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Wiener Morgenzeitung · 1926-10-17 · Heft 2745 (17.10.1926) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2745 (17.10.1926)
Date
1926-10-17
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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0tt. 37m aste«, S-Mck-S Wiener Morgenzettmi« n. molkt ms ®a& U HELLSTERN. Mehrfahrt. Jahre, glaubt' ich, wären vergangen, seit wir das Festlaich verlassen hatten. Unser Schiff zog dahin, als hätte es kein Ziel und es ließ auch keine Spur seines Weges. Jeden Tag wurde zur Mittagszeit auf den» Deck eine Karte ausgehängt, in der verzeichnet war, wieviel der Fahrt wir schon vollendet hatten und wieviel noch von uns lag. Bald schwand unser Interesse für diese Karte: um uns gab es ja nur Wasser, Tag um Tag und immer vertrauter wurde uns der Gedanke, 'unser Schiff drehe sich chändig im Kreise wie ein Uhrzeiger. Die prosaischen Naturen drückte er nicht sehr; sie aßen und tranken gemächlich, ab und zu schimpften sie über die endlose Reise. Die andern aber hatten diese Vorstellung sehr, sehr lieb gewonnen. Das Wetter änderte sich nicht mehr. Kein Sturm, kein Nebel brachte Leben; nur Helle Tage gab'-? blau«' Nächte und frischen Wind — unaufhörlich. * Wieder wurde es Nacht, wie so oft, und das Meer spiegelte dunkel den Schein der Sterne. Auf Deck sehe ich meinen Kajütennachbar — man nannte ihn den „Meerriesen" — einen großen Mann mit breiten Schultern, leicht angegrauten» dichten Haar, das nie Ordnung hielt, und meerblauen klugen. Er lag Im einem "Winkel auf einem großen Segeltuch und blickte zum Himmel empor. Ich ließ mich an seiner Seite nieder. Ein Lächeln umspielte seine Lippen. Ich fragte ihn nach dem Grund. Lange schwieg er. Dann sagte er gelassen: „Darf man erzählen?" Ich nickte... . , „Endlich hatte das schreiend-helle Licht die Erde wieder verlassen. Nur auf manchen Punkten, auf einer Bergspitze ober einem krausen Baumwipfel, klebte noch kurze Zeit ein schwachroter Glanz; nach und nach verdunkelte er, erlosch »md entfloh als Lichthauch in die Lüfte. 'Die Unendlichkeit kam und nahm die, Erde still in ihren Schoß-. Der Augenblick war da, wo die Menschen sagen: „Die Nacht ist gekommen." In Wirklichkeit war nichts gekommen, es war nur etwas fortgegangen. Die augenermüdende Sonne mit ihrem Strahlengetöse? und der Aufdringlichkeit ihrer Farben macht die Erde taub und blind und hält von ihr die Unendlichkeit fern. Im Tagesschein macht sich jede Kleinigkeit auf der Erde, breit, springt frech vor's Auge hin und tanzt davor herum, klammert sich den Menschen an Leib und Seele und man hört geradezu die aufdringliche Stimme: „Ich bins... bei Gott, -ich... ich bin euer gehorsamer Diener!" Mit aller Anstrengung jagt, der Gedanke nach dem wahrhaft Wichtigen, Großen, Hauptsächlichen —, und es entflieht ihm immer, vertrieben von dem aufdringlichen Schein und Treiben'der Kleinigkeiten. 