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Wiener Morgenzeitung · 1926-09-26 · Heft 2725 (26.9.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2725 (26.9.1926)
Date
1926-09-26
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Ctf!« B SSfett. S»mrt«3 Hm>dgra»ateawersea. der vSUische Short. Mit großer Mühe und mit Selbstverleugnung der Unterhakdler ist in Genf so etwas wie eine „friedliche Atmosphäre" geschaffen worden. Angeblich auch ohne Hinterhältigkeit, wobei St res ema nn das Versprechen gab, bei sich zuhause wenigstens die Revanchepropaganda abzustellen. Waren die Zusagen Stresemanns ehrlich gemeint, so hat er jedenfalls seine Rechnung ohne die nationalistischen Kriegshetzer gemacht. Diese halten unbekümmert um Gens und Stresemann und unbesorgt um den Weltfrieden flott und munter ganz offen ihre Kriegsü-buirgen ab. Sie kleiden sie bloß in sogenannte Sportkämpse. So gibt der „Völkische Beobachter" über die jüngst in Freiburg, in Sachsen, abgehaltenen völkischen Sportkämpfe einen enthusiastischen Bericht, in dem es unter anderem heißt: „Schöne Leistungen wurden im Handgranatenwerfen erzielt, der Sieger erreichte 55,32 Meter, und im Jngendwettbewerb wurden 48,30 Meter erreicht . . . Nach Beendigung der Vorführungen fand im „Schützenhaus" Siegerverkünoung und Preisverteckung statt. Unter zahlreich cingegangeneu Preisen ist besonders zu erwähnen eine Prachtausgabe von „Mein Kamps" mit der eigenhändigen Widmung Adolf Hitlers: „Nur in der Einheit von klarem Geist und schönstem Körper liegt für den Menschen das Recht, sich Ebenbilder des Herrn zu rvennen." ..." Was das Ebenbild betrifft, so werden diese Burschen, die sich im Handgranatenschleudern „ertüchtigen", bei solchem Geist höchstens Ebenbilder ihres Hitler werden können. Aber wozu üben diese jungen Leute das Handgranatenwerfen? Fiir den Krieg mit dem „Feind" doch nicht, denn im ernsten Krieg versagt doch diese Sippe. Soll es vielleicht wieder gegen den „inneren Feind" gehen? Jas besoffene „Spser der jüdischen Feme." In Frankfurt a. M. wurde, wie gemeldet, vor einiger Zeit der Artist L i p p o l d, einer der Führer der hakenkreuzlerischen Verbände in Frankfurt, am Gutenberg- Denkmal schwer verletzt aufgefunden. Er starb gleich nach ferner Einlieserung ins Spital. Seme Begleiter gaben bei der Polizei an, daß L i p p o I d das Opfer eines Ueberfalles geworden sei. Tie vaterländischen Verbände benützten sein Leichenbegängnis zu einer gefährlichen antisemitischen Propaganda und die völkischen Blätter beklagten L i p p o l d als „Opfer einer jüdischen Feme". Die nun abgeschlossenen polizeilichen Nachforschungen haben, wie uns aus Frankfurt berichtet wird, einwandfrei festgestellt, daß Lippold nicht einer Mischen oder einer anderen Feme, sondern dem übermäßigen Alkoholgenuß zum Opfer gefallen ist. Wie sich nämlich herausstellt, war Lippold an jenem Abend so sternhagelvoll besoffen, daß er auf Grund einer Wette das Gutenbcrg-Dcnkmal erkletterte, von dem er abgestürzt ist. Jer Mord an rer „ro<en Tuff". Ein Hechstapkerpaar der Tat verdächtig. 