Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2756 (28.10.1926)
- Date
- 1926-10-28
- Page
- Seite 7 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2766 Wien, Donnerstag Wiener Morgenzeitmig 38. Oktob-er 192« Seite 7 Bühne und Kunst. Rem Lnmtette im Konrerthaussaal. %m -ersten Mbend «des novrMenfrsn'N'Äichen Gotte s m >a n in - Qjl-airt-ektss stand ein: Streichquartett von Josef Matthias Hauer zur Diskussion. Der Tondichter, «der sich «durch seine theoretischen Schriften >H«ber das ,,ZiMftonsystem" und -dicrch seinen daoüber mit Arnobd Schö-nberg geführten Pviorrtäts-Krieg einen Namen genmcht -hat, versucht auch «in «der Praxis sämtliche zwölf Töne 'der -Oktave — ohne Rücksicht auf Tonika und Domliinante, ans .Ha-nptlmd Nebentöne — in «der -Melodie gleichrangig zu verwerten. Freilich ist er kein Schönberg, und so konnnt er «bei der Znsainmen-- steltling senes nVuen musikalischen Alphabets Liber d-ie Arrfangsgrinnde des nrelv'di scheu BuchskMerens -nicht hinaus. Er ftammdtt — in der brüchigen Melodik, m der geMungenen Fo-r«m, in dem verkrampften Ländler. Der Fcmatismius des Dheoretibers trägt einen iPyrrhusst-yg jiL^-Ne'nl-cmg.e'lhaste Potenz des Erfinders «davon. - Gang anders der junge' KapeLmie'iister Erich S t e ke-l m seinem von: B u x b a at nt - Quartett famos gespielten A-Dnr-Q-uartett, gas «ditrchaus nicht von des Gedankens Blässe angekränkelt ist. Es ist von Farbe und von Bewegung erfüllt, nngeMnngsn und uatürlich stiegen die anheimelnden -lnelodischen Cbnfälle dem technisch sattelfesten Mivsiker nu«r «so zu., «der es >m«cht notwendig hat, zu spintisieren. Gustav Mahler schrieb einmal nach «der Vollendng seiner „Sechsten": „Das ga-nze Spi«n«tisieren über das MtHziereu koinmt mir vor, mch einer, «der ein «Kind -gemacht hat, :Md fick) nachträglich erst -den Kopf zerbricht, ob es auch wir-klich ein Kind ist, und ob es mit rickMgen Jrttentloirsn ge-Ml-gt -ilsw." Stekel «besitzt d'i«e m«u«sik-a>lischen Intentionen und Hauer spintisiert .wird doziert über «die zwölf Töne... der jugendlichen A-Dur-Tonavt sticht auch das vom Dainon-q.nar-tett Kolbe mit «weiblicher Hingabe -und männlicher Disziplin gespielte StvM-quartett von Oskar Dietrich. Er ist noch jung und redselig, und 'sein nur schernpolyphoner Satz plätschert gar zu lang- -sam dahin, ein melodisches klares Wässerchen, das aus Schuble-vt-Brahms'schen -Quelle:: und aus den: Volkslied gespeist stvirL.' Mit dem Prägnanten Einfall eind der «straffen Form hat es ja noch seine liebe Not, doch, was nicht ist, kann bei -der sicherlich «vorHandenen Begabttng des Tondichters noch wenden. *f,r' Hakoah-Lrchefter;J.ci der vergangenen Sonntag abgehaltcnen Probe spielte das Orchester wicderüin Wachsmanns Onvertürc zu Feldeggs „Der neue Faust". ^Der anwesende Komponist äußerte sich sehr lobend über - die Wiedergabe seines Werkes, welche hauptsächlich dem -unermüdlichen Eifer des Dirigenten Hahn zu verdaicken ist. Walter Hahn hat cs verstandet:, das Orchester in der so kurzen Zeit gänzlich seineur künstlerischen Wollen unterzuordnen. Hart dem Orchester Gelegenheit zu geben, sich im Blattlesen zu üben, hat der Ausschuß beschlossen, von. nun an in den Sonntaproben die letzte Stunde Opern unter