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Wiener Morgenzeitung · 1926-10-02 · Heft 2730 (2.10.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2730 (2.10.1926)
Date
1926-10-02
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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«Stte «5 Ni», SamMas Sh'fmt Zweigs Wrrke ist jik-ischcr Spkathe. W'L ruv WarMu gcm-tde: wir:, h.ir der TiLrer Stefan Zweig den Sch'.-ststell.-e ob. B r :, k cr r; .zur Uebskfetznug sSMLL Wetk>- inö Fiddi'che anwr'üeri. Die udbeietzNiig von Zwergs ..EvstrS Crnmchen". ..A-mok", UNS der: dr-.nnatl'chen Dichtung „Jors-- mias" in VercirS atgeMosten. „Lieder ritten Christen ans der Irrenanstalt als »inen In. den". In Deuuchland mehren sich die Zeichen amiftnütischün Boykotts NN den Bühnen, besonders in de« Provinz. Das Münchner tziktlekblütt registriert diese Tatsache mit besonderem Wvnnegrunzen und führt zum Beweise der erfreulichen Amem nusschwüngs an den deutschen Kulturstätten, die doch die LchSütSt sein sollen.' eine Reihe von klassischen AuSsprückM deutscher Theuterdrrettoren. So läßt sich einer dieser Sorte wie folgt vernehmen: «lieber einen christlichen Schauspiclev, dsr Nichts fittiit, als einen jüdischen, und wenn er auch ein MUst ist..." Und als hätte er Angst, nicht klar genüg seine Weisheit präzisiert zu haben, fügte er noch hinzu: „Lieber einsn Christen aus d^r Irre n a n N a I t. als einen Juden!" — Wohl bekomm 's! Fünf Jahre jüdische Kunstausstellung in Warschau. Ans Anlaß der diesjährigen jüdischen KutMüusstellung in Warschau werden itttercsiante Daten über Ursprung und Entwicklung dieser Institution veröffentlicht, denen wir entnehmen: Auf Initiative eines aus den Herren I. Apen schlag, Eh. Berlc w i, A. O st r z e g a, Tr. M. Weicher', W. W si N» eraub und M. Wulkow: tßch wurde am Z. Jusr lOSl in den Lokalitäten der jüdischen Gemeinde eröffnet, Von dieser Zeit Ms September 1026 wart du vom QrganisatiunsküMliee und der im Mai IW gegründeten jüdischen Kuitstgesellschaft -4 Kunstausstellungen veranstaltet, und zwar 21 in Warschau im eigenen Lokal und ll in den Städten Wilna, Äeest-Hlkvivfk und Lublin. Veranstaltet wurden 12 Kollektivauchte ll >r ngo n und 12 Ausstellungen von Werken einzelner Künstler, und zwar A. Mancwitsch, M. Minkowski, I. Säi-onboutl, I. Brauner, I. Hirschfang. M. Apekbaum, Ä. Herrschaft, I. Liechtenstein. H. Beclüwi, P. Friedmann» Ä. Hüharlnann, A. und N. Ztlringewürz und W. Wachts. Dis Gssöllschaft hat in den fünf Jahren 32 Vorlesungen irber Kunst veraststaitat; die Zahl der Besucher dieser Vorlesungen betrug 4Ä.0ÜO. Mehr als 300 von den ausgestellten KunMerken ivueren versaust, mehrere KunsirvNturrünZSn auf Plakate, darunter: auch >ruf ein Plakat für die Wilnaer Truppe wurden erfolgreich NUS» gcschrieben. Einer Anzahl vor, Künstlern wurden für Stu» SienMccke bedeutende moralische und materielle Unterstützungen gewährt. Div Gesellschaft zWi heute 976 Mitglieder. Ein neues Drama vcn Lunatscharsktj. Dar Dramatiksv Ä. LunatfcharS^p hat, wie aus Leningrad tzeMMst wird, soeben ein neues Trqn:a vollendet, das den Titel „Samt und Lumpen" führt und im Leningrader Akademischen Theater zur A'.'