'ema Budapest wird gemeldet: Die Gendarmerie von L u >u a s ö l d v a r verhaftete 'gestern heu Hochstapler Karl Mika und dessen Fran und brachte das Paar unter Eskorte nach Budapest. Mika steht unter deul dringenden Verdacht, der Mörder Xr Prostituierten Susanne Köhler, genannt die „rote Su.fi" zu ,'ein, die vor einigen Monaten in ihrer Brkdapester Wohnung erdrosselt aufgefunden wurde. Mika gab sich als RadioIngenieur aus und verkchasfte sich so Eintritt in Wohnungen, die er mit seiner Frau, Mährend die beiden scheinbar den Radioapparat montierten, aus-; u p l ü n-d e r n pflegte. Am Tage der Ermordung der Köhler befand sich Mika in Gödöllö, in der Wohnung eines Staatsbeamten. Er verließ Gödöllö am Abend und fuhr nach Budapest, um, wie er sagte, Radicbestandteile emzukaufen. Nach zwei Tagen kehrre er nach Gödöllö zurück und machte sich dem Staatsbeamten )adurch verdächtig, daß er in maßlose Erregung geriet, als er in reu Zeitungen von der Auffindung der Leiche der ermordeten prostituierten las. Unmittelbar daraus verschwand Milka aus Gödöllö. Ter Staatsbeamte erstattete die Anzeige, und die Polizei leitete die Nachforschungen nach Mkka und seiner zugleich mit ihm verschwundenen Frau ein, die jedoch monatelang erfolglos blieben. Nun wurde Mika in Dunaföldvar ftstgenommen. Argentinien als Auswanderungsland. Vorgestern abends sprach iu der Urania der Vizepräsident öes Danubian Lloyd, Herr M a h e r h o f e r über Argentinien und feine Bedeutung als Auswanderurigsland mit besonderer Berücksichtigung der österreichischen Verhältnisse und des österreichischen Auswanderers.. Argentinien, dessen Bevölkerung neuneinhälb Millionen Manschen Mit und zu 50 Prozent aus Italienern, zu 33 Prozent aus Spaniern und zu 17 Prozent aus verschiedenen anderen Völkern bcstcht, kann eigentlich in zwei Teile vom Gesichtspunkt der JnmugrationsfähiFeit eingetM werden.. In die Randgebiet«, das llhako, in dem schon bisher zahlreiche Kolonisierungsversuche unternommen wurden. Diese Gebiete müssen unter den schwersten Lebensbedingungen für die Landwirtschaft gewonnen werden, obwohl sie frnchrbar sind und bei einer intensiven Bebauung sicherlich reichen Krntcsogen bringen würden. Die Gebiete leiden aber sehr stark unter oer Heuschreckenplage und erfordern auch sonst vom Einwanderer große Anstrengungen, Ausdauer und eiste immense Arkitskraft, der der österreichische Bauer nicht gewachsen ist. Das riesige Territorium in der Mitte des Landes, rings um die luxuriöse Hanplstadt Buenos Aires, die allein 2,300.000 EiMvohner Mt, ist nicht parzelliert und gehört nur einer kleinen Schar (zirka 850) feudaler Grundbesitzer, die bisher große Gewinne aus der llichzucht zogen. Sie veickaufen ihre Güter nur sehr seiten, so daß tiefes Land für einen kleinen Siedler kaum in Betracht kommt. Die kinzige Möglichkeit, bisse großen Landstrecken für KolonisierungsMecke zu erobern, wäre die Schaffung von großen Siedlergenossenschaften, die den Bcben den Grundbesitzern, die in der letzten Zeit infolge der siiekenden Fleischpreise und die geringere Rentabilität der Viehzucht eher zu einer Veräußerung geneigt sind, abkaufen, sie parzellieren Wienev Mvrftenzeilimg . 