Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2742 (14.10.1926)
- Date
- 1926-10-14
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. N42- Men, Donnerstag' Bühne und Kunst. Mar Reinhardts gubiliium. ' Die Feier des fünMn.d.zwcmzigjüyriigen ' Bühnen-- jnbiläums Max Reinhardts, welche' dieser Tuge' bedangen wurde, gilt einem Spielleiter, der- Weltbe-- vü'hnrcheit erlangt hat. Man muß sich seine Entwicklung' vor Augen halten, um zu den'großen Evsolgen des-JMilars.die richtige Stellung zu finden, ReinhaM (der mit seinen: bürgerlichen ■ Nanren > Gol'dmamt heißt), wurde znnächst 'vou Brahm .als Eharakterdarsteller verwendet^ niachte vsich aber bctlb selbständig und. zwar als Gründer des Ueberbrettls „Schall - und Rauch" in Berlin. Aus dieser Zeit mag ihm ein gewisser .Hang zum Reißerischen haften geblieben sein, der auch in seinen ernstesten Jnszeniertingen nicht zuüb ersehen ist. An: besten scheint uns-Alfred Polgar das -Wesen Reinhard't'scher Inszenierung gekennzeichnet zu haben, als er anläßlich eines bestimmten Reinhardt-Abends schrieb: „Jedes Wort ist geladen und wenn, es ein. ruhiges Wort ist, i'ft es mit. Ruhe geladen. Wieviel Mühe auch im Leichten, wieviel Spannung tfn scheinbar Gelösten 'nnd Gelockerten. Eine Auffiihrung, deren Glanz' und.Not'' in' zwei Worte zu - fassen ist: Krampfhafte' Vollkommenheit". Allerdings hat Reinhardt seinen grandrofen-Aufstieg nicht allein dieser Neigung, stark anfzutragen, sowie seinem nicht geringen Verständnis für geschickte und wirksame Reflame zu verdanikeN, sondern nicht: minder seiner Mnstlerischen' Hingabe, seinem eisernen Fleiß,---seiner. Führevnat'ur und der ungewöhnlichen Gabe -.Bühnenkünstler-zu entdecken und in ihrer Kunst.zu fördern. Aus seinem Berliner künstlerischen Variete -! „Schall und Rauch" wurde.- alsbald das „Kleine Theater", auf welchem Reinhardt als Regisseur von Gorkis „Nachtasyl" den'ersten starken Erfolg erzielte. Schon nach Jahresfrist, von der Premiere des „Nachtasyls" gerechnet, betrieb er eine zweite Berliner Bühne-- das „Neue Theater", auf welchem er, der in Wien ausgewachsenwar, Antz-engruber brachte und den SüÄdeiutischen Ludwig Thoma. Dann folgten seine berühmt gewordenen Jnszenier-nngen von Klassikern/ darunter-zwei Abende, die er auch in seinem jüngsten Theater, dem Wiener- Josefstädter- Theater heräusgebracht hat, nämlich „Sommernachtstraum" und' '„Kabale und"Liebe",' Glanzaüfführüngendie ' ::: dem- Zeitraüm-von mehr als'-zwanzig Jahren, seitdem er sie nach 'seinemWillen geformt hat, nichts eingMißt'haben: - / ' Zwischen - VerKn, - Sälzbürg und Wien IM-'-^Kein-'- hardt gegentvartig" seine ' künMebische TätWeit, wöbe: allerdings Men von ihm -recht st-iestnütterlich' behandelt wird. Trotzdem er anläßlich der Eröffnung dös Josefstädter Theaters, der ein Präludium geräuschvoller Reklamevorangingimmer wieder beteuerte,. ^dgß/geraöe Wien der Boden seiner künstlerischen Betätigung sei und daß er in der alten Kunst- und Kultiurstadt zu wirken für