Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2731 (3.10.1926)
- Date
- 1926-10-03
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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He. SM Ais», GomMg f«iU«paekäyOen gegen RheuniaUwnne and ötefit Meotbftder, Diathermie, Heißluft, HShentenite, KohleneinrebJMer, Kalt, ■'•«sefkuren. Tätlich von 8 bis 6 Uhr Im „Thermift'Mflitittit, *• ß**W1rrrani-Joaefft-Kai 1. Telephon Kr. 74-1-37 Bühne und Kunst. .her junge Aar". Buvgtheater. Ern MvkjtMger, brivsikmwker Hamlet will dsn verehrten Vater nicht rächen, sondern fortsetzen. Nebst Hofirrtrigen und Willettsschlväche stellt sich dem genialischen Jümgling 'bic plötzliche Erkenntnis entgegen, daß des Vaters Größe mit einer Hekatoin'be Blut erkauft rvnr. Der Sohn kann diesen Preis nicht zahlen.: „Dem Rühm verzeiht man viel, jedoch nicht alles." Er stirbt an SeelenGwießva>lt und <m Tuberkulose. * G d m o ii d R o.ft a n d lpit dieses variierte' .Hcynlet- Düotw dein Streben, Leiden unid Sterben des Herzogs von Reichstädt untcrXotft und mit dichterischer Kraft Züge des Knaben Don Carlos, hinizugefügt. ES wurde kein „historisches Drama," sondern' eine überzeitliche, übernationale Tragödie der Jugend, wirkungsvoll als bv-rrtes, brillantes, spannendes Theater, reich an Gestaltungen, erschütternd, memt das Lied vonr bitter versträ. nrerdden Leiben eines Jünglings anhobt, iden frühreife Evkemetnis der Selbstsucht' und Verlogenheit, der feilen .Mngheit der Mitmenschen rascher bezwingt als sein Lungenleiöen. Bo« Österreichs Diplomaten (unter Führung Mettoimichs) bewacht, von Schergen umlauert, lebt der Ronde Herzog Franz, der Sohn Napoleons und!der Hadsiburgerin Marie Luise, in Schönbrunn, träumt der junge Aar. im goldenen Käfig den Traum von Frankreichs Thron; neben einer fröhlich-unbökünnnerten, oberflächlichen, gemiststichtigen Mutter, umschwärmt von schönen- Frauen, deren heiße Neigung ihn behelligt, weit seine Brust von Sehnsucht nach dem Erbe ILa'poleoiis er- ,Wlt ist und für Liehesfreuden keinen Raum hat. Kaiser Fva«z, dem gleichnamigen Entel herzlich zugeneigi, will ihm den Weg nach Paris ebnen, iiürd aber rochi 3 und gründlich von Metternich.zur Raison gebracht, ganz erschreckt, daß er'nicht selbst erkannte, wie gefährlich der Knabe Franz seinem .Hause würde,, wenn man ihn gewahren ließe. — Letzte. .Hoffnung ist die Verschwörung./ Bis Wagram kommt er mit seinen Getreuen. Dort scheitert der Herzog von Reichstädt. Zunächst an seinem Edel- . Mt.— er will in der Stunde höchster Gefahr nach. .SichÄrbrunn - zurück, um das Leben einer gefährdeten Frau'zu retten — später' aber endgültig an der Vision bim .ben Ungeschlachteten Soldaten, die Napoleons-Sieg mit Todesqualen büßten. Er niuß bleiben. Säwnbrunn ist sein Holena und alsbald seine Gruft * Die Vorzüge dieser Bühnendichtung: Eine meister- , .haßte 'Exposition, die den Geist des Ortes und der Zeit, das Leben am Schönbrunner Hofe, die große Politik Europas und, das kleine Intrigenspiel der Diplomatie, die Maulwurfsarbeit der Konfidenten, Tänzerinnen und Spione in prägnanten, bewegten Dialogen und Gesellschaftsszenen enthüllt, gleichzeitig aber den Schatten des .großen. Korsen