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Wiener Morgenzeitung · 1926-10-16 · Heft 2744 (16.10.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2744 (16.10.1926)
Date
1926-10-16
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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&tfe 6 Wien, Sam störst Wiener Morgenzettung re. Oktober 1506 Kr. 2744 fahrenden Straßenbahnzug der Linie 56 abspringen. Er stürzte und erlitt erheblickie Verletzungen. Er wurde auf die 1. Unsallftntion gewacht. * Ein unbekannter Selbstmörder. Gestern hat sich im Harkst Untere Angartenstraße 1, aus einem Gangfenster des 3. Stockwerke? ein etwa ßttjahriger, einfach gekleideter Mann in die Tiefe gestürzt. Er blieb mit zerschmettertem Schädel tot liegen. * Ein Todesopfer des Hernalser Krawalls? Me berichtet, ist der 22jährige Schuhoberteilherrichter Alois Gr über am Montag nach einem Ohmnachtsanfall auf seinem Arbeitsorte gestorben. Er hatte am 26. v. M. bei einer Keilerei zwischen republikanischen Schutzbündlern und Mitgliedern des Luegerbundes in Hernals — Gruber war katholischer Jugettdbündler — einen heftigen Zaustschlag erhalten. Bei der gestern erfolgten Obduktion wurden seitens der Gerichtsärzte Spuren einer äußeren Gewaltanwendllng au der Leiche Grube rs nicht festgestellt. Nach dem Gutachten könne eine abschließende gerichtsärztliche Beurteilung c r st n a ch Befragung jener Personen erfolgen, die über den körperlichen Zustand des Alois Gruber in den letzten Tagen vor seinem Tode Auskunft geben könnten. * Ein bestialischer Kindesmord. Aus Lemberg wird v a5 gemeldet: Ans einem Zug, der aus Lemberg nach FaSIo fuhr, »varf eine Frau unweit der Station Krosnn ein Keines Paket heraus. Das Paket blieb liegen, der Zug dampfte woitcr. Ein Bauer namens Stanislaw Hader fand .aS Paket und öffnete es. In einer blutigen Zeitung fand er Teile eines menschlichen Körpers. Rumpfstückc, Kopf, Hände und Füße abgeschnitten. Eine gerichtlich-ärztliche Untersuchungskomrmssion stellte fest, daß es sich um die Leiche eines etwa sechs Monate alten Kindes handelt. Die Frau ist spurlos verschwunden. * Verhaftung eines deutschen Industriellen. In Dres-> t> e ü wurde, wie die deutschen Blätter melden, der Textilindustrielle, GenerM-onful Tr. Kaufmann, wegen Konkursvergohens verhaftet. Wie das „Berliner TaMatt" erfährt, dürfte die Verhaftung darauf zuvückzuführen sein, daß Dr. Kaufmann unter dem Verdachte sticht, Vermögensstücke, die zur Konkursmasse gehören, an dritte Personen übereignet zu haben. •. * Der Tod auf den-Schienen. Aus Linz wird berichtet: Außerhalb des Bahnhofes Wels wurde Donnerstag nachmittags im Gemeindegebiet P e r n a u auf der Bahnstrecke der Oberibauavberter T a s ch i n g e r vom Zuge überfahren tmb mÄ zertrümmertem Schakal und gebrochenen Armen und Beinen tat aufgefunden. Der Verunglückte ist Vater von fteb-e-n unversorgten Kindern. * Eine große böhmische Spinnerei vollständig niedergebrannt. In Oberleut, ensdors in Nordböhmen ist Die große. Baumwollspinnerei Pick vollständig niedergeboannt. Bi-e-r Arbeiter siud in den Flammen nmgekommen. 