Mitwirkung von Solisten zn proben. Es ist an-k zunehmen, daß hierdurch das Interesse in den nrusikbetreibenden Kreisen für das Hakoah-Orchester iroch zunehmen wird. — Freitag, den 29. d. M., beginnen die Proben. des Kammerorchesters um 7 Uhr abends im Hollandersaal des Wiener Konzerthauses. Der Ausschuß fordert alle Mitglieder deS Hakoah- OrchesterS, wie auch die Musiker (Amateure) aller Instrumente auf, zu diesen Proben recht zahlreich zu erscheinen. >— Die Mitglieder iveckwn nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß die So-nntagSproben von nun an um Punkt halb 10 Uhr Vonnittags beginnen und Ziispätlommeiwe erst in der Panse Mnlaß finden. Au« den Aeatern. Bnrgrheater. Morgen, halb 8 Uhr: ,Mn Soinmer- »dachtstraum" (Theatergerneinve «Serie C, rot): - Akadachtiethnate-r. Morgen, halb 8 Uhrr ^Mädel ttow ffen te". ( Lu stspielthoa tor. «Sonntag gastiert das Dpevetterrensenible des Badener Stadtthcaters, nachmittags HM 4 Uhr, Mt „Ein Herbstmanöver'" und abends, halb 8 Uhr, mit „Die Bajadere". >Bürgertheater. «Samstag, HM 8 Uhr, U.-vauffüHrmig der Operette „T>:r MitternachtÄvalzer" dm: Milkner und Oesterreicher. Musik von. Robert - Stolz. Johann-Strau ß-Th eatar. Freitag, den 5. Sdoveurber, Erstaufführuirg von „Alexandva", Operette in. drei Akten Von Franz Marios, deutsche Bearbeitung von Paul Frank nnd Peter Herz, Musik von Albert Szirnmi. Deutsches Bolkstheater.(Samitag, HM 8 «Uhr, Uraufftihrmrg der Komödie „Enns Tages...von Hans Chlumbmy, mit Albert und Else Bassermann. i Raimundtheater. Samstag, den 30. d., uachmit- «ags 3 sUhr, „Ter Struwelpeter".«—Sonntag und -Montag, nachmittags, „Der Müller und sein Kind". »Mierr lacht wieder", und es zeugt für seine gute Kap- Wution, daß es lacht, ohne Ursache zur HoiterEeit zu Wüeu. Siehe die «Stadtthaater-«Rebne, die das Jubiläum der 26. A-uMhvung beging. Dünn gesät sind die dünnen «Späsft, der Wiener «hegafft arrgenehnte EnHülltutgen, berechnet, wiiovie-l di-e Au-Asmttung Mostet haben nruß (die SMnheit besteht diesfalls \n der KosMarkeit), es wird ge° stmgen, getanzt :m-d gejWelt — alles wuttde im Borjahr und Borvorjahr ebenso gestmgert, getanzt -und gejüdolt — aber Wien lacht. Gesegnete MaMeit! - Heinrich Mann am BortragSpult. Heinrich Mann hiitt a-m Sam-Stag den 30 d. SW. im großen Mu>sikvereinSsaa-l eine Vorbe«sung aus eigenen Worten. Ernü L o th a r'spricht ernlevteüoe Worte. Beginn 7 Uhr. Der Tanz. Dom Tanz, der im Kulturleben der Völker eine bedeuts-Äne Rolle spielt, ist ein von Dozent Dr. Robert Bleich st einer verfaßter Ura ni a-Filmvortrag gewidmet, der am Mtttvoch, den 3. November d. I. um Uhr a-bends im großen Saale der Urania zum erstenmal ansgeführt werden wiw. Gerichtssaal. Adelige BankgrSnVer. Dir Staatsanwaltschaft hat gegen Artur (Markcsräf) P n l l a v i c i n i, den Firmenvertreter Theodor B u ch a l ,md gegen den Gutsbesitzer Enger: (Graf) Hardegg hie Artklage erhoben, gegerr die zwei ersten rvegen des!Berbreche ns der Veruntreuung, wegen Vergehens der fahrlässigen Krida und mangelhafter Buchführung, gegen den letzteren -wegen des Vergehens der fahrlässig Krida. Zu Begimr der gestrigen Vcrhartdlnng lmtrde das Verfahren gegen Pallavicini, der sich augenblicklich in