Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2734 (6.10.1926)
- Date
- 1926-10-06
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Mittwoch Feinste Herrengarverobe nach Matz 3U ÄSßkgeN Preisen fit tadelloser Ausführung lauch auf Leklzahlung» Rydtzlf Gsldstein, Zivil- und Uniformschneidtt Gegr. 1866 Wien, S. Vez.,LabokstraSeS4 Lel.45-6-2S Lnltttsnnd Justiz-Lalare sowie Barette rss cm Huhn essend: „Was seheich? Es ist Fastenzeit mtb du tßt ein Huhn?"'Der Täufling antwortet: „Das ist kein Huhn, 'das ist ein Fisch." Der Pfarrer mtb zornig: „Stell dich nicht dumm! das ist ein Huhn, das sieht jeder Mensch." „Herr Pfarrer," erwidert der Täufling, „erinnern Sie sich, wie Sic mich getauft haben? Ich bin zu Ihnen als Jude gekommen: Sie haben mich nnt ein wenig Wasser besprengt und gesagt: ,Du bist kein Jude, du bist ein Katholik, du bist kein Jude, du bist ein Katholik, du bist kein Jude, die bist ein Katholik/ so bin ich ein Katholik geworden. So Hab' ich's mit dem Huhn gemacht. Ich habe es' mit ein wenig Wasser besprengt und ihm gesagt: ,du bistkein Huhn, du bist ein Fisch, du bist kein Huhn, du bist ein Fisch, du bist kein Huhn, du bist ein Fisch/ so ist es ein Fisch geworden." „Jas Tribunal." In einer Zufchcff: an die Blätter erklärt Herr Alexander Weisg im Hinblick auf die Erklärungen des Professors Dr. Tan bl er, d-aß er seine Darstellung in vollem Umfange aufrechterhalte und in der Lage sei, die Wahrhei t-feiner Angaben vor Gericht zu beweisen. tzin Ansruf an die Wische Studentenschaft Mens. Der Jüdische Hochschulausschutz erlätzt, einen Aufruf, in welchem es heißt: Die wirtschaftliche und kulturelle Not der jüdischen Studentenschaft muß auf eine geschlossene Abwehr stoßen. Der Einzelne ist außerstande, die sich ihm entgegenstellenden Hindernisse zu überwinden. Der Jüdische Hochschulausjschuß ist in ler Lage, die bedrohte Existenz der jüdischen Studenten zu verteidigen. Sieben Jahre erfolgreicher Arbeit haben den treffendsten Beweis der Notwendigkeit seines Bestandes geliefert. — Zur VevwirMchung unserer Aufgaben bestehen folgende Institutionen: V: Mensa acade- «nca jüÄäica, 9. Bez., Zimmermannplatz 8; 2. Studentenheim in Grinzing; 3. Krankenfonds; 4. Darleih ensfondö; 5. Jnfkrrptionsfonds; 6. Rechtischutz'büro; 7. Vermittlungsstelle für Lshrbehelfe zu ermäßigten Preisen; 8. Stellenvermittlung. Die „Judäa" ist stets bemüht, die primitivsten hochschulpolitischen Rechte der jüdischen Studentenschaft zu verteidigen und zu währen und die materielle Lage der jüdischen Studenten durch weitgehenden Ausbau der Füvsorgeinstiiutionen zu bessern. In StuLienangelegenheiten und auf kulturellem Gebtet stehLdgr Verband den Studenten mit Rat und Tat zur <Äite; reichhaltige Fachbibliotheken. Jnskriptions- und Studienberatungssielle stehen den Verban-dsmitgliedern zur VerfÜgUM Beitrittserklärungen und Studieninformationen in den einzelnen Fachsektionen an folgenden Tagen: I. A. Jurist-e »verein, 2. Bez., Taborftraffe 1 (Samstag havb 6 bis halb/ 6' Uhr); Akad. Verein jüd. Mediziner, 9. Bez., Währingerstraße 16 (Montag, Mittwoch, Freitag, 2—3 Uhr); A A. PH i los o ph e n v e r e i n, 9. Bez., Zimmermannplatz 8 (täglich 1—2 Uhr); I. A. Technikerverband, 