86, September 1929 Nr. 2788 und an Kleinsiedler äbgebeu. Die argentinische Regierung hat solchen 'SiedlergenossenschaftLn ihre Unterstützung zugesichert, unter der Bedingung, daß sie di« von der Regierung gebilligt«,, Kolonisierungsgruudsätze beobachten. Zunl Schluß stellte Herr Mayerhofer vier Grundsätze für den Argen!inienauswanderer auf: 1. Vollkommene Gesundheit, insbesondere intakte Leber, Herz und Niere, 2. Kenntnis der spaniischen Spräche, 3. ein« Geldreserve für die Anfangszeit, bezw. für eine schwere Zeit bei Mißlingen eines ersten Versuches und 4. peinlichste Vorsicht bei allen Lanvkäufen, Geschäftsabschlüssen und Stellungsannahme (die Schwindler empfangen den Einwanderer schon am Schiff) und der feste Entschluß, in der ersten Zeit schwere Arbeit zu leisten, EuLchrungen durchzumachen und sich mit Geduld zu wappnen. „Jenseits ves Jordans." „Und zu den Stämmen Rüben, Gad und halb Menasse sprach Josua wie folgt: T«r Herr, euer Gott, gibt euch dieses Land . . So erzählt die Bibel von dem Lande „jenseits des Jordans", „im Aufgang der Sonne". Aus der Bibel stammt also der geographische Begriff des „Ostjordairlandes", der heute auch ein politischer Begriff geworden ist. Tort herrscht Emir Abdalla, ein Sohn ,Deiner Hafchimitifchen Majfftät", des von deir Engländern einst verhätkchelten, heule nach Ct)pern verbannten Exkönigs Hussei-n. etwa anderthalb Jahren mit dein 20jährigen Hilfsarbeiter Wüste; leicht ansteigend von der Wüste, erhebt es sich zu hohen Berggipfeln, deren Hänge nach Westen steil zum Jordantal herabfallen; die „Berge Moab" sind von Jerusalem aus sehr gut sichtbar. Die östlichen Teile des Landes sind unfruchtbar, aber dann kommen nach Westen hin zu beiden Seiten der Hedschasbahn grüne Weiden — die Weiden der Bedrrinenstämme Beni Sakr und Huweitat — und weiter gegen den Jordan zu die Weizen- und Gerst'nsclder der siedelnden arabischen Stämme und der tscherkessischen Ko'onien, welche die türkische Regierung hier nach dem russisch-türkischen Kriege angelegt hat. Das Land hat drei' Städtchen: Ammann, Sal: und Kerak. Ammann ist die Hauptstadt. Schon Davids Feldherr Joab kämpste um sie, damals, als er seinen Hauptmann Uria, den Hettiten, in den sicheren Tod schickie, auf Gcheiß 'feines kon»g.ich:n Herrn, der Urias Weib freien wollte. In römischer .Zeit war das kleine Städtchen eine Metropole: das weit, ausgedehnte, gut erhaltene Amphitheater zeugt, davon, daß hier einst eine stärke Garnison lag und Ammann eine Ostmark des römischen Reiches war gegen die wilden Stämme der Wüste im Osten. Im Westen ist dies auch heute noch die Funktion des Ostjv'.danlandes: GrenKvall. die "Wüste.-' Eine eusgezcichnete Militälstraße führt vorn Jordan nach-Ammann und verbündet die S:adt mit Jericho—Jern'a-ie.n.?.ft wenn i|t die Ha-»-, tslaiion der Hrdjchasbahn, -deren- Züge ithr dre mal Woche,.t sich nach Norden gegen Damaskus, und einmal in der Woche nach Süden, bis Mään, laufen sf;:ii '■ '■ \ - -—. li_.% .ii.r fc ~ _' Altersbeschwert»en - - - \ E nird < durch Rw d' 16£ c'T et k n/ öorgeb'eügt und' gellndeM Dar radiumhaltige, f r e 1 ' v e-r k au f l i ch e R a d , o I c l e r i n --rhält die Arterien elastich, e'8 bewirkt e'ne Verdünnung des Bluter, verhindert Kalka. logerungen in d n Blutgef ßen, befördert die Blutmkulation und erhält daher die unnerminderte Arberts- 'ähigkeit b's ins hohe Arier. Hauptdepot r Apoihele Bayer, Wien 1. Bezirk, Wollzeile 13. Das Land steht unter britischem Mandat. Die Be- 'timmungen des P-asäst'nam,:i).'