Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2749 (21.10.1926)
- Date
- 1926-10-21
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite; Wien, Donnerstag Proftheieiungen ffir da» Kalender fahr 1927. Einer, der sich berufen fühlt, nicht nur politische Ereignisse, sondern auch Krankheiten, Todesfälle ufw. vorauszu« sagen, nämlich A. M. G r i m m, prophezeit im „KoSmosophisch-astrologischen Kalender für alle Stände imb Kreise" unter dem Titel „Weltereignisse im Jahre 1927* u. fl» nachstehendes: „In England machen sich Sorgen breit. §S gibt zwar Erfolge und Fortschritte, aber die Sonne mit Uranus im achten Haus deutet auf Todesfälle in hohen Kreisen und in der königlichen Familie. Ferner ein Anwachsen der Todesziffcr durch Unfälle, Automobile, Explosionen, Elektrizität, Hitze und Selbstmorde. Im Parlament gibt es viel Aufregung und Unruhe, ferner Disputationen und Parteizersplitterungän. Besonders Mtlitärangelegenhekten, Armeeverhältnisse, Kriegs- und Flottenausrüstungen werden einen großen Teil der erregten Debatten bilden. Auch werden Krankheiten und Todesfälle in den Abgeordnetenkreisen auf« treten. In dem Verhältnis zu den Dominions treten Spannungen ein, und auch die Beziehungen zum Ausland sind nicht immer glücklich. England wird in diesem Jahre wohl einen Freund verlieren. In Frankreich bessern sich die finanziellen Verhältnisse wieder etwas, aber zum rechten Gedeihen kommt es noch nicht. Auch das Ansehen der Nation steigt wieder etwas. Todesfall im Parlament. Kritische Zeiten sind u. a. Anfang Jänner, Mitte Februar, der Juli und die folgenden Monate. Für Oe st erreich ist ein kritisches Jahr für Staat und Regierung. Es gibt politische Mißerfolge und schlechte Wirtschaftsverhältnisse. Rücktritt des Kabinetts und Tod des Staatsoberhauptes sind wahrscheinlich. Jedoch glückliche Ueberwinduug entstandener Schwierigkeiten. Die HerLstmonate find kritisch. Sowjetrutzland geht schlechten Zeiten entgegen, und das Jahr 1927 bringt Unzufriedenheit und Unruhe, Niedergang von Handel und Industrie (schwankend), Arbektsmangel, Not, Gesetzlosigkeit und mancherlei Schwierigkeiten. Kritisch ist besonders der Februar. Für die Tschechoslowakei bringt dieses Jahr einige Störungen und Unannehmlichkeiten in den politischen Angelegenheiten, zum Teil verbunden mit Schriftstücken und Verträgen. Im allgemeinen eine unangenehme Zeit,-die manche Enttäuschungen bringt. Auch ungünstige Einflüsse im Verkehrswesen, die sich, zum Teil in Unfällen auswirken. Aber auch günstige Einflüsse sind am Werke und bewirken große Tätigkeit, die freilich nicht immer von Erfolg belohnt wird. Die Entwicklung des Heeres macht Fortschritte und erreicht einen günstigen Stand, und etwaige kriegerische Unternehmungen würden unter günstigen Aspekten stehen. Das Jahr bringt ferner neue Unternehmungen, neue Reformen und der Volkswohlstand gedeiht. Für Italien ist 1987 als günstiges Jahr cmzusprechen» Alles steht gut für dieses Land, und es wird an Anse- .. hen und Macht gewinnen. Günstige Zeiten sind besonders im März und in der ersten Hälfte des Juni, während Anfang Jänner, Mitte Februar und der Juli kritisch sind .. " Kampf «M den Hut im Irak. Wäh.end die türkische Regierung seit kurzem mit