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Wiener Morgenzeitung · 1926-09-19 · Heft 2718 (19.9.1926) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2718 (19.9.1926)
Date
1926-09-19
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. Sfi8 Wien, Sonntag Wiener Moraenzeitun^, 19. September 1926 Seite 5 Große Heilerfolge mit Beneei« in Wiener SpitSlern. Schon über ein Jahr dauern nun die genauen wissenschaftlichen Erprobungen mit Venecin an österreichischen Kliniken und Spitälern. Diese Arbeiten sowie die Erfahrungen praktischer Aerzte haben bewiesen, daß man mit Venecin nicht nur eine prompte und dauernde Heilung erzielt, sondern daß es mehr noch — was niemand zu erhoffen wagte — durch die Umstimmung des Gesamtorganismus einen außerordentlichen günstigen Einfluß auf den Gesundheitszustand und das allgemeine Wohlbefinden des Patienten nimmt. Immer wieder und wieder hört man von den mit Venecin behandelten Kranken: „Noch nie im Leben habe ich mich so wohl gefühlt wie nach dieser Kur!" Die fast unglaublich klingenden Resultate der Berliner und Pariser Spitäler bei Magen- und Darmleiden wurden durch die Erfolge der österreichischen Kliniken nicht nur bestätigt, sondern in vielen Fällen sogar übertroffen. Ebenso hat sich Venecin bei rheumatischen Beschwerden hervorragend bewährt, und berichtet zum Beispiel die „Wiener Medizinische Wochenschrift" aus einem Wiener Spital, in dem man von 17 mit Venecin behandelten Fällen schwerer Gelenks- und Nervenentzündung 16 Fälle gänzlich zur Ausheilung brachte. Der charakteristische Ausspruch eines Newyorker Arztes, der Beneein als seinen besten Aiststenten erklärte, kennzeichnet die Stellung der Aerztejchaft zu diesem Präparat. e in der dritten von 680 auf 720 Schilling erhöh:. Für Ueberlanbgespräche ist eine lOprozentige Erhöhung vorgesehen. Die Erhöhung der Telegrapheng « bühren hält sich Mischen 50 und 60 Prozent. Die Wortgebühr für Jnla-nbsteiegvanrme wird von 6 aus 10 Groschen hin-ansgosctzt. Der NE Post- und Tettgrapheutarif M schon am 1. November-, der neue Telcphontarif am 1. Jänner 1927 jn Kraft treten. Landnahme in der Lbera«. Eine Heimatkolonie Arbeitsloser. In der Nacht zum Freitag zogen etwa 200 MitKieder des Vereines Kolonie in d i e H e i ma t, mit Mundvorrat und tragbarem Ackergerär ausgeuistet, von Wien aus über Groß-Euzersdorf in die O b e r a u bei Or:h a. D., um dort eine .Kolonie zu gründen. Es waren meist, Arbeitslose, darunter auch einige Intellektuelle. Sie begannen sofort das Buschwerk zu roden und Bäume für den Bau von Barackerr zu fällen. Im Laufe des Freitags und des Samstag fanden sich noch einige Nachzügler ein. Die Gendarmerie machten die wilden Siedler darauf aufmerksam, daß sie mit ihrem Tun sich einer Besitzstör.nng schuldig machen, ließ sie aber sonst ungeschoren. Diese etwas abenteuerliche anmurende Art der Landnahme sollte, wie sich jetzt heransstellt, eine vollendete Tatsache schaffen, um einem Kompetenz- und B e s i tz st r e i t ein Ende zu bereiten. Der Verein Kolonien in die Heimat, der von dem ehemaligen sozialdemokratischen Landragsabgeordiieten Wagner vor einigen Morraten gegründet wurde, seyi sich zun: Ziel, Arbeitslose, die Lust und Liebe zur Landwirtschaft haben, auf brach liegendem Gebiet anzusiedeln, und wendete sich zu d'esem Zweck an den Präsidenten des Kriegsbeschädiatenfonds den Minister Dr. Nesch mit dem Ersuchen, ihm zur Anlage