'Wie ein Sturm Überfällk der Tag die Erde, wirbelt sie durcheinander- "schleudert sie umher und verschwindet. Dann fliegen von allen Seiten Schatten herbei, stille dunkle Schatten, und legen sich dicht und dichter über die Erde. Das Getön und Getöse des Tages verschwindet, die Erde atmet auf, wird wieder, wassie war und was sie sein soll; sie nimmt ihren Platz ein im Weltenraum, in dev blauen Unendlichkeit; — und die Menschen sagen: „Die Nacht ist gekommen!" Wiederum traten' die Sterne hervor aus dem Himmelshintergrund — zum wievielten Male daö tvar "seit dem ersten Mal, das weiß ich nicht — und begannen ihr Werk: sie schauteil... Manche schauten auf die Erde nieder, als wäre sie wirklich der Weltenmittelpunkt, aridere 'schauten einander an, andere wieder schauten weit, weithin, wohin Unser Auge niemals wird schauen können, wo das Elend am größten ist und alles anders, als wir es begreifen können. Ein Stern aber stand im Raume, der schickte seine Blicke allüberall hin zu gleicher Zeit, zur Erde, zu seinen Stemenbrüdern und in die unerreichbar weiten Fernen». Das war ^Hellster»". Seinen! Name»» hatte er von seinem lauteren, grünbleichen Blick. Er zählte nicht zu den größten Sternen, doch auch nicht zu den kleinsten. Aber keiner seiner Brüder hatte jenen tiefen Blick, der zu sagen schien: „Biel, viel sah ich, seit ich bin und'schone." Er sah hinab, als die Erde noch nicht war, als sie wucke, w i e 'sie würde. Er sah hinab, als auf der Erde niemand uocfji sehen konnte und nichts zu» fehen tvar. Seines Blickes grünlicher Strahl tauchte in die Feuerflammen des neugeborenen Planeten und brach sich in Millionen Funken an beu ungeheuren Eisfeldern Eder äbgekühlten Erdrinde. Sein Blick folgte den Erdenjahr- Mrsenden mit alle»: ihren Aenderungen, die sie der Ecke gäben, bis „Leben" auf ihr entstand. ... Und als der erste Mensch in seiner ersten. Nacht den Blick zum Himmel hvbda begegnete sein Auge dem tiefen Blick des uralten Sternes —■ Und der Mensch erschrak. Denn des Sternes Blick erzählte, tvas er gesehen vor'der Erde, auf der .Erde, außerhalb der Ecke.. a Dieser Blick Heklsterns, den der erste Mensch zUm ersten Male ersah, versengte des Menscheit Seele und entfachte eilt Feuer» in ihr, das Gefühl der Sehnsucht nach jenen Ferne»:, lock das Elend an: größten und alles ganz, ganz anders ist. Ein rauher, wilder und doch harmonischer Schrei entriß sich des Menschen Brust. Hellsterns Blick wurde die Andacht des Menschen. Er tvandelte sich in ein Lied, das verstummsn und verklingen soll auf Ecken zugleich mit dem letzten Menschen. Hellsterns strahlender Blick begleitete den Menschen weiter so lange, bis der letzte sein Lebe»: nur auf festem Bo- Von L. Schapiro. den mühte. Dann, als mutige M'eerfahrer ihre Schisse .'über tiefe Wasser, trieben, geleitete er. auch - sie und sie fanden ihren Weg mit Hilfe der Sterne am Himmel und besonderst mit Hellsterns Hilfe. Verliebte sandten ihre Seufze« zu ihm empor und ihr. Jugendduft drang zu ihm; Dichter weihten ihm das Erleben ihres Herzens in Ton und und Wort. Hellstern nahm alle Gaben auf und gab sie wicker den folgenden Geschlechtern. Für jedes Geschlecht waq der Inhalt seines Blickes reicher und tiefer. Die Astroilomen vieler Zeitalter verbrachten ihre Nächte, um Hellster» zu betrachten mtb seine Vergangenheit, Gegenwart und. Zukunft zu ergründen. Und sie fanden Wunderbares: Hellstern sei der größte aller Sterne und am weitesten von der Ecke entfernt. Das bewiesen sie haargenau mit Hilfe einer langen Reihe komplizierter Berechnungen. Sie berechneten sein Gewicht, seine Größe, seine Bahn im Welrenraum, seine chemische