Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2740 (12.10.1926)
- Date
- 1926-10-12
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2740 Wien, Dienstag Wiener Morgenzettung SS. Oktober 192« Seite 8 Ser Roman des «rasen 8,e«la» LlschaniN. Wir brachten vor einigen Tagen die kurze Meldung, bah der polnische Gra-f Czeslaw Olszanski beim Lodzer Nabbinat Schritte wegen seines UebertritteS Kmn Judentum unternommen hat. Das Rabbi not >hat entsprechend der bestchenden Praxis in Polen, dem Ansuchen hes Grafen, der katholischen Glaubens ist, noch nicht statigegeben. Die Wische Braut des Grafen Olszanski, Chane Rosenb erg, von Beruf Schneiderin, betreibt naturgemäß die Bewilligung des Uöbertrittes ihres gräflichen Bräutigams. Sie erzählte im Lodzer Nabbinat die folgende romantisch klingende Geschichte: Mein Bräutigam stammt von einer gräflichen Mutter. Sie war eine Warschauer Studentin. Sie levnte, während sie im Ans'land studierte, «den Vater meines Bräutigams kennen und' schloß mit ihm eine Zivilsmuung. Das Paar führte ein glückliches EHelöben. Als ihnen ein Sohn geboren wunde, wurde er im Sinne des Ehepaktes katholisch getauft und erhielt den Namen Czeslaw Olszanski. Der junge Graf studierte und absolvierte die Universität. Seine Eltern lebten in Posen. Ms Graf Czeslaw vor einiger Zeit nach Posen zurückkehvte, erkrankte seine Mutter schwer. Als ste ihr Ende nahen fühlte, rief ste ihren einzigen Sohn an ihr Bett, erzählte ihm die Geschichte ihres Lebens, daß ste eine Jüdin sei und ihr letzter Wunsch wäre, daß ihr Judentum Übertreter:, und nach ihrem Tode das Kadis ch gebet verrichten möge. Einige Tage später starb die Gräfin. Der junge Graf, der mitunendlicher Liebe au seiner Mutter hing, hatte, seitdem er ihr Lebensgeheimnis erfuhr, seine Seelenruhe verloren. Er beschloß, dein letzten Millen der Mutter zu entsprechen und zum Judentum überzutreten. Inzwischen hatten wir uns kennen gelernt. Graf Czeslaw gewann mich lieb, und nun ruhte er nicht, bis er Jude geworden und mit mir den Bund der Ehe im Sinne des letzten Wunsches seiner unvergeßlichen Mutter geschlossen hat. Um so interessanter und sonderbar ist die Haltung des Vaters des Grasen Czeslaw Olszanski. In einem Brief an das Lodzer Nabbinat schreibt der alte Graf: „Ich bin scharr sechzig Jahre alt urrd als einziger Trost meiner alten Tage ist mir mein einziger Sohn, CzeZlaw geblieben. Jetzt hat er mich verlassen uttb beabsichtigt, eilte Lodzer jüdische Schneiderin zu heiraten. Ich warrre ihn und lasse ihn wissen, daß ich ihn, falls er seinen Glauben verlassen und bei seinem Beschluß verharren sollte, errterhen und mein ganzes Vermögen im Posener Gebiet meinem Bruder vermacherr werde." Der alte Graf Olszanski schließt sein Schreiben mit der Drohung, .daß, wenn sein Sohn nicht baldigst seine Liebe zur- Lodzer jüdischen Schneiderin aufgibt und heim- - kehrt, er in den nächsten Tagen persönlich nach Lodz kommen und alle Schritte unternehmen werde, um seinen Sohn zu verhirrderrr, daß er zum Judentum übertrete und als Graf Olszanski die arme Lodzer Schneiderin Chane Nosenherg heirate, Anftchlung des Senatsmandates Sr. Niemirowees durch Agudiften. Bukarest, 11. Oktober. Der Mnisterrat wird in den nächsten Togen über die Anfechtung des SenatSmandatS des