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Wiener Morgenzeitung · 1926-09-30 · Heft 2728 (30.9.1926) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2728 (30.9.1926)
Date
1926-09-30
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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SM >*■«..»■■1 ...... -. .. ...... ~- in «mecifo füt AeitnqMnseenie »usgegebenwwd. Mach eimr GtatM, vis bk „<Sfjfoa$o TrKmue" veröffentlicht, gKer i« den Vereinigten Staaten 99 große Firmen,-von de« «es jüde jährlich erne havbc Million Dollar und mehr für In« sevate «rnhgWt. Un erster Stelle steht Ford mit Aß Millionen, «r zweiter Stelle Sttrdclbaier mit 2,8 Millionen Dollar. Der Jvtfer<rte»etat vqn zwei großen T<rkxrffitmren beläuft sich <räf ilk»Lr vsier MiNiaiccn Dollar. Insgesamt hoben diase 99 Firmen für Anzeigen m Zeitungen über 56 Millionen Dollar MLSgLgetben, für Anzeigen in Zeitschriften 46 Millionen. Bei .her'letzten Zohl' sioid o«ber mrr die 96 wichtigsten Magazine berücksichtigt, fodaß chff die einzelne Zeitschrift die stattliche tDlttmne. von 1,4 Millionen Dollar kommt. * Eine neue Blindenbibliothe? in. London. Eine große Blrnve«büch«rei. die Nstionalbiüliothek für Blinde, tvird demnächst in London eröffnet werden. Sie ist mit einem Kostenaufwand von.1 Million Mark errichtet und umfaßt über 100.000 Bände, die mehr als 26.000 Tonnen wiegen. Jeder Band wiegt etwa 5 Pfund, und die Bücher werde» über die ganze Welt hin cmsgeliehen. Es sind alle Zweige der Literatur vertreten, und auch die Abteilung der fremdsprachlichen Werke fft bedeLtend. Die meisten Bücher sind in verkürzter Brailleschrift hergestellt. Die Bibel mnfaßt 38 Bände, die 190 Pfund tviegery der ganze Shakespeare 46 Bände. * Die ersten Briefumschläge. Briefumschläge waren nicht immer wie heute eine Selbstverständlichkeit. Unsere Großvater z. B. falteten die Briefe einfach, siegelten sic und schrieben die Adresse' auf einen freien Raum, den sie cigctts dafür gelassen, hatten. Briefumschläge sind, aller Berntu« ürng nach, eine Erfindung des Briahtoner Buchhändlers S. St. B r e w e r.. Er pflegte in fern Schaufenster eine Menge Schreibpapier .zu legen, welches er zu einer Pyramide M-ichtetc. Damit er seiner Pyramide die notwendige Sp «itze geben / konnte, schnitt er schmale Karten. Bald zeigte sich bet den . Frauen eine lebhafte Sympathie für die schmälste« Bogen und der Brtghtbncr Buchhändler fand großen Ab« satz, Mit der Zeit aber wiGde das Briefpapier so schmal, daß es schlottrig ward, gemigend Raum für die Adresse fretznvekommen? . M. Brewer suchte nach einem Ausweg und siehe da, er bot sich ihm in der Erfindims ches Briefumschlages, welcher sich bald einer großen Beliebtheit bei der modernen Frau,erfreute und heute allgemein Verwendet mti> unentbehrlich ist/ ' . * Die Meisterschaft der „größten Schreier". Ein merkwürdiger