3. Bez., Reisnerstratze 23/2 b (Samstag halb 12 bis halb 1 Uhr, Dienstag halb 6 bis halb 7 Uhr); B er e i n i g u n g,j üd, Hörer an der Hochschulefür Welthandel, 2. Bez.,' Täborstratze 1-^-3 (Samstag 2—6 Uhr); Vereinigung j üd. Hör eran der Hochschule für Bod enkultur, 9. Bez./ Zimmermannplatz 8 (täglich 12—2 Uhr). — Auskünfte tVr allgemeinen Hochschulangelegenheiten täglich 'von 12—2 Uhr^ 9.. Bez., Zimmermannplatz 8. Wien, 8. Oktober. Stromsrörurrg uud Großstadtgesicht. Seit der glorreichen Sarlierung bietet die Ringstraße ab 10 Uhr durchaus kein tzsroßftadtbild. Stellenweise ganz menschenleer und verlassen, erinnert sie viel eher an die Parkattee einer volkarmen Mittelstadt als an den Boulevard einer Großstadt. Wvan man an manchen Plätzen Wiens bei Tag mit den Augen einer erhitzten Phantasie einen Großstadtverkehr noch sehen kann, so ist dies bei Nacht höchstens in hochgradige«: Fieberzustand möglich. Manchmal saust ratternd ein Autiv überlaut die Vereinsamung verbergend, wie über die. Hauptstraße eines Marktfleckens. Die Menschen haben sich zum kleineren Teil in die Kaffeehäuser oder Nachtlokale verkrochen, die meisten schlummern aber müde in der schleichenden Elektrischen. Tritt aber einmal eine Leitungsstörung ein - was in Wien Gott sei Dank oft geschieht — so verwandelt sich sofort die Kleinin eine Großstadt. Welch ein Vergnügen war es, vorgestern am Abend, während der Dauer der Stromstörung, über den Ring zu spazieren'. Im Nu war die vereinsamte Allee zur menschenüberfüllten Großstadtprpmenade «geworden. Die Menschen unternahmen frisch zu Fuß, lvas ihnen in der Elektrischen zur. Trägheit wurder nämlich das Nachhausegehen. Die verborgenen Großstadtpotenzen Wiens traten in Erscheinung. Man konnte sehen, was aus dieser Stadt werden könnte, wenn es ihren Bewohnem gut ginge! Oder — wenn eine Strowstörung eintvitt. Die provinzielle Schlamperei ist die Tünche des großstädtischen Gesichtes. Wird die Heberklebung ein wenig schadhaft, bemerkt man erst in der Tiefe-die Großstadt. Wofür die Direktton der Ele 'Lttzitätswerke öfter sorgt. Sie bringt Massen auf die Straße.... Das Wetter. Die Temperatur ist wieder gestjegen. Gester^ . herxschte . mL^es H-erÄsftweUer. Die Voraussage . be- Se-ichnrjj diesen Aha rakter cte andauernd. Wiener Morgenzeltung 6. Oktober 1926 Nr. m\ Letzte Nachrichten. Frau wurde als Leichnam geborgen. Sie war nervcuirank um> soll fast gelähmt und deshalb schon seit langer Zeit lebensmüde, schon zweimal Selibstmordverfnch begangen haben. Rußland okkupiert die Wraugel-gasel. London, 5. Oktober. Aus Hongkong wird gemeldet, daß die 'Sowjetregierung die W r a n g e l - I n s o l besötzsn und dort idöe gehißte englische und amerikanische Flagge habe entfernen lassen. (Die Wrangel-Jnsel liegt fischen der sibi-vischen Tschukschten -.Halb infeT und Alaska. — Red) Inden und Arabtt. Jerusalem, 4. Oktober. In Haifa ist dieser Dago . zum ersten Male ein? Wirtschaftskommission . Zusammengetreten, an der sich Juden und Araber ge- ■ meinsam beteiligten. Im „Doar Hayom" wird dazu bemerbt, daß diesem Ereignis deshalb eine besondere Bedeutung zukomme, weil die Araber ihre prinzipielle - Haltung damit geändert und ihren Widerstand