einer Versuchskolonie in der Oberau Gelände zu überlassen/ Ter Minister wies den Verein an die land- und forstwirtschaftliche Betriebsgesell','chaft. an der die Gemeinde Wien zu 90 Prozent beteiligt ist. Diese hat nämlich das Augebiet vom Kriegsbeschäd'gtensonds in Pacht genommen und wäre also :n der Lage, das gewünschte Siedlungsterrain dem Verein in Subpacht zu geben. Die Bauerngemeinden der Umgebung, die an dem Wildgehege der Oberau wegen der Jagden interessiert sind, erhoben gegen die Besiedlung Einspruch und verlangten, man möge das strittige Gelände ihnen in Pacht geben. Auch der Ackerbauminister Thal er wurde irgendwie mir der Sache befaßt. Er sagte den Siedlern einige freundliche Worte. Das half ihnen allerdings nicht ßu Grund und Boden, da die land- und forstwirtschaftliche Betriebsgesellschaft . in der Oberau wie bisher Wild hegen will und darum das Gelände als für Siedlungszwecke ungeeignet bezeichnet. Unter diesen Umständen entschlossen sich die Siedler zu einem abgekürzten Verfahren und hüben sich in der Oberau festgesetzt. Dort kampieren sie nun, des Nachts in Wollvecken gehüllt, unter freiem Himmel, bei Tag fällen sie Bäume und unterhalten Reisigfeuer, die einen doppelten Zweck ersiiillen. Sie dienen zum Abkochen und sollen auch durch ihre Rauchentwicklung die in diesem Gebiet sehr quälende Gelsenplage mildern. Die Kolonie ist bereits aus 300 Köpfe an gewachsen. Rings um die Oberau ist ein Kordon von 50 Gendarmen gezogen, mit denen die Kolonisten bis setzt gang gut auskommen. Für heute wird starker Zuzug aus Wien erwartet und die Kolonisten geidercken, wie e8 heißt, den Zustrom der Neugierigen auszunützen, um in einem großen Meeting unter freiem Himmel eine breitere Oefsentlichkeit für ihr Unternehmen zu interessieren. - 4Qt Fünfter deutscher Soziologentag in Wien. Vom 37. bis 29. Sevtember 1926 findet in Wien der von -er Deutschen Gesellschaft für Soziologie einberuiene fünfte deutsche Soziologentag mit folgendem Programm statt; Montag den 27. d.. V,10 Uhr vormittags, öffentliche Hauptversammlung im kleinen Festsoal der Universität. 1. Begrüßung durch denPräiidenten der Gesellschaft, Geheimrat Prof. Dr. Ferdinand T o e n n i s. 3. Begrüßung durch Herrn B u n d e 8 v r ä s i d e n t e n Dr. Mich a e l H a i n i s ch und durch Vertreter hoher Behörden. 3 Bor träge von Geheim rat Prof. Dr. Ferdinand Toenn i 8 aus Kiel und Prof. Dr. H a n 8 K e l s e n über „Demokratie." Nachmittags Diskussion über beide Vorträge. Dienstag d e n 2 8. d., 10 Uhr vormittags, im Hörs a a l 33 der jur>sti>chen Fakultät: Untergruppe Methodologie, Obmann und Referent Geheim rat Professor Dr. W e r n e r S o m b a r t aus Berlin; 3 Uhr nachmittags: Uniergruvpe N a t u r r e ch t r Obmann und Referent Rudolf G o l d i ck e i d. M i t t w o ch d e n 2 9. b., 10 Uhr vormittags, im gleichen Saale Untergruppe B e z t e h u n g 8 l e h r er Obmann und Referent P r o f. Dr. L e o v o l d v. W i e s e a n 8 K ö l n. An alle drei Referate werden sich Diskussionen anschließend zu denen bereits führende Soziologen aus Deutschland und Oesbrrretch als Redner gemeldet sind. GastkartenfürZubörer beim Soz'ologentag sind zum Preise von 3 S (f ü r S t u d e n t e n h a l b e r P, r e i s) von beute ab in der Portteiloge der Universität erhältlich,, werden aber nach Maßgabe des verfügbaren Raumes auch am Eingang der BortragSüle ausgegeben werden. * 1000 Mark