Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2728 (30.9.1926)
- Date
- 1926-09-30
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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;<S*M Men. Donnvr-jM Menst «stKmzerttm« y. Geptemver im Ife NW Wm opCn fmM Mm — sKflKNoV-fPErMMMA. Die' Pariser Polizei ist soeben einem Riesenschwinde! «Stf die- Spur gekommen. Bor vier Fahren war in der p»PzKfWm Hauptstadt eine Schweinezüchtereii ge- AÜWei nwrden, der es durch eine außerordentliche Reklame gelungen mar, in kurz« Zeit Tausende von Kunden zu werbe«. Man hatte nämlich ein eigenartiges System erdacht, um den franzöfischen Kleinbürger von der Gold- Wyvertmig zu schützen. In geschickter Weist riet man dem PtchMnMj keine Wertpapiere mehr zu kaufen, die oft M'WeAgmr Mnchen ihren ganzen Wert verloren, sondern Wt. de^M an Schwein , bei der Schweinezüchter« zu «chMen> das einen Sachwert darstelle und auf Rechnung des Kunden von dem Unternehmen in Pension genommen wmde; tzs sollle gemästet und dann geschlachtet werden. Das Fleisch gehörte dem Kunden, der es verbrauchen oder mit Gewinn v«kaufen konnte. Er sollte jedoch auch bestimmen können, daß man auf seine Rechnung ein Mutterschwein anschasste und für ihn junge Ferkel aufziehen. Für den Todesfall war das Schwein versichert. Die Sache scch also recht verlockend aus, und eine riestge Zahl von Spekulanten zahlte die Prämien. Nun scheinen die Todesfälle in der Schweinezüchterei schr häufig gewesen zu sein. Man teilte dann dem Kunden dieses „traurige Ereignis" in schonender Weise mit und setzte gleich hinzu, daß durch ein besonders Pech gleichzeitig auch die Versicherungsanstalt in Konkurs geraten sei. Einige Leute fanden sich jedoch mit dieser Trauernachricht nicht ab, sondern wurden durch lästige Nachforschungen und öffentliche Beschwerden der Anstalt höchst unbequem. Diese Zudringlichen, erhielten dann ihr Geld, aber die große Mehrzahl der Bescheidenen hatte das Nachsehen. In letzter Zeit wurde die Sterblichkeit unter den Schweinen so groß, daß ^me Reihe von Anzeigen bei der Polizei einlief. ■ ' , Man- .stellte eine diskrete Untersuchung an, die nicht lange währte: Denn es war nicht viel zu prüfen: man fand an ganzen^nur 182 Schweine, von denen nur 74 den Kunden gehörten. Die übrigen waren Privateigentum des Direktors. Daraufhin verhaftete man die beiden Leiter und stellte bei einer Prüfung ein Defizit von neun Millionen Franc - fest. Der Verbleib . der Geldes konnte biÄher nicht festtzestellt werden. Uober den Umfang der Unternehmens kann man sich eine Vorstellung machen, wenn man erfährt, daß es jährlich ungefähr 25 Millionen Francs von seinen Kunden erhalten hat. Die Inhaber begnügten sich aber damit, für die Aufzucht der Schweine 6- Millionen im Jcchr« auszugeben. Wien, 80. September 1926. * Das Wetter. Gestern hat es gereMet. Die Voraussage kündigt fortschreitende DessMng an. *Der Straßenbahnverkehr über die SchwedenbrScke. Bon morgen an wird die Straßenbahnlinie 0 so wie früher wie« >rer über die SchwcLsnbrücke zur Tcrkonftratze und umgekehrt geführt. Hingegen verkehren die Züge der Linie A, Ak, Bk auch weiterhin in beiden Fckhrtrichrungen ülber die Aspernbrücke. *Das Touristewunglück auf hem Lugauer. Nach einer -m Hauskommissariat der Polizei eingetroffeuen Mitteilung des GeUdarmeriepostens Radmox ist es gelungen, die beiden vermrglückten Touristen Helene Weintzl und Viktor Land auifßufinden. Beide