2000 Arbeiter find brotlos. * Eine blinde Weltreisende. Ein achtzehnjähriges amerikanisches Mädchen, das seit feinem zweiten Lebensjahre blind iff; ist.dieser Tage von einer großen Rundreise durch Europa Nach Newhork zurückgekehrt und sprach sich Pressevertretern - gegenüber sehr befriedigt über ihre Reise aus. Sie meint, die einzige Schwierigkeit für Blinde sei, daß sie nicht nach Belieben überall herumgehen können; im übrigen erhielten sie durch Gehör, Gefühl und Geruch mindestens ebenso deutliche Eindrücke von fremden Ländern wie sehende Menschen, die übrigens gar nicht gewöhnt seien, von ihren Augen Gebrauch zu machen. Die beiden Begleiterinnen des Mrdchens bestätigen übrigens, daß sie durch die Fragen und Hinweise der Blinden gezwungen worden seien, selbst viel genauer zu beobachten als sonst. Ms nächstes Reiseziel ist Ostasien vorgesehen. * Ein Phgmäenvoll in Neu-Guinea. Prof. S t i r ll i n g, der Leiter einer holländisch-amerikanischen Expedition zur Erforschung Holländisch-Neu-Guineas, veröffentlicht soeben einen Bericht über die hauptsächlichsten Forschungsergebnisse seiner.Expedition,, in dem auch von der Existenz eines bisher unbekannten Phginäenstanrines im Innern der Insel die Rede ist. Die Pygmäen wohnen durch Gebirgsketten von der Außenwelt völlig isoliert, so daß auch ihre Lebensgowöhnheiten wie ihre Kultur ganz anders geartet sind üis die der übrigen Polynesier. Auffallend war es, daß die Zwerge von den Europäern keinerlei Scheu oder Furcht empfanden, ihnen vielmehr ohne das gerinste Mißtrauen begegneten. Nur die Große und die Helle Hautfarbe der Expeditionsteilnehmer reizten ' ihre Neugierde und — ihre Lachmuskeln, Der Verkehr mit den Zwergen gestaltete sich sofort sehr zutraulich. und die Expedition wurde mit Geschcniken, unter denen Werften, Bamlbusschmuästücke und -Bananen die Hauptrolle spielten,' direkt überhäuft. * Prozeß um eine Insel. Der Engländer Athony E dwa-rd s klagt vor de-m türkisch-englischen Gerichtshof in Konstantinopel gegen den türkischen Staat u-ni Auslieferung einer kleinen Insel im Golf von Smyrna, deren rechtmäßiger Besitzer-er zu sein behauptet. Sein Vater, Charles Edwards; der in Smyrna wohnte» hatte die unbewohnte Insel vor fünfzig Jahren von der türkischen Negierung ge/fauft, aus Liebhaberei für Fische und Vögel. Später erkannte er, daß der Briden , sich vorzüglich für die Erzeugung von Oliven, Anissamen und Mandeln eignete, so daß sich im Laufe von einigen Jahren eine ottomanisch-griechische Handelskolonie von 2000 Hackern dort bildete. Während des Krieges legten Deutsche «arf der Insel e i n e Festung zur Verteidigung von Snryrna an; die Griechen flüchteten, während Edwards interniert wurde. Nach dem Kriege kehrte er zurück, ebenso wie die Griechen. Als aber Smyrna durch die Truppen Kemal Pa- - fchas erobert wurde, flüchtete sich Edwards vorübergehend nach-Malta. Die Insel, dre eine starke strategische Bedeutung für Smhrrra hat, wurde von den Türken besetzt. Edwards durfte' djese Insel seihst als Besucher nicht mehr b e >t r c«. tem. Seine Forderung um Rückgabe der Insel wird durch daK englische Aonsulgt in Smhrrra vertreten. IVDISCHE WEIT Set -berste Mat Set stnden in Sen historischen SänSetn Sa rschechoslowaiei. Unbekannte Sffenbach-Manuskrlpte im New Notker 8e«ish>8nftitnte. Aus Prag wird uns berichtet: Die