Bu» karester Oberrabbiners, Dr. Niemirower s, zu entscheiden haben, Laut der Verfassung haben die einzelnen Konfessionen des Lautes einen rechtmäßigen Anspruch auf Vertretungen im Senat. Diese Senatoren werden durch die Negierung ernannt. So wurde auch Dr. N i.e m i ro w e r S über Vorschlag des „Verbandes der eingeborenen rumänischen Inden" gum Senator für die jüdische Konfession ernannt. Die Agudtsten fochten diese Ernennung unter dem Vorwände an, daß Dr. Niemirower nicht als Vertreter der orthodoxen Juden anerkannt werden kenne. Besonders angetan hat eS ihnen, daß Senator Dr. Niemirower ein Führer der Zionisten in Rumänien ist. Wie aus Neg'ierungSkreisen bekannt wird, denkt die Negierung nicht karan, der Anfechtung stattzugeben. Die Rabbiner Scharr, Bukarest und U'llman n, Bistrip, die den Protest zeichneten, erklären, daß sie im Falle der Ablehnung <m das Oberste Gericht appellieren werden. Marie glaszai im goldenen Buch de» jliidkschen Ratioualiond». Auf Initiative des Malers Abel Pann. Der ungarisch-jüdische Schriftsteller Bela Szekely, der, wie wir berichteten, tu egen seiner Arbeit für. den Nationalfonds in Ungarn von den Asstmilanten verfolgt wurde, macht im „Uj Kelet" die interessante Mitteilung, daß die vor einigen Tagen verstorbene Tragödin Marie Jaszai, bekanntlich eine gläubige Katholikin, ins goldene Buch des jüdischen Nationalfoichs eingetragen wurde. Marie Jaszai war in der jüdischen Literatur, sofern sie in Uebersetzurtgen vorliegt, außerordrntlich gut bewandert. Der Redakteur der ungarisch-jüdischen Zeitschrift „Mult es Jövö", Josef Patai, mußte der Künstlerin jede Neuerscheinung aus dev jüdischen Literatur beschaffen, und sie bat immer um mehr Bücher über Zionismus und den Aufbau Palästinas. So lernte sie das Leben der Chaluzim uttb dev Chalnzoth kennen. Sie war von der Schilderung der Pionierarbeit in Palästina so begeistert, haß sie eimttal öffentlich erklärte, sie sei die magyarische Chalnzoth des JudentltmS. Zn den Verehrern der großer: Tragödin gehört auch der iüdische Maler Abel Pann, von dem sie sich, so oft In in Budapest war, das Leben im neuen Palästina schildern ließ. Bor einigen Jahren nun stellte Pann einige feiner Bilder mit der Bestimmung zur Verfügung, daß deren Erlös zur Eintragung der Marte Jaszai ins Goldene Buch des Keren Kajemeth verwendet werden möge. Die Eintragung erfolgte, Marie Jaszai war von dieser Ehrung zu Tränen gerührt. Die jüdische Nationalbibliothek. Vom Kuratorium der Wolffsohn-Stiftung wird mitgeieiü: Im Frühling 1926 ist Mischen dem Jüdischen Natiiomrlsontzs und >dsr Wolffsohn-Stiftung der Bauvertrag über - daauf dem Slopus gelegene Grundstück für den Vau der National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem abgeschlossen worden. Sodann ist dem Herrn Professor G e d d e s und den Architekten M e a r s und Chaikin der Auftrag erteilt worden, die Entwürfe für das Bibliotheksgebäude anzufertrgen Diese Entwürfe liegen nunmehr in der endgültigen Fassung vor. Der Auftrag zur Aus- Srung des Gebäudes ist erteilt worden. Die Bauarbeiten , im Gange. Der VermögenSbestand der Wolffsohn- Stiftung beträgt bei vorsichtigster Bewertung etwa 200.000 holländische Gulden. Das der hebräischen Realschule in Haifa angegliederte Internat ist aus den Mitteln oer Wolfffohn- Stiftung subventioniert, welche aus dem Verkauf des Haifa er Grundstückes erzielt worden waren. Inzwischen hat sich das Vermögen der Stiftung um 300g englische Pfund dadurch erhöht, daß die Tochter des verstorbenen Dr. N. Katzenelson in Libau ein Legat von 3000 englischen Pfunden zur Errichtung eines Dr.