diktatorischen Maßnahmen den europäischen Hut obligatorisch durchführt, ist im Irak die entgegengesetzte Tendenz am- Werk. Die Verwaltungsbehörde von Mofsul hat jetzt eine Order herau'gegeben, wonach Zeitungsverkäufer, Buchhändler und Bibliothekare den alten nationalen «tzut des Landes, die Si da ra zu tragen haben und den bisher üblichen FeS sich abgewöhnen müssen. Einen ähnlichen Vorstoß gegen den Fes und die Sidara. hat vor einigen .Jahren schon, König Feisal, allerdings ohne Erfolg unternommen. Der Dichter, der den Quellen der jüdischen Existenz nachsipürt, kann natürlich auch in der Ferne nicht die av!e Heimat vergessen, die durch Jahrhunderte Nährboden für die Entwicklung jüdischen Wesens «lvar. So zieht es denn Asch immer wieder zur Schilderung feiner Heimat. Er hat die Fünfzig schon überschritten und sein Gestattungswille wird demgemäß mehr , auf das, Außerordentliche gelenkt, besser gesagt auf jene Gvenzfälle, wo Altersw'/ishe'üt, die alles begreift, den menschlichen, reinen Sinn so gern sucht «und findet. So entstand jenes Diebsidyll „Motke, der Dieb", darin Asch die seelischen Grundlagen im Wesen der Ungebundenen, jeirseits von Gut und Böse Stehenden schiidert. Um Aschs Romane der geschilderten Art rankt sich ein großer Kreis von kleineren Erzählungen, ReiseschUderungen, Skizzen und dergleichen. Das Schaffen dieses Schriftstellers ist fruchtbar, aber feine Feder wird immer von einem gelenkt, der sein NnstlsrffHes Wesen seit je auszeichnet: den Reichtum jüdischen Wesens zu erfassen und swingend wiedevzugsben. Es ■ ist eine Art kulburtendenziBser Mission, die Äschs Schaffen treibt. Aber sie stch-t auf vornehmem, vvn gut. LünMerffcher In- LeiMon durchdrungenem Niveau und so g;6i dieser Schriftsteller immer etwas Ans'rshendes, das ihm Sympathie sichert. Daher ist es beinahe selbstverständlich daß Asch so rasch zum gewissermaßen europäischen Rspräsentauben £®r jüdischen Literatur wurde und es jetzt wieder wird, dä seine epischen Werke in deutschen Zeitungen und Zeitschriften häufig und gern Platz finden. Eine Gesamt* cmsgabo des epischen Werkes Äschs, von der bisher fünf Romane bereits ün Verlag R. LLwit erschienen sind, soll dem gern geilesenen Autor weiteren Leserkreis bringen und wird es sicher; denn Asch, der Erzähler, gehört der „sympathischen" Lliteratur an (Shaw hat sie aus dem Gchidt des Theaters als „erquicklich" definiert), die dem unversuchten Leser noch 'immer „»-es Herzens liebstes Kind" ist. S i e g f -r i e d S ch m i tz. | Wien«» MsrgsrWktim- Set moderne Haushalt. Eine Urue Ruhst. -er „W teuer Morgeuzeiittvg". Deo Haushalt ist ein Betrieb, der nur langsam aus der althergebrachten Weise in neue "Betriebs formen überzuftthren ist Liebevoll hängt auch die präksifch: Hausfrau an "oer Arbeitsweise, die sie von Mutter und Großmutter Übernommen hat, imb dieser Konservativismus b;t Hausfrauen findet zum Teil auch seine .Begründung darin, daß die Mehrheit der Haushaltungen nicht in modernen Häiiseranlagn, fonbtvrt in unmodernen, uiibeque>nen und schl cht angelegten Wohnungen Un-tergebmcht ist. Aus der Unbequemlichkeit der Wohnung "anlagen aber resullürt eine Mehrarbeit, die die Hausfrau unendlich sch.oer belastet und die in absehbarer Zeit zu einer