heransbeschivört. -'der schwer über Schönbrunn lastet. Dann die virtuose Technik der /Szetten'führ.nng. Aufrauschendes, melodisches Stiinmgemirr, leidenschaftliches Fortissimobereitet süße Ka-ntilene vor, Soli, die das Publikuni gleichsam von. den Sitzen heben, reißerische Eirsem'blesätze, klug 'vorbereitster Wechsel der Stimmungen, — Pnceini! Und gegen diese eminent gekonnte. Dheaterei ist die-Gestalt des Herzogs von Reichsstadt gestellt, Schöpfung eines verantwortungsvollen Dichters. ,der -gleichzeitig ein unbekümmeiüer. aus . Effekt bedachter Dramatiker ist. * Im Bnrgtheater wird dieser Jüngling von einer reifen. Frau gespielt. Man hat die peinliche Hemmung zu überwinden, sic von ergrauten Kriegern als künftigen. Napoleon, von Diplomaten M Kronprätendentoii mit männlicher Feüerseelc, von Mädchen, und Frauen umgirrt, zu sehen. I d a R o l a n d gelingt es. diese Hemmung zu beseitigen. Seit KaltnekerS „Schwestern" haben ir sie nicht auf - solchem Gipfel säsauspielerischcr Kunst, getroffen. Sonst merkt man'S, wie diese und.jene Wirkung auf kaltem Wege durch verblüffende Technik undsauere Kopfarbeit erzwungen wird. Diesmal ist das Eudergebttis eine Gestalt aus einem Guß. Tatsächlich: cm kignker, hachhegabter, idealer Jüngling agiert ans den Brettern, trägt ein müdes, fiebernäes Herz im Leib und der Adel ist ihm an die Stirne geschrieben. Kein Restchen Berechnung. Errechnung, Komödiantentunl blieb hasten. Daß Frau Roland die von K l a b u n d klangvoll nachgeformten Verse, Rostauds herrlich spricht, ist selbstverständlich. Daß sie, Jda Roland, ganz aus sich gestellt, ohne die Register des -Organs zu ziehen,/ohne komödiantische Künste spielen zu lassen, die Majestät des Todes, äu-f die .Bühne tra- 'gen kann, daß dem Publikum der Atem stockt, hat inan gestern, im -Ählnßakt, bowimdernd, ergriffen. und dankbarerfahren. - - - - Nach den ävgey -AMreu und Roland-Brahin' Kämpfen Men M OkOMitM, Kk<m RolE, bet . wm ReichftaKt tmb Herr B rn h m> der - OptÄ- Mer, vereint dem Burgtheater einen Sieg evstrrtten, I« der Snserlichen Badener Billa, im Schloß zu Schön» brunn, beim Nacht-fest rund , um die römische Ruine , des Schönbrunner Schloßpankes,., <nn Schlachtfeld zu Wagram urüd im Sterbägemach des Herzogs (die Bühnen» bÄdtzr,. eme Sensation und doch eine Augenweide, sind van Strnad) wich largs und presto, fortissima und pianissimo, je nachdem es die Borzsichtzn «des Puce-ini der Sprechbühne verlangen, aber stets geschmackvoll'und stilgerecht, Theater gespielt, Unter den zahlreichen Äkit- Nüvkenden mutz man den Grenadier Flambeau des Herrn Sieb e rt, den Kaiser des .Herrn Reimers, den Schneider des feurigen .Herrn Löhner «ich die .HerzMin-Mutter der Frau AlKstch-Retty her» vovheben., . Soll man sich seht noch Wer den Kampf um dch Umffü'hrung, über , die terls aus technischen, teils aus politischen Gründen vobgenomnrenest, teils freiwilligen, teils, erzwungenen Kürzungen verbreiten? Das Gute und Baste Meb erhallen, öle Vorstellung dauert auch so an die vier Stunden. Wenn bloß 'die inhaltlich und stilistisch-einfach blamable, die durchaus unbünstlerifche. die kulturlose Erklävmrg der Burgtheatendirektion besser aus-gesehen hätte! Döan wind dieses Dokument nicht so bald vergessen hohen. - Otto Abel e s. An» de« Theater«. B a r.g.th tatet. Montag, halb 8 Uhr ,,D e r Alp.LNk ö u i gu n lr der M e n s ch L n s e i n d". Diese Borstelluntz ist zugleich die W. seit Aufnahme des Stückes in den SptÄplan.