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Wiener Morgenzeitung · 1926-10-03 · Heft 2731 (3.10.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2731 (3.10.1926)
Date
1926-10-03
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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;* H { AS Ae JjMelra im Smmwald. Der »r DreN«u v«H«stet»e JiiwvßmMKkr JMmtag S-P ruch isst vovgostvvn mich Berlin ickerfirhtt worden. Nock im Lmche de» Nackt lmt ein volles Geständnis abgelsgt, cmf G-runid dessen fast skünfttchc gevcrubte Wertgegerrstcmde zur Stelle geschafft werden konnten. Pas Gestänkmis des Räubers erfolgte »sch einer Gegennbersteümrg mit fernen Wttrn. Der greiß-e Vater, dem fein Sohn schon viel Kummer bereitet hat. wollte sich «<f ihn stürzen, »m ihn inederzuWbrgen. Die Polizeibeomten mußten mit Gewalt den d&ett Mann Kurückholten. Die Mutter erlitt bei dieser Szene einen schweren .Heryframvf. der sich in Wein- und Schreikrämpsen ausWfte. Bei dieser aufregenden Szene brach Sprrrck tWtzlich Mammen. Er erklärte, nunmehr ein Gestänidm§ Magen zu ivvllen und seine früheren unwahren BHaachtungen cnrfzugeben. Er erklärte, daß seine Freundin Sonqa Jg nati e w bei der Ausführung des Verbrechens nicht zugegen war, dagegen sein Freund, der Afährige Schmied Paul Gor lack. Nach Ge,Jach wird rmnnrehr gefahndet. Nachdem es Spruch gÄznrgerr war, in das KauMns des Westens Kr «rMechen, .habe er sich sofort mit Sonja getroffen urtd ihr d^e basten Skucko der Beute iibergeben, ldaurii das Mädchen die Juwelen in Polen zu Geld mache. Sonija Jgnakrew soll mit dem A-bendzug am Sainsta-g, dem Tage der Tat, nach Kattowitz gefahren sein. Später äniderte Spruch seine Darstellung und sagte aus, daß er den größten Teil ider Beute in Friedrichs- Hafen vergraben habe. Noch im Laufe der Nackt begaben sich Kriminalbeamte zusammen mit Spruch im Auto rurch der von ihm angegebenen Stelle. Mitten im dichten Wakre wurde tm Ächte von Scheinwerfern nach den Arswetsungen Spruchs nackgegraben und in «rrer Tiefe von etwa einem Meter fand man in der Tat ein großes Glas vergraben, m dem sich sehr sorgsokdig in S e i d e n p a p i e r u n d W a t t e verpackt, iäe Juwelen vorhanden. SP r uch gab werter an, daß seine Angaben bezüg- Kch der polnisc^n Dängevin lEtz <m Ä9e ÄrO MgeG« M« «G OH We zerttr n-u-r in ßenne-r Phanterffö« exWsve. lmbe das Mttchen von der Sonst Jgnatiew um die Postzei auf eine falsche Fährte zu ferifeft mtö wenigstens einen TM seiner Gchrrs-d auf sme ^gvoße Snbekanrrte" zu schieben. Gestern nachmittags bewegte M eine ffarite Kdlom« Berliner .Kriminalbeamter vom Bahnhof G r u n e w a l d in den Forst, um nach den vergrabenen Juwelen zu forschen. Der Leiter der Berliner Krimirwckpoli/zei. Dr. Weiß, hatte die Mbvmsg. Bei der Kolonne -befand sich auch eine der beiden Schwestern des JuwÄenräubcrs. C'harloRo Spruch, Atze vo« Ävm Versteck der Juwelen wußte und die Kriminalbeamten zur Stelle führen sollte, wo die Juwelen vergraben waren. Die Kriminalbeamten marschierten eine ViertelstunHe lang durch den Wald bis zu omer Ächtung, wo die Beamten in Schützenlinie ausschwärmten, um nach zwei großen Steinen zu suchen, unter denen Charlotte Spruch, wie sie «srgab, -die Juwelen -vergraben hatte. Tatsächlich stieß man -nach einiger Zeit in einer Tiefe von 20 Zentimeter unter dem Erdreich auf ein großes Ei nsie d eglaS. Das Glas wurde auS-gegräben und inan fanid barm ein -in ein Tuch gewickeltes