Revolutionkerung der Hausfrauenarbeit führen muß, da die Schwerfäl'igkeit gerade in der Hausarbeit eine Verschwendung an Zeit, Krasiimd Gelb bedeutet, einen Raubbau an der Franenkraft, wie sie die Voikswirtschnst auf die Dauer nicht ertragen kann. Wenn vom Simven, vom Wiederauch au des Volksvermögen^vom Glück der künftigen 'Generation "die Rede ist, dann mu>) wöhl in erster Linie daran gedacht werden, 'den Grundstein "des neuen Gebäudes der Fulunst durch Rationalisierung "ber Einzeli auswi tfchast zu legen. Es soll daher Aufgabe dieser Rubrik sein, neue Wege für die Führung eines modemen Httusha.lles auszuzeigen, die Ern, g nsihasien der Tech-ik sür den HmSha t dm Hausfrauen näher zu bringen, sie m't allen Sfmrsystemen der Haushalt- und Küchensührung bekannt zu machen, allen Wünsü)en rmd Anregungen aus dem Leserü.n njkceife gerecht?.u werden und in dieser Rubrik einen offenen Sprechsaal für alle jene zu "schaffen, die ihren Mttschwestern wichtige Erfahrungen mitzutü'en haben, jüt alle, die Neuerungen in der Hauswirtschaft selbst erprobt haben. Die Ru^rii soll aber auch dazu bestimmt sein, den regen Kontakt zwischen der für den Haushalt produzieren'en Industrie und der Hausfrau h.^ustellen. Fachleute auf dem Gebiete der Emähmngswisseuschaf-t, Künstler und Architek en aus dem Gebiete der Wohnungseinrichtung sollen zu Worte. kommen. 'Was die einzelnen Lebensmittel, was Konserven und Genußmittel für den Haushalt bedeuten, soll hier erörtert werden, und Führungen der Leserinnen dieses Blattes in die Erzeugung?stätten der Dinge, die sie bisher gedankenlos im Hau' ha ll renv n' et haben solleute Hausfrauenchazn führen, bei Besichtigung der Herstellung auch dm Respekt vor dem in Küche und Haushalt verwendeten Material zu bekommen. Z'o hat die Rubrik „Der moderne Haushalt", dl? in der ttächfteni Woche?um ellsitennüll erscheint, wertvolle Ausnben zu erfüllen, und es wirb das Barchen der Leitung dieser Rubrik sein, in steter Fühlungme mit Produkt l)n und Konsum, in regstem Kontakt mit dem Leserinnei kr ise diesen Ausgaben gerecht zu werden. ' — > ' ' —««0^—«———» l ■ ' 6fn Nathruau-Nenkmak In Sommerfeld (Reg.-Bez. Frankfurt a, d. O.) wurde, wie I. T. A. aus Berlln berichtet, am Sonntag unter außerordentlich stacker Beteiligung der Bevölkerung aus der ganzen Gegend ein Gedenkstein für Walter R thmau eingeweiht. Es hindert sich um einen Wer 3909 Zentner schweren Findsingblcck, den Reichsbannerleute. im Walde entdeckten und in tvohenlanger Arbeit zury Nathenau-Pkatz sckiafsten. An der Feier nahmen u. a. Regierungspräsident B a rtelS, Landrat v. Abel, erster Bürge.meister Dr. Busch fast sämtliche MitMeder der städtischen Körperschaften und zahlreiche behördliche Vertreter aus der Umgegend teil. .T-ie Weiherede hielt der demokrmische ReichStagSaogeordnete Gustav Schneider. Regiemnsspräsident Bä tc s hielt eine Ansprache, in der er Na hmau als leuchtendes Vorbild der Pflichttreue eines repuMkanifchen Beamten hinstellte. Ein Anfrns ves Rationalraies der Enden In Erez gfrael. Für den Keren Kajemeth. Die L-eitung des Waad Leumi (Nationalrat der Juden in Erez Israel) richtet aus Anlaß des 25jährigen Jubi-, läums des Ker-en Kajemeth einen Aufruf an das jüdische Volk in'Erez Israel