waren bereits tot. * Professor Eduard Naschs. Das Leichenbegängnis des vocgestern-'verstorLenen Professors Eduard Nasche findet am Sonntag .um 14 11 Uhr vormittags vom 1. Tor des Zentralfriedhof.es aus statt. ' * Professor Kraus bleibt in Wien. Wie bekannt, wurde der Professor am Wiener theologischen Semipar, Prof. Dr.. Samuel. Kraus,' bar. einiget Zeit als Lehrer an das orthodoxe Rabbi Jizchäk-Elchanän-THokogtz-Semina'r in N e ü y or-k berufen. Er hätte diestv Tage bereits die Reise näch Amerika antreten sollen. Vor kurzer Fett veröffentlichte nun Dr. H o s ch a nd e.r im „Jewish Quartcrly. Review" eine Kritik des Buches von Prof. Dr. Kraus ^4000 Jahre jüdisches Palästiim". In diesen: Referat wurde Prof.'Kr au 6 in .die Reihe der extremen Bibelkritikcr nach der Wellhansenschen Methode, zusammen mit Bernfeld und Ncumark, eingereiht. Daraufhin hat nun das orthodoxe - Seminar d i e Berufung telegraphisch zurückgezogen . Kasseneinbruch am Schottenring. Dienstag nachts haben unbekannte. Täter yi den .Räumen, der Textilwareyfirma Sigmund Bo schau, CchöUenring '^0. erneu Kässenoinbruch verübt. Die Weltf ==§ We SrforschMg der Mainische« Pogrome. Mosckau, 28. September (I. %. A.). Der französische Schriftsteller^ st e c a ch e, der in Rußland Dokumente, der jüdischen Pogrome sammelt, hat bereits ein. reiches Ma tc r i a.l in .Hgnden, .auswelchem die Mitschuld Petljuras -und seiner Regierung an den Pogromen klar, herr-orgeht. .Zahlreiche Dokumente und Photographien zeigen Petljura id enger Verbindung mit.den Arrangeuren der Pogrome. Herr Leoache, der die! Städte Kiew,. Odessa und. Cherson. und zahlreiche kleiiw-re Orte, besucht'hat, hat sich nach.. Proskurow begeben, wo.befau'nt- W^dÄ gräusämsten Pogrome wüteten. ^Alftip'.MoÄ . -To Lon t o,' 29. September (I. T. A.) Sir Alfred Mo n dder gegenwärtig in Tanada weilt, empfing eine Abordnung der, zivmstischen Organisationen von Canada und sprach sich, dieser gegenüber über, die Notwendigkeit einer Beschleunigung des Aufbaues des jüdischen Nationalheims in Palästina aus. Wen n w-pr -nicht bau e.n, sagte. Sir Alfred Mond, werden andere k.o m m e n .u n d b a u e n. Jetzt errichtet in Grieche dst' Wasserwerke von Jerusalem; später werden die Engländer mit ihrem Kapital kommen. Dabei ist eine KapitalSanlägc i» Palästina ein besseres Geschäft als eine, solche in verschiodeneK «mderen Ländern. Eine große Zukunft hätten die südlichen Sa n d st r i ch e, -die sich für gewisse landwirtschaftliche Zweige besonders eignem Auch für die palästinensische I n d u* st r i e besteht m Syrien ein großer Absatzmarkt. Schr rentabel Bfofc'. die O rä ngenp läntage n.- Äie Raubwkrtfchaft in Rawiiju,. ■ Warschau, 26., September. (I. T. A.) Der Klub der jüdischen Deputierten und Senatoren brachte eine Interpellation.' ein,, in der gegen die skandalöse Borgangsweise des Dürgermeistersder Stadt R a tv i t s ch im Distrikt Posen-protestiert wird. Der Bürgermeister hat, wie schon mrtgeteilt, das gesamte Vermögen der jüdischen GerstLmde.pyy Ratyitsch beschlagnahmt und den jüdischen Andächtigen an den jüdischen Feiertagen den Schlüssel zur' Synagoge verweigert.; p- - _ chyrW Mnsalemer RalioMbibliothek. StaÜonaU und NnivevsitäkAbibliolhek erstell foM»-vikm'.per'r»' Nzchak Leib G o l d be r g, Tel Aviv, ein sehr - großes «vd-für die. Geschichte der zionistischen Bewegung, sehr, bedeutsames Ar chi v. DaS Archiv stammt aus dem Besitze von Jehvschna. Barfiläi, Gi-fenstadt, der durch viele JahtAchnkHextrcter der Chowowe Zion und des Ordens Bve Mrssche.