in der tschechoslowakischen Republik jetzt aktuell gewordene Regelung der Kong ru afrage, das heißt der staatlichen Subventionierung der Seelsorger der einzelnen Konfessiorren, hat den Anstoß zur Schaffung einer o b e r st e n V e r t r etung der Kultusgemcinden des Landes gegeben. In einer am 3. Oktober im Präsidium der Prager jüdischen Gemeinde abgehaltenen Konferenz der Vertreter der bereits bestehenden fünf Landesverbände d-r jüdischen KultuSgememden wurde die Bildung einer A rbeitsgemeinschast' der bestehende.n Landesverbände in den historischen Ländern beschlossen. , Durch das KongriiageM soll die Dotation einer Religionsgenossenschaft nach. her.' Kopfzahl ihrer Angehörigen bemessen werden. Andererseits soll die Dotation den Gemeinderabbinern zu Hilfe kommen. Nun gibt es aber bekanntlich in Mähren und Böhmen eine große Zahl von jüdischen Gemeinden, die überhaupt keine Rabbiner haben, so daß die staatliche Subvention für diese Gemeinden wegsiele. Der neugegründete Oberste Rat bewirkt es nun, daß die Dotation nicht nach der Zahl der Rabbiner, sondern wirklich nach der Kopfzahl der Mitglieder der einzelnen Gemeinden bemessen werden wird. Es ist gar kein Zweifel, daß die Schaffung des Obersten Rates für die Juden in den historischen Ländern, auch andere wichtige Aufgaben zu lösen haben wird, die nur durch eine solche Gesamtvertretung mit Erfolg gelöst werden können.. Ebenso außer Zweifel steht cs, daß die Bildung des Obersten Rates in diesen Teilen der tschechoslowakischen Republik dazu führen wird, daß sich auch die Gemeinden in den anderen Teilen der Republik zusaptMuschließen und unter die Führerschaft des Obersten Rates stellen werden. Gegenwärtig sind in dieser Arbeitsgemeinschaft die folgenden Landesverbände angefchlossen: der mährische, der schlesische, der Prager Verbanddev tschechisch-jüdische und der Verband der Kultusgemeinöen mit deutscher Umgangssprache in Böhmen. Historisch ist dieser Oberste Rat die Auswirkung jahrzehntelanger Bestrebungen, der Judenschast des alten Oesterreich. Ter langjährige Kampf/ den der verstorbene Präsident der Wiener. Kultutzgemeiude und des jüdische Gemeindebundes von Oesterreich, Tr. Alfred Stern, um die gesetzlicheAnerkennung einer Gesamtvertretung der jüdischen Kultusgemeinden in Oesterreich geführt' -hat, war nicht von Erfolg begleitet. Im'Ulten Oesterreich war. .ein Zusammenschluß der ' KuÜüsgemerNdcn unmöglich und - der bestandene Gemeindebund konnte auch nur als einfacher Verein funktionieren, -wodurch er natürlich ganz ohne Einfluß bleiben mußte. Es ist interessant, sestzustclle-«, daß die Schaffung einer , geschlichen Vertretung der Gesamtjudcnschast Oesterreichs Nicht nur zum geringsten Teil auch an dem Widerstand der Prager und der böhmischen Kultusgemeinden gescheitert st ist. Ter verstorbene Präsident der Prager Kultusgemeinde Tr. Rosenbach.er hatte für die Bildung eines solchen Vertretungskörpers der' jüdischen Gemeinden 'Alkösterreichs nicht viel übrig und erwies sich in den entscheidenden Momenten stets als Hindernis für ein einmütiges Vorgehen. Anders war die Haltung der mährischsu Kusiusgemeinden, die unter Führung des langjährigen Präsidenten der Mährisch-Ostrauor Kultusgemeinde Tr. Alois Hilf sich stets für die Gründung eines. effektiven, öffentlich-rechtlich ' anerkannten. Verbandes sämtlicher Kültusgemeirchen Oesterreichs. eingesetzt hatten. Schreiber dieser Zeilen hat an der Ausarbeitung jenes großen GemeindebundstatuLs persönlich mitgearbeitet und wurde darin durch Pr.