das Ziel seiner Mnstlerischen Wünsche erachte. Gleichwohl zeigt er sich sehr soffen in Wtön und noch, seltener nimmt er die Zügel der RagierüNg in der.Josefstadt höchstpersönlch in die Hände. Anläßlich einer Neströy-Au-fflihrung haben die „Schauspieler'in^ der, Jdsefstadt untere Führunlg Max Reinhardts" ein ' artiges Verslern 'über den stetig abwesenden Führer auf den BvetterüI'eftm-genl' ", Indessen wird er 'ja in nächster Zeit wieder Wien erwartet. Wir wollen die - IM iläumsstimmüng nicht' beern'trächtigcn, und — statt.an der Vergangenheit zu mäkeln — eine hoffentlich anregende, glanzvolle, erfolgreiche Wiener Reinhardt-Stagione.erwarten. A. Aus den Theatern. uj u,t-a: y ca tc r. Freitag, 7 Uhr, z u m e r ste u M a le „Väsant'asen'a", ein Schauspiel in sieben BMern nach. ---- 8 ’ " 8 dem JndMhen -von Lion F e u ch t w a n g e V: Dienstag, hüll Uhr:;ß%M So.mancr.n'achtstraum". -Mittwoch,- halb Uhr: „Fenster". s , „ Akademietheater. . Freitag: „Hochzeitstage . Dienstag':/.MSd.el vw n heute". Mittwoch: „Die Fahrt ins B laue". Anfang halb 8 Uhr. ------ ■' O:Pe i-;n t.h:e a.t e r. Freitag, .halb .8- Uhr: „T u r a n d o t (zweite Anführung). Besetzung: Turandot—Nemeth, Kaiser— Breuer, ' Tiinur—Zec, Kolas—Kiepura, Liu-^Hellersgruber, Ping—-N-enner, Pang—Arnold,' Pong—Wernigl, Mandarin— Etil. Samstac. digen Milsik B e e ich o v eit s und mit B a s s.< Titelrolle. — Sonntag,-nachmittags.3 Uhr: s.Der fröhliche Weinberg". B ii r g e r t h e a t e r. Morgen, halb 8 Uhr: Uraufführung der Operette „E i n M i t te'r u'a ch t'sw a lzer", von Willner und Oesterreicher, Musik von Robert Stolz, unter Leitung des Komponisten. . Stadtth catev. Ab 17. Oktober, au allen Sonn- und Feiertagen -Nachm iltagsvorstellnng der Revue „Wien lacht wieder", in unverkürzter Form. Beginn halb 3 Uhr,ermäßigte Preise. ' ' ... M o d e r nes Theater. Heute, in Abänderung des Spielplanes, das Lustspiel „D: e Art, si ch hinzugeb en". Dienstag: Erstnufführung von „D e.r -T an z ü m Mitternacht" von Charles Me re. — -Sonntag, 4-Uhr nachmittags' eine Tan z'm atineederE d-i t h El ge r. Viktor Tischler, der Wiener. Maler, hält sich" gegenwärtig in Paris 'auf.- ''Die -Galerie: Billiet hat die. .Vertretüna der künstlerischen Jntercsstn des österreichischen Malers für sämtliche Länderübernommen. .Tischler, veranstaltet. demnächst.' inder..genannten'Galerie, eine Kollekti'väüSfteilungä Rnthonaus Bildersammluirg hat die jüngst .'verstorbene , Mutter - Rathenans der Stadt F r a n k f'n r t'-a? M. 'für ' die Stadelsche Galerie vexmacht. An''der iSammlung besmdet sich ne'bst Bildern f r a n z ö s i s ch e r Meister eirl Max Lieb er mann und ein großer Max Kling er. Mlemr MsrgMzettmts' R LMaber 1926 Gewe 7 ' Berel««, SottrSge ««» Bersammluugeu. LeopoldstSbtee Volkshetm, 2. Bez., Zirkusgasse 48. Heu t e' beginnen: 7 Uhw: Goethes „Faust"; Die Lehre vom Licht; Höhere Mathematik; Bau und Leistungen des menschlichen Körpers;. Schauplatz und Völker der asiatischen Kulturkreise. 