Ä PAästina war. DaS Archiv wurde vor der Uebetgahe. « dte Bfbliythek von Herrn Jehuda Appel geordnet und um« ßcht'^BMr^ h«s Ddeflaer Komitees aus den Jahren 1893—1902, PalSstineysifchen Exekuttve des Odessa« Kvvriiees ans den Jahren 1808-—1900, Abschriften der Briefe i%caefl^;pmJ8ß&~teU, dar Privatarchiv Barfiiais (Tageibücher, Bwst, Artikel, Erinnerungen aus 1887—1914) und die 'PwtMlle M'DfSftstWBstze» Leitung der Bne Mosche. AvsampM^Mt^tM bereits in der Bibliothek vorhandenen Archiven —'Ker-Odessayr Chowsrve Zion, der englischen Ehowe« we Zstm, der Bne Mqsche and Herrn Ussischkinr — hat die Jerufa c:'^v. RqfionEbllothek. nunmehr ein großes Archivmäterial zur Achhichte' 't«"-ro»ißKchs» '9emegun$.' ZSbischer FaurnnrdeU in Zngoslawien. Der. jüdische Fraueiwexeu». iii L c I g r ad har ..im verftösscncn..Sommer das er'stomal ein eigenes K i n v c t -.E r». . h o l u.n^ s h c i m in ^P-rcguj (bei Ka-t-arov an-der ,Adria) er- . öffnet... Das -''HckisvZ'tÄei ^Mvikvewe mir . 15 Schtafsälcu) be- * frcd-crgtc ’l*iQ atme' erhvlüngsbebürstige jüdische Kin'dcr auS -< Beinrad, Saräjwo.^ Nproifad und Dkaple-j. — Schöne So-m« inerfctien hat "a'stch der Z ag r e b .c r Verein. „Jüdische^ Fe» rienkviorric^ jüdlscheu KinSeru aus .Kroatien an der Adria : 'bereiter, um.', zzdür 'In'/Crweüica. Es Wi auch , andere jüdische '. Fräucn-voreinr i-rn Laridch dic. sich.'»nt ^ürsorgetätigkcit befast sen, aber es j..'HItL bisitun eine orga^lfiertc, Ka.s ganze .Jahr- : hindurch wahrcnde -Fürförgetätigkcn, ivie sie. inÄbesondc-rc in den. Städten mit Hr'a^ecer jüdischer BÄ'Meruug dringend-^nö«. ttg wäre. Vor zwei-Jahren wurde Aw-a,r'ün Belgrad ein Ä c c- . band jüdiscacr Fr a u e n v c’r eine I agos la w i c tt s l gögründot, aber einesWMatifch^b Zusanrinena-rbeit aller Frauenvcreine-üst nochnicht, zu; -verzeichnen-, und vialfach' werben die modernen Methoden der Kinderfivrsorge noch nicht ge» ' übt, und die sehr wichttge Verbindung mit den jüdischen. Frauenverbänden und Fürforgeanstalten andeLLr Länder, ist' noch, nicht.hergestellt. . " Die bevorstehende Tagung d-oS j ti g o f l a w i s ch e n - Z >i o n i -st e n v e r ü a n d e s (17. bis 19. - Oktober zu Zagreb) wi-rtd-zum Lasten Male auch die Au-fgahen der jüdischen Frau behandeln. Es besteht die Msicht, einen j u g o s i «x to t sch e n Landest, erband d e S - zi.o n k st i.'sch en Fra-uen« w ei tve xlba nd e.S (SB, I. Z. O.)- z«ft. gründen. Es ist zu wünschen, daß an dieser ziottistiischen Tagung Frauen aus ollen Orten-Jugoslawiens tevlnehmen, damit eine intenstve zionistische Frauenapbeit begonnen und der sehr wichtige zionistischen Einfluß auf die allgemeine jüdische ^auewackbeit so», wie dar Fürsorgewerk gewonnen wird. F. Aj na l. Amerika weist PogromflüchtUage ulcht auS. Aus New Bork wird uns berichtet: Zur Zeit der -Pet-ljura-Pogrome in der Ukraine war die Frau Schewa Wa ld mann mit ihren drei Töchtern «ruS Proskurow geflüchtet, ^ie kam nach Warschau, von wo es ihr erst im August 1922 gelang die - Reist nach Amerika zu unternehmen. Inzwischen trat dort das neue streyge E i nwandernngsgesetz in Kraft und Frau Waldmann.wurde, weil sie die Prüfung im Lesen und Schreiben picht, bestanden hatte, samt ihren -Kindern bei ihrer Ankunft in New Uork z.u r D e.p o r t i e r u v g verurteilt. Der Fall beschäftigte sämtliche' Instanzen. Inzwischen