Wettbewerb findetdieser Tage zu P e w sev in.der englischen Graffchaft Wiltfhire fin Rahmen eines Wohltätigkeitsfestes zum Besten, des Grafschafts-Kranken Hauses statt. An dem Wettbewerb sind 24 öffentliche Ämsrufer beteiligt, die aus den verschiedenen. Grafsrlxlflettnach Pemsey gekommen sind,-um'dort um de» Medsterschaststilel zii'konkurrieren. Der derzeitige Inhaber des Meistevsck-aftstitcls ist ein gewisser Thomas Go mer, der in Äbertricuvr seines Aintes als städtischer Ausrufer waltet. Seine gefährlichsten Gegner sind' die. beiden früheren Träger des Mcisterschuftstitels.nnd ein gewisser James Cox aus Burnham pn Sea, dem der Ruf voräusgeht, daß seine Stentorstimme.über eine Entfernung vomüeben Meilen z» -hören sei. Der Kampf soll durch einen Bortrag über die Kunst des Ausrufcns beschlossen werden unter gleichzeitiger Borführung der besten Leistungen, .die durch Rundfunk im Lande verbreitet'^vird. Bei dieser.Gelegenheit wirw auch bekannt, daß in der guten Ssadt Malincskmry das Amt des Ausrufers seit 150 Jahren in derselben Familie von Vater ans. den Sohn vererbt wird. * Der Affe am Fahrkartenschalter. Aus London wird berichtet/: Ein großer.Menschenaffe, der.sich auf dem Transport von einer Meuggeste zu. einer. anderen befand.und..'in seinem Mffg im eiücr-Station, 'wö er nmgcladen ivcrdcn sollte, im Diensttaimc des Bahnhofes nntergcbracht wurde, hat seinen Käfig, zertrümmert, den diensthabenden Beamten' vom Bi Ille tisch al t e r vertrieben, an dem Schälterfenster Platz gcnrmr-. me.n.Md jedem/Reisenden, der ahnungslos vor das Fenster trat, dutzendweise Billetts und Kupfermünzen ins' Gesicht geschleudert. ' :■' ''' ^'Das grüßte ZeituNgSarchiv der Welt. Schon seit den Aniängest des ' englischen.Zeitünaswefens -wirdein Exemplar von jeder auf den britischem Inseln erscheinenden Zeitung im Britischen Museum aufbclvährt.'' Die Räume konnten aber mit der imnrer amvachfeüd'en Flut der Zeitungen keinen Schritt halten,' und-so schuf man für sie ein .eigenes Mnsemn,das.den Namen „Das Repositorinm" erhielt. Das Museum ist mm fast voll, und so hcft man denn in London ein riesiges Lagerhaus eingerichtet, oas das größte Zeitungsarchiv der Welt darstellt. Alle Zeitungen, dje nach Hendon kommen, bleiben vorher einige Monate ün den Archiven des Britischen Museums, werden dünn gebunden .und aus Lastkraftwagen nach Hendon befördert. Nur die- Londpner Zeitungen werden im Museum selbst anfbewährt. Es. : sind., ganze-- Tonne,nlädungon. die allmonatlich dahin - befördert. - werben.-und.Millionen über Millionen von ZestüogSnmmnern/ werden hier in-den/mächtigchi- .feuersicheren. Räumen' Verstaut. Die. meisten von ' ihnen/-tchzlrrn hier'- mrgelese->ll; aber bisweilenverlangt ein-Gelehrter den Jahrgang, irgendeines' verschollenen Lokalblättchens aus sernrr.L.ei.