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Wiener Morgenzeitung · 1926-09-25 · Heft 2724 (25.9.1926) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2724 (25.9.1926)
Date
1926-09-25
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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ftt. 9tt4 mit, «amttag »teil« Mokqenzeltuns rr. «ep'kmbtt 1»S ««,»' WWWWWW- JTlt=fT lt=i I =ä Ifc=l * WDIWlNpM «WIWNMWl I^IINZMMIUI^LkNLIMSI MZMSI jiiiaiiisiemi mmmmmmrn ii! Sie zentral«»»»!« mr Erziehung blinver «nd lanbftummer iüditcher Kinder in Pole». Noch am 4. Juli d. I. wurde in Bojanow im Posen- 'scheu die Zentralanstalt zur Erziehung Minder und taubstummer jüdischer Kinder in Polen eröffnet. Ein imposantes villenartiges Gebäude, eine Spende der Stiftung des verstorbenen Mischen Philanthropen Moritz Rohr, erhebt sich inmitten von Wiesen, Feldern und Gärten, unweit einer Waldes, und ist den Aermsten aller Armen, die zu ihrer materiellen Not von der Natur noch mit einer physischen belastet wurden, den sogenannten ^Biersinnigen" gewidmet. Kinder, die blind, taubstumm und arm sind, sollen hier erzogen und vor grausamer Krüppekbettele i oder dem Verbrechen bewahrt werden. Die verdienstvolle Gründerin und Schöpferin der Anstalt die Sejmabgeordnete Rosa Melzer, die auch ein Mitglied der parlamentarischen Kommission für soziale und Jnvalidensürsorge in Polen ist, übersandte uns auL Anlaß einer Intervention der „Wiener Morgenzeitung" folgende Aufklärungen über die Entstehungsgeschichte des Institutes: Die Anstalten für blinde und taubstumme Kinder in Polen, schreibt Frau Melzer, sind ausschließlich Privatschöpfungen, die heute staatlich subventioniert werden, und haben in ihren StiftungSuvkunden den Vermerk: „Für polnisch-katholische Kinder". Die einzige Ausnahme bildet das große Institut in Warschau, dessen Stifter ein Jude war (Bergsohn, vor zirka 80 Jahren). Dieser große Patriot und fromme Assimilant schuf die WohlfcchrtSanstalt mit der Devise: „Ohne Unterschied des Glaubens und der Nationalität". De- Wille deS Gründers wird nun so erfüllt, daß es in der Anstalt nur -in Prozent jüdische Zöglinge gibt, die meist dem Taufbecken zugeführt werden Drei Millionen Juden besaßen bisher im vereinigten Polen krine einzige sozialhumanitäre A n st ä l t für ganz nlittellose jüdische Kinder, die das traurige LoS haben, Knüppel zu sein. Für blinde Kinder besitzt das jüdische Polen überhaupt keine einzige Anstalt. Für Taubstmmne gibt eS zwar drei Herne prwate Schulen (Lemberg, Warschau, Lodz), di aber ausschließlich gegen Bezahlung ihre Tore öffnen. Tie Lemberger Scbule besitzt kein Internat. Um diesen! furchtbaren Mangel ahzuhM-n, mühte sich .Frau Rosa Melzer 'irei Jahre hindurch, eine Anstalt zu gründen und ihre Bemühungen wurden jetzt von Erfolg gekrönt. Die Erhaltung der Anstalt soll von den indischen Gemeinden in ganz Polen bestritten werden. Nach dem Plan der Frau Abgeordneten . Melzer soll der von chr vor kurzen! gegründete „Zenträwerein für Blinden- und Laubst:ill!menfü'',orge" mit den Befugnissen einer juristischen Person auSgcstattet wn.den und zur moralischen und nkateriellen Förderung dec Jnsi'lutfS beitrogen. Die Gründerin hat alle pädagogischen Hilfsmittel mit größter Hingabe und Genauigkeit