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Wiener Morgenzeitung · 1926-10-02 · Heft 2730 (2.10.1926) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2730 (2.10.1926)
Date
1926-10-02
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 2730 Wkn, GaMkrg Ämrr MSkM-ritung L. Oktober \m Bt\U 5 Wien, 2. Oktober 1S26. * „Wir Haben setze wenig über Politik grsprochm." Her englische Außenminister und der italienische Ministerpräsident hatten miteinander eine Besprechung. Neugierige Anfragen wehrte Herr ChamLerläin ab: „Wir haben sehr wenig über Politik gesprochen." Das ist verwunderlich. Wenn zwei fjchreudL Persönlichkeiten Zusammenkommen, läge es doch, sollte man meinen, in ihrem Interesse das Gewicht ihrer Gespräche zu unterstreichen. Wenn im Gerichtssqal der Senat, aus dem Beratungszimmer wieder hervorkommt, schreiten alle Mit totetn« stcr Miene zu ihren Stühlen und der Präsident verliest einen wohlabgerundeten Beschluß. In Wirklichkeit haben die Herren ihre Frühstückssemmeln gegessen und eine Zigarre geraucht. Herr Chamberlain haßt aber die Regie und das Pathos. Er ist aufrichtig. Es ist also tvahrscheinlich so gewesen, Laß er Herrn Mussolini fragte, ob er sich von der Bekanntschaft mit Herrn Lucetti schon erholt habe, was sein junger Löwe mache und ob er scharr den Charlcston gelernt habe. Dagegen ließ sich Mussolini den verwickelten Prozeß der Lady Rüssel erklären. Ist das Kind von ihrem Gatten oder nicht? Könnte nicht der Nordpolhund des Kapitän Nobile im Hydepark eine Ansprache halten? Es gibt ja des Interessanten genug, und im Hafen von Livorno plaudert cs sich so hübsch, wenn man in der Prachtkabine des Staatsschiffes sitzt. Es ist auch verständlich,, daß sich so geplagte und mit den Sorgen der Völker beladene Menschen einige Stunden harmloser Zwiesprache vergönnen. Wozu aber erzählen sie das nachher? Da wurde doch vorher iu Telegrammen und Interviews von Tanger, Abbessinien, Marokko, Locarno, von Expansion und Export geredet. Da war dem steu^rzahlenden Mob gesagt worden, daß die bevorstehende Begegnung... Vertiefung... Probleme... internationale Krise... Gesundung der Welt...! Die Menschheit liebt es, Götter zu haben, aber sie liebt es nicht, wenn die sich selbst entgöttern. Sie haben nur sehr wenig über Politik gesprochen! * Das Wetter. Gestern war es trüb und kalt. Die Voraussage meldet noch keine grundlegende Aenderung. Die verschiedentlichen „privaten" Wettermacher prognostizieren einen'schönen, milden Oktober. * Um 3624 Arbeitslose weniger. Der Stand der unterstützten Arbeitslosen in Wien ist in der zweiten Hälfte des Monates September 1926 um 362-1 auf insgesamt 77.733 z u r ü ck g c g a n g e n. "Morgen Eröffnung der Friedensbrücke. Die. an Stelle der Brigittabrücke von der Gemeinde Wien errichtete neue Brücke isr nun vollständig fertiggestellt. Sie wurde bekanntlich Friedensbrücke benannt. Der Bürgermeister wird die Brücke, die schon der Benützung übergeb-., ist, morgen um 11 Uhr vormittag feierlich eröffnen. Mit dem Bau wurde am 17. Dezember 1924 begonnen. Die Kosten des Brückenbaues werden sich ungefähr auf 4.2 M i l l i o n e n Schilling belaufen, wozu noch ungefähr 600.000 Schilling für die Regulierung der anschließenden Straßenzüge kommen. Der Verkehr würde während des Baues der Friedensbrücke über die alte Brücke geleitet. Um den Ban zu ermöglichen, .mußte die Brigittabrückc zwanzig Meter flußaufwärts verschoben werden. Am 17. Dezember 1924 erfolgte die Verschiebung, die in dcr^vcrhältnismäßig kurzen Zeit von zwei Stunden klaglos vollendet war. Das Tragwerk der Brigittabrückc wird für einen neuen Donaukanalübergang, der nll ch st d e n st ä d t i s ch o n E l e k i r i z i t ä t s w e rk e n errichtet werden wird, verwendet um eine Verbindung zu den Donaüländen und dem Frcudenauer Häfen herzuswllcn. E1.