Angora befinden soll, ausgeschieden. In der Anklageschrift heißt es: Theodor Buchal getv-ann im Jahre 1922 für sein Bankgeschäft Engen Hardegg und durch diesen Artur PaNavicini, zunächst als stille, dann als offene Gesellschafter. Alle drei waren früher Offiziere nmd Grundbesitzer/ es fehlte ihnen jede kaufinännische Schule und Praxis. Darin allein sei schon eine Fahrlässigkeit der Bankgründer (zu erblicke::. Unter den Komnnttenten des Bankhauses Theodor Buchal u. Co., befand sich auch Frau (Olga B o t h n: e r- L a t: n o v i c s, die ein Gut bei «Scheibbs ankanfen bvvllte. Sie übergab zu diesem Zweck dem Pallavicini zuerst L41 Millionen und dan 39 Millionen Kronen. « , Pallavicini hat das ihm übertragene Vermögen jedoch nicht zum Ankauf des Gutes verwendet. Mittlerweile stieg der Kaufpreis immer hoher und Frau Bothmer Erklärte ihren Rücktritt vom Kaufvertrag itnÖ verlangte das Geld zurück. Sie erhielt jedoch nur 210 Millionen >zuv ü ck,;unb zwar in Raten, die sich bis 1924 erstreckten. Die Staatsanwaltschaft erblickt darin das Verbrechen der Veruntreuung. Dem Theodor B u ch a l wird eine Veruntreuung zum Schaden der Frau Egine KHevenhüller?ur Last gelegt. «Er hatte vor: dieser Klierttin einen Scheck »über!50.000 tschechische Krorten zum Inkas\o.> erhalten, damit er «ihr den Betrag in effektiver: Noten nach Abbazia «überbringe. Er hat dies nur bis zu einem Betrag vor: 35.000 tchechische Kronen getan, die restlichen 115.000 hat «er sü-r die Firma vevwerrdet, ohne daß über dieses Geschäft eine Eintragung irr den Büchern vorgekornmen wäre. sFerner hat Frau Marie Teltscher dem Theodor Buchal züm Ankauf vor: fünfzig Ternitzer Stahlaktien einen Betrag von 900 Schillütg übergeben, die Aktien aber trotz «Drängen nicht ausgefolgt erhalten. > «Schon an: 31. Oktober 1922 hatte sich «aus pmer Bilanzaufftcllring der Firma Buchal it. Eo. ein vorläufiger B e r l u st v o u 5 264 Schilling ergeben. Das Passivum erhöhte sich im Lause lder nächsten Zeit, laber trotz der Kenntnis der Za.hl::ngsunfähigkeit wurde die Zahlungseinstellung erst im April 1924 angemeldet. Außer der Bilartz vom 31. Oktober 1922 liegt keine sweitereirBilanz vor, so daß die Staatsanwaltschaft das Vergehen soer «mängelhaften Führung für gegeben ansieht. Die beiden Angeklagten erklärten sich nichtschuld i g. Die Buchsachverständigen erklärten jedoch, daß die B uchführung äußerst mangelhaft gewesen fei. Die Verhandlung Wird heute zu Ende geführt.. Die Morbaffare Amalie Leirer vor der Königlichen Tafel. Aus Budapest wird gemeldet: Vor der Königlichen T-afÄ fand gestern die Berufungsverhandlung in der Ang'ellegercheit des au der Ha-vbwelD-cnwe ArnMe Leirer begangenen mysteriösen Mordes ftatt. Im Sinne des Antrages des Staatsanwaltes Dr. Vavga wurde die «Strafe Okolicsanyis, der iw Verdachte steht, der intell-sktuelle Urheber des Mordes zu sein, von 3 Jahven Zuchthaus auf 8J£ Jahre Zuchthaus, die Strafe des Bo-lla von 2 Jahren Gefängnis auf 4 Jahre Kerker erhöht, während die Gefängnisstrafe Sagulys von einem Jcchre auf 8 Monate herabgesetzt und die GefängniSstvase He.li.gS in der Dauer von v Monaten bestätigt wurde. Bereine, Borträge trat Bersammlimgeu. Leopoldstädter Bolksheim, 2. Bez^ Zivkustzasse 48. 