Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2722 (23.9.1926)
- Date
- 1926-09-23
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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M'tcn. (5'oitucv?tnfl Wiener Mov^eu.^ltttNs> 23. September 1926 Sette B * Das Weller. Ol'ilmt Uur oic iivuiu'ni'iir wieder fjöfjcr. Tic '^oraiivR.v mit Id: v'Tci:rrc‘3 Du t chm eisen Ser idjmadjni Llöviuiii!iid)t mehr Hvd)vid)ciu|lic(). Offene Lehrersieilen. Wie uns der Jtidisch-Atadcitttsche PhilstoPhenvereiu uiitleilt, sind in einer Volksschtile der Tschechvjlrnoalei ntii 1) e b v ii i j d) e v 11 n 1 e v r i dj I 8 s p r a ch e z ü> e i V c 1) r c v ft e (I e n z ii d e s etz e u. Bewerbet^ Philosophen nnd Pädagogisteti, mögen sich itutev Mitnahme ihrer Zeugnisse Samstag den'26.d. int Sekretariat de« JitdisdiAlademischen Philosophenvereines, Wien, l>. Bez., Z,immerma»up!atz 8, melden. * 7ö-Jahr-Feier der Radetzky-Realschule in Wien. Die Bnndesrealschttle in Wien, 3. Bez., Radetzkystraßc 2, oft kurzweg „Oi ade tzky-Schule" genannt, begeht im Herbst dieses Jahres die Feier ihres 75,jährigen Bestandes. Eitt von Direktion, Lehrkörper und Merttverettngttng sowie von Vertretern der ehemaligen Schüler gebildeterFestausschuß richtet cm alle jene, welche die Radetzky-Realschule absolviert oder atlch nur während kürzerer Zeit besucht haben, die Bitte, ihre gegenwärtige Adresse mit Angabe des Berufes und der Stellung umgehend an die Direktion der Bmidesrealschnle in Wiett, 3. Bez., Radetzkystraßc 2, "bekannt Kit geben. * Bei der tschechoslowakischen Gesandtschaft in Wien wird am Dienstag den 28. d. wegen des WenzelsseiertageS nicht amtiert. Auch das Generalkonsulat und die Paßstellen bleiben geschlossen. * Berlagsbuchhändler Breitenstein gestorben. Dienstag nachts ist hier der bekanttte BnchhäMer und Verleger Dr. Max Br ei teuft e In int 72. Löbensjahrc gestorben. Er stanmtte ans Jglan. Er hat das juristische Fachblatt „Die Gerichtshallc" hemusgegeben und war auch der erste Verleger des Herzl scheu „Jndettstaates." * Großer Einbruch in dem Nothschildschen Schlosse in Waid- Hose«. In der Nacht vom Sonntag auf Montag wurde im Waidhosener Schlosse, das der Familie Rothschild gehört, ein verwegener Einbruch verübt. Die Täter sind wahrscheinlich vom User der Ms hergekommen und haben einen 10 Meter hohen Baum benützt, u*:t ait'f das Ge'ände des Schlosses zu gelangen. Sie machten wertvolle Bmte au Jwvelen tutö Bargeld ttito dürsten auf dem gleichen. Weg wieder entkommet sein. * Am Meidlinger Tüdbahnhos von einem Ing getötet. Gestern früh wtirde der 40jährige Kdiegsinvalidc Friedrich Lischka, Kroltetibachstvaße 4, aus dem Perron 3 dcs Meidlinger SüdbchnlMes von dem einjnhrcndeu Personenzug Nr. 021. Richtung nach Graz, ersaßt tutd üversahren. Er blieb aus der Stelle tot liegen. Wie der Vorstand des Meid!! Niger Südbahnhofes mtttcitt, hatte der Ansrttjcr des Perrons vor Einfahrt des Zuges die Passagiere aus bc*u Perron gewarnt. zu nahe Mt das Geleise herattznlreien. Im letzten Augenblick jedoch sah man, wie knapp vor dem entfahrenden Zuge der Invalide ztvoi Schritte gegen das Geleise machte ttub ttach vorne aus di« Schienen wankte, wo