^.Ufld dieses, wird....ihm dmmproMpt^Kn Hendon aus nach dem Lesesaäl des Brstjscheu' MüsrrmrS geliefert. . ' ' ' . > 'L-- Palästinawein«. Die Alte-Löweu-Apoiheke, Wim, 8. Bez.. . Jofefstqdterstvaße', 26/ - teilt uns mit, daß sieüber vielfachen ' Wunsch nun auch Koscher-Palästina>veine führt/ welche unter: streng ritueller Aufsicht einer bekannten rabbirnscljen Autorität reffrÜL. werden. . - > ' . . Äereim, BortrSge uad Bersammlnuzeu. Lütesekürsc für Schwerhörige und Taube zur EolLvnu'Ug de» SMefcys dxr Laz.ltzsprache vom Munde: 1. In der. Wiener Ura«i-g. .Mnschreitzüirgen täglich im' Uraniagebäube.) Be-' gii«i iOktover,'.' ü—8 Uhr abends. 2: Im V oLksb ildungSverein, H..Bezirk. Stobergaß'e 13—15. (Gm'schrei-- /b»i«Mn . täglich von 6—0 Uhr aiberöss.) Beginn am-6. Dttckber, 7-^0 Uhr abends'. 3. Im Lehrerha«sver tin, 8,: Wchir>k, . '(Emschvoib«nge»r »uw Beginn,-. -1. Siioge, HMbffpck, Leis^znnmcer, am 7. Oktober. 147—^0 Uhr abends.) NeuerÜffnung der hebräischen Schule. Iw 2, Bezirk Die zionistische i Bezirtsfoiktion Leopvödstaidt/ -girlknSgässe-' 33, gtzbt kurch, daß die Eiüffchreidungen in die »oledereröfifnetv hebräische SMkle füik' Kintzar mch. Envgchsene täglich mit -.-Wlsnahme .vo»' Gä-mStag: -uckd'Fei^Äoigdn von '4—6' Uhr nachmittags und von 7—9 Uhr abends vorgeuomruen werden. Um allen Kveffen die Möglichkeit-a«,- U-nter-vicht teilzunehmen, an geben, wurde das Sckmigeid mit rcur 2.60 Schilling se^tgescht. , Die Jüdische B.oWibstvthek .eröffnet am 16. Oktober hchstWche Kursejsür- Anfänger- und Fvrtgeschrittetre. Anmeldungen fatofttt Dieivstag und Donnerstag beim BMiothekar von 6—8 Uhr abeirds.,-^ ... . .. t , . ( Abeudkursel auf hebräischen - PaKl^soginm. - Auch' Heuer werden mn-.hebcäjfchert Pädagogium, l. Bezirk, Drahtgasse.4, ZhMe für -hedraistb-Sprache und Literatur für- Anisirpger und Fortgeschrittene eröffnet. Die Zdnrse stehen »mwr Lei- - . r | I- I \ \ 1 : 1 - -r,;5^ «Wataattipi? im inng des Herrn Dr. BstenbanM. KmAellnrngen - an das Sskre« tariat» 1.. Bezirk, Drahtgaß«.. 4 oder mündlich jede« Dienstag ,mb DonsterStag vorinittags. „Jüdische Kinderfreunde." Ter Betrieb ln den Heimstätten, 2. Bezirk, Obere Donaustraße 91 und. 16. Bezirk, Wur« litzergaste 11 (für schuvMichtige Kinder - beÄrarlci Geischlechter, im- Älter van 7—14 Jahren) sowie in denhebräischen Kinder« gärttzst,' 2. BeziNk, Obere Donaustraße M, Prater. 05. (Kinder im Alter'von 3—7 iJcchren) beginnt am Montag. Einschreibungen im Sekretariat«,-2.'Bezirk, »Obere Donairstraße 91, sowie in hon betreffenden Heftnistätten Uüd.' Klndergärlen bis spätestens 16. Oktober. Stcrnabendc im Oktober. Professor IThoMas hält an jedem voEommen Karen SmnStag des Oktober anf de.M Som« merheidenweg populär« Vorträge. ' Mrf'anuniung'.-jedesmal halb 8 Uhr in Pötzleinsdoof, Elche der 41er. Linie. Schluß 0 Uhr/'<Ä>tnStag: 'Erste Einführung «nd ß,Der altarabUche Sternenhimmol". Zionistische Sektion ZnnscheNbkücken. Samstag, VS Uhr abends, in Mosers Saal, 20. Bezink, Dresdnerstrahe 51, Ma sse nve r sa mm l u ng.' Sprechen werden die Herren Ob.