.Mhruna gelangen wird. Serichtssaal. Ein dreizehnjährigor Mörder. Der gegsnwärtigf IS Jahxa aUc Johann Steinhnücr hatte am 27. Jüli 192-1 den damals dreijährigen Franz R a y m 2 y e r gotöftU, um sich an dessen Vater, der ihm mehrere Diebstähle vorgaworfen Hütte, zu rächen. Er hatte eine Weidenrute u m dü n Halödes Endes geschnürt und, als er sah, dätz däö Kind nach lebte, cs in den Bach geworfen, wo es ertrank. Dies alles geschalj in Gegenwart der beiden Brüder des Ernrordetün» von denen damals der eine 6. der andere 8 Jahre alt war. Stsitrhubev drohte ihnen mit Prügeln, falls sie ihn verraten sollten. Tatsächlich haben die Seiden Knaben geschwiegen und echt nach zwei Jahren wurde festgcstellt, daß nicht, wie ursprünglich angenommen wurde, Ertrinkungstod deS Knaben, sondern ein Verbrechen vorlag. Der Ängoklagte war ge ständig und erklärte, er habe schon 11 Tage lang den Plan, öeU kleinen Franz: zu ermorden, uni sich an seinen: Vater zu rachen, mit sich hermngetragen. Der Vertreter des Jugendamtes wies daauif hin, daß der Angeklagte das außereheliche Kind einer Hausgehilfin sei und seine Mutter nie gaschen habe. Hätte sich die Jugendfürsorge schor: damals in der Weife, wie es jetzt geschieht, u-m das Kind gekümmert, so hätte eine so gräßliche Tat nicht geschehen können. Der Jugendrichter Hofrät Dc. Ea-mmern verurteilte den Angeklagten zu 6 Monaten Arrest. Zugleich wurde die Zuläsiiakeit zur Abgabe des Angeklagten in eine Besserungsanstalt nach verbüßter 'Strafe ausgesprochen. Bar dem Disziplinarsonat der Produktenbörse. Vor dem LG9t. Dr. K ramm er trat gestern der Äetroi-doseni'al MaZ; Wiener als Pnvatklägcr gegen den Gütreidügroßhändler Ernst Schwitzer auf. Zwischen dom Klager, der 22 Jahre in der Firma des Beschuldigtert angestellt war und dom Chef der Firma war eö in letzter Zeit zu Differenzett göküMmon, die zu einem Verfahren vor dem DisZiplinavsenat der Produktenbörse geführt hatten. Im Zuge der Vüchandluttg soll Schwitzer vor dem Disziplinavsünat, vor dem er sich zu verantworten hatte, unter Hinweis auf eine Korrespondenz des Klägers, die Aenßerung gemacht haben: „Herr Wiener ist ein Lausbub". Als Ängc'klagtsr vor Gericht erklärte Schwitzer, daß er nicht den Ausdruck „Lausbub", sondern nur den Ausdruck .Lausbnüerei" gebraucht hübe. Der Angeklagte versuchte, eine Art Wahrheiisboweis zu führen, der aber vom Gericht alö injßlungen bezeichnet wurde. Ernst Schwitzer wurde im Sinns dev Klage zu einer Geldstrafe von 109 S., eventuell zu 24 Stunden Llrrest verurteilt. Ein entgleister Rechtsanwalt. Der Rechtsanwalt DEvr Heinrich Z. hatte sich gestern vor den Schüffen wegen Verbrechens der Veruntreuung zu verantworwtt. Nach Darstellung der Anklage soll Dr. Z. üisse strafbare Handlung während eines ZivuprozcsseS begangen haben, d«n er fi'ir seinen Freunds den Gutsbositzer Hans K r u m p ö ä führte. Ohne Wissen seines Mandanten habe er mit dem Prozeßgegner Gustav Warm cr.fperger einen Vergleich geschlossen, 500 Schilling von der Schuldsumme nachgelassen und von den für Krumpöck gezahlten Raten nur 300 Schilling dem Klienten gegeben, den Rest aiber behalten. Dr. Z. behauptet nun, Äru-mpöck habe ihm selbst 1560 Schilling als Darlehen überlassen, weitere 600 Schilling habe er zur Deckung seiner 3000 Schilling betragenden Eltzpensenfordorung verwendet. Damals habe er auch seine», Klienten Krumpöck auf Zahlung von 28l0 Schilling gerichtlich belangt. Die Riichtmaßlgkeit dieser Gxponscuforderungen werde aber, sagt die Archago, bis aus einen verhältnismäßig 'geringsügigsn Betrag von Krumpöck bestrittell. Und der anhängige Zivüprozetz sei bis heute nicht zu Ende., Keinesfalls, meint die Anklage, können diese Änsprüche den Verbrauch der anbortrauten GsildbetLäge für Zwecke des Rechtsanwaltes