und in allen Ländern der Zerstreuung, in welchem es heißt: Der Traum der größten Idealisten unserer Nation wurde vor 25 Jahren durch die Gründung des Keren Kajermth Leisrael auf dem 5. Zionistenkongreß in Basel verwirklicht. Im Laufe dieser 25 Jahre ist es dem Keren Kajemeth Leisrael durch die Hingabe des jüdischen Volkes gelungen, etwa 200.060 Dunam Boden in.Erez Jsraä für die jüdische Siedlung auszulösen. Aus seinem Boden befinden sich heute 3s Siedlungspunkte/Kwuzoth, Moschwe Owdim, Kibbuzim, Siedlungen orthodoxer Juden und städtische Wohnviertel bei Jerusalem, Tel Aviv und Haifa, haben eine Reihe nationaler Institutionen i h r. H e i m g e f u n d e n: kulturelle, religiöse, wissenschaftliche und kunstgewerbliche Anstalten. Der Keren Kajemeth Leisrael hat nicht nur den Bode.n ausgelöst. Er hat umfangreiche Arbeiten ausgeführt, die den B y d e n g e s u n d u n d siedlun gsreis machen, Drainage, der Sümpfe, Wegebau, Wasserversorgung und Baumpflanzung.. Die 2S Jahre, des Bestehens des Keren Kajemeth Leisrael sind 25 Jahre des. siegreichen Vorbringens einer heiligen Idee. Wir haben aber erst den ersten Schritt getmr. Erst ei n, Teil von hundert Teilen des Bodens wurde ausgelöst. Die Tausende von Chaluzim und pon. Familienvätern, die ins Land gekommen sind und die von Anstedlung auf jüdischem Boden träumten, hungern nach Boden. Der Bodenmangel hat es verschuldet, daß man ihnen die 21. OKover 1928 Nr. 2749 Möglichkeit der Anstedlung nicht geben konnte. In der Zerstreuung aber töttttttt viele Tausende von Juden, die die Idee des nationalen Bodens wie ein Magnet nach Erez Israel zieht. Der Nationalrat der Juden Erez Israels, der Vertreter der Juden Erez Israels, der mit eigenen Augen die Entwicklung unserer Zukunft sieht, wendet sich zu Beginn dieses Jubiläumsjahres an die Juden allerorts mit folgendem Aufruf: „Helfet heute bei der Verwirklichung unseres Verlangens, so wie Ihr geholfen habt, als das große Werk der Erlösung des Bodens vvn Erez Israel durch das jüdische Volk begann. Gebt den Zehntausenden jüdischer Brüder, die dep Weg zur Erlösung suche«, indem sie das Band zwischen Volk und Boden wieder knüpfen, gebt ihrren den nationale« Boden, auf den sie ihren Fuß setzen können, verdoppelt, verdreifacht Eure Anstrengungen zur Erlösung des Bodens!" Die Leitung des RatkonalrateS der Juden in Erez Israel. Ser Villenfriedhof. Unweit d?r je.)ig n sin.sis..--cufl.sGrenze liegt, am S-tlN-de drs sinnisch.'n M erbusens, das O.rtcheri Teri O ki. Bor dem Kriege war dort der Schruplatz des gesitt schall sichen Treibens der Pet rsburger L-.bewllt. Man nannte die Strecke am Strand „die Petersburger Rivier^. Gardeof^isiere, sch ne Frauen, hohe Beamte, Künstler und Sch.tststeller pflegen dort e'n"n Teil ihrer Sommerserien zu verbringen, die im a't.-n Rußland drei Monat« lang dauerten. Am Strand h.rr'ch e ein buntes, bewegtes Leben. 