Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-10-07 · Heft 2735 (7.10.1926) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2735 (7.10.1926)
Date
1926-10-07
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981822--27777-3015748
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

r. mefetim Seife 8 »vCn^* 7i3n ■QänPB^Rt^f iLaWWvwWpwQw wyiy^iPwW^wWtt^B lens sind auf der Suche nach Tauschobjekten für die Oberau, da die Kol onisten vor Zuweimnng «ntsprschMdrr Gründe fteimilttg die Obk«m nich verlassen und es auf die An- Wendung der Gewalt ankommen lassen Mol^ len. 8i« legiiimWches Lagblatt in Sie«! Der „ReickK-und der OLstcrreicher", eine monakchisttsche Vereiniguaidg abgedankter k. k. und f. u. k. Offytccc, Minister und Aristskraten bs.ab>;icht:gt, nach der „Wierver NkHemeinen Zeitung", demnächst ein begitimistischeS Ta Matt unter dem Titel „BiribuS uniti»" evscheinen zu lassen. Da- Ziel der ReichMundgmppc ist die Wiederausrichtung der alten H a«d.i» nurgerm on ar<hi e, die daneue Matt vorerst durch Propagierung r*cr Don auföd eration vor- Hereiten delien soll. MS Geldgeber nennt daS zitierte Blatt den Prinzen Lixtu» von Parma, einen Bruder der Exkaiserin Zita, und einen Prinzen Beauforts alk Redakteure den Pressechsf deS ExjkaiserS Karl Josef Werk-« mann, den Ministerialrat im Bunlkv-kanyleramt Zeh« ner-Spitzenberg und den MarineschriftsdellLr Max Sch-lotz. 8t» Student als Müder. Berlin, 6. Oktober. Mn bei'spie.ll.odreister RauibWerfM ist heute nachts von einem österreichischen Gtu den« t« n in einem Berliner Luxushotel verübt worden. Der. Bar« lrnar Kaufmann E'saika Lofand sich mit seiner jungen Frau, die er erst vorgestern geheiratet hatte, aarf der Hochzeitsreise. Geistern abendkam das junge Paar von einem Theatarbasuch naäi dem Hotelzimmer zurück. Plötzlich Nlopfte eS an fne Mre unid a.l- Lsai-a „Herein!" rief, trat ein f rem der M an n in- Zimmer, der sogleich einen Ra« volver aus der Tasche zog, die Waffe aus da- Ghspaar «ich» tste und die Heran-gada der Brieftasche und der Schmuckstücke verlangte. Die junge Frau rieif entsetzt um Hilfe, worauf der Fremde einen Schutz auf sic abgab, der jedochfehl« ging. In: gleichen Augenblick stürzte sich Herr Csaika ent« schlossen auf den Räuber und entriß ihm die Pistole. Der Attentäter ergriff nun die Flu ch t, wurde jedoch van de:n durch den Schutz und die Hi.'-feru-fe alarmierten Ho« telpersonal auf «er Treppe gefaßt und der S3S ö a i g c i über* geben. An-f dem Polizeirevier gab der Räuber an, aus K i r chd o r f i n O b e. r ö st erreich zu stammen. Er ist ein Ovanzig'fährigcr Student namens I o Hann Witt m a n n, der erst gestern in Berlin angakommen und unter einem falschen Rainen in dem Hoiel äbgestie-gen ist. Er behauptet, völlig mittel! ozu sein und dou Hoberfall uuternommsn zu haben, weil er sich in großer Rot befand und hoffte, bei l!em Ehepaar größere Barmittel zu erbeuten. Sss Handwerkzeug des Verbrechers. Aus der Berliner Polkzei-Ausstollung. wie Polizei kämpft' gegen einen mächtigen Feind, den Verbrecher. Der Verbrecher weiß, daß er heute die Polizei zu fürchten hat, mehr denn se. Aber auch ihm stehen ja mancherlei Hilfsmittel zur Verfügung, und sein Ziel ist, immer