rechtsertigsn. Der aNgeklagte Rechtanwalt erklärte sich nicht schuldig. Er schildert, wie seine Verhältnisse sich imnror ärger gostallüten und daß «r in eine schwersinanziello Zwangslage güraten sei und die von seinen, Klienten erhaltenen kleineren Summen zum Lebcnsauswand verwenden mußte. „Meine Hürpep." sagte er, „ich konnte danialS nicht zehn Schilling nionadlich bezahlen. Tagelang hatte ich kein Mittagessen. Ich kann nicht glauben, daß ich mir etwas StrckfbareS zuschulden ivmluen ^8." Rach längerer Verhandlung erkannte der Gerichtshof Jen Äuget tagten s ch u l ö l g und verurteilte ihn!' e d i!l g r zu zwei Monateil strengen Arrest 98tcn€t Morße«MMtz Seteine, Sotifüge und Setfammluagen. Zig-ristische Jngsndg.rupvö Üsvpsldstadr. L. Bezirk, Ztekusgasie 38."Montag, hach $ Uhr atzend, dringende Ällssckmßsihim-g. Mittwoch, 8 Uhr aösndS, Vlünarvsrsainmlnng. — Z i o n i sti s ch ö T S r t \ ö w 20. 20. Äegt^k, öä» gerstraßo 80. Heute. h.M 8 U$t aHsnSS, im Ha im. M. Bszirk Jägcrsteaßa 30. M-sch-humoristischsr Abend. Vorkesen wird §err Liegmnttd Schorr aus Lamterg auS aigsnan Schnftan. lüntag: VoÜvüvsarmnlung. Tagesordnung: Partsitag. Zionistische Knitutgvupps 20. Karl-Mosiststr. 3/1. Heute 7 Uhr ,Mand4. Mitg:!sdsrvaksckml..ng. Morgan, halb v Uhr bbrinitlags: Büchsenleerung. Hach 8 Uhr im ZiüNistischeN Hö'im, Äs Bezivk, Jägerstraße 80, GhrüNüband für Herrn Samuel Schräger. -- Ä. H V. Msjsada: Dis.WaHn in dsn Vorstand ergaben nachfölgendss örsfultat: Präses: Ing. Fritz Hahn, Vizöprässs: Alsrsd Dvsnn, Zchriftfübrer Pam Na uh ans. --- Die Zufammankünfke finden auwöchmtlih Mittwoch, um 20 Uhr im Cafe StadtpSkk statt. Die Mitgkiedar w^kven dringend srsucht. dis Zeichnung für den Keren hajessod biS späte,töns den 13. d. M. dem Prästdimu smzusenden. Der MitgliedSbeitraa für .das tailsends Semester wurde n:it 5 S festgrlegt. ZuschristLn an 7M. Fritz Hsyn, 2. Bezirk. Schüttelstraßa M>. » Hebräische Sprachkurso für Kinder. Ts werden im 0. Bezirk Hebräische Kurse für Kinder im Älter non 5 üiä 10 Jahren, Anfängür und Korlgeschritten«!, uuntar Aertung von gualifszisrier Lehrerschaft mit Unterricht der Konvör» satisn, Grammatik. Ksittmeuror dar Gcheta. Bibel usw. errichtet. Honorar mäßig, bei entsprechender TailnehmsrMl auch Grnnduitgslömitee bei Fr. . .1 M Eimchreibungen werden vom , Rosa Halbertstamm, 0 Vereinsstiaga 4/7 täglich von 3 t*!3 mit Nu-snahme von Samsrag sntgegengsnommen. ch- Volkswirt Polens MNfchast ln omerlkanlschek Selenchinng. Der Bericht des Finanzsachverständigen Prof. Kemmerer. Aus Warschau wird uns gsschrieben: Nunmchr wird Sltdlich Genaueres über den Inhalt deS ö0l) Maschinschveibserien starken Gutachtens des amerikanischen FinanzsachvörständlZen Professor K'eNimerer bekannt, das er für dis wirtschaftliche Reorganisation Polens ausgearbsst.et und dem polni.'chsir Ft ü'izm'nisteriüm übsr^ mtileXt hat. Einige Hautztpuiutc in diesem Gutachten verdienen nähere Betrachtung. Zunächst macht Professor Kemmmr -- und dies mit Recht — auf das fehlerhafte Steuersystem aufmerksam, durch das es ntöglich wird, daß ein großer Teil der Bevötterung Polens keine Steuern zahlt, während der Rest übersteuert ist. Diese Fehlerquelle in der staatlichen Flüünzwirtschüft ist von dem Sachverständigen richtig bemerkt, zumal gerade die für die Wirt schaft des Ägrarstaates Pe.'en maßgebenden Teile der Be dölkerung, nämlich die Bauernschaft und der Groß g rund besitz, unter den Nichtsteuerzahlern zu finden sind. Dagegen