vorbereitet und sich dabei auf den Rat und die Hille der Leiter ähnlicher Anstalten in Baris, Wien und Warschau gestützt. wo auch die Lehrkräfte «der neuer. Anstalt auSge. bildet wurden. Dir Blindenanstalt besitzt einen Muf.ktaäl mit einem Klavier und allen Instrumenten, schon eingerichtete Schulklassen, Wohn- und Schlafzimmer, e-jie S^ielmranda und einen Sonnenb-lkcn mit Liegestühlen. ES gib' hier j>:e: Küchen: eine Fleisch-, eine Milch- und eine Pessachküche, dmu aut Tradition und rituelle Kost wird gesehen. An die Anstalt grenzt ein sechs Joch großer Gartengrund, der die berufliche Einschulung der taubstummen Zöglinge als Gemüse- und Obstzüchter ermöglicht. ' . -i/f Mische Kindergärten in gngoslawien. Die zionistische Bewegung hat auch in Jugoslawien aus tHe Bedeutung der jüdischeMkindererziehung schon vor dem Kriege hingewiesen. Nach dem Eege hat diezionistische Jugendbewegung die Arbeit mit den Kindern auf ihr Programm gestellt. Bald sah inan, aber ein, daß für diese sehr. ernste und verantwortungsvolle Avbeit pädagogisch und jüdisch geschulte Kräfte notwendig sind. Trotz - vieler Schwierigkeiten konnte jedoch in einigen Orten mit dem Aushau einer hebräischen modernen Kindergartenarbeit begonnen werden. Der älteste Mische Kindergarten ist vor vier Jahren in Sarajevo gegründet worden. Er wird von der jüdisch-sephardischen KnltuSgemeinde erhalten. Es sind zwei Lehrerinnen angestellt, von denen die eine, von der Gemeinde und die andere vom Staate erhalten wird. ES kommen gegen 100 Kinder von vier bis sieben Jahren, fast alle auS den fpanioltschen Proletarischen Kreisen, die auch Unterricht in der hebräischen Sprache, freilich nach älterer Methode erhalten. Die Leitung hat Frl. Bukica Konforti inne. Bor drei Jahren wurde von Mirjam M eiller ein jüdischer Kindergarten in Zagreb gegründet, den sie mit großer Liebe und viel Erfolg selbst Mvt. Die ganze Einrichtung der Anstalt, die nach der modernen Montessori- Methode geführt wird und jetzt in dem neuen Makkrbi-Heim ilutergebracht ist, wurde von der großen Kinderfreundin Frau Romano gespendet und so der Beginn der Arbeit ermöglicht. Der Kindergarten, den 40 bis 80 Kinder besuchen, wird von der israelitischen Gemeinde subventioniert. Das Hebräische wird mit großem Erfolg gepflegt. ES ist zu hoffen, daß sich der Kindergarten auch weiter entwickeln und alle jüdischen Kreise erfassen wird. Der jüngste Kindergarten ist vor zwei Jahren in Südsevbien in Bitolj (Monastir) aus Anregung deS Oberrabbiners D j a e n gegründet worden. Die Errichtung wurde durch * die Spende der Familie der verstorbenen Frau Jda Avvesti, deren Warnen die Institution trägt, ermöglicht. Schalten wird sie durch Iudeu, die früher in Bitolj wohnten und nach New-Aork abgewandert sind. Obzwar sie dort in nicht besonderen finanziellen Verhältnissen leben, unterstützen sie dennoch ihre frühere Gemeinde Bitolj, die durch den Krieg stark gelitten hat. Den Kindergarten in Bitolj besuchen 40 Mische proletarische Kinder (im Mter von vier bis sechs Jahren) und der Drang in den Kindergarten ist noch sehr groß, aber es gibt keinen Platz und bis jetzt war nur eine Kindergärtnerin, Frl. Lea Bendavid, aus Rischon le Ziott, angestellt. Da sie vor. einigen Monaten nach Palästina