gegen eine gemeinsame Arbeit in dieser Kommission aufgegeben hätten. Es liegt nahe, zu vermuten, daß die Fragen des . H a f e n b a u e s, die -die Regierung bei einer Abstinenz der Araber mit den Juden allein beraten würde, die , Araber zu einer Aenderung ihrer Einstellung veranläßt haben. . svsSsyosvavaasaaaasvvsssaaaassasssavsv ■ Aenderuug im Bahuhofrundv orkehr. Wegen Gleisarbeiten wird heute und morgen der Bahnhofrundverkehr zwischen Süd- und Ostbahnhof und Rädetzkystraße' über die Prinz- . Eugenftraße—Parkring—Stubenring Uraniastraße geführt. Diese Aenderung der Linienführung gilt für beide Fahrtrichtungen. ■ * Sammeltag für die Blinden. Am 16. und 17. Oktober findet der behördlich bewilligte Sammettag für die Blinden Wiens statt, welchen der Verband der Blindenvereine Oesterreichs durchführt. Die Blindenschaft richtet an alle Kreise der Bevölkerung Wiens die Bitte um regste Beteiligung an dieser Aktion. * Die Parlqmentsrestaurateurin gestorben. Letzten SamStag wurde unter äußerst zahlreicher Beteiligung die langjährige Parlamentsrestaurateurin Olga Franz, geb. Wehmann, die einem Herzleiden erlegen ist, auf dem Zentralfriedhof bestattet.- Frau Olga Franz leitete gemeinsam /mit ihrer Mutter Hedwig Wehmann seit Dezennien die -Restauration im Parlament zur vollsten Zufriedenheit aller Parteien. * Falsche Fünf-Schillingnoten. In den letzten Tagen sind die ersten Fälschungen der Noten zu 5 Schilling aufgetaucht.; Sie sind dadurch hergestellt, daß in Kombination mit Handzeichnuilg photographische Negative angefertigt wurden, mit Venen die Fällscher die 5kopien''der beiden Noteniseiten in grüner Farbe erzeugten. Die violetten Streifen in der Mitte - sind i-urch Uebevmalen hergestellt. Die Ausführung des Kopfes und der anderen Teile der Note ist äußerst mangelhaft und verschwommen. Das Notenbild ist zudem etwas kleiner. Die Farbe der Serie und Nummer ist statt rot grün. , * Apollotheater. Das neue Oktober-Barieteprogramm bringt wieder eine Reihe hervorragender internationaler Attraktionen. Im Vordergrund stehen die „Wunderbaren" Brekers, die den Gipfelpunkt der Tierdressur darstellen. Die Tiere laufen Rollschuh,"fahren Rad und bieten allerlei possierliche Kurzweil. Ein Akt voll Bravour und Eleganz ist Madame Gauthiers Produktion auf ihrem Charleston tanzenden Pferd. - Ein zweites Pferd führt Direktor Schmidt in einer komischen Parodie vor. Die.höheSchule /des Rades vertreten Rodella Ruis u. Artix. Eine interessante Attraktion bildet eine Original-Chinesentruppe des kaiserlichen Hofes in Peking, die See -- Hee Comp. Für reichlich guten Humor sorgen Reeves u. Ree des, die komischen Stepptänzer, der Kanonenkönig R e b i n' u. Pimpel und die zwei Borellis in ihrem Balanceakt. Ein hawaianisches Duo und andere musikalische Attraktionen vervollständigen das amüsante Programm. * Martin Buiber in Brünn. Dr. Martin Buber spricht am Montag, den 11. Oktober d. I., im großen Hörsaal der deutschen technischen Hochschule als Gast der Jüd. akad. Lese- und Redehalle Brünn über das Thema „Der moderne M e n s ch u n d d i e .B i b e l". / * Fabriksbrand in Böslau. In der Vöslauer Kamrngarnfäbrik brach Montag abends ein Brand aus, der das Packpapiermagazin