neue Methoden zu erfinden, immer neue Wege auszudeuken, auf denen er den Verfolgern entrinnen kann. Was er da mitunter ausklügelt, grenzt ans Geniale, wäre einer besseren Sache würdig. Darüber findet sich in der jetzt in Berlin im Anschluß an den kürzlich beendeten Polizeikongreß stattsindenden Internationalen Polizei« u 8 st e l l u n g lohrreiches Material: Da steht in der Ausstellung eine große Holzkistc, wie man sie zum Bahntransport von Hunden benutzt. Und richtig: ein Schild hängt daran, mit der Aufschrift: „Achtung! Bissige Hunde!" Diese Kiste hat ihr Geheimnis. Es ist vielleicht nur durch einen Zufall entdeckt worden. Ein Pascher hat sich ihrer bedient. Hat darin drqj Hunde über die Grenze geschickt. Unter den bissigen Tieren war ein doppelter Boden in der Kiste, wo der Verbrecher seine Schmuggelware in bester Sicherheit glaubte. Ein anderer, der ein „trockenes" Land mit dem verbotenen aber doch so begehrten Schnaps beglücken wollte, hatte sich jene hohle Blech weste angesertigt, die er unter dem Hemd auf der Brust trug und in der er das Feuerwasser — beinahe — ungehindert hinübergeschmuggelt hätte. Alle Hilfsmittel und Maschinen, die der Verbrecher benutzt, muß er sich f c I f» ft unfertige n. Das Einbruch-Werkzeug muß er sich selbst schmieden und schlossern, in keinem noch so einschlägigen Geschäft gibt eS so etwas zu kaufen. Daher haben diese Apparate oft geradezu groteske Formen. Die Presse eines Falschmünzers sieht auS wie ein mittelalterliches Folterinstrument, roh aus Holz zusammongofügt, aber doch ihrem Zweck dienend. Ein phantastisches Aussehen haben auch die Apparate der gehe i m e n G p r i t b r o n n e r e i e n, die die Polizei in finsteren Winkeln und dunklen Kellern beschlagnahmt hat. Mit ihren Röhren, Blechgofähen und Trichtern gleichen sie vielfach einem unsinnigen Spielzeug, das sich Knaben zusammangobastelt haben. Das Werkzeug der Wilddiebes ist die Büchse. Die muß er vor den Augen des Försters verbergen. Da ging ein Wilderer, ein» anscheinend harmlose Mistgabel über der Schulter, durch den Wald. Gr wurde ertappt. Die Mistgabel erwies sich als geschickt zurechtgemachte Flinte. Neben dieser „Mistgabel" hängen Gewehre, die als Spazierstöcke, als Gasrohre oder Besen er« scheinen, oder die sich auseinandernehmen und in die Tasche stecken lassen, die in einem au-gehöhlten Stück Holz unterge« bracht sind. Das sind nur ein paar Proben von der schier unendlichen Zahl der Kuriositäten in der'Ausstellung. Sie geben »in interessantes Bild vom Wesen des Verbrechertums, als beispielsweise der blulbospritzte Anzug des neunfachen Mörders Angerstein und die :vah:haft nachgebildete Bude des Frauenmörders Grobmann, die man nur mit Schaudern betrachtet. Aber da steht wieder eins Wachsfigur, die die Uniform Karl Voigts, K«nntn Sl« sehen dis ffMdW*# Wbt*tff *tf DIANA-- FRANZBRANNTWEIN Jeder GESUNDE und jtder KRANKE trlrd s« Ibsen bestätigen, d»S -!» dettbbu beite Wirkung duteb Diana-* ' mit Menthol •ttielt wlid. ttBEHAtt EflH^LTHC H! der berühmten „Hauptinannr von Köpenick" trägt, und schmunzelnde Erinnerungen an das prächtigste Satirspiel aus die Weltanschauung der Uniform steigt auf, getrübt nur durch den Gedanken, daß weder die