7 Uhr: Professor Lioo KuKa: Goethes „Faust". — Brigittonauer Bolksheim, 20. Bez., Stvomftrahe 76. 7 Uhr: Fritz Geßner: Bau und Leiben der Pflanzen. — Jüdisches Jüg/etckheim des Joint Hilfswerkes, Wien, 16. Beg., HerMotzgasss 21. Donnerstag, den 28.' d. M., beginnen die Kurse über Jüdische Geschichte und Literatur sowie über Palästtna-Äunde. Einschreibungen bis 1. November täg«lich von 7 bis 10 Uhr abends. — Jüdisches Zentrum der Sozialen Hilssgemeinschaft Anitta Müller. Donnerstag, den 28. d. M., 7 Uhr, EHlternversammlung der Kmderlesestube. Bortrag Dr. Btttoc Kellner. 8 Uhr: „J-üdische Bilidurrg". E n g -l r s ch e Kurse. Beginn: Divntag, 1. Novernber. — Einschreibungen tägl'ch von 8 bis 8 Uhr abends im Sekretarrat, 2. Bez., Untere Augartenstvaße 35. — Zionistische Frauengruppo Sektion 9. Heute Donnerstag findet um HS Uhr abends ton Lokal - der Lese- Redehalle, 8. Bez., Türkenstraß-e 9, unsere JahreSvers a m n: l u n g statt. TageSordrmng: 1. Tättg«keitsbericht, 2. Arbeitsprogramn: für dnS konrmende Jahr, 3. Eventualia, 4. N-euiwaylen. — Zionistische Bezirkssektion Brigittenau. Freitag, )48 Uhr abends, im VereinsMm, Jügerstraße 30: Vortrag Dr. Nisan Goildftein über Miidrosch". __ , v Predigten in den israelitischen Gemeindetempeln. Morgen sitlden bei dem mn 4 Uhr -tö Min. bsgiunenden Abeudtz-ottesdienft in den nachbenann-ten Gem-eindetempeln Predigten statt, und Mac: 2. Bez., Dempolgnsse 3 Mabbiner Dr. M. Grun- «wald), 16. Bez., Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. I. M. Bach). Volkswirt. Steuettalender für November 195«. 1. Bundesstottern. 16. Noveniiber: D >i e « st a b z u -g ft euer pro £rf* tover. 16. Novenchirr: Effe kt enu mfntz stvu <r r ftto' dm Verrechimn'gsperi'ode 1. bis 31. Oktober. 20. November: Waren-Umsatz.st euer a «mt» für die Verrechn,nug-spevi-o-de 1. bis 31. -Oktober. 2. Wiener GemeinÄeavga-ben. 10. November: P l a ka Labga be für Äe Ver> rechnnngsperio-de 1. -bis 31. Oktober; Nahrungsnnd Ge n >n ßm i t te labgabe für die Derrechnnn-gsperiode 16. Pis 31. Oktober; L n st b a r f e 11 sa b g a b e von re«gelmäß:.g w-i«eHerk'chren'den Deransta!- tu.ngen für die Vcrrechn.tmgsperiode 16. «bis 31. Oktober; SS a 1! e r f r a -f t a «b g a '6 c für die Berrechmwgs- Periode 1. bis 31. Oktober. 14. November: F ü r s o r >g e a b g a b e für die Verrechnung spe^pde 1. bis 31. Oktober. F r e m d e u» zimm e rabigabe für die Verrechnungsperiode 1. bis 31. -Qktvber; W ochn-ba,:: st er: er für die Vorrechuungsperio-d-ä' 1. bis 30. Nvvembiar. 20. November: L it st bnrk e i t s a b ,gabe von , regelmäßig wiederkehreuden Veran>staltu>n>gen für die Vorrechnunlgsiperivde 1. «bis 18. November. 25. Novomber: dl in z -e -i g> ei: abgaibe fü'r bie Berreichln-rmgspeviobe 1. bis 31. Oktober^ Na«hrun.gSunb Ge.n«uß-M':t«tela-bigabo «für «die Verroch mr-Ntzsperlv«de 1. bis 18. -November. Jas neue Postsparknsfensesetz. Der Ervtwurs'zrm: neuen Postsparkasserlgesetz ist bereits feptiggestellt. "An der kommenden 'Woche imrd sich bereits der UnterEssch::ß' des Finmizmrsschnsses mit ihn: befassen, ßzn dem Enttmtrfe heißt es zunächst, daß das Vernrögen des Pvstsparkassenamtes von: Bundesvermögen getrennt zu vertvalten ist, doch