zuvückreiste, sind jetzt eine hebräische Kindergärtnerin, ein hebräischer Kindevgartner und eine serbische Kindergärtnerin angestellt worden. Die Kinder werden in hebräischer Atmosphäre erzogen. In vielen anderen Orten Jugoslawiens wird besonders durch die Jugendvereine Mische Erziehung bei den Kindern geleistet, aber nur in den angeführten drei Orten wird eine ernstere und systematische Arbeit ge-fühvt. Es wäre sehr zu wünschen, daß das Beispiel von Sarajevo, Zagreb und Bitolj auch von anderen Städten in Jugoslawien mit größerer jüdischer Bevölkerung nachgcahmt werde und zwar sehr schnell, denn die Notwendigkeit einer systematischen, modernen, Mischen Kindererziehung ist sehr groß. F. Ajnal. Zum hundertsten Geburtstag des Großherzogs Friedrich l. von Baden. In diesen Tagen führte sich zum hundertsten Male der Geburtstag des im Jahre 1907 verstorbenen Großherzogs Friedrich st von Baden, der in der Geschichte des Zionismus einen Ehrenplatz einnimmt. Großherzog Friedrich war der erste Monarch, der der zionistischen Bewegung Interesse und Verständnis entgegenbrachte und alles tat, um die politischen Pläne Theodor Herzls zu fördern. Durch den englischen Hofkaplan Reverend Hechler beim Großherzog eingefichvt,. wurde Hevzl mehrfach von diesem in Audienz empfangen und vermochte es, ihn so stark für seine Pläne zu interessieren, daß der Groß- 'Herzog schließlich einen Empfang Herzls ' durch den deutschen Kaiser Wilhelm II. in Jerusalem (1898) erreichte. Der Großherzog bewahrte Herzl und dem Zionismus bis an sein Lebensende starkes Interesse und hat dieses mehrfach auch nach außen bekundet. Professor Dr. Wilhelm Hanauer. Sanitätsrat Dr. Wilhelm Hanauer, ein anerkannter Svegtalavzt für Kinderkrankheiten, von dem bereits mehrere Arbeiten über Gesundheitspflege und Berufskrankheiten erschienen find,, wurde,'wie uns aus Frankfurt am Main berichtet wird, zum Professor für soziale Medizin an der Frankfurter Universität ernannt. Ein jüdisches Museum in Kassel. Bor kumem wurde in Kassel «n Museumsverein gebildet, dessen Aufgabe es sein wird, Denkmäler aus der jüdischen Vergangenheit Kurhessens zu sammeln und vor dem Untergang zu bewahren. Kurhessen, mit seiner einst zahlreichen jüdischen Bevölkerüng, die Kerne ihre Häuser mit schönen, künstlerisch heraestellten Gegenständen ausstattete, ist reich an Mischen Mufscuobjekten. Vereine. Vorträge «nd Versammlungen. Zionistische B e z t r kS s e k t t o n Alsergrund. Montag. 8 Uhr abends, im Caä City. S. Bez., Poizsllanaaffe 1. Bortrag Dr. Jakob Weiner über .Kritik der ztonit i t ch e n Arbeit". Samstag den 3 Oktober l/*9 Uhr abends. >m Caf6 City (Mezzanin) große SimchaS-Tborafeter. Gäste herzltchst willkommen. — Zugendveretn Erez - Israel. Wien, 2. Bez., Zirkusgasse 98. Anfangs Oktober beginnen drei Hebrällchknr'e. und zwar ein Anfangs ur». einer für Borge ckrittene und ein LüeraimturS. Anmeldung täglich zw'ichen 8 und 9 Uhr abends im Bereinsheim. — Die H t t a ch d u t h j u g e n d. L. Boz.. G ockengaffe aQ, veranstaltet eine Reihe von Sem naren, zu deren Teilnanrne Jugendliche eingeladen werden. Bis jetzt stehen folgende Seminare fest: Geschichte oeS Zion'smuS (Referent Doktor N. M. Gelbe r). Beginn Montag den 37. d>. */,8 Uhr abends r Geschichte deS Sozialismus, heb, ätsche und jüdische Liieratur. (Re- «erenten und Zeit werden noch bekanntgegebm.) Heute. 