haben Frau Waldmann und Ihre Kinder längst aas Lesen und Schreiben erlernt. Der Staatssekretär.'für Arbeit und Einwanderung'Swesen hob alle abschlägigen Entscheidungen der unteren Jnstän-en auf und erklärte die Familie Ipaldmann als l eg al e Einwander er. In der Begründung wirdcherborgehoben, daß Frau Waldmann und ihre Kinder als Flüchtlinge vor reliaiösen Verfolgungen nach Amenka kamen und als solche das Gaftrecht in Amerika genießen müssen.' : . Die Blutopser der Judenschaft Württembergs. Tine Zusammenstellung der jüdischen Kriegsteilnehmer aus W ür t te.m< berg und dem Lande Hohenzollern, die foeM erfolgtist,'ergibt folgende Zahlen: Bon den 10.824 jüdischen Bewohnern Württembergs, deullcher Staatsangehörigkeit, waren 1674 Soldaten an der Front. Bon diesen 1674 sind 270 gefallen. Verwundet wurden 838, befördert vvl. Delegiertentag der jüdischen Gemeinden der polnischen Randgebiete. Aus Wilna wird uns berichtet: Am 27. d. M. wurde, hier die Delegiertentagung der Mischen Gemeinden, der polnischen Randgebiete eröffnet. Die Tagung ist trotz , der intensiven Bohkottaaitation der Orthodpren sehr aut beschickt. Dje Mandate von achtzig Delegierten wurden ptzriWert..-Zum Vorsitzenden der Tagung wurde Sejmdeputierter Dig oos k i gewählt. Es wurden drei Referate über die Verfassüua und Verwaltung der jüdischen Gemeinden gehalten, JA Aufträge der Regierung nimmt der Ministerlakbeamte Adajberg vom Un-- terrichtsmimsterium als Beobachter mr den Beratungen teil.! Schränker find vom Hauptkanal in den HauÄUmck gedruüae» und haben eine 26 Zentimeter dicke Mauer durchbrocheu. Sie haben 600 bis 800 Schilling, uvÄ stlbe'-ne Franestücke, sowie einige Paket« mit verschiedenfarbige« Wollgarn, je icki Kilo« 'gramm schwer erbeutet. * Selbstmord i« Bade. Gestern vovMttägs.hai sich m emxr Kcvbine des Dicmabades die 26jährige Kontoristin Auguste B. eine Kugel in die rechte Schläfe gejagt. Die Rettungsgesallschast konnte nur mehr den Eintritt des Todes festftellen. Das Motiv der Tat ist noch unbekannt. Sechs Jugendliche vermißt. Das PolizcMmWtissarjät'Kwgriten lvurde gestern verständigt, daß sechs jugeMiche Lehrlinge aus ihren Elternhäusern verschwunden seien.' Mle sind seit ge« ' stern, sieben Uhr früh, also zur gleichen Stunde, aus dem Elternhaus fort, und es besteht die Vermutung, daß sie sich, da sie eng befreundet Mteinandcr sind, in der Umgebung.Wiens herumtreiben. - . 'Dreizehn Stiche gegen die Olatttn. Dienstag gegen Äiit- . tcrnacht war der 3vjährig-e Hilfsarbeiter Johann Hof« -mann, Vorg^irt-enistraße 99, in 'betrunkenem Zustande in feine Wohnung heimgekehrt und hatte wüt seiner Gattin, der 28jährigcn HUfsavbeiterin Karolinc Hofiuaun einen Streit begonnen, in dessen Verlauf er plötzlich sein Messer 303 und Oec Frau insgesamt dreizehn M es s e r sti ch e,.fast-ausschließlich schwerer Natur, in den Rücken, -Oberarnl und Wange versetzte. Die Erhebungen ergaben, daß Hofmänn, der mit seiner Gattin sich im Scheidungsver.fa-hren 'befinde^,, betrunken nach Haufe gekommen itst, und in diesem Zustande sie, die <*m gestrigen Tage bei ihre-m RechtSänwölt gswescn - war, gefragt hat, ob sie von der Trennmrg.'ter Ehe abstehen wolle, was die Frau offenbar äbac'lehnt hat. Dann war die Frau zu Bett gegangen und der Mann hatte sich einige Zeit in der K-üche zu schaffen'gemacht. Die Frau -war schon eingeschlafcn, als sie plötzlich die gegen ihren Rücken von de-m Gatten geführten