ÜLL. . — gBBgSgggBBgBBBgHBgSBgBBBBgBggHBBgBBBBBBBB , * Die GpedittorrSarbeiter streiken. Donnerstag, nachmittags t itt den Speditionsbetrieben Wiens, gegen den Willen der uverkschaft. der Transportarbeiter, ein wilder Streik auKgebrochen, weil die Spediteure sich unter Berufung mif den in Kraft stehenden Kollektivvertrchg iveigerten, die von den Arbeitern geforderte Lohnerhöhung von ö Schilling, vro Woche zu gewähren. Die Streikenden verhinderten u. a.aüf vom Ostbahnhof den Abtransport von Mehl und suchten die Arbeitswilligen von der Fütterung der Pferde abzuhälten, damit die Tiere nicht in Dienst gestellt lverden können. Doppelselbstmord ht Meidling. Gestern abends wurde der 20jährige Hilfsarbeiter August M u s i l, Taimbruckerstratze 6, in der mit Leuchtgas erfüllten Wohnung gemeinsam mit seiner 40jährigen Lebensgefährtin, der Blumenhändlerin Oiarie 1! rb a n i c, lMos aufgefunden. Die Rettungsgesellschaft wurde berufen, doch konnte nür webr bei beiden Personen der Eintritt des To d e s, der bereits in den ersten Abendstunden erfolgt sein dürfte, fest-gestellt werden. Die Hähne der Gasleitnng ständen offen. Musil und seine Lebensgefährtin waren durch Hauspersonal entdeckt worden. Es handelt sich offenbar uni einen Dop p elseb stmo r d wegen Notlage. * Ein Postoffizial, der Briefe spoliiert. Am 29. d. M. früh wurde der 4.0jährige Postbeamte, Offizial Adolf. S., in Hernals wohnhaft, an seinem Dienstortc im Postamte Nr. 6.5 in der Bennogäffe von dem Amtsvorstand .dabei ertappt, als er in seinen: Garderobekasten herumhantierte und einen größeren Brief in seinen Zivilrock verschwinden ließ. Er wurde zum Kommissariat Josefstadt gebracht, leugnete, Briefe des Geldinhaltes beraubt zu haben, mußte aber zugeben, den Brief der Firma, an sich genommen und erbrochen zu haben, um, wie er sagte, ihn dann.dem Zollamte Wien zur Kenntnisnahme wegen allfälliger Zollhinterziehung zu übermitteln. S. befindet sich in sehr schwierigen materiellen Verhältnissen und ist von Gläubigern arg bedrängt. Der Mann wurde dem Landesgerichte emgeli'efert. * Ein IZjahriger als Detektiv. Am 17. d. M. wurden dein Schneidergehilfen Sigmund Edelstein aus Czenrowih, der sich auf der Durchreise nach seiner.Heimat befand, am Ostbahnhofe in Wien ein Reisekorb und ein Koffer im Werte von 2500 Schilling - gestohlen. - Der 13jährige Bürgerschüler Franz D u sch ke witsch aus Obersiebenbrunn, der. damals den Täter beobachtet hätte, sah. ihn am 28. v. M. wieder am Ostbahnhofe und ließ.ihn festnehmen. Er ist der Schlosser. Geza L ri tz a k, Maröltingergasse 69 wohnhaft. In seiner Begleitung'befand sich.auch seine Lebensgefährtin, die Hilfsarbeikerin Katharina Berta. Von : den gestohlenen Sachen konnte fast gar nichts zustande gebracht werden. Die beiden wurden dem Landesgerichte eingcliefert. * Mord am Jom-Kippur. In S m o t n i e ä, einem kleinen, ruhigen Dorf im Mt-Samborer Bezirk mit nur 10-jüdischen Familien,.ereignete sich am Kol-Nidre-Abend ein Mord, dessen Ursache eigentlich nur. ein unbedeutender Familienstreit war. Der alte und allgemein beliebte Moses W o l f bewohnte mit seiner Frau und einem Sohn Max.eine Zlvei-Zimmer-Wohnurrg. Ein schmäler Korridor teilte die Zimmer von der Wohnung der Tochter' Wolfs, die an. einen gewissen Schick verheiratet tvar. Nach dem Kol-Nidre-Gebet, als die Männer schon vom Beiyaus zurückgekehrt waren,.entstand in der Wohnung Schicks ein Streit zwischen dem jungen