er int nächsten Augenblick von der hevattbransenden Lokomotive ersaßt wurde. Da Lischka bei sich auch einen BehaitdÜnngsgetrel der Kopsschußstation trug, ans dem hervorgeht, das; er an epileptischen Ansällen leibet, bestellt dir Möglichkeit, das; er vielleicht in einem solchen epileptischen Ansalle, nach vorne gewankt uu'b jo von der Lokomotive ersaßt Wvrdnt ist. Es ist möglich, das; Lischka einett Selbstmord verübt hat. UebersaN aus die Lebensgesährtin. l^esteru nwrgetts gegen 8 Uhr Wurde die 40jährige Hilfsarbeiterin Anna Pradl, Breitensnrlerstraße 20 wohnhaft, vor den Gartenaitlagcn des Hauses Edelstnnstraße 0, in Alcidling, von ihrem früheren Lebensgefährten Joses Popovic, der ihr dort ansgelcmcrt hatte, übersallen nitd durch stuf Messerstiche schwer verletzt. Er hat die Tat offenbar deshalb beganigen, weil Frau Anna Pradl, die mit ihm durch etwa ein Jahr'im gemeinsamen Hanshatt gelebt hatte, ihn vor zwei Monaten ans der Wohnung gewiesen und die Begehungen abgebrvcheit hatte. * Ein neuer Zirkus in Wien. Mitte Oktober konttnt der schwedische Zirkus A d o l f i trach Wien. Wiewohl Direktor Adolsi, dessen Name Weltruf genießt, bisher nie in Oesterreich war, ist sein Name in den hiesigen maßgebettden Stellen wohlbekannt, venn er hat während der Kriegs- und Nachkriegszeit in führender Weise ungeinein viel Gutes für die notleidenden Wiener Kinder getan. Direktor Adolf, hat in Anerkettttttng der Grundsätze des Jack-LvndonfKlnbs, welcher Raubtier d r e s s u r e n als l i e r g n ä l e r i s eh e U tt nt e n s ch l i eh k e t t erklärt, solche Borsührungen aus seinem Programnt gestrichen, da gegen bietet er das Allerbeste, was artistisches Können in der Manege nnd int Zirknsramn vollbringen kann: Schnlreite», Massenvorführungen von Pferden, Clowns, welche mit ihren heiteren Darbietungen noch überall, wo sie gewesen sind, frohestes Lachen verbreitet haben. Direktor Adolsi hat das Gebähde des Zirkus Renz gepachtet und adaptiert. Die Eintrittspreise sind volkstümlich gehalten. * Zur Uebersledlung der Keren-Hajessod-Verwaltung nach Jerusalem. Das Hauptbureau des Keren Hajessvd ersucht, fortab sämtliche für die Treasurhabteilung des Hauptbureans bestimmten Zuschriften im Znsamenhang mit der Ueberweis-nng von Geldern, mit Bnchhaltnngsfragcn, Ausgabe von Zertisikatcn nsw., direkt nach Jerusalem zu dirigieren, n. zw. an folgende A d r e s s e: Head Office of ihe Keren Hajessod, 3:rcCtfnvt; Departement, P. O. B. 731, Jerusalem. — Telegrammadresse: Kerjessod Jernsalent. — Das Or g a tt i s a t i o n s d e p a r t e nt c tt t tvird seine Tätiakcit in Lottdott nicht vor Mitte Oktober zum Abschluß bringen können. Zuschriftett, die für dieses Departentent bcstimntt sind, jind daher bis ans weiteres an die bisherige londoner A d r e f s e zu richten. * Ein Kind von seinem Kindermädchen entführt. Das ein einhalb Jahre alte Tvchterchett des Zahnarztes Tr. Behrettdt in Eharlotlenbnrg ist von seinem Kindermädchen entführt worden. Das Mädchen ging gestern vormittags wie gewöhnlich mit dem Kind in den Tiergarten spazierett uttb ist seither mit dem Kind verschwunden. Wie sich jetzt heransstellte, war das Mädchen bereits ftmyer einntal