Pocket. Ms das Paket geöffnet wurde, fiÄen eine große Menge Juwelen heraus, darunter eine kostbare Uhr, ein Perlenhalsband, mehrere Ringe, Ururbändor uftv. Nunmehr düDen alle bei dem J-u-welenraub m der Tauentzienfttatze gestohlenen J-uwolen zur Stelle geschafft sein. Es sind alle orfopdevlichen Maßnahmen getroffen worden, um die Verfolgung des Schmiedes Paul G e rlach und eines Matrosen Hermann aufzunehmerr, die Spruch bei der . Verfertigung der Fenerwerkskorper behilflich waren. Die Spur des evstcren glaubt man bereits gefunden zu haben. Skonidalszencn bei der Ankunft des Räubers. Bei der Ankunft des des Jiiwelerrräubers Spruch von Breslau auf dem Bahnhof Alexanderplatz spielten -O ßMütt « « ab. M fc*. MM iMk» — n-_« *** agjig^el». Dir SMMMb «V «* »«**» «* mrnmrn, tarnt «Mm tata «He fbtMto» ***S“*ß« **■»«»**« ***?s*a*mm& «Maas sw ■ *i » sw* «KE MejMr Wv Voliksmeng^ d-e-u PoM-z-eiKo-rÄoirr. Das Gedränge und dar Lärm waven st» stark, daß mon -die HWferrrfe und das W-ehgefch<rei do-r von >der rafenlden Menfcheumenye g« Botze« gsdvückbeu F r a-.u,«.u kaum Wttö. Der RSutzer tmg Feffeln «m dem Hals, von .denen zwei unter den MeKsrn durch Me U««M lKestn und vM zwei K^Mn-mcEoancken SShcmvn wmsdeu.. Nu» -E Mühe konnte sich der Transport erneu Weg durch Ne Menschenmenge bvhnen. Spruch versuchte ummterbrochen, sich u -m -z n d r ech e n u-wtd d-e-m j^ch be n d em Ges in d e ss s»u.z«Mü d^tu Nachahmer Gp«tchS. Werm«, 2. Oktober. Der verwegene Vevkmsr Juwelemaub hat 'hier eine Nachahmung gefunden. Heute früh siech: vor einem Konfektionsg-eschiff-t ein Kraftwagen vor, dessen Wcher m i t e i n e m B e i-l das Schaufenster serfchüug, einen Pelzmantel -und einen Autoansug herauSriß und i-m rasenden Tempo wieder davonfuhr. Der Räuber Scmttfce s.p u -r -I o s e-n t k o m- SA^JUL|^tfJLj| ^^IA4HMAA444 Der K«Lir att VtaffeumSrj»«. Dte in Neapel erfolgt« Bschafmng «neS Htfacchn Maffemnör-derS, des berüchtigten Banditen Domenseo Gropps ln Fereanvino, di« wir kurz gemeldet haben, hat großes Aufsehen gemacht. Die Mitteilungen , über ttettc Emzeliherten seiner Untaten häufen sich stüMich und beweisen, daß Groppo einen gangen Landstrich buchstäblich t e r ra r i fi c-r-i hat. Die letzten der etnundvierzig Mordtaten des Umnervschen waren die Anschläge gegen die vier Mitglieder der Fanriüc C a- >m a r da in Pesttcoi (Poxenca), die alle vier 'das Opfer des MörderS geworden sind. Die Einzelheiten über drefes loche Verlbrechen ÄroppoS -werden erst jetzt bekannt. Einem Gendarmen golan-g die Auffpür-mrg diefer lUttat. Der Gendarm nämLich hatte in Erfahrung gell,rächt, d<r^ bei einem Bauern ein Mann erschienen war, änrrttch gekleidet und vübvqt, der. sich für einen Fakir ausgegeben und tatsächlich versucht halbe, durch hypnotische iE x-p e-r-i-in-a-nt a den Bauern einzuschkäfern und dann #h berauben. Der Sensationelle!! Unerreicht in Auswahl, Qualität und Preis! 2 im führenden Leopoldstädter Warenhaus Brüder Schiffmann, II , Taborstr. 48 Telephon 47-1-79 Telephon 43-408 RH Neue i-n f üh r u n g I Sämtliche Schneider- und SHodistenSugeköre! Billige ElnfShrungiprelsel Qualitätsware! Jedes Kind erhält ein Geschenk! Einiges aus unserer Preisliste: ""A Unser Motto: „Großer Umsatz — kleiner Nutzen* ln unserer Seidenabteiiung: Cr£pe de Chine, in allen erdenkl. Farben Setden-Crystallne, alle Modefarben . . Seide«-Brokate.. Japan-Pongia, 90 cm breit. 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