für einen Zeitungsartikel über Wien und Nieder'österreich. Einen interessanten Wettbewerb schreibt soeben die Fremdeirverkchrskommifsion der Bundesländer Wierr und Niederösdrrveich aus. Cs soll der werbekräftigste Zeitungsartikel über Wien und Niederösterveich, der in einer Tageszeitung des Jnuird Auslandes. gleichgültig, in welcher Sprache erschienen ist, mit einem Preise von nicht weniger als 1000 Reichsmark (1685 S.) ausgezeichnet werden. Ms Preisrichterwllegiu'ln fungiert die Fremdenverkehrskommifsion gemeinsam mit je einem Vertreter des I Wiener Jouvnalisten- und Schriftstellerve reines Concordia und ta» DmtjMÜLv TLMtÜLllevaer üeuächoH io Wim 1 Falsche Echillingnolen in Warschau. Aus Warschau wird uns berichtet: Hiesigen Blätter-- msldungen zufolge hat die W i e n e r Staatsanwaltschaft durch Vermittlung der Wiener polnischen Gesandtschaft an das Warschauer Polizeioberkommissaviat den Antrag gestellt, den Aspiranten der Warschauer Kriminalpolizei B a ch r a ch in Haft zu nehmen. Bachrach stcht im Verdacht, polnische und ö st e r r e i ch i f ch e Banknoten gefälscht und in Verkehr gefetzt zu haben. Diese Meldung hat hier um so größeres Aufsehen erregt, als die Person des Bachrach in den Enthüllungen, die das Pilfudsky-Or-gan „Elos Prawdy" jüngst über die Zustände in der Warschauer Polizei machte, einen breiten Raum Einnahmen. (Um berufsmäßigen Judenhetzern im voraus eine Blamage zu ersparen, die sie sich im Falle des Eisenbahnattentäters Schlesinger geleistet haben, sei gleich bernerkt, daß Bachrach trotz des jüdischen Namens kein Jude ist, sondern em waschechter Pole. Bei der Warschauer Polizei gibt es keinen einzigen Juden. — Anm. d. Red.) Jas Lueger-Jenkmal wird heute auf der Mollzeile enthüllt. Die Feier beginnt um 10 Uhr vormittags und dürfte gegen 1 Uhr mittags beendet weroen. Die Zeremonie der Enthüllung wird Abgeordneter Kunschak vornchmen, woraus Bürgermeister Seitz das Denkmal namens der Stadt Wien übernehmen wird. Der Festzug wird sich in 16 Gruppen vom Ring des 12. November aus sich zur Wollzeile bewegen. — Dr. Karl Lueger wurde am 24. Dfto'&et 1844 in Wien geboren. Im April 1875 wurde er auf der Landstraße als Liberaler in den Gemeinderat gewählt. Im Jahre 1878 bildete er mit Doktor Mandl die demokratische Partei. 1886 wurde er in den Reichsrat gewählt, im September 1887 hielt er in einer Versammlung des Abgeordneten Komlossy seine erste antisemitische Rede, mit der er die chvistlichfoziale Bewegung emleitete. 1890 wählte ihn der Bezirk Margareten in dettLcmdtag.' Am 29. Mai 1895 wurde er zum ersten Male zum Bürgermeister von W.ien gewählt, lehnte jedoch ldie Wahl ab. Am 29. Oktober wurde er wieder gewählt, doch versagte der Kaiser die Bestätigung. Ms nun am 13. November die demonstrative Wiederwahl Luegers erfolgte, löste die Regierung den Gemeindera: aus. Dre Neuwahlen brachten Lueger eine fast Dreiviertelmehrheit und am 18. April 1896 wurde er wieder Bürgermeister. Das Kab'nett Baden: drohte nun wieder mit Auslösung. Aus Zureden des 'Kaisers Franz Joses trat jedoch Lueger freiwillig zugunsten Strobachs zurück. In Wien fanden damals große antisemitische Kundgebungen statt. Im April 1897 mußte der Kaiser die Bestätigung erteilen. Bon nun ab blieb Lueger bis zu seinem am 10. März 1910 erfolgten Tod an der Spitze der Stadtvertretung. Miches Autounglück au« der Manahilserftraße. Auf der Heimfahrt aus der Bar. Gestern