« Ing. Robert -S t r i ck e r über/ Judentum «nd Zionisinus'' und Dr. N. M. Geltb-erMer ^Jüdilsche Erziehung". Bühne und Kunst. 2rti »ortrikge Marti« Buberr l« Wie». /' ' Als Aast AnttAchmcheS.: Wie wir bereits mitteiltest, wurde Dr.. Martin Büber vom Kulturbund (Bereinigung.für kulturelle' Zusamnmnarbest) cingeladen, in Wien -enwn Zyklus von Vorträgen -zu halten. Die Vortragsreihe umfaßt drei Abende nnd folgende Themen: ^Leben wir in der Wirklichkeit?^ (2. -Oktober),-„Gandhis R.nf an dgs Abendland" (4. Oktober) und „D er heut iigvc Mensch u tti» d ie Bnb«k" (7. Dkwber). ' Martin Buber, jüdische Denker «Kd Dichter, hat durch 'sein Werk.^international . Bedeutung erlangt. AU Bubers Schaffen bewährt sich die Erkenntnis, daß der KulturMenschlheil . dient,/ wer in - reipem, ' Ursprünglichem/ Srnye des Wortes.dsm Jvdeutunw.^dient.-Seine Erforschung des .Chassidismus und poetische Mugestaltung der chassidischen Legende haben das Kulturgut der Allgemeinheit biifpeichert, als Religionsphilosoph steht er mit den führenden Geistern anderer Völker', in' lebendiger Fühlung, sein wesenhafter Stil nimmt ' im . deutschen Schrifttum einen hohen Rang ein. Die jüngste Periode/seines Schaffens gilt der Verdeutschung der Bibel. Diese neue liebertragung der Bibel aus dem Urtext m die deutsche Sprache/» die Buber gemeinsam urit Franz Rosen z^we i g unternimmt, soll 20 Bande, umfasse«. Die ersten zwei Bände, Genesis" und „Schrift", -lieg«r. bereits vor und habest-, fr* der wissenschaftlichen und ‘ literarischen Welt die Auf«. merksamke.it auf diese, neue' BibetübLrsetzün'g gelenkt. Martin Buber ist auch hi»r ausgezeichttetrr Sprecher, der durch Pers-onlichkeit ulid^Kunst.de?.Vortrages seine Hörerschasr zu " . ' «Um DCB'; Bur gt h e-a.t« r. 148 Ähr, .D-e'r ewige ^üng.tiug".- —Dienstag ^Ke-«ster?'.. Mttwoch .«Der pünge Aar". . > ■' Aka d e m ie pHe a t e ii Freitag, Uhr,: „M ä tz-e l..v 0 st -he n tc"; — Di«nstag VDic Durchgän ger i-n".; Mtstvoch, zum ersten Mme, „Daß grobe - Hemd*, vchi- Ka-r-lmeüs.' p-.- /•'/> , : *' ' Op e rnt-He-a-t-e r.-'-Movgen' 7 Uhr «Die - tote S t wd't-".' K a-m me r^spieke. Lenaus „Füu-st", dessen Premiere gestern stattfattd, bleibt täglich, aus dem Spielplon. Vorbereitung-Henri Kiste.n.Mae-kers. „Die Nacht rst unser".. Regie: Prof. Dr. Robert Lohan. . . Theater in der Josefst'aht. Bis einfch'lietzbich Sonn-' tag..den.-3. Oktober täglich abends %8 llhr „Fannys e rst e s S t ü ck"/,.. :.// > . . . . De/u.tsches B-olksth eat-er. - Freitag .und Samstag, 8 Nh'r,"/,-Die Schule der H-o/kotden". mit Leopoldine Konst« n t'i tC-“ '• 1-. ' ' '" . ' . R a i m u n d t h e a t e r. Sonntag Nachmittag zum letzten Male „Rotkäppchen. — Samstag, den 9. und Sonntag, den 10. Oktober,neu:.. „D e r S t -r u wsI7P.ek-er" mit einer Dallvtt- PantälstiMe .als'Einlage.' /. / “ : Reue EMmnitstlwd^r'hsk.