8' Uhr: Moderne' Lyrik; Entwicklungsgeschichte des Menschen. — Beigittenautt VsirShrim, 2g. Bez., Strom-, ftraße 78. Heute beginnenr 7. Uhr: Pridatdozent Doktor Kainzt- Wcfairrtiwerblick Über die deutsche Dichtung; -Fritz : Getznerr Bau und Leben der Pflanzen. 8. Uhr: Dr. Ledenstegerr Astrostonrie. — JugendgkUppe des Tempelvercines! 2. Bez., Pazttraniten^asse 6. Dienstag , um 8; Uhr abends 0 Pxofessor Dr. S. Kraus im Sitzungssaal des mag!- heu Bezirksamtes, 2. Bez., Karmelrtergasse 9, über t das Thema Handfertigkeit und Mrnst bei den Juden. Eintritt .frei! Zionistische Bezirkssektivn AÜekgrund. Montag, 8 Mx.abends, im .Eafe City, 9 .Bez., Porzellangasse 1, Vortrag des Herrn Vezirksrates Dr. Georg Weiner» Prä-, sident der Ziöniflischen BezirksseMbn' Alsergrund, Wer das Thema: „Stellung der inneren Pslitik im Zionismus." wir Veruntreuung im Zolloberamt. Beim Zolloberamt wurde nach einer ileoerprüfung ein Abgang von 18.000 . Schilling bemerkt, der durch Unregelmäßigkeiten des Lottoamtsoberkontrollors'Rudolf 'QT5 r t ch entstanden war. Olbrich befand sich damals in seiner Heimat Brünn aüf Urlaub.-und wurde-dort verhaftet. Gestern hatte er sich vor einem Schöffensenat wegen Veruntreuung zu verantwortend Im Verlaufe.der Verhandlung bemerkte der Vorsitzende, Höfrat Dr. Czerny: .„Sie haben im Monat beiläufig 20 Millionen der Kasse entnommen, das kann .mit irgendetrrer Notlage nicht gerechtfertigt werden. Was! haben Sle denn mit dem vielen Geld gemacht?" — A ngekl.: Ich habe so bescheiden gelebt, das waren Abgänge. M'B o rß: Ueber Ihre Lebensführung ist nichts weiter bekannt, als daß S:e einmal im Bureau bei der Kasse ei ».geschlafen sind und stark nach Alkohol g er o ch e n haben. —< Nach längerer Verhandlung wurde Olbrich des Verbrechens, der Amtsveruntreuung s ch u l-- dig erkannt und zr: 18 Monaten schweren Kerkers verurteilt. Einmalige verspätete Zinszahlung — ein Kündigungsgrund?, Zu dem von uns. am .-7<.d.. M. nach der Korrespondenz „Gerichtshalle" veröffentlichten Bericht erhalten wir von"dem Rechtsanwalt Dr. Friedrich Bunzl als Vertreter: der -Firma H: Engel u. Sohn eine Zuschrift, in welcher erklärt: wird,.daß die anaeklagte Hauptmieterin Frau F. K. schon seit Mürz Wige Zins- und andere Gebühren mcht bezahlt hatte... Re 8»d«stria»fier«ng PaWknm- Dizeugosis Plane. Jerusalem, 12. Oktober (I. T. A.). Herr M.' Dizeng o f f,, .das neue Mitgilied -der ziomstischeu Exekutive, entwickelte m , einer Konferenz Der I n ü ust r i e U e n - V e-r-e-rn i-g u n g? Mäfimas, -die -soeben in Tel-Äwiw .abgchMen-wunde; seine Pläne für eine städtische Kolonisation in Palästna und führte aus, Äe Basis.seines Planes sei die A ü t o n a m i e d e s Han-, d e l s und die Förderung der Privatinitiative. Der Keren Hajessod solledie Kosten für eine inüat st rieile V e r f u ch ssta t i o n und für ein I n f o r m a t i - o n-s bü-ro tragen." D i z e n g o f f -sag-te ferner, er werde es 'durchsetzen, daß zu den dom zionistischen Aktionskomitee für die