mehrere Tage lang nicht nach Hanse gekommen. IliMH'ftj US der südifchrn Welt Kikiattz'Sevher, vie „Bnchstadt" von Ka«o«n. Vor eittigeit Monaten haben die Mckdungett über wichtige Forschungen einee amerikanischen Expedikion in Kirjath- S e P her, t>n alten König 8 sta d t i tt Knnaa n, die von der Aätissittdnug gewaltiger Stadtmauertt (10 bis 14 Fuß Dicke bei 40 Fuß Höhe) berichteten, gewaltiges Aufsehen erregt. dlirjaih-Sepher bedeutet nun nichts anderes als „Buchstadt" und der Leiter der atnerikanischen Expedition, Dr. Kyle, vermutet hinter dieser Bezeichnniig eine Nationalbnchcrei v o r h i st o r i s ch e r Z e i t. Es mußte ein großes Knltttrzetttrum schon vor der Jnvasioit durch Josua gewesen sein, und Dr. Kyle gtattvt auch zum weiterett Schluß berechtigt zu sein, unter den Trünunern dieser „Bnchsladt" Berichte über die Besetzung Kanaatts durch die Aeghpler ttnd Heltiter aufzusiiudeu, die also bis ins zweite Jahrtansend v. Ehr. zutuckgehen würden. Die anierilanische Expedition ist in ihrett bishevigen Funden nnd Schlüssen sehr glücklich gewesen; die „Bibliothel" von Ddlvirban (wie Kirsath- Sepher heute heißt! berechtigt zu dett schönsten Hoffnungen in bezug ans die Frühgeschichte Vorderastens und Palästinas. Unter den vielen, neuerdiitgs einsehenden archäologischen Forschttttgett, die sich mit dett Tateti der Bibel bosassen, verdient eine der jüngslen Entdeckungen eine besondere Erwähnung. Eine Rleldttitgeit ans Rhodcsiett sagt ttätnlich, daß es nun endlich gelungen sei, die so gesnchten nnd so viel untstrittenen „Bergto e r k c K ö tt t g S a l v m o tt 8" attsznsinden, ans denen die Goldnitd Dilberichätze für die Errichtnttg des Tempdls gebracht wttrden Sie Wedergewinimiig der Marame«. dir berichteten vor kurzem über einen im Pariser „Unio..!v Fgaelite" veröfsentlichten Vorschlag, Ma rannen aus P o r l n g a l itt Frankreich anznisiedeln. Ans diesen Vorschlag atlttvortet der gewesene Maranne Bnoas Basto gleichfalls im „tlnivers Jsraellle" Und führt ans: „Ich selbst stamnte von Maranttett, bitt Kapitän der portt'.giesischen Armee itnd habe am Weltkriege au der französisch-belgischen Front teilgenommen. Im Jahre 1020 habe ich mich ossiziell sgiin Jttdentum bekannt ttnd bin gegenwärtig Präsident dar k l e i n e tt i ii Ib i f ch e tt Gente i n d e v o tt Port o. Ich bin in, einem ttordportttgirsischen Städtchen geboren. Als ich fünf Jahre all tvtirde, lehrte mich mein Großvater die heiligen Schriften, vornehmlich die Psalmen, lesen. An der Hattd der B!-- vel nnd der Propheten führte mich mein Großvater in die Geschichte der Jtidett eitt ttnd erklärte mir, daß wir von Inden abjtammeit. Flt ttufevem Städtchen wurde eines Tages eine Zivilregiftvatuv eingeführt. 'Ich selbst war katholisch gecknift, mein Vater Halle für religiöse Fragett überhaupt kein Interesse. Einmal nach dem Tode meines Großvaters, es war im Jahre 1005, las ich als Sliident in der Zeitung dett Bericht über die Einwethung der Synagoge in Lissabon. Ich entschloß mich, dieses Owtteshans zu besitchen. 