Stiche wahrnähm. Hofmann, der das hlu« trge Messer, nach der Tat in der Küche wdgjge-worsen.hatte, flüchtete, hat sich aber gegen 2- Uhr früh im PoUgeigesangon« hauS gestellt. . i :' .; •(Irin brauchbares Mittel göije» die Tßermrälerei.. Wn. pnr kurzem zwischen dem -Wiener Tierschutzverein und der- Polizeidirettion g-eschlossenec- Sl'bfommen erscheint geeignet, vielen - Tierguälereien ein Eu'te .zu börciten.'Wer Tierschutzverein beschäftigt sich seit Jabrew mit der Frage, wie die Z-uMywe in den steilen und m, Winter mit Gla-tteiS überzogenen; Straßen ‘ vor -Ueberlastungen und MißtzandliiNgen zu , schützen. Nach-dem nunmehr adgeschlosicnen- Uebereinfornmetz,; erhalten die.Sicherheitswachleute einen Mock. Wenn'nÄ eist i Kutjsckcr mit seinem Geispann, einem^ stcckengeblieibenen'''Ästigen Vorspann leistet, erhält er vom Wachebcam-ten'einest Ä» schnitt des Blocks, den er an der Kasse des TiebschutzvereineS präsentieren kann. Er bekommt dort für «inen jedesimaligen - Vorspann drei Schilling auSbezahlt. , * Zirkus Adolfi. Seit dem Bestandes des modernen Zirstls!« chrogrammes vildcn stets die Vorführungen hochgezogener Masfepscrde den Mittelpunkt der Darbietungen. In'dem Ensemble - -des Direktors Adolfi, der am 16. -Oktober im Gebäude des Zirkus Renz seine Vorstellungen eröffnet, werden in-reicher - Vterrge sehenswerte Pferdenmnmern geboten. Da ist vor. allem - Direktor Adolfi selbst mit seiner unerreichten Leistrmg der fünfzehn Vollblutrappen. die er in Freibeitsdrcssnren vorführt. Ms Srbulreiter wurde der'Holländer Wilhelm -Hetzer - gewonnen' , rvelcher derzeit die Kunst ferner 4 Vollblutpferde und seine eigel nen Reitkünste in der Manege zeigt, Die. Schwedin. Karin Hassel - ivird mit ihrer Gruppe schwedischer 'Hengste zum ersten Maleauf dein Kontinent' debütieren, und eine sehenswerte Nummer wird die tollkühne Tscheckessenreiterin Lilly^Strapatoff mit ihren - Steppenpferden bieten. . 'Weiße Löwen, blaue Gorillas. Ans P a ri S wirv borich« . rer:. Der französische Lbeisst Fenn, der -an der Spitze einer Expedition die noch unbekannten Gebiete von Belgisch-^ongo näch noch unbekannten-Tieren dnrchfovscht, -hat am 'Kipu-See i eine neue LÄvenart gefunden, die ein weißes Fell be--' . sitzt und ähnlich gezeichnet ist,i.wie der Lüopard. Dry Expcidil tian forschst nutz nach einem anderen urepfwürdiston-Werl dtts noch den Schi-ld.erungen der iEingehorsnen- -ein Mitfeldistg zyrs- . scheu dem Nilpferd und dem Rhinozeros bildet, das'aber-be- - deutend größer fein soll, als das Nilpferd. In dieser' Gegend ■ soll auch der sogenannte^ blaue G o r i.l la vowÄmmeni dessen man bis jetzt noch nicht habhaft werden konnte: : * Die Beschuldigungen gegen den Rabbiner von Rädymrro^' -Wir haben bereits mehrfach üver die Befrlmtdiaungen berichtet, die von feiten einer in New?1ork ansässigen pnd jetzt in'Polen weilenden Frau Rubin gegen den RÄbbiner Spira in 'Radymno erhoben wurden. Wie uns von vertrauenswürdiger' Seite üntest voller Namensnennung versichert wird, war diese Frau , angeblich - schön vor eimgen Jahren in eine ähnliche Angelegenheit ver« -wickelt, die im Bad Minica .spielte. Die jetzige. Wäre'/wird in' Kürze' die zuständigen Gerichte besschäffigeni Me Vertretung bei Rabbiners Spira hat der bekannte Verteidiger Steigers Doktor Landau in Przemyfl übernommen.,- - - Entscheiden Sie sich und kommen Siel I BOcherschwammc i BuchhandlunäR.lOWlT I Wien, Rotenturmstr. 92 I»»W«V«