Max Wölf und Schick, in dessen Ler.auf Schick ebenso plötzlich einen Revolver zog und den jungen Max nftderstreckte. Durch dw/Schüsse wurden dis beiden Schwiegereltern schwer verletzt. die Zionisten in Dresden in dankbarer Anerkennung dafür, daß der Jubilar, bei aller Währung politischer Neutralität, sich stets für das Palästinawerk eingesetzt habe, beschlossen hat, einen „Iakob-Winier-Wald" in Palästina zu stiften. Der RaM von Skiermewiee gestoktzem Airs Warschau wird uns berichtet: In der Nacht von Montag auf Dienstag ist der bekannte Rabbi von Skierniewice. Simon Kali sch» im Alter von 69 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Der Verstorbene, der einen großen chassidischen Anhang hatte, führte 41 Jahre lang feinen „Hot". Er hinttklö^' fünf Söhne und eine Tochter. ' Sühne und Kunst Mische Sühne. Vom Stück sprechen lieber wir nicht. „Das Opfer cii c Schwester" ist ein echt amerikanischer Kitsch, der einige <?<•;; gute Lebenstypen in eine unmögliche, lächerliche Faböl vwickelt. Es ist kein Lustspiel und keine Tragödie, schon gar nichi ein Lebensbild wie es im Untertitel heißt, sondern -am ehesten gleichzeitig eine Parodie des Theaters und des Lebens. Ohn? hohe literarische Forderungen aufstellen zu wollen, muß noch entschieden die Depravierung der jiddischen Sprache sowohl durch die Autoren als auch durch -die Schauspieler verurteilt werden. Dagegen verdient die schauspielerische Bemühung aller und d'> Leistung einiger Lob. . . Jona Reißmau n und Frau Glücksmann find zb i Künstler von ganz bedeutendem Format. Die Szenen, in denen sie .gemeinsam ein sich, im Greisenalter u.' 'erfindendes Liebespaar gaben, waren von unbeschreiblich tzit* tem Reiz und zeugten von starker parodistisch« mimischer CharaktevisierungSkunst. Während Herr Reißmamr einen alten SchnapShändlrr in der Maske Schalom-MejchemS, der überhaupt manchem Detail im Spiel Pate stand, mehr humorvoll-naturalistisch spielte, gelang Frau Glücksmann eine Groteskstudie einer jüdischen Greisin vortKfflich. Sie zeigte starkes Temperament, das. sich in ununterbrochener sinnvoller Beweglichkeit, auch während der Gesänge und Duetts, äußerte und bewies ein seltenes Talent: diskret und mimisch prägnant gleichzeitig zu. sein. Das können nur wenige, denn die meisten komischen Schauspieler überladen - oder überschreien ihre komische Plastik oder — sie besitzen gar keine. Wirklich schade um die beiden Künstler, die. einer künstlerisch und materiell lohnenderen Tätigkeitsstätte würdig wären! Herr Nachbar schuf itt Maske und Rede einen ausgezeichneten „Schwejk"-Typus. Was die Galuth aus der Bibel gemacht hat, dokumentierte 'kräftig' Herr 'S e h re r. Herr W a ld öer g und Frau Landau gaben ein schusterliches Schwankehepaar. Das. Publikum unterhielt sich glänzend, leider aber nicht nur wenn es wirklich unterhaltend war. . .. l. th. Nie Fuden in Spanien. jhit Erklärung Pruno de Riberas. Die iLondoner „Daily. Ehronicfl." brachte vor kurzem ein angM'iches Gespräch ihres Madrider Korrespoirü2nten mit dem spanischen Diktator P r im o de Riverü, im Berlau'se dessen dieser sich über die Judenfrage i:t Spanien geäußert haben soll: „In Spanien leben einige hundert Juden, die sich mit Bank- und Handelsgeschäften befassen, aber durchwegs Bürger auswärtiger Staaten .sind. Spanische Bürger können nur Personen w c-rdcn, die der k a t h o l i s ch c n Kirche a ngehöre n." Da diese Meldung auch von jüdischen Blättern übernommen wurde und in jüdischen Kreisen Beunruhigung hervorgerufen hat, wandte sich der in Madrid ansässige Mitarbeiter des „Lvdzer Tagblatt", Al-e'xander R a witsch, m-it einem Schreiben