösen als auch allgeinein-welttichsn Jrrhalts. gedruckt. Unter den ausgestellten Büchern a>us dieser Epohie sah man bereits Responsen, philosophische Werke und selbst wettliche Geschichte uu,d Lieder in jüdisch-ideutscher Sprache. Diese Gedichte und. Lieder be- ^handelten veriWodene.Vor.konunuisse iin Lande in jener? Zeit, so die große Epidemie, den großen Brand in Prag! und noch ähnliche Alltagsgeschichten. Das jüdische Druckereiwesen; ft «Prag entwickelte; sich entsprechend dem Aufstieg der Prager jüdischen Ge- , meirrde bis zum .19. Iah Hundert. Vou da an zeigt sich sowohl . im Gslneindckeben^ als auch im jüdischen ' Druckereiwesen vom Standpunkt des Ju'deutums ein , Rückgang. Die Drucke der Össizm des Gerson bsn 'Salomo Cohen mären, besonders von 1516 angesangen 'in ihrer Aussührunig nicht schlechter, als die besten italienischen Drucke jener Zeit. Gerson den Salomo Cohen war der Begründer einer jüdischen Dvuckerdynastie, die nach seinem Tode von seinen Söhnen und . dann von seinen Enkeln und UrenkÄn weiter,geführt wurde und!var unter der Bezeichnung:^ Druckerei Cohen's Enkel oder ,,Ka tz i s ch e Studiere i" — Katz ist bekanntlich die hebräische Abkürzung für „Cohen Zedek" — 6c- : vühmt. Manche Büchier aus dex^ Zeit bis zum Ende des 17.. Jahrhunderts, da die Druckerei zu existieren aufgehört hatte, findet man noch den Stentpel ^Druckerei von Moses Katz, erneuert durch Israel ben Ber Eitel es". Unter den gleichzeltig mit Cohens Druckerei ge-., gründeten jüdischen Druckereien in Prag waren die Druckereien dos- Abraham H e i d e und des Jakob Back besonders bekannt. Auch die Back'sche Druckerei vererbte sich vom Vater auf die Kinder während einiger Gonemtionon. So sah nvan in.der Ausstellung Bücher mit der Bezeichnung: „Druck von Jakob Back" oder „Druck von Inda Back, die Enkel von Juda Back". In späterer Zeit begannen auch christtiche Druckereien jüdische Bücher zu drucken. ßoolidge an einen IvSMrigen jüdischen Pfründner. Aus N e w y o r?, wird uns geschrieben: Im jüdischen Grersenheim in Newyork feierte dieser Tage der Pflegling Henry Levi seinen 103. Geburtstag. Aus diesem Anlaß würbe dem noch rüstigen Greis im Heim ein Festbankett veranstaltet. Der Hundertldreijährige lud zu diesem Feste in einem länge.ren Brief auch den Präsidenten der amerttanischen Mepub'lik Coolidge ein und schrieb ihm hierbei, wie sehr er sich darüber freue, daß an dem ihin zu Ehren veran- Gegen alle wirken vorbeugend,und lindernd die ärztlich erprobten und empfohlenen failvan Knoblauchtropfen. Vorzüglich bei Prauen in den Wechseljahren. Preis S 3.50. Erhältlich ln allen Apotheken. ist Erzeugung: Alte Feldapotheke, Wien, I. Stephansplatz. statteten Festmahl auch Vertreter der Stadt Newyorl und des Staates ihr Erscheinen in Aussicht gestellt haben. Kurz vor dem Festtag erhielt der Hundertjährige aus dem Weißen Haus in Washington ein Schreiben des Sekretärs des Präsidenten, in welchem dieser den Jubilar bittet, dem Präsidenten zu entschuldigen, daß er an dem Geburtstagsfest nicht teilnehmei'.Ekönne. Der Präsident habe die kurze Lebensgeschichtc Levis mit großem Interesse gelesen und freue sich, den Anlaß zu haben, einem Mann, dessen geistige Frische er bewundere, zu seinem 103. Geburtsfest gratulieren zu können. Der Präsident wünsche ihm viel Glück in sciucin künftigen Leben und daß ihm noch lv ährend vieler Jahre Gesundheit beschieden sei. Mr. Levi war, wie er erklärte, an jenem Tag, da er den Brief fehles Präsidenten erhielt, der glücklichste Mensch in Amerika. Bo« der Warschaner