wird insbesondere bet Händel, der sich in den Händen dtr Juden befindet, in geradezu drückender Weise überstenerL. Die Folgerungen, die Professor Kemmerer aus der oben orwähniön Feststel ung des sehärhaften St'Uersyflems zieht, muten allerdings etwas eigentümlich an. Keunnerer hält zunächst die Agrarreform für schädsich? Abgesehen davon, daß die Agrarreform in Polen recht Milde gehandhabt wird, ist cs gerade für die Erfassuilg derSteuerleistung einer Bevölkerung nicht von Vorteil, wenn Latifundienbesitz in ausgedchiltüM Maße vorhanden ist, da schon die Lei Latifundien naturgemäß extensive Bewirtschaftung (die in Polen be'onders groß ist) die Crtragsteuern, die in einem Agrariaude von besorbderer Wichtigkeit sind, stqr! mindert. Sollte Professor Kemmerer vielleicht bei der Abfassung dieses Punktes seiner Santerungsvorschläge allzusehr unter dem gesellschastsich ziemlich starken Einfluß der Großgrurldbesitzer gestanden sein? Kemmerer tritt in seinem Gutachten weiters für ci.w stärkere Bttonung der agrarischen Wirtschaftspolitik ein mtb stellt fest, daß Polen als Agrarland nicht ausschließlich elne auf den Koh.en- und Lextilwarenexport beruhende Jndustriepolitik führen dürft. Daß gerade die Durchführung der Agrarreform für eine stärkere Betonung der Agrarwirtschaft zweckmäßig tpärg, liegt auf der Hand, ist jedoch im Kemmerer.schen Bericht nicht zum Ausdruck gekommen. Sehr entschieden spricht sich Kcmmerer gegen die staatlichen Unternehmungen und gegen das Konzcssionswesen in Polen aus, die die frei.' Entfaltung der Wirtschaft hir:dern. Er befürwortet auch eine starke Bankenkoillrolie nach amerikanischem Mustvr und legt dar, daß die Zahl der Aktienbanken in Polen zu groß ist, sowie daß es fraglich fei, ob die Aktienbanken im Falle eiiter Liquidation imstande wären, ihre Gläubiger voll zu besriedlgeN. Kemmerer tritt für Liquidation der schwachen Banken ein. Diese Rezepte sind zumeist richtig, doch »üsrdsn sie in bezug auf die Staatswirtschast durch den Vorschlag Kümmerers teilweise paralysiert, Laß ein Tril deS Kapitals -er polnische Notenbank in den Getreideelöv atoren untergebracht tvorden soll. Es ist zweiftlhaft, ob diese sinanzrechmsche Maßnahme, die sich anderwärts nicht sehr bewährt hat, sich gerade in Polen bewähren würde. Lirlschastrnnchrkchten am PalSftina. Aus Jerusalem schreibt unser L.-Korrespondonri Die Wirtschaslskrift des Landes ist gewiß schwer, aber gegenüber den vielen Kritiken und Kritikern der gegenwärtigen Lage, muß ein Moment hervorgehoben werden, daß sie nkcht zur Unproduktwi. tät geführt hat. Sie gehört gewissermaßen zum Aufbauprozeß des S. Oktobs? 1906 Nr. 2780 Lernei Sprachen dann werdet Ihr des Leben 1000 Worte französisch die neue amütanla Methode zum Selbstunterricht «us dem Vermag Ullstein liefert Ihnen in leicht beschädigten Exemplaren rum Preis von nur S 4.— (statt 8 8.—) die-- ' R. L0WIT WIEN, I. Rotenlurmstrafle 22 wirtschaftlichen Lebens in Palästina, indem sie UeberflÜssigeö, UeberstÜrztaS und Unproduktives aus dem Wege räumt. Bszeichnend dafür ist, daß es z. Ä. in dem viel gelästerten Del-Aw>!w ln ainem Zeitraum von 16 Monaten, vom Anfang 1082 bis Mitte 1686 nur 11 Bankrott« gab; die meisten brtrefftn Leüensmittelgeschäste und Restanrailts, also Uniernehruungen, die von vornherein auf Zwischengewimw angelegt sind, ohne produktiv zu sein. Trotz dev Wirtschastskrise schreitet der Ausbau der Produktionsfähigkeit des Landes methodisch fort. Gegenwärtig wird dir