8 Uur nachmittags, svricht Dr. Ch. Tartakower ü"er das Thema »Ideologie des Hitachduth". Anmeldungen zu den Seminaren nimmt Ch. Chatm M e! n l eine halbe Stunde vor Beginn der selben entgegen. — ZiontstischeJngendgrupve Leopold st ad t. 2. Bez.. Zirkusgasse 83 Die iür beute angeetzte Generalversammlung wird aus techni'chen Gründen verschoben Termin wird noch bekanntgegeben werden. Dienstag Anmeldungen für berufsmäßige Ausbildung bis zum 8. Oktober täglich. l>/, Jahre bis zur Prüfung. 9223 Wochen- und Monatskurse. Wofür entscheiden lie sich? Sagen Sie es uns ButiihanM R. LSWIT, Wien l„ Rotenturmstrasse aa (BOCHlRStHWENMS) (litt nun 8 Uhr. Sickioth. — Zionistische Bezirkssektt-ü für den 8. B e z i r k i n W i e n. Am 8. Oktober (Samstag), 8 Uhr abends, im Cats Lovrana, Wien, 9z Bez. LSwengaffe 96 (Souterram), Generalversammlung. * Hebräische Schule Sektion Prater. Der Unterricht Ht unserer dteitla>sigen Schule unter pavagogucher Leitung von Meter Charttner hat bereits b-gonnen. Es werden noch Einschreidnngen tägl ch.von 9 bis 8 Uhr abends (mit Ausnahme SamStag Änd Feiertag, im Sekt'onsbetm, 2. Bez.. Jungstraße 8, entgegengenommen. Bühne und Kunst. „SttStii." Renaissancebühne. Die Wiederbegcgnung mit diesem älteren Werke Galsw v r t h y s ist willkommen. Wirksames, eindrucksvolles Theater, eine Zweckdichtung im guten Sinne des Wortes, beinahe ein Bolksstück. Dieses Schauspiel zeigt sinnfällig, daß die „Justiz", wie sie die Gesellschaft auSgobildet hat, mit ihren Richtern, Staatsanwälten, Gesetzbüchern und vor allem: mit Strafhänsern eine Krankheit ist, so verderblich wie Tuberkulose, so zermürbend wie der Alkohol. An dem Exempel eines jungen Mannes, der aus Liebe zu einer rettnngsbedürftigen Frau einen Scheck fälscht und in den Kerker muß, wird das grausame Wirken des Molochs Justiz und (in einer wirklich erschütternden Gefängnisszene) das traurige Ergebnis des Strafvollzugs an der seelischen Verfassung zweier älterer Häftlinge gezeigt. Verhandlungen vor dem Geschworenengericht, Amtshandlungen eines Strafhausdirektors, den Leidensweg entlassener Sträflinge — diese Bilder aus dem Leben des urteilenden, aburteilenden, und verurteilten, des strafenden, gestraften und den Strafvollzug überwachenden Staatsbürgers hat man auf den Brettern bis zum Ueberdruß gesehen, aber (trotz der konstruierten Handlung) selten so eindringlich, bei aller Einfachheit so bezwingend, wie in diesem englischen Drama. Die Aufführung an der Jarno-Pühne hat als Ensembleleistung hohe, in der Darstellung einzelner Figuren bemerkenswerte Qualitäten. (Regie Dr. Stelzer.) Der junge Herr Massareck gewinnt durch Natürlichkeit. Er weiß die schwierige männliche Hauptrolle in ruhigen Liniesi zu halten, meidet Uebertreibungen und scheint ein echtes, gesundes Talent zu sein. Herr Triembacher weiß die Rede des Verteidigers gut zu steigern und spricht sie mit innerer Beteiligung. Ausgezeichnete Episoden formen die Herren Ambos und A. Mahr, der treffliche Herr P. Mahr ist als alter Tintenkuli, der sich ein reines gütiges Herz bewahrt hat, wirklich rührend und von den übrigen, durchaus verdienten Mitwirkenden sind Frau Sorma sowie die Herren