.:es-gelten auch für das Ostjmdan- Emirat, mit- Ausnahme aller jener Verpflichtungen, welche England i'n bezug auf die Errichtung des Jüdischen Nationalheimes für W e st p a l ä st i n a übernommen hat. UnmittMar nach dem Weltkrieg stand das Land unter Herrschaft des Königs F e i s u l, auch eines Sohnes von Hussein, der von Daniaskus aus Syrien regierte; aber als Feisnl von den Franzosen vertrieben wurde, 5am das Ostjordanland unter die Herrschaft seines Bruders, Llbdallch, welcher inr Föbruar 1924 die Negierung übernahm. England 'verpflichtete' sich,' dem fEmir seineni jährlichen Zuschuß zu zahlen, der 1923—1924 150.000 Pfund Sterling betrug, aber schon im folgenden Jahre aus 00.000 Pfund Sterling chorabgvsetzl -wurde. Das Gesamtbudger des Enrirs betrug' 1924—25 368.000 Pfund Sterling, oon denen 20.000 Pfund ans die Zivilliste des Emirs, 8500 auf den -in Ammann residierenden britischen Repräsentanten entfallen. Den größten Posten im Budget niinmt die „arabische Legion" ein, bestchend' aus etwa 1000 arabischen , und tscherkessischen Soldaten untM ^britischem Kommando, welche die GreirZwacht gegen den Osten vevschrn. Tech hat jetzt Westpalästina für die Kosten der Erhaltung dieser Truppe dorr Betrag von 177.000 Pfund Sterling übernommen. Diese Schutztrnppe hat in Maan, a-nr Endpunkt der Hedschasbahn, eine drahtlose St-at-ion^ errichtet, welche mit den englischen Fliegertruppen in Antmann korrespondiert. Am 1. August 1924 brachte Liese Fliegertruppe den W a h a b i, tvel.'he gegen das Ostjordanl-and vorrückten, eine schwere sllie-derlage 'bei. In Anlinann wnrve 1921 oer Vater des Emirs, König Hussein, znm Kalifen ausgemfen. Sein Glück hat sich freilich bald gewendet und der Stern der Wahabi ging auf. Im November 1986 wurde durch Sir G. EI a y t o u -der Vertrag vo i Hadda zwischen dem Emir Abdallah und dem Feinde seines Vaters, dem Sultan Jbn Saild, zustande gebracht. („Prager Presse") Sie Esrogsrucht als Kurmittel. Wie „Haolam" berichtet, wurde die Zcderfrucht „Esrog" die lvahrerrd des La übhüt teufest es einen Gegenstand religiöser Uebllug bildet, in letzter Zeit voit Aerzten und Lebe-nsmittels-achvrrställdlgen auf ihre Nähr- und Heilkraft untersucht. Alle konrpetentell sachwisseuschaftlichen Faktoren kamen zu dem gleichelt Ergebnis, daß die Nähvkraft des Esrogs ein ganz enormer ist uub dieser eine Menge Substanzen enthält, deren hoher Heültvert iu bestinlmten Kranlheitsfällen allsgerlüht werdeil kann. So wird voll der ärztlichen Wissenschaft jetzt eine große Agitatioil für die Kultur dieser Pflanze cutmicfclt. Da Amerika und die meisten Länder Europas kein geignetes Minta für deil Esrogbaunt haben, so würden sich den wenigen Ländern,, die ihn züchten, zunächst Palästina, neue große Absatzgebiete eröffnen. Vier alle möglichen durchgemacht hat und trotz großer dlätischer Ent* behrungen keine Gewichtsabnahme erzielen konnte, versuche Or. Hoffbauers Entfettungslableiten} die vor allem