in den ersten Morgenstunden hat sich in der Mariahilf erstraße ein Autounglück zugetragen, das ein Todesopfer forderte. Um halb 2.Uhr fuhr ein Privarauto mit rasender Geschwindigkeit über die Mariahilserstraße in der Richtung gegen die Stadt. Bei der Stiftsgasse sauste der Wagen plötzlich aus die rechte Fahrbahnjeite und stieß mit voller Wucht an hen dort stehenden Srraßenbeleuchtungsmast an. Einer der Wageninsassen, der Fuhrwevksbesitzer Franz Rückgamm er wurde aus den: Auto geschleudert, erlitt einen Schädelbruch und starb auf der Stelle. Die übrigen Fahrgäste, die. Gattin des Getöteten, der Ingenieur Leo Heller, der den Wagen lenkte, der Chauffeur Josef Speer in ger und -dessen Gattin, wurden mehrfach verletzt. Die Erhebungen ergaben, daß der Unfall durch die Fahrlässigkeii des Magenlenkers verursacht wurde. Die ans sechs Personen bestehende Gesellschaft hatte am Abend i» Mauer in der n-eu erösfneten „Fliegerbar" des früheren deutschradikalen Abgeordneten Teufel und des durch Prozesse mit seinem Sohn bekannten Bezirksrates Heigl verbracht. Um Mitternacht wurde die Heimfahrt angetreten. Der Jnspeklionsarzt der Rettungsgesellschaft stellte fest, daß alle Personen alkoholisiert waren. Das Au:o wurde mi: solcher Wucht gegen den Lampenmast geschleudert, daß es förmlich in zwei Teile gespalten wurde. Ilbends wird gemeldet: Auf dem Auto saß auch der ehemalige Staatsrat nn!d Kreichauptuwnn a. D. Oskar Teufel. Nach seiner Darstellung soll das Auto infolge eines Pnaumatikdrsoktes ins Schleudern geraten sein. Durch den Anprall an den Belouchtungsmast wurden Teile des Autos eüva 30 Schritte weit gegen die Stistskaserne geschleudert. Me Insassen wurden hemusgeschleuldert und nur Teufel blieb unverletzt Ingenieur Heller und Frau Rückgammer sind im Spital noch nicht vernehmungsfähig. Heller wird nach Feststellung seiner Tvansportfähigkeit dom Landesgerichtt eingeliefert lverden. Er hatte mit dm: Auto die Gesellschaft vom Heurigen in Perchwldsvrrf abgehot:, und alle waren noch um viertel 12 Uhr in der Uiegevbar in Mauer eingekchrt, wo zwei Flaschen Wein mrd l eiitt bis zwei Flaschen Champagner getrunken wuckew zionistische Smmigiationsftagen. Aeußerungen Hyamsons, Leiters des Einwanderungsdepartements. Aus Anlaß der Anwesenheit von Mr. Alben Hyamson, dem Leiter des palästinensischen Cin- > Wanderungsdepartements, veranstaltete das Wiener Palästinaamt in seinen Räumen einen Presseempfang für die Vertreter der jüdischen und hebräischen Presse. Der Leiter des Amtes, Herr Doktor Nahum Blauer, begrüßte die erschienenen Journalisten in hebräischer und deutscher Sprache, woraus Mr. Hyamson auf Grund der an ihn gestellten Anfragen sich im wesentlichen wre folgt äußerte. Wenn man in Palästina tatsächlich eine Heimstätte für das jüdische Volk erzielen will, müssen wohl Angehörige aller Schichten dorthin auswandern, jedoch komme es auf die richtige Dosierung an. Für absehbare Zeit sei es erforderlich, daß achtzig Prozent der Immigranten landwirtschaftliche Arbeiter seien. Wünschenswert ist es ferner, daß sich unter den Einwandernden nicht zu viele Frauen befinden und daß die Männer, welche die Pionierarbeit aus sich nehmen, im Zeitpunkt der Einwanderung im Alter von 20 bis 28 Jahren stehen. Bei der Schichte der H a n d w e r k e \ sei erforderlich, daß sie h ö ch st q u al i f iz i er t sind. Es dürfen nicht Menschen sein, die vielerlei zur Not leisten