an den Ministerpräsidenten, in welchem er darauf hinwies, -daß, die Richtigkeit der Meldung des englischen Blattes vorausgesetzt, die in Spanien wohnenden Juden, sofern sie ihrem angestammten Glauben treu bleiben, sich in einem Zuffccutb dauernder Rechtlosigkeit befinden: und niemals die spanische Bürgerschaft erlangen würden. Hierauf erhielt Herr Raw lisch den folgenden Bescheid: Staatsministerimu. Politisches Departement. „Auf königlichen Befehl wird Ihnen mitgeteilt, daß die von Ihnen angoführte Aenßerung niemals irgendeinem Zeitungskorrespondenten gegenüber getan wurde. Daß.Juden in Spanien das Bürgerrecht erhalten können, bolveist unter anderem die Tatsach.;, daß in S p a n i s ch - M a r o k k o mehr als dreitausend Juden wohnen, die spanische Staatsangehörige sind. Unser Botschafter wurde angewiesen, die falsche Meldung zu dementieren. Der Staatssekretär." Me Rkeverlaze der Audapefter Mmilantrn. Aus Budapest wird uns berichtet: Das Präsidium der Geologen Kultusgemeinde und die orthodoxe Landeskanzlei' haben vor den Feiertagen gleichlautende Rmrdschretben an die jüdischen Gemeindeil Ungarns gerichtet, in denen anläßlich der . Feiertage gegen den Zionismus und den' jüdischen Nätionalfonds in niedrigster Weise gehetzt und für die „C-halukah" und die Ziele, ülgudah geworben wurde. Diese unwürdige Kampagne ist jedoch gescheitert. Ein Großteil der ungarländrschen Kultusgemeinden wieS.die Zumutung der Budapester Macher mit Entrüstung zurück. Die Szegedinsr Kultusgemeinde hat erklärt, daß sie es a b l e h n e, die einfließenden Spenden für Palästina für die im Rundschreiben empfohlenen Zwecke zu reservieren. In dem Änlwortschreiben heißt eS: „Wir erblicken im Keren Kasemeth nicht ein politisches Organ, dessen Ziele zu den Anschauungen der, ungavischen Judenschaft in Widerspruch stehen, sondern eine Organisation, die im Interesse der Erleichterung der Lage des ungarischen Judentums und der Schaffung von Siedlüngs- Möglichkeiten für die von ihrer Heimat vertriebenen Juden eine segensreiche Tätigkeit entwickelt.' Nach unserer Auffassung ist es unsere jüdische Pflicht jede Bestrebung, von wem immer sie'auch ausgeht, zu unterstützen, die alles aufbietet, um die Lag', des in der ganzen Welt bedrängten Judentums zu lindern". In zahlreichen Kuttusgenleinden Ungarns wurden wahrend der Feiertage anflhnlichs Beträge für d-n K?r-en Kni-nneth gewidmet. - Ae Wische Immigration nsch PalSftina. Jexusalent, 27. September. (I. T. -A.) Mit heit Ciu/a 900 jüdischen Einwanderrrn, die im August nach Palästina kamen, erreicht die jüdische Einwanderung im Jahre 5686 die Zahl 21.280, d. h. einen Monatsdurchschnitt von beinahe 2000, in dieser Berichtsperiode, gegenüber einer monatlichen Durchschnittsziffer 'von 2600 im v>u - hergehend'en. Jahre. ixa Den Lheatem. B u r.gtheater. Sonntag nachmittags- 3 Uhr, „E i n-en I u x w i f l e r sich ma ch e n". Abends-'?' Uhr „D e. r j u nge Aar". , Akademietheater. Sonntag nachmittags, 3 Uhr, „Der Raub der Sabineri nnen". Abends HB. Uhr „Die Durchgänge rin". O p e r n t h e a t e r. Sonntag, 6 Uhr, „D i e M e i st e rsiuger von Nürnberg" mit den Damen Lehmann, Kittel und den Herren Slezak, Jerger, Mayr, Mad'in, Wodemarm, Gallos, Wermgki Ettl, Arnold, Breuer, Muzzarellr, Tomek, Reich, Wagner. .Musikalische^ Leitung Herr Schalk.. ~ ' Carltheater. Heute bezsimtt -das Gastspiel der O l* mützer Oper. Als Eröffnungsvovstellung wird Smetanas,,' D i e verkaufte Braut" mit Richard Kubla a. G. als Hans gegeben. Dirigent Ned-bal. — Sonntag, den 3. -Oktober nachmitttags 3 Uhr Dvoraks „T e u f e l s k a t h e" abends H8 Uhr „Rusalka" von Dvorak