h'aftet'd-er BUud für sämtliche B e r p f l i ch t u n g e n d e s P v st s p a r k a s s e.rt a w t e 8. wie über die Gebahrung desselben überhaichf. An die Spitze, des Postsparkasse:: amtes kommen ein Präsident, ztoei. Vizepräsidenten und der Präsident der NativnalbaE Diese vier bilden zusammen den Vorstand. «Der Präsident vnd die zwei Vizepräsidenter: sind BstndescmgeMÜL Unb werben von der RegieÄrng ernannt. Der Gesetzenltwurs steht hveiters die Schaffung eines Kuratoriums vor, /das Ms zwölf Mitgliedern mit einer zeMch beschränkten Klnktionsdauer bestehe:: wird. Alle zwölf Mitglieder werden von der Regienmg ernannt; davon sechs auf Grmrd von« Vorschlägen der wirtschaftlichen Korporationen. Der Geschäft s N m f a n g der Postsparkasse wird st: Hinkunft ftlgcnder sein: Me Postsparkasse ist berechtigt, zur Mltwirtorng tmd züm Vertrieb von Anleihen des Bundes, der Länder und GwneüLen und sonstiger öffeMlicher Fonds-, ztmL kommissiousweisen Kanf von Effekten und Valuten gegen vorherige volle Deckung in barem Gelbe, züm koMmissionstveisen Verkauf vdn Effekten rmd Devisen gegen vorherige Bolliefernng der effektiven Stücke, zchlt Einlösung Von Kupons', zur Aufbewährrmg und Bertvaltirg twn Wertpapieren «und z:mr Safegeschäst. Dem Postsparkassonamte wird M DstEmrft arrrr folgender V e r a -n -l a g « n g s m o <d u s erlmcht: Kauf von Werkpapteren und Einlagen bei der Nationallbanik. Welche Wertpapiere gum Kaufe zugelasM werden, böstimmt das -Kuratorium mit «dem VorstaM, gegmr nachher!':,ger Genehmigu-nig des FinanAministerfil-ms. Die EskoMpt'vernnig von Wechsel n und die L -o m b a rdiernnlg von Effekten werden Gr in Hinkunft nicht mehr «gestattet. Ein etwa sich Mis der Gebavung der Postsparkasse sich ergebender Reservefonds ist z i ns e >n -f r e i der NationalbaE zu Werg-eben. Das Postfparkassenamt wird hrumnshr dem F t» a n z m i n :» st e x tat m n nter st ehe n nn«d nur in U-ngl-sgenheifen die auch «die «Poftverwaltrvng betreffen, ist «das Einvernch'men -rnit «dem Hanidelsministeri-nm sn pDegon. Zsvsel mrd die Postspmrkaffe. Äer Verband der Sozialldemokratsn hat gestern «die Em'bsvuDnigdes Un«terausschusses für «das PostsparkasseWosetz für die nächste Woche m«it «der BclgMindrmg verlangt, «daß dort aktenmäßige Zbufklä-vung Wer Äo Geschäfte der Postsparkassa -mit dem Bankier Bof-el ig«g«eibe>n nttd die sPrn-fung der ganzen G«eba-vu«ng der Postsparkassa vor-genormnev weriden »Liste. - zllsammeuWllß im Ruhrbergbm. Wie aus Essen gemeldet wird, haben die Anssichtsräte der Gelseukirchener Bergwerks Ä.-G-, der Dentsch-Laxenburgischen Bergwerks- und Hütte n A- - G. und des B v ch u m e r Vereines für 'Bergbau und Gußstahlfabrikation gestern einstitumig ihre grundsätzliche Zustimmung zu den Vorschlägen der Bec-- waltungei: nach einem Z u s a n: n: e n sch l u ß der drei Gesellschaften in Form einer Fusion auf Gnuwlage des den bisherigen. Jüteresfengenreinschastsverttägen zugrundeliegenden Wertverhältmsses der Aktien, d. h. 1:1:1 erteilt. Es wurde beschlossen, die noch abzuschließendeu Füfionsvertrsige unter gleichzeitiger Erhöhung des Kapitals der Gelseiikirchener Bergiverks A. (ö. den für Mitte Dezember einzuberuseuden Geueralversauunlungen zu unterbreite«.