jüdischen Gemeinde. In der letzten Sitzung des Vorstandes der Warscha-nei Mischen Gemeinde wurden u. a. folgende prinzipiell wichtige Beschlüsse gefaßt: Die Verwaltung hat das Recht, ihre Korrespondenz in einer der offiziellen Amtssprachen, und zwar jid- disch, hebräisch und polnisch zu führen. Das Arbeitsgebiet der Abteilung für Schuiangelegenheiten wird erweitert, was durch seine neue Benennung z>um Ausdrucke kommen soll. Diese Abteilung heißt nunmehr: Abteilung für Schulwesen, K u l tu r und Talmud Thora. In das. Budget, für das Jahr 1827 werden auch die erforderlichen Posten für die Herausgabe eines viertelijährlich ' erscheinenden Gemeindeblattes aufgenom-men. Das geplante Amtsblatt der Warschauer jüdischen Ge-rneinde soll außer den genauen Berichten über die Tätigkeit der Gemeinde auch Mitteilungen , über alle anderen Fragen enthalten, die mit den Ausgaben der Gemeinde im Zusammenhänge stehen. Besondere Berücksichtigung soll, jedoch in der Vierteljahrsschrift die Geschichte der Juden in Warschau finden. Dieser Teil des Amtsblattes soll speziellen Fachmännern auf diesem Gebiete anvertraut werden. Die. Vierteljahrsschrift soll in drei Sprachen, und zwar hebräisch, jiddisch und polnisch erscheinen. Größere Debatten rief ein Antrag Farbsteins, den in Erez Israel befindlichen Juden aus Pbleu, die sich gegenwärtig in einer wirtschaftlichen Krise befinden, für. das Jahr 1927 eine Subvention von zumindest 25.000 Zloty zu bewilligen. Nach dem Antrag sollen bei der Verteilung dieser Subvention Emigranten der letzten Jahre, und zwar sowohl Kaufleute.als auch Handwerker und Arbeiter berücksichtigt werden. Schließlich wurde, da ein weiterer Antrag die Subvention mit 50.000 Zloty bestimmt, prinzipiell die Bewilligung einer Subvention beschlossen, über die Höhe dos Betrages wird der. engere Berwalkmgsrat en-tschoiden. Die neue jüdische Stadt Sabbathville bei New-Aork. Aus New-Uork wird uns berichtet: Hier hat sich eine Gesellschaft zum Aufbau einer neuen jüdischen Stadt, die den Namen Sab'bathvillo erhalten soll, gebildet. Die neue jüdische städtische Siedlung liegt ungesähr eine Stunde Bahnfahrt von New-^lork entfernt. Zweck dieser Gründung ist. eine moderne, hygienisch einwandfreie Stadt für Juden ins Leben zu rufen, in welcher die jüdischen Beroohner ungehindert sin jüdisch-religiöses und kulturelles Leben führen können. Chaluzim aus Argentinien nach Palästina. Aus Buenos Aires meldet I. T.-A.: Im Verlause des September haben zwei Gruppen von Chalugim den Weg nach Palästina angetreten. Donrnächst wird eine dritte Gruppe nach Palästina gehen, um sich dort dem Ackerbau zu widmen. Ein berüchtigter Judenhetzer begeht Selbstmord. Aus New - V ork berichtet I. T.-A.: Der zur Zeit der Zarenherrschaft berüchtigt gewesene Graf Spiridowitsch beging hier Sellbstmorld. Graf Spiridowitsch, der auch an: Zarenhof einflußreich lvar, stand an der Spitze der antisemitischen Hetze im früheren Rußland und hatte bei mancherlei cmtiMischen Unternshmungen, die von der Obrigkeit ausgtngen, seine Hand im Spiele. Niederschlagung des Kownoer Prozesses. Die I. T.-A. meldet aus Kow no: Umnittolbar vor Beginn der Verhandlung vor dem Friedensgericht gegen die Mitglieder des Präsidiums des poy. der früheren reaktionären Regierung 1933 auseinandergetriebenen Jüdischen Nationalrates, die einen scharfen Protest gegen die damalige Regierung veröffentlicht hatten, wurde mitgoteilt, daß der Prozeß auf Grund einer Amnestie medergeschlagen worden rst. i

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