Nutzbarmachung der,vor mehreren Jahren angelegten Eulalyptuspflanzungs.u. vrganlsiert. Die Firma Holz- Mann u. Lo. hat von der „Pica" den Eukalhptushain bei Lhedera auf fünf Jahre gepachtet; während dieser Zeit werden 85.000 ausgcwählw Stämme gefällt, derart Holz verarbeitet wird. Bor kurzem hat die von der Firma Holzmam: u. Co. errichtete Schneidemühle in Chedera ihre Arbeiten begonnen. Das Eukülhptnsholz, das von ausgezeichneter Qualität und schöner Färbung ist, eignet sich vorzüglich für Fourniere und Möbelverarbüitung.. Uoberdies ist es infolge seiner Lelchtigkeit für Holzkisten besonders geeignet und die Orattgenexport- Gesellschaft „Pardos" hat bereits größere Bestellungen gemacht, auch die Mazzothfabrik in Haifa 5000 Kisten abgenomman. Die Preise und Q:ialität des Eukalyptuskisten- und MobclholzeS sind derartig, daß es nicht nur geeignet ist mit der importierten Ware erfolgreich zu konkurrieren, sondern auch auswärtigen Absatzmarkt zu finden. Die Firma Holzmann u. Co. verhandelt nach Indien wegen Lieferung von Teekisten. Sie hat in ihrem Unternehmen 7000 Pfund investiert. Die Tabak Verarbeitung wird neue Möglichkeiten im Lande erhalten, da die bekannte ägyptische Zigarettenfirma M a t o s s i a n - C o m p a n y vor kurzem eine großr Z i g a» rattaUfabrik in Haifa zu bauen begonnen hat. Der Bauauftrag, für den ein freier Wettbewerb ausgeschrieben war, wurde der jüdlschüN Baugenossenschaft „Solel Boneh" zuteil, die mit d>'N Bauavöeiten auch bereits begonnen hat. Liquidierung der Erftn- und Stahl-A.Ü). in Wir». Die B» aMten der Ciftn- und Stahl-Ä.-G. wurden, wie wir Erfahren, Plötzlich gekündigt. Diese Massenkündigung steht im Zusammen. Hang mit der Absicht, die Gesellschaft in nächster Zeit gänzlich zu liqmd-rerön. Die Eisen- und Stahl-Ä.-G. ist die österreichische Vqrtretörin des großen r^ichsdeutschen Otto Wolfs-Konzern, deren ausländische Niederlassungen unter das Regime des deutschen Skählwerksverbandes gestellt wurden. Der Deutsche Stahlwerks' verband scheint nun kein besonderes Interesse an der Aufrechterhaltung der österreichischen Vertretung zu haben,, dis tvährend des letzten Jahres wenig besriedigönd gearbeitet hat. Nun auf die Lützcr Allgemeine Sparkasse. In Linz war Donnerstag das Gerücht, verbreitet, die Allgemeine Sparkasse, eines der ältesten österreichischen Geldinstitute, tvolle die Zentralbank der deutschen Sparkassen sanieren. Gleich in den ersten Vovmittagsstundsn fanden sich bei den Schaltern dieses Geldinstitutes zahlreiche Sparer ein und inachten Abhebungen. Daraufhin erschien im Parteienramn Bürgermeister Dametz und hielt eine Ansprache, in der or den unsinnigüll Gerüchten ent, Sentrat und mit den: Hinweis auf die Sicherheit der Stiare das PMikum beruhigte. Gestern hieltet: die Abhebunaci: ii: dei: Morgenstunden noch lebhaft an, ließen aber gegen Schluß der GeschäfLöstunden stark nach. Cs tvurden auch bereits größere Beträge wieder neu eingelegt. rv**U*' . mm | **/ v e*v*e>| *e ** % Vv« yV|vdu Ul* Vmvaltungüratsitzuna der Brünnor Maschinerftabcik wurde bc schlossen, die ordentliche Generalversannnlung der Gesellschaft sü den L7. Oktober nach Brünn ainzubernftn. Aus dom heute vor gelegten Bericht des Direktoriums geht hervor, daß die u: sprünglich genannte. Berlnstzifftr von 130 M i l l i o n er: t s cl S^.bnen überschxitlen worden ist. Die Zusnimneiilcanng de Wien wird im Vechältni.s von .1:1 erfolaen. ^980611342

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