Komik der Köpemckiade, noch die Tragik des Weltkrieges stark genug waren, diesen Geist aus dem - deutschen Wesen gänzlich zu bannen. Sine rtzphnsepwemle in Hsbrecre« Wie aus Dcbreczin geme-Drt wird, herrscht dort seit einigen Wochen eine Typhusepidemie, die jedoch zumeist einen milden Bdrlauf nimmt. Von den bisher erkranicten hundert Personen sind zwei g e st v r 'b e n. Palästinensische Felertagsreminif' zenzen. Bon C. Girkrs. Lel-Swsiv. R o s ch - H a s ch a n a. Ein Jahr ist wndwum zu Ende (hierzusanoe eichet mit Glut u:tb beginnt mit Tischri), ein Jahr in den be^ klemmend?.,: Fesseln der Krise, im härtesten Kampf mit den wirtschasiiichn: Verhältnissen. Die. Bilanzen zeigen kein erfreuliches' Bild: nur Rückgänge, Eplschcänkungen, ein Abhauen und Berk-'einern. Grund genug für Schwarzseher, Propheten zu spielen und. Düsteres zu säen. Freilich, sie geben zu, daß das allgemeine Weltbilo vom Standpunkt der ökonomischem Lag : nicht viel besser ist, aber ihrer Meinung nach sind die Be7 hältnisse in Palästina noch nicht fest gmug verankert, zu starke Erschütterungen können die junge Saat zerstören. Die so sehr Besorgten (die meisten leben außerhalb Palästinas, oder sind eS bi«, welche durch falsche Einstellung hier Schiffbrnch erlitten haben) urieilen nur auf Grund vor: Zahlen und stellen die positive Bilanz, das arbeitende Menschenmaterial, nicht ist Rechnung. , Und für Palästina ist der Jischuw, die, auf deren Schaltern die Aufgaben des Aufbaues ruhen, entscheidend. Die Entschlossenheit, mit der sich der Jischnm mit der Wirklich-. lest hier anZeinandrrsetzk, ist-' für dir : Entwicklung des Landes wichtiger, als das greifbare, mit dem man nicht. imm«r h-aüszuhästen versteht. Die, für die Palästina eigenes Schicksal bedeutet, grübeln nicht, verlieren sich nicht in Vqxmuluiigen, sie sindnnti der Anspannung aller Kräfte bestrebt, sich den Verhältnissen anzupassen, die vorhandenen Möglichkeiten auszuwerlcn. Für sie sind die Härten der Gegenwart Gesetze de'' Aufbaues, das Werden der Heimat, das Ringe;: um die Freiheit) Schwierigkeiten, denen man nicht entrinnen kann, sondern sie zu rneistern, zu beheben gezwungen ist. Die hier schon, seit Jahrzehnten leben, haben zur Antwort ein wissendes Lächeln: Die. Kriegszeiten, das Jahr 1922, es war schon hier viel schliinmer, nach Flut kommt Ebbe... Di« Hindernisse, das Leid welches man zu ertragen hat,' sind relativ, kein Ding an sich. Sie stehen einzig und allein im Verhältnis zu den Kräften, die es zu überwinden haben. Und die Kräfte siird vorhanden. Der Wille, sie zu besiegen, hat noch nicht nachgelassen. Der Glauben an das Werden Palästinas ist mit Herzblut, Schweiß, mit Erfahrungen und Erkenntnissen getränkt, die stärker verbinden, als Worte es schildern können- Das neue Jahr birgt neu« Möglichkeiten, Hoffnungen, di« stärker sind, als der dünn gesäte Pessimismus- Der Glaube, das Wollen, die in den tiefsten Gründen des Wesens wurzeln, breiten sich kxaftspendend über die kommenden! Tage und so wurde der Jahresbeginn auch diesmal zum Fest. -Ein Auftakt zu neuen Taten, zum weiteren Werden. Diß Familienväter, di« am ersten Feiertag nach Brauch und Sitte nnt dem Sidurim sich am Meere versammelt haben u:ü> die