Öper^' Der Bundesminister für’ Unterrichi: hat dw' KlmristMäst^ Mch«d M a y.r. und. Asircd P.r c cto&itT'W Vch r/en rp f e d e r st der Stachsvper ernannt. '.^ / - .- --- ' "‘y/-. .. Tschechtslhes L/tpemgdsispiel *« Wien. Dos O t m ü tz c. r Die Oper^Fe n Ü'fa" von',Jänäcek'wipd'.D/ienstag den'5. Ok rober /Mn erstenmal .in Wien iw tschechischer Sprache gegeben,- Das.diesjährige Baffermann-Gastspiel im Deutschen Bolkdtheater. Alhert B a s.s e r in a .n n beginnt: am 7. . Oktober., sein diesjährigeß Gastspiel in der Komödre „College Cramp-.' i 0 n". .Dann folgt am-16..- Oktober Goethes „E. g m 0 n t" mit der vollständige,: Musik von Beethoven, am 20. Oktober spielen. Else .und AlbertrBasserrnarm-.in.Ibsens - „SB il.de »t e". > Die Hed-lvig verkörpert Margarete-Koeppke,'Als UrcmffiL,rung eines, österreichischen Autors reiht/sich am- 30. Oktober mit Basiermann in. der Hauisttolle die' Komödie s -T ag e s" von Hans - Bardach-Chjrmlberg . an. - - - •; - - Ei» Theaterskandal bei Schuitzlors -,Ä«ätvl7, Aus der eng- . tischen Hafenstadt Hüll wird. beMM, daß: die-Äufführunü dpr „Auatol"-sStücke von Artur S ch n s tz l e r, die sin dort bestehender.'Theaterkluh aus deii ' LWen 'Gesellsch'aftskreisett der Stadt veranstaltet hafte. zu/bipM Mec^erflanddl führte. Eme-Ansayl' von: Dgmestverlieben MdM Ausdruck der Ernpörun«' de» ZuschaiiervLum, und' die AüsfUrung könnte infolge des lelchaf-" ten «Pei-nuMstHdlhrSiWLxham beS..POlMmD um WW- -zu Ende geMrtwerdem Gs>-tvi vd «cklärt, Laß' die - ^un«etz»Äwte - kontinentale Ätarosphäre* M Nückes dou de» wttblichen-Vu« schauern mrd sogar von MÄn UM-der Mnuer'-aks „M&w*' Apolls-Theater. Am 1. Oktober debütieren Säe' Haiwach« ans Kaum mtö Luia, die original hawaiiauffche Gehänge Tänze zu-m Vortrag bringen. Die „Wünvspbären" Joses DrekerS' werden in Wien ztün ersten Male vorgeffKrt, eise besondere Attraktion bildet das Auftreten - der SaMreiterin Madame Gauthier mit hrcm CHÜricston tangeinden Pfer^». Eine original Chinesen-Truppe des kaiserlichen HosteS Peking, die See-Hee Comp, bringen die Sitten cknd Gölbra«-- ckc. des fernen Ostens zur Darstellung. Hiebst Eomint noch efrA Auswahl komischer mternationaler - Attraktionen. Schalom Asch über feine neuen Arbeite». Schalvm-Asch, 8er wieder zu kurzem Aufenthalt, in Polen weilte Machte einem Mitarbeiter des Warschauer „Haint" Mitteilungen Mer seine neuen Arbeiten. In einem'Berliner Theater wird in der wm? mettben Saison ein neues Stück von Asch zur Urairffuhrung gelangen, über dessen Inhalt der Dichter sich-sehr zurückhaltend äußert. Bloß den Titel wolle er verraten: „R e.v ere n d Dr. Silber" oder „Die Macht der Schwachen". .Das Stück, wird ivährend des Winters auch in, einem Netvyorker