Gründungeiner Jndustriebank bewilligten 25.000 Pfund noch weitere 76.000 Pffmd ■ zur Verfügung gestellt-, werden. - - -' . Dem-von der'Jndustriellen^VereimMng heraus-ge- ■ göbenen. Bericht ist zu entnehmen^ daß die Vereinigung in Tel-Äwiw 160 Mitglieder zählt, die' bei' einem investierten. Kapital von 600.000 Pfund 2600 Personen be- Der österreichische Notenumlauf hat sich, laut dem Ausweis der Oesterrclchischen Nationalbank per 7. Oktober, um 23.8 Mllionerr Schilling vermindert, ebenso sind die Verbindlichkeiten aus dem Giroverkehr' um 10.28 Millionen Schilling zurückgegangen. Die sonstigen Passiva sind um 38.18 Millionen Schilling-höher. Dagegen haben sich der'Barschaß um 3.66 Millionen, die ausländischen Deckungswerte um 3.5 Millionen Schilling vermindert Das Wechselporteseüille der Nationalbank ist um 5.87 Millionen gewachsen. Insolvenzen. Der Konkurs wurde eröffnet über Wilhelm A. H o f m g.n n,. G'es. m. b. H., Wien, 2. Bez., Rembrandtstr. 2 (nach ergebnislosem Ausgleichsverfahren); Siegfried I e l l r n e k u. Co., Wien, 9. Bez., Lichtkandlaasse 32 (nach ergebnislosem Ansgleichsverfahren); Paul Linder u. Co., Zuckerwarenfabnk, Wien, 13. Bez,, Schantzstr. 35/37 (nach ergebnislosem Ausgleichsverfahren);.In g. Resek u. We nzel, Ges.'m. b.'H., Wien,-8'.'Bez., Skodagasse 8 (nach ergebnislosem Ausgleichsverfahren); O e st e r r e i ch i s ch e T h o r n i t - K n o p f - I n d ust r i e A. G., Wien, 17. Bez., Pezzelgasse 7/9 (nach ergebnis-' losem. Ausgleichsverfahren); L a n d w i r t s ch a s t l i ch e G enossenschaft für den Bezirk Leoben r. G. m. b. H., Leoben (nach ergebnislosem Ausgleichsverfahren); Kal l i na er u, C i e., Kommanditgesellschaft, Wien,-1. Bez., Schauflergalle 2. Das,Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Claire Fei.litz.sch, Inhaberin der Firma „Jung-Wien", Kunstgewerbliche Werkstätte, Wien, 1. Bez., Kohlmarkt 8. Gegen hie Einführung von Schnittholzzöllen. Die von einem Teil'der. niederösterreichischen Sägeindustr.ie .und dem Wald-, besitz.eingeleitete Aktion zur Eiiifnhrüng von Zöllen für weiches' Schnittmaterial hat in deii Kreisen der holzverarbeltenden Industrie große Beunruhigung hervorgerufen. In einer vor kurzem .-: stattgefundenen Protestversammlung, bei welcher Delegierte-der bedeutendsten. Organisationen. der holzverarbeitenden Industrie anwesend waren, wurde einhellig gegen einen Schnrttholzzoll Stellung genommen, der zum Schutze einiger weniger nieoerösterreichischer Sägewerke eingesührt werden soll und für die übrige holzverarbeitende Industrie die Verteuerung eines Ma-. - teriales bedeuten wurde, auf dessen Bezug aus dem- AÄslande . diese Fabriken angewiesen sind. Wektttt Abschrvikchung ver Ara. Weitere Berkaussanbote aus Paris schwächten den L i ra k u rs weiter ab; er ging in Zürich V6n 21.07/4 auf 20:7534 zurück; die Verzinsung für me' Lira ist unverändert hoch. Auch der f r a n z ö s i s ch e F r a n c lag ge- -Kusgx mv^06'kl uslisö) I8'pl u; .:o '.whrvmchs nagst tag).' Dagegen war der belgische Franc im Hinblick auf die günstigen Nachrichten über die Stabilisiexungsanleihen für Belgien gut behauptet; in Zürich-schloß Devise Brüssel mit 14.10. unverändert.'Der Leu war gestern etwas fester (2.75 Paritä». Zürich), Dollar (517.50) und Schilling (73.0134) unverändert. Budapefter Getreideterminmnrkt. Der Budapester Verkehr 'vollzog sich zu unveränderten Kursen. 