(2-1. März 1624). Dienstag, halsb -8 Uhr: „F enste r". Arad em i eth ea ter: Montag, halb 8 Uhr: „Mädel lUMi heute". Dienstag: halb 8 Uhr: „Die Durchgängerin". - , Deutsches Boll sth eat er„Donnerstag beginnt -Alkiert Bassermann in der Titelrolle vbn Gerhart HauptmannS Komödie „College Crampson"" seine diesjährige Wnkfamleit': Rai m u n d t h e a t e r. Heute, 3 IHr nachmittags, letzte Wiederholung „Rotkäppchen".'Samstag, den 10. d., geiaNgt zum ersten Male das löbende: Bilderbuch: „Der Struwwelpeter" zur Aufführung,- Wiederhotuny- Sonntag. Di« best« Ftz« «acht «A ' - " Mt LemietteMMtt QT QQooooooooooooocx^r ^^ooQoooooäo va« der weltberühmten Firma „Se«r1ette-8a«o' _Wien, IV., Margaretenstraße 15. Theater an der Wien, heute Nachnn'ttrw -3 Utzr: „Die ZirkuSprinzessin". Täglich abends halb 8 Wr-: Jbit Zirkt,-Prinzessin". L ust sp ielthcater. Heute nachmittags, hach 4 Uhr, zum ersten Male .Komtesse Gnckerl". Die Hauptrollen ivar« den dargestellt von H a n s i I a r n o, O t t o S t ö r m, H e i ft« r rch Nekam m. Abends 8 Uhr: „Das Sprungbett der Liebe" mit Josef Jarno. Theater in der Josefstadt. Msvgen, Montchg, halb 8 IHr, Erstausführung des dreialtigon >Scha«>spt0^ ,Mgelr". Die Premiere von PueeirriS „Tukandot". Oberregisteur Tr. Lothar W a l l e r st c i n, mit dem, wie bekaltur. Der- Handlungen im Gange sind, ih-n dauernd an die Staabsaper zu verpflichten, ist vergangenen Mittwoch hier eingetroffen uno hat die vb erste Leitung der Inszenierung von „Turnnd.t ' Wernoinmen. Ter Künstler wird-aller Voraussicht nach auch die Inszenierung des „Intermezzo" von Tr. Richard Strauß letten. ... Im Modernen Theater wird als nächste, Novität die breia-ktige Komödie „Ameri-fauorinn,:»" iDie .-Unmoralischen) von Artur Richinau, deutsch von Fred Bergsott vorbereitet. Eugen Jensen wurde von Direktor Körn'er verpflichtet und tritt erstmalig in dieser Komödieals „Julian March" ans. Seine Frau wird von M a r i c 11 c Webe c dargestellt, welche -mit' dieser Rolle ihre Tätig-keit gm Modernen Theater beginnt. Die Rolle der Clairc s-piolt Fräuiern Jda Meixuer aus Prag, von ihrem erfolgreichen Gastspiel von den Jarno-Bühnen her bekannt. \ Eine neue jiddische Theaterzeitung. Gleichzeitig mit der Eröffnung des neuen, von der Regierung subventiotlierten jüdischen Theaters ln Riga, beginnt, wie uns von dort berichtet wich eine siddrsche Theaterzeitung zu erscheinen, zu deren Herausgabe sich eine Gruppe jüdischer Künstler und Literaten in Riga vereinigte. Die neue . Zeitschrift, die halbmonatlich erscheint behandelt-alk; Probleme der modernen Theaterknnst und widmet auch, dem Filmwesen entsprechenden Raum. ©»ofet 1938 JÜDISCHE WEIT Sie Sontiliehlegenbe der Balberg. Oberlehrer Rothschild.in Wort.teilt im „Hamburger Haus- und Familienblatt" dltz folgende.interessante Legende mit: In der Nähe von HorchtHegt das' Dorf H e r r e s h e r m, in welchem sich das Stammschloß der'Familie Dalberg befindet.