Zusammensetzung und seine 'Entfernung von der Erde. Diese letzte Berechnung war die wunderbarste: Die Astronomen fanden, Hellstern sei so weit von der Erde entfernt, daß einer seiner Strahlen 9.347,657.000 Jahre, 52 Tage, 18 Stunden,^ 49 Minuten und 22.5 Sekunden brauche, bis er die Erde erreiche. Die Gelehrten bewiesen dies mit allem Aufwand ihres Scharfsinns und die einfachen tote staunten —* über der Gelehrten Weisheit und' über Gottes Wunder. — * An jenem Abend, von dem ich erzähle, saß' irgtzndtvo in einem Garten ein Jüngling und ein schönes Mädchen auf einer Bank und sahen zu Hellstern empor. Alle Menschen wußten — die Menschen wissen ja alles — was es bedeute, wenn ein Jüngling und.ein Mädchen zu Hellstern emporblickten. "Die Beiden, von denen 'ich erzähle, halten sich erst an jenem Albend kennen gelernt; sie hatten von Kleidern und Büchern, von Gott und der Welt geplaudert und als das Gespräch erschöpft war, schwiegen sie. Sie hörten ihre Herzen in gleichem Mäße schwingen und ihre Augen wandten sich zu Hellstern: lang, lang tranken sie schweigend seinen grün-goldenen Blick. Plötzlich rieb sich der Jüngling die Äugen, blickte auf das Mädchen an seiner Seite und dann wieder zum Himmel. Das Mädchen überschattete ihr Auge mit der Hand, blickte den Jüngling an und dann den Himmel. Beide erhoben sich, verwundert und erschreckt. Hellstern war plötzlich ihrem "Blick entschwunden, verloschen wie eine Flamme. Die beiden gingen heimwärts. Bor der Tür des Mädchens nahmen.sie Abschied. Das rMädchen gähnte; und beim Abschied fiel ihr auf, daß ihr Begleiter beim Reden spuckte. Der Jüngling bemerkte, daß ihr vorn ein Zahn fehlte... Am nächsten Morgen las man in allen Zeitungen der ganzen'Welt von Hellsterns plötzlichem'Verschwinden. "Dann nahmen die Gelehrten die Sache in die Hand. — Die erste Theorie, welche von einer Leuchte der Wissenschaft aufgestellt wurdL, besagte, Hellstern sei eines natürlichen Todes gestorben: Er hatte sicht eben abgekühlt und war verloschen, „wie dereinst unsere Gcke verlöschen wird." Eine andere Autorität» auf dem Gebiete der Astronomie bewies mit Geist und' Scharfsinn die UnhaWarkeit dieser Hypothese, es ist doch ganz klar, daß ein natürlicher Tod eines Sternes nicht so plötzlich kommt. Hätte die Abkühlungshypothese auch nur einen Schatten von Wahrscheinlichkeit in sich, sü hätte man schon längst bemerken müssen, daß Hellstern dunk-> ler wecke." Die neue Hypothese der zweiten Kapazität'lautete: „Eine großartige Katastrophe im Weltenraume, ein Zusammenstoß zweier Himmelskörper ist erfolgt und das Resultat ist die Vernichtung einer der beiden Welten." Ein dritter Mann der Wissenschaft aber bewies klipp und klar, daß eine Katastrophe eine Reihe von ungewähulichen Hinrmelserscheimmgen hervorgerusen hätte: Sternschnuppensaft, Kometen, Meteorerscheinungen mrd ähnliche Tinge. Er widersprach beiden Theorien... Der Streit wurde leidenschaftlich und verworren. Man merkte nur eines: unter vielen Theorien der Wissenschaft sei der Grund nicht fest. Die Scharen der Wissenschaftler känrpften wohlgerüstet und erbittert. Der Streitgegenstand, Hellstern, wurde im Kampfe bald vergessen. Die Menge, die mit der Wissenschaft nicht aus vertrautem /Fuße lebt, nahm die Katastrophe mit stiller Wehmut, aber gefaßt