- Hilf-stets mit voller Hmgabe unterstützt. .Dr. .Hilf, wär es auch-, der zu 'allererst die jüdischen Gemeinden Mährens zu einem Landesverband vereinigte, der auch bereits auf manche schöne Erfolge hinzuweisen vermag. Ihm folgte dann die Bildung aller-Übrigen Gemeindeverbändo in Böhmen. Staatliche Anerkennung der Wischen GemeindevotstanSes in Sachsen. -Aus Dresden wird uns berichtet: Nach laugen Bemühungen ist es endlich gelungen, die staatliche Anerkennung des Verbandes'der jüdischen 'Gemeinden in Sachsen zu erwirken. Diesem Erfolg kommt historische Bede utung.zu, weil der. -sächsische Gemeindeverband der erste Verband jüdischer Gemeinden' nicht nur in Deutschland, pudern auch in Mitteleuropa ist, der gesetzlich als öffentlich re.chtlW^Höstrperschas.t anerkannt wird< . - Die amtliche VerlautbaMig int- „Sächsischen Gesetzblatt" gibt bekannt, daß sich die sächsischen israelitischen Gemeinden unter der Bezeichnung „Sächsischer Israelitischer GemeindeverbaM- Vereinigt haben. „Diese Religkonsgesellschas-t hat ihren Sitz in. Dresden. Sie Und ihre Unterverbände,. die zur Zeit bestehenden acht israelitischen Rekigwnsgentieinden zu Annaberg, Bautzen, Chemnitz, Dresden, Leipzig, Plänen, dtchil ' und ZtvMp,sind teu öffenMOen A'A.Mjtz?/ Aus» New Dork wird uns geschrieben: Tie Bibliothek des New Dorker „Jewish Institute of Religion" ist dieser Tage in den Besitz einer sehr wertvollen Kollektion bisher nnbekanirh gebliebener Kompositionen von Jacques Opfenbach gelangt. Es handelt sich um Originalmanuskripte von Jsook Offenbach und Jacques Offenbach, zum großen Teile I u g c n d k o rn p o s i t i o n c n Jacques^. Tie Spender dieser vom musikgeschkchtlichen Gesichtspunkt wertvollen Sammlung ftitb die Enkelinnen Jsaac Offcnbachs, Isabel O ffe nb a ch-Grü nwald und Frau; E. Redlich, die schon seit langem in Amerika leben BerrMIHeiten eines iSSifchen Resormrabblne». Aus London wird uns berich.et: Dem „Rabbi" der hiesigen Liberalen Synagoge, Dr. Mattuck scheint die Assimilation und den EntjudungZprozeß' seiner Gemeinde zU langsam vor sich zu gehen; denir er erfindet tmme&etne neue „Reform", die vom Judentum tveit wegführt. Seine netteste Verrücktheit ist die „radikale Reform^ des jüdischen Gebetbuches. Die Reform besteht in der völligen Eliminierung der traditio nellen Texte, die durch Zitate aus beit Werken englischer Dichter ersetzt tvurden. Bevorzugt sind Shakespeare, Shelley, Keats, Wordsworth, Browning und Tcnnyson. Dr. Matiuck ist dabei so kurzsichtig, zu glauben, daß diese „Reform", sowie die Verfügung, daß das Hebräische aus allen religiösen Uebungeit ansgeschaltct werde, das geeignetste Mittel sei, das Judentum zu erhalten. In eiiiem Gespräch mit dem Mitarbeiter eines englischen Blattes erklärte Dy Mattuck, daß die Verlegung des Sabbätgottes-. dienstes' aus Sonntag nicht die Beseitigung 'oeS jüdischen Sabbats, sondern die „Anpassung an die Umgebung Und die modernen Lebensbedingungen" zum Zwecke haben. Set Talmnd in Senifdüer Sprache. In einem Gespräch mit dem I. T. A-.