-Ein junger 'Dalbergi-haH,,^durfnis, die.Welt.,kennen, zu lernen. Zu diesem Zweck?'MächD'er'größere Reisen. Die Absicht, die .arMsche. Spprche.'Mtzen' 'B' 'lernen, führte ihn nach/ Jerusalem. Hier lebte der junge WalheE in sehr verschweuderi-' scher Wist. Plötzlich erkrankte er' 'ausher Straße sehr bedenklich. Rlemand kümmerte sich um den'/Unglücklichen, der'auch, da er deutsch sprach, vyn den Borübergehenden.nicht verständen wurde. Ein Jude jedoch-erbarmte sich..seiner. .'Er nahm ihn in stin Häus auf, pflegte ihn mit großer -Uufmerksämkeit und'Liebe. Da auch ärztliche -Hilfe in Anspruch genommen, würde, genas der jungtz Dalberg sehr bald. Nach überstandener Krankheit. bemühte etz sich eifrig, die'arabische .Sprache zu lernen, hjieb^jchoch .im Haust des Juden, der alle Bedürfnisse, seines Schützlings bestritt. Als der Sohn nach Hause kam. erzählte er seinem -Vater non der aufopfernden'und -uneigennützigen Liebe des Juden von Jerusalem.. Als nun der Vater bald »ach der Rückkehr seines Sohnes starb und. diestr -die Stelle seines Paters einnahm, schrieb, er die Geschichte seiner Rettung zu Jerusalem itt eine Chronik mit bet Bemerkung, daß er es alltzn Dalbergern bis in die späteren Zeilen zur Pflicht mache, sich stets.freundlich . gegen die Juden zu zeigen. Daher wäre auch der Brauch, gekommen, daß hei jedgr Beerdigung oder bei jeder Trauung innerhalb der jüdifchen Gemeinde Worms zwei D-'Htzeg»Ästner mit einem Stäbe in der Händ dem Züge -vorangegaMn. Der sechzigste Seburtrtades Posraer Rabbiner» Sr, Freimau«. Rabhiner Tr. Jalob ' F r e i m^a n n in Posen beging am löMn Sukott-Tage seinen 60, Geburtstoß. -Rabbiner T-r. Frermann ist Absplvent desi Berliner RabbinetseM» ngrs und-hat seine erste Amtstätigkeit in H ollesch a-u in Mähren ausgeübt. Dopt ymr eir Vorsitzender, des Mährischen Rabbinerperbändes.^ - Rach dem Tode' poh Tr. iW.olff FeiWr»felp.''f«kgü:,''.'jtx '.dHn Kufe .als. .Hessen Nachfolger cmf dem Sitzü- AMä -Egörs in Posen. Seit lyl-t hat ec in dieser ältehrtvüchigen Gemeinde trotz aller äußerw Wandlungen höchsten 'Segen verbreitet. So/ lchnge. Posen zn TMschland gehörte, war Pr. FreimaM Mitglied des BorstaiMsdes Verbandes der deutschen Inden und hat sich unter den' deutschen Rabbinern eine fichrende Stelle gesichert: In feister Gemeinde war er istcht nur tzas. religiöse ObeHaWt, fondern auch der geistig« Mittelpunkt. Während der Zeit des UebergangcS ltzrt er mit Bestimmtheit sund Tatkraft^^ die jüdischest'Interessen vertreten und feine sehr wirkungsvolle Unterstütziing den Bedrängten und UnterhriMG geliehen. .Seit dtzi mit dem FrichensschMssc -emsetzyude Dwguderung der Juden aus Stadt und Provinz die Verhältnisse verändert hat, ist Freimann der Hüter und Schirmer der in dem an Juden armen Lande stoch immer reichlich vorhandenen Kulturdenkmäler und Kulturgüter. Reben, dieser ^ilinfa.ngreichen praktischen Arbeit geht eine wertvolle vstssenschaftlickst und literarische Tätigkeit. Tr. Freimann ist einer der besten Keni«r dq: n-1 i t c' alter ' iche n f eb r ä i s che n Lit e r äll u r, Don seinen Arbeiten seien genannt: Barhebraeus Scholimr z» Taniel, die Herausgabe des berühmten „Sefer CchaMdim^; in den lchien Jahren sammelte er Mitvstg«. zchr Ge f ch i cl' t e der Juden in M äh r c n. Eni e. Arbeit zur Geschichte der Juden in P r o ß n i tz ist - bereits .spschienen Synagoge im Haag. . Bor kurzem feierte die Haager portugiesische' .