1908 bezog ich die Lissaboner Hochschule tui'b mit ersten Sabbat nach meiner Ankunft itt der Hauptstadt wo hule ich dem Gottesdienst bei. Stach dem Gottesdienst fragte ich einige Jndett über einige jüdische Religionsgesetze und hebräische Bücher anü. Die Auskunft war recht kühl. Man sah in mir einen urkatholischen jungen Menschen, der vielleicht die Absicht habe, zum Judentum nberzutretett. Es wurde mir bedeutet, daß man auf Proselyten überihaupi nicht reflektiere, abgesehen davon, daß die Regierung solche Uebertritte znm Judentum mit scheelen Augen ansehe. Später fragte man mich nach meinem Glauben. Ich antwortete verdrossen: Mtrselmatt. Diese Antwort wurde sofort dent in der Synagoge anwesenden Rabbiner Lebt beit -Ti itt c o n aus Jaffa hinteobracht. Rabbi Levi lud mich hierauf zu sich znm „Kiddusch" ein. Im Hanse des Rabbiners wurde ich mit den verschiedenen jüdischen Gebrättchen und Gesetzen bekannt. Trotzdem konnte ich itt Lissabon meinen Entschluß, znm Jtrdetttum zuvückztitehrett, tticht attssühreu, weil die Führer der Lissaboner jüdischett Gemeinde aus Attgft vor der Regierung meitte Ausnahnte abgelehnt haben. Erst im Jahve 1920 brachte ich mein Vorhaben zur Ausführung, mtd zwar — in Marokko. Viele Mavanneit kottlmen in die Lissaboner Synagoge mit denselben Absichtett, ntüssen aber wegen der Aengstlichkeit der jüdischen Führer unverrichte-ter Dinge ab ziehen. Die Jttdengemeinde vott Porto zählt bereits mehrere ehemalige Marannen zu ihren Mitgliedern, die zum Judetitum zurückgekehrt sind." Ein 400 Jahre alter jüdischer Friedhof. Bei Grabnngett neben der Festung vott B re st-L i t o w s k stießen die Arbeiter ans einen alten indischen Friedhof mit gut erhaltenen (Grabsteinen und Skeletten. Atts den Jnschristen geht hervor, das; der Friedhof vor 400 Jaihren noch in Berwendttug stand. Die Skelette weisen die Scherben über dett Augett ans, die damals bei der Beerdigttng von Jttdett gebräuchlich waren, ein Usus übrigens, der in vielen orthodoxen Gemeinden auch heute noch vielfach geübt wird. Die Grabsteine iiverden jetzt fachwissenschaftlich ttntersucht. Der Magistrat von Rawitsch raubt eine Synagoge. Ans Posen meldet I. T. A.: Brlannilirlt hat der SRagistrat der Stadt Rawitsch im Distrikt Posen unter der Vorgabe, daß die jüdische Gemeinde zn klein geworden ist, die Prachlsynagvge der Stadt itt i t B e s eh lag belegt nnd folgt nur au dett jüdischen Feiertagen den Andächtigen den Schlüssel aus. An den vergangenen Rosch-Haschanah-Tageit weigerte sich der Magistrat als Folge der Jnterventiott des Ex SNajors ttttd Antisemiten Mareziuiak, den Schlüssel heranszngeben, sodaß die jüdische Bevölkerung mtd die hcvbeigeslrömlen jüdischen Soldaten ohne Andachtsstätte blieben. Die vor der Synagoge erschienenen Juden winden mit Steinen beworfen. Fünszigjährigrs Meisterjubiläum einer jüdischen Metzgerin. Wie uns ans Köln berichtet tvird, hat die dortige Metzgerinnnng dieser Tage ein nicht alltägliches Jubel fast eines ihrer Ri i Wieder begangen. Es war das siinistigjährige Meisterjttbi'lämtt der jüdischett Metzgerin Frl. Sibylla H e r z f e l d. Ihr Vater Hatto sich int Feldzug gegett die Fratezcheu int Jahre 1870-71 eitt schweres Nevvettl-etdett zu gezogen, tvödurch die dantäls 16jährige Sybilla gez-wungeu war, die Führt,ttg des Geschäftes ihres Vaters zn