-Katzenelson-Saales in dem Blblioicheksgebäude gestiftet hat. Dvx Schriftsteller „Daschrak" gestorben. In Newyorik starb am 7. Oktober der bekannte jüdische Schriftsteller und Publizist I. I. Sewi n, ter unter dem Pseudonym „Ta schrak" eine große Popularität genoß. Er war 1873 in Rußland geboren, besuchte eine Jeschiwa, kam 1889 nach Newyork, wo er bald als Schriftsteller hervortrat. Seine politischen und literarischen Aufsätze sind mehrfach gesammelt erschienen. Der Rabbinerverbanb Oberschlesiens für Palästina. Der RaVb'inerverband Oberschlesiens hielt dieser Tage in H i ndenburg eine Versammlung ab, in welcher unter anderen auch eine Nesolution angenommen wurde, in welcher erklärst wird, daß sie Arbeit für Palästina eine „Pfltchtcmgelegerchelt des gesamten, also auch d«S deutschen Judentums i st." Ein Antrag auf eine Kundgebung in diesem Sinne wurde an den Vorstand des Verbandes der Rabbiner Deutlchlands geleitet. Tod eines berühmten Reform-Rabbiners. Rabbi Louis Großmann aus Cineinatti, der in ganz Amerika bekannte Re« forrnrabbiner und Schriftsteller, ist in Detroit, wo er als G'ast von Dr. Charles Iran geweilt hat, int Al-ter von 66 Jahren plötzlich verstorben. Rabbi Großinann war in Wien geboren und studierte an der Hebrew Union College, an welcher Anstalt er später als Professor wirkte. Der Pfarrer von Donneley. Aus Straßburg wird uns berichtet: Die gesamte Presse von Elsaß und Lothringen bespricht eine peinliche Affäre/die sich jüngst in dem Städtchen Donneley, im^ Moseigebkek, abgespielt hat. Vor einiger Zeit leitete der Pfarrer eine Sammlung zur Errichtung eines Denkmals für die Kriegsaefallenen ein. An der Aufbringung der Kosten.des Denkmals beteiligte sich auch die Witwe Lev y, deren Sohn gleichfalls im Kriege gefallen ist. Das Denkmal wurde im Garten des Pfarrer aufgestellt, enthielt jedoch bloß die Namen der katholischen Kriegsgefallenen, während die stü d i s ch e n-K-r i e »s ypfqr übergangen wußten. Als der Präfekt des Moseigebietes von dieser Affäre erfuhr, erklärte er. daß das Denkmal nur eine private Aktion sei, die geeignet sei, die Geschichte zu verdunkeln und ordnete an, laß am Rathaus von Donneley eine.Gedenktafel angebracht werde, auf welcher sämtliche K r i e g s g e f a U e n e n der Gemeinde, ohne Unterschieb der Religion, verzeichnet wer- .den. Der Auftrag der Präfektur wurde bereits ausgeführt. Böhne und Kunst. Tschechisches SperngaWlel. Der Kuß. — Die Teufelskäthe. Der Kuß" ist die erste Oper, welche Smetana nach dem völligen Verlust seines Gehöres geschaffen hat. Der Ton ist elegischer geworden, die Stimmung gedämpfter, die Niesengebirgsbauern, die Träger der Handlung, sind schwerblütiger als die Dorfinsassen der „verkauften Braut". Das Lyrische überwiegt gegenüber der urwüchsigen Komik, zu welcher auch das Libretto — die Braut will aus Angst vor der verstorbenen Frau ihres Bräutigams diesem erst nach der Hochzeit den ersten Kuß geben — wenig Gelegenheit