^den-- gemeinde den zweih und ertjähriste-n B est.-stnd-ih-ver Synagoge. - - . Die ersten portugiesischen Juden hatten.sich im.JichTc 16§0 im Haag niedergelassen. Bor dieser Zeit-wohntem.dort bloß. zwei' portugiesische Juden, und zwar Dqn.'^mstuel Pa lache, Gesandter des Kaisers von Marokko, und'der große Denker Baruch S ' E s p i n o z a. Die ' chste - Shnägogc wurde in 170?» in der Wageustraat erbaut. -Bis zu diestr Zeit hielten die portugiesischen Einwanderer int Hause des Jacob A b e n a e a s Berga ihren Gottesdienst ab.. Im Jahre 1720 wurde schließlich die heutige Synagoge auf der P'rincessegracht fertiggestellt und vor den hohen Feiertagen in Gegenwart der höchsten Funktionäre des Landes feierlich unter Entfaltung besonderen Pompes eingeweiht. Ter erste Oderraöbiner war David N u n e s -T o r re s. Die Predigten werden bis zum heutigen Tage in spamschcr, seit 1835 auch in holländischer Sprache gehalten. Tie FmstMett Tcxeira, Belifoute, Pinto, Gnesso, ^ereyra. st,-a. stammen von uralten portugiesischen und spanischest jüdischen. AdeM- . familion ab. - Tie Jubiläumsfeier ging in Anwesenheit dest Knltus- und Unterrichtsministers, des Bürgermeisters, der Delegierten portugiesischer Judengemeinden in Amsterdam und Äui> werpen, des Oberrabbiners der aschkenasischen Äultusgemeinde usw. vor sich. Interessant ist, daß der Rabbiner S. R o d r i g u c z P e r e h r a in seiner Festrede u( ä.. sagte: „Hier auf freiem Boden gedenken wir nach jahrhundertelanger Abwesenheit von unserem M utterland e schmerzenden Herzens Jbcriens, das wir für imme.r verlor e u haben! ... AssanierMg der Worische« Wische« Stadtviertel» von- Szernowitz. Aus Czcrnowrtz wird uns geschrieben:''/Hohl, uut wenigen dürfte es bekannt sein, daß die Stadt HzLrNWvitz ein rein^ jüdisches Viertel besitzt, welches manche BaulichlkeitLN-von historischem Werte anfweist. Dieses Viertel faßtcküer -merkwürdiger- und uttverzeihlichevweife hier bisher , kesiw Beachtung. Der alte jüdische Fviodholf, der viele Denkmäler.wertvoller Kunst aufweist, ist arg veruachlT.ssigl, inchsrere Gotteshäuser, -darunter die „Bojaner" und die „Wi-jnitzer M-nas" sowie die „Große Synagoge", - blieben unbeachtet, ist der bau Schmutz uu.0 Unrat starrenden -Umgeibung. Gnolich Hai sich ein Mann des jüdischen Viertels aimenoinmeii. Es ist dies-dtadtral Pr. Kaßner. Mit bawmldernswerter Energie',utzd unter Aufwendung vieler Mühen nno t'lnstreugcingen wußte er es-bei der Gemeindeverwaltung zu erwirken, daßdas jstdische° Viertel a s s a n i e r t w e rd e. ... - - Der Kosteuvorauschlag betrug ursprünglich SOO.OOt) Lei, die wirtlicheu .Kosten dürften aber eine Millipu weit überschreiten. Die Arbeiten wurden über Drängen'Dr. .Kagners sofort nach der Boschlußfaisung in Angriff geudmimen und» schön, an. den Feiertagen präsentierte sich eßt . Teil ^der Sivoßen gepFastert und a.iii Trottoiren versehen. D«»s Verdienst Dr. Kaßners ist nicht hoch genug anzuschlage«.