Mischen Theater zur Aufführung' gelangen. Auch an einem neuen Roman arbeitet Asch. In diesem Roman will der Dichter den modernen Juden in der großen Welt zeichnen. „Der Dichter, der heute den Juden schildern will", sagte Asch,-„muß die ganze Welt sehen." Er sei dieser Vorbedingung durch seine Weltreise in den letzten Jahren nachgekommen. Amerikanische Literaturreklamr.' Amerika hat natürlich «ich auf dem Gebiet -der Verlagsreklame Spitzenilcistungen zU-verp zckchnLn. So dürfte als eine dir besten Buchreklamen folgende bezeichuct werden: -Ein Verleger.ließ auf dvs-r neuen-Buch emer '.brannten Schriftstellerin den. Kopf dieser Danre - abbilden und schrieb däruntet: „Sie'verzichtet'quf 40,000 Dollars, die ein anderer Verleger ihr bot, um diesen Roinan ist sein Magazin zu ihekommen. Sie-'wollte-abernicht' in einem- Magazin gedruckt sein, sondern blieb, ihrem-alten Verleger treu und will ihr«*- Roman'nur in Buchform., gedruckt sehen," —Das / Buch erklomm eine fabelhafte Verlagsziffer. — Daß auch die unglücklichster Ereignisse reklametechnisch -ausgetvertet werden köninen, zerÄ das Beispiel eines Buchhändlers aus Santa Barbara/ dessen Laden bei. einem Erdbeben, völlig zerstört worden war. Gr ließ in-de« Zeitungen die zerstörte Front seines Ladens publizivren. „Ttohdem", so-stand unter dem Bild zu lesen, „blüht mein Geschäft wie bisher. Denn'düs Innere dü: Ladens geigt eist weit angenehmeres Gesicht' als die oben aügebildcte - Außenseite. Bücher zerbrechen nicht, so.leicht, wie Häuser, sie.stehen immer -noch .nr Reih und. Wied und.bieten dem Knuden alles, was er H0K77 will." —- Der sindige Dkamr hatte Erfolg mit dieser-Reklatzi Las UkteU im Warschauer BaffrmDmB. Warschau, 27. September. Heute fand vor dpm Hiesigen Standgericht dieBeichandlung gegen' eisten -Deilstehmee an dem vor kurzem erfolgten Ileberfall' auf die WeHselstWe^ in der Niecalastraße,' den 2HWrigen Jnr'iste« LmeraN" Sw«' boklicki statt. Ter Angeblagte wurde zü lebeipSkmiMch«»'' Kerker verurteilt. r; rrTCi-i«? „ - Don einem Wiener Dienstnmnu, dem ein „führ verneh« meS nnd reiches Fräulein" zuletzt doch teuer zu stehe« kg«. Auf Grund einer von. dem Prof. Eugen Br«f-at» erstat«'■ ' teten Anzeige, -war gestern der b^jahrige-Dienstmann/Johamr' Kotgatzne r beim Stbasbezirksgerichte i 'wegen Pffeistrsi« berei angeklagt. Prüf. Brossard hatte bei der Wirtschaftspoli- »'« zur Anzeige gebracht,- 4>c»ß seine Nichte - e&i 16. März dem Dierrstmannc ein Paket im Gswichte von 'höchstens ftzrff Ki« lograanm mit:dem Anträge übevgÄben. habe».-es von. dey M-a» riahilferstratze. beim Hotel -Kummer...in die. Gack>grübes tz«»' Ostbahnhofes.zu tragen. Der Dienstmann kam dem Auffaagie.! nach und verlangte.'für diese'Dienstleistung. einen B 'e-ür ag,' v.wn 12-S., der nach der Ansicht'des Anzeigers geradezu «Gpr-! üit-ant war., Die Preisprüftmgsstell'e-hatte ein Gutachten' er« stattet,' in welchem der perlaugte Press als .offenbar, Wermästig, bezeichnet und cm Betrag von 4 Schilling 20 GrasHeu für die''genäA-nte Dienstleistung als a,gemessen vezeiMef. Würde.