'Weizenper Oktober 3630, Per Ntai 4040; Roggen, per Oktober 2675, per März 2975. ■ *- Eine internationale Vereinbarung der europäischen Hadernhändler. Wie in der letzten Generalversammlung des Verbandes der Hadern- .und Rohproduktenhändler mitgeteilt wurde, ist in Brrüsse.l eine-, internationale Vercinbaruna der europäischen Hadernhändler für den Exportverkehr mit-Amerika zustandegekommen; die Usancen werden in'allernächster Zeit bekanntgegeben werden.. > Die Kohlenoinfuhr nach England. Aus S o n d o it wird berichtet: Im' September 1926 wurden in England 3.04 Millionen Tonnen Kohle tm Werte von 7.76 Millionen Pfund eingesührt; diese Zahl ist größer als-die der Gesamtaussuht im September des Vorjahres. ' . ... Eine Fabtik zur Verwertung von Abfallprodukten in Brati- . flava» Die Skodawerke haben, wie uns aus Bratislava gemeldet wird, der Stadtgemeinde Bratislava den Antrag gestellt, daß sie mit einem Auftvando von zirka -7,5 Millionen tsch. Kr. in Bratislava eine Fabrik zur Verwertung von Abfällen errichten wollen. 'Um der'Stadt die Finanzierung zu erleichtern, haben .sich hie -Skodawerke bereit erklärt, von der Stadt neu zu emittierende -zehnjährige Obligatioiren zu übernehmen. Die Skodawerke garantieren der Stadt Bratislava aus dem Unternehmen einen Jahresertrag von'1.2 Millionen tsch. Kr. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. . j Neue Oelfelder in' Mexiko. Aus N e ü y o r k wird gemeldet: Nach Blättermeldungen aus Mexiko würden im Staate Bera- 'cruz neue, außerordentlich ergiebige Oelfelder entdeckt/ Die Regierung ließ durch eine Expertenkommission Untersuchungen' vornehmen, die zu oem Ergebnisse führten, daß eine einzige :Bohrstelle bei Tuxpan zwischen Tampico und Vevacruz t äglich -65.000-B a r r e l s Rohöl liefert. Ein. Freihafen in KonstMtinopel. Gegenwärtig untersucht, ,eine von der. türkischen-Regierung eingesetzte Kommissipn' die' -Frage,der.'Errichtung eines Freihafens in Konstanlinöpe'i. Die : Monopolisierung des russischen Außenhandels, -ie Verarmung :Anatoliens sowie das Aufblühen des'Piräus wären dem Schisf- ^fahrtsverkehr' in Konstantinopel sehr abträglich, Die Stadt sucht :nun ihrer äußerst günstigen geographischen Lage den Vorteil des iFreihafens chinzüzüfügen^und hofft, so einen Aufschwung, im. 