übernehmen. Sie erwarb bald nachher das Meistevdiplom. Frl. Herzseld. die unverheiratet blieb, ist jetzt 66 Jahre alt und versieht auch heute noch in voller Rüstigkeit ihr Geschäft wie ein junger Meister. Die Konferenz der jugoslawischen Zionisten ist für den 17. bis 10. Ouvber nach Z»a g r e b (Älak-atnjaal. Baitnouceva ^2) etnberufen worden. Bon den R e f e t a t c tt seien besonders erwähnt: „Die stonistOckte Bewegnug" (Drago Steiner) „Kultur" (Dr. Sckalom Freiberger), „Jugend";Dr. Evt, R o t m ü 1 l e r). Palästina" (mit belonderer Berücksichtigung der neuen jugollawt chen Chaluzuodlung >n Djeda), Referent Dr. Alex. L i ch r, „Die ziontsti'che Frauenarbeit" (Jula W eine r). Tie E x b f f n u tt n tutib der Präsideut des Laudesveibaudes Doktor Dnotd A 11 a l a t; vornehmen. s überflügelt durch sein Renommee, seine riesige Wirkung der echti NA- Franzbranntwein mit Menthol sämtliche ausländischen Erzeugnisse und Hausmittel. An Nervosität und Kopfschmerzen Leidende wenden nui eine Massage an, um sich zu erfrischen und ihre ermüdende Tagesarbeit fortsetzen zu können. Ueberall erhältlich. Biihne und Kunst. ß!n »euer indisches Zheater in Warschau. (Von »nserem Warschauer Korrespoudettten.) Ter jüdische Schauspieler Siegmnnd Tnrlow und seine Gattin, die namhafte Schauspielerin Jda .Kamins! a, haben noch vor längerer Zeit eine größere Provinztonrnee angotreten, um die Mittel für die Gründung eines jüdischen KnitsttheaterS in Warschau anfzttbringen. Ihre Bemühungen waren erfolgreich, und nun gehen sie daran, ein jüdisches Theater in Warschau zu gründen, das den Namen „Warschauer jüdisches Kunstt he ater" tragen wird. Die neue Truppe wird im Theater Kaminskis spielen, das vollständig renoviert nnd dessen Akustik nach Borfchlägen von Warschauer Professoren verbessert wurde. Das angekündigte Repertoire ist besonders reichhaltig. Als erste Premiere gelangt „Das zehnte Gebot" von Goldfaden zur Ansührnng. Ferner werden die Aufsnhrungeu von R o l k a n d s Drama „D i e Wölf c", von einigen neuen Stücken Schalom Asch', dann von H o s m a n n s t h a l s „I e d e r m a n n", von Richard B e e r - H o f m a n n s „Graf von E h a r o l a i x" geplant. Beer-Hoftnann soll persönlich die Regie führen. Im Rahmen eines besonderen Oskar-Wtlde-2lbends soll „Salome" und die „Tragödie von Florenz" zur Aufführung gelange». Schließlich wird eine Reihe von literarischen Schöpfungen, die vor der Zeit Goldfadens entstanden, dramatzisiert mtd inszeniert werden. Für die Truppe Tnrkows wurden die besten jüdischen Schauspieler Warschaus und der polnischen Provinz gewonnen. Aus den Theatern. B u r g t h e a t e r. Morgen, lJz8 Uhr abends, „D e t T r a u m e i n L e b e n". Dienstag, 7 Uhr, „Peer G y n t". Akademtetheater. Freitag. */,8 Ubr abends, ..Mädel v o n h e u t e". Dienstag, '/,8 Uhr abends, ,D i e W e l t, i n d e r m a n s i ch l a n g w e i 1 t". Overntveater. Morgen. 7 Uhr abends, zn besonderen Preisen „C arme u". Theater an der Wien. Samstag, V-8 Uhr abends. 