bietet. Entzückend sind die beiden Wiegenlieder, in welchen Smetana ein ursprünglich echtes und ein von ihm frei erfundenes Volkslied einander gegenüborstellt; gelungen ist die Charakteristik des unter Trompetengeschmetter auftretenden Grenzgendarmen, und ganz reizend ist die musikalische Illustration des nächtlichen Waldes und seiner Schmugglerromantik. Das, wenn auch nicht dramatisch, so doch musikalisch reiche Werk, in welchem Herr K u Ü l a und Frau V l k mit Elan das Liebespaar spielten, würde es verdienen, gelegentlich in den Spielplan der Staatsoper ausgenommen zu werden. Als letzte Novität brachten die Olmützer die „Teufelskäthe" von Anton D v o r a k mit der drastischen, gesanglich trefflichen Frau Sehnal in der Titelrolle. Auch in der Dvorakschen Hölle gibt es viel Polkarhythmus und wenig Drama. Gar zu umständlich sind die Verhandlungen, die sich zwischen der TeufelEthe, einer Art tschechischen Martha Schmertlein, und dem Teufel hinziehen. Ein ganzes Füllhorn schöner Volksmelodien und munterer Tänze ergießt sich über den Dörer, und allerlei romantische Erinnerungen von Weber und Marschner bis zu Smetana klingen in diesem Teufelsspnk und seinem humoristischen Orchesterkylorit. Das Dramatische kommt freilich in der durchaus naiven Bühnenmusik zu kurz. Das Olmützer Gastspiel, welches einen Massenbesuch CXXJQQGOQQOOqOPPOPOOO^^ Jns jiidisdke Maus das jüdisdke (ßfatt t3QMQaOQGtöQOQQOQQOOQQQOOQQQ<XVQOQQQQQQ MALOWAN fonu. MAioyrAN i ms» WiEN, f., OPßRNRtNG ts bringt für dt« heurige Herbst- und Wintersaigon RÖCKE iiiiiiniiiiiiiininiiifiiiiiiiiiiiiiiir ln herrlichen Deealos und Farben aut Seide f 10fl m gearbeitet, rum Preise von.. JvWi HAARHUTE il!llllllllllllfllllllllflllllflllllllllllllllllllllllfllllll(!lllllll1r In den modernsten Fassons, durchwegs mit f HK Ä Seide gefüttert, dazu passend, zum Preise von » «dt aufzuweifeu hätte, war für Wien in mancher Hinsicht lehrreich. Man sah hier ein kleines, armes Ensemble, welches gleichwohl schwierigen künstlerischen Aufgaben durchaus gewachsen war. Und man sah, daß in Wien Jntevesse für ein zweites Opernhaus vorhanden ist, woferne es wirklich Interessantes zu bringen vermag. Hoffentlich ziohen die Stadt Wien und die ihr nahestehende Volksoper aus den Erfahrungen dieses Gastspieles die Nutzanwendung! flb. «In Avenv in der Jüdischen Bühm „Die rumänische Chassene." . ES war nicht leicht, sich in den Saal zu kämpfen. Die jüdische Truppe spielt Operette und das Publikum füllte den langen, schmalen, primitiven Theatersaal in der Taborstraße bis auf den letzten Sessel. Kein gewohntes Bild in dieser Aera traurigster Theaternot, dieser Massenandrang, dieser Operetten- - erfolg ohne Clague. Wenn Frau Glücks mann die Szene betritt, versteht man die gespannte Erlvartmrg und teilt die Freude der Theatergäste. Eine jüdische Operettensoubrette von rassigem Charme und bezwingendem Humor. Diese Operette von Schorr ist weit frischer, witziger, melodienreicher als die meisten Erzeugnisse der marktgängigen Operettenindustrie. Um den Star Lora GMcksmann ist eine ganze Zahl durchaus tauglicher Operettenkräfte versammelt. Ihr Partner I. Waldberg, der Tenor A. Fell er, Frau BraglawSka und Herr RelleS, Frau Glattst ein und der urwüchsige Pod sameze sind Lieblinge des Publikums und