mit dem Bassisten Munclinger, Mitglied des Prager Nationaltheaters. .Kammerspiele. Lenaus „Faust" his einschließlich Dienstqg, den 5. d..M. auf dem Spielplan. Mittwoch -deutsche Ura-usiührung der 3aktigen Komödie „Die Nacht ist u ns'er" von Henri Kiste nmaekers. - Deutsches B olkst.heate r. Morgen nachmittags 3 Uhr „Die Schule d e r K o k o t t e n" mit Leopol-dine K o nstantin. Morgen und Dienstag 7»Uhr „Faust" (1. und'2. Teil). Albert Bass er mann eröffnet seine diesjährige Wirksamkeit. Donnerstag, den 7. d. M. im „College Crampton". Im Johann S t r a u ß - T b e.a t e r debütieren in der morgen um 3'Uhr statfindenden Aufführung der Operette „Die Für sterchri stk" die neuverpflichteten Mitglieder Berta Sik losy (Chrisnne), Trude. Kolli« (Minka), Hertha Jenson (Komtesse Josef:ne) und Manfred Ko.empel (Kaiser Josef). Theater in der Josesstadt. Montag Erstausführung dos Schauspiels „Roge n" mit Friedrich K a h ß l e r. Regie Dr. Iwan Sch m i th. M o de r ne s Th ea te r. Infolge Erkrankung Direktor Körnc rs bis inklusive Dienstag „Die Art si ch hi nzu gebeu". Mittwoch Und Donnerstag „Der, d e die Ohrfeigen, kriegt". Freitag Erstanfsührnng der Oomödie „Amerikanerinnen". ' - Niedrigere Visagebühren für ständige Eittwohuer Patüstinas. Aus Jerusalem wird uns berichtet: Es wird behördlich putgeteilt, daß alle ständigen Einwohner Palästinas, auch die ,lichtpalästinensischen Staatsbürger» welche ins Ausland reisen, in. Zukunft nur 10 PT oder 2 sh für das Rückvisum nach Palästina zu bezahlen haben. Bisher richtete sich die . Gebühr mich deck: Passe des Reisenden und wurde entsprechend den Gebühren, die sein eigenes Land erhob, festgesetzt. Btbelwiffenschaft am Judaistisch.cn Institut in Jerusalem. Wie aus Jerusalem berichtet wird, ist-Rabbiner Prof. Dr. P e rles in Königsberg auf den Lehrstuhle für Bibebuissenschafteil am Jüdäistifchen Institut der Hebräischen Universität in Jerusalem berufen worden. Ehrung.des Dresdner Oberrabbiners Winter. Aus Dresden wird uns berichtet: Der hiesige Oberrabbiner Prof. Dr. Jakob'Win'ter feierte dieser Tage sein pierzigjährigeS A'mtsjubiläum, aus welchem Anlaß ihrn zahlreiche Ehrungen erwiesen wurden. Bet der von der Dresdner jüdischen Gemeinde veranstalteten Feier -würdigten, die erschienenen Vertreter förmlicher jüdischer Parteien die. großen Verdienste des Jübilars, der. u. a.-Ehrenswllen! auch j die eines Präsidenten des sächsischen RabbinerverbandöS bekleidet. Der Vorsitzende der Zionistischen' Vereinigung, KMuHporstcher P i o n k o w § k'i gich bekannt, daß Das Aktionsprogramm des Burgtheaters. .'reitet,nach „Egckont" und „Othello" Das Burgthenter eine Neueinstu- „Ariemhilds Rache" Anfang Dezembe^ hemilskommen. Für Jänner wird Nestroys „Zu ebener Erde und im ersten Stock" neu eingerichtet unb mit einer neuen Musik von Jirlius Bi t t n e r vorbereitet. Im Frühjahr wird Raimunds „Der Dialnant des Geistevkömgs" in den Epielplan des BurgtheaterS anfgenommsn werden. - Irreführung dis Publikums durch das Etadttheater. Bei der gestrigen Aufftthr-urig der „Fledernraus" im Stadttheater wurden dem Programm Zettel boigelegt, auf welchen dem Publikum mitgeteilt wurde, daß wegen lt n p ä ß l i ch t e i t S l e« zakö Herr Ziegler austrele. Dematgeniibor ersilcht uns der Au« nmlt Sle.zaks das zu veröffentlichen.^ daß Herr Slezak bereits Montag Mittag auf das enischiodenste erklärt hat, Mittwoch M'endblättern toide.rrufen werde, was ihm auch z u g e s a g! würd^..Slezak ist daher an dieser Jrreführnttg des Pn b-(ikums durch eine erfundene „Jndispositwn" an!"''-'' mschnldig.

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