200. Aufführung der Operette „Die Z i r k u s p r i n z e s f i tt*. Theater tu derJoiefstadr. Freitag, Samstag urd Sonntag „Fannys e r st e s Stück". Neues Wiener Stadttheater. Festvorstellnug der „F I e d e r m a u s" om 28. und 29. d. unter Leitung Z e ml i n s k h s und unter Mitwirkung von Selma 5k u r z »nitzi Rt a s s a r y. Rosette A n d a y, Alfred P i e c a v e r. Hubert -R a r i s ch k a. Franz H ö b l i n g, Karl R e n n e r, Hans 'ili oser und Heinrich Pirk. M o d e r u e 8 Theater. Die Premiere der Zirkustragödie von Leoifd Andrejews „Der, d e r d r e O h r f e i g e n krieg t", findet Freitag um Uhr statt. Festborstellung der Volksoper. Die für den 25. d. zugunsten dec Wiener Volksoper auf der Hohen Warte anberaumte Festvorstellnug „Der Z ige n n erb ar on" wird wegert etntretender kühler Witterung über vielfachen Wunsch in der Volksoper abgehalten werden. Der Termin dieser Anffülhrung wurde auf Samstag den 9. Oktober verlegt. Den, Ehrenkomitee sind neue prominente Mitglieder beigetreten. Apollothcater. Sonntag den 26>. d., 6 Uhr nachmittags, gelangt das vollständige Abendprogramm bei kleinen Preisen zitr Anfführung. Prof. Julinsz Wolfsohn, der bekannte Konzertpianist und Pädagoge, ist von seinem Urlaub znrückgeke^t und hat seine Lehrtätigkeit tviedcr atisgeuommeii. (Neue Adrepe: 3. Bez., Psarrhosgasse 16, Telephon 06-1-320 Der einzige .Klavierabend des .Künstlers findet Ende November im Großen Mnsikvereinssaal statt. Artistenrnmmel im Apollo. Tie am Samstag den 2Z. d. um 3 Uhr nachniittags im Apollotheater stattsindende Artisrenprüifnng der Int. Artistenorganisation wird sich infolge der verschtedenarligen Darbielnttgen zn einem internakianalen Artistenrnmmel gestalten. Nebst einer Reihe neuer Mitglieds- Werber auf allen möglichen K.nnstgebieteti wirken erstklassige Künstler mit. Maxim Gorki hat ein neues Drama vollendet, das den Titel „Die falsche Münze" trägt und psychologisch ein Thema ans der Revolution behandelt. Die llranssültrung findet demnächst am M o s k a n e r .K n n st l e r t h e a i e r statt.' Vereine. Borträge und Versammlungen. Zionistische Sektion Prater. Somitact. V8S Uhr abends findet im Sektionsheim, 2. Bez., Jungsttaße 8, die ordentliche Generalversammlung statt. — Der B e t h w a a d l't w r i m etöffnet eine Auskunftsstelle für den Hebräi'chttntcrricht zwecks Vermittlung geetgneier Lehrkräfte an die Jitteressenten. Schrtstltckie Anfragen an Beth waad l'üvrim. 9. Bez., Türkenstraße 9. — Misrachi-Talmud-Thora (Wien, 2. Bez., Praterstraße 43). Die Einschreibung von neuen Schülern wird im Chol .Hamod Snkkotb stattfinden und Roich Hodeich Cheschwan abgeschlossen werden. Die Einschreibungen ftuden tag! ch zwischen 5 und 7 Uhr nachmittags im Misrachibureau, 2. Bez., Praterstraße 43, statt. — Verband der jüdischen Kriegsbeschädigten, Invaliden, Witwen und Waise u, Wien, 2. Bez., Obere Donaustraße 65/4. Die diesjährige Generalversammlung findet Sonntag den 2 6. d, 9 Uhr votmittags, int Verbandslolal statt. Mitgliedsbuch ist mitzubringen. L e o v o 1 d st ä d t c v B o l k s h e i m, 2. Bez.. Zirkusgasse 48. 6 Ultrr Engli'ch I für Anfänger. 7 Uhr: Französisch 1 für Amänger: Engli'ch ü sür Borge!chrittene, französische tzkonversation. 7 Ip'.r: Vortrag Dr. Edgar Z i l t e 1: „Was und wie lernt man im Vottshemr?". 8 Uhrr Französisch 11 sür Vorgeschrittene.