hin: ,-Hellstem, der so viel gegeben und so viel genommen, ist nicht mehr; es ist ein schwerer Verlust... aber es gibt noch andere Sterne, ebenso alt, ebenso ehrwürdig... Und schließlich — es läßt sich nicht ändern..." Manl b.gann zu vergessen. * In einer kleinen Provinzstadt lebte ein Gymnasiast, einer, der auf schlechten Wegen ging. Er studierte nichts, trank Bier trotz einem echten, alten Germanen mrd die Gymnasiastinnen behaupteten, er sei ein „schrecklicher Mensch".' Dieser Gymnasiast ging einst mit wankendem Schritt bei Nacht durch die Straße»», gestikulierte nitb sprach zu sich, ckr lieh mit wohigedrechselt'en, rührenden Phrase»» dem Schmerze feines totwunden Herzens Worte, die gegen die! Lieblosigkeit der Kellnerin seiner Stammkneipe protestierten. Da erinnert er sich plötzlich — Gott weiß, wie — an Hellstern, sein unmvartet unbegreifliches Ende, feine Größe, seine Entfernung von der Ecke, „Neu»» Milliarden Jahre!..." murmelte er entzückt rnrd gerührt. „Mehr als .»renn Milliarderr Jahre da»»evte es, bis sein Strahl die Erde erreichte... neun Milliarden... ein Strahl. , neun Mill.^." Der'Gymnasiast blieb stehen. 'Er war mit einein Male nüchtern. Und während sein Körper vor Kälte zitterte, wischte er sich den Schweiß von der Stirn. 'Darm lief er zu einer Straßenlaterne, riß ein Blatt aus feinem! Notizbuch mrd schrieb; seine "Hände zitterten dabei wie im Fieber. — ■ > Am Morgen stand in der Zeitung des Ortes eine kleine Notiz, gleich an erster Stelle. Man las: „Die Wissenschaft beschäftigt sich jetzt eingehend mit der Erklärung, der Ursache von Hellstems Verschwinden am Firmament. Wir machen unsere Leser hier aus eine neue Seite der Frage aufmerksam. Die Wissenschaft hat berechnet mrd erwiesen, daß die Strahlen des „Hellstems" für ihren ' Weg zur Erde 9.347,657.000 Jahre, 52 Tage, 18 Stunden, 49 Minuten, 22.5 Sekunden brauchen. Das heißt, daß der letzte Strahl, den Hellstern entsandte, seine Oberfläche vor mehr als neun Milliardm "Fahren verlassen hat. Also ist Hellster»»"schon seit mehr als neumMillracken Jahren erstorben, noch lange, ehe ein Mensch auf der Erde lebte, vielleicht noch, ehe die Erde ejifiterte.;: Es ist wohl nicht nötig, die Bedeutung dieser interessanten Erkenntnis und die Schlüsse, die aus ihr folgern, Unseren Lesem erst genauer zu erörtern..." h.’ Diese Bemerkung durchlief den ganzen Eckball.. *: v‘.v Ist demselben Jahre geschah eine Anzahl von Unglücks^ fällen auf dem Meere: Ein Kapitän, 'der sein, '.Schiff in der Nacht 'beim Schern 'des äusgestirnten 'Himmels über Meer führte, faßte sich plötzlich an den Kopf, sah erschrokken und ungläubig zu den glänzender» Sternen empor —- urrd gab dem 'Steuermairn verschiedene, einander widersprechende Befehle. 'Bis heute weiß man nicht, wohin das Schiff geraten ist. Ein anderer sah zum Himmel empor, zerbrach zornig seinen Kompaß ur'rd warf ihn ins Meer. "Ähnliches taten viele Schiffskapitäne, auf allen Meeren-.— und viele Schiffe strandeten, viele fuhren aufeinander^. viele verschwanden urld keiner wußte, wohin. —- —: - An jenem Fähre gab es leine Hochzeiten —7 keine An-, zige. So lange ein Jüngling und ein Mädchen miteinanher sprachen, waren sie glücklich. Doch wenn sie dann schwiegen und, wie sie es irmner gewohnt waren, zu den Sternen emporblickten, 'überkam sie plötzlich ein Schauder. 