können, sondern ein bestimmtes Fach hervorragend beherrschen. Was die Schichte der Kapitalisten anlangt, so sei seht wünschenswert, daß sie mehr als die vorgeschriebenen 500 Pfund besitzen und daß sich die Anzahl de: nach Palästina strebenden jüdischen I n d u st r i e l l e n stark erhöhe. Ueber die Qualität der Cyaluzim befragt, meint Herr Hyamson, daß die aus den westlicher Ländern sich als tauglicher erweisen, als die aus östlichen Ländern. Für die besten Chaluzim erklärt Herr Hyamson die aus Deutschland kommenden und zollt 'auch den aus Oesterreich, der Tschechoslowakei sowie aus Ungarn stammenden Chaluzim hohes Lob. Es hänge von der Leistungsfähigkeit der zionistischen Fonds ab, wie viele Einwanderer alljährlich in das Land kommen können. Im Rahmen der bestehenden Gesetze sei die Zahl der Immigranten unbegrenzt. Nur muß man doch feststellen, daß die Gesamtziffer der jüdischen Einwanderer, welche im Vorjahr ins Land kamen, nämlich 40.000, unter den g e g e b e n e n B e r h ä l t n i s s e n zu groß war. Herr Hyamson hat die wichtigsten jüdischen Zentren Europas bereist und stellt mit Befriedigung fest, daß die Chaluzim, welche gegenwärtig in Deutschland, Polen, Lettland und Belgien für Palästina ausgebildet werden, gute und taugliche Elemente find. Auch die zionistischen Palästinaämter fand er in der besten Verfassung. Eine neue Möglichkeit, Menschen in das Land zu bringen, sei die sogenannte Verwandtenaktion. Wenn man die Uebersendung eines monatlichen festen Betrages für den nach Palästina übersiedelnden Angehörigen garantiere (fünf Pfund monatlich), so werde die Einwanderungserlaubnis erteilt. Auf diese Weise können auch Kinder und Schulpflichtige ins Land gebrächt werden. Bei diesen jugendlichen Elementen erstrecke sich die Erhaltungspflicht durch die ausländischen (meist amerikanischen) Verwandten bloß bis zum erreichten 18. Lebensjahre. Aus dieser Basis sei es auch möglich, Schüler zur Erziehung nach Palästina zu entsenden, nur werde in diesem Falle auch noch als erste Voraussetzung die Zusicherung der betreffenden Schule eiugcholt, das sie den zu erwartenden neu ankommenden Schüler aufnehmen könne. * Mr. Hyamson reist von Wien nach Triest weiter, um das dortige Palästinaamt, welchem bekanntlich besondere B? deutung zukommt, zu inspizieren. * Wiener Vortrag Oppenheimers über Palästina. Däj Keren-Hajessod-Gureau teilt mit: Der Frankfurter Universitäts. Professor Dr. Franz Oppenheimer, der zu den bÄanntestev Soziologen und Nationalokonomen der Jetztzeit gestört, wird aus Einladung der österreichischen Keren-Hajessod-KommPon Samstag den 25. d. um 8 Uhr abends im Mittleren Konzerkhaussaale, Wien. 3. Bez., Lothringevstraße 20. über seine Eindrücke in Palästina sprechen, welches Land er erst vor wenigen Wochen besuchte. Professor Dr. Franz Oppenheimer, dessen Siedlungsgenossenschaftspläne von der Zionistischen Organisation schon la-n^e vor dem Krieg in Angriff genonunen wurden, wird in seinem Bortrage di« gegenwärtige Lage und die Entwicklungsmöglichkeiten der jüdischev Siedlungstätigkeit in Palästina schildern. Der Bortrag des Professors Opponheimer ruft in den breitesten Wiener Kreisen repstej Interesse hervor. Wenige restliche Karten sind im Bureau de? Keren-Hajessod (Paläst'uaMusiSaufolvds), Wien. 1. Be-z., Kärntner, ttraße S8 (Tel. 77-4-85 und 77-4-86) echAAch. '

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