vollständig vernichtete und infolge des herrschenden Windes die umliegenden Gebäude''und BenzinbeWter schwer gefährdete. Nach mühevoller Arbeit wurden die Flammen gelöscht. Der Schaden ist sehr bedeutend. * Selbstmord durch Spmng in die Tiefe. Der 23jährige Zahntechniker Ludwig E. sprang gestern früh um 3 Uhr aus einem, Fenster seiner im vierten Stock in der Pappenheiingasse gelegenen Wohnung in den Lichthof. Er staub in der Unfallstation. Melancholie ist die Ursache der Tat. * Mit dem Kind in du Teich gesprungen. In der Gegepd der Ziegeleien in Jngersdorf. um etwa )412 Uhr vormittags, warf gestern die 31jährige Lohndienersgaitin Anna «Ä a hl, 12. Bez., Hchallergasse 38, wohnhaft, ihren fünfjährigen Sohn Heinrich in einan Ziegelteich und sprang dann sestbst ins Wasser. Die Frau sank unter; der Knabe konnte sich an'der Oberfläche halten und rief um Hilfe. Der Stickex Franz S ch r a d a konnte den Jungen aus dem Wasser. ziehen. Die * Der Rächer der Mutterehre. Wie aus P r e ß b u r g gemeldet wird, fand vor dem dortigen Schwurgericht der Prozeß gegen den 21jährigen Johann K l i n c a k statt, der, vor einigen Monaten seine Mutter mit ihrem Geliebten überraschte und den Manu e-rschlng. Die Verhandlung endete mit dem Freispruch des Angeklagten. - * Ein Filmanbot an die Königin von Rümäuke». Wie aus Newhork berichtet wird, soll eine Filmgesellschaft von Los Angeles der Königin Maria von Rumänien, die demnächst nach Amerika reist, eine Rolle in einem Film angeboten haben, der Tolstois Roman „Auferstehung" därstellen soll. Nach den Zcitungsmeldungen soll die Königin das Angebot angenommen und beschlossen h b?n, das Spielhonorar einem Fonds für notleidende Kinder zukemmen zu lassen. * Die türkische Polygamke existiert nicht mehr. Nach einer Meldung aus Konstantinop.l ist das neue GGesetz bereits in Kraft getreten, das die Vielweiberei in der Türkei verbietet und den Ehemännern untersagt, die Frau nach dem vtther geltenden mohammedanischen Recht ohne Scheidungsprozeß zu verstoßen. Für das türkische Eherecht gilt in Zukunft das schweizerische Zivilgesetzbuch. Erweiternng der Rechte jüdischer Lehrer in Rumänien. DaS rumänische UnterrichtSminlsterium erläßt eine Verordnung, nach der jüdische Lehrer auch in Schulen, die vor: christlichen Kiwdern besucht werden. Unterricht erteilen dürfen. * Selbstmorde. - Samstag nachts hat sich die 31jährige Private Karoline Moser durch Einatmen von Leuchtgas getötet; sie dürfte die Tat aus Kränkung . über den Tod' ihres Gatten begangen haben. — Auf der Heiligenstädter Lände wurden Kleidungsstücke und Wertgegenstände.der. unterstaudslosen bOjährigen Hausgehilfin Helene Florian gesunden, die imch einem gleichfalls Vorgefundenen Abschiedshrief Selbstmord durch Sturz in die Donau verübt hat. * Der Bubikopf vor hundert Jahren. Eirr Geheimbericht der österreichischen Polizei, den Alexander Eimer in seinem Buch „Aus der Geheimmappe des Kaiser Franz" mitteilt, beschäftigte sich mit der Person einer Baronin Wodnianskj, die im Sommer 1825 in Franzensbad Aufsehen erregte. Es heißt hier wörtlich: „Ihre schöne Physiognomie ist, so wie ihr ganzes Benehmen, mehr männlich als tveiblich. Ihr Anzug ist ein Gemisch der Tracht