'Transithandel- Konstantinopels.Herbeizuführen. . . . ' : Wiener Börse. Stagnierend. — Schwächer.. ' Die geWge.' Börse, eröffnete. in lustloser Shimmüng. miss, abgeschwächten Kursen. Das Geschäft lag fast döllig' still. - Au; Grund von einigen Arbitragekäufen besserte -sich wohl vorübergehend die Stimmung auf. dem' Aktienmarkt ein toen’tg, doch^ hielt dies nicht lange an. Der Schluß war.ge-: schästslos und die meisten Kulissenwerte gaben'.leicht nach. Die ungarischen. Papiere, waren meist ahgeschwächt. . . Jrn.. Schranken . lagen Zückerwerte ausgesproch en. schwach;, . sonst' waren angesichts des geringen Geschäftes keine: bedeuten-.. 'deren': Kürsyerfchiebuttgen. zu verzeichnen. Im .flietzenhen Händel des Schrankens wurden kroatische Zucker und ^e- - lieniewski neu.-, eingesührt. Der Anlagemarkt -War völlig geschästslös, die -Kurse bröckelten, ab.' Noti erung en im Stellag'enverk.e-yr.' . M''. notierten per Ultimo Oktober: Oesterreichische Kredit: 22.0Ü0-- vis 28.000, Staatsbähn 60.000 bis 70.000, Alpine 70:M)> bis 85:000, Sälgo 80D0V bis 95.000; ferner per Ultiuto November: Oesterreichische Kredit 34.000 bis 42.000, Staats-/ bahn 72:000 bis 82.M0, Alpine. 95.000 -bis 110.000, Salgo 100.0M bis 120:000. . ' E x o t e n. Univ. Bau 11:500. < .. .. Qüoten. Franz Josessbahn-Schuld. 33.066, 1887 Nordbahn-Prior. 26:000, Franz' Josefsbahn-Prior. 35,250, Oesterr. Lokalbahn-Privr. 19.500, 3.5proz. Nordwestbühü-Prior. 12.000. ' ' . Aus der Wiener Börsekammer. In der gestrigen- Sitzung. des Notierungskomite.es der Wiener Börsekam-mer-. 'wurden di'e Gesuche nachfolgender 'Gesellschaften wegen Durchführung ver . Urüstellung -im Bvrseveokchr in Beratung' gezogen:' -,'.S o l o" . Zündwarew»- und Wichsefabriken-A.-G. in Wien', ''A.-G. der Emaillierw.erke' und Metallwarenfabriken „Austria" in Wien, Oesterreichische Alpine Montange>ellschast in Wien, Handels-- Aktien-Ges-ell-scha-ft in Wien,. Hofherr, Schräntz, " Clayton Shuttlewooth, Ungarische Ma-schinen-.Fabriks-Werke AE. in Kispest, A.-G. der hydraulischen Kalk- und' Portland-Zeinentfabrck zu Perlmoos, Internationale TranSport-Gesellschäft A.-G. in Wien. C's wurde beschlossen, im nächsten Plenum.die- Durchführung der o ch i l l i ng n o t i e r u n g für diese Gesellschaften zu beantragen. Ferner wurde beschlossen, a'b 16. Oktober 1926 den Handel in. Aktien der Brün ner Mas ch i n e n f a b r i k von der Kulisse in den Schrank e n zn verlegen. Wiener Holzbörse. Ge>tern nahm das Geschäft einen ganz . geringen Umfang an und zu eher schwächerer Tendenz wurden ‘ kaum nennenswerte Abschlüsse bekannt. Ausgeboten - wurden Weißbuche, je nach Breite, zu 60 bis 65 Schilling ab niederösterr. Station, ferner waren erhältlich 26 his 80 Millimeter Buche, 18 bis 50 Zentimeter aufwärts. 4 bis 6 Meter. Die Preise für weiche Scheiter, trocken, mit 10 Prozent Prügel, stellen sich aus .430. Schilling, Buchenscheiter, trocken, auf 340 Schilllng, Wien, harte Holzkohle aus 50 tschech. Kr.-und weiche auf 40 tscheih. Kr. prompt Marchegg, Spreiselholz, gebündelt, per 100 Kilogramm auf 3.30 . Schilling und Bnndholz per 100 Kilogramm, trocken, auf 4.50 SclMing Men. . - AerNUch empfohlen. Millionenfach bewährt- Packung 8 1.2t. Gegen Fuß» schweiß, Brennen und Wundlaufen Kukirol-Fußbad. Packung s —.75. iw gt'cßu klein.