-' Die 'Preisptüfu-n^stelle' ging' vonder. Berechsiunig ans, daß -der. Wicnstnm-nn,-tvenn -er die genannte Strecke, die er/'aUigab, - zu Fuß.zurückgelegt hatte,'. drei, Stu-nhen. .für.die-' sc'.n Doteügang .gebraucht habe und daß pro Stunde -erst -' He« -.- trag von 1 Schilling 40 Groschen giefordert Iverden könNe./- Jm>La,ffe vel'' Verfahrens war über Antra' der StaatsaU- ' .' /walffchast seitens, des Gerichtes an öen Magistrat, eine. An-> frage, beziiglich eines , eventuellen Dicnstananntarifes gerichtet worden. Die Auskunft des Magistrates lautete hohin, daß für- Leistüngen beim Wiener Dienstmanngewerbe ein Maximal» llarif derzeit -,sicht bestehe. Der Angelklagte.selbst erklärte, daßer 12 Schilling -verlgngit.-haLe,..weiL/-däs...H'akgt..'.daS"Hm das Fräulein übergab, mindestens 1-5 Kilogramm gewogen habe runiö er zu Fuß gehen Mußte,-Er-habe-übrigens-ine-hr als sonst verlangt, weil . das .Fräuft'i-n, welches?ihm Har - PM-t übergeben habe,, sehr e-le.ga nt wqx'.nud .er geglaMt. hahe, daß-.es. ein sehr v 0 r it c fj m.e'-s unV r «i Ä, c s. FrLulst'n .sei., Der.. Richter verurteilte, den ÄntzkAagiten wegen P r e i tz-t r-Hst. b e r e i zu einer Ge-Wstrafevon 6- Schilling, evsnsijell. zwölf Stunden Arrsst. — (Im Hiubkck auf d^rS sehr .ziprstehme und reiche Fräulein" wollte sich der ,/rus-sterbende" Dionsttnann. ä»rch.einmal.eine«' guten'Tag «rächen.. Z Mk "mutz'''der' flriste". seinen Berdieust mit dem Gericht-teilen.) ' - --- Die Beivegung der Rechtsanwaltsanwärter. In d<r ge«' ftern stattigeftlnideuen AuSschnWtzung des Vereines oer'RechtSanwaftsanwärt-er »vnrde. zunächst , zu der abichn-eudeu Haltung der AmvalMammern 'in der - Frage ' der iPra-xisaMr« zung' Stellrkng genommen.. Der. Ausschuß hat deu.- DesWff; gefaßt, ungeachtet Ws Widerstandes den dm Anwalt^wMWern der Einhelligen -Forderung der gesamten^ Anwarteischaft - Oeste/rrci.chs .nach ANküvzuny; der 7f"hmisten ^hirberoHÜngS- Praxis entgegensetzen, nicht früher cchzulasser^ 'bis nicht, auchin Oesterreich die B'orbereit.ung^it.in"Fercher Wetz'eDie in allen Staaten West» und Mllteleur-apaS geregelt ist. Ist keinem-dieser-Staaten besteht'eine -längere als fün/f-DhUise Pvr» ' bexeifrlnMeit, in Deutschland sogar nut eine- - hyvqShMe. Schließlich hat der Ausschuß -den Beschluß gefaßt, die Kirche» ziehn-ml iu die P-cusionSversicherrtN>g. . unter allen. ^NmstWwN abzulehnen unddiesen Beschluß -dom llNterapssch^ö fftr so. . ziale .Verwaltung'des Natiomstvates zür KstrnMW Mbti»« gsn,. : , .''-' , st/ empsirndest tooieÄm.fei. Pqckuaa $ SÖTtrnwK mrv f<mT«t»uurkn chipfohle». / - HM''. - "!

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