'Eine prunkvolle Billa rechte siich an die andere. Um so erschütternder ist das Bild der Verwüstung rn dieser eirrst von Lebenslust erfüllten Gegend, wie es jetzt in einer russi'chen Zeitung geschildert wird. Die ganze Gegeird ist jetzt Zöllig auSgestorben. Man kann stundenlang an z 7 oli'enen'Äil'en Vorbeigehen, ohne einem lebenden Wesen zu b gegnen. Die finnische Re .i ri ng hat die Bilien beschagnahmt und zum Kauf angeboren. Ihre Besitzer fristen im Aus lande das sck-vere Leben der Emigranten, falls sie nicht während der Revolution umgekommen sind. Eine Villa kann man für ein Butterbrot kaufen. Für 1006 finnische Mark brkommt man bereits ein ganzes Landhaus, aber trotz dieser Konjunktur findet sich nur sllten -"n Käuftr. Der R'^mort scheint, in einen F.siedhos verumrü-llt. 'Zerschlagene " ensier, eingefallene Däch'r, abgerissene Tapeten, zertrümm'rte Möbel bieten einen wüsten Anblick. In den Gärten lj.gen Blätter aus kostbaren Werken der nissischen Literatur zerstreut. Wieviel wertvolle - Bibliotheken sind hier für HeioUngszwecke verwmde't wordm! Ueber den einsirmen, öden M'g. der an den Stätte» früherer Pracht vorüber'ührt, ge'.en etzt russisch: Emigranten, die die Grenze ihres alten Vaterlandes sehen wollen. Nur das 'kleine F'üßchn Sestra trennt sie ivom Heimatland, das ihne : von dln Rotgardisten der Grenzwach: v:rsierrt ist. Von einem Gre.iz'urm kann man sogar die Kupipel des Petersburger Doms und die Festung Kronstadt sehen. Das HShkngrab der „Korbmacher". Aus Mexiko wird nach „Europapreß" die Entdeckung eines prähistorischen Höhlengrabes gemeldet, das Ueberreste einer vor 4000 Jahren existierenden Raffe, der sogenannten „Korbmacher", barg. Das Grab befindet sich in einem wüstenartigen Hügelland am Fuße der Guadelup:-Berge in der Nähe der Grenze zwischen Texas und Neu-Mexiko. Die Höhlen sind völlig trocken, so daß die Mumien und die ihnen mitgegebenen Gegenständ« so vollkommen erhaltm sind, wie die in den ägyptischen Gräbern gesmrdenen. Es wurden'Skelette mit anhaftenden Resten mumifizierten Fleisches gefunden, die-in netzartigen Umhüllungen steckten. Daneben befanden sich Opfergaben, wie Sandalen, Getreide, Stricke, Ueberreste von Speeren usw. Nach Angabe der Archäologen gehören die „Korbmacher" der ältesten in diesem Teile Amerikas bekannten Kultur an, von der jedoch bisher wenig bekannt ist. Die Ausgrabungen, bei denen zahlreiche Leichen und Gräberfunde zutage gefördert wurden, haben keinerlei Töpferwaren ergeben, so daß man annimmt, daß den „Korbmachern" die Kunst der Töpferei unbekannt war. Sie unruhige Erde. Grvbeben in Frankreich. Paris, 20. Ok'toiber. Gestern nachmittags wurde in der T o u r r a i n e ein Erdbeibsn verspürt, das mehrere S >e k u n d e n a n h i e l t, ohne daß nennenZwevtev Schaden angevichtet. wurde. Er« Grdftvß ttt Japa«. Tokio, 20, Ottnber. InOsaka un-d N a g o y a ist ein Erdstoß verspürt worden, der Panik hervorriöf. Orkane ln Mtttelamerika. Tampa (Florida), 20. Oktober. Der Orkan, der in WOstindien gewütet hat, rückt nach Mitteilung von meteorologischer Seite augenscheinlich gegen die Westküste von Floxida vor. Das amtliche Wetterdurecm von Miami teilt mit, daß der Orkan mit verheerender Gewalt über den westlichen Teil der Insel Kuba hinweggegangen ist. Wie das rumänische Konsulat in Miami meldet, sind in H a v a n n a mehr als 150 W o h n h ä u s e r durch einen Orkan beschädigt worden. Die Verbindung mit Havanna ist durch einen Sturm von orkanartigem Ausmaß unterbrochen. Die Straßen von Havanna seien durch heftige Regengüsse überflutet und unpassierbar geworden.