her große Charakterkomiker Jona Reismann ist in einer winzigen Rolle zwerchfellerschütternd, Eine der schönsten Nummern ist daß Lied des alten Bauern mit dem nachdenklichen Refrain, daß vom Frühling zum Winter sdeß Lebens natürlich) doch nur ein Katzensprung ist. Herr N a ch.b a r singt es rührend. Wie die „Fledermaus" gibt auch die „Rumänische Chassene" Gelegenheit zu einer Gesellschaftsszene mit Konzert- und Varieteeinlagen, Da kann man die Tänze der M a § i m ö f f-T r u p p e bewundern, und das Paar GlückSmann-Waldberg bringt ein Couplet, dem ste immer neue Strophen beifügen müssen. , Die Zeiten sind schwer, die Lust in dem pollgspfropsten rauchigen Saal ist zum Schneidm — aber mit. solchem Beifallsjubel bedankt zu sein, muh den tapferen Akteuren doch Freude machen. O. A. Aus den üheatern. Burgtheater. Mtisvoch, 7 lvhr: „Der fung^ Aar". Atademietheater. Mittwoch, #8: „Das groibe H e m ü". Stadttheater. GM große Stadtcheaterrevue ,Mien lacht wieder" wjod von: 17.' Oktober an auch an Sonn- und Feiertagen um 3 Uhr nachmittags in unverkürzter Form bei ermäßigten Preisen geaedert. Operntheater. Mittzuoch, ^8 Uhr: Ms Vorstellung der Dheatergemeinde Serie F „Madame Butterfly" mit den Damen Gerhart, Kittel, Konrath, Peschigg, Schwegler und den Herren Piccaver, Jerger, Breuer, Mernigk, Madin, Muzzarelli, Erber, Wagner. MusikMche Leitung Alwin. Theater in der Josefstadt. Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag „Roge n", Donnerstag. „Fa nnys erstes Stück". Beginn sämtlicher Vorstellungen ÜQ Uhr. Deutsches Volkstheater. Leopolvins Konstantin verHschtedet sich Freitag in der Komödie ,K>ie Schule der Kokotte n". Samstag, neu einstudtect ,/S g m o n t" mit der vollständigen Musik Beethovens und Mbert Basso-mann in <ter Tttelrolle. Lustspieitheater. Samstag, den 16. h. M„ gastiert zum ersten Mal-e das Badner Stadttheater mit einem Operettenensemble. Zur Darstellung gelangt „Wiener Blut". Modernes Theater. Mittwoch, ,M me r'i kaue rin neu". Sonntag, den 17. Oktober, nachmittags 4 Uhr, findet eine Tanzmatinee der Tänzerin Eth Elger statt. R a i in u n d t h e <r t e r. Samtag uvi> Sonntag 3 Uhr, bei kleinen Preisen: „Der Struw elpeter". Kammerspiele. Samstag Erstaufführung von „Kopf oder Schrift" von Loms Berneurl. Jüdisches Konzert In Bratislava. Man schreibt uns auö Bratislava.' Das von der hiesigen jüdischen Theatergesell'sckaft „Habimah" am 3. und 3. Oktober veranstaltete Konzert der Interpretin des jüdischen Volk liebes, Hilda D " l i tz« kaja UND des Opernsängers Jaqrres Mann war ein künstlerischer Erfolg. Hibda Dulitzkaja brachte eine reiche Auslese der schönsten üdischsn Bottslieder, darunter manche hier nach wenig beannte von garu entzückenden Feinheiten in Rhythmus und Melodie. Die Sei aller künstlerischen Ausgeglichenheit temperamentvolle Art ihres Vortrages, gewann sofort die Herzen Ser Zuhörer, die ihr stets neue Zugabe» abrangen. In Herrn JagueS Mann Mitglied der Äemberger Oper), welcher ein intsrrrationales Arienprogramnt bestritt, lernten wir einen Sänger von großen Dualitäten kennen. In den Uebergäugen ergibt sich rtoch etwas Unsicherheit, die bei entsprechender Schuluttg leicht zu überwinden fein wird. Auch seine Darbietungen rvurden vom Publikum mit. stürmischem, Beifall quittiert.