Krumen, die eberbUleibsel ins Wasser gs« schleudert haben. Me Jugend, die au: Roschchaschana auf den Straßen Hora getanzt hat, die mit Gesängen durch die Stadt gezogen ist: sie bilden gemeinsam das heutige Palästina, welches ungeachtet der Hindernisse von gestern, den: Morgen mit Zuversicht sntgegenfthen. Jom Kipur. Aus längst verschollener Ferne, aus Kinöhsitsennne-- rungeni steigt der Bersähnu::gLtag mit «uckringlicher Gewalt ernpor. An diesem Tage — ging die Sage — ist die Entscheidung über Leben und Tod, über Leid und Freud jedes einzelnen gefallen. Bange Furcht vor der Ungeuiißheit, vor dem unerforschlichsn Schicksal, deren Atem mit eisigem Hauch die Seelen bedungen haben, schuf eine seitjastle Stimmung zu Hause und im Bethaus, aternbeklennnend und schwer, 'NMl wagte kaum KU flüstern. Der herbstliche Himnrel, blutig gefärbtes Laub, die vereinsamten Straßen des kleirten Städtchens, weiße Gebetmäntel, flackernde Lebenslichter, die zitterrüwn Hände \ de« Großeltern und Ettern, die uns Kinder gesegnet haben, ein geheimnisvoller, ineiiwnder Mtzrnder Reigen-, den erst die Schofartöne am Abend erlösend gesprengt haben. Durch Jahr« hindurch, im Gewirr der Welt, im hastigen Treiben der Großstadt, tauchte am BersShnungstage immer wieder jenes Angstgefühl auf. Und nun hier... Das Schicksal kennt keine Unterschiede, hier wie überall ir: der Welt mehren sich Gräber, junges Leben keimt, die Sonn« scheint täglich, die Nacht breitet Dunkelheit über jedes Geschehen. Dem VcrMniingstag in Palästina fehlt die Schwere, daS Bangen. Der Himmel strahlend, die Straße:: belebt,, es ist fast, als wäre man hier Gott Mäher, -man pühlt sich geborgen. Man traut dem Schicksal, man traut sich, den anderen, man traut dem Himmel, den Sternen, der Erde. Die eigene Not fließt irgendwo mit der allgenreinen Not zusammen, nimmt der Bitterkeit den Stachel. Die Gräber werden zum Pfand, das Leiden hat Sinn Und Zweck, es gilt einer großen, heiligen, gemeinsamen Sache. Eö ist Jom Kipur in der Heimat. S u k o t h. Hie und da auf den flachei: Dächern, auj jenen Terrassen merkt man über ein Holzgestell bunte Tücher und Decker: gespannt, oben nnt Palmenzweigen gedeckt, mit farbigen Lampions und Blumenschmuck geziert. Die Snkah. Einst, in der Wüste, diente das Zelt der: Urahnen M Schutz, später wurden Srckoths tvährerch der Erntezeit gebaut, als man die zu Frucht gewordene.Saat »lngösamnEt hatte- Heute, in der Stadt, sind sie zum l'Syunbol dieser Feiertage geworden. , Festtage werden hier gar:z besonders gefeiert, oder besser gesagt, hier wird jede Gelegenheit zum feiern smit Leidenschaft ergriffen und voll genossen. Hier sind die Festtage nicht nur ein Gebot der Ueberlieferung, sie sind »;h: natürliches, aus innersten, lebensbejahenden Gefühlen geborenes Bedürfnis. Hier sind Feste eine Entspannung und ein Kräftesamnreln, ein Ausrnhei: vom Alltag und Gewohnheit-en. WaS die Fremde verschüttet hat, was der Zwang des Sich-anpassen-müss.ms unterdrückt, hat, gewiuitt an bei: Festtage:: Ausdruck: Freude, Lebenslust. Eine ganz besondere Fröhlichkeit at:nen die- Sukothtag«, die au: Simchath-Thora ihren Höhepunkt erreicht. Aus offenen Fenstern strömt fröhlicher Gesang, überall begegrwt man