keine Aenderung der gewohnten Lebensweise verlangen und in kürzester Zeit Gewichtsvi rminderune bewirken. —* Depot i Apotheke H. BAYiR, Wollxeife Nr. 13 Sie Juden im 8rak. Wir entnehmen einem Breicht über den Irak (Mesopotamien): Die Stadt Bagdad zählt 260.000 Einwohner, unter ihnen 181.000 Mohammedaner, 6 0.000 Juden, 16.000 Christen und 1000 anderer Konfessionen. Der Pvotzentsatz der Todesfälile war iil diesem Jahre unter -den Mohammedanern 26 Prozent, Juden 16 Prozent, Christen 25 Prozent. Die Gerichts- ' Höfe sind g-ei [Mid), cs existieren solche mohanMedanischer, jüdischer und christlicher Konfession. Die jüdischen und christlichen Gerichte in Bagdad entscheiden nur über Ehescheidung, Heirat, Mitgift Uild Unterhalt der Frau. Diese Gerichtshöfe' sind ' in das offizielle Gevichtsfystem nicht eingeschlossen, es bedarf einer Gesetzgebung, damit sie legalisiert werden und über die erwähnten Gegenstände, sowie über die Vermächtnisse und Atteste, soweit diese nicht notariell attestiert sind, rechtsgültig entscheiden sollen. Die einzelnen Konfessionen sorgen seWst für ihre Schu-- le n. Die großen jüdischen Klraben- und Mädchenschulen in Bagdad werden von ausländischen Körperschaften, wie Alliance Jsvaelite-und Jowifh Association, unterstützt. Diese Schulen sind die größten und höchststehenden im Lande. Der Bericht erwähnt die gute Verwaltung des jüdischen Elias-Hospitals in Bagdad mit 100 Betten, sonst wird der öffentliche Gesundheitsdienst von der Regierung besorgt, im Gegensatz zu Palästina, wo zwei .Drittel der nwdizinischon Einrichtungen von der jüdischen und der christlichen Gemeinschaft selbst unterhalten werden . nmssen. Der Bericht erwähnt auch mit Lob die Tätigkeit des Sir Sassim Haslail, eines Juden, der .mehrere Jahre Finanzminister des Irak war und erst vor kurzem von seinem Posten zurückgetreten ist; Helmspalkaffeuverficherung. .; Die Stabil-lsierung der österreichischen Wahrung hat es MÜ sich gebracht, daß der. Versicherungsg-edanke wieder in weite Kreise -dringt. Eine Anzahl von Versicherungsgesellschaften hat, deyr /Rechnung tragend, eme nwe Versrcherungsart, die sogenannte Hetmsparkassen- oder HeimprämienvexsicherunN eingfführt. Dabei stellen 'die Anstalten ihren Versicherten kostenlos Heimsparkassen zur Verfügung und ermo-glichen es ihiten, mit ganz kleinen Tagesral-en (von 10 G. aufwärts^ die Prämien emer' Versicherung . zu bestreiten, die wirklich allen' Anforderungen' -ge^cht wird, indem sie eine Erlebs-, eine Ablebens- und eine Unfallpolizze -n sich vereinigt. Die Polizze des Phönix gewährt überdi-es auch be> bleibender Invalidität durch Unfall oeträchtl'che Enrschädigungs Zahlungen. D.e Versicherungen sind nach zweijährigem Bestände nnvrr- 'fallbar uild vückkaufsbcrechtigt. Wird die Prämienzahlung, rvauu imnier e ngestellt. w bleibt der Vertrag noch drei bis sechs Monaie unverändert anfre'cht; nach Ablauf dieser Zeit kann die Versicherung noch innerhalb wen-erer sechs Monate durch Nachzahlung der rückständigen . Prämien oder durch Verlängerung der Dauer b-'r Pollzze wieder in Kraft geieyt werden, so daß einmal geleistete Präm'-enzahlungen den Versicherten, die sich innerhalb eines Jahres