Sonnenthal, Hammer und Stärk besonder« zu nennen. O. A. Franz-Schmidt-Konzert der Wiener PhicharmonUer. Der Wiener Akademiedirektor Franz Schmidt ist emer der ganz wenigen Musiker, die heute noch die Richtung Schubert- Bruckner forignführen vermögen, ohne ins Triviale oder Stereotype zu verfallen. Ein von ihm geleitetes philharmonisches Konzert unter Mitwirkung des ausgezeichneten Organisten Franz Schütz bewies neuerlich die Mlle seiner urmusikantischen Eingebung und namentlich die Länge seines melodischen Atems. Drei mächtige Variationenwerke itt einem einzigen Konzert, und doch kein Gefühl der Gequältheit oder Langeweile seiner Hörer! Wer vermöchte heute in Wien so prächtige, ins Erhabene, Uebersinnliche gerichtete Orgelvariationen zu schreiben wie Schmidts Fredegundis-Variationen mit einleitendem und abschließendem Bläserchor. Die Klaviervariationen über ein Beethoven-Thema zeigen freilich neben echter Inspiration auch Talmiglanz, leer.laufende Virtuosität und geschwätziges Passagenwerk. Sie nehmen eben Rücksicht auf den einarmigen Pianfften Paul Wittgenstein, dem sie gewidmet sind und der mit Elan den Klavierpart spielte. Schmidts zweite Symphonie, gewissermaßen wiederum ein gigantisches Variationenwerk, steht der Mutter Natur besonders nahe. Wie Gustav Mahler, von seiner „Dritten" könnte Schmidt von seiner zweiten Symphonie sagen, er habe darin die ganze blühende Landschaft hinwegkomponiert. Auch hier singt und jubiliert alles, was Tiere und Pflanzen in Wald und Flur zu erzählen wissen. Das urwüchsige Werk, eine der reichsten nachklassischen und doch nicht epigonalen Schöpfungen, brachte dem Komponisten am Dirigentenpult stürmischen Beifall ein. slb. Ans dm Theater«. Burgtheätrr. Morgen lJtS Uhr abends, „3 tu weißen R 9 ß l". Akademietheater. Morgen. ‘/,8 Uhr' abends, „Mädel von heute". O v e r n l d e a 1 e r. Morgen. 7 Uhr abends, bei aus" gehobenem Abonnement „Die Hochzeit oeS Figar£>"- Deutsches B o lkStboarer. Die. heutige Erstaufführung der Komödie «Die Schule der Kokotte!!' mit Frau Konstantin beginnt um 8 Ubr abends. Die Bühnenbilder sind nach Entwürfen von Franz Schallud angeferttgt. Morgen. 3 Uhr nachmittags,- zum letzten Mglv „D r. I u e t S z a b o". Theater an der Wien. Heute. l/aB Uhr abends. 200. Aufführung der Kalman'chen Operette „D i e Zirkus- Prinzessin". L u ft s v t e l t h e a t e r. Sonntag, Uhr nachmittags, einmalige Aufführung der „Näherin" mit Haust Niese. Vereinigte jüdische Schauspieler. Die vereinigten jüdischen Schauspieler, sie vergangenen Sonntag mit großem Erfolg im Zentralkeller, Wien, 3. Bez., Taborstratze 8a. gastierten, wiederholen auf vielseitiges Verlangen ihr Gastspiel heute uno morgen in dem genannten Etablissement. Milwirkend Hilde Dulitzkaja. Eintritt frei. Der tragische Tod des Schauspielers D. I. Lovo. Wie wir einevzeit berichteten, befand sich unter den Todesopfern der Eisenichnkatastrovhe bei Leiferde auch der holländische jüdische Schausieler David Jessurun Loh o aus Amsterdam. Wie uns jetzt aus Amsterdam geschrieben wird, war Lobo mit seiner gleichfalls tödlich verunglückten Gattin auf der Heimreise aus dem Haag begriffen, wo Lobo an der Generalprobe eines neuen Stückes, bei'

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