von beiden Geschlechtern. Ein runder Sttohhut bedeckt den mit kurz und männlich geschnittenen Locken beha'ngenen Kopf, das weibliche Kleid hat den Schnitt, eines männlichen Reitanzuges, und Sporen zieren ihre Stiefel, sowie die Reitgerte nie aus ihrer Hand kommt. Sie trinkt den ganzen Tag hindurch Wein, geht gerne, auf hohen Stelzen und hat sich eine Pistole zu Schießübungen beigeschafft. Unmoralisches konnte ich bis jetzt jedoch von ihr nichts erfahren, sie ist im allgemeinen sehr artig und vörletzt' in geselligen Kreisen die Grer^zen der weiblichen Bescheidenheit nicht." Der in Eger wohnhafte Baier der jungen Dame war nicht sehr erbaut, als er von ihrem Benehmen erfuhr; er schickte einen Wagen nach Franzensbad, der seine Tochter in das Ursulinerinnenkloster nach Prag brachte. * Eine Billenstadt für Jounalisten. Der in Paris weilende .amerikanische Senator H. Daines hat gestern den Vertretern der Presse den Zweck einer Stiftrmg zugunsten der internationalen Presse auseinandergesetzt, die er geschaffen hat. Däines will eine Zusammenarbeit unter den Journalisten aller Länder Herstellen. Zu diesem Zwecke hat der Senator der Stiftung' ein Grundstück in Florida überwiesen, auf dem ein Palais und eine Villenstadt errichtet werden soll, die dann das Eigentum der Weltpresse sein wird. Zwei Mitglieder der Presse jedes Landes sollen vier Jahre hindurch dott arbeiten. Diese. Delegierten der Weltpresse werden ein vollständig unabhängiges und fteies Forum sein, vor dem alle Fragen, die die internationalen - BezicHmy;en betreffen, diskutiert werden können.- * Amerikas Millionäre nehmen ab. I. S. McCoh, der erste Muar in Mellons Schatzamt, hat sich auf' Grund der . Einkommensteuerveranlagung in eine Forschung nach Amerikas Millionären versenkt.* Das Ergebnis ist: Es werden ihrer weniger. 1917 gab es noch 11.800, und heute kommt McCoh auf zuhöchst 11.000, „worunter zumindest ein Milliardär" (in Dollar!). Der Milliardär in einsamen Höhen dürfte Morgan sein, den schon sein Vater mit einer Erbschaft von 3.76 Milliar- ' den Dollar belastete. Der Grund aber für das „Aussterben" der Millionäre? Der liegt nicht weitab: einmal sind die Zeiten nun mal drüben nicht mehr so gläirzend wie früher und dann verstreuen die Erbschaften die Millionen oft und soundsoviele Glückliche. * Das Land ohne Papiergeld'. Die schlimme Zeit, wo es bei mis nichts als Papiergeld gab, liegt noch nicht lange zurück, und mit Schaudern gedenkt man der schmutzigen Zettel, die tagaus, tagein durch unsere Hand gingen. Aber ein Land ganz ohne Papiergeld hat doch auch seine Schattenseiten. Ein solches Land ist M e x i k o. Dort gibt es wenig Banken und rwch wenigere, die dieses Namens toürdig wären. Der Durchschrnttsmexikaner vertraut sein Geld lieber dem Kassenschrank, der Erde oder seinem Gürtel an. Aus tiefem Grund sind alle größeren Geschäfte etwas schwerfällig. Gold sieht man selten; Papiergeld ist abgeschafft. Die silbernen Pysos, die jetzt etwa ztoei Mark ivext sind, haben m:gefähc die Größe und das Gewicht eines TcAers. Oft kann man einen Angestellten beobachten, der einen schtveren Sack mit Silbergeld aus einem Kontor ins andere schleppt. Ins jüdische Baus - das Jüdlsdic Blatt!