-Bejrtreter teilte der bekannte jüdische Gelehrte, Herr Lazarus Goldschmidt, mit, daß er in diesen Tagen die Uebertragung des Talmud ins Deutsche, an welcher er nunmehr seit 30 Jahren arbeitet, zu Ende geführt hat, so daß nunmehr dieses Monumeutalwerk, das die Judenfeinde als eine Art Geheimbnch bezeichnen und das sogar unter den gebildeten Juden heute so wenig bekannt ist, bald der Oesfentlich-keit der gebildeten ‘ Welt in seiner ganzen. Klar-, heit vorliegen wird. 1896 begann Herr Goldschmtdt das Uebersetzungswerk. Bis 1917 erschienen die Lieferungen regelmäßig. Dann trat Unterbrechung ein, da sich Herr Goldschmidt mit curderen Arbeiten, wie z. B. der Bearbeitung des ältesten talmudischen Codex, einer Uebersetzung von Bibel und Koran u. a. m. widmete. 1925 nahm Herr Goldschmidt die Tülmudüberjctzung wieder aus, die nunmehr beendet ist. Tie erste Auflage der bereits erschienenen Bände ist längst vergriffen. Vor kurzem erschien eine zweite Auslage des Monumentalwerkes in acht Bänden, die durch den letzten Band demnächst ergänzt werden wird. Sa» Sesfentlichteilsrecht des hebräische« Gymnasiums in MMllvo. In der vor einigen Tagen unter Vorsitz des Präsi-- deuten'Dr. Singer in Prag abgehaltenen Sitzung des Jüdischen Nationalrates für die Tschechoslowakei erstattete Dr. Ernst Lebenhart das Referat über die Schulangelegenheiten. In der Sache der Prüstrngskommission für Lehramtskandidaten an Mittelschulen für Neu-Hebräisch, welche noch nicht ganz zum Abschluß gebracht worden ist, wurden wesentliche Fortschritte erzielt. Es steht dazu nur noch das letzte Gutachten der betreffenden Prosessorenkommission aus. Ein besonders schöner Erfolg ist die BewiMgung der Umwandlung des nunmehr zwei Jahre bestehenden hebräischen Privatghmnasimns in Mukaeevo in ein öffentliches Gymnasium mit atllen Rechten eines solchen. Die Genehmigung des Ministeriums ist vor einigen Tagen erflossen. Die erste Klasse weist Heuer 135 Schüler auf. Ehrung Siegmund Fränkels. Aus München wird uns berichtet: Die Münchner Handelskammer beschloß, das Andenken ihres vor einem Jahre verstorbenen Vizepräsidenten Siegmund Frankel dadurch besonders zu ehren, daß sein von KÜnstlechand gemaltes BW im Festsaal der Kammer in der Reihe der um den Handel und die Industrie in Nahem verdienten Männer placiert wird. Me AllsWmng des Porträts wurde dem jüdischen Maler Hermann Soxell übertragen. Das Bild, das dieser Tage im Festsaal enthMt wurde, findet als Kunstwerk allgemeine Anerkenimng!. 70. Geburtstag des Justizrates Luftig. In Gleitvitz, OberWesien, beging dieser Tage Justizrat Eugen Lustig seine» 70. Geburtstag. Der Jubilar gehört seit 1885 dem Stadtverordnetenkollegium an, dessen Vorsteher er in den Jahren 1913 und 1913 ivar. Im Jahre 1917 wurde ihm das 'Eh r e nv ü r g e r r e ch t der Stadt Gleiwitz verliehen. Auch dem Provinziallandtag gehörte er geraume Zeit an. Er war femer hon 1883 vis 1911 Mitglied und längere Z ' Vorsteher des RepräsentantenkollegiumS der jüdischen meinde. Während der Besatzungszeit war er der Md des. paxiMMn «Kües,‘

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