lenchtende Gesichter, strahlende Augeg, Durch die Straßen ziehen tagsüber bnnte Menschenscharen, singend, tanzend, die ganz« Stadt ist im Aufrnhr, d'M:> fstausch ergriffen, herrlich. Und so geht es den ganzen Tag l)indurch, unermüdlich, unersättlich bis in die Nacht, bis Idie Sterne schwinden, der Himmel blaß wird. . ' . In. welchen: Winkel der Erde kann sich der Jude solcher Freude hingeben, ist er ihrer fähig, außer .hier, in Palästina? : . K«e Rächt in VesMchast eines Loten Absturz im Montblanc>Gvbiet. Der Türmer Photograph Antonio Dall'Ämieo wallte Aufnahmen im Hochgebirge machen und unternahm deshalb mit dem Führer Bionaz und dem Träger Messeiller eine Besteigung der T r e l a t e t e -Spitze im. Montblanc-Massiv, die einen äußerst dramatischen Verlauf und ein tragisches Ende nahm. Nachdem der kleine Trupp auf der Stella?Hütte übernachtet hatte, begann er den Abstieg; an einer besonders schwierigen Stelle verlor , der Photograph das Gleichgewicht und gab damit den ersten Anlaß zu dem Unglück, das den Führer ins Verderben riß. Der Photograph selbst hat nach seiner Ankunft im Tal den Verlauf des unglücklichen Abstieges in sehr dramatischer Welse erzählt: „Beim Abstieg verließen wir die beim Aufstiege geschlagenen Stufen, einmal weil sie unter der Sonne zu schmelzen anfingen und dünn, weil wir Eile hatten und den Weg abkürzen wollten. Es ging über eine gewaltige Eiswand, der Träger ging voran, ich marschierte in der Mitte und der Führer schloß den 'Zug, indem er ein Seil vyn 40 Metern Länge an der Seite aufgerollt trug. Wenige Minuten nach. Beginn des Abstieges verfing ich mich in meine Steigeisen, die geliehen und für meine Schuhe zu groß waren. Ich kam ins Gleiten, stürzte auf den Träger und riß ihn mit hinab. Zunächst aber haben wir alle beide unsere Ruhe nicht verloren. Verzweifelt suchte ich mich an der Eiswand festzuhalten und büßte dabei ineine Nägel ein, die zeh:: parallele blutige Rinnen in der Eiswand hinterüeßen. Der Träger suchte sich an einem Felsvorsprung zu verankern und blieb dort. Der den Zug schließende Führer gab das Seil allmählich frei; als aber die 40 Meter abgelaufen wavm, kam er durch den Zug selbst ins Rutschen, geriet.::: blitzschnelles Gleiten und stürzte auf m i ch, so daß seine Schuhe nur große schwere Kopfwunden schlugen. Aber dies Hindernis genügte nicht, ihn in seinem rasenden Sturz aufzuhalten, vielmehr glitt er weiter bis zum Ablauf des Seiles hinab und spaltete sich beim Aufschlagen den Schädel. AlL wir beiden Gefährten ihn erreichten, wurde der Träger bei dem schrecklichen Anblick von einem Berzweiflungsausbruch gepackt. Er fing zu heulen an wie ein wildes Tier und ließ sich nur mühsam davon abhalten, sich in die grauönvolle Tiefe zu stürzen. Ich verlor inzwischen aus den Kopfwunden Ströme von Blut, die mich blendeten, das Unglück erregte mich aufs tiefste, und ich kann kaum begreifen, wie ich den verzweifelten Gefährten zur Vernunft zurückbringen konnte. Schließlich sammelten wir einige Steine und legten sie den: Bionaz unter den Rücken, da, mit er in seinen Todeskrämpfen nicht abermals ins Rut- Men kärne, Der Träger, der allein unverwundet goblie« 151

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.