'Es dünkte sie, als blickten tote Augenhöhlen von vertrockneten Leichen , auf sie herab, als knirschten gelbe Zähne», als lachten Ge? rippe ein beinernes Lachen. . ' ' Von den eineinhalb Milliarden Menschen, die aufdop Erde wohnen, gab es 347, welche der Vorfall, am Himmel mit Herzensgram erfüllte. Sie nähmen sich das Leben Und wählten» alle möglichen 'Todesarteir. Alle'Hrnterlrießeu Briefe, mehr oder minder geistreich abgefäßt. In allen fanden Ich die Worte „Schopenhauer", „Hellstem", oft-in wenig "logischer Verknüpfung. Und alle Briefe klangen in den einer»! herzlich fteundschaftlichen Rat an die ganze Menschheit aus, denselben Weg zu gehen. Dagegen -nah»»» sich irr demselben Jahr kein Mensch das Leben wegen des gewöhnlichen Mer»-, schenleides, wie unglückliche Liebe, Bankerott, Sprelverkust. So tvar zur allgemeinen 'Vertvrmdemng die'Zahl der Selbstmörder in jenem Jahre weit geringer als sonst. Und die Sterne leuchteten wie früher,- nur -die Mnschen, die Menschen schleppten sich a»»f der Erde fort, verloren, gedrückt, ziellos wie Schafe, welche dieHerde nicht finden." Mein Nachbar schwieg — lange. Md Schiff wkgte sich gleichmäßig unter Uns urrd wir läge»» auf Deck und sähän in die Sterne. -Undeutliche Gedanken irrten in meimettti Kopfe. Erst am nächsten Tage — es war ein 'sonnenheller Nachmittag — fragte ich meinen'Nachbar nach dem "Ende feinet Geschichte. Er lachte „Sie nehmen es ja.ftrrchtbar ernst sagte er spöttisch „Natürlich hat die Wissenschaft gesiegt: „Es ist leicht möglich," sagten die Gelehrten, „daß wir unter dein Scheine von toten, längst erloschene»» Welten leben. Es ist also möglich, daß' schon der erste Erdenmensch von dem Blick eines Toten geführt wurde. Aber ob tot oder lebend, sind doch der Steme genug, un» zu praktischen Ztvecken für uns zu dienen. Ern Schiff kann manj ebenso nach dem Kompaß!, wie nach dem Bild der Sterne lenken. Was »mn die Liebe anlangt — — wozu braucht man die Steme zur Liebe? — Die Menschen waren erpicht darauf, überzeugt zu werden, also wurden sie Überzeugt. Natürlich kommt es auch heute »wch vor, daß ein Kapitän, wenn er plötzlich so ganz ürit feinem ganzen Wese n, unter sich das Meer — das Meer!' — Nnd über lekuemKops die leuchtenden'Welten erf ühlL-IchNnd sÄn Werk einen Augenblick lang vergißt. Es kornmt auch ttotv daß sein Verliebter bei seinem Mädchen einen schwachen Zahn bemerkt. Es gibt Mch Selbstmorde, bei denen mau keinen - „vemünftigen" Gmnd finden kanÄ. Aber dev Kapitän erinnert sich seiner Aufgabe, der Verliebte «M „zürn Zweck", und der Selbstmörder wick vergessen. Und sonst —: Der alte Gymnasiast ist noch imrrttU Gynrnasiast; er trinkt wie früher, sogar noch mehr als früher. Die Gymnasiastinnen, die ihm begegnen, qUietschien, doch »licht früher als es nötig ist. Die Kellnerin ist etwas! schvanlmiger gelvocken. 'Und werrn der Gymnasiast einmal von der Kneipe heimwärts torkelt und sein „Herz" Volk ist, stellt er sich zu eitler Laterne, die ihn mit ihrem robeu! verschroollenen Lichtauge. a»»glotzt, er "breitet theatralisch big Hände aus und deklamiert mit herzzerreißender Strmntqs „Q Hellstem, Hellstem!..." - j (Autorisierte Uebertragmrg von Siegfried 'bHwiM

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