da^um bekümmern, niemals verloren gchen können. Die geschilderte Versicherungsart hat heim Publikum, großen Anklang gefunden und es sind im letzten Halbjahr be'm Phönix allein etwa 15.000 solcher Versicherungen abgeschlossen worden. Die Pränlien für diese Versicherung sind int, Verhältnis zu den versicherten Kapitalien sehr niedrig und die Polizze ist, wenngleich sie ohne ärztliche Untevsuchung abgeschlossen >vird. für. 1000 Schilling vonl ersten Augenblick an kür den Todesfall wlrksani. - Diese Umstände — im Verein mit, den fricher erwähnten Unverfallbarkeirsbe'timmungen — bedeuten einen i'chr großen Fortschritt gegenüber der Volksversicherung, wie sie in der Vorkrlegsz-elt üblich war, so baß die Neuerung auf dem Gebiete des Beriicherungswesens auch in or'.tlzipieller Hinsicht von ansehülichenr Werre ist. Der Abend bringt schon herbstliche Kühle. Auch die Natur zieht allgemach ihr Herbstkleid an. Das prachtvolle Nachsommerwetter der letzten Zeit darf uns daher nicht darüber hinwegtäuschen, daß doch schon i>er Herbst vor der Türe steht. Bald, bald wirb der prächtige Sommersonnenscheln kalten Nebelschauern weichen. Es ist daher hoch all der Zeit, die Hechstgarderobe zu ergänzen und au die behagliche Einrichtung seines Heims für die kalte Jahreszeit zu deüken. Es empfichlt sich daher, zur Orientierung für den Herbsteinkauf bte Kaufläden der Taborstraße zu besichtigeil. Vor allem werden ltns da diein wahrhaft künstlerischer AnordmlW arrangierten Lchanfenster des domillierenden Leopoldstädter Warenhauses Bruder Sch iss mann. 2. Bez.. Taborstraße 48. angenehm aus,allen. Wir gewinnen bei deren Ansicht einen erschöpfenden Ueberbltck über die herrschende Mode in Bekleidungsärtikeln jeder Art für Damen und Herren und müssen über die hrrvlichen ModedessinS und die wunderbaren Farbenharmonien der Stoffe eben'o staunen wie über die außerordeiltlich billigen Preise. Brüder Schiffmann, deren Renomee als verläßlichste und billigste Einkanssqnetle preistvrrten Einkauf verbürgt, haben den Gipfel der Leistuugsfahlgktzlt erreicht. Seide, Wollstoffe, Samte, Damen- und Herrenwäsche (allerneüeste Herbstware). Teppiche. Vorhänge. Bettdecken. Leinennnd Wirkwaren usw. sind als „sensationelle Herbstokkaswn" zu konkurrenzlos billigen Vorsaisonpreisen echältltch. Belotlders billig sind die Einführungspreife für sämt«liche Schueider-^ und ModistenMgchöre. Ein Besuch des Warenhauses Bruder Lchifsmalm — kein Kaus>zwang! ist für jedermann lohlloltd! * Das Land der Greife. Es ist eine weitverbreitete Slifficht, ' daß die Kultur den Gesundheitszustand der Mellschheit nachteilig -beeinflußt habe. Wäre dies wirklich der Fall, danll müßte das durchschnittliche Lebensalter der Menschen nrerklich gesunken sein. In Italien aber zählt man gegenwärtig 146 Personen, die älter als 100 Jahre sind. 1921 gab es iu Italien 116 Hun-dertjAirige. Der älteste augenblicklichlebende Italiener zählt sogar 120 Lenze. Da eine so große Zahl Menschen das biblische Alter weit über- - schritten hat, scheint doch die Wirkung der Zivilisation nicht in dem Maße deaenerierend ru kein, wie man aemei-nhin anninunt.

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